18.41 Uhr, in Kamen-Methler, auf dem Weg von Hamm nach Aachen
Das hat der Copilot, mit dem ich die letzten Tage die 17 Jahres dieses Blogs auseinandergenommen habe, als einen der Running Gags dieses Blogs identifiziert. Naja, Gag ist da eigentlich nix mehr, denn running is auch eher selten was ...Der heutige Tag ist so ein Beispiel dafür - jetzt sitze ich im Regionalexpress von Hamm nach Essen, und klüger wäre es gewesen, nicht die Hoppeltour von Hannover Linden/Fischerhof über Paderborn und Hamm und Köln und Aachen und Welkenraedt nach Löwen zu machen, sondern völlig kontraintuitiv am Hannoveraner Hauptbahnhof in den ICE nach Frankfurt, dort in den ICE nach Lüttich und dort in den IC nach Löwen zu steigen - das hätte mich wahrscheinlich am Ende zwölf Euro mehr, aber weniger Nerven gekostet ... Wobei, wer sagt denn, dass die Züge pünktlich unterwegs sind ...
Heute habe ich also relativ früh, so gegen 14 Uhr, das Büro verlassen, in der bis Hameln proppevollen Bahn tatsächlich noch ein kleines bisschen gearbeitet, musste in Hameln mich dann beeilen, weil der Zug geteilt wurde, und natürlich der Zugteil, an dem Paderborn stand und ich dem ich saß, in Hameln stehen blieb, während der Zugteil, an dem Hameln als Zielort stand, nach Paderborn weiterfuhr. Joa. (Da "lacht" der Copilot wieder, weil er das "joa" als Stilmittel identifiziert hat ...)
In Paderborn stieg ich versehentlich in eine Bahn ein, in die ich gar nicht einsteigen wollte, stieg wieder aus, stieg am Ende doch wieder ein, weil die Bahn, die ich eigentlich haben wollte, auch nicht wesentlich früher in Hamm sein würde. Das Problem war, dass diese Regionalbahn nicht nur gefühlt ein Dutzend Züge vorließ, sondern auch eine Sauna war, denn die Klimaanlage war ausgefallen. Im Kaff kurz vor Soest hielt ich es wirklich nicht mehr aus - und stieg aus. Die Hitze draußen war eine willkommene Abkühlung zur Bahn, und Minuten später kam die nächste Bahn in Richtung Hamm, und dort lief die Klimaanlage - das hätte ich früher haben können ...
In Hamm stiefelte ich - ich war schon wieder dehydriert (da "lacht" der Copilot wieder, auch so'n Running Gag) - trotzdem schnell zum Gleis, weil ich meinen ICE nach Köln erwischen wollte und notfalls im Bordbistro was trinken wollte. Allein, der Zug kam nicht ... Da stand zwar tapfer noch die Abfahrtszeit um 17.48 Uhr angeschrieben, aber darüber lief ein Laufband, dass das Fahrzeug erst um 18.33 Uhr oder aus Berlin ankäme.
Also lief ich von Gleis 10 zu Gleis 5, weil dort der Regionalexpress nach Köln kommen müsste, und dort würde ich vielleicht nach einen relativ frühen Zug nach Aachen erreichen. Auch da stand in der App tapfer, dass der um 18.03 Uhr käme, aber um 18.10 Uhr hatte ich ein Einsehen, dass auch der nich (pünktlich) auftauchen würde; auch da würde ich in Köln den Anschluss nach Aachen verpassen.
Also stiefelte ich noch ein bisschen weiter in Richtung Gleis 1, entschied mich jetzt dann doch dafür, etwas zu trinken zu kaufen (denn im Regionalexpress nach Aachen gibt es kein Bistro), kaufte für teuer Geld eine große Spezi Zero und lief zum Gleis 1. In dieser Privatbahn nach Aachen geht die Klimaanlage, das Ding ist schön leer bisher, aber verspätet losgefahren ist auch der natürlich ...
Jetzt sind wir gerade im wunderschönen Kamen-Methler zum Stehen gekommen, um kurz nach 21 Uhr sollen wir in Aachen sein, und irgendwie werde ich hoffentlich einen der letzten Züge des Tages nach Löwen kriege und gegen Mitternacht in mein Bett fallen. Vielleicht schreibe ich dann noch, wie es bis dahin ergangen ist, vielleicht nicht ...
Morgen jedenfalls geht es einigermaßen früh die halbe Stunde von Löwen nach Wavre, damit ich pünktlich zu den Hymnen im Stadion bin. Sonnencreme habe ich Illigenzbestie natürlich vergessen, die wollte ich irgendwo unterwegs noch einkaufen, aber vor lauter knappen Umstiegen und langen Schlangen im Rossmann hat das bisher noch nicht geklappt, aber irgendwie bin ich noch hoffnungsfroh - vielleicht ja in Aachen ...
Um 11.30 Uhr morgen spielen die deutschen Frauen gegen Schottland (da werde ich beide Hymnen inbrünstig mitsingen, Flower of Scotland ist einfach auch schön ...), um 14.30 Uhr spielen die deutschen Männer gegen Malaysia, danach werde ich noch genießen und mir um 17.30 Uhr die argentinischen Frauen im Kampf gegen die US-Amerikanerinnen und um 21 Uhr das Spiel der belgischen Männer gegen Frankreich anschauen, bevor ich zum Bahnhof sprinte, denn um 23.20 Uhr geht der letzte Zug nach Löwen zurück.
Wie ich dann am Sonntag zurück nach Deutschland komme, gucke ich morgen auf der Heimfahrt nach Löwen oder so ...
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Das vorletzte Wochenende verbrachte ich mit meiner Ma (da "freut" der Copilot sich wieder) bei alten Freunden in Erfurt, bevor ich am Sonntag mit meiner Ma in den Schwarzwald zurückfuhr. Dort trafen wir uns mit dem relativ neuen Nachbarn zum Abendessen - das war auch ein wunderbarer Abend ... (Achso, klar, im Schnitzer, der laut Copilot den Platz des Sherry in Wiesbaden eingenommen hat; das stimmt, in Hannover habe ich noch nicht so ein richtiges Wohnzimmer gefunden ...)
Ich fuhr aber am Montag Abend gleich wieder nach Hannover und am Freitag Abend wieder zurück nach Baden-Württemberg; diesmal unterstützte ich meine Schwägerin und meinen Bruder beim Kauf und beim Einrichten eines neuen Rechners. Zum Dank bekam ich ein Stück trocken Brot und dazu Gänsewein ... Naja, nein, okay, wir machten eine kleine kulinarische Reise durch Europa mit Bouillabaisse und Paella, achso, Ouzo gab's auch noch ...
Am Sonntag wurde ich in den Schwarzwald gerollt, denn am Montag bekamen wir endlich die Glasfaserverbindung in der Wohnung freigeschaltet. Der Router war kaum an, da hüpfte ich vor Freude schon durch die Gegend, weil ich jetzt endlich wieder größere Arbeitsdateien synchronisieren konnte, ohne meinen Rechner lahmzulegen ...
Lohn von der Geschicht' war aber, dass wir, als wir am Montag Abend vom Freudenfest im Schnitzer zurückkamen, das Bad unter Wasser vorfanden - die Armaturen an den Waschbecken waren kaputt. Wir stellten erst das Warmwasser ab, dann am nächsten Morgen, als wir wieder im Nassen standen, auch das Kaltwasser - mit Duschen war also nix ...
Als die Handwerker sich auch noch verspäteten, ließ ich meine Mutter im Trockenen stehen und verließ fluchtartig den Schwarzwald - die Dusche (mit abnehmbarem Duschkopf, da "freut" der Copilot sich wieder, aber den abnehmbaren Duschkopf hab ich ja auch im Schwarzwald ...) in Hannover war ganz großartig ...
Die letzten Tage habe ich nun in Hannover gearbeitet, am Mittwoch brachte ich spontan noch eine gute Freundin nach Bremen; da saßen wir im IC, verdrückten ein paar Bier und quatschten wie in besten Wiesbadener Zeiten. Ich übergab sie heile an ihren Mann und freue mich auf unser Wiedersehen nächstes Wochenende in Cuxhaven.
Jo, vielleicht wird das heute also mal wieder ein Liveblog, wir schauen mal ...
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23.15 Uhr, zwischen Lüttich und Löwen
So, in einer knappen Dreiviertelstunde sollte ich in Löwen ankommen.
Ich hatte kurz vor Düren schon einmal meine Fahrkarte (ab Düren) gekauft, damit die Bahn mein Hotelzimmer zahlen müsste, falls ich den Anschluss in Aachen verpasst hätte. Am Ende hatte ich fast zwanzig Minuten Zeit in Aachen, auch weil wir relativ gut noch Zeit aufholten …
Ich setzte mich allein ins Ruheabteil, in Hergenrath standen wir länger als geplant, in Welkenraedt kam mein IC entgegen der Auskunft von Gemini nicht am gleichen Bahnsteig, sondern ich musste durch die Unterführung - und auch die Anzeigen in Belgien sind nach der wahre Jakob, aber am Ende war ich einigermaßen sicher, im richtigen Zug zu sein, und hatte auch noch ein, zwei Minuten Puffer (also nicht wirklich!).
Es gibt hier in den belgischen Zügen kein WLAN, sodass ich übers Datenroaming und meinen Hotspot online bin, aber das wird schon hinhauen, auch wenn das belgische Funknetz mindestens genauso bescheiden ist wie das deutsche. Ich bin noch am Überlegen, ob ich noch irgendwo in eine Kneipe gehe oder morgen halt frühstücke, das entscheide ich spontan, wenn ich in Löwen ankomme. Jetzt bin ich einigermaßen zuversichtlich, gut in Löwen anzukommen - und morgen geht es dann zur WM!
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