Unterwegs nach Land 206
Ich berichte von meinen Reisen, um alle 206 Staaten und 50 abhängigen Gebiete der Erde (meiner Zählung) zu betreten. Aktueller Stand: 172+1 besuchte Länder und 18 besuchte abhängige Gebiete.
Nächste Reisen: bis 18.5. Cookinseln, Auckland, Shanghai +++ 21./22.5. Zürich +++ 12.-15.6. Belgrad +++ 17.-21.6./21.-23.7. Budapest +++ 14.-16. 8. Löwen, Wavre (B, Hockey-WM)
Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.
Dienstag, 12. Mai 2026
Die Uhr lesen gelernt
Montag, 11. Mai 2026
"Ich werde dann gestern Abend ankommen."
Reisen über die Datumsgrenzen führen zu ganz neuartigen Verrenkungen in der deutschen Grammatik, aber es ist halt korrekt so … Hier ist es jetzt (wieder) Sonntag Abend, es ist kurz vor Mitternacht und ich habe 22 Stunden verloren (oder gewonnen, da weiß ich nie, wie herum man das "richtig" sagt, weil alle anderen immer andersherum denken als ich …). Jedenfalls ist es jetzt bei mir, wenn es in Deutschland 18 Uhr ist, 6 Uhr des gleichen Tages (in Neuseeland wäre es 4 Uhr des nächsten Tages) - wir gewöhnen uns alle daran, und in drei Tagen ist es schon wieder anders.
Der erste Eindruck der Cookinseln, das muss ich schon sagen, war bescheiden. Die Einreise dauerte ewig und war - gerade für eine vermeintliche Tourismushochburg - übertrieben penibel mit Vorzeigen des Weiterreisetickets und der Unterkunftsbestätigung. Ich musste sogar nachweisen, dass ich diese Einreisegenehmigung für Neuseeland habe, obwohl ich gerade von da gekommen war (und die Grenzer wissen dürfen, dass Deutsche in Neuseeland visumfrei einreisen dürfen). Das führte in Verbindung damit, dass zwei Flieger gleichzeitig aus Auckland angekommen waren, natürlich dazu, dass wir ewig in der Schlange standen - das war in Tonga deutlich erträglicher, in Vanuatu auch, selbst auf den Salomomen ging das zügiger und in Neuseeland sowieso. Jo, die Einreise ist jedenfalls schonmal kein Pluspunkt für die Cookinseln.
Damit das hier aber jetzt maximal verwirrend wird, fangen wir am besten heute Morgen an: Ich habe zwar nicht wirklich ausgeschlafen und war um 7 Uhr wach, aber es war trotzdem ganz schön, in Auckland nicht sofort irgendwohin sprinten zu müssen. Ich duschte in aller Ruhe und ging dann runter, um mal zu gucken, was das Frühstücksbüffet für 17 Euro konnte - die Antwort ist, und das wird in dem Hotel niemanden überraschen: eine ganze Menge. Ich wollte viel mehr ausprobieren, aber konnte irgendwann nicht mehr, nachdem ich mich durch Rührei mit Speck, Würstchen, roten Bohnen und Toast, Schakschuka, Gyoza, Quiche (jeweils natürlich nur Versucherle!), Früchte, Quarkteilchen, Joghurt und eine leckere Süßspeise gefuttert hatte - da brauchte ich bis heute Abend wirklich nichts mehr essen … (Das mit dem Frühstück mache ich wieder, ich komme ja nochmal in das Hotel, diesmal für zwei Nächte vor dem Rückflug.)
Danach ging ich noch einmal aufs Zimmer und checkte dann um kurz vor 11 Uhr aus, um mit dem Shuttle um 11.15 Uhr zum Flughafen zu fahren. Der war um kurz nach halb zwölf am Flughafen, ich spazierte zum Check-in, konnte noch nicht einchecken (erst drei Stunden vorher), setzte mich noch einmal auf eine Bank, checkte dann am Automaten ein (alles ganz unproblematisch) und ging schon sehr früh durch die gähnend leere Ausreise- und die ziemlich leere Sicherheitskontrolle. So leer war die Sicherheitskontrolle, dass sie ganz genau checkten, aber obwohl mein Rucksack ausgesondert wurde, wurde er nach der zweiten Ansicht doch gleich durchwunken, ohne dass ich etwas auspacken musste …
Ich setzte mich gleich ans Gate und kaufte dort schon einmal meine eSIM für die Cookinseln (alles schien geklappt zu haben, hier auf den Cookinseln ging aber nix, weil ich die erst hätte aktivieren müssen - joa, zeigte aber natürlich schon Netz und alles Mögliche an …). Wir boardeten leicht verspätet und kamen auch mit zwanzig Minuten Verspätung oder so weg (das war schon vorher angekündigt worden), ich saß neben einem tschechischen Pärchen, ich verfolgte den Flug recht intensiv (verpasste aber sowohl die Überquerung des 180. Längengrades als auch des 172,5-ten Längengrades, der hier regelmäßig als "Datumsgrenze" gezogen wird; die Datumsgrenze ist natürlich nicht wirklich nach geografischen Koordinaten gezogen, sondern wird implizit von den Ländern durch Bestimmung ihrer Zeitzone bestimmt, aber 172° 30' W scheint zwischen Neuseeland und Niue/den Cookinseln üblich zu sein), und um 21.18 Uhr am Sonntag (9.18 Uhr am Montag in Deutschland) landeten wir.
Ich hätte nie gedacht, dass der Zoll/die Biosecurity mal vernünftiger ist als die Grenzer, aber hier auf den Cookinseln ist es so, denn nach den komischen Grenzern und dem Aufsammeln meines Koffers (der kam natürlich an, obwohl ich die Banderole höchstselbst drumgefummelt hatte …) kam ich ungeschoren durch den Zoll.
Ich hatte die gaaanz leise Hoffnung, dass meine Unterkunft gemerkt hätte, was sie für Mist gebaut hat, und mir einen Fahrer geschickt hätte; dem war aber nicht so … Die Auswahl an Taxis war auch begrenzt (zwei), aber ich lief glücklicherweise einem Taxifahrer in die Arme, der zehn Zentimeter höher, aber sonst so gebaut war wie ich, und der mich unter seine Fittiche nahm: Er müsse zwar noch auf zwei Leute warten, die ein Taxi vorbestellt hätten, aber mit denen könne er mich mitnehmen, und die beiden Chinesen und die Dreiergruppe da hinten auch noch.
Ich glaube, das war den Vorbestellern am Ende nicht so recht, aber so machte der Typ halt mit vier Parteien statt einer einen Umsatz von 100 statt 25 Neuseeland-Dollar - cleveres Kerlchen, und mir war's recht.
Nach 15, 20 Minuten Fahrt kamen wir an meine Unterkunft, und der Fahrer half mir sogar noch, meine Bude zu finden; ich scheine nicht der Erste zu sein, der ziemlich verloren in dieses Ding hier reinstolpert. Wenigstens stand an meiner Villa in der zweiten Reihe mit seitlichem Meerblick mein Name, da war ich schonmal einigermaßen beruhigt, dass zumindest die Buchung angekommen war. Wieso keine alte Sau auf meine Anfragen reagiert hat, erschließt sich mir aber weiterhin nicht.
Meine Villa hat zwei Badezimmer, davon eins mit einer Dusche mit abnehmbaren Duschkopf (diese werde ich nutzen, auch wenn ich im anderen Bad auf Toilette gehe, weil das an mein Schlafzimmer anschließt), Ventilatoren sind auch zwei vorhanden, ich hoffe, das gefällt mir hier - ich war auch kurz am Meer, das hörte sich jedenfalls ganz gut an. Mal sehen, wie das hier morgen früh aussieht. (Achso, und das WLAN kostet auch extra, da versuche ich jetzt erstmal mit meinen 10 GB klarzukommen, die in meinem Datenpaket drin sind - nix gibt's mit Bingewatching von Serien, höhö ...)
Ich hatte auf der Anfahrt eine Tankstelle gesehen, die noch offen war, und die 150 Meter dorthin lief ich. Ich kaufte Wasser, Chips (Nervennahrung brauchte ich jetzt doch ...) und so'n Ingwer-Bier ein. Richtiges Bier hätte ich auch gekauft, aber hier darf am Sonntag (und es ist ja noch Sonntag) kein Bier verkauft werden ... Jo, da ist auch so richtig eine Metallstange vor den Kühlschränken mit dem Bier drin!
Danach lief ich - mit meiner Mutter telefonierend, das Datennetz funktionierte jetzt dank der Intervention der Damen an dem Verkaufsstand in der Ankunftshalle - zurück in meine Bude und fing an, mich so gaaaanz langsam mit diesem meinem 172. Land zu versöhnen.
Es ist jetzt gerade Mitternacht vorbei, ich werde noch das Nötigste an meinen Statistiken aktualisieren, aber dann gehe ich auch ins Bett und werde morgen sowieso nicht abwarten können, mir den Strand anzugucken ... In dieser Villa gibt es zwar Sonnencreme (das ist gut, meine geht bald aus, ebenso wie die Zahnpasta), aber kein Shampoo und keine Zahnpasta (das ist alles in meiner Tasche, von der ich immer noch nicht genau weiß, wo sie ist ...), da werde ich morgen (jetzt: heute) nach dem Strandgucken gleich mal in die Tankstelle zum Einkaufen gehen, und ab 9 Uhr darf ich auch Bier für den Sundowner einkaufen ...
Also, Land Nr. 172 ist geschossen, Begeisterung sieht erst einmal anders aus, aber erfahrungsgemäß kommen so Länder und ich dann auch irgendwann doch gut miteinander aus ...
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| Bier gibt's hier am Sonntag keines |
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| Abendrot unterwegs |
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| Flughafen Auckland vom Flieger aus |
Sonntag, 10. Mai 2026
Mal gucken, was das wird ...
7.15 Uhr am Flughafen von Port Vila, Vanuatu (22.15 Uhr am Samstag deutscher Zeit)
So, heute gibt es einen Liveblog, jedenfalls dann, wenn ich in Honiara und in Brisbane auch nur ein bisschen Zeit habe und am Gate sitzen kann (und nicht von der Security rennend in den Flieger reinstürzen muss). (Und ich hoffe, die werten Leserinnen und Leser haben den Nachklapp von gestern gelesen, der lohnt sich, sagen Kenner ...)
Der Abend gestern war noch schön, ich kam noch kurz mit meinen Nachbarn, einem Pärchen von den Cookinseln, ins Gespräch, bezahlte (allein 20 Euro Kreditkartengebühr, weil die hier im Südpazifik mehr oder weniger selbstverständlich ein paar Prozent draufschlagen ...) und ging nochmal an meinen vorgestern erst entdeckten Stammplatz mit Blick auf den Sternenhimmel - wieder anders, wieder herrlich!
Die Nacht war kurz, aber ich kam pünktlich um 5.30 Uhr weg. Es war erst am Dämmern, aber da die ersten Kilometer bekanntermaßen unproblematisch waren, passte das für mich. Ich musste noch tanken, das klappte problemlos, auch mit der Aufteilung von Bargeld (meinem Restgeld) und Kreditkarte.
Ich war sogar schon um 6.15 Uhr am Flughafen, stellte das Auto ab; da war noch keiner (der kam dann erst um 6.30 Uhr; das war eigentlich auch so abgesprochen, aber da ich früher da war, warf ich dann den Schlüssel in den Key drop-off ein). Das war auch nicht verkehrt so, weil die Schlange am Check-in zwar nicht lang war, aber sehr langsam voranging, weil ständig Business-Class-Passagiere oder solche, die sich dafür hielten, an der Schlange vorbeilatschten ...
Am Ende war das Durchchecken meines Gepäcks natürlich alles kein Problem (also technisch - wir gucken mal, wie das mit den knäpplichen Umstiegen passt). In Honiara muss ich mir noch die Bordkarten für die Anschlussflüge holen; ich hoffe, das geht zügig, denn ich habe nur 50 Minuten zum Umsteigen ...
Das wird heute ein bisschen ein Ritt auf der Rasierklinge, aber das wird schon klappen, hoffe ich ...
Jetzt geht es erst einmal mit der Air-Niugini-Maschine (dass ich innerhalb eines Jahres dreimal mit denen fliege, hätte ich auch nicht erwartet vor ein paar Jahren ...), die nach Port Moresby fliegt, nach Honiara, denn an diesem Zwischenstopp auf den Salomonen steige ich dann in meinen Flieger nach Brisbane um.
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11.39 Uhr salomonischer Zeit, wir sind gerade in Honiara gestartet
"Mal gucken, was das wird", war das Motto des heutigen Tages - jo, es wurde unerwartet ein neues Land! Juchhe! Ein bisschen verschwitzt bin ich, vom Gerenne und so, aber jetzt, wo ich im Flugzeug sitze, ist mir das völlig wurscht.
Erst einmal muss ich noch einmal kurz zurück nach Vanuatu - ich weiß nicht, was die gedacht haben, was ich dabei habe bei der Sicherheitskontrolle, die haben mir sämtliche elektronischen Geräte auseinandergenommen, sowas hatte ich noch nie. Also, nicht wortwörtlich "auseinandergenommen", aber ich musste wirklich alles auspacken und selbst mein Badge von der Arbeit, das ich im Rucksack habe, weil ich nicht wusste, ob ich direkt nach der Ankunft in Deutschland nach Essen fahre, wurde beäugt ... Das war alles sehr freundlich und entspannt, aber ein bisschen grinsen musste ich dann doch.
Der Flug war völlig entspannt, ich hätte eine Dreierreihe für mich allein gehabt, wenn nicht der Chinese vom Mittelplatz vor mir sich dann auf meinen C-Platz gesetzt hätte; der störte aber nicht wirklich, zumal er bereitwillig Platz machte, als ich ihn in Honiara rausscheuchte (mein Flieger ging weiter nach Port Moresby, er anscheinend auch). Das Unterhaltungssystem von Air Niugini ist gar nicht mal so verkehrt; dass man auf sein eigenes Endgerät Daten spielt, ist ja inzwischen fast üblich, aber da konnte man sogar die Wikipedia und Wikivoyage abrufen. Allerdings war bei der Wikipedia Olaf Scholz erst seit 148 Tagen Bundeskanzler, das war also ein Stand vom ersten Halbjahr 2022, nicht direkt online ...
Jo, in Honiara auf der Insel Guadalcanal, die Menschen, die sich mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs im Pazifik ein bisschen auskennen, als Ort erbitterter Kämpfe etwas sagen dürfte, stieg ich - nach der Fast-Vollbremsung des Fliegers, so lang ist die Landebahn hier anscheinend nicht - dann ziemlich zügig aus und kam als Erster ins Flughafengebäude (der Flug war eh leer gewesen und bestimmt die Hälfte flog weiter nach Port Moresby); leider war vor mir ein anderer Flieger gelandet, und die Transitpassagiere müssen auch (das hatte mir aber keiner gesagt ...) durch die Einreisekontrolle. Jo, zu allem Überfluss hatte ich zwar extra nachgefragt, ob ich beim Transit eine Einreisekarte ausfüllen müsse, das wurde verneint, aber ich vermute, die Stewardess meinte, ich würde im Flieger sitzenbleiben und nach Port Moresby weiterfliegen. Also rotzte ich die schnell besorgte Einreisekarte gerade so rechtzeitig voll, bis ich endlich dran war. (Interessierte natürlich keine alte Sau, was ich da hingekritzelt hatte.)
Dann kamen der Passleser und mein Pass nicht übereinander, sodass der Grenzer erst noch alles von Hand eintippen musste. Leute, ich habe doch keine Zeit! Allerdings bekam ich einen Stempel in den Pass, dass ich bis morgen in den Salomonen bleiben dürfte. Das reicht für mich, da ich den Boden berührt habe und offiziell eingereist war - damit zählen die Salomonen für mich als 171. Land. Juchhe! (Das ist jetzt das zweite "Ghana-Ereignis": Klar habe ich von Ghana - damals mit meiner Ma auf dem Weg an die Elfenbeinküste - und nun von den Salomonen gar nichts gesehen - bis auf die Freundlichkeit der Check-in-Menschen und die Lässigkeit der Grenzer -, aber bei Ländern mit offiziell erfolgter Einreise bin ich sehr formalistisch. Ich hatte ja theoretisch das volle Recht, mich vom Flughafen zu entfernen - zumindest für den einen Tag, den sie mir in den Pass gestempelt haben -, also war ich auf den Salomonen und somit in meinem 171. Land. Wiederkommen will ich trotzdem mal, logisch!)
Ich durfte durch die schnelle Zollreihe, lief, weil der Zöllner sich missverständlich ausdrückte, in einen gesperrten Bereich rein, bis er sich korrigierte und meinte, ich müsse auf die Straße und zum Abfluggebäude. Boah, Leute! (Die waren alle superlieb, aber das war doch alles megaknapp, Mann!) (Sorry, da kam gerade das Essen ...)
Also bewegte ich mich auf öffentliches Gelände und lief die paar Schritte rüber zum Abfluggebäude, in der Hoffnung, da einen Tranfer Desk zu finden - ich brauchte ja noch meine Bordkarten ...
Joa, Pustekuchen - das war nur ein kleiner Flughafen, da gab es keinen Transfer Desk, zumal ich ja (wieder) im öffentlichen Bereich war. Argh, auch beim Check-in war eine Schlange von ein paar Leuten, aber die löste sich zum Glück schnell auf. Die Check-in-Dame, der ich meinen Pass in die Hand drückte, zog bei meiner bestätigenden Antwort auf die Frage, ob ich auf den in 20 Minuten planmäßig ablegenden Brisbane-Flug wolle, allenfalls kaum merklich die Augenbraue, aber da konnte ich jetzt wirklich nichts dafür, dass das so knapp würde. Wenn Solomon so einen knappen Anschluss verkauft, müssen sie mit so etwas eben auch rechnen.
Ich hatte schon beim Warten in der Check-in-Schlange die Ausreisekarte wieder hingerotzt; ich bekam meine Bordkarten und auch die Aussage, dass mein Gepäck unterwegs sei und nach Auckland durchgecheckt werde. Nun denn, gucken wir mal ...
Bei der Sicherheitskontrolle war natürlich auch eine Schlange, und die ließen sich auch alle Zeit - ich war gerade dran, als sie eine zweite Schlange aufmachten. Man soll es nicht glauben, aber meine Dreiviertelhose rutscht ohne Gürtel, und also stellte ich mich nach dem Durchsprinten der Sicherheitskontrolle (da guckte mal wieder kein hin) und dem Mitnehmen aller Gegenstände aus der Kontrolle erstmal die Hose haltend in die Ausreiseschlange. Inzwischen kam der zweite "Final Call" für meinen Flug, der Grenzer meinte auch, dass ich jetzt wohl der Letzte sei, stempelte mich aus (während ich den Gürtel meiner Hose schloss) und ich rannte zum Gate.
Die Gate-Tante war total lieb, meinte, ich solle mir Zeit lassen (soviel zum "Final Call") und dann lief ich hysterisch-ungläubig grinsend, dass das doch noch geklappt haben sollte, zur Treppe und in Richtung Flugzeug. Bums, da lag ich fast auf der Nase, weil ich eine Stufe verfehlt hatte ... Ich konnte mich aber gerade noch abfangen, grinste die Flugbegleiterin an, die mich beobachtet hatte, und betrat den ziemlich leeren Flieger. Ich guckte den einen oder anderen um Entschuldigung heischend an, aber da kamen noch ein paar Leute nach mir ...
Jetzt sitze ich hier sehr entspannt in meiner eigenen Dreierreihe und tippe schon einmal diese Zeilen (das hat jetzt mehr als eine Dreiviertelstunde gedauert, seit ich anfing zu schreiben ...).
Staatsoberhaupt der Salomonen ist Charles III., und damit fehlt mir nur noch ein einziges solches Commonwealth Realm, dessen Monarch der Mensch ist, der auch auf dem britischen Thron sitzt. Dieses fehlende Land ist Tuvalu, und auch das steht natürlich noch auf dem Speiseplan. Auch von den weiter gefassten Commonwealth-Ländern (die keineswegs alle Charles als König haben) fehlen nur noch fünf, neben Tuvalu nämlich Gabun, Kiribati, Nauru und Nigeria. Auch werde ich jetzt morgen mit den Cookinseln offenbar mein 172. Land bereisen und damit fünf Sechstel der von mir gezählten 206 Länder (171 ⅔) besucht haben - das wird doch alles so langsam! In Ozeanien ist die Hälfte jetzt geschafft, von 16 Ländern, die ich hier zähle, habe ich acht (Australien, Fidschi, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Samoa, Tonga und Vanuatu), die Cookinseln werden also das neunte Land. Auch fehlen jetzt noch 30 UN-Mitgliedstaaten, denn die Salomonen sind das 163. solche Land, das ich besucht habe. Und die Salomonen sind die erste Eintagsfliege seit Papua-Neuguinea letztes Jahr bzw. Aruba dieses Jahr, je nachdem, ob man Aruba mitzählt oder nicht ...
Ich muss gestehen, ich habe wirklich und ernsthaft nicht damit liebäugelt und schon gar nicht gerechnet, dass ich hier einreisen muss (oder darf, hihi?), denn die 50 Minuten Umsteigezeit schienen mir schon mit normalem Transit relativ knapp. Nun ist es aber so gekommen (mit viel Gerenne, wobei ich doch für meine Verhältnisse überraschend ruhig geblieben bin), da bin ich ganz gewiss nicht böse drüber - sehr, sehr cool ...
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13.44 Uhr, am Weiterfluggate in Brisbane
Jo, der weitere Verlauf des Flugs war auch sehr entspannt, und auch wenn in Brisbane 75 Minuten Minimum Connection Time sind, hätten hier und heute auch 15 gelangt - ich lief vom Flieger praktisch direkt in die Sicherheitskontrolle rein, da waren drei Mann vor mir - für mich immer wieder überraschend ging mein Rucksack mit Flüssigkeiten und Rechner und so drin durch (da haben sie inzwischen wesentlich die Technik verbessert!). Und jetzt sitze ich schon völlig entspannt am Gate - alles bestens ...
Um 14.50 Uhr (6.50 Uhr deutscher Zeit) geht es hier in Brisbane weiter, um 20.05 Uhr (10.05 Uhr deutscher Zeit) werde ich planmäßig in Neuseeland landen und dann gucke ich mal, wann ich im Hotel ins Bett falle ... Morgen werde ich ausschlafen, mein Flieger auf die Cookinseln geht erst um 15 Uhr, sodass ich so gegen 12 Uhr am Flughafen sein will. Das ist zum Leben (sprich: in die Stadt fahren) zu wenig, also schlafe ich einfach mal aus (falls ich das hinkriege ...).
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21.04 Uhr, in der Bar in meinem Flughafenhotel
Wir boardeten in Brisbane ziemlich früh, und wenn das 50 Leute im Flieger waren, war das viel - ich hatte wieder eine Dreierreihe für mich allein. Der Pilot oder die Pilotin (es war eine Frau und ein Mann) hatten es eilig, denn wir setzten schon zwanzig Minuten vorfristig zurück und starteten um 14.43 Uhr ... Dementsprechend waren wir - nach angesagten 2:50 h Flug und zwei Stunden Zeitverschiebung - um 19.30 Uhr in Auckland und um zwanzig vor acht am Gate, 25 Minuten zu früh ...
Die Einreise war wieder völlig ausgestorben, ich war in zehn Sekunden bei der Biosecurity durch und war als Erster am Gepäckband. Ich war da, meine Tasche aber - ehrlich gesagt erwarteterweise - nicht ... Ich ging zur Gepäckermittlung, die Tante guckte nochmal am Band nach, ob die Tasche vielleicht doch da sei (war sie natürlich nicht, du Heldin!), dann bearbeitete sie den Fall. (Der Business-Class-Mensch, der seit Honiara mit mir mitgeflogen war, hatte sein Gepäck; ich vermute also, dass das Gepäck schon in Honiara nicht mitgekommen ist ...)
Da ich aber glücklicherweise vorgebaut hatte und mein Restgepäck hier in Auckland gelassen und mir eine Badehose ins Handgepäck gepackt hatte, ist das alles überhaupt nicht dramatisch. Ich hoffe halt nur, dass das Zeug bis Samstag da ist, wenn ich zurückfliegen will ... Das müsste Solomon Airlines ja hoffentlich hinkriegen.
Ich lief also durch die gähnend leere Zoll/Biosecurity-Kontrolle, die freuten sich alle, dass noch jemand kam, dann erwischte ich zum Glück noch den leicht verspäteten Shuttle-Bus zum Hotel, checkte hier ein, bekam meinen großen Koffer (mit dem fliege ich jetzt halt dann morgen, zum Glück hatte ich - am Sinn dieser Übung hatte ich zwischenzeitlich gezweifelt - einen großen Koffer gebucht) zurück (den hat das Hotel wenigstens nicht vergraben!), war kurz auf dem Zimmer und sitze jetzt hier bei einem verdienten (wie ich finde) teuren Bierchen in der Hotel-Bar ...
Das Hotel auf den Cookinseln hat sich immer noch nicht gemeldet; ich reise da jetzt einfach hin, fahre notfalls mit dem Taxi und klingle Sturm ... Ich verstehe das alles nicht, wieso man auf E-Mails und SMS nicht reagieren kann, aber gucken wir mal, was das wird ... Ich habe jetzt Booking mal dazugezogen, vielleicht können die helfen - das sehen wir dann ...
Aber das (Tasche und fehlende Hotelerreichbarkeit) ist mir heute erstmal alles wurscht - ich war in meinem 171. Land - ernsthaft komplett unerwartet! Darauf trinke ich vielleicht noch ein zweites Bier, denn morgen kann/muss ich ausschlafen ... Das Hotel hier fühlt sich nämlich schon beim zweiten Aufenthalt fast ein bisschen wie "daheim" an - klar, das ist ein Flughafenhotel, das ist maximal unpersönlich, aber wohl fühle ich mich hier irgendwie trotzdem, auch weil halt alles funktioniert, das ist schon klasse so ...
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| Sonnenuntergang im Flieger |
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| Anflug auf Auckland |
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| Küste südlich von Brisbane |
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| Brisbane |
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| Flughafen Brisbane |
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| Das ist der Air-Niugini-Flieger nach Honiara aus meinem Flieger nach Brisbane |
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| Anflug auf Honiara auf Guadalcanal, Salomonen |
Samstag, 9. Mai 2026
Überfressen mit Tuluks am "Ch-something beach"
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| Da bin ich reingehüpft heute Morgen ... |
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| Jetzt guckt doch nicht alle so, das ist wirklich extrem lecker! |
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| Südsee as Südsee can? |
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| Und noch ein bisschen aus der Serie "Unterwegs in Vanuatu" |
Freitag, 8. Mai 2026
Die Polizei war ungeduldig mit mir
Google Maps leitete mich recht gut durch Port Vila, sodass ich um kurz nach 9 Uhr auf dem Parkplatz direkt neben dem Hauptmarkt zum Stehen kam. Die 70 Cent Parkgebühr drückte ich auch ab, passte schon. Der Blick von dort auf die Bucht ist schon einmal sehr, sehr schön, der Hauptmarkt - geschädigt vom Erdbeben 2024 - kleiner als gedacht.
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| Unterwegs in Vanuatu I |
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| Unterwegs in Vanuatu II |
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| Hauptmarkt in Port Vila |
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| Laplap (schmeckt wirklich besser, als es aussieht!) |
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| Eingepacktes Tuluk |
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| ... und ausgepackt |
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| Honorarkonsulat |
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| Weltkriegsmuseum |
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| Wasserfall unterwegs |
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| Auch nochmal unterwegs |
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| Man soll es nicht glauben, ich war heute unterwegs ... |
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| Danach aber war ich schwimmen ... |
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| Und über das Kreuz des Südens freue ich mich als Nordhalbkugler immer sehr ... |
Donnerstag, 7. Mai 2026
Einen Ruhetag nach sechs Tagen Anreise
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| Am Morgen war es noch dunkler |
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| Das sieht doch fast nach Südsee aus, oder? |
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| Oder?? |
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| Pavillon direkt vor meiner Haustür |
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| Aussie Burger mit vanuatuischem Rindfleisch natürlich! |
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| Oder???? |
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| Könnte mein Lieblingsplatz werden ... |
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| Gerade für den Sonnenuntergang ... |
Mittwoch, 6. Mai 2026
Vor Schlaglöchern, Kindern, Schweinen und Hunden
… warnt das Auswärtige Amt, glaube ich, wenn es vom Autofahren in Vanuatu schreibt und insbesondere im Dunkeln sogar abrät; nur Schweine habe ich heute Abend keine gesehen, als ich - in der späten Dämmerung und bei Dunkelheit - hier die letzten Kilometer auf der Ringstraße der Insel Efate in Vanuatu zu meiner Unterkunft fuhr. Es darf wieder geatmet werden - ich bin wunderbar und gut angekommen, und auch wenn ich hier noch nix vom Meer sehe (es ist ja dunkel), das Meeresrauschen hört sich schon einmal sehr, sehr, sehr gut an!
Das Aufstehen heute Morgen ging sogar überraschend gut, Havea fragte auch nach, ob ich fit sei (ich antwortete ihm erst am Flughafen, weil ich die Nachricht übersehen hatte), ich checkte kurz und schmerzlos aus, meine Taxifahrerin aus Kiribati stand schon da (ich drohte ihr an, dass ich sie kontaktiere, sobald ich Kiribati plane), und so fuhren wir gaaaaaanz gemütlich durch die Gegend zum Flughafen.
Der Check-in war schon offen, der Zugang zum Sicherheitsbereich noch nicht, ich hatte null Wartezeit (auch wenn Bag Drop ausgeschildert ist, aber du da kein Gepäck offdroppen kannst …), tauschte noch mein tongaisches Geld "zurück" in Neuseeland-Dollar (zum ersten Mal überhaupt habe ich neuseeländisches Bargeld in der Hand gehabt; vor drei Jahren waren Uli und ich komplett ohne ausgekommen; so sind die 75 Euro wenigstens nicht verloren) und wartete, bis die Sicherheitskontrolle aufmachte. Ich bekam noch das Ausreiseformular in die Hand gedrückt (das hätten sie ja auch am Check-in schon ausgeben können), ein entweder komplett vollgedröhnter oder gestern bösartigst abstürzter US-Amerikaner schnorrte noch meinen Stift (den ich aber zurückhaben wollte, wenn ich den schon aus eigener schlechter Erfahrung immer im Rucksack habe; später im Flieger passierte mir das mit meinem chinesischen Nebenmann nochmal), dann ging es durch die harmlose Sicherheits- und etwas langwierige Passkontrolle. Wobei, "langwierig" war sie nur für die südasiatisch aussehenden Menschen vor mir, ich war sehr schnell durch. (Überhaupt kommst du als Europäer hier - zumindest bisher, ich will's nicht beschreien - immer superschnell durch alles durch …)
Das Boarding war ein wenig lustig, weil wir für die 100 Meter in einen altersschwachen Bus verfrachtet wurden; wahrscheinlich war das dem Schmuddelwetter geschuldet - jedenfalls schaffte das Gefährt es, uns unfallfrei zum Flieger zu bringen …
Selbiger (eine ATR 72 mit 2x2-Belegung) war sehr, sehr leer, wahrscheinlich hätte jeder eine ganze Reihe für sich haben können, auch wenn die Verteilung etwas ungleich erschien; jedenfalls hatte ich einen freien Nebenplatz und genoss es insbesondere im Anflug auf Nadi, Fidschi, ein paar Fotos zu machen. In Fidschi war nämlich auch die Sonne ein bisschen draußen, das war mir ja in Tonga in den ganzen drei Kalendertagen, an denen ich dort war, nicht vergönnt gewesen - aber das erlebe ich auch noch, glaube ich …
Der Umstieg funktionierte problemlos, nur wurde ich angesprochen, ob ich den Aufruf zum Air-New-Zealand-Flug nach Auckland verpasst hätte; ich fragte mich, wieso die Flughafenleute ausgerechnet mich anquatschen, bis eine fragte, ob sie meine Air-New-Zealand-Handgepäck-Banderole (vom Hinflug nach Tonga) abmachen dürfe. Da verstand ich, dass sie mich deswegen für einen verpeilten Air-New-Zealand-Kunden hielten …
Der halbe Flieger (das war übrigens der gleiche Flieger für Nadi-Port Vila wie für Nuku'alofa-Nadi) nach Vanuatu bestand aus Chinesen; dementsprechend voll war er auch. Mein chinesischer Nebenmann verstand die Sandwich-Auswahl zwischen "chicken" und "vegetarian" nicht, sodass er - ich hatte schon gewählt - einfach "same" sagte und auf mich zeigte - bekam er also auch Hühnchen …
Beide Flüge waren sehr kurzweilig, auf dem zweiten guckte ich noch meine eine Serie zu Ende, und überpünktlich kamen wir in Vanuatu an (der Flug von Tonga nach Nadi war ein bisschen verspätet, aber den Anschluss erreichte ich trotzdem völlig problemlos).
Die Einreise in Vanuatu war ein wenig langwierig; zudem war gerade noch eine Air-New-Zealand-Maschine aus Auckland angekommen, sodass die Gepäckausgabe ziemlich voll war. Dafür kam mein Gepäck sehr schnell, und ich ging auf Anraten der Zollerklärungsentgegennehmerin durch den roten Durchgang, da gäbe es auch eine Röntgenmaschine. Die ganzen Chinesen vor mir wurden zur Sonderkontrolle rausgezogen, ich durfte so durch (s.o.).
Ich stolperte gerade aus dem Sicherheitsbereich raus, da lief ich schon dem Autovermieter in die Arme. Es war alles vorbereitet, ich zahlte und hinterlegte auch den Selbstbehalt für alle Fälle; die Übergabe war extrem gründlich (das war selbst mir fast zu gründlich, weil ich da wirklich aufpassen muss, dass ich nicht die allerkleinste Delle reinfahre …); ich ließ das Auto aber erstmal stehen und ging nochmal ins Flughafengebäude rein, weil ich mir noch eine SIM-Karte holen wollte.
Die Tante wollte eigentlich gerne Bargeld haben, aber der Geldautomat war außer Betrieb, die eine Wechselbude war geschlossen (obwohl drei Frauen drinsaßen!), die andere war dementsprechend gerammelt voll; irgendwann winkte die Dame mich zu sich und erbarmte sich dann doch, das per Kreditkarte zahlen zu lassen … (Die hatte halt schon alles vorbereitet und wollte jetzt ihre Kohle haben …) Mit Hilfestellung von ihr klappte auch die Freischaltung; dann ging ich auf Jöck.
Ich hatte vorher mit dem Copilot (der KI) ein bisschen "gestritten", weil der mir eine ganz komplett Route empfohlen hatte; ich fuhr jetzt so, wie Google es mir anzeigte, und stand, wie von der KI prognostiziert, im Stau … Jo.
Ich kam aus Port Vila zum Glück im (einigermaßen) Hellen raus, denn da waren die schlimmsten Schlaglöcher (auch nix wirklich Furchtbares, aber da wollte ich nicht mit 80 Sachen reinfahren; da man hier aber eh maximal 50, 60 fährt, auch außerorts - naja, ich jedenfalls heute Abend -, sollte das kein Problem sein); danach wurde die Ringstraße deutlich leerer, sodass ich - es wurde dunkel - öfter das Fernlicht anmachen konnte und eventuelle Schlaglöcher früh erkannte.
Kurz nach 18 Uhr fuhr ich hier aufs Gelände, hupte, mir wurde geöffnet, mein schönes Zimmer gezeigt (das hier ist ein Beach Club, da ist nicht so wahnsinnig viel mit Schlüsseln und so, mal gucken, was das wird, aber die Gäste sind praktisch komplett alles auch reiche Ausländer, das wird schon passen) und jetzt sitze ich etwas abseits, habe ein Bierchen vor mir stehen und warte aufs Essen. Die Rinder in Vanuatu sollen sehr gut schmecken, das probiere ich heute gleich mal aus, weil der Fisch schon alle ist (oder nur noch tiefgefrorener Fisch da oder so).
Auf meiner Buchungsseite hatte gestanden, dass man hier Deutsch spreche - und tatsächlich sprechen die Besitzerin und ihre Ma ein bisschen Deutsch, weil die Mutter mit einem Deutschen aus Einbeck verheiratet war - so klein ist die Welt …
Jetzt freue ich mich aufs Essen und werde den Blog hochladen, sobald ich das WLAN-Passwort habe (ich möchte ungern die 5 Gigabyte, die ich habe, schon heute verjubeln …). Mir geht es gut, das ist mein 170. Land, von Tonga gibt's morgen (oder so) ein Fazit, da gibt es noch so viel zu verarbeiten, da kommen schon die nächsten Eindrücke hier aus Vanuatu …
Das Kalbsfilet gerade eben gehört - und das hätte ich in Vanuatu (of all places) nun wirklich definitiv nicht erwartet - zu den besten Kalbsfilets, die ich jemals in meinem Leben gegessen habe, unfassbar! Okay, die Portion war nicht überriesig, aber für 17, 18 Euro in einem definitiv touristischen Laden, das ist schon völlig okay ...
Doch, das Ding hier gefällt mir - und ich bin so gespannt, wie das Meer morgen hier aussieht (oder übermorgen bei Sonne, morgen soll es jedenfalls bis in den Nachmittag hinein bewölkt sein); ich werde - wenig überraschend - berichten ...
Heute nicht gar so viele fotografische Eindrücke, aber dafür besonders gute!
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| Kalbsfilet heute Abend - vorzüglich! |
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| Einheimische Bierkunde gehört natürlich immer dazu - kannste auch gut trinken ... |
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| Anflug auf Nadi, Fidschi |





































