Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Montag, 6. April 2026

Sehr eng, aber nicht unorganisiert

... war es auf dem Flughafen in Ouagadougou, auch weil ungefähr vier Flüge gleichzeitig eincheckten auf einer Fläche von vielleicht 150 Quadratmetern - und die Ausreise- sowie die Sicherheitskontrolle hatten sie da auch noch reingequetscht.

Ich bin auf halber Strecke des Heimweges, denn ich sitze in Addis Abeba - und bin ein bisschen müde, weil ich schon eine gute Stunde vor dem Wecker wach war. Eine so richtig großartige Idee war es auch nicht, zwei Cocktails am Abend vor dem Heimflug zu trinken, aber ich hatte genug Zeit, um in Ruhe meine Sachen zu packen, nochmal zu schauen, ob ich alles habe, und dann aufzubrechen.

Mein Taxifahrer stand schon da, heute Morgen war um 6.30 Uhr auch noch nicht so brutal viel los, und so waren wir ziemlich schnell am Flughafen. Ich tauschte noch mein übrigens Geld zurück zu einem ganz fairen Kurs, und so habe ich 25 Euro, die ich daheim verwenden kann, und keine 17.000 Franc mehr, die ich so schnell womöglich nicht verwenden kann.

Dann warf ich mich in die erste Kontrolle, stand danach erst falsch (nämlich schon in der Ausreisekontrolle), aber ich wollte mein Köfferchen tatsächlich einchecken (702 ist schon wieder abenteuerlustig ...). Das klappte, ich bekam auch eine physische Bordkarte, was gut war, weil da wild draufgestempelt und -gezeichnet wurde, auch wenn ich zwischendurch nicht sicher war, ob das eine gute Idee war, denn der Rucksack war ganz schön schwer, jetzt, da ich ihn nicht auf dem Köfferchen herumfahren konnte ...

In Addis ist er jedenfalls schon einmal angekommen, Ethiopian schafft es - anders als manche europäische Airline, ähem, KLM -, die Dinger live zu tracken. Das heißt nicht, dass das Umladen immer klappt, überhaupt nicht, aber zumindest zeigen die besser an, wo das Gepäck ist!

Ich stellte mich in die erste Schlange, die sich als Ausreiseschlange entpuppte, dort wurden mein Pass (wieder auf die Seite mit den amtlichen - eigentlich deutschen - Vermerken ...) und meine Bordkarte ausgestempelt, danach stellte ich mich in die nächste Schlange für die Sicherheitskontrolle. Die Schleuse piepte (ich hatte den Gürtel vergessen), aber das interessierte niemanden, also lief ich durch.

Ich fuhr - ich weiß nicht, ob ich das offiziell durfte - die Rolltreppe hoch, ein Aufseher fragte mich was, ich lächelte und nickte und lief weiter - zum Duty-Free-Shop. Dahinter war eine schöne, leere Bar, da trank ich eine Cola, die Toilette war auch wunderbar - das war klasse da oben ... (Ich glaube, offiziell war das Wartebereich für den Air-Burkina-Flug, aber ernsthaft kontrolliert wurde das nicht, und ich habe ja konsumiert).

Das Boarding sollte um 9.05 Uhr anfangen, um kurz vor neun fuhr ich herunter - da war schon leer am Gate! Am Ende war es der drittletzte Bus, in den ich noch sprang - der allerletzte Bus kam schließlich mit einem einzigen Passagier an! Ich hatte nichts falsch gemacht, ich hätte sogar noch bis 9.35 Uhr Zeit gehabt, aber erstmal hatte ich mich ein bisschen erschreckt ...

Platz 51B war besetzt, 51C nicht, aber der Typ neben mir machte keine Anstalten, sich auf den C-Sitz zu sitzen, damit wir es bequemer hätten. Schade, aber es wäre ja wahrscheinlich eh nur der 40-Minuten-Hüpfer nach Niamey gewesen, von daher beließ ich es dabei. Wir kamen überpünktlich in Niamey an, der Flieger wurde voller, aber nicht zuuuuu voll, und als es jetzt "all on board" hieß, fragte ich ihn meinem radebrechten Französisch, ob er nicht auf den C-Sitz wolle. Das tat er dann, und das war für uns beide angenehmer ...

So ließen sich die etwas über fünf Stunden Flug sehr gut überstehen, wir flogen über Nigeria, ein kurzes Stück Kamerun, den Tschad, die Zentralafrikanische Republik und Südsudan und landeten hier in Addis um kurz vor 20 Uhr Ortszeit (mein Handy hatte unterwegs geschwächelt und noch die falsche Zeit angezeigt ...). 

Dass der Flughafen hier es immer noch nicht hinbekommt, diese bekloppten Wannen bei der Sicherheitskontrolle vernünftig zurückzuspielen, ist mir unbegreiflich, aber trotzdem war ich einigermaßen schnell durch ...

Jetzt sitze ich im allgemeinen Gate-Bereich, in zwei Stunden ist Boarding und dann geht es wieder mit Zwischenstopp in Mailand zurück nach Zürich.

Das Internet hier schwächelt ein bisschen, daher keine Fotos. Die kommen morgen oder übermorgen, aber werden nicht so wahnsinnig ergiebig sein, nur beim Landeanflug auf Niamey habe ich heute noch einigermaßen schöne Fotos vom Fluss gemacht ...

Sonntag, 5. April 2026

Я же не русский!

Nein, liebe (mutmaßlich) libanesische Supermarktinhaberfamilie, Russe bin ich doch auch nicht, das wäre ja womöglich noch furchtbarer als US-Amerikaner, dann könnte ich ja noch weniger reisen ...

Ich habe mich heute Morgen ein bisschen geärgert, weil ich eigentlich gestern zu einem Live-Musik-Abend hätte gehen sollen und müssen und wahrscheinlich auch können, aber nach den Ereignissen des gestrigen Tages hatte ich dann doch irgendwie keine rechte Lust mehr, und das Abendessen hier im Hotel war mit Tagliatelle mit Minze(!) und Fleischbällchen auch sehr lecker.

Ich guckte noch nach, ob heute was wäre, da ist auch eine Art Festival, bei der vornehmlich Künstlerinnen auftreten, aber das ist ein bisschen weiter weg, und ich weiß nicht, ob die Beschreibung auf den Facebook-Seite genau genug ist, dass ich das dann am Ende auch finde. Noch mehr dagegen sprach, dass ich nirgends gefunden habe, wann das Programm heute denn losgeht.

Also guckte ich mir heute Morgen zwei Bars/Kneipen/Gastropubs/wie auch immer aus, bei denen ich las, dass es da öfter Live-Musik gäbe - vielleicht würden die am Sonntag Mittag/Nachmittag schon was machen? Vielleicht, hoffentlich?

Also ließ ich mir sehr viel Zeit mit dem Aufstehen und Duschen und verließ erst gegen 11 Uhr mein völlig adäquates Hotel. Die Rezeption war zu, sodass ich noch nicht abklären konnte, wie genau das mit dem Zahlen funktioniert, aber das kriege ich gleich noch hin.

Ich verließ den Hotelhof - und war erstmal ein bisschen perplex. Ja, mein Händler war noch da, das ist ein Fixum hier in der Gegend, aber sonst war so gut wie komplett tote Hose auf der Straße. Ja, ein quietschendes Fahrrad wackelte mal vorbei, vielleicht auch das eine oder andere Auto, aber das war kein Vergleich zu gestern und erst recht nicht zu Freitag. Das hatte ich so nicht erwartet.

Ich lief ein paar Meter, denn ich hatte einen Friedhof entdeckt und wollte den mal in Augenschein nehmen. Ich kam an einer Art Lagerfeuer vorbei (da war es noch wärmer als ohnehin schon), aber der Friedhof war verrammelt und zu. Hm, schade ... Ich lief um den (soweit ich es sah) christlichen Friedhof einmal herum, fand zwar eine kostenpflichtige Toilette (die Männer pinkeln ja bekanntermaßen einfach gegen eine Mauer oder in einen kleinen Kanal), aber keinen Eingang und zog von dannen.

Ich machte noch einen kleinen Umweg zum Grand Marché und dann zur Großen Moschee, da war der erste Verkäufer (von Gürteln), der mir wirklich nachlief, ansonsten ist das hier alles ganz angenehm, der wurde auch abgewimmelt, und ich lief ein Stückchen bis zur Ecobank, denn ich wollte noch ein bisschen Geld abheben, um für alle Fälle gerüstet zu sein.

Von da lief ich ein bisschen weiter nach Süden, bis auf einfiel, dass ich mal eine (gehobenere, französische) Bäckerei in Augenschein nehmen wollte, die aber auch Mittagessen anbieten soll. Das sah schon sehr okay aus, aber ich wollte ja gucken, ob meine beiden Pubs offen haben und vielleicht schon Live-Musik läuft.

Von da entdeckte ich die Zentralmoschee der Sunniten ein paar Schritte weiter südlich, marschierte auch noch zu der hin, schoss ein Foto, wurde ausnahmsweise nicht verhaftet, und lief dann in Richtung der Bar "De Niro", die angeblich 24 Stunden offen haben sollte.

Joa, "24 Stunden" bedeutet hier "ab 17 Uhr, und montags geschlossen", aber schön aussehen tat die Bar. Ich marschierte weiter, entdeckte noch eher zufällig ein hochgelobtes dezidiert "afrikanisches" Restaurant - auch zu ... Die Bar im Einkaufszentrum hatte auch zu, kaum verwunderlich, das Einkaufszentrum war zu.

Ich weiß nicht, ob das jeden Sonntag hier so ist (was mich für ein mehrheitlich muslimisches Land fast wundern würde) oder ob es am Ostersonntag liegt (frohe Ostern übrigens allen, die das feiern!), aber irgendwie war alles zu, auch die zweite Kneipe, die ich anstrebte: Auch da stand ich vor verrammelter Tür. Hmpf.

So langsam bekam ich richtig Durst (ich hatte zwar eine angebrochene Flasche Wasser aus dem Zimmer mitgenommen, aber die war schon am Friedhof leer) und lief zu dem libanesischen Supermarkt neben dem "De Niro"; dort kaufte ich - als Russe getarnt - Mangosaft und Cola, verzehrte die gierig und fand schließlich Asyl in einer französischen Kleinkette, die ich auf dem Hinweg schon gesehen hatte.

Das Schawarma war lecker, und angesichts der Tatsache, dass hier offenbar doch einige Libanesen leben, geht das fast ja schon als "lokale Küche" durch, aber einmal so was typisch Burkinisches hätte ich ja doch mal essen wollen ... Wenigstens gab es Bissap, Hibiskusblütensaft, der war lecker (und gar nicht mal so billig) - und zum Nachtisch aß ich Fettuccine mit dreierlei Schokolade. Ja, liebe Leserin, lieber Leser, so habe ich auch geschaut, aber tatsächlich bekam ich keine Pasta mit Schokolade, sondern Pfannkuchenstreifen, die wie Nudeln aussahen, mit Schokolade - dass das saulecker war, muss ich wahrscheinlich nicht betonen.

Auch dieser Ober freute sich sehr über sein Trinkgeld, dann entschied ich mich, doch noch nach Hause zu laufen und - es war jetzt echt heiß bei 39 Grad - ein paar Stunden in der Kühle des Zimmers zu verbringen, bevor ich wahrscheinlich doch noch einmal zur De-Niro-Bar laufe.

Der Alternativtitel heute wäre "Robert de Niro's waiting" (von Bananarama) gewesen, und das "talking Italia", das ich immer hinterhergedichtet habe, stimmt tatsächlich fast (es heißt "talking Italian"). Es ist jedenfalls textgenauer als das bekannte "niemand kann da bezahle", das aus "mi manca da spezzare" in Neks Lied "Laura non c’è" gemacht wird. "Agathe Bauer"/"I've got the power" ("The Power" von SNAP!) und "Anneliese Braun"/"All the leaves are brown" ("California Dreamin'" von The Mamas and The Papas) gehören auch in die Kategorie. Wie? Flüssigkeitsmangel? Ich? I wo!

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So, eben in der Kühle des Hotelzimmers habe ich auch die Eintrittskarte für die Hockey-WM in Wavre, Belgien, für den 15. August gebucht - um 11.30 Uhr spielen die deutschen Frauen gegen Schottland, um 14 Uhr die deutschen Männer gegen Malaysia, und danach kommen noch um 17.30 Uhr Argentinien-USA bei den Frauen und um 21 Uhr Belgien-Frankreich bei den Männern, das wird ein voller Hockeytag.

Ich habe eine Karte auf der südöstlichen Stirnseite des Stadions gebucht (hoffe ich; aber die Längsseiten waren schon alle ausverkauft ...), sodass ich hoffentlich nicht zuuu viel Sonne abkriege. Vier Hockey-WM-Spiele, das wird gut.

Im Moment denke ich, dass ich am Freitag Abend aus Hannover nach Lüttich fahre, am Samstag Morgen von Lüttich nach Wavre (das liegt etwa 25 Kilometer südöstlich von Brüssel) und am Abend wieder zurück und schließlich am Sonntag Mittag wieder nach Hannover. Ein Hotel in Lüttich (oder sonstwo unterwegs) muss ich aber noch buchen ...

Das wird meine zweite Männer-Hockey-WM (nach der 2010er-WM in Indien) und die erste Frauen-WM sowie das dritte Hockey-Großereignis (nach der Indien-WM und der gemeinsamen Männer-/Frauen-EM in Mönchengladbach 2023), das ich besuche ...

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Jo, nach dem gemütlichen Nachmittag im Zimmer machte ich mich um 17 Uhr auf und ging zuerst an der Rezeption vorbei. Ich fragte, ob ich morgen um 6.15 Uhr bezahlen könne und man mir für 6.30 Uhr ein Taxi bestellen könne. Letzteres wurde bejaht, ich solle die Leute beim Frühstück bitten, mir ein Taxi zu bestellen, Ersteres wurde mit der Bitte beantwortet, doch jetzt zu zahlen.

Das machte ich, und ich will wirklich, wirklich hoffen, dass das einfach ein Denkfehler war, dass der Rezeptionist mir fünf statt vier Nächte abrechnen wollte. Ich hatte das schon gesehen, dass das komisch aussah, der Gesamtpreis war auch ein bisschen zu hoch, sodass ich das anmerkte und er zumindest peinlich berührt tat. Wie gesagt: Ich hoffe wirklich so sehr, dass das keine versuchte Abzocke, sondern einfach ein echter Fehler war ...

Ich lief bei immer noch 38 Grad die Viertelstunde zum "De Niro" - und tatsächlich, es war offen. Immerhin. Live-Musik gab es heute nicht, ohnehin habe ich den Eindruck, dass ich ein paar Sachen hier verpasst habe, aber vielleicht komme ich in ruhigeren Zeiten nochmal hierher, wenn die Polizisten und Soldaten auch etwas weniger nervös sind, denn - abgesehen von denen - hat es mir hier ziemlich gut gefallen ...

Ich entschied mich für Fassbier und - nach langer Suche - für die Rinderzunge in Soße. Die Bedienung, die übrigens einigermaßen gut Englisch sprach, kam nach längerer Zeit wieder und meinte, dass es keine Rinderzunge mehr gäbe, dafür Nierchen oder Hühnermagen. Jetzt war mir fast alles egal und ich entschied mich für den Hühnermagen, nur um am Ende doch die anscheinend sehr wohl noch vorhandene Rinderzunge zu kriegen.

Die Zunge war als Geschnetzeltes angerichtet, mit ein bisschen Gemüse, dazu Attiéké, einer couscousartigen Beilage aus fermentiertem Maniok, und einer scharfen Soße. Liebe Leute, das war richtig lecker, das Rezept kriegt meine Ma und wenn sie Lust hast, kann sie das sehr gerne mal nachkochen ...

Ich trank - um kurz vor 21 Uhr waren es immer noch 32 Grad, ich saß ganz entspannt draußen, ein paar Viecher um mich herum - zwei Cocktails, dann war ich aber - nach ein paar Bier vorher - auch einigermaßen bedient. Das war schön dort, das muss ich sagen ...

LetsGo wollte heute wieder nicht so wie ich, sodass ich den Buchungsversuch nach einigen Minuten abbrach und - unter den virtuellen Augen von zwei Freundinnen, die, wenn ich mich nach einer halben Stunde nicht gemeldet hätte, Alarm schlagen sollten - nach Hause lief. Das war komplett unproblematisch (meine "russische" Körperform ist da sicherlich nicht unhilfreich) und gegen 21.20 Uhr war ich daheim.

Der Wecker geht um 5.30 Uhr (7.30 Uhr deutscher Zeit), also ab in die Heia jetzt. Schön war's hier, alles in allem, aber jetzt freue ich mich - wie glücklicherweise fast immer am Ende einer Reise - auch auf Deutschland.

Ein paar Fotos gibt es auch:

 

Hibiskusblütensaft (Bissap)

Fettuccine mit dreierlei Schokolade

Rinderzunge mit Attiéké

Nachts im De Niro

Samstag, 4. April 2026

Drei Identitätsfeststellungen und eine kurzzeitige Festnahme

... habe ich heute erlebt. Dass ich das mal schreibe, hätte ich nicht erhofft, vielleicht aber erwartet, allerdings nicht unbedingt in diesem eigentlich so wunderbaren Land ... Aber im Regierungsviertel waren sie echt nervös, alle miteinander ... (Und, naja, obwohl, eigentlich war das in Abchasien auch so eine Art Festnahme, da bin ich auch nicht sicher, ob ich mich einfach so wieder hinter die Grenze hätte verziehen können ...)

Ich schlief auch heute Morgen ganz gemütlich aus und machte mich mich fertig, sodass ich gegen - ich glaube - 10 Uhr aus der Bude kam. Ich lief schon mehr oder weniger altbekannte Wege, am Grand Marché vorbei, links herum, rechts durch eine hübsche Allee, wieder links in Richtung Staatsrat und dann auf der Avenue de l'Indépendence in Richtung Präsidentenpalast, nachdem ich mir in einer Tankstelle etwas zu trinken gekauft hatte.

Auch auf der Avenue fahren sehr viele Motorräder, aber insgesamt ist die Straße dort breiter, es ist alles luftiger, da sind auch viele Ministerien, vor dem Parlament (das eine echte Baustelle ist, da ist viel abgerissen worden ...) stand ein Pritschenwagen mit Lafette, also mit Maschinengewehr, hinter dem auch einer Wache schiebt. Da lief ich schön weiter und machte keine Fotos ...

Vor dem Präsidentenpalast muss man abbiegen, ich bog nach links ab, marschierte weiter durchs Regierungsviertel, die Abkürzung, die ich im Auge hatte, wäre mitten durch irgendein Ministeriumsgelände gegangen, also lief ich außen herum und über die Avenue du Capitaine Thomas Sankara, eine Ausfallstraße, benannt nach dem 1987 ermordeten Präsidenten des Landes, zu dessen Mausoleum ich sowieso noch wollte.

Ich war gerade an der Botschaft von Ghana vorbeigekommen, als ein Motorradfahrer neben mir anhielt und mich in ein Gespräch verwickelte. Er sprach ein bisschen Englisch und fragte noch meinen Dokumenten. Der Mensch war in zivil, also fragte ich erstmal, wieso - er sagte, er sei Polizist. Joa, dann möge er mal bitte seinen Dienstausweis herausrücken, meinte ich. Das tat er tatsächlich, jedenfalls zeigte er mir ein Kärtchen, auf dem dick "POLICE" stand - joa, dann blieb mir wenig übrig als ihm meinen Pass in die Hand zu drücken. Er guckte ein bisschen darin herum und gab ihn mir wieder zurück. Das fand ich noch ziemlich schräg.

Es wurde aber schräger: Ich bog bald darauf rechts ab, überquerte die Avenue du Burkina und latschte in die Nebenstraße hinein, in der die deutsche Botschaft war. Da stand sie, aber kaum stand ich davor, kam schon der Soldat, der in der Nähe im Schatten auf einem Plastikstuhl gesessen hatte, auf mich zu - gleichzeitig sprach der Pförtner in seine Sprechanlage, sodass ich gar nicht wusste, wem ich zuerst antworten wollte. Der Soldat sprach kein Englisch, also tippte ich in Google Translate (das mir heute gute Dienste leistete!) ein, dass ich doch nur die Botschaft meines Landes habe sehen wollen. Auch der Typ wollte meinen Pass sehen, bekam er, dann durfte ich wieder gehen - so richtig verstanden hat er mein Anliegen, glaube ich, nicht, aber ich war froh, den wieder los zu sein. Und natürlich habe ich kein Selfie vor der Botschaft gemacht ...

Ein paar Schritte weiter ist das Mausoleum von Thomas Sankara, der sich 1983, öhm, zum Präsidenten des Landes gemacht hatte und 1987, als sein Nachfolger sich zum Präsidenten machte, ermordet wurde. Ich zahlte fünf Euro Eintritt und bekam einen Guide verpasst, der sehr sympathisch war, aber nur Französisch zu sprechen vorgab (in Wirklichkeit sprach er ein bisschen Englisch, bat aber zwischenzeitlich eine andere Guidin, mir ein paar Sachen auf Englisch zu erläutern); verstanden habe ich trotzdem ein bisschen was, auch wenn es sich definitiv auszahlte, dass ich gestern noch ein bisschen was zur burkinischen Geschichte in der Wikipedia gelesen hatte.

Er zeigte mir die Statue Sankaras in diesem erst 2025 eingerichteten Komplex, führte mich dann zu dessen Büro, vor dem Sankara getötet wurde, und das sich noch im Originalzustand befinden soll, und schließlich ist das wirklich sehr schöne Mausoleum Sankaras und der zwölf Mitstreiter, die ebenfalls bei dessen Tötung umgebracht wurden. Das Mausoleum wurde übrigens von einem deutsch-burkinischen Architekten geplant, von Diébédo Francis Kéré, der 2022 den offenbar renommierten Pritzker-Preis erhalten hat (die Guidin nannte das den "Nobel Prize of Architecture"); Herr Kéré lebt anscheinend schon seit 1985 in Deutschland, und ich muss gestehen, dass ich von ihm noch nie gehört hatte ...

Das Mausoleum fand ich wirklich sehr schön, auch wenn das Fotografieren im Inneren, wie auch im Büro des getöteten Präsidenten, nicht erlaubt ist; draußen durfte ich hochoffiziell Fotos machen ... (Und bei dem Säulengang um das Mausoleum wurde ich das Gefühl nicht los, dass Herr Kéré schonmal im Berliner Olympiastadion gewesen sein muss ...)

In die jüngere Geschichte Burkina Fasos muss ich mich noch (weiter) ein bisschen einlesen, weil das mit "Sankara panafrikanisch, marxistisch, antiwestlich" wahrscheinlich ein bisschen zu kurz gesprungen ist, vielleicht fasse ich da noch einmal etwas zusammen, aber eher erst, wenn ich wieder zu Hause bin, vermute ich ...

Jetzt hatte ich mit Botschaft und Mausoleum mein Minimalprogramm für heute erfüllt und stand noch eine ganze Weile in der Gegend herum, auf der Suche nach einem Plan für den Rest des Nachmittags. (Achso, auf dem Mausoleumsgelände waren auch zwei Deutsche unterwegs, er schien Botschaftsangehöriger zu sein, aber angequatscht habe ich sie nicht, weil es sich gerade nicht ergab.)

Schließlich entschied ich mich, in Richtung des Parc Bangr Weogo zu wandern, einer Art Stadtpark. Ich hatte viel zu wenig getrunken und war zudem auf der falschen Straßenseite unterwegs, aber da hinten kam zum Glück einer Fußgängerüberführung. Die watschelte ich hoch und eruierte oben dann auf dem Handy, ob sich der Park lohnen würde oder ob ich eine der Gaststätten dort in der Nähe besuchen sollte.

Das Eruieren dauerte wohl ein wenig zu lang, denn plötzlich kam ein Polizist angeschlurpt (diesmal in Uniform) und wollte meinen Pass sehen. Er meinte, ich hätte da oben fotografiert. Joa, hatte ich glücklicherweise wirklich nicht, aber so kann's halt gehen ... Er bedeutete mir mitzukommen und lief die Treppe runter und in ein Kabuff, vor dem ich warten sollte. Zwei, drei Minuten später wurde ich hereingerufen und mir bedeutet, ich solle mich hinsetzen.

Per Google Translate ging nun die (nicht ganz so peinliche) Befragung los, zunächst war ich aber zwei, drei Minuten alleine, in denen ich die Bilder, so ich denn verbotenerweise welche gemacht hätte, auch hätte löschen können. Das war mal wieder so eine Situation, bei der ich nicht verstand, wieso Politiker und Polizeifunktionären behaupten können, dass man Polizisten auch mal ein bisschen gesunden Menschenverstand unterstellen könne ...

Er fragte mich, ob ich fotografiert hätte, ich sagte (wahrheitsgemäß) "nein", er wollte die Bilder auf meiner Handy-Galerie sehen, ich zeigte sie ihm, da war natürlich nix, er meinte nochmal, dass das Fotografieren da oben verboten sei (wieso auch immer?!), ich sagte nochmal, dass ich ja gar nicht fotografiert hätte, dann durfte ich gehen - und ich Dussel sagte auch noch au revoir, also "auf Wiedersehen" ...

Joa, da hatte jetzt keiner die Knarre im Anschlag, und im ersten Moment überlegte ich, was mich das jetzt kosten würde, aber erstens schien der Typ tatsächlich nur seine Anweisungen etwas übereifrig zu befolgen, und zweitens hatte ich ja wirklich nichts gemacht (und drittens wäre ich auch ziemlich bescheuert gewesen, da oben zehn Minuten herumzustehen, wenn man für Fotos ein paar Sekunden braucht, aber siehe oben: gesunder Menschenverstand, fehlender), sodass ich das jetzt im wahrsten Sinne des Wortes aussaß und schließlich nach ein paar Minuten wieder meiner Wege gehen durfte.

Der Versuch, eine Flasche Wasser zu kaufen, ging schief, weil ich in meinem Übermut dem Guide im Mausoleum ein ordentliches Trinkgeld gegeben hatte und daher kein Kleingeld mehr hatte, also lief ich ziemlich durstig weiter in Richtung Parkeingang.

Ich hatte jetzt - ehrlich gesagt - keine rechte Lust mehr auf den Park und wirklich Durst, ich beobachtete zwei Männer, wie sie am Rand der dreispurigen Straße anhielten und einfach in den Kanal pinkelten (das scheint hier nicht unüblich zu sein), und entschied mich, eine der Gaststätten hier in der Nähe aufzusuchen, und zwar die, die Dromedar auf der Karte hatte.

Das Dromedar war mir ja bereits in Dschibuti entwischt, weil ich da gar nicht hinkam, und auch heute war es mir nicht vergönnt, ein Stück dieses Tiers zu verspeisen: Dromedar war alle. Da hatte ich aber schon längst meinen Hydrationsdreiklang bestellt und auch die Cola schon fast verspeist, der Kapitänsfisch (Nilbarsch) war hier in Spießform verfügbar, also bestellte ich die.

In der Form war mir dieser Fisch noch fast lieber als unter dem Haufen Zwiebelsauce hier im Hotel vorgestern Abend, das war richtig großartig. Auf den Schreck trank ich noch ein zweites und, öhm, ein drittes Bier, aß noch mit Rum flambierte Bananen (auch sehr lecker) und wagte dann noch einen zweiten Versuch mit dem LetsGo-Elektro-Uber.

Auch dieser Fahrer fragte - wie es mir schon in Kamerun mit Yango ergangen war - erstmal per WhatsApp nach, ob er auch kommen solle; ich antworte dank Google Translate in eloquenten Französisch, zumal ich ja auch nicht sicher sein konnte, wie das hier läuft. Die App zeigt den Anreisefortschritt des Taxis nur sehr unregelmäßig an, aber ich passte das Taxi fast genau ab: Als ich aus dem Restaurant kam, war es noch genau 80 Meter entfernt und ich sah es schon kommen.

Wir fuhren eine Viertelstunde oder so durch den Ouadadougouer Stadtverkehr, das war schon auch interessant, nicht nur auf den Straßen zu laufen, und am Ende bekam der Fahrer - ich hatte ja immer noch kein Kleingeld - ein ordentliches Trinkgeld. Mir ging es schon recht gut, also rettete ich mich jetzt ins Zimmer und werde mich noch weiter in die Lebensgeschichte von Thomas Sankara einlesen.

Das Abendessen gestern Abend hier im Hotel war übrigens auch sehr lecker: Ich versuchte die Köfte, die lecker waren, und danach den Avocado-Burger, der sehr, sehr lecker war. Nicht unbedingt typisch burkinische Küche, ich weiß, aber halt wirklich lecker - und die Avocado kommt von hier und war grandios. Beim Abgang dachte ich, dass nur noch ein Schluck im Bierglas sei, es waren aber mehrere Schlücke (das konnte ich wegen der Werbung auf dem Glas nicht sehen, ehrlich!) und dementsprechend schüttete ich mir das Bier volle Kanne ins Gesicht, auf mein Hemd und auch auf meine Hose. Mann, ey! Hat zum Glück keiner gesehen ... Hoffe ich.

Das Café, in das ich eigentlich heute Mittag wollte, vertröste ich jetzt im Moment auf morgen, mal gucken, was das wird; einen richtigen Plan habe ich noch nicht für morgen, der entwickelt sich vielleicht heute beim Abendessen. Ich vermute, dass ich im Stadtzentrum bleibe, da sind die Polizisten und Soldaten deutlich entspannter; aber genau weiß ich es noch nicht ...

Fotos habe ich überraschenderweise heute dann doch ein paar gemacht:

Sankaras Jeep

Mausoleum

Säulengang

Sankaras Büro

Sankara und die ermordeten Mitstreiter

Platz der Vereinten Nationen

Freitag, 3. April 2026

Je ne suis pas américain (immer noch nicht)!

So ähnlich, nur in meiner Version der Lautschrift einer der westafrikanischen Sprachen, die die Menschen in Benin und Togo gesprochen haben, hatte ich das schon im September 2017 ausgerufen, und musste es heute auch wieder tun.

Mein Französisch ist natürlich, das weiß die geneigte Leserin und der geneigte Leser, nicht das Allerbeste (wobei viele Burkiner auch etwas Englisch können, und ein bisschen komme ich mit meinen brockenhaften Französischkenntnissen auch klar), und gerade angesichts meiner schlanken Figur kann ich den Menschen fast keinen Vorwurf machen, dass sie denken, ich wäre Amerikaner, aber ich bin's halt einfach nicht - und gerade für Burkina Faso wäre es richtiggehend (ganz besonders) schlecht, US-Amerikaner zu sein, denn die sind seit Ende 2025 von der Visumerteilung für Burkina Faso ausgeschlossen. Das nennt man wohl Gegenseitigkeit, Monsieur Trump ...

Als ich dann bekanntgab, dass ich allemand sei, aus Allemagne oder der Einfachheit halber Germany, wurde mir mindestens einmal bon pays zugerufen, also "gutes Land". Ist mir nicht zum ersten Mal unterwegs passiert und hoffentlich auch nicht zum letzten Mal.

Passiert ist das alles auf dem Grand Marché (oder Marché Central) von Ouagadougou, nachdem ich den zunächst vergeblich gesucht und erst nach Kontaktaufnahme mit einem Polizisten gefunden hatte (retour et à droite oder so). Den Großen Markt wollte ich mir nämlich als Erstes anschauen, weil der laut Google ziemlich in der Nähe meines Hotels war (und in Wirklichkeit ist er noch näher).

Ich hatte heute Morgen ausgeschlafen und wachte erst gegen halb neun auf. Das war vielleicht dem leckeren Bier geschuldet, vor allem aber der Tatsache, dass ich im Flieger nicht so arg viel geschlafen hatte. Ich hatte in der Nacht den Ventilator noch von Stufe 3 auf Stufe 1 heruntergeschaltet, weil es mir schon arg ins Gesicht blies, dann war alles bestens und ich schlief wirklich gut durch.

Halb neun war insofern zu spät, als dass die Zeremonie an dem Mogo-Nabha-Palast, die anzuschauen ich mir mal vorgenommen hatte, schon um 7.15 Uhr angefangen hatte; mithin hatte ich diese verpasst. Schade, aber ich habe mir ja vorgenommen, hier wirklich Urlaub zu machen, deswegen war das auch okay so (dementsprechend bin ich, aber ich greife vor, heute auch nach relativ kurzem Ausgang wieder ins Hotel zurück, um ein wenig Siesta zu machen, während der ich ja traditionell gerne am Rechner herumschraube - und nein, ich betätige mich natürlich nicht wirklich als Handwerker, sondern ich surfe dabei ein bisschen im Internet herum - der Guardian ist hier übrigens aus dem WLAN nicht aufzurufen, aus dem Funknetz dagegen schon, verstehe, wer will - und lese mich in das Land ein, in dem ich hier bin, das mache ich ja immer gerne vor allem vor Ort). Ich ließ mir Zeit, duschte nochmal und ging dann so gegen 10 Uhr aus der Bude raus.

Mein Verkäufer, der zehn Meter neben dem Eingang zum Hotel seinen Stand hat, passte mich wieder ab, ich sagte ihm, dass ich mich heute mal umgucke und dann vielleicht heute Abend was kaufe. Nun also lief ich zunächst falsch auf der Suche nach dem Grand Marché und landete am Rathaus; da wollte ich wirklich nicht fotografieren, zumal da viel Polizei steht, aber die Statue im Kreisverkehr sah schick aus. Ich sprach also den Polizisten an und wurde nicht sofort festgenommen, sondern recht freundlich zur Umkehr bewegt.

Ich lief ein paar Schritte zurück, vorbei an modernen Gebäuden, aber auch vorbei an vielen einfachen Verkaufsständen, guckte, dass ich nicht über den Haufen gefahren werde (viele Menschen laufen hier rechts auf der Straße, aber das ist mir zu gefährlich, weil ich es einfach nicht gewohnt bin, dass die Motorräder auch recht knapp an einem vorbeifahren und mir nicht zutraue, jedes Mal daran zu denken, bevor ich einen Ausfallschritt nach links mache; daher laufe ich in aller Regel gleich links, so wie man es auch beigebracht bekommt im Rechtsverkehr) und lief schließlich auf eine Menschenmasse zu, die fast nur der Markt sein konnte.

Hier fahren viele, sehr, sehr viele Motorräder in der Gegend herum - und nicht so brutal arg viele Autos. Dementsprechend wuselig ist es hier, weil auch noch das eine oder andere Fahrrad und die eine oder andere Lastkarre sich den Straßenbereich mit allen anderen, einschließlich uns Fußgängern, teilen, sodass ich öfter stehenblieb und andere vorbeiließ, weil es halt sonst eng werden kann, auch weil die Motorräder nur meistens auf der rechten Straßenseite fahren.

Hinter dem Tor zum Grand Marché fahren aber wenigstens keine Motorräder und andere motorisierte Fahrzeuge, aber ruhiger ist es trotzdem nicht, weil da jede Menge (und ich meine jede Menge) Menschen in der Gegend herumlaufen, -sitzen, -stehen. Ich werde - américain halt - oft angesprochen, "boss" mag ich nicht so, "big boss" schon gar nicht, "capitaine" hat mir mehr gefallen, und am häufigsten ist einfach "monsieur", und das beziehe ich wahrscheinlich gar nicht immer auf mich, auch wenn ich gemeint bin.

Die geneigte Leserin und der geneigte Leser weiß, dass ich überhaupt nicht gerne - jedenfalls nicht mit Gewinnerzielungsabsicht - gegen meinen Willen angefasst werde, das klappt hier aber in Ouagadougou ziemlich gut, bis auf ein bettelndes Mädchen und eine Almosensammlerin (ich kam später zufällig nach dem Mittagsgebet an der Großen Moschee vorbei) hat mich niemand bedrängt. Was aber häufig stattfindet, ist einfach ein Handschlag - die Burkiner legen großen Wert auf das Grüßen und Gegrüßtwerden, das liest man überall in den einschlägigen Reiseführern, daher versuche ich das auch zu machen, und das klappt ziemlich gut.

Ich war heute - ähnlich wie in Bangladesch - in Probierlaune und ließ mich daher von einem immer größer werdenden Rudel halbwegs Englisch sprechender junger Männer zu einem Hemdenladen begleiten. Die hatten wirklich hübsche Dinge da, aber ich fing an, mich ein bisschen unwohl zu fühlen, weil die (neugierige) Menge immer größer wurde - am Ende standen da acht, neun Mann um mich herum. Da war überhaupt nichts Aggressives dabei, nullkommanull, aber doch ein bisschen mehr Überzeugungsversuche als mir lieb waren, insbesondere dann, wenn ich nicht im Zweifel (und das war immer noch weiter davon entfernt, notwendig zu werden!) schnell "flüchten "kann. Noch einmal: Niemand hat da einen Fehler gemacht, niemand war in irgendeiner Weise böswillig, die waren alle nur neugierig und völlig akzeptabel verkaufsorientiert, aber es war mir halt zu crowded (viele Menschen), und das sagte ich dem einen Typen dann auch. Das Resultat war, dass ich sofort in einen angrenzenden Laden gelotst wurde, und dann ließen die mich auch alle in Ruhe. Wunderbar!

Normalerweise ist es in nicht ganz so reichen Ländern sowieso das Problem, dass die Verkäufer keine Sachen haben, in die ich reinpasse. Hier war der Händler aber zuversichtlich, etwas zu finden, das ich tragen kann, und jetzt hatte ich mich - angesichts der Preise war das nicht völlig verantwortungslos - schon in so eine Lage manövriert, dass ich zwar immer noch hätte Nein sagen können, aber das eigentlich nicht mehr wollte. Am Ende erstand ich tatsächlich ein ganz hübsches Hemd mit langen Ärmeln, allein durch Zeitablauf beim Anprobieren (höhö) wurde das von 15.000 auf 10.000 Franc (etwa 15 Euro) "heruntergesetzt", immer noch viel zu viel sicherlich, mal sehen, ob ich das mal irgendwann wirklich trage, ansonsten ist es halt ein schönes Souvenir ...

Ich machte noch einen kleinen Spaziergang durch die engen Gassen des Großen Marktes, und natürlich ist es so, dass (nur) in den allermeisten Fällen da nichts passiert und ein Idiot reicht, der dich beklaut, aber ich fühlte mich da überhaupt gar nicht unwohl, sodass ich die relativ intensiven Warnungen gerade vom dem Grand Marché nicht so ganz nachvollziehen kann. Ja, klar, ich bin nicht ganz klein, dafür aber recht breit, ja, ich bin ein Mann, und, ja, ich hab sowas schon öfter gemacht und stand nicht wie ein Reh im Scheinwerferlicht panisch in der Gegend herum und signalisierte "Ich bin hilflos, beklaut mich!", ja, klar, ich hatte sehr bewusst heute keinen Rucksack dabei, den Pass in einer durch Knopf gesicherten Hemdtasche und Handy und Geldbeutel in der relativ engen Jeans direkt am Mann, aber das, so ein Markt, liebe Leute, das ist Afrika, das muss man sich angucken, wenn man wissen will, wie die Menschen hier leben (wobei ich die Lebensmittelabteilung gar nicht gesehen habe ...).

Von der Kochschüssel bis zur Jeans, vom Koffer bis zum Handy, im Grand Marché gibt es alles, was man braucht, das war sehr beeindruckend. Fotos habe ich im Grand Marché allerdings nur eines gemacht, die Burkiner sollen nicht so glücklich sein, wenn man sie fotografisch abschießt (wer ist das schon?), das Auswärtige Amt warnt auch vor der Polizei, die dich festnimmt, wenn du Fotos jedenfalls von sensiblen Objekten machst, da wollte ich nicht viel riskieren, zumal man das Geschehen auf dem Markt nicht fotografieren kann, ohne Menschen (und insbesondere Frauen, bei denen das Fotografieren noch kritischer ist) relativ prominent zu erwischen.

Ich lief ein paar Schritte weiter - es ist immer noch heiß, ich schwitze, klar, aber es ist soooo viel angenehmer, hier bei 35 Grad unterwegs zu sein als bei 28 Grad in schwülen Gefilden - und marschierte in Richtung Bahnhof. Von dort gehen Züge ab in Richtung Elfenbeinküste, ein- oder zweimal die Woche, da stand aber viel Polizei in der Gegend herum, so richtig offen sah der Bahnhof auch nicht aus, also lief ich nicht bis direkt dorthin, sondern drehte um.

Nun wanderte ich durch eine schöne Allee, dort hatten die Schuhverkäufer ihr Domizil, denn ein Schuhverkaufsstand nach dem anderen bot seine Waren feil. Manchmal wird man in Westafrika, so auch hier, so angezischt, um deine Aufmerksamkeit zu erhalten, das mag ich überhaupt gar nicht und wird von mir bewusst ignoriert, aber einer der Schuhverkäufer sprach mich an (mit Worten, also akzeptabel), und ich überquerte die Straße, um mit ihm ins Gespräch zu kommen. Das ergab nicht wirklich Sinn, denn Schuhe wollte ich wirklich nicht kaufen, und so zog ich dann auch nach kurzer Zeit von dannen.

Ich war jetzt eine Straße hinter dem Zugang zum Maison du peuple, also zum Volkshaus, herumgelaufen und wollte mir dieses Gebäude doch einmal aus der Nähe ansehen. Joa, das sieht ein bisschen heruntergekommen aus, ich ging näher heran, da sah es auch nicht so richtig einladend aus, viele Türen geschlossen, dunkel, da soll es auch Verkaufsstände mit Essen und so etwas geben, aber so richtig überzeugt war ich nicht, das Ding zu erkunden, also ließ ich es sein und wanderte stattdessen - nach längerer Wartezeit schaffte ich es, eine der Hauptstraßen zu überqueren, weil ich doch noch nicht so eiskalt bin wie die Burkiner und mitten in den Verkehr reinlatsche - durch eine kleine Straße in Richtung meines angedachten Mittagessenslokals.

Ein Verkäufer sah, dass ich auf die schönen Holzfiguren und -masken schaute, die er anbot, und stand schneller bei mir, als ich "bonjour" sagen konnte. Auch er sprach, obschon etwas älter, ein bisschen Englisch, und am Ende kaufte ich bei ihm sogar ein kleines Souvenir (für wahrscheinlich auch zu viel Geld, aber zumindest ein bisschen hatte ich gehandelt ...). Und das kostet ja hier alles kaum fünf oder zehn Euro, da sehe ich es inzwischen fast nicht mehr ein, ernsthaft zu handeln, auch wenn ich damit die Preise ein bisschen kaputtmache und ("viel") zu viel zahle; andererseits sind hier so wenige offenkundige Ausländer unterwegs, und wenn sie da an jedem zwei, drei Euro Übergewinn machen, ja mei, dann ist es halt so - ich zahle etliche hundert Euro, um in ihr Land zu kommen, soll es mir da wirklich auf ein paar Euro ankommen? Und die Einheimischen kennen die reellen Preise ja sowieso, denen mache ich die Preise nicht kaputt.

Ich marschierte - ich hatte heute Morgen natürlich noch nix getrunken und war schon etwas dehydriert - weiter, immer weiter in Richtung meines angestrebten Mittagessenslokals, während ich kurz mit der Heimat telefonierte. Ich war schon fast da, als ein Mann Wasser ausspuckte und dabei fast meine die Schuhe traf, der hatte mich wirklich nicht kommen sehen, und es war ja alles gutgegangen ...

Mein Mittagessenlokal war leer, nur ein einzelner Herr saß in einem etwas sterilen Gastraum, die Bedienung kam und sprach wirklich gar kein Englisch, sodass ich nicht ganz verstand, ob es die längere Liste an Sachen, die sie aufzählte, nun gab oder gerade nicht gab. Natürlich hatte ich sie missverstanden und zog mich auf gegrillten Hähnchen als Essenswahl zurück, dazu gab es eine große Flasche Wasser und "World Cola", eine in Burkina Faso gebraute Cola (die ziemlich gut schmeckt!). Bier hatten sie nicht, war vielleicht auch besser so, und das Essen war durchaus lecker, auch die (sehr) scharfe Soße, die es in einem Schälchen dazu gab, war gut - aber es war gut, dass es die im Schälchen gab, weil ich sie wirklich nur sparsam verwendete ...

Am Schluss musste ich 15 Euro bezahlen, über die 2 Euro Trinkgeld freute sich die Bedienung wirklich sehr, ich gucke mal, ob ich da wieder hingehe, denn sooooo begeistert war ich jetzt auch wieder nicht, dass ich nicht noch andere Restaurants in Betracht ziehen würde.

Ich wanderte zurück, nahm diesmal die Hauptstraße und überquerte diese, denn ich wollte über den Umweg bei der Großen Moschee noch einmal zum Grand Marché, weil der eh auf dem Heimweg lag. An der Großen Moschee war gerade das Freitagsgebet vorbei, entsprechend strömten Menschen aus dem Gebäude, ich wagte mich an ein Foto, natürlich lief mir eine Frau direkt vor die Flinte, aber da konnte ich jetzt wirklich nix für. Ich lief in die Seitenstraße hinein, da standen etliche Frauen und sammelten Almosen (das Almosengeben ist ja, wenn ich es richtig verstehe, eine der fünf Säulen des Islam), ich gab nix, sondern bog am Ende der Seitenstraße in eine andere Straße ein und musste mich erst einmal orientieren.

Ich wollte die Chance nutzen, vielleicht ein Foto von der Empore des Grand Marché zu machen, also lief ich eine Treppe hoch und kam in einen kleineren Markt, in dem Touristen jetzt wirklich nicht oft vorbeikamen, denn hier wurde ich deutlich interessierter von allen Menschen beäugt. Wichtig ist ja immer, dass man zumindest so tut, als wisse man, wo man hinwill, also latschte ich da durch, bog ab - und wusste dann, wo ich war, denn ich kam die Stufen zum Haupteingang hinunter, durch den ich heute Morgen auch gekommen war.

Ein Schlepper war jetzt etwas motivierter, wurde aber abgewimmelt, denn ich suchte den Treppenaufgang zur Empore; dazu musste ich aber erstmal wieder aus dem Markt raus, dann fand ich die Freitreppe auch. Ich hatte ja schon gegessen, sonst wäre ich womöglich in das Restaurant dort oben rein, denn das sah recht appetitlich und auch vergleichsweise geräumig aus dort.

Ich war immer noch in Kauflaune, denn ich ließ mich wieder anquatschen. Ein Händler hatte Magnete, davon kaufte ich ein paar als Mitbringsel (ein paar Damen im Umkreis meiner Ma freuen sich immer darüber) - und die Preise dort waren deutlich besser als bei meinem Verkäufer am Hotel, der sich also verpokert hatte mit seinem Einstiegsangebot bei mir, zumal ich den Verkäufer hier im Großen Markt auch noch pro forma um 1,50 Euro herunterhandelte für das Gesamtpaket.

Ich musste 5.000 Franc bezahlen (7,50 Euro), habe aber nur 10.000er-Scheine, also drückte der Händler einem anderen Verkäufer die 10.000 Franc in die Hand, er sollte wechseln gehen. Weg war er! Auch das hatte ich schon öfter erlebt, auch hier kam der Typ irgendwann wieder und brachte dem Verkäufer die zwei 5.000-Franc-Scheine, von denen ich einen zurückbekam, alles bestens. Ja, auch da verstehe ich, dass der (Afrika-)Anfänger da womöglich Panik bekäme, wenn plötzlich das Geld weg ist, aber andererseits hätte ich dem Typen im Zweifel alle Schand gesagt, mir noch was ausgesucht und wäre dann davonmarschiert - wäre vielleicht ein Geschäftsmodell für ihn, aber kein wirklich gutes ...

Kaum hatte ich ihm das Geld gegeben, zeigte er mir etwas Hübsches, das vielleicht als Geschenk für meine Ma durchgehen könnte. Sie liest mit, also verrate ich nicht, was es ist - normalerweise bringe ich ihr nichts mehr mit, außer - und so ist es hier hoffentlich - es ist etwas, das sie wirklich gebrauchen kann und das nicht herumsteht und verstaubt. Den Preis fand ich ein bisschen hoch (natürlich ist mir für meine Mutter nichts zu teuer, aber trotzdem ...), da nahm meinem Verkäufer ein anderer Verkäufer die Tasche aus der Hand und nahm mich zu seinem Stand mit. Bei dem anderen Verkäufer kaufte ich dann die Tasche des ersten Verkäufers (nachdem der zweite Verkäufer noch einmal um zwei Euro mit dem Preis heruntergegangen war), sodass ich jetzt definitiv wusste, dass der immer noch viel daran verdient hat ...

Auch hier musste ich mit einem großen Schein bezahlen, auch hier wurde ein Läufer losgejagt und ich zu einem dritten Stand vertröstet, auch hier kam mein Wechselgeld zurück, aber am dritten Stand kaufte ich jetzt nix mehr. Einkaufsbummel beendet!

Ich lief noch ein Stück durch die Empore des Großen Marktes, auch hier war viel los, aber in Burkina Faso ist es nicht so wie in touristischeren Ecken in Ostafrika, etwa in Kenia oder Tansania, wo dir alle Naselang ein Kind mzungu hinterherruft. Die Kinder sind hier sogar ziemlich zurückhaltend und die Erwachsenen sowieso - klar, gegrüßt wirst du oft, klar, sie wollen Waren bei dir an den Mann bringen, aber dieses Begaffen wie etwa auch in Bangladesch habe ich hier noch gar nicht erlebt.

Jetzt war ich - erstens - nahe beim Hotel und - zweitens - ein bisschen durch. Das Ganze soll Urlaub sein, aber damit es das auch ist, war es jetzt erst einmal genug. Natürlich ist es für den Geist anstrengender, hier auf der Straße zu laufen und zu gucken, dass dich keiner umfährt (bzw. du keinem Gefährt in den Weg läufst), es ist anstrengender, sehr genau zu gucken, wo man hinläuft, denn da kann schonmal so eine Kanalabdeckung fehlen, natürlich sind die Eindrücke hier wahnsinnig vielfältig, von den Essensgerüchen (fast immer sehr lecker, aber ich bin inzwischen halt auch ein bisschen vorsichtiger geworden, einfach an einem Straßenstand was zu essen, auch wenn ich ein, zwei Mal kurz davor war) über die durchaus andere Abgassituation hier bis hin zu den zwar meist asphaltierten Straßen, die dann aber doch von staubigen Banketten gesäumt werden. Natürlich ist es aus dem deutschen Alltag ungewohnt, so oft angesprochen zu werden (das geht den Burkinern allerdings auch nicht anders, aber die sind das tagtäglich gewohnt, ich bin gestern und heute zum ersten Mal seit acht Monaten [so lange ist Malawi her!!!] wieder in einer afrikanischen Stadt unterwegs gewesen), und daher war ich jetzt durch und lief ins Hotel, nicht ohne mir bei einem Inder eine Cola und eine große Flasche Wasser zu kaufen.

Mein Verkäufer am Hotel wird sich schon gedacht haben, dass das nix mehr wird, denn jetzt bot er mir die Magnete zu einem günstigeren Preis an als gestern, aber immer noch teurer als im Grand Marché; als ich ablehnte, wusste er endgültig, dass er sich verspekuliert hatte. Joa, Kollesch, hätte klappen können ...

Jetzt habe ich gute zwei Stunden in meiner Bude verbracht, ich war ja richtig schreibwütig heute. Ich hoffe natürlich, dass ich mich nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt habe und also morgen nicht beklaut, überfallen und anschließend festgenommen werde, nachdem ich das heute alles so verharmlost habe, aber ich muss wirklich sagen, dass es mir hier echt gut gefällt. Und auch mein Hotel gefällt mir immer besser, die Klimaanlage ist gut, der Ventilator ebenso, Strom ist auch da, mein Handy funktioniert auch wieder (das hat mir gestern wieder mal olympiaähnliche Sorgen gemacht). Und ich denke, ich esse heute Abend wieder hier im Hotel, da ist der Weg nicht weit, und gerade im Dunkeln muss man aus diversen Gründen nicht mehr unbedingt durch die Gegend laufen, gerade wenn man ein bisschen Brakina, burkinisches Bier, das übrigens auch sehr lecker ist, intus hat.

Morgen allerdings könnte es passieren, dass ich in einem kleinen Café hier um die Ecke zu Mittag esse, die haben anscheinend ein paar Sachen der einheimischen Küche im Angebot (das kriegt man in den gehobeneren Restaurants wie etwa hier im Hotel meist gar nicht), das sah von außen ganz gut aus, und da saß heute auch ein Weißer, der nicht so aussah, als ob er zum ersten Mal da wäre.

So, einige wenige Fotos von heute kommen auch:

Wirklich viele Motorräder hier - wie auf dem Parkplatz beim Großen Markt

Blick auf den Grand Marché

Große Moschee (mit ein bisschen Straßenszene davor)

Volkshaus

Donnerstag, 2. April 2026

Einen ganz wunderbaren ersten Eindruck

... macht mir Burkina Faso, das muss ich wirklich sagen. Klar, das ist hier offensichtlich nicht Europa, das merkt man spätestens am Straßenverkehr, aber selbst der ist nicht komplett lebensgefährlich, und die Menschen, die ich bisher getroffen habe, waren alle sehr, sehr freundlich ...

Der Flug von Zürich nach Mailand war sehr leer, und ich kam ein bisschen ins Gespräch mit einem in Genf lebenden Eritreer, der unterwegs nach Kampala in Uganda war. In Mailand füllte sich der Flieger aber deutlich, und der letzte Passagier war derjenige, der auf dem dritten Platz in unserem Dreierabteil saß. So war es dann ein bisschen eng, aber ich schlief sogar zwei oder gar drei Stündchen, natürlich war mir viel zu warm - und am Ende verabschiedeten der Eritreer und ich uns mit Handschlag.

In Addis Abeba habe ich eine Stammtoilette, ganz hinten an den Gates A1-A5, da ist es meistens einigermaßen leer und entsprechend sauber, so war es heute auch. Okay, der Toilettenmann beobachtet dich ganz genau, und nachdem ich die Privatsphäre der Toilettenkabine wohl doch ein wenig länger als hier üblich genossen hatte, wurde ich genau gemustert, ob ich noch lebe. Als ich dann noch anfing, mir die Zähne und die Brille zu putzen, wurde ich endgültig für einen Außerirdischen gehalten ... (Aber zum Brilleputzen brachte er mir sogar noch Toilettenpapier, denn Brille wieder trocken machen ist unter dem Handtrockner immer so schwierig ...)

Danach setzte ich mich in den normalen Gatebereich, beobachtete die burkinische Fußballnationalmannschaft der Frauen beim Selfiemachen (die habe ich dann im Flieger doch nicht mehr gesehen, obwohl ich das erwartet hatte ...) und ging dann eine gute Stunde vor Beginn des Boardings zu meinem Gate, an dem ich auch noch einen guten Platz fand.

Auch Ethiopian Airlines macht das mit diesen Gruppen oder Zonen, nur funktioniert das irgendwie nicht richtig, wenn das Bodenpersonal die Gruppen 2 und 3 gleichzeitig abfertigt. Dementsprechend war Stau, und am Ende wurde mir für den Addis-Ouaga-Flug auch noch am Gate das Gepäck abgenommen. Die teilten das aber ordentlich auf in Niamey-Koffer und Ouagadougou-Koffer - und heute kann ich die Spannung herausnehmen: Mein Koffer war schon da, als ich in Burkina Faso ans Gepäckband kam.

Auch hier kam kurz vor der Schluss der dritte Mann, sodass es auch hier enger wurde, auch hier pennte ich ein bisschen, guckte aber vor allem - wenn nicht gerade Wolken waren - auf die Sahara herunter, die wir in zweiten Flughälfte ausgiebig überflogen. In Niamey, Niger, meinem Land Nr. 167+1, wurde der Flieger leerer, aber meine Nebenleute blieben sitzen; als dann das Boarding completed war, bat ich sie, mich rauszulassen, sodass ich mich in ein komplett leeres Dreierabteil setzen konnte. Wieso sie das nicht gemacht hatten, verstand ich nicht ganz, aber ich muss ja nicht alles verstehen.

Beim Start sah ich den Niger(fluss) - so'n Fluss mitten in der Wüste ist schon beeindruckend (ich hoffe, die Fotos sind was geworden). Nach einem kurzen Hüpfer kamen wir 14.46 Uhr an - obwohl wir "erst" um 14.59 Uhr gestartet waren, aber zwischen Niamey und Ouagadougou ist noch einmal eine Stunde Zeitunterschied, während der Flug entsprechend kurz war (45 Minuten).

Um 15.06 Uhr betrat ich burkinischen Boden, wir fuhren ein Stück mit dem Bus zum (kleinen) Terminalgebäude, da wird erstmal der Impfpass kontrolliert. Das Visum wird kurz vorkontrolliert, dann muss man so einen Einreisezettel ausfüllen (den hätten sie ruhig im Flieger schon verteilen können), aber dann kann man sich gleich schon in die Schlange für die Einreise stellen. Die Einreise ging einigermaßen schnell, auch weil ich vor dem Gros der Chinesen in der Schlange stand, der Grenzer stempelte falsch, nämlich auf die Seite für amtliche (deutsche!) Vermerke in meinem Pass - aber da kann ich ja nix für.

Dann wurde der Stempel nochmal kontrolliert, ich durfte durch, stand kurz am Gepäckband, bis ich herausfand, dass mein Koffer schon ausgeladen worden war und in der Gegend herumstand, der Zoll wollte nicht von mir, das Flughafen-WLAN funktionierte aber auch nicht, sodass ich doch erstmal rausging und einen Geldautomaten suchte. Dort bekam ich problemlos Geld (auch wenn ich - anders als bei der Ecobank, die ich immer wieder empfehle - Gebühren bezahlte, die sich aber im Rahmen hielten), wurden von einem Verkäufer - gegen kleine Gage - wieder in den abgesicherten Bereich des Flughafens geleitet, dort saß ein Mensch in einem Büro und richtete dem Inder vor mir und dann mir das Handy mit der burkinischen SIM-Karte ein, das klappte auch gleich vorzüglich.

Nicht vorzüglich klappte das Buchen dieses Elektro-Taxis, weil der ewig rödelte und nach einem Fahrer suchte, bis ich schließlich aufgab und mir einen sympathischen Flughafentaxifahrer angelte, der mich schon dreimal (freundlich!) angequatscht hatte und mich für einen nicht ganz wucherhaften Preis zu meinem Hotel fuhr.

Ich wurde sehr freundlich begrüßt (das zieht sich hier durch, selbst der Taxifahrer begrüßte mich in seinem Land) und in mein Zimmer geführt. Jo, alles da, was man braucht, inklusive abnehmbaren Duschkopf - vielleicht nicht Luxus par excellence, aber völlig ausreichend für ein paar Nächte, zumal Klimaanlage und Ventilator da sind ...

Ich blieb nich lange auf dem Zimmer, sondern verließ die Oase hier (auch wenn der Swimmingpool doch nicht ganz so einladend aussieht wie erhofft) und stürzte mich ins Getümmel. Erst einmal lief ich aber dem direkt vor dem Hotel stehenden Souvenirhändler in die Arme, hätte fast schon Souvenirs gekauft, aber ich gucke mal und vergleiche Preise in den nächsten Tagen, dann ging ich durch den durchaus nicht ganz unchaotischen Verkehr in Richtung Kathedrale. Und kaum hatte ich den Kathedralenhof betreten, war es deutlich ruhiger. Es wurde für den Karfreitag morgen eifrig aufgebaut, mal gucken, ob ich da auch mal vorbeischaue, obwohl ich mich - das Auswärtige Amt warnt wie immer und überall vor Terroranschlägen - eigentlich gerade an Feiertagen von der Kathedrale fernhalten wollten, aber ich fühle mich hier so wohl, dass ich eigentlich gar keine Sorgen mehr habe - übrigens auch nicht vor dem Fotografieren der Kathedrale, obwohl das Auswärtige Amt da auch vor allem und jedem warnt. Naja, mal sehen, ob ich in den nächsten Tagen doch im Knast lande, weil ich ein unerlaubtes Foto machen ...

Ich lief noch ein Stück weiter zum Mogo-Nabha-Palast, bekam dort beim Eingang aber gesagt, dass heute geschlossen sei und ich morgen früh wiederkommen sollte (da steht dann auch eindeutig Fotografierverbot angeschrieben, das ist ja dann okay ...). Auf dem Rückweg kam ich an ein paar Essensständen vorbei, das sah gar nicht einmal unappetitlich aus, aber ich hatte mich schon entschieden, heute Abend im Hotel zu essen, sodass ich das Angebot nicht annahm.

Unterwegs telefonierte ich mit meiner Ma über das Datennetz, als ob ich in Wellendingen (Stadtteil von Bonndorf) wäre, das ist ja schon cool, während ich gleichzeitig versuchte, nicht über den Haufen gefahren zu werden (Bürgersteige gibt es hier keine, wenn, sind die zugeparkt oder mit Verkaufsständen vollgestellt, also ist alles und jeder auf der Straße unterwegs), und kam am Ende wohlbehalten am Hotel an. Hier aktualisierte ich noch meine Statistiken, sitze jetzt - nach dem dringenden Hydrierungsdreiklang aus Wasser, heute Fanta und einem Bier - okay, es ist schon das zweite und wird nicht das letzte bleiben - im Restaurant und genieße es hier gerade wirklich ....

Es ist natürlich sehr, sehr warm, aber dadurch, dass das eine sehr trockene Hitze ist, finde ich das - selbst in Jeans und mit Unterhemd - ziemlich gut auszuhalten.

Achso: Etliche der nigrischen Frauen am Flughafen (ich kann sagen, dass das Nigrerinnen waren, denn die kamen von der Hajj oder der Umra, einer der beiden muslimischen Wallfahrten nach Mekka, und hatten so Kopftücher mit Aufschrift "Reiseveranstalter X aus Niger, spezialisiert auf Hajj/Umra" um) trugen ihr Gepäck auf dem Kopf! Das sah schon spannend aus, aber die Frauen scheinen das gewohnt zu sein - und so haben sie die Hände frei ...

Jetzt gucken wir mal, was das mit den Fotos wird ... Naja, so wild wie der Straßenverkehr hier ...

Kathedrale (angeblich absichtlich unvollendet)

Kirchenvater

Anflug auf Ouaga

Anflug auf Niamey

Anflug auf Addis

Sonnenaufgang heute Morgen

Niger(fluss) über der Republik Niger

Mittwoch, 1. April 2026

Von -1 auf 36

..., also, Grad Celsius, geht es von letzter Nacht zu morgen Nachmittag, wenn ich - wenn alles gut läuft - in Ouagadougou, Burkina Faso, meinem 168. Land, ankomme.

Als ich gestern in Neustadt - oder vielmehr schon in Hinterzarten - aus dem Fenster der S-Bahn schaute, traute ich meinen Augen mal wieder nicht (obwohl ich von meiner Mutter vorgewarnt worden war): Schnee! Dementsprechend frisch war es auch, und auf dem Heimweg zeigte das Thermometer des Autos eine Außentemperatur von -1° C an.

Ich meckerte nicht, aber ich fürchte, morgen Mittag werde ich definitiv meckern, dass die Temperaturvorhersage für meine Ankunft lautet 36 Grad. Und das soll die nächsten Tage sogar noch heißer werden, aber wenn man halt auch direkt in der heißen Zeit ins Sub-Sahara-Afrika reist, dann wird es eben auch muckelig. Und meine Hoffnung ist, dass dann wenigstens nicht ganz so viel Moskitos unterwegs sind, auch wenn ich heute noch meine Malariatabletten wiedergefunden habe, die ich damals in Kamerun so tief in meinem Rucksack vergraben hatte, dass ich sie auf jener Reise nicht mehr fand. So bin ich hoffentlich auf dieser Tour ein bisschen geschützt und kann mir vor der nächsten Reise mal wieder rechtzeitig überlegen, ob ich vielleicht doch Malariaprophylaxe machen und dafür beim Arzt bzw. der Ärztin vorbeischauen sollte. (Meine Ärztefreunde schlagen gerade die Hände über dem Kopf zusammen.)

Jetzt geht es jedenfalls um 21 Uhr los von Zürich, ich sitze schon in der Alpenblickbar am Satellitenterminal und genehmige mir ein (sünd)teures Schweizer Bier. Um 22.10 Uhr sollen wir in Mailand landen. Dort werden Menschen zusteigen, aber auch aussteigen, denn Ethiopian darf diesen Flug zwischen der Schweiz und Italien als Einzelstrecke anbieten, sowas finde ich immer wieder lustig, vor allem, weil die Passagiere dieser Strecke ja trotzdem hier in Zürich durch die Ausreisekontrolle müssen - und in Italien wieder in die Einreise ...

Ich bleibe aber im Flieger, und um 23.40 Uhr soll es dann von Mailand in Richtung Addis Abeba gehen. Dort komme ich morgen (planmäßig) um 7.20 Uhr äthiopischer Zeit (6.20 Uhr deutscher Zeit) an. Um 10.20 Uhr (9.20 Uhr deutscher Zeit) geht es weiter in Richtung Westen. In Niamey (Niger) landen wir um 14 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit), von dort geht es um 15.10 Uhr (16.10 Uhr deutscher Zeit) weiter, bis wir schließlich um 15.25 Uhr burkinischer Zeit (17.25 Uhr deutscher Zeit) in Ouagadougou landen.

Mal sehen, wie lange das mit der Einreise dauert, ich habe ja schon einen Zettel, auf dem ein Visumscode steht, und da weiß ich nicht, ob ich den umtauschen muss (ich vermute, ja) oder ob das schon wirklich als Visum gilt, aber das finde ich alles heraus. Jedenfalls habe ich mir eben schon einmal die App für einen Elektro-Auto-Uber-Verschnitt heruntergeladen, und es kann passieren, dass ich mit dem hübsch durch Ouagadougou düse, vor allem, weil ich auch überlege, mir für die paar Tage eine burkinische SIM-Karte zuzulegen. Über all das, wie es mir da ergangen ist und wo ich dann etwas fürs Abendessen bekommen haben werde, berichte ich voraussichtlich morgen Abend (das Internet in meinem Hotel soll ein bisschen schwach auf der Brust sein, umso größer ist das Argument dafür, mir eine SIM-Karte zuzulegen).

Spätestens Freitag Mittag war ich platt, ich weiß nicht, ob das noch am Jetlag lag oder ob ich mir was (Leichtes) eingefangen hatte, jedenfalls ging ich Freitag und Samstag schon am Nachmittag ins Bett. Am Sonntag tat mir aber vom vielen Liegen der Rücken ein bisschen weh, sodass ich mich - sehr, sehr, sehr spontan - entschied, einen kleinen Ausflug ins etwas mehr als eine Zug- bzw. Busstunde entfernte Weserstädtchen Rinteln zu machen.

Ich hatte zu allem Überfluss auch noch Glück mit dem Wetter, stieg in Bückeburg um (das wird auch noch genauerer Betrachtung unterzogen) und stieg kurz vor der Weserbrücke aus dem Bus aus. Der Blick auf die Weser und die Kirche da am Ufer war schon einmal sehr schick, und der Spaziergang durch die vor Fachwerkhäusern nur so strotzende Altstadt war ganz großartig - der Kirchplatz (Marktplatz) ist ein absolutes Juwel, und wenn die Kirche mal fertig renoviert ist, ist der 360°-Blick dort noch fantastischer (denn im Moment ist das gelbverkleidete Gerüst kein rechter Augenschmaus).

Nach einem gut einstündigen Spaziergang war ich dann aber auch durch, gönnte mir noch ein (sehr leckeres) Eis, entschied mich gegen das Mittagessen im Ratskeller und fuhr wieder nach Hannover - das war mal genau das ruhige Wochenende, das ich unbedingt brauchte, denn dieses Wochenende wird alles, aber nicht ruhig ...

Da sollen aber jetzt auch mal die Fotos von Rinteln sprechen, denn die sind besser als alles, was ich von mir geben könnte:











Und noch ein Bild vom verschneiten Bonndorf:


Dienstag, 24. März 2026

Genau 15.466 Kilometer

... hat unser Gepäck mehr zurückgelegt als wir, aber seit heute Nachmittag, 16.53 Uhr, sind beide Koffer wieder daheim, und meine Mutter hat sie in ihre Arme schließen können.

Aus diversen Quellen habe ich mir folgenden Verlauf der Odyssee zusammenreimen können - mit den Flughäfen bin ich mir ziemlich sicher, mit den Flügen bzw. Tagen nicht vollständig, aber erzählen wir heute mal nicht die Reisestory von meiner Ma oder mir, sondern von GEOKLXX700 und GEOKLXX702, wie wir sie inzwischen liebevoll nennen.

Als es auf die Reise ging, hießen 700 und 702, wie wir unsere Zwillingskoffer kurz nennen wollen, noch gar nicht so, eigentlich sollten sie jedenfalls auf der Tour noch gar keinen Namen kriegen, denn wir wollten sie ja als Handgepäck mitnehmen. In Zürich wurden ihnen aber schon KLM-Baggage Tags zugewiesen, als sie zwangsweise von uns getrennt wurden und in den dunklen Bauch des Flughafens gefahren wurden.

Den Flug nach Amsterdam am 14. März machten wir noch gemeinsam, dann reichte die Verbindung nicht mehr (Frauchen und Herrchen sahen beim Boarding in Amsterdam schon ein gelbes Licht, was mir erst im Nachhinein einfiel; das hatte ich schon in Mexiko erlebt und bedeutete auch damals, dass mein Gepäck nicht mitgekommen war), und 700 und 702 blieben einsam in Schiphol zurück.

Es dauerte fast einen ganzen Tag, an dem sich 700 und 702 am Amsterdamer Flughafen mit ihren Kollegen, die auch liegengeblieben waren, vergnügen konnten, bis sie am Sonntag Morgen, dem 15. März, aufgegriffen und in einen KLM-Flieger nach Panama-Stadt verfrachtet wurden. In Panama-Stadt kamen sie am Sonntag Nachmittag an - und bekamen leider kein leckeres Rodizio vorgesetzt, wie es Frauchen und Herrchen vor ein paar Jahren ergangen war, sondern nur einen Frachtraum, in dem sie wieder mehr als einen ganzen Tag warten mussten.

Am 16. März, dem Montag Abend, ging es von Panama mit der Copa-Maschine nach Georgetown, wo 700 und 702 am frühen Morgen des 17. März (Dienstag) ankamen. Fast konnten sie Frauchen und Herrchen zuwinken, weil diese nämlich mit dem ebendiesem Flugzeug, mit dem 700 und 702 eben angekommen waren, nun ihrerseits von Georgetown zurück nach Panama flogen.

Die kommenden Tage versuchte Ashley vom Gepäckhandling in Georgetown, ihr liebes Ersatzfrauchen in dieser Zeit, das Frauchen oder Herrchen von 700 und 702 zu erreichen. Aber die Telefonnummern, die KLM in das System eingetragen hatte, stimmten wohl nicht (bei meiner Telefonnummer war die 0 in der Vorwahl zu viel, aber ich konnte das auch nicht ändern), und erst am Donnerstag schrieb Ashley dem Herrchen von 700 und 702 eine E-Mail, dass die Koffer schon seit Dienstag Morgen in Georgetown sehnsüchtig auf ihn warteten.

Das Herrchen von 700 und 702 schrieb natürlich schnell zurück, aber da hatte Ashley die Zwillinge schon auf die Maschine nach Amsterdam laden lassen, die am Donnerstag Abend in Georgetown abflog, noch einen kleinen Zwischenstopp in Barbados einlegte und am Freitag Morgen, 20. März, in Amsterdam ankam.

700 und 702 hatten ein bisschen Hoffnung, gleich auf den Anschlussflug nach Curaçao umsteigen zu können, zumal der zwei Stunden Verspätung hatte, aber die Gepäckpacker in Amsterdam wollten auch noch ein bisschen Zeit mit ihnen verbringen, weshalb sie erst am Samstag Morgen nach Curaçao fliegen durften. Nach mehr als achtstündigem Flug - zum dritten Mal war es über den Atlantik gegangen - konnten 700 und 702 zum zweiten Mal ihrem Frauchen und ihrem Herrchen zuwinken, denn wieder flogen die mit genau dem Flugzeug weiter, mit dem 700 und 702 angekommen waren. So langsam beschlich 702 das Gefühl, dass sein Herrchen ihn gar nicht mehr haben wollte, aber 700, der das Gepäck von seinem Frauchen treu bewacht hatte, überzeugte ihn vom Gegenteil. Und überhaupt hätten sie doch jetzt einen schönen Tag in Curaçao, denn natürlich wurden die beiden nicht sofort wieder zurück in den Flieger geladen, auch wenn die Leute am Check-in Frauchen und Herrchen genau das versprochen hatten.

Also ging es für 700 und 702 am nächsten Tag, dem Sonntag Abend, wieder nach Amsterdam, wo die beiden am Montag Morgen ankamen. Diesmal wurden sie recht schnell verladen und kamen schon mit einer der Abendmaschinen am gleichen Tag in Zürich an.

Von hier wurden Frauchen und Herrchen informiert, Herrchen schickte am Dienstagmorgen sofort die Zollerklärung unterschrieben zurück, und so wurden 700 und 702 am Dienstagmittag über die letzte Staatsgrenze mit dem Auto kutschiert und bei Frauchen abgegeben, weil Herrchen schon wieder unterwegs nach Hannover war.

Sage und schreibe 35.913 Flugkilometer haben unsere beiden Freunde 700 und 702 in den letzten zehn Tagen zurückgelegt, das ist fast eine Weltumrundung. Sie haben viermal den Atlantik überquert, waren mit Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Panama, Guyana, Barbados, wieder den Niederlanden, Curaçao, ein drittes Mal den Niederlanden und schließlich wieder der Schweiz und Deutschland in sieben Ländern (wenn man Curaçao als Land zählt) und sind siebenmal ein- und wieder ausgeladen worden.

700 und 702 jedenfalls freuen sich schon auf die nächste Reise, hoffen aber, dass sie dieses Mal Frauchen oder Herrchen auch mal unterwegs antreffen und sie den beiden nicht immer hinterherjagen müssen ...

(Und das GEOKL in der vollständigen Bezeichnung steht für GEO, Georgetown, den Flughafen, an dem wir das Gepäck vermisst gemeldet haben, und KL für KLM, die Fluggesellschaft, die unsere Koffer vergraben hat - aber gründlich. Die Zahlen sind dann fortlaufende Nummern, bei denen ich die ersten beiden Zahlen durch "XX" ersetzt habe, und nein, ich weiß nicht, was mit der GEOKLXX701 passiert ist ...)