Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Sonntag, 12. Juli 2026

Wenig berichtet

... habe ich in den vergangenen drei Wochen, das hatte diverse Gründe, aber einer davon war, dass weder die Reisen noch die Reiseplanungen so waaaaaahnsinnig spannend waren.

Da schon vereinzelt Nachfragen einer treuen Leserin gekommen sind, wollte ich die zwei kleinen Reisen, die ich unternommen haben, um die Zwei-Wochen-Serie nicht zu reißen (die läuft heute seit drei Jahren und 200 Tagen), und ein bisschen drumherum auch erzählen.

Das Spannendste aber ist, dass die Bahn immer wieder den Vogel abschießt: Ich hatte ja am 31. Mai in Leipzig meine Bahncard 100 gekauft (und bezahlt!) und auch eine vorläufige BC100 bekommen. Normalerweise dauerte es immer so sieben bis zehn Tage, bis die Plastikkarte bei mir eintrudelte. Dieses Mal kam und kam sie nicht, sodass ich Ende Juni dann doch mal nachfragte, was da los sei. Jo, es stellte sich heraus, dass wohl der Druckauftrag nicht ausgelöst worden sei, was an sich schon unfassbar ist.

Inzwischen ist die BC100 wenigstens angekommen (zwar im Schwarzwald und nicht wie erbeten in Hannover), und auch das Deutschlandticket war wenige Stunden vor Beginn des neuen Monats auf meinem Handy, aber ich habe halt zunehmend das Gefühl, dass es bei der Bahn nicht nur nicht besser, sondern wirklich immer schlimmer wird ...

Achso, ja, nach den Arbeitstagen Ende Juni fuhr ich dann in den Schwarzwald, und weil ein Baum umgestürzt war, standen wir in Offenburg. Nach zwei Stunden stellte die Bahn fest, dass auch die Oberleitung in Mitleidenschaft gezogen worden war, sodass die Strecke gesperrt blieb. Wir wurden noch bis Lahr kutschiert, und von dort fuhr für zwei ICE-Ladungen, also 300 oder 400 Menschen, genau ein Schienenersatzverkehr-Bus. Die Bahn traute sich dann noch nicht einmal, einen Mitarbeiter mit der schlechten Botschaft hinzustellen, sondern schickte die Bundespolizei vor. Glücklicherweise war mein Mamataxi bereit, die 100 Kilometer nach Lahr zu fahren (mitten in der Nacht!) und mich dort abzuholen - unglaublich ...

Am Samstag waren wir schön zum Mittagessen und fuhren dann noch kurz zum Wiizemersteg, damit ich die Uhr neu starten konnte. Die Stoffhündin von der Arbeit, deren Rasse ich nunmehr als Mops identifiziert zu haben glaube, war natürlich auch dabei und durfte über den Datenschutz in der Schweiz berichten. 

Am Sonntag, dem 28. Juni, fuhr ich dann wieder zurück nach Hannover, verfolgte das Spiel gegen Paraguay im Waterloo-Biergarten (selten habe ich danach mehrere tausend Menschen so ruhig erlebt) und verbrachte letztes Wochenende dann bei einem Ex-Kollegen und dessen Familie in der Gegend zwischen Koblenz und Wiesbaden.

Ich hätte den beiden fast kurzfristig abgesagt, weil ich mal ein ruhiges Wochenende brauchte, aber das bekam ich dort auch, mit Herumlungern auf der Couch, gutem Essen und Trinken und einem Einblick in deren Familienleben ...

Die vergangene Arbeitswoche verbrachte ich großteils in Hannover, am Donnerstag Abend fuhr ich nach Essen, übernachtete und arbeitete dort am Freitag und war am Abend bei einem Kollegen (nein, nicht dem weiteren Kollegen) und seiner Familie, um die mal kennenzulernen. Auch das war sehr schön, aber ich muss gestehen, dass ich nach der samstäglichen Ausfahrt nach Venlo (mit Mops-Bild ...) und der fast zweistündigen Verspätung des Zuges sehr glücklich war, ins Bett zu kommen, auch wenn ich dadurch die beiden letzten WM-Viertelfinals verpasste ...

Heute habe ich nun einen sehr ruhigen Tag gemacht (achso, nein, ich habe noch die Entschädigung von Eurowings für den annullierten Flug angefordert, mal gucken, was das gibt), war eben noch ein bisschen spazieren und gehe jetzt gleich ins Bett ...

Gerade eben unterwegs in Hannover

Venlo gestern

Die Leine in Hannover in dieser Woche

Der Wiizemersteg, jetzt mit Hund 

Und der Zugang zum Wiizemersteg

Montag, 22. Juni 2026

Sehr müde

... waren wir alle im Auto heute, denn die Nacht war doch relativ kurz - auch weil meine Ma und ich nicht wirklich geschlafen hatten.

Wir hatten uns entschieden, so oder so ein Uber zum Flughafen zu nehmen, das fuhr uns auch in einer guten halben Stunde zum Flughafen, wo wir natürlich viel zu früh waren, zumal noch nix los war. Dafür konnte ich noch ein bisschen arbeiten, wenn ich schon unerwartet heute einen Urlaubstag opferte.

Als es Zeit fürs Boarding war, liefen wir in Richtung der Busgates und okkupierten unsere Plätze im Flieger. Wieder dauerte der Flug nur 70 Minuten, wieder guckte ich eine Folge meiner Serie.

In Stuttgart machte die Bundespolizei (bzw. der Dobrindt) Europa wieder kaputt - die Älteren unter den Leserinnen und Lesern werden sich noch daran erinnern, wie schön es war, als es das Schengener Abkommen noch gab. Der Bundespolizist war auch noch so dreist, auf meinen entsprechenden Kommentar zu behaupten, "ab und zu" sei eine Grenzkontrolle notwendig - so ein grandioses ... Menschenkind, unfassbar ...

Wir machten die halbe Tageswanderung zurück zu unserem Auto, mussten für die zwölf Stunden Verzögerung 28 Euro (in Worten: achtundzwanzig!) nachzahlen, die kriegt Eurowings auch in Rechnung gestellt, mal gucken, ob wir da eine Erstattung bekommen ...

Die Heimfahrt war ereignislos, und meine Ma und ich waren sehr froh, zu Hause zu sein.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hannover, das WLAN im Zug ist mal wieder totale Katastrophe, ich freue mich jetzt sehr aufs Bett und dann eine fast normale Arbeitswoche ...

Ein Fazit gibt es dann irgendwann Ende der Woche. Glaube ich. Hoffe ich.

In einem Monat geht es wieder nach Budapest, dann alleine, das wird auch gut werden, glaube ich ...

Sonntag, 21. Juni 2026

Alles umgeschmissen

... hat unsere gestern noch so gelobte Fluggesellschaft, denn unser Flug um 20.50 Uhr wurde etwas über drei Stunden vorher storniert. Grund ist wohl, dass in Stuttgart heute Morgen unbefugt (ohne Bordkarte) in den Sicherheitsbereich gelangt war (allerdings nicht unkontrolliert) und die Bundespolizei deswegen mal wieder verrückt gespielt hat. Jetzt fliegen wir morgen früh um 8.20 Uhr im zweiten Versuch dann (hoffentlich) wirklich zurück - gucken wir mal, was das wird ...

Ansonsten war das heute ein chilliger Tag - es war heiß, ich war fertig von den letzten Tagen, mein Kreislauf machte nicht einhundertprozentig das, was er sollte ...

Wir checkten aus, stellten unser Gepäck in Schließfächer (es passte gerade so in zwei Schließfächer, billig waren auch die nicht) und frühstückten in unserer üblichen Frühstückskneipe. Danach liefen wir ins jüdische Viertel, guckten uns nach ein bisschen Hin und Her die Synagoge in der Kazinczy-Straße an (die mich zwar immer noch ein bisschen, aber nicht mehr ganz vom Hocker gehauen hat). Die 16 Euro Eintritt waren gering im Vergleich zu den beiden anderen Synagogen dort - da zahlt man mehr als 40 Euro Eintritt .... Die spinnen zunehmend in Budapest, alle miteinander!

Wir tranken in der ersten Kneipe am Franz-Liszt-Platz unser Mittagessen, machten dann noch einen kleinen Ausflug durch das sogenannte Palastviertel und fuhren von dort mit der U-Bahn zurück zum Nyugati-Bahnhof. Wir nahmen noch ein Getränk auf der Margareteninsel ein und mussten uns dann bei drohendem Gewitter sputen, pünktlich zum Schließfach zurückzukommen - ich hatte nämlich wahrscheinlich eine Stunde zu wenig gemietet ...

Das klappte gerade noch so, ein weiteres Getränk wurde eingenommen und im Aufbruch bekam ich die Info, dass sie unseren Flug storniert hatten. Wir fuhren trotzdem erstmal in Richtung Flughafen, ich bekam unterwegs die Nachricht, dass sie uns auf den Flug morgen früh umgebucht haben, woraufhin wir ausstiegen. Ich telefonierte mit Eurowings und der Buchungsseite, bekam dann eine E-Mail, dass wir in ein Hotel auf der Margareteninsel einchecken könnten, und mit dem von der Fluggesellschaft gestellten Uber fuhren wir dorthin.

Jetzt haben wir eben vom Buffet zu Abend gegessen, das reichen wir auch bei der Fluggesellschaft ein, mal gucken, was die dazu sagen, und morgen früh fahren wir mit dem Uber zum Flughafen. Das Parkhaus in Stuttgart überziehen wir natürlich jetzt auch, das müssen wir dann morgen ebenfalls nachzahlen.

Das ist alles ein bisschen mistig, zum Glück sind mein Chef und meine Kollegin flexibel, sodass das zumindest bei mir auf der Arbeit zu klappen scheint (danke dafür!), notfalls auf Kosten eines weiteren Urlaubstages.

Morgen Abend geht es hoffentlich so oder so nach Hannover, dann kommt auch ein ausführlicheres Fazit; jetzt erstmal noch ein paar Fotos ...

Im Palastviertel

Rumbach-Synagoge

Kazinczy-Synagoge

... von innen

Tora-Schrein

Ein später Sieg

... war das gestern, nicht nur in Bezug auf die Spielzeit, sondern auch auf die Uhrzeit, und deswegen ist der Blog gestern hintenrunter gefallen.

Meine Ma und ich schliefen nach der späten Heimkehr vorgestern Nacht ein kleines bisschen aus, danach trafen wir uns zum Frühstück in dem Eckcafé gegenüber. Nach dem Frühstück fuhren wir mit Straßenbahn und Metro zur Großen Markthalle, in der ich bisher - in etlichen Monaten Budapest-Erfahrung, die ich habe - noch nie gewesen war.

Das, meine Damen und Herren, war ein Fehler, denn die Markthalle ist schon sehr hübsch, wenn auch - gerade am Samstag - gerammelt voll. Wir guckten uns die Haupthalle an, dann die eher leere Fisch-und-Wild-Abteilung im Untergeschoss und schoben uns dann durch die obere Etage mit den Fressständen. Da war es mir aber zu voll, sodass wir nach vielleicht einer Stunde Reißaus nahmen.

Entlang der Donau ging es in großer Hitze in Richtung der Donaurundfahrten, und irgendwie kriegten wir uns da so überhaupt gar nicht ausgekäst, auch weil ich lange in der Sonne stand ... Am Ende nahmen wir die (kurze) Rundfahrt um 14 Uhr und schipperten eine Dreiviertelstunde in Richtung Margareteninsel, drehten dort, fuhren bis zur Petőfibrücke, drehten wieder und legten dann wieder an - das war schön, das war eine gute Zeit, zumal wir einigermaßen im Schatten (wenn auch in der Hitze des Klimaanlagenauslasses) saßen, ob das die 14 Euro wert war, weiß ich nicht ganz genau, aber leider gibt es die öffentliche Fähre nicht mehr ...

Nun ging es in Richtung Innenstadt, und wir ließen uns im Hard Rock Café nieder, weil uns das einfach in die Quere kam und jeder Durst hatte. Nach dem Konsum von Kaltgetränken dort marschierten wir zur Endhaltestelle der Metro 1, fuhren bis zum Oktogon, ein Teil der Truppe machte sich frisch, ein anderer Teil setzte sich schon wieder in unser Stammlokal, und wieder aßen wir sehr gut ...

Nach dem Essen zogen wir um ins Irish Pub, konsumierten dort ein paar weitere Kaltgetränke, bejubelten den deutschen Sieg mit einer Reihe anderer Deutscher und mit zwei Südafrikanern, während wir Menschen verscheuchten, die vor dem Fernseher stehenblieben (überhaupt fand ich es, gerade in der Markthalle, absolut faszinierend, wie viele Menschen sich aussuchen, an der möglichst schlechtesten Stelle im Weg stehen zu bleiben ...) und wanderten dann nach Hause, wo meine Ma, die zwischenzeitlich die Segel gestrichen und das Spiel im Bett geguckt hatte, mir nach endlicher Zeit die Tür öffnete ...

Heute müssen wir bis um 10 Uhr auschecken, werden unser Gepäck einschließen, noch ein bisschen Budapest erkunden und dann so gegen 16, 17 Uhr zum Flughafen aufbrechen. Einchecken konnte ich gestern bei Eurowings binnen zwei Minuten, ganz großes Lob, zumal wir Plätze nebeneinander haben, so mag ich das!

Fotos von gestern gibt es auch:

Markthalle 

Kettenbrücke

Rudasbad

Parlament

Blick zur Zitadelle


Samstag, 20. Juni 2026

"Isch it gange."

Jo, das war jetzt ganz kein großes Wunder, denn ein Mitglied unserer Reisegruppe wollte im Szimpla Kert den letzten Absacker mit der Zimmerkarte bezahlen ... Das ging halt nicht ...

Heute war irgendwie ein etwas komischer Tag: Es war heiß, und das merkten wir schon am Morgen. Willi, meine Ma und ich fanden uns wieder um kurz nach neun Uhr zusammen und frühstückten wieder in der gestern liebgewonnenen Frühstückskneipe. Wir wechselten allerdings unsere Gericht durch: Willi aß "meinen" Halloumi mit Hummus und Rührei, meine Ma aß eine Art englisches Frühstück und ich verspeiste Rührei mit Räucherlachs und Avacado. Das war, wie gestern, sehr lecker - und wie gestern kamen Diana und Thomas, als wir gerade fertig waren.

Wir fuhren mit der U-Bahn zum Széchenyi-Bad, guckten uns dort ein bisschen um und wanderten durch das Stadtwäldchen und die dortige Burg, ehe wir mit dem Bus - es war heiß und wir hatten Durst - und der Metro nach Újpest fuhren. Dort führte ich die Truppe erst im Seich herum, dann wurde fast gestreikt, weil ich sie zu den Donaukneipen führen wollte, man das aber beim besten Willen nicht sofort erkennt, aber als wir da ankamen, war einigermaßen Ruhe im Trupp.

Wir tranken viel Wasser (ehrlich!!) und ein bisschen Bier, fuhren später mit dem Uber zurück zur Metrostation (sonst wäre endgültig gestreikt worden) und machten dann ein bisschen Siesta ...

Am späten Nachmittag trafen wir uns zum dritten Mal in Folge in unserer Stammkneipe zum Abendessen, wieder war es im "Incognito" ganz hervorragend, und gegen 20 Uhr brachen wir auf, weil ich im Bistro des Rudas-Bades noch ein Bier trinken wollten, ehe es zum Nachtbaden ging.

Wir fuhren mit Straßenbahn und Bus, stiefelten zum Bistro, aber da war geschlossene Gesellschaft. Mist, schade! Wir fuhren eine Station zurück, entschieden uns dort gegen ein kurzes Bier und fuhren noch ein paar Stationen weiter zum Batthány tér, denn dort hatten wir einen grandiosen Blick aufs Parlament zur blauen Stunde. Danach fuhren wir zurück zum Rudasbad und stellten uns in die Schlange.

Wir kamen einigermaßen zügig rein, und während die Bademeister in den Budapester Bädern durchaus den Ruf haben, ein bisschen ruppig zu sein, schoss die Tante da echt den Vogel ab; die wies Diana und meiner Ma einfach eine Kabine und uns Männern eine weitere (einzige) Kabine zu. Was soll das? Ich mein, okay, wenn wir - wie früher - ein paar Euro zahlen würden, okay, aber bei fast 50 Euro finde selbst ich das echt unverschämt - und wenn ich Zeit habe, kriegt das Bad noch eine nicht ganz freundliche Mail, was das soll ...

Nach dem Scharmützel (und nach der Zuweisung weiterer Kabinen) zogen wir uns um, gingen erstmal in den modernen Teil, bevor ich - als Höhepunkt zum Schluss - das türkische Bad präsentierte. Hier blieben wir erstmal ein bisschen (meine Ma und ich die ganze Zeit), während danach die anderen drei Truppenteile auch mal das moderne Bad erkundeten (und schnell reumütig zurückkehrten ...).

Diana und Thomas gingen gegen 1 Uhr raus, wir anderen drei gegen 2 Uhr, die beiden waren in die Bumm-Bumm-Bar direkt neben dem Bad nicht hereingekommen, weil sie "Flipflops an hatten", dafür konnten sie beobachten, wie regelmäßig Kundinnen der Bar aus dem Etablissement herausgeführt werden, weil sie ein (oder fünf) Bier zuviel getrunken hatten ...

Wir waren (wieder) nüchtern, fuhren zum Szimpla Kert, unsere Etage wurde geräumt, kurz bevor wir Getränke kaufen konnten, wir kauften dann unten welche, fanden am Ende zusammen und wackelten nach dem zweiten Bier im Szimpla gemütlich zurück ins Hotel, wo wir um kurz nach vier Uhr ankamen ...

Schöner Tag, entspannter Tag, gute Nacht (es ist schon hell hier!) ...

Im Stadtwäldchen

Burg

In der Burg

Stadtwäldchen

Am Donauufer

Parlament

Szimpla 


Donnerstag, 18. Juni 2026

Im Zeichen des Parlaments

... stand der heutige Tag, denn irgendwie tänzelten wir gefühlt den ganzen Tag ums Parlament herum - und das war ein sehr gemütlicher Tag heute ...

Wir schliefen einigermaßen gut, ließen uns aber Zeit und waren um kurz nach neun Uhr unten. Willi winkte uns schon von der gegenüberliegenden Straßenseite aus dem Café, und zu dritt liefen wir in Richtung Oper, um dort unser Frühstück einzunehmen.

Das, meine Damen und Herren, war nicht ganz billig, aber sehr lecker. Willi und meine Ma aßen ein Croissant mit Avacado, Räucherlachs, pochiertem Ei und Sauce Hollandaise, während ich gegrillten Halloumi, Rührei, Hummus und Pitabrot verspeiste. Hervorragend!

Wir wollten gerade zahlen, als Diana und Thomas zu uns stießen, die tranken noch einen Kaffee, danach liefen wir zur Stephansbasilika (gingen aber nicht rein) und danach zum Parlament. Wir schauten uns diesen monumentalen Bau an und wanderten danach ans Donauufer, an dem gusseiserne Schuhe installiert sind, als Mahnmal für die von den ungarischen Pfeilkreuzlern, Kollaborateuren der Nazis, ermordeten Menschen, die vor ihrer Erschießung ihre (für die damalige Zeit) wertvollen Schuhe ausziehen mussten, ehe ihre Leichen in der Donau verschwanden ...

Wir fuhren mit der U-Bahn rüber auf die andere Donauseite (und beschlossen währenddessen, dass wir 2027 Porto machen ...) und guckten von meiner Stamm-aufs-Parlament-guck-Kneipe aufs Parlament. Dazu wurden natürlich Kaltgetränke konsumiert.

Von dort ging es - wieder zurück nach Pest - zur Station Astoria, von der wir ins jüdische Viertel und dort zunächst ins Szimpla Kert liefen. Das öffnete aber erst in einer halben Stunde, sodass wir uns den angrenzenden Street-Food-Court anschauten und auch kurz meine andere Stammkneipe in Budapest.

Um kurz nach 15 Uhr enterten wir das Szimpla Kert, die alte Ruinenkneipe, die inzwischen ziemlich Mainstream ist, aber da fühlten wir uns alle auf Anhieb wohl - auch hier wurden Kaltgetränke in dem vermeintliche versifften Innenhof des Szimpla Kert konsumiert, ehe wir mit einem kurzen Abstecher in die Fressmeile und zu den jüdischen Lokalitäten im jüdischen Viertel wieder zu unserer Kneipe von gestern Abend wanderten.

Wir wurden wieder begrüßt, uns wurde für die Wiederkehr gedankt, obwohl wir einen Truppenteil (Thomas) an den Barber Shop verloren hatten und selbiger Truppenteil erst eineinhalb Stunden später wieder auftauchte.

Das Abendessen war auch heute wieder ganz hervorragend, meine Ma verspeiste Tartar, aber auch die Ente, der Salat und das Hühnchen waren ebenso großartig wie mein erneut bestelltes Wels-Paprikasch ... Allerdings war auch der Banana Colada sehr lecker (auch wenn die anderen Truppenteile skeptisch blieben), und nach Konsum eines ungarischen Pálinka (pfui Deibel) marschierten wir zurück ins Hotel.

Jetzt gucke ich noch ein bisschen Fußball, morgen gucken wir mal, ob wir in die Synagoge in der Kazinczy-Straße kommen, genügend Kippot habe ich für uns drei Männer dabei ...

Das war ein entspannter, guter, wunderbarer Tag in Budapest - morgen Abend geht es ins Rudas-Bad zum Nachtbaden, das haben wir heute gebucht ...

Frühstück heute Morgen: Halloumi, Rührei, Hummus, Pita

Blick vom Frühstück auf die Kathedrale


Croissant mit Avacado, Räucherlachs, pochiertem Ei

Stephansbasilika

Parlament

Statue vor selbigem

Schuhe am Donauufer

Parlament von Buda aus

Szimpla Kert I

Szimpla Kert II

Signature-Dessert in der Abendessen-Gaststätte

Mittwoch, 17. Juni 2026

Das mit dem Bezahlen klappt nicht so richtig

..., weil sich die beiden Männer einfach über den Wunsch der Dame hinwegsetzen und eifrig hier einladen und dort Bargeld zusammenlegen, während sie mich total wuschig machen, wenn ich versuche, mit der App, die mir Aurelia (die übrigens eine ganz formidable Finanzministerin war, danke auch an dieser Stelle noch einmal!) in bzw. nach Belgrad empfohlen hat, die Zahlungen auseinanderzuhalten ...

Irgendwie werden wir uns aber am Ende wieder einig werden, das klappt in der Truppe (auch) immer ganz gut ...

Ich erwischte gestern den Anschluss in Freiburg gerade so eben noch und fuhr von Neustadt bis nach Lenzkirch, wo meine Ma mich abholte. Um 1 Uhr war ich im Bett, um 3 Uhr klingelte der Wecker, es war furchtbar.

Wir waren trotzdem einigermaßen pünktlich fertig, und um kurz nach 4 Uhr waren wir auf dem Weg nach Stuttgart. Thomas fuhr wunderbar, aber von hinten sah das für mich aus, als ob er rast wie ein Bekloppter, obwohl er ganz gemütlich mit 130, 140 auf der Autobahn fuhr - sehr komische Fehlwahrnehmung ...

Wir waren gegen 5.40 Uhr in Stuttgart, konnten gut parken, wanderten dann länger als erwartet zum Terminal und gingen durch die relativ leere Sicherheitskontrolle. Das war schlecht, denn so hatten die Leutchen dort Zeit, die Menschen zu belästigen.

Was mich immer irritiert, ist, wie unterschiedlich die Prozesse interpretiert werden, nicht nur innerhalb Deutschlands, sondern innerhalb der Kontrollen des Stuttgarter Flughafens. Dass die Powerbank überprüft wird, ist in Europa nach meiner Erinnerung noch nie vorgekommen, und dass mit den Sprays ist auch eher einmal so und ein anderes Mal anders ... Furchtbar!

Naja, wir kamen am Ende alle ungeschoren davon und tranken noch in der Flughafengastronomie ein mehr oder weniger morgendliches Getränk. Mit ausreichend Zeit machten wir uns zum Gate auf, an dem schon vorfristig geboardet wurde. Wir durften mit unserer Priority-Buchung (wir wollten ja ein Köfferchen mit dabei haben) überholen, aber das brachte uns nicht so wahnsinnig viel, denn viele Non-Priority-Leute waren schon in Richtung Flieger unterwegs.

Am Ende war das aber nicht schlimm, denn wir konnten unsere Köfferchen gut verstauen. Wir saßen zwar in der Nähe der jeweils anderen, aber kaum nebeneinander, aber das war für einen siebzigminütigen Flug auch wurscht.

Die Ankunft war natürlich im Schengen-Raum tiefenentspannt, ich kaufte den drei Reiseteilnehmern unter 65 ein Monatsticket (!!), weil das günstiger ist als ein 72-Stunden- und zwei 24-Stunden-Tickets, und die Reiseteilnehmer über 65 reisen ja kostenfrei.

Die Probe aufs Exempel wurde gleich beim Einstieg in den Bus gemacht, denn da wurde kontrolliert, und auch sonst wurde heute in Budapest mindestens dreimal eine Fahrkartenkontrolle durchgeführt; die überstanden wir natürlich immer gut, und kamen also nach Umsteigen in die Metro und Umsteigen in der Metro gut am Oktogon an.

Nun hatten wir natürlich unsere Köfferchen dabei und stolzierten daher zum Franz-Liszt-Platz. Im Café Vian wurde gefrühstückt und dann auch zu Mittag gegessen, dass leckeres ungarisches Dreher-Bier konsumiert wurde, gehört ins Reich der Legenden, aber wenigstens durfte ich da noch bezahlen und das in der App eintragen ...

Ich bekam eine Nachricht, dass wir um 14.15 Uhr einchecken könnten, das Haus und Treppenhaus erweckten - wie üblich - nicht den allerbesten ersten Eindruck, zumal da unten noch herzlich viel geraucht wurde vor der Tür, aber irgendwann kam die (junge) Chefin an und zeigte uns unsere zweckmäßig-schönen Apartments.

Wir machten uns kurz frisch und brachen dann um 15 Uhr auf: Wir fuhren auf die Margaretenbrücke, stiegen dort aus, machten über der Donau eine kurze Orientierung in Budapest, fuhren weiter zum Széll Kálmán tér, stiegen dort in den extra für uns bereitstehenden Bus hoch zur Fischerbastei ein und stiegen dort aus.

Da oben ist - wenig überraschend im Sommer - die Hölle los, aber ein paar Fotos von Parlament und Donau und Matthiaskirche konnten wir machen, ehe wir in der Gaststätte, die unter dem Namen eines britischen Starkochs firmiert, für teuer Geld ein paar Getränke konsumierten.

Wir liefen ein bisschen in Richtung Bushaltestelle, stiegen dort in den Bus runter in Richtung Kettenbrücke und stiegen dort am Clark Ádám tér aus. Wir schauten uns die Kettenbrücke kurz an (und einen Autounfall dort), dann ging es weiter über die Donau.

Ich hatte die Buslinien 210 und 216 verwechselt, also mussten wir in der Innenstadt noch einmal umsteigen, ehe wir am Heldenplatz landeten. Irgendwie war die Luft raus für heute, alle waren kaputt nach kurzem Schlaf, sodass wir nach kurzem Blick auf den Platz mit der Metro zurück zum Oktogon fuhren.

In der Menza wäre nur drinnen was frei gewesen, sodass wir mehr oder weniger zufällig eine andere Kneipe ansteuerten, die sich dann als 4,7 bei Google herausstellte.

Die hatten wieder catfish paprikash, also Wels-Paprikasch, auf der Karte, aber ich hatte wenig Hoffnung, dass sie es wirklich hatten, weil ich schon so oft in Budapest dieses blöde catfish paprikash bestellen wollte, es aber wirklich immer aus war. Daher war ich erst perplex und dann hocherfreut, als der Ober die Bestellung ohne negative Rückmeldung entgegennahm.

Ebenfalls hocherfreut war ich, als das Essen kam, das war nämlich richtig lecker. Insgesamt haben wir da sehr gut gegessen, mit riesigem Salade niçoise, mit Schweinenacken "nach Zigeuner Art", ich wäre nicht nur nicht überrascht, wenn wir da nochmal aufschlagen würden, ich wäre sogar überrascht, wenn wir da nicht nochmal aufschlagen würde ... Weißte Bescheid ...

Bier wollte ich keines mehr trinken, die Limo war lecker, aber süß, das Wasser war hilfreich, aber vernünftig konnte ich halt doch nicht, denn es gab Banana colada, und die war seeeeehr gut.

Danach war jetzt aber endgültigst die Luft raus, wir wackelten heim, selbst ich verweigerte mich dem Absacker, gucke jetzt aber noch Fußball und dusche in der Halbzeit noch, nachdem ich mich heute Morgen beim Rasieren halb skalpiert und zwischendurch auch schon geschwitzt und Sonnencreme appliziert hatte.

Morgen geht es frühestens um 9 Uhr weiter, da könnte ich doch tatsächlich fast acht Stunden Schlaf kriegen - gucken wir mal ...

Fotos gibt es auch ein paar ...

Orientierungsblick auf Parlament und Burg und so'n Fluss

Matthiaskirche

Blick aufs Parlament

Heldenplatz

Kettenbrücke

Banana Colada

Wels-Paprikasch