Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Samstag, 18. Juli 2026

İstanbul'a hoş geldiniz

Das ging in den letzten Tagen wie das Brezelbacken - erst Rom, jetzt Istanbul.

Ich war gestern auf der Fahrt aus Hannover in den Schwarzwald, als mir die Irland-Portugal-Reisegruppe für dieses Jahr abgesagt hat, weil wir terminlich leider nicht übereinander gekommen sind - ich kann halt ab Ende September wirklich nicht mehr gut zwei oder drei Urlaubstage nehmen. Wir haben das Ganze jetzt auf April 2027 (oder so) verschoben, das wird dann auch gut.

Meine Ma holte mich in Freiburg ab, weil ich sonst vier (!) Stunden hoch in den Schwarzwald gegondelt wäre, mit Schienenersatzverkehr, der nicht an die Zeiten der S-Bahn gekoppelt ist und so Gedöns - furchtbar!

Jetzt wäre ich dieses Jahr aber nicht mehr nach Istanbul gekommen, und das wäre ein inakzeptabler Zustand gewesen, also saß ich nach dem Begrüßungsbierchen am Küchentisch und dachte, dass ich doch einfach an dem angedachten ersten Wochenende im September nach Istanbul fliegen könnte, ein bisschen Fähre fahren, ein Simit und einen Fisch beim Hamsi essen ...

Wen wundert es, dass ich um 23.50 Uhr heute Nacht den Flug von Zürich nach Istanbul, um 23.52 Uhr den Flug von Istanbul nach Hannover und um 25 Sekunden nach Mitternacht das Hotel in Istanbul gebucht hatte? Keinen? Jo, dachte ich mir ...

Ich wohne im gleichen Hotel in Kadıköy, im asiatischen Teil, in dem ich schon mit meiner Ma einmal gewohnt hatte. Das ist insofern besonders praktisch, als dass ich nach dem Abflug am Freitag Abend, dem 4. September, um 20.45 Uhr in Zürich erst um 0.35 Uhr am Samstag Morgen in Istanbul (Sabiha Gökçen, dem asiatischen Flughafen) ankomme. Zwar fahren die Metros in den Wochenendnächten anscheinend durch, aber wenn ich in Europa wohnen würde, müsste ich noch über den Bosporus kommen. So kann ich von der Metrostation zum Hotel gehen und einchecken.

Der Rückflug nach Hannover geht am Sonntag Abend erst um 22.25 Uhr, und ich komme am Montag Morgen um 0.40 Uhr in Hannover an. Von da muss ich mir wahrscheinlich ein Uber nach Hause gönnen, aber hey, nach einem Wochenende in Istanbul wird das ja hoffentlich noch drin sein!

Das wird also die Entspannungsreise vor der Saison - ja, Istanbul ist Entspannungsreise (wirklich!), das weiß ich, sobald ich auf der Fähre sitze und rüber nach Europa gondle. Das wird wieder herrlich!

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Meine Ma und ich haben jetzt endlich die ausstehenden sechs (!) Länderplakate für Guyana, Burkina Faso, Tonga, Vanuatu, die Salomonen und die Cookinseln in meinem Arbeitszimmer im Schwarzwald aufgehängt. Dazu wird traditionell die Nationalhymne des jeweiligen Landes abgespielt, sobald das Plakat hängt - das ist immer ein ergreifender Moment. Höhö ...

Endlich hat man sie aufgehängt ...


Donnerstag, 16. Juli 2026

Benvenuti a Roma

... wird es am 15. Januar 2027 heißen, denn an diesem Freitag Abend landen meine Ma und ich um 23.30 Uhr am Flughafen Fiumicino. Wir werden mit dem Taxi ins Hotel fahren (müssen), weil da kein Zug mehr fährt, aber da werden wir am Ende keine Einwände haben, denn auch in den kommenden zwei Tagen werden wir den einen oder anderen Schritt durch Rom und in Richtung Vatikan machen, da darf es auch mal das Taxi sein abends.

Wir fliegen von Zürich, und dort um 21.55 Uhr ab, da sollte ich (auch im Winter) genug Zeit zum Arbeiten haben, bevor es losgeht.

Am Sonntag, dem 17. Januar, geht es um 19.40 Uhr zurück von Fiumicino, sodass wir um 21.20 Uhr in Zürich landen; da haben wir noch den Vormittag und können ganz, ganz, ganz gemütlich zu Mittag essen in Rom, ehe es zurück zum Flughafen geht.

Es ist mehr als elf Jahre her, dass ich zuletzt (mit Janine) in Rom und insbesondere im Vatikan war, damals - im Hochsommer 2015 - war es brutal heiß (und trotzdem voll), diesmal wird es hoffentlich kühler und leerer sein. Ach Leute, ich freue mich schon jetzt auf diese Belohnungsreise nach dem mit großer Wahrscheinlichkeit auch wieder total entspannten Winter - das wird gut ...

Und meine Ma und ich werden binnen weniger Wochen wichtige Sehenswürdigkeiten zweier mediterraner Hochzivilisationen besuchen, das wird sogar ein kulturell anspruchsvoller Winter!

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Ich bin zu dieser frühen Stunde wach, weil ich gestern semi-spontan zu den Freunden in Halle gefahren bin, um mit denen Fußball zu gucken. Der Älteste (den Leserinnen und Lesern bekannt als "der Bub") ist ja schon in Ungarn - und war virtuell per WhatsApp dabei (der hat nämlich den Spielausgang richtig getippt und ist fast uneinholbar vorne im Tippspiel) - und die beiden anderen Kinder waren schon im Bett, als ich kam, und noch im Bett, als ich eben wie die Sau vom Trog wegging, aber mit den Eltern kann man auch Spaß haben - den hatte zwar nur die Mutter, weil sie in Unterstützung ihres tippenden Sohnes versuchte, für Argentinien zu sein, aber irgendwie waren wir alle eigentlich für England.

Geholfen hat es bekanntlich nix, und das Finale werde ich emotional boykottieren und hoffe auf einen Abbruch des Elfmeterschießens wegen erwiesener Unfähigkeit ...

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Bessere Nachrichten gab es gestern (bzw. eigentlich vorgestern) aus einem britischen Territorium: Gibraltar ist ja seit gestern - zwar nicht offiziell, aber for all intents and purposes - Teil des Schengenraumes. Zwischen Gibraltar und La Línea gibt es keine Grenzkontrollen mehr (die waren ja für EU-Bürger schon letztes Jahr eher oberflächlich) - und hoffen wir, dass es weder in Gibraltar noch in Spanien so bald jemanden wie Alexander Dobrindt gibt, der Europa um jeden Preis kaputtmachen will ...

Mit diesen guten Nachrichten wünsche ich einen schönen Tag - und werde spätestens nächsten Dienstag aus Budapest berichten ...

Sonntag, 12. Juli 2026

Wenig berichtet

... habe ich in den vergangenen drei Wochen, das hatte diverse Gründe, aber einer davon war, dass weder die Reisen noch die Reiseplanungen so waaaaaahnsinnig spannend waren.

Da schon vereinzelt Nachfragen einer treuen Leserin gekommen sind, wollte ich die zwei kleinen Reisen, die ich unternommen haben, um die Zwei-Wochen-Serie nicht zu reißen (die läuft heute seit drei Jahren und 200 Tagen), und ein bisschen drumherum auch erzählen.

Das Spannendste aber ist, dass die Bahn immer wieder den Vogel abschießt: Ich hatte ja am 31. Mai in Leipzig meine Bahncard 100 gekauft (und bezahlt!) und auch eine vorläufige BC100 bekommen. Normalerweise dauerte es immer so sieben bis zehn Tage, bis die Plastikkarte bei mir eintrudelte. Dieses Mal kam und kam sie nicht, sodass ich Ende Juni dann doch mal nachfragte, was da los sei. Jo, es stellte sich heraus, dass wohl der Druckauftrag nicht ausgelöst worden sei, was an sich schon unfassbar ist.

Inzwischen ist die BC100 wenigstens angekommen (zwar im Schwarzwald und nicht wie erbeten in Hannover), und auch das Deutschlandticket war wenige Stunden vor Beginn des neuen Monats auf meinem Handy, aber ich habe halt zunehmend das Gefühl, dass es bei der Bahn nicht nur nicht besser, sondern wirklich immer schlimmer wird ...

Achso, ja, nach den Arbeitstagen Ende Juni fuhr ich dann in den Schwarzwald, und weil ein Baum umgestürzt war, standen wir in Offenburg. Nach zwei Stunden stellte die Bahn fest, dass auch die Oberleitung in Mitleidenschaft gezogen worden war, sodass die Strecke gesperrt blieb. Wir wurden noch bis Lahr kutschiert, und von dort fuhr für zwei ICE-Ladungen, also 300 oder 400 Menschen, genau ein Schienenersatzverkehr-Bus. Die Bahn traute sich dann noch nicht einmal, einen Mitarbeiter mit der schlechten Botschaft hinzustellen, sondern schickte die Bundespolizei vor. Glücklicherweise war mein Mamataxi bereit, die 100 Kilometer nach Lahr zu fahren (mitten in der Nacht!) und mich dort abzuholen - unglaublich ...

Am Samstag waren wir schön zum Mittagessen und fuhren dann noch kurz zum Wiizemersteg, damit ich die Uhr neu starten konnte. Die Stoffhündin von der Arbeit, deren Rasse ich nunmehr als Mops identifiziert zu haben glaube, war natürlich auch dabei und durfte über den Datenschutz in der Schweiz berichten. 

Am Sonntag, dem 28. Juni, fuhr ich dann wieder zurück nach Hannover, verfolgte das Spiel gegen Paraguay im Waterloo-Biergarten (selten habe ich danach mehrere tausend Menschen so ruhig erlebt) und verbrachte letztes Wochenende dann bei einem Ex-Kollegen und dessen Familie in der Gegend zwischen Koblenz und Wiesbaden.

Ich hätte den beiden fast kurzfristig abgesagt, weil ich mal ein ruhiges Wochenende brauchte, aber das bekam ich dort auch, mit Herumlungern auf der Couch, gutem Essen und Trinken und einem Einblick in deren Familienleben ...

Die vergangene Arbeitswoche verbrachte ich großteils in Hannover, am Donnerstag Abend fuhr ich nach Essen, übernachtete und arbeitete dort am Freitag und war am Abend bei einem Kollegen (nein, nicht dem weiteren Kollegen) und seiner Familie, um die mal kennenzulernen. Auch das war sehr schön, aber ich muss gestehen, dass ich nach der samstäglichen Ausfahrt nach Venlo (mit Mops-Bild ...) und der fast zweistündigen Verspätung des Zuges sehr glücklich war, ins Bett zu kommen, auch wenn ich dadurch die beiden letzten WM-Viertelfinals verpasste ...

Heute habe ich nun einen sehr ruhigen Tag gemacht (achso, nein, ich habe noch die Entschädigung von Eurowings für den annullierten Flug angefordert, mal gucken, was das gibt), war eben noch ein bisschen spazieren und gehe jetzt gleich ins Bett ...

Gerade eben unterwegs in Hannover

Venlo gestern

Die Leine in Hannover in dieser Woche

Der Wiizemersteg, jetzt mit Hund 

Und der Zugang zum Wiizemersteg

Montag, 22. Juni 2026

Sehr müde

... waren wir alle im Auto heute, denn die Nacht war doch relativ kurz - auch weil meine Ma und ich nicht wirklich geschlafen hatten.

Wir hatten uns entschieden, so oder so ein Uber zum Flughafen zu nehmen, das fuhr uns auch in einer guten halben Stunde zum Flughafen, wo wir natürlich viel zu früh waren, zumal noch nix los war. Dafür konnte ich noch ein bisschen arbeiten, wenn ich schon unerwartet heute einen Urlaubstag opferte.

Als es Zeit fürs Boarding war, liefen wir in Richtung der Busgates und okkupierten unsere Plätze im Flieger. Wieder dauerte der Flug nur 70 Minuten, wieder guckte ich eine Folge meiner Serie.

In Stuttgart machte die Bundespolizei (bzw. der Dobrindt) Europa wieder kaputt - die Älteren unter den Leserinnen und Lesern werden sich noch daran erinnern, wie schön es war, als es das Schengener Abkommen noch gab. Der Bundespolizist war auch noch so dreist, auf meinen entsprechenden Kommentar zu behaupten, "ab und zu" sei eine Grenzkontrolle notwendig - so ein grandioses ... Menschenkind, unfassbar ...

Wir machten die halbe Tageswanderung zurück zu unserem Auto, mussten für die zwölf Stunden Verzögerung 28 Euro (in Worten: achtundzwanzig!) nachzahlen, die kriegt Eurowings auch in Rechnung gestellt, mal gucken, ob wir da eine Erstattung bekommen ...

Die Heimfahrt war ereignislos, und meine Ma und ich waren sehr froh, zu Hause zu sein.

Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hannover, das WLAN im Zug ist mal wieder totale Katastrophe, ich freue mich jetzt sehr aufs Bett und dann eine fast normale Arbeitswoche ...

Ein Fazit gibt es dann irgendwann Ende der Woche. Glaube ich. Hoffe ich.

In einem Monat geht es wieder nach Budapest, dann alleine, das wird auch gut werden, glaube ich ...

Sonntag, 21. Juni 2026

Alles umgeschmissen

... hat unsere gestern noch so gelobte Fluggesellschaft, denn unser Flug um 20.50 Uhr wurde etwas über drei Stunden vorher storniert. Grund ist wohl, dass in Stuttgart heute Morgen unbefugt (ohne Bordkarte) in den Sicherheitsbereich gelangt war (allerdings nicht unkontrolliert) und die Bundespolizei deswegen mal wieder verrückt gespielt hat. Jetzt fliegen wir morgen früh um 8.20 Uhr im zweiten Versuch dann (hoffentlich) wirklich zurück - gucken wir mal, was das wird ...

Ansonsten war das heute ein chilliger Tag - es war heiß, ich war fertig von den letzten Tagen, mein Kreislauf machte nicht einhundertprozentig das, was er sollte ...

Wir checkten aus, stellten unser Gepäck in Schließfächer (es passte gerade so in zwei Schließfächer, billig waren auch die nicht) und frühstückten in unserer üblichen Frühstückskneipe. Danach liefen wir ins jüdische Viertel, guckten uns nach ein bisschen Hin und Her die Synagoge in der Kazinczy-Straße an (die mich zwar immer noch ein bisschen, aber nicht mehr ganz vom Hocker gehauen hat). Die 16 Euro Eintritt waren gering im Vergleich zu den beiden anderen Synagogen dort - da zahlt man mehr als 40 Euro Eintritt .... Die spinnen zunehmend in Budapest, alle miteinander!

Wir tranken in der ersten Kneipe am Franz-Liszt-Platz unser Mittagessen, machten dann noch einen kleinen Ausflug durch das sogenannte Palastviertel und fuhren von dort mit der U-Bahn zurück zum Nyugati-Bahnhof. Wir nahmen noch ein Getränk auf der Margareteninsel ein und mussten uns dann bei drohendem Gewitter sputen, pünktlich zum Schließfach zurückzukommen - ich hatte nämlich wahrscheinlich eine Stunde zu wenig gemietet ...

Das klappte gerade noch so, ein weiteres Getränk wurde eingenommen und im Aufbruch bekam ich die Info, dass sie unseren Flug storniert hatten. Wir fuhren trotzdem erstmal in Richtung Flughafen, ich bekam unterwegs die Nachricht, dass sie uns auf den Flug morgen früh umgebucht haben, woraufhin wir ausstiegen. Ich telefonierte mit Eurowings und der Buchungsseite, bekam dann eine E-Mail, dass wir in ein Hotel auf der Margareteninsel einchecken könnten, und mit dem von der Fluggesellschaft gestellten Uber fuhren wir dorthin.

Jetzt haben wir eben vom Buffet zu Abend gegessen, das reichen wir auch bei der Fluggesellschaft ein, mal gucken, was die dazu sagen, und morgen früh fahren wir mit dem Uber zum Flughafen. Das Parkhaus in Stuttgart überziehen wir natürlich jetzt auch, das müssen wir dann morgen ebenfalls nachzahlen.

Das ist alles ein bisschen mistig, zum Glück sind mein Chef und meine Kollegin flexibel, sodass das zumindest bei mir auf der Arbeit zu klappen scheint (danke dafür!), notfalls auf Kosten eines weiteren Urlaubstages.

Morgen Abend geht es hoffentlich so oder so nach Hannover, dann kommt auch ein ausführlicheres Fazit; jetzt erstmal noch ein paar Fotos ...

Im Palastviertel

Rumbach-Synagoge

Kazinczy-Synagoge

... von innen

Tora-Schrein

Ein später Sieg

... war das gestern, nicht nur in Bezug auf die Spielzeit, sondern auch auf die Uhrzeit, und deswegen ist der Blog gestern hintenrunter gefallen.

Meine Ma und ich schliefen nach der späten Heimkehr vorgestern Nacht ein kleines bisschen aus, danach trafen wir uns zum Frühstück in dem Eckcafé gegenüber. Nach dem Frühstück fuhren wir mit Straßenbahn und Metro zur Großen Markthalle, in der ich bisher - in etlichen Monaten Budapest-Erfahrung, die ich habe - noch nie gewesen war.

Das, meine Damen und Herren, war ein Fehler, denn die Markthalle ist schon sehr hübsch, wenn auch - gerade am Samstag - gerammelt voll. Wir guckten uns die Haupthalle an, dann die eher leere Fisch-und-Wild-Abteilung im Untergeschoss und schoben uns dann durch die obere Etage mit den Fressständen. Da war es mir aber zu voll, sodass wir nach vielleicht einer Stunde Reißaus nahmen.

Entlang der Donau ging es in großer Hitze in Richtung der Donaurundfahrten, und irgendwie kriegten wir uns da so überhaupt gar nicht ausgekäst, auch weil ich lange in der Sonne stand ... Am Ende nahmen wir die (kurze) Rundfahrt um 14 Uhr und schipperten eine Dreiviertelstunde in Richtung Margareteninsel, drehten dort, fuhren bis zur Petőfibrücke, drehten wieder und legten dann wieder an - das war schön, das war eine gute Zeit, zumal wir einigermaßen im Schatten (wenn auch in der Hitze des Klimaanlagenauslasses) saßen, ob das die 14 Euro wert war, weiß ich nicht ganz genau, aber leider gibt es die öffentliche Fähre nicht mehr ...

Nun ging es in Richtung Innenstadt, und wir ließen uns im Hard Rock Café nieder, weil uns das einfach in die Quere kam und jeder Durst hatte. Nach dem Konsum von Kaltgetränken dort marschierten wir zur Endhaltestelle der Metro 1, fuhren bis zum Oktogon, ein Teil der Truppe machte sich frisch, ein anderer Teil setzte sich schon wieder in unser Stammlokal, und wieder aßen wir sehr gut ...

Nach dem Essen zogen wir um ins Irish Pub, konsumierten dort ein paar weitere Kaltgetränke, bejubelten den deutschen Sieg mit einer Reihe anderer Deutscher und mit zwei Südafrikanern, während wir Menschen verscheuchten, die vor dem Fernseher stehenblieben (überhaupt fand ich es, gerade in der Markthalle, absolut faszinierend, wie viele Menschen sich aussuchen, an der möglichst schlechtesten Stelle im Weg stehen zu bleiben ...) und wanderten dann nach Hause, wo meine Ma, die zwischenzeitlich die Segel gestrichen und das Spiel im Bett geguckt hatte, mir nach endlicher Zeit die Tür öffnete ...

Heute müssen wir bis um 10 Uhr auschecken, werden unser Gepäck einschließen, noch ein bisschen Budapest erkunden und dann so gegen 16, 17 Uhr zum Flughafen aufbrechen. Einchecken konnte ich gestern bei Eurowings binnen zwei Minuten, ganz großes Lob, zumal wir Plätze nebeneinander haben, so mag ich das!

Fotos von gestern gibt es auch:

Markthalle 

Kettenbrücke

Rudasbad

Parlament

Blick zur Zitadelle


Samstag, 20. Juni 2026

"Isch it gange."

Jo, das war jetzt ganz kein großes Wunder, denn ein Mitglied unserer Reisegruppe wollte im Szimpla Kert den letzten Absacker mit der Zimmerkarte bezahlen ... Das ging halt nicht ...

Heute war irgendwie ein etwas komischer Tag: Es war heiß, und das merkten wir schon am Morgen. Willi, meine Ma und ich fanden uns wieder um kurz nach neun Uhr zusammen und frühstückten wieder in der gestern liebgewonnenen Frühstückskneipe. Wir wechselten allerdings unsere Gericht durch: Willi aß "meinen" Halloumi mit Hummus und Rührei, meine Ma aß eine Art englisches Frühstück und ich verspeiste Rührei mit Räucherlachs und Avacado. Das war, wie gestern, sehr lecker - und wie gestern kamen Diana und Thomas, als wir gerade fertig waren.

Wir fuhren mit der U-Bahn zum Széchenyi-Bad, guckten uns dort ein bisschen um und wanderten durch das Stadtwäldchen und die dortige Burg, ehe wir mit dem Bus - es war heiß und wir hatten Durst - und der Metro nach Újpest fuhren. Dort führte ich die Truppe erst im Seich herum, dann wurde fast gestreikt, weil ich sie zu den Donaukneipen führen wollte, man das aber beim besten Willen nicht sofort erkennt, aber als wir da ankamen, war einigermaßen Ruhe im Trupp.

Wir tranken viel Wasser (ehrlich!!) und ein bisschen Bier, fuhren später mit dem Uber zurück zur Metrostation (sonst wäre endgültig gestreikt worden) und machten dann ein bisschen Siesta ...

Am späten Nachmittag trafen wir uns zum dritten Mal in Folge in unserer Stammkneipe zum Abendessen, wieder war es im "Incognito" ganz hervorragend, und gegen 20 Uhr brachen wir auf, weil ich im Bistro des Rudas-Bades noch ein Bier trinken wollten, ehe es zum Nachtbaden ging.

Wir fuhren mit Straßenbahn und Bus, stiefelten zum Bistro, aber da war geschlossene Gesellschaft. Mist, schade! Wir fuhren eine Station zurück, entschieden uns dort gegen ein kurzes Bier und fuhren noch ein paar Stationen weiter zum Batthány tér, denn dort hatten wir einen grandiosen Blick aufs Parlament zur blauen Stunde. Danach fuhren wir zurück zum Rudasbad und stellten uns in die Schlange.

Wir kamen einigermaßen zügig rein, und während die Bademeister in den Budapester Bädern durchaus den Ruf haben, ein bisschen ruppig zu sein, schoss die Tante da echt den Vogel ab; die wies Diana und meiner Ma einfach eine Kabine und uns Männern eine weitere (einzige) Kabine zu. Was soll das? Ich mein, okay, wenn wir - wie früher - ein paar Euro zahlen würden, okay, aber bei fast 50 Euro finde selbst ich das echt unverschämt - und wenn ich Zeit habe, kriegt das Bad noch eine nicht ganz freundliche Mail, was das soll ...

Nach dem Scharmützel (und nach der Zuweisung weiterer Kabinen) zogen wir uns um, gingen erstmal in den modernen Teil, bevor ich - als Höhepunkt zum Schluss - das türkische Bad präsentierte. Hier blieben wir erstmal ein bisschen (meine Ma und ich die ganze Zeit), während danach die anderen drei Truppenteile auch mal das moderne Bad erkundeten (und schnell reumütig zurückkehrten ...).

Diana und Thomas gingen gegen 1 Uhr raus, wir anderen drei gegen 2 Uhr, die beiden waren in die Bumm-Bumm-Bar direkt neben dem Bad nicht hereingekommen, weil sie "Flipflops an hatten", dafür konnten sie beobachten, wie regelmäßig Kundinnen der Bar aus dem Etablissement herausgeführt werden, weil sie ein (oder fünf) Bier zuviel getrunken hatten ...

Wir waren (wieder) nüchtern, fuhren zum Szimpla Kert, unsere Etage wurde geräumt, kurz bevor wir Getränke kaufen konnten, wir kauften dann unten welche, fanden am Ende zusammen und wackelten nach dem zweiten Bier im Szimpla gemütlich zurück ins Hotel, wo wir um kurz nach vier Uhr ankamen ...

Schöner Tag, entspannter Tag, gute Nacht (es ist schon hell hier!) ...

Im Stadtwäldchen

Burg

In der Burg

Stadtwäldchen

Am Donauufer

Parlament

Szimpla