Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Sonntag, 3. Mai 2026

Der Koffer war da!

Das ist ja in diesen Tagen fast eine Sensation, gerade nach einem Umstieg, egal ob lang oder kurz ... Es dauerte ein wenig, bis der Koffer da war (ich war zwischendurch auch dringlich auf der Toilette, nachdem ich im Flieger zumindest einigermaßen hydriert geblieben bin, aber aufgrund meines Fensterplatzes wieder nicht aufgestanden war ...), aber dann war er da ...

Fangen wir aber auch heute mal wieder am Anfang an, und der Anfang war der Flug. (Man beachte auch den eigenständigen Eintrag zu Shanghai, den ich gestern am Flughafen geschrieben habe, aber - in China - halt nicht hochladen konnte.)

Heute hatte ich kein Glück, und ein Ehepaar saß neben mir. Der Steward brachte ihr auf dem Mittelsitz zwar ein Kärtchen, auf dem ihr Platz und ein Platz in der Business Class und ein Pfeil dazwischen standen, aber sie blieb sitzen. Das war in Ordnung, ich war nur ein wenig neidisch, weil die beiden schlafen konnten wie Babys, während ich mich daneben hin- und herwarf und erst ganz am Schluss, als ich eigentlich schon wach bleiben wollte, noch ein Stündchen pennte. Nunja, ich hatte erstens in gewisser Weise vorgeschlafen und zweitens keinen Stoffpanda (dabei), an den ich mich kuscheln konnte ...

Ansonsten war der Flug recht entspannt (Start 0.25 Uhr chinesischer Zeit, Äquatorüberquerung um 8.01 papua-neuguineischer Zeit, Landung um 15.16 Uhr), ich surfte im Internet, weil ich ein kostenloses Trial erwischt hatte, allerdings natürlich nur auf den Seiten, die der chinesische Staat zulässt: Kicker und T-Online (!) gingen, der Rest wie gestern beschrieben nicht ... Aber besser als nix, würde ich sagen ...

Die Einreise ging seeeeeehr schnell (so schnell bin ich in Deutschland selten eingereist, das ging hier auch am Automaten und es war nix los ...), auch die Biosicherheits-Kontrolle ging sehr fix, ich bekam auch den ganz besonders unbedenklichen Stempel (Grüße nach Wiesbaden!), wartete dann länger am Kofferband, ging durch die Unbedenklichen-Schlange, an der trotzdem nochmal (alle!) vom Hund beschnuppert wurden, und war in Neuseeland eingereist. Juchhe!

Den Bus zu meinem Hotel fand ich gut, nur hatte ich gerade den Bus verpasst, sodass ich in der halben Stunde, in der ich wartete, noch den Blogeintrag zu Shanghai hochlud und mit dem Reisebüro klärte, dass ich von Vanuatu nach Neuseeland, wenn ich auf den Salomonen und in Australien umsteigen muss, tatsächlich mein Gepäck durchgecheckt bekomme (das war mir nicht ganz klar, weil ich erst jetzt gesehen hatte, dass ich da zwei Buchungscodes, aber zum Glück nur ein E-Ticket hatte; auch bei Solomon Airlines steht meine gesamte Relation, das müsste passen). Ich werde trotzdem nur relativ kleines Gepäck mitnehmen (das ich gerne aufgebe), weil ich nicht überrascht wäre, wenn gerade auf der letzten Strecke mit zwei knappen Umstiegen was schiefgehen würde; den Koffer lasse ich hier im Hotel stehen, das kostet zwar 2,50 Euro am Tag, aber das ist es mir durchaus wert.

Die Busfahrt zum Hotel ging auch fix, ich checkte problemlos ein, packte im Zimmer schonmal um und sitze jetzt bei meinem zweiten (leckeren) IPA, nachdem ich eben Fish & Chips verspeist hatte; die Preisgestaltung hier ist auch etwas komisch, das Essen kostete 15 Euro, das Bier kostet 9 Euro (hust!), aber heute ist mir das wurscht (und sonst ja auch meist) ...

Morgen klingelt um 3.30 Uhr der Wecker, um 4.35 Uhr fährt der Bus; um 6.55 Uhr (20.55 Uhr deutscher Zeit am Sonntag) fliege ich hier in Auckland ab, um 10.45 Uhr (23.45 Uhr deutscher Zeit am Sonntag) lande ich in Nuku'alofa in meinem 169. Land ... Die Abholung funktioniert jetzt auch, alles bestens ...

Fotos gibt's heute nicht viele ...

Anflug auf Neuseeland I

Anflug auf Neuseeland II

Hochverdientes Bierchen

Vieles anders

2. Mai, 22.52 Uhr Ortszeit, am Gate für den Flug nach Auckland (konnte ich aber gerade eben erst hochladen, bin soeben in Auckland gelandet; Blog dafür folgt ...)

… machen sie hier in China, manches ist gleich gut wie im Westen, manches besser (die Metro ist klasse und günstig - ich habe 2,25 Euro für eine Tageskarte bezahlt heute), manches ist weniger gut - die "Great Firewall of China", die große Internetsperre, macht mir zu schaffen, denn nicht nur der Spiegel und der Guardian sind gesperrt, sondern auch Google - und ohne Google ist vieles schwierig in meinem Alltag. Für Google Maps habe ich einen akzeptablen Ersatz gefunden (auch wenn ich da keine Karten speichern kann, aber die wichtigsten Kartenteile waren auch so verfügbar), bezahlen kann ich mehr oder weniger gut mit der WeChatPay-App (nur brauche ich dafür Internet, weil ich manchmal den Kauf mit einer PIN bestätigen muss, und wenn ich kein Internet habe, ist das schwierig; WLAN kriegt man hier auch nicht an jeder Ecke, und wenn, dann ist es - insbesondere für die westlichen Seiten - brutal langsam) oder öfter auch mit der normalen Kreditkarte. WhatsApp funktioniert wider Erwarten doch, aber nur mit Text und auch da - gefühlt - nur nach Prüfung, ob die Nachricht für China akzeptabel ist …

So, fangen wir aber mal am Anfang an: Ich war gerade in den Flieger eingestiegen, als der Mensch auf dem C-Platz neben mir seinen Platz einnehmen wollte; ich bedeutete ihm, mich reinzulassen - joa, und dann kam keiner mehr. Ich konnte mein Glück kaum fassen, aber wir hatten für den zehneinhalbstündigen Flug (Start um 14.44 Uhr, Landung um 7.19 Uhr - 1.19 Uhr deutscher Zeit) einen freien Mittelplatz - herrlich!

Ich schlief gerade am Anfang relativ viel (dafür ist ein Fensterplatz ja schon gut …), guckte den ersten Teil von Zootopia (den zweiten hatte ich vor Wochen schon in einem anderen Flieger gesehen) und einen chinesischen Science-Fiction-Film, und alles in allem verging der Flug - es war über Schweden, Russland und die Mongolei gegangen - recht schnell. Ich saß direkt am Flügel und hatte daher beim Landeanflug nicht den allerbesten Blick, aber das war nicht schlimm, weil wir ja die Nacht durchflogen.

Die Einreise hier am modernen Shanghaier Flughafen (vor ziemlich genau 25 Jahren war ich zuerst hier gewesen) war problemlos; der Erwerb der Tageskarte für die Metro nicht ganz: Ich hatte zuerst die Servicestation übersehen und wollte was am Automaten kaufen, da wollte mir auch einer helfen, aber das klappte nicht, aber er wies mir den Weg zur Servicestation. Da bekam ich - ich versuchte es mit WeChatPay - tatsächlich meine Tageskarte, ging durch die (oberflächliche) Sicherheitskontrolle und fuhr - eine halbe Stunde, anfangs überirdisch, bald aber unterirdisch - bis zur Station Tangzhen, denn da war mein Hotel.

Ich suchte meinen Ausgang, kam ans Tageslicht und war irgendwie irritiert, denn das wirkte hier so gar nicht wie China in meiner Vorstellung. Ja, okay, da waren sehr viele Menschen offenkundig ostasiatischer Abstammung und alles war auf Chinesisch beschildert, aber sonst hätte das auch ein Viertel irgendwo in Europa sein können: Nix von engen Gässchen, aber in dem Viertel auch nicht riesige Hochhäuser, sondern ganz normal mit Essensläden an der Metro, ein Basketballplatz war auch da, ich lief über eine kleine Brücke und sah schon mein Hotel.

Ich kam an, streckte denen meine Übersetzungsapp entgegen, die Tante sprach aber ganz gut Englisch, ich konnte sogar schon ins Zimmer, um 9 Uhr! Das ließ ich mir nicht zweimal sagen, ging hoch - großes Zimmer, großes Bett, schönes Bad, was will ich mehr? Ich putzte erstmal die Zähne und brach dann aber in die Stadt auf.

An der Metrostation bekam ich eine Fehlermeldung angezeigt, ich solle zur Servicestation gehen, aber die gab es da nicht. Irgendwann sah ein Wachmann, dass ich da wie Falschgeld in der Gegend rumstand, nahm mich mit an das Drehkreuz, bedeutete mir - wortlos -, die Karte draufzulegen, wieder kam die Fehlermeldung, aber er zeigte auf das grüne Licht und meinte, ich solle einfach durchgehen. Jo, das klappte auch, na dann … (Heute Abend funktionierte das übrigens auch an der Stelle problemlos.)

Jetzt wurde die Metro in Richtung Innenstadt voll, ich entschied mich einigermaßen spontan, an der Kreuzungsstation Lujiazui aus der Linie 2 in die Linie 14 umzusteigen (weite Wege!) und kam schließlich an der Yuyuan Garden Station raus. Hier sieht es aus, wie man sich China vorstellt, dementsprechend sind hier unfassbar viele Touristen unterwegs (hauptsächlich übrigens chinesische), hier ist es eng, hier ist die berühmte Zickzackbrücke, die ich - glaube ich - jedes Mal in Shanghai besuche. Dieses Viertel ist halt echt schön, war mir aber viel zu voll, und außerdem wollte ich noch Fähre fahren und was essen.

Die berühmte Xiaolongbao-Gaststätte (für diese Teigtaschen) ist so beliebt, dass sie da zum Anstehen Sitzbänke eingerichtet haben, das war mir aber immer noch zu voll, sodass ich durch den schönen Gucheng-Park (irgendwie war Blütenfest gerade, vielleicht war deswegen besonders voll) in Richtung Bund schlenderte. Den Ausblick auf die Hochhäuser drüben in Pudong genoss ich auch dieses Mal, aber auf die Fähre rüber nach Pudong - die ich eigentlich vorhatte - wollte ich doch nicht, weil da eine riesengroße Schlange war - die Fähre kostet halt auch nur 2 Yuan, also 25 Cent, und schön soll es da auch sein, dementsprechend voll ist es eben.

Stattdessen lief ich den Bund hoch und bog dann ins alte Kolonialviertel ab (auch wunderbare Bauten, auch hier denkst du nicht, dass du in Shanghai bist) und stieg an der Nanjing Road (East) in die Metro. Ich fuhr nur eine Station bis zur Umstiegsstation von eben, fand mit Mühe die Kette, zu der ich wollte - die haben auch Xiaolongbao, die werden auch hochgerühmt, hier kamen auch viele Chinesen hin (und kaum Ausländer), aber hier war etwas leerer. Die Karte war auf Englisch, und die Bedienungen sprach es auch ein bisschen, und ich probierte mich mal durch die Karte durch: Ich aß Xiaolongbao mit Schwein (das sind die üblichen), auch welche mit Trüffel (auch sehr lecker) und dann noch welche mit Schwein und "hairy crab meat", die waren nicht ganz billig (75 Yuan, über neun Euro für sechs Stück), aber die waren sehr, sehr lecker. Dazu futterte ich noch Schweine-Spare Ribs und stellte fest, dass man bei denen das, was die Chinesen bei Garnelen machen (ungeschält rin in den Mund und dann die Schalen wieder ausspucken), auch machen muss. Den ersten Knochen zerkaute ich noch, bis ich die Bruchteile rausnahm, dann entfernte ich mit Zunge und Zähnen die Fleischteile vom Knochen und nahm den Knochen wieder raus aus dem Mund, und die Knorpel zerkaute ich einfach so - lecker war's, insbesondere, nachdem ich herausgefunden hatte, wie's geht, aber die Xiaolongbao sind noch besser …

Beim Bezahlen ging das mit der WeChatPay schief, weil ich eben offline war und nicht die PIN eingeben konnte, am Ende zahlte ich mit Kreditkarte - und bekam das auch wirklich nicht doppelt abgebucht … Passte alles, aber ohne Internet war ich da aufgeschmissen, auch weil das WLAN des Einkaufszentrums mir keine PIN ausspuckte, nachdem ich meine Telefonnummer eingegeben hatte. Jetzt kam aber der Mann mit dem Hammer (die zwei Tsingtao-Biere werden meinen Standort verraten haben) und ich fuhr zurück zum Hotel. Ich duschte nicht einmal, sondern fiel gleich ins Bett und schlief mehr oder weniger gut bis 20.30 Uhr durch, als mein Wecker ging.

Ich duschte (herrrrrrrlich!), packte meinen Rucksack zusammen, checkte aus (die Rezeptionistin war etwas überrascht, dass ich um 21 Uhr auschecken wollte …) und lief wieder zu meiner Metrostation. Es ging wieder eine halbe Stunde zurück zum Flughafen, dort ging es in die Sprengstoffkontrolle (immer ein paar Leute werden gesammelt, allen wird am Körper und am Gepäck was abgestrichen, dann muss man kurz warten, und wenn alles gut ist, dürfen alle weiter …). Ausreise und Sicherheitskontrolle waren problemlos, mit der Bahn ging es zum Satelliten und jetzt sitze ich hier am Gate - gleich wird geboardet …

Das war ein wunderbarer Tagestrip in Shanghai mit gutem Essen, einem wunderbaren Hotel, sehr angenehmen Metrofahrten. Dieses Herumgerotze auf der Straße gibt es fast nicht mehr, Masken tragen auch nicht mehr viele Menschen, mit Englisch kommt man einigermaßen weit (mein Chinesisch ist ja wirklich nicht gut, war es nie, und es ist noch schlechter geworden, bis auf xiexie - danke - kriege ich nicht viel vernünftig hin …), das gefällt mir hier, gerade weil es sich - trotz der Andersartigkeit im Detail - gar nicht mehr so brutal anders anfühlt. Das mag daran liegen, dass ich mehr von der Welt gesehen habe seit 2001, aber ich meine auch, dass gerade Shanghai wirklich westlicher geworden ist … Schön hier, und wenn sie jetzt irgendwann das Internet nicht mehr so zensieren, wird es noch besser!

Impressionen aus Shanghai - Auckland kommt gleich ...

Frühlingsfest

Altstadt

... mit vielen Menschen

Zickzackbrücke

Tor zu den Yuyuan-Gärten

Noch mehr Menschen!

Sehr viele Menschen

Schöner Park mit Blick auf die Hochhäuser

Xiaolongbao

Spare Ribs

Bier

Kirche

Kolonialgebäude

Bund

Freitag, 1. Mai 2026

Testweise Bombenstimmung

... herrschte eben am (neuen) Terminal 3 des Frankfurter Flughafens. Ich war viel zu früh und lief ein bisschen in der Gegend herum, als plötzlich ein Polizist mit Absperrband in meine Richtung kam; ich lief schnell noch durch den Räumungsbereich durch (hihi) und stellte mich dann knapp außerhalb der Absperrung erstmal hin und beobachtete das Ganze.

Kaum war die Absperrung erfolgt, kam - hupend - ein rotes Bundespolizei-Fahrzeug angefahren, aus dem eine Frau und ein Mann stiegen. Sie packten ein Gerät und eine Platte aus, die Platte wurde hinter den Koffer gestellt, das Gerät in einigem Abstand davor - das war wohl eine Art mobiles Röntgengerät, denn anschließend wurden die Platten in Augenschein genommen.

Nachdem Entwarnung gegeben worden war (die Arbeiter am Flughafen, die da an der Sperrgepäckentgegennahme standen, mussten ja auch alle aus dem Sperrbereich raus), öffnete der Polizist den Koffer - und ganz offenbar war das nur ein Test, denn da war außer einem komischen Gerät nix drin im Koffer ...

Der Wecker heute Morgen klingelte um 4.45 Uhr, und wir waren so früh - kurz vor 6 Uhr - unterwegs, dass ich in Freiburg den Bordstein im Parkhaus, aber eben auch den früheren ICE mitnahm. Ich setzte mich auf einen ab Mannheim besetzten Platz, denn ich wollte in Mannheim umsteigen; das klappte auch trotz ein paar Minuten Verspätung, auch wenn auf dem Bahnsteig unzählige Menschen sich mir laaaaaangsamgehend in den Weg stellten.

Auch im Anschlusszug nach Frankfurt erwischte ich einen (ab Frankfurt reservierten) Platz und kam also am Ende ganz entspannt an, auch wenn ich fast nicht aus dem Zug herauskam, weil zwei so Helden schon durch die andere Tür eingestiegen waren und schon in den Gang liefen. Joa, mussten sie halt mit einem leichten Rempler leben ...

Aus dem Gang vom Fernbahnhof in Richtung Terminal führt jetzt ein Gang geradeaus (früher wäre man da gegen eine Wand gelaufen) und zum neuen Skyline-Bahnsteig, der direkt zum Terminal 3 durchfährt. Da kam ich auch gleich mit, am Zweier steigen noch einige Leute aus und ein, und schließlich kam ich am Dreier an.

Das Ding ist echt schick, sehr geräumig, und weil das noch im Pilotbetrieb ist, ist auch noch seeeehr wenig los. Ich konnte schon gut vier Stunden vor Abflug einchecken; ich war kein Idiot, weil ich nicht online einchecken konnte. Die (sehr freundliche!) Check-in-Tante meinte, dass schon aufgrund der neuseeländischen Einreisegenehmigung der Web-Check-in alle viere von sich strecken würde, aber der Check-in ging insgesamt überraschend schnell. Auch an der Sicherheitskontrolle war nix - ich ließ aufforderungsgemäß Flüssigkeiten und elektronische Geräte im Rucksack und wurde - für mich wirklich völlig überraschend - nicht zur Nachkontrolle rausgezogen ... Da hatte das Terminal 3 schon mein Herz gewonnen ...

Auch die Ausreise ging (natürlich) fix, auch wenn sich da keiner dran traute, obwohl alles auf Grün stand, und schon war ich ausgereist.

Ich habe jetzt doch Fensterplätze bekommen (siehe: Check-in-Tante, sehr freundliche), da will ich nicht so viel essen, bevor es in den Flieger geht, also sitze ich jetzt hier sehr gemütlich an einem leeren Gate (J1, da muss ich mich noch dran gewöhnen in Frankfurt ...) und wackle dann in gut zwei Stunden zu meinem Gate J5. Vielleicht erkunde ich gleich noch ein bisschen den J-Finger weiter, vielleicht wage ich mich auch noch zur Skyline, aber da müsste ich wahrscheinlich noch einmal durch eine Sicherheitskontrolle auf dem Rückweg (weil ich aus dem unsauberen Terminal 2 Non-Schengen kommen könnte), das will ich natürlich nicht ... Das mache ich mal, wenn ich ohne großes Gepäck in Frankfurt ankomme ...

Eben habe ich noch meine Einreisekarte für China elektronisch ausgefüllt und mir eine Gaststätte herausgesucht, in der ich essen möchte, nachdem ich mein Gepäck im Hotel abgeliefert habe; das ist zwar mitten im hochtouristischen Bereich Shanghais, aber das ist mir (vielleicht) wurscht ... (Alternativ fahre ich in den Finanzdistrikt, da ist auch ein hochgelobtes Restaurant.) Den Bund werde ich mir wahrscheinlich - mal wieder - anschauen, diesmal nicht wie 2016 auf englischsprachige Teestubenverkäufer reinfallen (hoffe ich!) und dann noch ein kleines bisschen in Shanghai herumgammeln, bevor ich zurück zum Hotel fahre.

Darüber berichte ich dann aber morgen (oder spätestens übermorgen!).

Fotos vom Flughafen:

Nur damit klar ist, von wo ich abfliege

Im Ankunftsbereich

Verdächtiger Koffer

Abflugbereich

Klappt noch nicht alles, aber passt schon

Eingangsbereich

Mein Koffer (unten rechts) wollte auch mal im Blog erscheinen ...

Donnerstag, 30. April 2026

In sieben Stunden klingelt der Wecker

... und dann geht es in die Südsee!

Es fühlt sich alles noch ziemlich unwirklich an, auch weil die letzten Tage auf der Arbeit nicht ganz unintensiv waren.

Ich bin gestern Abend schon in den Schwarzwald gefahren, weil ich heute notfalls hätte open end machen wollen; natürlich waren gleich zweimal Personen im Gleis, erst ohne Personenschaden, später dann mit ... Auf diese Weise verpasste ich die letzte Bahn hoch in den Schwarzwald; meine Ma holte mich dankenswerterweise in Freiburg ab. Nach dem Erlebnis war es noch besser, dass ich schon gestern angereist bin, sonst hätte ich heute Nacht nur ganz wenig Schlaf gehabt (viel wird es auch so nicht sein, um 5 Uhr klingelt der Wecker, und den Kampf des SC Freiburg um den Einzug ins Europapokalfinale will ich schon noch sehen - geht ja schonmal gut los, menno! Aber jetzt steht's 1:1 ...).

In den letzten Tagen bin ich nicht so wahnsinnig viel gereist, letztes Wochenende war ich zuletzt im Schwarzwald und traf mich mit einigen alten Schulfreunden (und einem heutigen Kollegen) - das war auch sehr, sehr schön und wird nächstes Jahr hoffentlich wieder gemacht ...

Morgen also geht es sehr früh - um 6 Uhr wollen wir fahren - in Richtung Freiburg. Ich hatte eigentlich einen ICE im Auge, der von Freiburg zum Frankfurter Flughafen durchfahren sollte, aber den hat die Bahn anscheinend wieder einmal verschwinden lassen ... So muss ich etwas früher als geplant in Freiburg sein und auch noch in Mannheim zwischen zwei angeblich ziemlich vollen Zügen umsteigen, aber das kriege ich schon hin ...

Einchecken konnte ich für meinen Flug noch nicht, also werde ich schön mit der Flughafenbahn vom Fernbahnhof zum neuen Terminal 3 fahren und zum Check-in watscheln. Mein Koffer ist recht schwer, aber den sehe ich ja erst (und hoffentlich wirklich!) in Auckland wieder; ich habe auch eine kleinere Tasche (im Koffer) dabei, vielleicht nutze ich die als Gepäckstück und lasse den großen Koffer für mindestens einen der beiden "Ausflüge" im Flughafenhotel in Auckland stehen.

Jetzt geht es morgen erst einmal um 14.30 Uhr mit China Eastern in Richtung Shanghai; dort komme ich am Samstag Morgen um 7.15 Uhr chinesischer Zeit (1.15 Uhr deutscher Zeit) an. In der Shanghaier Metro kann man angeblich contactless, also mit Dranhalten der Karte bzw. des Handys, bezahlen, sodass ich erst einmal ein paar Stationen zu meinem Hotel fahren und dort meinen Rucksack abgeben werde. Danach werde ich mich ein paar Stunden ins Getümmel in Shanghai werfen, bevor ich gegen 14 Uhr zurück zum Hotel fahre und dort ein paar Stunden pennen und danach duschen will.

So gegen 21 Uhr oder so werde ich dann auch schon wieder auschecken und zum Flughafen fahren, denn der Flieger nach Auckland geht um 0.15 Uhr (19.15 Uhr deutscher Zeit noch am Samstag). In Auckland lande ich um 15.45 Uhr neuseeländischer Zeit am Sonntag (5.45 Uhr deutscher Zeit) und lasse mich nach der Einreise mit dem Shuttlebus ins Hotel fahren.

Am Montag geht es dann - nach mutmaßlich kurzer Nacht - um 6.55 Uhr (20.55 Uhr deutscher Zeit am Sonntag Abend) in Richtung Tonga weiter.

Ich bin sehr am Überlegen, ob ich mir für Vanuatu (6.-10. Mai) ein Auto miete, weil mein Hotel etwas außerhalb ist und in Vanuatu anscheinend nicht viel mit öffentlichem Nahverkehr ist. Da schlafe ich aber noch eine Nacht drüber - nicht, dass ich schon genug Zeit gehabt hätte, darüber zu schlafen ...

(Und Anthony Taylor verpfeift schon wieder eine deutsche Mannschaft ... Zum Glück ist der Atubolu davor!)

Nach dem Tonga-Vanuatu-Ausflug komme ich dann - die genaue Streckenführung mit Zeiten und so folgt jeweils ein, zwei Tage vor dem Segment, das kann sich ja eh keiner merken - am 10. Mai wieder zurück nach Auckland, schlafe in meinem Flughafenhotel eine weitere Nacht und fliege am 11. Mai weiter auf die Cookinseln; von dort komme ich am 15. Mai frühmorgens wieder, schlafe noch einmal zwei Nächte (einschließlich der angebrochenen Nacht der Rückkehr) in Auckland (dann auch mit Ausflug in die Stadt!) und fliege am 16. Mai abends von Auckland zurück, um am 18. Mai morgens in Frankfurt zu landen ...

Montag, 20. April 2026

Völlig geplättet

... war ich von Mühldorf, das muss ich schon sagen - und das, obwohl es dunkel war, als ich da um 1 Uhr über den Stadtplatz marschierte, denn es ist so schön dort. Ich muss ja gestehen, ich hatte von Mühldorf noch nicht wirklich gehört, aber das erinnerte mich in vielem an Siena in der Toskana, vielleicht auch an Zamość in Polen mit seinem bunten Marktplatz, richtig, richtig schön!

Das Umsteigen in Simbach funktionierte problemlos, auch weil der Zug schon recht früh kam, und in Mühldorf stieg ich aus. Ich folgte der Beschilderung in die Stadtmitte, lief einen Berg runter (von dem ich ahnte, dass ich ihn später wieder hoch müsste ...) und kam, durch das Münchner Tor spazierend, in die Altstadt.

Dort trank ich noch in einer schönen Kneipe zwei Bier, bis ich mich, nachdem ich sehr freundlich rausgeschmissen wurde, tatsächlich auf dem Stadtplatz umschaute. Mir blieb fast der Mund offen stehen, denn die farbige Vielfalt dieser Fassaden konnte man auch im Dunkeln gut erkennen - da muss ich nochmal im Hellen hin, unbedingt!

Ich stapfte die Treppenstufen wieder hoch zum Bahnhof, vertrieb mir noch mit einer Serie ein bisschen die Zeit und stieg um 3.15 Uhr in den Schienenersatzverkehr nach München ein. Plötzlich war es 5.10 Uhr, ich hatte fast die ganze Fahrt gepennt und wurde aus dem Bus entlassen.

Mit der S-Bahn ging es von München Ost zum Hauptbahnhof, mein ICE nach Hannover kam auch recht früh, ich saß bequem (und schlief im ICE tatsächlich nicht mehr) und lande gegen halb elf in Hannover und war um 12 Uhr im Bett.

Um 16 Uhr war ich wieder wach, schaute noch das Freiburg-Spiel, hatte Heißhunger auf Pasta und bestellte solche ins Haus und war danach aber bald wieder im Bett ...

Das war ein ereignisreiches, wenn auch leider fußballerisch wenig ertragreiches Wochenende (bis auf Freiburg!) - und trotzdem habe ich das Gefühl, nicht völlig übermüdet zu sein. Alles gut also!

Mühldorf - Stadtplatz I

Mühldorf - Stadtplatz II

Mühldorf - Münchner Tor

Stadion in Ried

Kaiserschmarrn

Über den Inn war es nach Braunau gegangen, als ich aus ...

... Simbach kam.

Blunzelgröstel - gebratene Blutwurst mit Bratkartoffeln und Krautsalat

Maibaum stand schon in ...

... Markt Schwaben

Samstag, 18. April 2026

Dass ich von einer "schweren Geburt" schreiben würde

..., hatte ich den Leutchen, mit denen ich nach Serbien reise, schon im Chat angekündigt, und dann muss ich das natürlich auch machen.

Das Ganze hatte sich ja über Wochen hingezogen, weil wir uns nicht richtig über Zeitraum und Zielort ausgekäst gekriegt haben, ich reise mit allen vier das erste Mal, da mussten wir uns erst ein bisschen ..., äh, finden ...

Jetzt haben wir uns aber gefunden, und also wird es am 12. Juni morgens von Hannover mit einem Air-Serbia-Flieger nach Belgrad gehen. Dort kommen wir am Vormittag an, werden ab 14 Uhr unsere Apartments in der Altstadt beziehen - und dann gucken wir mal, was sich in Belgrad so getan hat ... Es ist ja schon wieder acht Jahre her, dass ich mit Nina dort war - ich bin sehr sicher, dass sich da viel verändert hat, und ich bin schon sehr gespannt darauf, das zu erkunden ...

Am 15. Juni geht es am Nachmittag von Belgrad zurück nach Hannover, wo wir um 20 Uhr ankommen - das nennt man optimale Ausnutzung von zwei Urlaubstagen ...

Ich freue mich schon so sehr auf die Reise mit den vier Leutchen - und ich bin schon sehr gespannt, wie das mit uns klappt, aber ich bin zuversichtlich ...

12.11 Uhr, auf dem Weg von Markt Schwaben nach Mühldorf(Oberbay)

Jetzt aber bin ich auf dem Weg nach Ried im Innkreis, wo die deutschen Fußballerinnen heute Abend um 18 Uhr um die Qualifikation für die WM nächstes Jahr spielen.

Ich war gestern Abend sehr früh im Bett, so gegen 19 Uhr, und guckte heute Morgen um 3.58 Uhr auf mein Handy. Das war fast genau pünktlich, denn um 4 Uhr sollte der Handywecker runtergehen (und um 4.10 Uhr der auf dem anderen Handy ...). Ich duschte, zog mich an, packte für den Fall, dass ich doch irgendwo übernachte, zumindest Unterwäsche und Zahnbürste ein, und fuhr dann mit der Stadtbahn zum Hauptbahnhof, wo ich ein Pizzateilchen frühstückte (und da war um 5 Uhr schon eine Menge los!).

Der ICE von Hannover nach München stand schon da, ich setzte mich, setzte mich bald um, weil die Reservierungsanzeigen erst spät eingeschaltet worden waren, war putzmunter (wirklich!) und fuhr also die gesamte Strecke durch - es war recht gutes Wetter, sodass ich ab und zu sogar mal nach draußen schaute ...

In München kam ich wenige Minuten verspätet an, suchte und fand die Schließfächer, schloss aber meinen Rucksack nicht ein, weil ich nicht einsah, für mein Rucksackchen ein großes Schließfach zu nehmen, nur weil die Bahn es nicht gebacken kriegt, die kleinen Schließfächer, die teilweise schon seit Wochen belegt sein müssen, zu räumen ... (Und angeblich soll man am Stadion seine Taschen auch abgeben dürfen ...)

Ich nahm die S-Bahn nach Markt Schwaben eins früher, verpasste aber - erwartet - den früheren Anschluss nach Mühldorf und hatte nun eine Dreiviertelstunde Zeit, um Markt Schwaben zumindest ein bisschen zu erkunden: Joa, das Schloss hatte ich mir pompöser vorgestellt, und das Eis, das ich um 11 Uhr verspeiste, war auch okay, aber wiederum auch nicht das beste, das ich jetzt gegessen habe.

Nun sitze ich entspannt in der Regionalbahn nach Mühldorf, müsste dort meinen Anschluss nach Simbach und dort meinen Anschluss nach Ried kriegen, sodass ich gegen 14.30 Uhr dort und gegen 15 Uhr in einer Gaststätte sein sollte. Ich bin gespannt, wie viele der Besucher im ausverkauften Stadion Österreicher und viele Deutsche sein werden ...

Das wird heute also wahrscheinlich ein Liveblog, vielleicht noch mit einem Eintrag heute Nachmittag, heute Abend/Nacht kommt sicherlich auch noch der eine oder andere Eintrag, aber das schauen wir dann in Ruhe ...

13.25 Uhr, in Mühldorf, im 60-Sitzer nach Ried im Innkreis, der um 13.48 Uhr abfährt

Jo, offenbar haben sowohl die ÖBB als auch die DB (für die Heimreise) nicht daran gedacht, dass bei einem Fußball-Länderspiel - inzwischen auch der Frauen - ein paar Leute kommen - ich kam gerade in Mühldorf an und sah, dass meine Verbindung schon eine halbe Stunde vor Abfahrt hier ankommt. Ich war gerade am Gleis, als so ein einzelner verlorener ÖBB-Waggon angezuckelt kam - Zugführer und Schaffnerin sprachen gerade mit uns (bisher sind nur eine Familie und ich im Zug, jetzt kommen gerade die nächsten) und meinten, dass sie mal gucken, ob die ÖBB und DB da noch etwas organisiert kriegen ...

Ich bin sehr gespannt, wie voll der Zug jetzt noch wird (ich tippe: um die Zeit noch nicht so ganz arg voll) und wie das dann heute Abend funktionieren soll, denn dieser 60-Sitzer wird möglicherweise nicht ganz ausreichen, höhö ...

21.41 Uhr, in Ried im Innkreis, jetzt im Zug in Richtung Simbach (Deutschland)

Nun, das Fußballspiel war eine einzige Katastrophe - Österreich spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Deutschen waren richtig schlecht, am Ende stand ein 0:0 und eine (verdiente) rote Karte für Deutschland. Ein schwerer Rückfall in längst (2023) vergangene Zeiten - jetzt halt gegen Norwegen gewinnen, höhö ...

Ansonsten war in Ried zunächst die Zombie-Apokalypse ausgebrochen - kein Mensch auf dem Weg vom Bahnhof in die Stadt außer den (großzügig) zwei Handvoll Deutschland-Fans, die im Zug gewesen waren ...

Als ich ins Stadtzentrum kam, war es ein wenig voller, aber im (großartigen) Restaurant Weberbräu waren die Deutschen so in der Überzahl, dass vier Österreicher in Trikots erstmal fragten: "Österreich unerwünscht?" So schlimm war es nicht, dafür war das Essen echt lecker: Ich aß Blunz'ngröstl, gebratene Blutwurst mit Bratkartoffeln und Kümmel-Krautsalat, ein bisschen salzig, aber sonst sehr gut, und dann einen wunderbaren (relativ brotigen) Kaiserschmarrn. Dazu gab es ein paar sehr leckere Biere, das hat mir wirklich gut gefallen.

Danach lief ich zum Stadion, wollte am Einlass meinen Rucksack abgeben, aber der Ordnerin waren meine Flaschen, meine Wurfgeschosse (neihein!) und alles andere in meinem (im Übrigen viel zu großen) Rucksack scheißegal, sie zeigte mir "psssst" an und winkte mich durch ...

Die Atmosphäre war - wie immer bei den Frauen - ganz wunderbar, keine blöden Sprüche, obwohl um mich herum nur Österreicher saßen; meinen Hut, den ich vor Verzweiflung einmal in die Reihe vor mir schleuderte, bekam ich postwendend freundlicherweise zurück - es ist einmal immer wieder schön, dass die ganzen Vollidioten von den Männern den Spielen der Frauen fernbleiben ...

Nach dem Spiel fiel ich (Samstag Abend um 20 Uhr!) als Erster (!!!) in eine ganz wunderbare Bar ein, der Chef und ich kamen ins Gespräch über die Gastronomie nach Corona, alles blöd, aber die Biere waren lecker.

Ich brach dann aber doch auf in der Hoffnung, dass nicht zu viele Menschen zurück in Richtung Braunau/Simbach wollten - joa, der Zug ist nicht ganz, aber ziemlich leer, alles bestens, und die Familie von der Hinfahrt war auch wieder da ...

In Mühldorf habe ich jetzt drei, dreieinhalb Stunden Aufenthalt, die werde ich hoffentlich gewinnbringend einsetzen, dann geht es zurück nach München und dann nach Hannover in mein Bettchen.

Das war ein schöner Ausflug, trotz des furchtbaren Spiels - es kann am 5. Juni in Köln nur besser werden.

Alles Weitere morgen.

Samstag, 11. April 2026

37 Sekunden

... betrug der Abstand heute zwischen der Mail der neuseeländischen Einwanderungsbehörde, dass mein Antrag auf die Einreisegenehmigung eingegangen sei, und der Mail mit der Bewilligung - so mag ich das ...

Während die Einreisegenehmigung als solche mit 8,50 Euro bezahlbar ist, zieht die Umweltgebühr mit 50 Euro dann doch ordentlich, aber hey, wenn man ein paar tausend Euro ausgibt für einen Urlaub, sollten 58,50 Euro für die Einreisegenehmigung den Kohl auch nicht mehr fett machen - und ich nehme ja die Leistungen der neuseeländischen Grenzpolizisten gleich dreimal in Anspruch - bei der Ankunft aus Shanghai am 3. Mai, bei der Rückkehr aus Vanuatu am 11. Mai und schließlich bei der Rückkehr von den Cookinseln am 15. Mai ...

Das Boarding in Addis Abeba war ein bisschen langwierig (und außerdem hatten sie die Europaflüge auf die Busgates geschoben, und da war gerammelt voll; vorher hatte ein Chinese neben mir dermaßen laut telefoniert, dass ich dachte, der hat sie nicht mehr alle ...), aber Lohn des Ganzen war, dass die auch nicht ganz schmale Kamerunerin neben mir und ich einen freien Mittelplatz hatten.

Ich schlief sogar ein kleines bisschen, und die Landung in Mailand am Dienstag Morgen war leicht verspätet. In Mailand war dann ein Fluggast zu viel an Bord geblieben, was zu Betriebsamkeit führte - am Ende kamen wir, hoffentlich mit der korrekten Passagierzahl, ein bisschen verspätet los, aber immer noch fast pünktlich in Zürich an und wurden mit Bussen gleich zum B-Terminal gefahren.

An der Einreisekontrolle traute sich keiner an die elektronische Schleuse, erst nach mir kamen dann alle hinterher.

Mein Handy tat nicht, was ich sollte, also wurde meine Studienfreundin in Halle akquiriert, auf dass sie meiner Mutter Bescheid sage, dass sie losfahren könne - das klappte (danke noch einmal nach Halle!). Um kurz nach zehn Uhr waren wir in Bonndorf - und ich arbeitete sogar bis 17 Uhr, bis der Abend in der nahegelegenen Gastronomie ordnungsgemäß beendet wurde.

In den letzten Tagen habe ich Story mit der kurzzeitigen Festnahme mit großer Begeisterung erzählt. Zelebriere ich das ein bisschen? Ja, klar! Aber lustig ist die Story - jetzt, wo alles gutgegangen ist - auf alle Fälle, und die werde ich noch ein bisschen öfter erzählen ...

Insgesamt war das in Ouagadougou trotzdem ein sehr entspannter Urlaub, auch und gerade weil ich nicht so viel Erkundung betrieben habe wie normal: Ich habe viel geschlafen, ich hab viel geruht, das war aber auch okay so.

Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich an dem Freitag Morgen nicht um 7 Uhr bei dieser Zeremonie war (bei der ich sowieso nicht hätte fotografieren dürfen); ein bisschen ärgere ich mich, dass ich am Samstag Abend nicht irgendwo hin bin mit Livemusik (am Sonntag war es dann ein bisschen spät, um noch die Nacht durchzumachen kurz vor dem Rückflug), aber das war mit dem Ausflug ins Regierungsviertel sowieso schon ein aufregender Tag gewesen, und ein bisschen bedaure ich, dass ich gefühlt gar kein einheimisches Essen probiert habe - ja, der capitaine ist ein einheimischer Fisch, aber sonst war das viel westliches Essen, kein und kein foufou, und Zunge kannte ich an sich auch schon (auch wenn ich die Zubereitung am Sonntag Abend ungewohnt und klasse fand). Vielleicht sind meine ganz experimentierfreudigen Zeiten in Garküchen in Afrika ein bisschen vorbei, vielleicht bin ich da ein bisschen (zu) vorsichtig geworden, so soll es nicht sein, zumal ich gestern beim Mittagessen noch viele Storys von komischem Essen erzählen konnte - und aus Burkina Faso halt so gar nicht ... Das ändere ich wieder, jedenfalls dort, wo ich das Gefühl habe, dass die hygienischen Bedingungen meinen Magen nicht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ausräumen, vielleicht schon in Shanghai.

Ansonsten war das in Burkina Faso mit den "normalen" Menschen (nicht mit den Sicherheitsorganen im Regierungsviertel!) alles sehr entspannt; Sprachbarriere ja, aber auch das ging mit Händen und Füßen, meinem bisschen Französisch und (meist besserem) Englisch der Burkiner. Das Hemd, das ich gekauft habe, und die Maske haben ebenso Mutters Gefallen gefunden wie die ausklappbare Tasche, die ich für sie als Souvenir erstanden habe. Ja, dieses Land ist nix für Afrika-Anfänger, aber auch eher nur deswegen, weil die Sicherheitslage halt erstmal knifflig klingt, denn Essen und Trinken und Hotels gibt es gerade in Ouagadougou auch für westliche Erwartungshaltung, und das mit diesem Elektro-Uber-Verschnitt klappte in 50 % der Fälle (wenn auch mit afrikanischer Zeitvorstellung), das wird doch alles ...

Nächste Woche bin ich nur am Mittwoch kurz im Schwarzwald, weil ich Dienstag und Donnerstag Termine in Hannover habe. Am Samstag nächster Woche werde ich dann sehr wahrscheinlich sehr früh in Hannover abfahren, damit ich pünktlich in Ried im Innkreis bin, um die deutschen Frauen vielleicht schon bei der WM-Qualifikation zu bejubeln (wenn alles gut läuft); und dann geht es über Nacht - mit längerem Nachtaufenthalt in München - wieder zurück nach Hannover ...

Die Ozeanientour ist damit einreisetechnisch auch gebongt; hoffen wir, dass die Fluggesellschaften da unten zumindest für den Mai noch genug Sprit haben, aber da bin ich noch recht zuversichtlich ...

Ein paar Fotos habe ich noch von der Burkina-Faso-Reise:

Über die Alpen

Flughafen Niamey

... mit vielen Welternährungsprogramm-Fliegern (World Food Programme)

Anflug auf Niamey mit Blick auf den Niger

Abschied aus Ouagadougou