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| Exiliraner |
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| ... am historischen Fährhafen |
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| Skyline mit Flagge |
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| Unter der Hafenbrücke |
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| Auch heute wurde Hopfensaft verkostet |
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| Hafenbrücke Auckland |
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| Ehemals höchstes Gebäude der Südhalbkugel |
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| ... und die Skyline in ganzer Pracht |
Ich berichte von meinen Reisen, um alle 206 Staaten und 50 abhängigen Gebiete der Erde (meiner Zählung) zu betreten. Aktueller Stand: 172+1 besuchte Länder und 18 besuchte abhängige Gebiete.
Nächste Reisen: bis 18.5. Auckland, Shanghai +++ 21./22.5. Zürich +++ 12.-15.6. Belgrad +++ 17.-21.6./21.-23.7. Budapest +++ 14.-16. 8. Löwen, Wavre (B, Hockey-WM)
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| Exiliraner |
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| ... am historischen Fährhafen |
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| Skyline mit Flagge |
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| Unter der Hafenbrücke |
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| Auch heute wurde Hopfensaft verkostet |
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| Hafenbrücke Auckland |
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| Ehemals höchstes Gebäude der Südhalbkugel |
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| ... und die Skyline in ganzer Pracht |
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| Skyline von Auckland beim Aufbruch heute Morgen |
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| Inseln unterwegs I |
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| Inseln unterwegs II |
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| In Oneroa Village |
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| Oneroa Beach |
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| Onetangi Beach |
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| Palme mit Bank |
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| Biertasting |
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| Fenchel, Kichererbsen, fantastisches Lamm |
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| Sushi auf Avacadocreme und Wonton-Crackern |
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| Whiskey, Whiskey, Gin, Bier |
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| Austern zum Dessert |
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| Und zurück in Auckland |
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| In der Nähe des östlichsten Punktes meines Lebens, Blick auf das Inselchen Motutapu |
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| Mahimahi mit Reis und Herzinfarkt-Soße (würde der Kollege sagen ...) |
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| Tschüss, Charlie ... |
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| Sonnenuntergang an der Nordwestküste |
… habe ich in den Augen, weil ich heute schnorcheln gehen wollte - und die 20 Dollar (10 Euro) für das halbstündige Leihen der Schnorchelausrüstung (ich hätte die auch 24 Stunden haben können für den gleichen Preis!) waren es sowas von wert, es war großartig …
Ich schlief heute Morgen ganz gemütlich aus und ging nach einem kurzen Strandspaziergang ganz gemütlich duschen. Als ich fertig war, merkte ich, dass ich noch den Gegen-Uhrzeiger-Bus erwischen könnte und ging die paar Meter zum Ringstraße, da kam der Bus auch gerade schon. Mit dem fuhr ich einmal den Dreiviertelbogen um die Insel herum (es fuhr wieder der Fahrer mit der Spinnentätowierung im Nacken) bis in die Hauptstadt; ich lief wieder an der Hafenpromenade entlang zu meinem inzwischen liebgewonnenen Bite Time Cafe.
Die Kassiererin erkannte mich wieder und meinte ob meiner Bestellung der Fischerplatte, dass da viele rohe Sachen drauf seien. Ja, gute Frau, das ist ja der Sinn der Sache. Ich trank noch eine Kokosnuss dazu und bezahlte alles zusammen 18 Euro. Die Kokosnuss musste erst noch gekauft werden (das konnte ich beobachten), aber dann kam die Platte mit Ika Mata und Sashimi (wie gestern), aber zusätzlich noch Thunfisch-Carpaccio und einem gegrillten Stück Thunfisch (soviel zu "alles roh"). Das, meine Damen und Herren, gehört zum Besten, was ich in meinem ganzen Leben jemals, aber auch wirklich jemals gegessen habe - das war bei jedem Bissen eine Geschmacksexplosion, der Fisch war butterzart, es war ganz, ganz, ganz großartig. Ich trank noch eine Kokosnuss und gab heftiges Trinkgeld, aber das ist so unfassbar gut hier - das landet, natürlich, auch in meinen Restaurantempfehlungen …
Danach lief ich zurück zum Bus und entschied mich in einem Anfall von Blödheit, in den Bus einzusteigen, einfach, weil er bereitstand. Eigentlich hatte ich noch ein bisschen Bargeld holen wollen, weil ich nicht sicher war, ob die 60 Dollar, die ich noch bar hatte, reichen würden heute Abend (Spoiler: hätten sie nicht …), aber bis ich da drauf gekommen war, war der Bus schon abgefahren. Ich entschied mich um und stieg am Aroa Beach aus; da sollte man schön schnorcheln können, nur war ich ein wenig in Sorge, weil es noch zu früh am Tag (nämlich volle Mittagssonne war). Ich überlegte hin und her, entschied mich dann, mich vernünftig einzucremen und in dem Tauchladen da mir Schnorchelausrüstung zu besorgen. Das klappte problemlos, und weil ich meinte, dass ich die Leutchen da hätte Deutsch sprechen hören, fragte ich - am Ende der Vertragsverhandlungen - nach, ob da jemand wirklich Deutsch gesprochen hätte. Es stellte sich heraus, dass alle drei Leute, die gerade da waren, deutschsprachig waren … Und das, nachdem ich am Strand schon drei junge Frauen Deutsch sprechen gehört hatte …
Nun musste ich mich nur noch umziehen und also meine Badehose anziehen, aber da waren mir zu viele Menschen. Glücklicherweise gab es gegenüber eine Kneipe, da kaufte ich mir eine Cola, schmiss mein Zeug in eine Ecke und ging auf die Toilette. Das funktionierte sogar unfallfrei - und dann war ich so langsam fertig fürs Schnorcheln.
Ich versuchte es erst einmal nur mit Brille und Schnorchel und ließ die Flossen wie alles andere am Strand (und dabei blieb es dann auch, weil ich auch ohne Flossen gut vorankam). Ich schwamm 40, 50 Meter in Richtung Riff und sah auf dem Weg schon viele schöne hübsche Fischchen. Darunter müssten laut Google Papageien-, Preußen- (schwarz-weiß-gestreift) und Flötenfische gewesen sein, das sind die Dinger, die wie lange schmale Blätter im Wasser liegen. Herrlich! Ich kämpfte gerade mal wieder mit meiner Maske, als eine Frau mich fragte, ob ich die Schildkröte gesehen hätte und zeigte auf eine Stelle im Meer. Ich schnorchelte da hin und sah nix, auch weil ich in die falsche Höhe schaute. Ich tauchte wieder auf, die Frau fuchelte wieder in der Luft herum - und jetzt sah ich dieses majestätische Vieh und war fast zu nah dran … Also, Abstand marsch, marsch - und dann war das einfach nur noch wunderschön.
Eine andere Schnorchlertruppe zog immer weiter in unsere Richtung und brachte eine weitere Schildkröte mit (nicht, dass ich die beiden hätte unterscheiden können …), auch das war toll - und zwei Schildkröten in einem Schnorchelgang ist offenbar auch nicht selbstverständlich. Das konnte ich nicht mehr toppen, ich wollte jetzt wegen Sonnenbrand auch nix mehr riskieren (obwohl ich ja gut eingeschmiert war und alles, aber trotzdem), also schwamm ich - noch mitten durch einen kleineren Fischschwarm durch - zurück zum Strand und tauchte wieder auf …
Von meinem Platz auf dem Stein beobachtete ich, wie ein echter Strandhund im Wasser um eine Familie herum Fische verfolgte; auch bekam ich eine Mail vom Flughafen, dass meine Tasche aus Vanuatu jetzt in Auckland angekommen und auch schon durch die Biosecurity durch sei. Sie baten um Bestätigung, wo das Ding hinsoll, und so haben wir uns geeinigt, dass sie es heute ins Hotel liefern, in das ich Freitag am frühen Morgen komme. Das funktionierte alles superprofessionell, auch das Hotel hat schon bestätigt, dass sie bereitstehen - so mag ich das. (Und das war mir nicht so klar, nachdem die Tante am Flughafen - sehr freundlich - immer nur "awesome" sagte, obwohl ich es eigentlich gar nicht so "awesome" fand, dass meine Tasche nicht da war …)
So, jetzt fuhr ich - meine Badehose war inzwischen trocken - mit dem Gegen-den-Uhrzeigersinn-Bus zurück in meine Unterkunft, traf auch die Vermieter an und fragte, ob ich morgen spät auschecken könnte. Kann ich leider nicht, weil jemand kommt - schade, aber dann natürlich nachvollziehbar. Sie empfohlen mir aber, das Gepäck gar nicht am Flughafen einzuschließen, sondern - für eine geringere Gebühr - an einem Hotel direkt am Flughafen. Jo, das werde ich wahrscheinlich versuchen … Damit war der Schnorchelschwimm höchstwahrscheinlich nicht nur der letzte Schwimm auf den Cooksinseln, sondern sogar auf der ganzen Reise. Das Beste kommt zum Schluss, das passt doch!
Ich ging nochmal kurz duschen und zog mich dann an, um den Bus zum Muri Night Market zu erwischen. Das klappte auch wunderbar, und ich war viel zu früh da, konnte mir aber alle Stände schon einmal anschauen. Ich setzte mich ein paar Meter entfernt in das Restaurant des Segelclubs (schöne Aussicht) und trank für teuer Geld (schöne Aussicht) zwei Bier. Dann war ich gerade wieder um Punkt 17 Uhr am Night Market - und fing mit der Völlerei an.
Alles und jeder erzählt vom Seafood Man und seinen Garlic Prawns, also musste ich die auch probieren. Jo, war schon lecker, keine Frage, und ich atme immer noch knoblauchig. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen den Garlic Prawns und der Fisherman's Platter im Bite Time, weiß ich, dass ich Letzteres vorziehe. Ich wollte aber noch mehr probieren und hatte an einem Stand Rukau gesehen, also verspeiste ich noch Rukau mit Taroknollen. Rukau wird aus Taroblättern gemacht - von der Konsistenz und vom Aussehen her ist das ähnlich zu Rahmspinat, und Taroknollen haben eine kartoffelige Konsistenz. Jo, und dann taucht man halt ein bisschen was von der Taroknolle in den Rukau rein und futtert das - sehr, sehr lecker!
Jetzt hatte ich aber Durst, und da es dort alkoholfrei zugeht, gönnte ich mir einen Banane-Mango-Smoothie (herrlich!) und noch einmal Nu (Kokosnuss); beides war klasse. Zum Nachtisch aß ich Banana Poke, Bananenpudding mit Kokosmilch, das war auch grandios, wobei ich sagen muss, dass man bei Rukau und bei dieser Banana Poke schon wissen muss, was es ist - sonst könnte es unappetitliche Assoziationen wecken …
Jetzt wollte ich aber das Fresskoma vermeiden und entfernte mich - in einem gerammelt vollen Im-Uhrzeigersinn-Bus - vom Tatort. Eine Fast-Inselrundfahrt später (ich fand zügig einen Sitzplatz) landete ich in der Nähe meiner Unterkunft. Im Supermarkt gibt es kein einheimisches Bier, also fiel ich in die Bar neben meiner Unterkunft ein; denen habe ich mit einem Bier das Fass leergemacht (oder sie wollten schon die Zapfanlage putzen …), jetzt habe ich halt neuseeländisches Bier - das hätte ich auch aus dem Supermarkt haben wollen. Allerdings ist es hier sehr hübsch, ich sitze mit Blick aufs Meer, hier ist alles offen, mir weht die Brise um die Nase, obwohl ich geschützt sitze - das ist schon sehr, sehr okay hier …
Jo, gleich geht es am Strand entlang rüber zu meiner Bude - und dann ins Bett. Morgen werde ich pünktlich auschecken, mit dem Bus in Richtung Flughafen fahren und dann mal sehen, was der Tag so bringt. Ich sitze auf dem Flug zurück nach Auckland wieder am Fenster, das passt schon einmal ...
Achso, das wollte ich noch erwähnen: Das Bussystem hier in Rarotonga ist einfach (ein Bus stündlich in die eine Richtung um die Insel, ein anderer Bus andersherum, eine halbe Stunde versetzt), aber das passt wunderbar. Klar sind die nicht auf die Minute pünktlich, aber das ist allen völlig wurscht, selbst mir, denn ich weiß, dass ich verlässlich (dem Grunde nach) von A nach B komme, und das ist wirklich wichtig, nicht (und schon gar nicht im Urlaub), ob ich um 15.28 Uhr oder um 15.38 Uhr irgendwo bin … Und mit dieser Tracking-App ist das sowieso super, da muss man nicht unnötig zehn oder fünfzehn Minuten an der Straße stehen, weil man weiß, dass der Bus noch ewig weit weg ist.
Und von einem lieben Ex-Kollegen haben ich einen richtiggehenden Anschiss für mein Foto vom "berühmten Fischsandwich" bei Charlie bekommen. Er schätze mich zwar als Mensch in höchstem Maße und Gleiches gelte für meine Urlaubs- und Reiseposts, aber das (der wunderbare Wahoo) sei ein "Stück panierter Fisch mit einer nach Herzinfarkt (oder Salmonellenvergiftung) anmutenden Soße auf einem hellen Weizenbrötchen mit zwei Salatblättern, die so aussehen, als wären sie von Holland aus zwei Wochen lang ungekühlt auf dem Schiff auf diese Insel gefahren worden und hätten dabei noch die ganze Zeit neben" einer von ihm und mir gleichermaßen nicht wirklich geliebten Ex-Chefin "gesessen. Was also in an diesem Ding berühmt?!?!" Leserbriefe sind stets willkommen, werden aber ggf. veröffentlicht … War trotzdem lecker gestern!
So, Freunde, ich glaube, ich werde spätestens nach dem nächsten Bier hier rausgeschmissen, wäre aber auch okay, dann kann ich um 21 Uhr, 21.30 Uhr ins Bett fallen (und vorher die Kontaktlinsen rausmachen) … Gute Nacht, bis morgen! (Und irgendwann kommt, versprochen, auch ein Fazit der Reise.)
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| Rukau mit Taroknollen |
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| Smoothie und Kokosnuss |
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| Banana Poke |
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| Würde dann doch etwas voll |
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| Garlic Prawns |
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| Brunch: Fisherman's Platter |
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| The Needle, glaube ich |
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| Aroa Beach mit vielen Meerestieren |
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| ... einschließlich Strandhund |
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| Schnauze! |
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| Am Strand bei mir I |
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| Am Strand bei mir II |
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| Blick aufs Inselinnere |
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| Flagge der Cookinseln |
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| Deutsches Honorarkonsulat |
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| Ika Mata und Sashimi |
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| Meer hinter unscharfer Kokosnuss |
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| Scharfe Kokosnuss vor unscharfem Meer |
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| Mein Badestrand |
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| Leckeres Fisch-Sandwich |
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| Abend bei Charlie I |
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| Abend bei Charlie II |
Reisen über die Datumsgrenzen führen zu ganz neuartigen Verrenkungen in der deutschen Grammatik, aber es ist halt korrekt so … Hier ist es jetzt (wieder) Sonntag Abend, es ist kurz vor Mitternacht und ich habe 22 Stunden verloren (oder gewonnen, da weiß ich nie, wie herum man das "richtig" sagt, weil alle anderen immer andersherum denken als ich …). Jedenfalls ist es jetzt bei mir, wenn es in Deutschland 18 Uhr ist, 6 Uhr des gleichen Tages (in Neuseeland wäre es 4 Uhr des nächsten Tages) - wir gewöhnen uns alle daran, und in drei Tagen ist es schon wieder anders.
Der erste Eindruck der Cookinseln, das muss ich schon sagen, war bescheiden. Die Einreise dauerte ewig und war - gerade für eine vermeintliche Tourismushochburg - übertrieben penibel mit Vorzeigen des Weiterreisetickets und der Unterkunftsbestätigung. Ich musste sogar nachweisen, dass ich diese Einreisegenehmigung für Neuseeland habe, obwohl ich gerade von da gekommen war (und die Grenzer wissen dürfen, dass Deutsche in Neuseeland visumfrei einreisen dürfen). Das führte in Verbindung damit, dass zwei Flieger gleichzeitig aus Auckland angekommen waren, natürlich dazu, dass wir ewig in der Schlange standen - das war in Tonga deutlich erträglicher, in Vanuatu auch, selbst auf den Salomomen ging das zügiger und in Neuseeland sowieso. Jo, die Einreise ist jedenfalls schonmal kein Pluspunkt für die Cookinseln.
Damit das hier aber jetzt maximal verwirrend wird, fangen wir am besten heute Morgen an: Ich habe zwar nicht wirklich ausgeschlafen und war um 7 Uhr wach, aber es war trotzdem ganz schön, in Auckland nicht sofort irgendwohin sprinten zu müssen. Ich duschte in aller Ruhe und ging dann runter, um mal zu gucken, was das Frühstücksbüffet für 17 Euro konnte - die Antwort ist, und das wird in dem Hotel niemanden überraschen: eine ganze Menge. Ich wollte viel mehr ausprobieren, aber konnte irgendwann nicht mehr, nachdem ich mich durch Rührei mit Speck, Würstchen, roten Bohnen und Toast, Schakschuka, Gyoza, Quiche (jeweils natürlich nur Versucherle!), Früchte, Quarkteilchen, Joghurt und eine leckere Süßspeise gefuttert hatte - da brauchte ich bis heute Abend wirklich nichts mehr essen … (Das mit dem Frühstück mache ich wieder, ich komme ja nochmal in das Hotel, diesmal für zwei Nächte vor dem Rückflug.)
Danach ging ich noch einmal aufs Zimmer und checkte dann um kurz vor 11 Uhr aus, um mit dem Shuttle um 11.15 Uhr zum Flughafen zu fahren. Der war um kurz nach halb zwölf am Flughafen, ich spazierte zum Check-in, konnte noch nicht einchecken (erst drei Stunden vorher), setzte mich noch einmal auf eine Bank, checkte dann am Automaten ein (alles ganz unproblematisch) und ging schon sehr früh durch die gähnend leere Ausreise- und die ziemlich leere Sicherheitskontrolle. So leer war die Sicherheitskontrolle, dass sie ganz genau checkten, aber obwohl mein Rucksack ausgesondert wurde, wurde er nach der zweiten Ansicht doch gleich durchwunken, ohne dass ich etwas auspacken musste …
Ich setzte mich gleich ans Gate und kaufte dort schon einmal meine eSIM für die Cookinseln (alles schien geklappt zu haben, hier auf den Cookinseln ging aber nix, weil ich die erst hätte aktivieren müssen - joa, zeigte aber natürlich schon Netz und alles Mögliche an …). Wir boardeten leicht verspätet und kamen auch mit zwanzig Minuten Verspätung oder so weg (das war schon vorher angekündigt worden), ich saß neben einem tschechischen Pärchen, ich verfolgte den Flug recht intensiv (verpasste aber sowohl die Überquerung des 180. Längengrades als auch des 172,5-ten Längengrades, der hier regelmäßig als "Datumsgrenze" gezogen wird; die Datumsgrenze ist natürlich nicht wirklich nach geografischen Koordinaten gezogen, sondern wird implizit von den Ländern durch Bestimmung ihrer Zeitzone bestimmt, aber 172° 30' W scheint zwischen Neuseeland und Niue/den Cookinseln üblich zu sein), und um 21.18 Uhr am Sonntag (9.18 Uhr am Montag in Deutschland) landeten wir.
Ich hätte nie gedacht, dass der Zoll/die Biosecurity mal vernünftiger ist als die Grenzer, aber hier auf den Cookinseln ist es so, denn nach den komischen Grenzern und dem Aufsammeln meines Koffers (der kam natürlich an, obwohl ich die Banderole höchstselbst drumgefummelt hatte …) kam ich ungeschoren durch den Zoll.
Ich hatte die gaaanz leise Hoffnung, dass meine Unterkunft gemerkt hätte, was sie für Mist gebaut hat, und mir einen Fahrer geschickt hätte; dem war aber nicht so … Die Auswahl an Taxis war auch begrenzt (zwei), aber ich lief glücklicherweise einem Taxifahrer in die Arme, der zehn Zentimeter höher, aber sonst so gebaut war wie ich, und der mich unter seine Fittiche nahm: Er müsse zwar noch auf zwei Leute warten, die ein Taxi vorbestellt hätten, aber mit denen könne er mich mitnehmen, und die beiden Chinesen und die Dreiergruppe da hinten auch noch.
Ich glaube, das war den Vorbestellern am Ende nicht so recht, aber so machte der Typ halt mit vier Parteien statt einer einen Umsatz von 100 statt 25 Neuseeland-Dollar - cleveres Kerlchen, und mir war's recht.
Nach 15, 20 Minuten Fahrt kamen wir an meine Unterkunft, und der Fahrer half mir sogar noch, meine Bude zu finden; ich scheine nicht der Erste zu sein, der ziemlich verloren in dieses Ding hier reinstolpert. Wenigstens stand an meiner Villa in der zweiten Reihe mit seitlichem Meerblick mein Name, da war ich schonmal einigermaßen beruhigt, dass zumindest die Buchung angekommen war. Wieso keine alte Sau auf meine Anfragen reagiert hat, erschließt sich mir aber weiterhin nicht.
Meine Villa hat zwei Badezimmer, davon eins mit einer Dusche mit abnehmbaren Duschkopf (diese werde ich nutzen, auch wenn ich im anderen Bad auf Toilette gehe, weil das an mein Schlafzimmer anschließt), Ventilatoren sind auch zwei vorhanden, ich hoffe, das gefällt mir hier - ich war auch kurz am Meer, das hörte sich jedenfalls ganz gut an. Mal sehen, wie das hier morgen früh aussieht. (Achso, und das WLAN kostet auch extra, da versuche ich jetzt erstmal mit meinen 10 GB klarzukommen, die in meinem Datenpaket drin sind - nix gibt's mit Bingewatching von Serien, höhö ...)
Ich hatte auf der Anfahrt eine Tankstelle gesehen, die noch offen war, und die 150 Meter dorthin lief ich. Ich kaufte Wasser, Chips (Nervennahrung brauchte ich jetzt doch ...) und so'n Ingwer-Bier ein. Richtiges Bier hätte ich auch gekauft, aber hier darf am Sonntag (und es ist ja noch Sonntag) kein Bier verkauft werden ... Jo, da ist auch so richtig eine Metallstange vor den Kühlschränken mit dem Bier drin!
Danach lief ich - mit meiner Mutter telefonierend, das Datennetz funktionierte jetzt dank der Intervention der Damen an dem Verkaufsstand in der Ankunftshalle - zurück in meine Bude und fing an, mich so gaaaanz langsam mit diesem meinem 172. Land zu versöhnen.
Es ist jetzt gerade Mitternacht vorbei, ich werde noch das Nötigste an meinen Statistiken aktualisieren, aber dann gehe ich auch ins Bett und werde morgen sowieso nicht abwarten können, mir den Strand anzugucken ... In dieser Villa gibt es zwar Sonnencreme (das ist gut, meine geht bald aus, ebenso wie die Zahnpasta), aber kein Shampoo und keine Zahnpasta (das ist alles in meiner Tasche, von der ich immer noch nicht genau weiß, wo sie ist ...), da werde ich morgen (jetzt: heute) nach dem Strandgucken gleich mal in die Tankstelle zum Einkaufen gehen, und ab 9 Uhr darf ich auch Bier für den Sundowner einkaufen ...
Also, Land Nr. 172 ist geschossen, Begeisterung sieht erst einmal anders aus, aber erfahrungsgemäß kommen so Länder und ich dann auch irgendwann doch gut miteinander aus ...
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| Bier gibt's hier am Sonntag keines |
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| Abendrot unterwegs |
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| Flughafen Auckland vom Flieger aus |