Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Freitag, 8. Mai 2026

Die Polizei war ungeduldig mit mir

..., als ich da in Port Vila auf den Highway nach links abbiegen wollte, aber nicht wie ein vernünftiger Vanuatuer einfach in den Straßenverkehr reingrätschte, sondern eine Lücke abwarten wollte. Plötzlich fuhr der große weiße Pick-up um mich herum mitten in den Straßenverkehr, und erst da sah ich, dass das die Polizei war. Nun, wenn die das können, dann kann ich das schon lange (auch wenn ich sehr dadurch unterstützt wurde, dass der Wagen von links dann für mich anhielt ...). Jo, dann war ich auch auf dem Highway ... (Und die Polizisten haben nur gelacht, wie sie da hinten auf der Pick-up-Ladefläche standen [!] und der Fahrer an mir vorbeifuhr ...)

Ich war heute Morgen ziemlich früh wach - kein Wunder, ich war gestern auch sehr früh im Bett gewesen, der faule Tag hatte mich schläfrig gemacht. Dementsprechend gut konnte ich um 5.30 Uhr (!) aufstehen, um mir den Sonnenaufgang anzuschauen ... Im Bad stellte ich fest, dass der Schwärmer, der gestern Abend an mir hochgekrabbelt war, bevor ich ihn abschütteln konnte, auf dem Spiegel komische Spuren hinterlassen hat - naja, sowas kommt in den Tropen halt vor.

Der Sonnenaufgang war schick, aber noch schicker war - natürlich - der Einzug des glorreichen SC Freiburg ins Europapokalfinale. Meine Schwägerin und mein Bruder tickerten ebenso wie einige andere liebe Freundinnen, ich verfolgte den Kicker-Ticker und zum Schluss noch das Ganze im Audiostream des SWR. Hat mich nur ein paar Monate meines Lebens gekostet, aber sonst passt das ja wunderbar.

Um kurz nach 8 Uhr verließ ich den Beach Club und setzte mich ins Auto. Ich fuhr in Richtung Port Vila, machte unterwegs schon die ersten Fotos, weil die Sonne schon draußen war (herrlich), teilweise blieb ich einfach auf der Straße stehen, weil eh minutenlang kein Auto kam. Am erstbesten Geldautomaten (in einem kleinen Kaff, Geldautomaten haben sie hier wirklich viele, sehr löblich) hielt ich an, hob (viel zu viel) Geld ab, kaufte dringend benötigtes Wasser und einen Ananassaft und fuhr dann weiter in Richtung Hauptstadt.

Google Maps leitete mich recht gut durch Port Vila, sodass ich um kurz nach 9 Uhr auf dem Parkplatz direkt neben dem Hauptmarkt zum Stehen kam. Die 70 Cent Parkgebühr drückte ich auch ab, passte schon. Der Blick von dort auf die Bucht ist schon einmal sehr, sehr schön, der Hauptmarkt - geschädigt vom Erdbeben 2024 - kleiner als gedacht.

Ich lief nach hinten zu den Essensständen, aber die boten nicht das an, was ich wollte, nämlich Laplap. Nach ein paar Runden (Früchte gibt es in dem Markt noch und nöcher) fragte ich halt eine von den Tanten hinten explizit nach Laplap, und die schickte bzw. führte mich nach vorne.

Da saßen ein paar Damen, die hatten da auch was auf dem Tisch, aber meine KI hatte mir gesagt, dass ich das Laplap direkt aus der Bananenblatt-"Verpackung" nehmen solle, dann sei es ganz frisch. Jo, die gab's da aber nicht, die hatte nur - mutmaßlich ältere - von gestern in Folie. Jetzt war mir aber alles egal, also bestellte ich ein so'n Ding mit Hühnchen, setzte mich an den bereitstehenden Tisch und fing an, mit den Händen zu essen ... Laplap besteht aus Brotfrucht, Banane (das hatte ich nicht), Taro oder Yams, das in eine Paste gekocht wird und dann mit dem Löffel - oder Tortenheber ... - portioniert wird; dazu kann man Fleisch oder Fisch nehmen, man kann es aber auch sein lassen ...

Lecker war's, aber nicht so ein richtiger Hochgenuss; vielleicht wage ich mich morgen noch einmal nach Port Vila, mal sehen, dann aber etwas später (meine KI hatte erst gemeint, dass 9.30 Uhr bis 10.30 Uhr perfekt sein; nach meiner Rückkehr meckerte ich ein bisschen, weil es noch nicht frisches Laplap gab, da meinte die KI, dass es erst ab 11 Uhr oder so am besten sei ... wiedewiedewitt, und so ...) ...

Das Laplap hatte mich entgegen der KI-Vorhersage noch nicht soooo satt gemacht, also versuchte ich noch ein Tuluk. Das war noch im Bananenblatt eingepackt, das war Maniok gefüllt mit Hackfleisch, das war heiß und das war seeeeehr lecker. Wenn ich nochmal genau so vor der Wahl stünde, würde ich mir zwei oder drei dieser Tuluk nehmen und wäre glücklich ...

Nun hatte ich aber gut gefrühstückt und fuhr - wieder kam ich beim Linksabbiegen kaum aus der Einfahrt raus, weil ich noch zu viel Schiss habe hier - ein paar Meter weiter zum deutschen Honorarkonsulat. Da stand aber ein Lieferwagen davor, sodass ich den Gummiadler zu spät sah und noch eine Runde drehen musste; dabei passierte mir die Geschichte mit der Polizei, und dann stand ich nach abermaligem Abbiegen auch da in der Einfahrt. Da die Straße aber eng war und viele Menschen da waren und ich mich nicht komplett zum Brot machen wollte, schoss ich nur aus dem Auto heraus das Foto vom deutschen (und österreichischen!) Honorarkonsulatsschild (der gleiche Typ ist also Honorarkonsul für Deutschland und für Österreich) und fuhr weiter.

Nun bog ich an der Einmündung nach rechts ab, das ging schneller. (Achso, Vanuatu ist der einzige pazifische Staat auf meiner Reise, in dem man rechts fährt. Dementsprechend habe ich im Auto auf der Windschutzscheibe einen großen Aufkleber "keep right" stehen, damit die Australier, Neuseeländer, Fidschianer und sonstwas daran denken, dass sie rechts fahren müssen, weil das ja alles Linksfahrländer sind. Der Autovermietungstyp stellte aber schnell fest, dass ich ja [Kontinental-]Europäer sei und daher kein Problem haben dürfte ... Und die Statistik, in welchen Ländern ich schon gefahren bin, kommt noch, wird aber schwierig, weil ich das bei manchen Ländern gar nicht mehr genau weiß, ob meine Ma oder ich da gefahren ist ...)

Ich gedachte nun, im Uhrzeigersinn die Insel Éfaté (so mit Akzenten auf Französisch) zu umfahren - und geriet auf eine Piste, die ziemlich wild zwischen wunderbar glatt und Schlagloch an Schlagloch wechselte. Das geht ja alles noch, blöd ist es nur, wenn auf einer wunderbar glatten Straße plötzlich ein Riesenloch auftaucht (siehe Tansania letztes Jahr). Da musste ich dann doch aufpassen wie ein Schießhund, weil ich auch von der ziemlich guten Straße zwischen Port Vila und meiner Unterkunft getäuscht worden war. Ja, da gibt es auch Schlaglöcher, aber nicht so brutale Abschnitte und vor allem weniger von diesen Überraschungseiern ...

Ich fuhr also sehr stark aufpassend weiter, fand aber die Einfahrt zu den Mele-Wasserfällen trotzdem nicht, weil die wohl auch versteckt liegt; joa, Wasserfälle hab ich aber eh schon einige gesehen, das passt dann schon. Ich fuhr aber unmittelbar danach einen steilen Berg hoch und musste meinen armen Automatik-Suzuki da ziemlich quälen, damit er da hochkomme; das klappte aber schlussendlich, passte also.

"Wunderbar" ist die korrekte Beschreibung für die Fahrt, sobald man sich an die Schlaglöcher gewöhnt hat und sich traut, mal für Millisekunden die Augen von der Straße zu nehmen: Efate (ich bleibe jetzt - vielleicht - bei der englischen Schreibweise) ist unfassbar grün, Palmen, andere Bäume, alles ist sooo grün - nur die Kühe, die ab und zu in eingezäunten Weiden grasen, die sind nicht grün (und die Straße auch nicht).

Auch nicht grün sind die Menschen, die einem hier ab und zu zuwinken (und man sollte laut Reiseführer tunlichst zurückwinken!) - das ist alles sehr, sehr freundlich hier, das macht schon Spaß, das muss ich sagen. Ich habe mich vorgestern und gestern vom Aussehen der Menschen her fast wie in Papua-Neuguinea gefühlt, das ist aber wenig überraschend, weil das hier - wie in Papua-Neuguinea - Melanesier sind, und die haben - alles natürlich im Mittel - offenbar dunklere Hauttöne als die Polynesier und die Mikronesier.

Ich tuckerte da mit 30-60 Sachen durch die Gegend, wurde gar nicht sooo häufig überholt (dafür fahren hier zu wenig Autos, höhö); ich habe mehr (Klein-)Busse gesehen als gedacht, auch weiter weg von Port Vila, aber ich bereue es trotzdem nicht, mir das Auto gemietet zu haben, denn diese Inselumrundung heute wäre schwerlich möglich gewesen mit Bussen, und schon gar nicht so, dass ich schon wieder gemütlich um 13.30 Uhr zurück im Hotel bin - und gelohnt hat sie sich definitiv, diese Inselrundfahrt.

Ich fuhr nach vielleicht einer Stunde Fahrt auch am "World War II Relics Museum" vorbei, parkte auch, nachdem ich kurz gedreht hatte, wurde gleich freundlich vom Inhaber begrüßte, ging dann aber doch nicht rein, sondern fotografierte nur von außen. Der Inhaber fragte auch, wo ich herkäme, und auf die Antwort "Germany" meinte er dann, "ah, you were on the other side!" Jo, das ist wohl wahr, auch wenn wir Deutschen im Pazifik glücklicherweise nicht auch noch so massiv die Finger im Spiel hatten ...

Weiter ging es durch etliche Dörfer, aber auch über offene Strecke, bis ich schließlich an der Ostküste wieder ans Meer kam.

Die Strände hier sind offenbar nicht so richtig Allgemeingut, sondern den Dorfgemeinschaften wird zugestanden, für die Bewirtschaftung der Strände Eintritt zu verlangen; das geht dann aber schnell in die mehreren Euro (1.000 VUV, also 7 Euro, sind keine Seltenheit), und das finde ich dann nicht so grandios.

Überhaupt ist Vanuatu schon ziemlich touristisch, kein Wunder, es ist ja auch sehr schön, und die Australier und Neuseeländer haben das offenbar auch schon herausgefunden, drei Stunden von ihnen entfernt. Das führt dann aber halt auch dazu, dass die Menschen hier - und da ist ihnen wahrscheinlich auch kein Vorwurf zu machen - dann halt auch versuchen, Geld zu verdienen. Für die blaue Lagune müsste ich 1.500 VUV, also 10,50 Euro, Eintritt zahlen; das überlege ich mir nochmal ... Morgen ist ja auch noch ein Tag, und nur ein paar Kilometer von mir entfernt ist ein schöner Sandstrand, der wohl "nur" 500 VUV kostet (3,50 Euro, und auch das nur, wenn jemand da ist ...). Angesichts der Tatsache, dass ich eh zu viel Geld abgehoben habe, könnte man das sogar machen.

Ich schließe im Moment nicht aus, dass ich morgen - ich habe noch genug Puffer in meinen 400 erlaubten Kilometern drin, glaube ich - noch einmal nach Port Vila fahre, mir da zwei, drei Tuluks fürs Mittagessen hole, die an dem schönen Sandstrand mir einverleibe und danach noch ein paar Stunden hier im Hotel mache (und vielleicht sogar einmal schnorchle) - jo, das klingt gar nicht so schlecht. (Ausgeschlafen wird aber auf alle Fälle!)

Nach meiner Rückkehr parkte ich jedenfalls - wie ich fand - unglücklich, aber die Chefin meinte, das passt schon; na gut ... Ich ging ins Zimmer, dann an die Bar, belohnte mich mit einer Hopfenkaltschale und einem amerikanischen Zuckergetränk, saß dann vor meiner Bude zum Blogschreiben und ging noch einmal schwimmen.

Ich war gerade auf dem Weg aus dem Wasser, als mich so ein Fisch in die Wade biss ... Vor lauter Schreck - oder auch vor Lachen - fiel ich um und rettete mich auf die unterste betonierte Stufe, da saß ich noch ein bisschen, wurde noch einmal in den Oberschenkel gezwickt und kam dann - stehenderweise - mit der Chefin ins Gespräch.

Sie berichtete, dass ein Pärchen einmal wegen des "Lärms" (=Meeresrauschen!) abgereist sei; ich sagte ihr auch, dass mir das Ding hier sehr gut gefalle, auch wenn ich am Anfang unsicher war, ob das hier ohne Klimaanlage funktioniert (Spoiler: tut es sehr gut). Die Anlage ist echt klasse, weil man zusammenkommen kann, wenn man will, aber das keineswegs muss, wenn man es nicht will, und es gibt so viele Orte, wo man seine Ruhe haben kann, natürlich nicht zuletzt auf dem wunderbaren Ausguck auf der (kleinen) Landzunge ...

Die Zeitverschiebung von (hier) neun Stunden (in Tonga waren es elf, in Neuseeland zehn) ist fast perfekt, um mit der Heimat zu telefonieren: Wenn meine Ma ins Bett geht, stehe ich gerade auf, und andersherum - so erwischen wir uns immer, das ist sehr praktisch und wird auch für den Rest der Reise in der Südsee so bleiben.

Nachdem die Chefin und ich uns verquatscht hatten, ging ich duschen und mich rasieren (Letzteres war dringend nötig), bekam dann das leckere Abendessen, das mir die Bedienung empfohlen hatte (etwas im Wok Kurzgebratenes, war völlig okay, wenn auch nicht so landestypisch wie Tuluk), und sitze jetzt hier bei meinem ... Rauschen in der Starlink-Leitung ... Bierchen draußen und höre dem "Lärm"(=Meeresrauschen) zu ... Heute (Freitag Abend) sind auch mehr Leute da, sodass die nicht schon um 19 Uhr letzte Runde zu machen scheinen ...

Das war ein schöner Tag, ich habe nicht so viele Sehenswürdigkeiten im engeren Sinn besucht, aber trotzdem (finde ich) viel erlebt. Und das Schöne war, dass ich immer noch den Tag morgen habe - und da kann ich machen, was ich will, bevor es dann am Sonntag zurückgeht nach Auckland. Ich bin gespannt auf die wacklige Route Port Vila (Vanuatu) - Honiara (Salomonen) - Brisbane - Auckland mit zwei knappen Anschlüssen, ob a) ich und b) mein Gepäck mitkommt, aber das werde ich am Sonntag Abend berichten ...

Jetzt erstmal ein paar Fotos (soweit aus dem Auto, natürlich bei stehendem Gefährt und ausgeschaltetem Motor, hust) - häh, ist das jetzt wirklich in Reihenfolge?!


Unterwegs in Vanuatu I

Unterwegs in Vanuatu II

Hauptmarkt in Port Vila

Laplap (schmeckt wirklich besser, als es aussieht!)

Eingepacktes Tuluk

... und ausgepackt

Honorarkonsulat

Weltkriegsmuseum

Wasserfall unterwegs

Auch nochmal unterwegs

Man soll es nicht glauben, ich war heute unterwegs ...

Danach aber war ich schwimmen ...

Und über das Kreuz des Südens freue ich mich als Nordhalbkugler immer sehr ...

Donnerstag, 7. Mai 2026

Einen Ruhetag nach sechs Tagen Anreise

... hatte ich mir heute, glaube ich, redlich verdient - jo, ich habe das (teure) Auto heute überhaupt nicht angespannt, aber das ist halt so; die Flexibilität, die ich jetzt hier habe, habe ich heute eben so ausgenutzt, dass ich das Auto gar nicht angespannt habe. Das passt aber, insbesondere, weil ich in Tonga doch ziemlich immobil war (nur dank Havea habe ich jede Menge gesehen) und das nicht ganz so großartig fand (im Nachhinein hätte ich mir für Tonga wahrscheinlich auch ein Auto mieten sollen, aber ich wusste noch nicht, wie man hier im Südpazifik fährt, und war dementsprechend etwas unsicher, ob das was wird ...).

Nun denn, ich war irgendwie noch so aufgedreht, dass ich erst spät ins Bett kam - und dafür früh wach war ... Die Bayern verfolgte ich ab 6 Uhr Ortszeit in diversen Tickern (am liebsten ist mir natürlich der meiner Fußball-Kumpaninnen!) - ich glaube, in Zukunft muss ich auch international gegen die Bayern sein, sonst wird das doch nix mit denen ... (Oder sollte ich national für die Bayern sein, damit sie abschmieren?! Darüber muss ich nachdenken ...)

Nach dem wenig erfolgreichen Spiel gammelte ich noch ein wenig herum, auch weil es plötzlich aus der bewölkten Phase in Starkregen überging, aber nach endlicher Zeit war der Starkregen vorbei - und die Sonne kam raus. Juchhe, auch im Südpazifik gibt es ab und zu Sonne!

Ich spazierte ein zweites Mal auf der Anlage herum (das erste Mal hatte ich das kurz nach Anpfiff gemacht, als es noch bewölkt, aber trocken war) und entschied mich dann, ins (wunderbar temperierte, angeblich 28, 29 Grad) Nass zu springen. Das klappte überraschend gut (es war Flut), sodass ich den natural pool von der Treppe aus schwimmend erreichte. Herrlich!

Das blieb den anderen Menschen hier (das ist alles sehr familiär) nicht verborgen, sodass auch der Mann der Chefin (wenn ich das gestern richtig gesehen habe) und auch ein wahrscheinlich australisches/neuseeländisches Paar sich ins Wasser stürzte.

Jo, und den Rest des Tages gammelte ich - es war herrlich. Ich aß dann mittags einen sehr leckeren Burger (nur das Brötchen war etwas trocken) und trank dazu eine Kleinigkeit, setzte mich ein paar Mal schön in den Schatten vor meiner Villa auf einen dieser echt bequemen Holzsessel, ließ den Copilot mir eine Tour für morgen (da will ich Inselrundfahrt machen) erzeugen und auch eine Planung für die nächsten sechs Geburtstage meiner Ma (jaha, wir müssen die Schlagzahl hochhalten, damit sie so fit bleibt, toi, toi, toi!), das war ein richtig schöner Faultag heute.

Die Anlage hier ist ganz großartig, das muss ich sagen, es gibt in dem Felsareal hier sogar eine Art Kinderbecken, es gibt drei, vier Einstiege ins Meer, auf einer kleinen Landzunge stehen zwei dieser Holzsessel, da kann man ganz hervorragend die Seele baumeln lassen (tat ich dann [erst] kurz vor Sonnenuntergang, weil das halt auch ziemlich exponiert ist), das Essen ist lecker, Getränke sowieso, die Chefin nennt mich ständig "Darling" und kümmert sich sehr um mich (neihein, Bruderherz), es gefällt mir hier richtig, richtig gut ...

Heute habe ich gemerkt, dass ich ein Meertyp bin, gar nicht unbedingt ein Strandtyp; so richtig Sandstrand gibt es hier im Beach Club nämlich nicht (wohl aber anderswo in Vanuatu), gefallen tut es mir aber trotzdem, und bisher war für mich Meer fast immer gleich Strand.

Um 16.30 Uhr ging ich ein zweites Mal schwimmen; es war lustig, wirklich zu sehen, wie die Flut kam, weil man das in dem Naturpool auch wirklich merkt und sieht; jo, danach setzte ich mich kurz auf den einen Holzsessel auf der Landzunge, ging dann duschen, habe jetzt hier lecker zu Abend gegessen (heute gab es gegrillten Fisch, war auch sehr schmackhaft) und gehe wahrscheinlich früh ins Bett, weil ich vielleicht morgen vor der Inselrundfahrt noch schwimmen gehen will. (Freiburg werde ich unterwegs ein bisschen verfolgen, das wird schon klappen, und auch da ist es so, dass Freiburg wahrscheinlich nicht deswegen besser spielt, weil sie wissen, dass ich das Spiel verfolge ...)

Aber erstmal trinke ich mein Bierchen aus und dann vielleicht noch einen Gin Tonic, und dann geht's ins Bett ...

Tonga-Fazit mag ich heute nicht, muss noch verarbeiten und bin faul ... Auf alle Fälle aber: Es war toll!

Am Morgen war es noch dunkler

Das sieht doch fast nach Südsee aus, oder?

Oder??

Pavillon direkt vor meiner Haustür

Aussie Burger mit vanuatuischem Rindfleisch natürlich!

Oder????

Könnte mein Lieblingsplatz werden ...

Gerade für den Sonnenuntergang ...

Mittwoch, 6. Mai 2026

Vor Schlaglöchern, Kindern, Schweinen und Hunden

… warnt das Auswärtige Amt, glaube ich, wenn es vom Autofahren in Vanuatu schreibt und insbesondere im Dunkeln sogar abrät; nur Schweine habe ich heute Abend keine gesehen, als ich - in der späten Dämmerung und bei Dunkelheit - hier die letzten Kilometer auf der Ringstraße der Insel Efate in Vanuatu zu meiner Unterkunft fuhr. Es darf wieder geatmet werden - ich bin wunderbar und gut angekommen, und auch wenn ich hier noch nix vom Meer sehe (es ist ja dunkel), das Meeresrauschen hört sich schon einmal sehr, sehr, sehr gut an!

Das Aufstehen heute Morgen ging sogar überraschend gut, Havea fragte auch nach, ob ich fit sei (ich antwortete ihm erst am Flughafen, weil ich die Nachricht übersehen hatte), ich checkte kurz und schmerzlos aus, meine Taxifahrerin aus Kiribati stand schon da (ich drohte ihr an, dass ich sie kontaktiere, sobald ich Kiribati plane), und so fuhren wir gaaaaaanz gemütlich durch die Gegend zum Flughafen.

Der Check-in war schon offen, der Zugang zum Sicherheitsbereich noch nicht, ich hatte null Wartezeit (auch wenn Bag Drop ausgeschildert ist, aber du da kein Gepäck offdroppen kannst …), tauschte noch mein tongaisches Geld "zurück" in Neuseeland-Dollar (zum ersten Mal überhaupt habe ich neuseeländisches Bargeld in der Hand gehabt; vor drei Jahren waren Uli und ich komplett ohne ausgekommen; so sind die 75 Euro wenigstens nicht verloren) und wartete, bis die Sicherheitskontrolle aufmachte. Ich bekam noch das Ausreiseformular in die Hand gedrückt (das hätten sie ja auch am Check-in schon ausgeben können), ein entweder komplett vollgedröhnter oder gestern bösartigst abstürzter US-Amerikaner schnorrte noch meinen Stift (den ich aber zurückhaben wollte, wenn ich den schon aus eigener schlechter Erfahrung immer im Rucksack habe; später im Flieger passierte mir das mit meinem chinesischen Nebenmann nochmal), dann ging es durch die harmlose Sicherheits- und etwas langwierige Passkontrolle. Wobei, "langwierig" war sie nur für die südasiatisch aussehenden Menschen vor mir, ich war sehr schnell durch. (Überhaupt kommst du als Europäer hier - zumindest bisher, ich will's nicht beschreien - immer superschnell durch alles durch …)

Das Boarding war ein wenig lustig, weil wir für die 100 Meter in einen altersschwachen Bus verfrachtet wurden; wahrscheinlich war das dem Schmuddelwetter geschuldet - jedenfalls schaffte das Gefährt es, uns unfallfrei zum Flieger zu bringen …

Selbiger (eine ATR 72 mit 2x2-Belegung) war sehr, sehr leer, wahrscheinlich hätte jeder eine ganze Reihe für sich haben können, auch wenn die Verteilung etwas ungleich erschien; jedenfalls hatte ich einen freien Nebenplatz und genoss es insbesondere im Anflug auf Nadi, Fidschi, ein paar Fotos zu machen. In Fidschi war nämlich auch die Sonne ein bisschen draußen, das war mir ja in Tonga in den ganzen drei Kalendertagen, an denen ich dort war, nicht vergönnt gewesen - aber das erlebe ich auch noch, glaube ich …

Der Umstieg funktionierte problemlos, nur wurde ich angesprochen, ob ich den Aufruf zum Air-New-Zealand-Flug nach Auckland verpasst hätte; ich fragte mich, wieso die Flughafenleute ausgerechnet mich anquatschen, bis eine fragte, ob sie meine Air-New-Zealand-Handgepäck-Banderole (vom Hinflug nach Tonga) abmachen dürfe. Da verstand ich, dass sie mich deswegen für einen verpeilten Air-New-Zealand-Kunden hielten …

Der halbe Flieger (das war übrigens der gleiche Flieger für Nadi-Port Vila wie für Nuku'alofa-Nadi) nach Vanuatu bestand aus Chinesen; dementsprechend voll war er auch. Mein chinesischer Nebenmann verstand die Sandwich-Auswahl zwischen "chicken" und "vegetarian" nicht, sodass er - ich hatte schon gewählt - einfach "same" sagte und auf mich zeigte - bekam er also auch Hühnchen …

Beide Flüge waren sehr kurzweilig, auf dem zweiten guckte ich noch meine eine Serie zu Ende, und überpünktlich kamen wir in Vanuatu an (der Flug von Tonga nach Nadi war ein bisschen verspätet, aber den Anschluss erreichte ich trotzdem völlig problemlos).

Die Einreise in Vanuatu war ein wenig langwierig; zudem war gerade noch eine Air-New-Zealand-Maschine aus Auckland angekommen, sodass die Gepäckausgabe ziemlich voll war. Dafür kam mein Gepäck sehr schnell, und ich ging auf Anraten der Zollerklärungsentgegennehmerin durch den roten Durchgang, da gäbe es auch eine Röntgenmaschine. Die ganzen Chinesen vor mir wurden zur Sonderkontrolle rausgezogen, ich durfte so durch (s.o.).

Ich stolperte gerade aus dem Sicherheitsbereich raus, da lief ich schon dem Autovermieter in die Arme. Es war alles vorbereitet, ich zahlte und hinterlegte auch den Selbstbehalt für alle Fälle; die Übergabe war extrem gründlich (das war selbst mir fast zu gründlich, weil ich da wirklich aufpassen muss, dass ich nicht die allerkleinste Delle reinfahre …); ich ließ das Auto aber erstmal stehen und ging nochmal ins Flughafengebäude rein, weil ich mir noch eine SIM-Karte holen wollte.

Die Tante wollte eigentlich gerne Bargeld haben, aber der Geldautomat war außer Betrieb, die eine Wechselbude war geschlossen (obwohl drei Frauen drinsaßen!), die andere war dementsprechend gerammelt voll; irgendwann winkte die Dame mich zu sich und erbarmte sich dann doch, das per Kreditkarte zahlen zu lassen … (Die hatte halt schon alles vorbereitet und wollte jetzt ihre Kohle haben …) Mit Hilfestellung von ihr klappte auch die Freischaltung; dann ging ich auf Jöck.

Ich hatte vorher mit dem Copilot (der KI) ein bisschen "gestritten", weil der mir eine ganz komplett Route empfohlen hatte; ich fuhr jetzt so, wie Google es mir anzeigte, und stand, wie von der KI prognostiziert, im Stau … Jo.

Ich kam aus Port Vila zum Glück im (einigermaßen) Hellen raus, denn da waren die schlimmsten Schlaglöcher (auch nix wirklich Furchtbares, aber da wollte ich nicht mit 80 Sachen reinfahren; da man hier aber eh maximal 50, 60 fährt, auch außerorts - naja, ich jedenfalls heute Abend -, sollte das kein Problem sein); danach wurde die Ringstraße deutlich leerer, sodass ich - es wurde dunkel - öfter das Fernlicht anmachen konnte und eventuelle Schlaglöcher früh erkannte.

Kurz nach 18 Uhr fuhr ich hier aufs Gelände, hupte, mir wurde geöffnet, mein schönes Zimmer gezeigt (das hier ist ein Beach Club, da ist nicht so wahnsinnig viel mit Schlüsseln und so, mal gucken, was das wird, aber die Gäste sind praktisch komplett alles auch reiche Ausländer, das wird schon passen) und jetzt sitze ich etwas abseits, habe ein Bierchen vor mir stehen und warte aufs Essen. Die Rinder in Vanuatu sollen sehr gut schmecken, das probiere ich heute gleich mal aus, weil der Fisch schon alle ist (oder nur noch tiefgefrorener Fisch da oder so).

Auf meiner Buchungsseite hatte gestanden, dass man hier Deutsch spreche - und tatsächlich sprechen die Besitzerin und ihre Ma ein bisschen Deutsch, weil die Mutter mit einem Deutschen aus Einbeck verheiratet war - so klein ist die Welt …

Jetzt freue ich mich aufs Essen und werde den Blog hochladen, sobald ich das WLAN-Passwort habe (ich möchte ungern die 5 Gigabyte, die ich habe, schon heute verjubeln …). Mir geht es gut, das ist mein 170. Land, von Tonga gibt's morgen (oder so) ein Fazit, da gibt es noch so viel zu verarbeiten, da kommen schon die nächsten Eindrücke hier aus Vanuatu …

Das Kalbsfilet gerade eben gehört - und das hätte ich in Vanuatu (of all places) nun wirklich definitiv nicht erwartet - zu den besten Kalbsfilets, die ich jemals in meinem Leben gegessen habe, unfassbar! Okay, die Portion war nicht überriesig, aber für 17, 18 Euro in einem definitiv touristischen Laden, das ist schon völlig okay ...

Doch, das Ding hier gefällt mir - und ich bin so gespannt, wie das Meer morgen hier aussieht (oder übermorgen bei Sonne, morgen soll es jedenfalls bis in den Nachmittag hinein bewölkt sein); ich werde - wenig überraschend - berichten ...

Heute nicht gar so viele fotografische Eindrücke, aber dafür besonders gute!

Kalbsfilet heute Abend - vorzüglich!

Einheimische Bierkunde gehört natürlich immer dazu - kannste auch gut trinken ...

Anflug auf Nadi, Fidschi

Dienstag, 5. Mai 2026

Ich hatte eigentlich einen Plan

... für heute, aber dadurch, dass ich gestern so riesigen Spaß hatte, dass ich das in einem Absatz dreimal (!!!) geschrieben habe, war ich heute Morgen nicht so gaaaaaanz wunderbar herausragend megafit ...

Von "Ausschlafen" würde ich jetzt nicht reden, aber ich quälte mich erst um kurz nach 8 Uhr aus dem Bett und belebte meine müden Lebensgeister mit einer schönen Dusche. Das Wasser, das ich noch hatte, schmeckte so überhaupt gar nicht, und außerdem war es Wasser, ich brauchte jetzt dringend etwas mit Geschmack, und am besten ein ordentliches Frühstück dazu.

Ich guckte in Google Maps rein und sah wenige Gehminuten von meinem doch recht abgelegenen Hotel entfernt ein sehr gut bewertetes Café. Ich zog mich an und marschierte dort hin.

Dass so ein wunderbares Teil hier mitten im Wohngebiet steht, hätte ich wirklich nicht erwartet! Das sah nicht nur gut aus, die hatten auch (ohne dass man nach dem Passwort überhaupt nur fragen musste) superschnelles Internet, und das Big Breakfast, das ich bestellte, war auch lecker, wenn ich auch nicht so richtig wusste, wozu die Majo gehören sollte ... Ich futterte mich durch Spiegelei, Wurst, Bacon, Toast, Bohnen und Bananen durch und trank dazu Cola. Danach ging es mir besser.

Ich war schon vor dem Frühstück mit einem, wie sich herausstellte, Italo-Tongaer ins Gespräch gekommen, der ebenfalls ein gesundes Frühstück mit Fanta einnahm, und wir redeten (wieder einmal) über Gott und die Welt, vor allem aber über Tonga. Irgendwann kamen Freunde von ihm, unter anderem ein ehemaliger Präsident des tongaischen Rugbyverbandes (wobei gefühlt jeder hier ein Freund von Havea, so heißt der Kerl, ist), der zum Einstieg als Antwort auf meine Aussage, dass ich aus Deutschland käme, erstmal meinte, dass ich dafür ja auch nix könne ... Hihi. So wunderbar (wirklich!) lustig ging das mit den dreien weiter, ich verhandelte kurzzeitig per WhatsApp mit den Taxifahrern von gestern, was eine Fahrt zu den kulturellen Stätten im Osten der Insel kosten würden, die 170 Pa'anga (ca. 60 Euro) kamen mir irgendwie ein bisschen wenig vor, weil die gestern von mindestens 200, eher mehr, gesprochen hatten, und irgendwie war ich jetzt nicht so ganz sicher, ob sich das lohnen würde. Der eigentliche Plan war ja gewesen, das Ganze mit dem Bus zu absolvieren, aber dieser Zug, äh, Bus war nun abgefahren - hin wäre ich wahrscheinlich auch noch am späteren Vormittag gekommen, aber zurück wäre es wohl schwierig geworden.

Jetzt war ich auch schon ein bisschen mit den drei Jungs versackt (naja, "Jungs" ist übertrieben, Havea wird 50 dieses Jahr, und der Ex-Präsident war noch älter - glaube ich), sodass ich mich auf einen geruhsamen Tag einstellte, vielleicht mit einem kleinen Spaziergang in die Stadt und (unvernünftigerweise!) dem Karoake-Abend im Billfish. (Übrigens war allen dreien, als die Rede vom hangover aufkam, völlig klar, dass ich im Billfish versackt sein müsse. Bo, die Besitzerin, soll auch irgendwie mit der Besitzerin des WLAN-losen Restaurants verwandt sein, so unterschiedlich können Menschen aus einer Familie sein ...)

Ich hatte meine Coladosen reingebracht und wollte mich gerade verabschieden, als Havea meinte, dass er sowieso irgendwie über die Insel fahren müsse zu seinem quarry (ich kannte das Wort tatsächlich nicht, es handelt sich um einen Steinbruch), da könne er mich auch mitnehmen und mir die Insel zeigen.

Das ließ ich mir nun nicht entgehen, und das war eine der besten Entscheidungen der letzten Jahre. Vorab: Es war absolut großartig, ich habe soooo viel über Tonga erfahren, ich habe all das gesehen, was ich von einem Taxifahrer hätte haben wollen, und ich habe unfassbar viel gelacht, das war soooo schön (und gleich gehen wir womöglich nochmal aus, ich konnte mich noch nicht erkenntlich zeigen, die 200 Pa'anga, 80 Euro, die ich fürs Taxi einkalkuliert hatte, werden definitiv in die Kolonne geworfen, siehe aber unten). Und nein, ich hatte nullkommanull das Gefühl, dass das in einer Bangladesch-Situation enden könnte; wenn das heute Abend nicht noch komplett schiefgeht, hat mein Gefühl auch da nicht getrogen.

Wir waren kaum losgefahren, noch in Nuku'alofa und gerade an der britischen und neuseeländischen Hochkommission vorbeigefahren, als Havea mir sagte, dass hier irgendwo auch die deutsche Botschaft sein muss. Sprach's, und wir fuhren am Honorarkonsulat vorbei. Ich fragte, ob wir kurz anhalten könnten, konnten wir, und so ist wieder einmal ein wunderbares Grinsekatzebild unter dem Gummiadler entstanden. (Und hier wurde ich nicht fast verhaftet!)

Nun ging es, vorbei an äußerst fruchtbaren Äckern und Urwald, in Richtung Südküste. Da zeigte Havea mir zuerst einen (großen) Brandungsschlot und dann (von oben) einen wunderbaren Strand, an den man aber nur mit einem Fußmarsch bergab kommt; dafür ist da halt kein Mensch. Wobei, heute war an keinem Strand, an dem wir waren, überhaupt jemand ...

Wir fuhren in Richtung Südosten, kamen zum (ich vermute) Fua'amtu-Strand, und wenn das Wetter besser gewesen wäre (heute war es wieder bewölkt und zudem sehr windig), wäre hier sicherlich ein Südsee-Traumstrand, wie er im Buche steht, zu beschreiben gewesen; so war er nur sehr, sehr schön! (Das fanden die Trauernden offenbar auch, die hier an diesem wunderschönen Fleckchen Erde einen Friedhof aufgemacht haben. Havea erzählte, dass die Familien oft einmal an den Gräbern säßen und dort zusammen grillen [!] würden; ich interpretierte das so, dass man sich da halt den verstorbenen Angehörigen nahe fühle ...)

Wir sprachen über seine und meine Familie, seine Lebensgeschichte (und auch darüber, dass er als "Mischlingskind" einer Tongaerin und eines Europäers durchaus keine gänzlich unproblematische Kindheit hatte), ganz sachte über Korruption und verschwundene Sitten, es war total spannend, seine Analysen als Tongaer mit langer Auslandserfahrung zu hören über dieses Land, auch darüber, dass man hier zur Arbeit auftauche oder aber eben nicht (im Steinbruch war nur einer von zwei Baggern besetzt, und natürlich hatte er selbst offenbar heute auch nicht so wahnsinnig viel zu tun, sodass er dem Ausländer sein Land zeigen konnte), es war sehr, sehr interessant - und sooo lustig ...

Ich wagte kaum zu hoffen, dass wir noch die ganze Ostküste mitnehmen würden, über die ich mit dem Taxifahrer verhandelt hatte, aber genauso kam es: Wir bogen (wie immer für mich relativ plötzlich) ab und standen am Zugang zur Anahulu-Höhle. Hier musste ich 20 Pa'anga, etwa 7 Euro, Eintritt abdrücken, hatte dann aber die unglaubliche Höhle für mich allein - unglaublich! Ich rannte mir zu meiner großen Überraschung beim ziemlich tiefen Einlass nicht die Birne an, bekam dann aber den Mund auch nicht mehr zu, vor lauter Stalaktiten, die da - nicht richtig üppig beleuchtet, ich musste ab und zu meine Handy-Taschenlampe zur Hilfe nehmen, um den Weg etwas auszuleuchten - aus der Decke ragten. In dem kleinen Pool am Ende der Höhle kann (und darf) man anscheinend sogar schwimmen, nur hatte ich heute natürlich keine Badehose dabei, weil das alles so spontan kam; aber damit hätte ich heute sowieso nicht gerechnet.

Havea war ein wenig erstaunt und schmunzelte, weil ich schon nach 20 Minuten wieder da war; entweder habe ich was verpasst oder er hat mich ein bisschen veräppelt. Zuzutrauen wäre ihm Letzteres auf alle Fälle ...

Weiter ging es zum "Stonehenge des Südpazifik", dem Ha'amonga 'a Maui. Das ist ein Trilith, also ein aus drei Steinen bestehender Bogen, der wohl um das Jahr 1200 gebaut wurde; in der Nähe steht auch der Maka Fa'akinanga. An diesem Stein soll der Herrscher gestanden (oder auf diesem gegessen?) und sich aus Sorge um Attentate die Untertanen in schöner Entfernung vom Leib gehalten haben - joa. Alles in allem wäre ich, glaube ich, ein wenig enttäuscht gewesen, wenn ich dafür die Taxikosten ausgegeben hätte, weil das soooooo atemberaubend - ähnlich wie in Stonehenge - nun auch wieder nicht ist.

Auch die antiken Königsgräber (wenn das denn so stimmt) in Mu'a, sogenannte langi, haben wir gesehen, darunter das anscheinend größte namens Paepae o Tele'a. Auch da erkennt man - außer der durchaus anerkennenswerten Monumentalität - als Laie nicht sooo wahnsinnig viel, auch wenn diese Anlagen bald womöglich zum Weltkulturerbe zählen könnten.

Jetzt war es schon 14.30 Uhr, sodass wir zurück nach Nuku'alofa fuhren; um 15 Uhr schmiss Havea mich an meinem Apartment raus - es regnete jetzt kurzzeitig richtig heftig, überhaupt ist es hier heute sehr windig -, nachdem ich vorgeschlagen hatte, dass wir uns heute Abend noch einmal treffen, allein schon, damit ich mein tongaisches Geld los werde.

Ich muss noch meinen Transfer morgen organisieren (der Besitzer meines Hotels ist natürlich auch ein Freund von Havea, aber geschäftlich will er mit dem eher nix zu tun haben, erzählte er mir während der Fahrt ...), aber das wird schon werden; eingecheckt habe ich auch schon, die Kommunikation mit der Mietwagenfirma läuft ziemlich gut, und morgen komme ich dann also in mein 170. Land, wenn alles gutgeht.

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So, jetzt habe ich das auch mit dem Transfer geklärt, das passt morgen ...

Zwischenzeitlich habe ich versucht, eine Abendessen-"Kantine" in der Nähe zu finden, aber dafür war ich entweder zu doof oder die Google-Maps-Karte war falsch; mir sind gefühlt 20 Hunde nachgelaufen, einer hat mich sogar berührt (nix Schlimmes!), aber die bellen dann immer so laut - ich will doch gar nicht von euch! (Und die Straßenbeleuchtung ist hier auch nicht so gut, ich hatte dann wieder das Handy mit Taschenlampe im Anschlag ...)

Havea hat mir jetzt für den Abend abgesagt, der hatte genug vom Einholen der Boote bei dem mittelprächtigen Sturm, der hier gerade über die Insel weht, aber dann habe ich mal den ersten Tag der Reise ohne Alkohol, das wird auch nicht schaden. (Und ich habe gerade so ein australisches Ingwer-"Bier" getrunken; das hatte ich mit Uli schon immer verzehrt, das ist echt lecker!)

Es ist nur ein bisschen schade, dass ich mich nicht so richtig erkenntlich zeigen kann nach diesem tollen Tag heute, aber vielleicht komme ich ja mal wieder nach Tonga (mit dir, Ma?), und dann quatsche ich ihn auch wieder an ... (Apropos, Ma: Auch Havea hat mir Palau empfohlen ... Und von den Cookinseln schwärmen sie hier alle - ich bin sehr gespannt!) In jedem Fall also: Malo, Havea, vielen, vielen Dank!

Jetzt chatte ich ausführlich mit der künstlichen Intelligenz und hole mir dessen 85%-Antworten für Fragen zu den künftigen Tagen ab; das passt inzwischen meistens deutlich besser als noch vor zwei Jahren, aber hundertprozentig trauen werde ich dem Ding so bald nicht.

Achso, man spricht Tonga nicht - wie ich es bisher gemacht habe - "Ton(g)-ga" aus, sondern das ng wie in "länger"; irgendetwas war anders, wenn ich den Leuten hier zuhörte, aber ich konnte das erst heute Morgen identifizieren. Jetzt hab ich's und werde das auch so weitertragen ... 

Fotos dieses wunderbaren Tages - leider habe ich keins von Havea gemacht ...

Versteckter Strand im Süden

Da musste die Grinsekatze sich natürlich hinstellen und Foto machen

Anahulu-Höhle

Dringend benötigtes Frühstück

Unterwegs in Tonga

Meeresloch

Nochmal Höhle

... und nochmal!

"Stonehenge des Südpazifik"

Blick auf den alten Königsthron
Königsgräber

Montag, 4. Mai 2026

Fakaleitī

Nuku'alofa, im Hotel, 14.08 Uhr Ortszeit (3.08 Uhr deutscher Zeit)

Da war jetzt die KI tatsächlich mal nützlich: Mir waren gestern am Flughafen die Person, die uns die Schalter für die Biosicherheitskontrolle zugewiesen hat, und heute ein Fluggast aufgefallen, die mir - nach westlichem Verständnis - als trans erschienen; und zwei Transpersonen binnen zwei Tagen sehe ich (bewussterweise) in Deutschland im Alltag eher selten. Der Copilot (die KI von Microsoft) hat mir aber eben erklärt, dass solche in Tonga als fakaleitī bezeichneten Männer sich eher nicht nach westlichem Verständnis als trans empfinden, sondern - ich beabsichtige jetzt aber auch nicht, hier ein Gender-Studies-Proseminar durchzuführen, dazu bin ich auch überhaupt gar nicht qualifiziert - nur (?) eine Frauenrolle einnehmen.

Das ist hier im Südpazifik offenbar - auch nach der extrem erfolgreichen christlichen Missionierung - gesellschaftlich schon immer anerkannt gewesen, und diese Menschen scheinen, wenn man dem Copilot glauben darf, beide klassischen Geschlechterrollen zu unterlaufen, indem sie sich mehr "herausnehmen" können als Frauen, aber eben auch nicht zu Männern in Konkurrenz stehen. Das ist ja alles ein semantisches Minenfeld, aber so verstehe ich es halt - wer es besser weiß, darf gerne dazwischengrätschen. Spannend finde ich das auf alle Fälle ...

Der Wecker heute Morgen war grausam, auch weil ich gefühlt gerade erst eingeschlafen war. Seit dem verpassten Ausflug in Südkorea bin ich ja bei so frühem Aufstehen (gerade in übermüdetem Zustand) immer ein wenig ängstlich, und den Flug wollte ich auf gar keinen Fall verpassen. Jedenfalls stand ich fix auf, duschte, packte meine 77 Sachen zusammen, checkte aus, nachdem ich auch meine Essensrechnung von gestern bezahlt und meinen großen Koffer untergestellt hatte, und wartete auf den Bus.

Eine andere Passagierin und ich wurden - ich nahm den Bus eins früher, weil ich gestern Abend nicht für meinen Flug heute Morgen hatte einchecken können - zum Terminal kutschiert, in dem schon eine Menge los war, morgens um halb fünf.

Ich musste in die Check-in-Schlange (sonst geht hier sehr vieles automatisiert), weil ich Air New Zealand nachweisen sollte, dass ich ein Anschlussticket aus Tonga heraus habe (da fliege ich ja mit Fiji Airways). Ein sehr freundlicher Mann nahm sich meiner an, und schon war meine Tasche eingecheckt.

Die Schlange zur Passkontrolle war relativ lang, aber da die meisten hier durch die elektronische Ausreise gehen können, ging das auch relativ fix. Die Sicherheitskontrolle ging fix - und ich bin immer wieder überrascht, dass mein mit Flüssigkeiten und Elektronik vollgestopfter Rucksack inzwischen doch häufiger nicht zur Nachkontrolle rausgezogen wird ...

Ich lief zum Gate, kaufte noch Cola (die brauchte ich jetzt dringend, mir war an der Sicherheitskontrolle fast ein bisschen drümelig geworden) und wartete dann ab, dass ich als Allerletzter (!) an Bord gehen konnte. Ich saß auf einem wunderbaren Gangplatz mit freiem Mittelplatz, nur das WLAN ging nicht, aber ansonsten ist Air New Zealand schon richtig schick - und ich bin heute wohl das erste Mal mit Air New Zealand geflogen, wenn ich es richtig sehe ...

Den 180. Längengrad habe ich verpasst, aber rekonstruktiert, dass wir den so gegen 9.25 Uhr tongaischer Zeit passiert haben müssten (Start war um 7.17 Uhr neuseeländischer, Landung um 11.03 Uhr tongaischer Zeit); wir waren noch zwei Warteschleifen geflogen (habe ich auch schon lange nicht mehr erlebt), deswegen waren wir etwas verspätet.

Ich ging einigermaßen zügig aus dem Flieger raus (da ist Reihe 6 sehr praktisch), und das war gut so, weil für die Ausländer nur eine Frau für die Passkontrolle zuständig war und das dauerte ein wenig ...

Mein Gepäck kam an (auf einem Direktflug ist noch kein Gepäckstück verlorengegangen, aber ich will es nicht beschreien ...), der Zoll wollte gar nix von mir (obwohl ich wegen meiner Badehosen sicherheitshalber angekreuzt hatte, dass ich Klamotten dabei habe, die beim Wassersport genutzt wurden ...) und schon war ich in Tonga final eingereist. Land Nr. 169 - juchhe!!

Mein Hotel hatte die Fahrerin nicht geschickt, aber zufällig war die Frau, die normalerweise vom Hotel beauftragt wird, da, sodass sie beim Hotel anrief und bestätigt bekam, dass sie mich ins Hotel bringen soll. Irgendwie wirkt das in dem Hotel alles nicht so richtig monsterprofessionell.

Die Fahrt mit der Frau aus Kiribati (die einen Tongaer geheiratet hat) war ganz großartig, wir sprachen über Gott und die Welt, vor allem natürlich über Tonga: Die vielen Hunde hier auf der Straße sind teils Straßenhunde, teils gehören die aber irgendwohin, haben jedoch Freigang, und es gibt hier viele Chinesen (es machte den Eindruck, dass es ihr zu viele sind).

Insgesamt war das eine ganz gemütliche Fahrt, hier rast man nicht, sondern zuckelt mit 50 über die gar nicht einmal schlechte Straße; oft begleitet die Polizei einen Leichenzug, und dann fährt man links ran (hier ist Linksverkehr), auch um dem Verstorbenen Respekt zu bekunden (so war mein Verständnis).

Als wir im Hotel ankamen, wurde ich sehr freundlich begrüßt (freundlich sind die Menschen hier definitiv!) und bekam das beste Zimmer mit weitem Blick über die Lagune. Bei der Bezahlung haben sie einen etwas unfreundlichen Kurs angewendet und auf diese Weise die Taxikosten für den Flughafentransfer, die sie "versehentlich" mit angeboten hatten, wieder ein bisschen reingeholt. Bisschen saftladig ist das schon, aber bei dem wirklich akzeptablen Zimmer ist mir das jetzt auch wurscht, aber auf die Idee, die Fahrten jetzt doch noch einmal abzurechnen, sollen sie bitteschön nicht kommen!

So, den ersten Teil des Blogs habe ich jetzt bis ca. 14 Uhr geschrieben gehabt, jetzt habe ich mich eingecremt, ein bisschen hydriert und breche demnächst mal in die Stadt auf. Nuku'alofa gilt als Hauptstadt-Dorf, mal sehen, was ich vom königlichen Palast (Tonga ist ein Königreich) und von der Hafenpromenade am Ende sage. Zurück geht es vermutlich mit dem Taxi, nachdem ich an der Waterfront gegessen habe, aber das gucken wir dann mal ... 

(Achso, und ich hatte gestern Abend ja jetzt doch ein Auto für Vanuatu gebucht; da kam heute die Buchungsbestätigung ... Das wird ein teurer Spaß, aber das wäre es auch mit dem Taxi geworden, und so kann ich wenigstens mal die Ringstraße fahren.)

Ach komm, ich mache jetzt hier einen Liveblog draus und lade schonmal hoch ... Update folgt dann am Abend (also am Vormittag deutscher Zeit)

Blick aus dem Flieger auf Nuku'alofa

Blick aus meinem Hotelzimmer auf die Lagune

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22.13 Uhr, nach einem wunderbaren Abend in der Billfish Bar

Boah, Freunde, ich habe so richtig schön gemütlich einen sitzen, nach dem großartigen Abend in der Bar. Dabei war die nur dritte Wahl, weil meine erste Wahl komplett zu und die zweite Wahl, nunja, alles getan hat, um mich nicht da zu behalten ...

Ich lief dann so gegen 14.30 Uhr los und wurde erstmal nach wenigen hundert Metern von einem Hund angebellt. Eine Autofahrerin fuhr gerade aus ihrer Parklücke, fragte, ob ich Hilfe oder eine Mitnahmegelegenheit bräuchte, ich verneinte dankbar und lief weiter. Nach einer, sagen wir, Dreiviertelstunde durch dörfliche Straßen, auf denen mir viele Hunde und etliche Schweine begegneten, kam ich so langsam in den Ortskern von Nuku'alofa. Ich hob - beim zweiten Versuch, die Gebühren wurden nicht niedriger - relativ viel Geld ab und lief dann zum königlichen Palast, den man völlig problemlos fotografieren kann (von außen). Danach lief ich zurück und an der Hafenpromenade (sehr schön!) entlang bis zur anvisierten Gaststätte.

Nunja, die war allerdings sowas von geschlossen, das war sehr schade. Auf dem Weg hatte ich aber eine schöne Gaststätte gesehen, auf der anderen Straßenseite, also nicht direkt am Meer, aber das sollte nicht schaden, weil ich eh noch sehr früh dran war für den Sonnenuntergang und dieser letztlich auch von den Wolken verdeckt wurde.

Ich machte den (großen) Fehler, schon zu bestellen, bevor ich nach dem WLAN-Passwort fragte. Letzteres wurde mir nämlich verweigert mit Hinweis darauf, dass das nur für Hotelgäste herausgegeben werde. Das, liebe Leserinnen und Leser, ist natürlich eine komplett und vollständig bekloppte Herangehensweise, als ob ich meinen zwei Stunden dort so viele Daten absaugen würde. Ich war sehr geladen und wollte die Managerin sprechen, nur war diese - komischerweise - abwesend.

Sehr, sehr schade - denn das Essen dort war wirklich herausragend! Ich aß 'Ota 'ika, in Kokosmilch fermentierten Thunfisch, und danach nochmal ein Thunfischsteak auf Kartoffelstampf mit gebratenen Ananas obendruff. Und gerade die gebratenen Ananas passten - für mich überraschend - ganz hervorragend gut zum Thunfisch.

Ich würde das Ding wärmstens Herzens empfehlen, wenn die nicht solche Helden wären - mir ein WLAN-Passwort zu geben, hätte sie genau gar nix gekostet, und wahrscheinlich wäre ich morgen wieder dort gelandet, so haben sie nicht nur einen Kunden für morgen verloren, sondern haben auch eine - schlechte - Google-Bewertung abbekommen ...

Das war echt ärgerlich, und weil ich noch Lust auf ein Bier hatte, blieb ich nicht sitzen, sondern lief ich ein paar Schritte weiter in eine nicht ganz so grandios bewertete Bar. Auch die hatten keinen WLAN, aber da war's zumindest nicht explizit als "Gast-WLAN" gekennzeichnet; daher sei's drum ...

Ich hatte gerade mein zweites Bier intus, als die Aufbauarbeiten für das Pubquiz in die Endphase gingen. Ich versuchte erfolglos, mich einer australischen oder US-amerikanischen Truppe anzuschließen (der eine Typ meinte, er hätte 76 Länder besucht und würde normalerweise bei sowas gewinnen, er war dementsprechend von meinen nunmehr 169 Ländern ziemlich beeindruckt), aber da kam noch einer dazu, sodass die zu fünft waren.

Am Ende kamen wir in einer Vierergruppe, bestehend aus der Wirtin, dem Sponsor für diese Charity-Veranstaltung, einer gebürtigen Australierin und mir, zusammen - und ich hatte ganz, ganz großen Spaß ...

Wir wurden Vorletzte, aber das war - sorry - scheißegal, denn wir hatten riesigen Spaß. Gefühlt gab jeder eine Runde, die Wirtin ließ noch ein paar Pommes und Frühlingstollen und Wontondinger antanzen, das war ganz super, es hat mir riesigen Spaß gemacht.

Am Ende fuhr mich Bo, die einen deutschen Nachnamen hat, weil ihr Urgroßvater anno achtzehnhundertapfelputz hier eingewandert ist, sogar noch in meine Bude, und morgen ist Karaoke - nicht auszuschließen, dass ich wieder da lande ...

Das war ein ganz wunderbarer Abend, erst das gute Essen bei katastrophaler WLAN-Dienstleistung, dann der großartige Abend in der Bar, das war herrlich, wenn auch unerwartet und nicht geplant. Morgen, denke ich, schlafe ich erstmal ein kleines bisschen aus, und schaue dann, ob ich zum "Stonehenge des Südpazifik" komme. Vielleicht mache ich auch morgen schon den ersten echten Ruhetag hier, das entscheide ich spontan ...

Einheimisches Bier, gebraut in Neuseeland

'Ota 'ika

Zufahrt zum Hafen

Königlicher Palast

Flagge von Samoa

Ich glaub, mein Schwein pfeift!

Friedhof in Samoa

Thunfischsteak auf Kartoffelstampf mit gegrillten Ananas

Am 5. Mai sprachlich leicht entschärft ...

Sonntag, 3. Mai 2026

Der Koffer war da!

Das ist ja in diesen Tagen fast eine Sensation, gerade nach einem Umstieg, egal ob lang oder kurz ... Es dauerte ein wenig, bis der Koffer da war (ich war zwischendurch auch dringlich auf der Toilette, nachdem ich im Flieger zumindest einigermaßen hydriert geblieben bin, aber aufgrund meines Fensterplatzes wieder nicht aufgestanden war ...), aber dann war er da ...

Fangen wir aber auch heute mal wieder am Anfang an, und der Anfang war der Flug. (Man beachte auch den eigenständigen Eintrag zu Shanghai, den ich gestern am Flughafen geschrieben habe, aber - in China - halt nicht hochladen konnte.)

Heute hatte ich kein Glück, und ein Ehepaar saß neben mir. Der Steward brachte ihr auf dem Mittelsitz zwar ein Kärtchen, auf dem ihr Platz und ein Platz in der Business Class und ein Pfeil dazwischen standen, aber sie blieb sitzen. Das war in Ordnung, ich war nur ein wenig neidisch, weil die beiden schlafen konnten wie Babys, während ich mich daneben hin- und herwarf und erst ganz am Schluss, als ich eigentlich schon wach bleiben wollte, noch ein Stündchen pennte. Nunja, ich hatte erstens in gewisser Weise vorgeschlafen und zweitens keinen Stoffpanda (dabei), an den ich mich kuscheln konnte ...

Ansonsten war der Flug recht entspannt (Start 0.25 Uhr chinesischer Zeit, Äquatorüberquerung um 8.01 papua-neuguineischer Zeit, Landung um 15.16 Uhr), ich surfte im Internet, weil ich ein kostenloses Trial erwischt hatte, allerdings natürlich nur auf den Seiten, die der chinesische Staat zulässt: Kicker und T-Online (!) gingen, der Rest wie gestern beschrieben nicht ... Aber besser als nix, würde ich sagen ...

Die Einreise ging seeeeeehr schnell (so schnell bin ich in Deutschland selten eingereist, das ging hier auch am Automaten und es war nix los ...), auch die Biosicherheits-Kontrolle ging sehr fix, ich bekam auch den ganz besonders unbedenklichen Stempel (Grüße nach Wiesbaden!), wartete dann länger am Kofferband, ging durch die Unbedenklichen-Schlange, an der trotzdem nochmal (alle!) vom Hund beschnuppert wurden, und war in Neuseeland eingereist. Juchhe!

Den Bus zu meinem Hotel fand ich gut, nur hatte ich gerade den Bus verpasst, sodass ich in der halben Stunde, in der ich wartete, noch den Blogeintrag zu Shanghai hochlud und mit dem Reisebüro klärte, dass ich von Vanuatu nach Neuseeland, wenn ich auf den Salomonen und in Australien umsteigen muss, tatsächlich mein Gepäck durchgecheckt bekomme (das war mir nicht ganz klar, weil ich erst jetzt gesehen hatte, dass ich da zwei Buchungscodes, aber zum Glück nur ein E-Ticket hatte; auch bei Solomon Airlines steht meine gesamte Relation, das müsste passen). Ich werde trotzdem nur relativ kleines Gepäck mitnehmen (das ich gerne aufgebe), weil ich nicht überrascht wäre, wenn gerade auf der letzten Strecke mit zwei knappen Umstiegen was schiefgehen würde; den Koffer lasse ich hier im Hotel stehen, das kostet zwar 2,50 Euro am Tag, aber das ist es mir durchaus wert.

Die Busfahrt zum Hotel ging auch fix, ich checkte problemlos ein, packte im Zimmer schonmal um und sitze jetzt bei meinem zweiten (leckeren) IPA, nachdem ich eben Fish & Chips verspeist hatte; die Preisgestaltung hier ist auch etwas komisch, das Essen kostete 15 Euro, das Bier kostet 9 Euro (hust!), aber heute ist mir das wurscht (und sonst ja auch meist) ...

Morgen klingelt um 3.30 Uhr der Wecker, um 4.35 Uhr fährt der Bus; um 6.55 Uhr (20.55 Uhr deutscher Zeit am Sonntag) fliege ich hier in Auckland ab, um 10.45 Uhr (23.45 Uhr deutscher Zeit am Sonntag) lande ich in Nuku'alofa in meinem 169. Land ... Die Abholung funktioniert jetzt auch, alles bestens ...

Fotos gibt's heute nicht viele ...

Anflug auf Neuseeland I

Anflug auf Neuseeland II

Hochverdientes Bierchen