Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht,
Länder in hellgrün sind fest geplant,
Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate.

Sonntag, 8. Februar 2026

Nicht ganz gelangt

... hat es zum Sechs-Länder-Tag heute, weil ich in Schaffhausen den ganz frühen Zug nach Basel (sehr deutlich) verpasst habe; dann hätte es (ganz vielleicht) noch reichen können, nach Weil am Rhein zu fahren, mit der Straßenbahn zur Dreiländerbrücke zu pilgern und auch noch Frankreich mitzunehmen. Das klappte nun nicht, aber wenigstens wurden es mit Italien, der Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Deutschland heute mal wieder fünf Länder - und Liechtenstein ist das zehnte Land dieses Jahr, da muss ich nächste Woche auf dem Heimweg aus Antholz nicht unbedingt noch einen Abstecher nach Liechtenstein machen ...

Ich war dann gestern auch zeitig im Bett und schlief ganz okay durch (träumte aber auch dieses Nacht größten Mist), um 9 Uhr frühstückten wir wieder lecker mit italienischer Salami und Käse, Panettone wurde auch wieder mit Marmelade verfrühstückt, und den zweiten Morgen in Folge mit Cappuccino habe auch überlebt.

Gegen 10 Uhr waren wir unterwegs, ich wollte die Maut sparen und über Staatsstraßen bis zur Grenze kommen, am Ende landeten wir doch (mit Maut ...) auf der Autobahn, aber 2,50 Euro können wir verschmerzen nach diesem schönen, aber nicht ganz billigen Wochenende ...

Der Grenzübertritt in Como/Chiasso dauerte ein bisschen, klappte aber für uns dann problemlos, und hinter Bellinzona fuhren wir nicht in Richtung Gotthard, sondern in Richtung San Bernadino. Auf der Alpensüdseite hatten wir bestes Wetter und grandiosen Blick auf die Berge (Fotos haben wir mangels Parkplatz und Zeit - ich wollte möglichst noch die Chance auf Frankreich wahren ... - keine gemacht), der San-Bernadino-Tunnel kam uns kurz vor, bergab war ich ein einziges Verkehrshindernis, weil die auch die Schweizer Südländer bei 80 nicht 80 fahren, aber da mussten sie durch ...

Liechtenstein wurde in Ruggell, Österreich in Nofels kurz beführt (mitsamt Foto von der Grenzplakette), dann ging es über St. Gallen in Richtung Schaffhausen. Da ich den Zug nun verpasst hatte, fuhren wir - auch zwecks Tanken in Deutschland, die Tanksituation spitzte sich dermaßen zu, dass meine Ma ständig Blick mit Giftpfeilen in meine Richtung sandte - in Richtung Erzingen und, da wir dort keine Tankstelle fanden, in Richtung Tiengen.

Mit Sprit für 10 km im Tank fanden wir eine Tankstelle, tankten voll und fuhren dann zum Tiengener Bahnhof; dort stieg ich in die Regionalbahn nach Basel ein, wo ich pünktlich ankam. Gleich zwei Rivella wurden gekauft, zumal ich noch auf die Freunde treffe, die mit mir ein Stück in Richtung Norden fahre, und ein bisschen Flüssigkeitsdefizit habe ...

Das war ein wunderbares Wochenende, mit dem wirklich tollen Eishockeyspiel, bei dem wir viel von dem Sport mitbekamen, und auch mit der kleinen Sightseeingtour in Mailand mit Dom, Gallerie und Canali. Die Gastgeberin in Lomazzo war ganz besonders toll und kriegt eine meiner seltenen 10er-Bewertungen - das den Verkehrsmitteln nach und in Mailand klappte auch problemlos, und das Essen war sowohl in Lomazzo als auch in Mailand grandios. Klar nehmen die Italiener (gerade in Mailand bei Olympia) auch mehr als nur Almosen, aber wenn das Essen halt gut ist, zahlen jedenfalls meine Ma und ich das gerne ...

Ich freue mich schon sehr auf nächstes Wochenende und hoffe, dass das mit Curling und Biathlon ähnlich klasse wird.

Nur ein Foto heute als Beweisbild von der Grenzplakette zwischen Österreich und Liechtenstein, ausnahmsweise mal am Tag ...:


Falls auf der Fahrt nach Hannover nichts Außergewöhnliches mehr passiert, war es das dann für heute - einen Olympia-Gesamterlebnis-Bericht wird es aber womöglich nach dem nächsten Wochenende noch geben ...

Samstag, 7. Februar 2026

Olympia der langen Wege

So sagt man zu den diesjährigen Olympischen Winterspielen, weil es offenbar erstmals zwei offizielle Austragungsorte gibt, die allerdings etliche Stunden Fahrtzeit voneinander entfernt sind. Die Aussage trifft aber auch auf die Fußwege hier in Mailand auf dem Weg zum Eishockey an der Messe zu, denn von der Messe-Station der Metro bis zur Halle waren es bestimmt 1,5 km - und die scheuchte ich meine arme Ma hin und zurück, anfangs in meinem Tempo, bis sie mir (beinahe) alle Schand gesagt hätte, dann klappte das auch besser.

Das Frühstück heute Morgen hatten wir auf 8 Uhr erbeten, das klappte auch sehr gut, eine asiatische Familie saß noch mit im Frühstücksraum, und nach dem Genuss von italienischer Wurst und Panettone brachen wir um 8.30 Uhr auf. Ich fuhr meine Ma zum Bahnhof (wir ahnten, dass das heute sowieso noch ein anstrengender Tag werden würde), fuhr dann zurück zur Unterkunft und lief die Viertelstunde zum Bahnhof. (Die Hauswirtin hatte uns auch angeboten, uns zum Bahnhof zu fahren, aber das wollten wir nicht auch noch annehmen. Und am Bahnhof parken wollte ich auch nicht, weil wir in Mailand ja vielleicht noch ein oder zwei alkoholische Kaltgetränke zu uns nehmen wollten.)

Der Bahnhof hier in Lomazzo wird umgebaut, sodass man die Tickets in der Bahnhofsbar kaufen muss. Das klappte auch problemlos (auch wenn die Beschilderung handschriftlich war); das Problem war nur, dass man die Dinger offiziell vor dem Besteigen des Zuges elektronisch entwerten muss - allein, ich fand keinen Entwerter. Eine junge Frau erbarmte sich und versuchte zu helfen, wusste aber auch nicht recht, wo so'n Ding stand, sodass ich noch einmal in der Bar nachfragte. Die Tante sprach nur Italienisch, aber ich glaubte zu verstehen, dass das schon so okay sei und die Schaffner wüssten, dass wegen der Bauarbeiten in Lomazzo keine Entwertung möglich sei.

Wir stiegen also ein und saßen die ganze Zeit ein bisschen auf heißen Kohlen, aber kein Schaffner ward gesehen, und als wir in Mailand aus dem Zug stiegen, rannten wir schnell weg, damit uns da keiner mehr aufhalten konnte. Nein! Natürlich nicht ...

Wir gingen ein paar Schritte und fuhren mit der Metro vom Bahnhof Cadorna zur Messe. Die Fahrkarte in der Metro ist - sehr praktisch - eine Kreditkarte, die wir eifrig nutzten - wenn alles gutgegangen ist, zahlen wir für unsere insgesamt vier Fahrten heute den Tageskartenpreis - so mag ich das!

Schon im U-Bahnhof muss man ein paar hundert Meter überwinden, und als wir diesen verlassen hatten, kamen wir gleich in die erste Sicherheitskontrolle. Das Ganze ist aber, öhm, eher oberflächlich, auch wenn Röntgenmaschinen in Betrieb sind ...

Danach ging es weite, weite Wege unter dem zugegebenermaßen hübschen Dach in Richtung Halle; unterwegs kauften wir noch ein Käppi für teuer Geld - und im Eifer des Gefechts wurde es eher eine Kindergröße, die mehr schlecht als recht auf meinen Dickschädel passt ...

Es kam noch eine zweite Sicherheitskontrolle (katarische Polizisten und Soldaten waren auch da!), auch nicht wesentlich tiefgründiger (insbesondere wirst du zwar persönlich mit so einer Sonde abgetastet, aber mein Anorak, den ich über den Arm trug und dann auf den Tisch legte, war dem Typen herzlich egal - alles eher aktionistisch, mal wieder ...). Der Eingang zum Eishockey ist recht unscheinbar, fast wären wir in Richtung Eisschnelllauf weitergelatscht, es gab noch einmal eine Ticketkontrolle, aber dann waren wir in der Messehalle ...

Da war jetzt ein bisschen mehr Platz, wir gingen aber zügig auf unsere Plätze - ganz oben unterm Hallendach, und ein Lüftungsrohr (gut abgepolstert!) verlief direkt über meinem Kopf, sodass ich beim Torjubel (oder beim Protestieren!) immer da anstieß - da konnte nix passieren, es war weich, aber ein bisschen komisch fühlte es sich doch an, so ein Damoklesrohr über einem schweben zu haben ...

Wir waren ungefähr eine Stunde vor dem Spiel da, bald kamen die Spielerinnen zum Warmmachen, die Lightshow vor dem Spiel war auch schick, Hymnen gab es keine, und um Punkt 12.10 Uhr ging das Spiel los. Um 12.11 Uhr führte Deutschland schon, denn das 1:0 fiel nach 44 Sekunden. Jubel!

Die insgesamt 3.777 Zuschauer machten ganz vernünftige Stimmung, es waren viele Deutsche und auch viele Japaner da, aber auch Amerikaner, Tschechen und hastenichtgesehen. In den Unterbrechungen wurde viel englischsprachige Musik und gelegentlich auch italienische Klassiker (volare, ohoh!) gespielt, das haben sie sich von den Franzosen von vor zwei Jahren abgeguckt ...

Wir waren froh, den Puck regelmäßig zu sehen (außer, wenn die Spielerinnen am Eisrand eher Ringen denn Hockey betrieben), die drei deutschen Tore im ersten Drittel fielen direkt vor unseren Augen (Tor! Tor! Tor!), und dann war nach kurzweiligen 20 Netto-Minuten schon erste Halbz..., achso, ne, Drittelpause. Höhö.

Das zweite Drittel ging gut weiter, Deutschland führte schnell 5:0, die spielten recht gut - aber fast so gut gefielen uns a) die Eismaschinen und vor allem b) das Putzgeschwader, das wie ein Eisballett immer wieder das von den Schlittschuhen abgeschabte Eis aufsammelte und dazu mit größeren Schneeschaufeln im Formationsflug über das Eis fuhr ...

Ende des zweiten Drittels schoss Japan binnen 22 Netto-Sekunden (!) zwei Tore, das erste im Powerplay, das zweite in unmittelbarem Anschluss, da war ich dann froh, dass die deutschen Spielerinnen sich in die Drittelpause retteten.

Auch im dritten Drittel blieb es kurzweilig, auch wenn keine Tore mehr fielen, aber das war ganz okay, denn so hatte Deutschland am Ende 5:2 gewonnen und alle Chancen aufs Viertelfinale offengehalten (da gibt es dann aber wahrscheinlich sowieso gegen Kanada oder die USA auf die Mütze) ...

Die Spielerinnen wurden bejubelt, dann ging es den langen Weg zurück zur Metrostation. Die Toiletten waren anzahlenmäßig ein bisschen dünn vertreten (lange Schlangen, selbst bei den Männern, aber noch mehr bei den Frauen), aber wir hatten eh zu wenig getrunken, sodass wir es noch aushielten.

Mit der Metro ging es nun zum Domplatz, und der Mailänder Dom ist halt nun einmal schon hübsch anzugucken. Auch die Galleria Vittorio Emanuele II ist sehenswert, nur sahen das halt auch viele, viele Menschen auch so! Schließlich war es uns zu voll (und zum Essen auch zu teuer), sodass wir uns zügig wieder zur Metro zurückzogen, zum Bahnhof Cadorna zurückfuhren, dort umstiegen und schließlich bei den Canali landeten.

Nach ein bisschen Sightseeing am größeren Canale und Google-Recherche setzten wir uns in ein Bistro - und das war eine gute Entscheidung!

Meine Ma aß nur Rindertatar, ich bestellte Ossobuco mit Risotto milanese, beides war ganz großartig, und das italienische Bier dazu war auch trinkbar. Zum Nachtisch gab es Crema catalana für meine Ma und cannoli, beides nicht so richtig lombardisch, aber beides sehr lecker ...

Spätestens jetzt hatte ich meine Ma aber rechtschaffen kaputtgekriegt, sodass wir aufbrachen, uns gegen einen Absacker entschieden und mit der Metro zurück nach Cadorna fuhren. Dort stiegen wir in den Regionalzug um, nachdem wir am Automaten Fahrkarten gekauft hatten und durch die Sperre gegangen waren. Das Gleis wurde noch kurzfristig geändert, meine Ma schlief im Zug ein, kurz vor Lomazzo kam der Schaffner, war aber zufrieden, als er sah, dass wir irgendwelche Fahrkarten hatten (elektronisch geprüft wurden die nicht ...), und quasi pünktlich kamen wir an.

Die letzte Wanderung des Tages zurück ins Hotel überstanden wir, und jetzt ist meine Ma schon im Bett (aber pennt noch nicht!), während ich noch ein bisschen Olympia in Rai Sport gucke. Heute Nacht wird meine Ma hoffentlich nicht um 4 Uhr wach sein, morgen lassen wir es geruhsamer angehen, zumal ich eh gucke, ob ich meine Rückfahrt so abpasse, dass ich noch mit Freunden zusammen ein Stückchen fahren kann.

Wir frühstücken vielleicht so gegen 9 Uhr, brechen gegen 10 Uhr auf, werden so gegen 14, 15 Uhr in Deutschland (oder Schaffhausen) sein, sodass ich da auf den Zug nach Basel aufspringe und in Basel noch gemütlich eine Rivella kaufen kann. Klingt nach einem Plan, oder?

Heute gibt's etliche Fotos ...

Canale bei Nacht

... und bei Tag

Tatar

Ossobuco und Risotto milanese

Mailänder Dom (mit vielen Menschen davor)

Galleria Vittorio Emanuele II (mit vielen Menschen drin)

Deutschland im Angriff

Kurz vor dem Spiel

Lightshow

Sieg!

Eisballett (Putzbrigade)

Freitag, 6. Februar 2026

Wie Gott in Italien

... ging es uns heute, das fing bei der unglaublich freundlichen Besitzerin unseres B&B an und hörte bei der freundlichen Kellnerin und dem fantastischen Essen zehn Gehminuten von unserer Unterkunft auf. Herrlich!

Nach einem nicht unanstrengenden, aber recht kurzen Arbeitstag fuhren wir schon gegen 15 Uhr in Bonndorf ab. Über Bühl, Zürich und den Gotthard ging es nach Como, nachdem wir an der Schweizer Grenze in Bühl schon ins Visier der schweizerischen Grenzwache geraten waren - jetzt fangen die Schweizer auch noch an, Europa kaputtzumachen, es ist zum Heulen!

Nach dem Gotthard war traumhaftes Wetter, auch wenn es schon so langsam dämmerte, das letzte Stück in der Schweiz und die paar Kilometer in Italien fuhren wir im Dunkeln, nachdem an der italienischen Einreise das zweite Auto vor uns gestoppt worden war, aber die Navigationsapp führte uns sicher zu unserer Unterkunft.

Die Chefin hier bot Italienisch, Französisch und Englisch als Sprachauswahl an (vielleicht spricht sie auch Deutsch, aber ich ließ sie nicht zu Wort kommen ...), und mit Englisch kamen wir in unser sehr schönes, absolut unmodern designtes, aber ansonsten hervorragend ausgestattetes B&B-Zimmer hier eine halbe Stunde vor Mailand.

Im Zimmer blieben wir nicht lang, sondern liefen die knapp zehn Minuten zu einer der empfohlenen und von mir auch schon vorab entdeckten Restaurants. Dort bekamen wir einen Tisch im leeren Restaurant, und mit Händen, Füßen, meinem bisschen Italienisch und Google Translate klappte die Bestellung auch bestens.

Die Vorspeisen - gegrillter Oktopus und Köstlichkeiten des Meeres mit Lachs, Garnele, Pulpocarpaccio und Sardinen - waren ganz hervorragend, meine Hauptspeise - ein Rindermedaillon im Speckmantel mit italienischem Käse obendruff - war, bis auf die ersten zwei, ziemlich sehnigen Bissen ebenfalls wunderbar und unglaublich zart, und die Nachtische (Tiramisù limoncello und ein Sorbet) waren auch klasse. Dass dazu fast alles, was die italienische Getränkekarte hergibt - vom Bier über Wein hin zum Averna und einem Grappa, und am Schluss ein Espresso -, konsumiert wurde, wird keine Leserin und keinen Leser überraschen.

Nach diesem Zwei-Personen-Gelage wackelten wir gemütlich heim, sind jetzt in der Bude, werden morgen um 8 Uhr frühstücken und dann mit dem Zug nach Mailand fahren. Um 12.10 Uhr spielen die deutschen Eishockey-Frauen gegen Japan, das Spiel müssen sie fast schon gewinnen, aber ich bin zuversichtlich, dass es an unserer Anfeuerung nicht scheitern wird!

Heute gibt es nur Essensfotos, auch wenn man vom Vierwaldstätter See auch tolle Bilder hätte machen können, wenn man denn hätte anhalten wollen ... 

Hauptspeise: Rindermedaillon mit Speckmantel und Käse

Antipasti: Leckereien aus dem Meer

Antipasti: Fantastischer Pulpo

Samstag, 31. Januar 2026

"Teilstrecke fällt aus"

8.00 Uhr, noch im Hauptbahnhof von Halle, aber schon in der S-Bahn nach Leipzig

Das fängt ja alles gut an - betrifft aber zum Glück die spätere Verbindung, die ich wegen der knappen Umsteigezeit in Dresden-Neustadt ohnehin sehr skeptisch betrachtet hatte. Dementsprechend bin ich eine knappe Stunde früher aufgestanden und nehme jetzt die S-Bahn nach Leipzig. Bei Nahverkehrszügen habe ich inzwischen eher die Hoffnung, dass das mit der Pünktlichkeit einigermaßen klappt, denn für den Umstieg in Leipzig habe ich auch nur zehn Minuten Zeit.

Dann aber habe ich in Dresden Hbf mehr als eine halbe Stunde, und wenn ich schon in Dresden-Neustadt umsteigen würde, dann sogar fast eine ganze Stunde - das sollte reichen, um die Bahn nach Görlitz bzw. Zgorzelec zu erwischen.

Der heutige Plan sieht vor, ins polnische Görlitz, nach Zgorzelec, durchzufahren (das darf ich mit dem Deutschlandticket) und von dort zurück über die Neiße und vorbei am Meridianstein (der 15. Längengrad östlicher Länge geht durch Görlitz) zurück zum Bahnhof im deutschen Görlitz zu wandern. Da der Meridianstein nicht genau auf dem 15. Längengrad liegt, will ich auch den tatsächlichen 15. Längengrad eruieren, da hilft mir ja regelmäßig meine schöne Handy-App.

Danach geht es - wieder (doppelt) über polnisches Gebiet, aber vielleicht springe ich in Krzewina Zgorzelecka ausnahmsweise nicht aus dem Zug und wieder rein, mal gucken, obwohl, wegen der Tradition ...? - über Zittau nach Ebersbach(Sachs), wo ich wieder zum tschechischen Grenzstein latsche, anschließend durch den (tschechichen) Fugauer Zipfel ohne Halt durchfahre und dann wieder nach Halle aufbreche.

Das wird heute also auch wieder ein bisschen Liveblog; in Zgorzelec war ich noch nie richtig (außer mal kurz auf der Altstadtbrücke von Görlitz aus), an diesem Meridianstein auch nicht, da mache ich auch Fotos - und in Zgorzelec erreiche ich dann heute auch den vorerst östlichsten Punkt dieses Jahres, das ist auch gut ...

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9.11 Uhr, kurz hinter Riesa im ICE von Leipzig nach Dresden

Inzwischen führe die ursprünglich geplante Verbindung wieder, aber trotzdem wäre die Ankunft in Görlitz um eine Stunde verspätet ...

Ich habe eben noch das Mietauto für meine Ma und mich auf Curaçao gebucht; es ist ein bisschen blöd, dass wir schon um kurz nach Mittag landen, aber vier Tage später erst um kurz vor 18 Uhr fliegen, sodass ich jetzt gewissermaßen für fünf Tage buchen musste. Der Urlaub wird sowieso kein billiges Vergnügen, und mit dem Mietauto sind wir auf Curaçao wenigstens flexibel, zumal ich ja sowieso noch zum Flughafen muss, um nach Aruba zu fliegen, von daher wird das schon passen ...

Der ICE ist sehr angenehm leer, und ich fahre die gesamte Relation, denn der fährt nur von Leipzig Hbf über Dresden-Neustadt nach Dresden Hbf, sowas habe ich auch noch nicht soooo oft gemacht, aber das ist wahrscheinlich der Zug, der dann von Dresden nach Wiesbaden oder so fährt und heute Morgen eingesetzt wird. Sei's drum, es ist warm, es ist leer, es ist gemütlich ... Mal gucken, ob das in den Bimmelbahnen, die ich den größten Teil des Tages heute fahre, auch so sein wird.

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10.26 Uhr, kurz hinter Dresden Hbf im trilex von Dresden nach Zgorzelec

Das ist jetzt also einer der "einzelnen" Regionalexpresse, die von Dresden nicht nur nach Görlitz, sondern sogar noch das Stück über die Neiße nach Zgorzelec fahren.

In Dresden bin ich noch kurz in die DB-Lounge, die es dort - wider Erwarten - doch gibt, trank dort eine heiße Schokolade und ein bisschen Spezi, auf dass ich wach für die nächsten Etappen bin, aß schließlich noch ein vorzügliches überbackenes Hachéeküchlein im kleinen Brotlaib (naja, okay, einen Cheeseburger bei Burger King ...), kaufte noch ein bisschen was zu trinken und freue mich jetzt auf die Fahrt in Richtung Osten ...

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13.02 Uhr, am Bahnhof in Görlitz

Ach Freunde, wie schön ist es doch, durch die Welt zu reisen - und wenn es nur die vergleichsweise nahen Ecken sind!

Die Fahrt in Richtung Osten war wunderbar - so verschneit habe ich Sachsen noch nie gesehen, unglaublich!

In Görlitz stiegen die meisten Leute aus, und die, die mit nach Zgorzelec fuhren, hatten fast ausnahmslos ein kleines Wägelchen dabei - ich vermute, zum Einkaufen. Eine der Ausnahmen (moi) guckte bei der Überquerung der Neiße (11.52 Uhr) und damit beim Grenzübertritt aus dem Fenster, kurz danach wurde erstmals der 15. Längengrad überquert (also schon in Polen).

Ich folgte der Prozession der Wägelchenzieher in Richtung Innenstadt, erreichte um 12.04 Uhr bei 15° 0,541' ö. L. den östlichsten Punkt des bisherigen Jahres und bog dann über den Europaplatz, vorbei am Kulturpalast, ein in Richtung Heimweg nach Deutschland. Auf der Grenzbrücke, benannt nach Papst Johannes Paul II., konnte ich jedenfalls keine richtige Grenzmarkierung erkennen (die mag aber auch unter dem Schnee verschwunden sein), und den 15. Längengrad überlatschte ich, weil der direkt an den Hoheitsschildern liegt und ich Letztere erstmal begaffen musste ...

Es könnten Horden bösartiger Menschen nach Deutschland einreisen, solange sie nur zu Fuß kommen, denn der Bundespolizei sind Fußgänger herzlich wurscht, egal, ob sie kurz vor dem Stützpunkt von Dobrindts Schergen umdrehen und zurück nach Polen gehen (weil sie den 15. Längengrad verpasst haben) oder kurz vor dem Stützpunkt in Richtung Stadtpark stiftengehen, um den Meridianstein zu begutachten, der gar nicht wirklich auf dem Meridian liegt!!

Der "Meridianstein" liegt bei handygemessenen 14° 59,886' ö. L., da muss ich gleich mal ausrechnen (mit Cosinus und so!), wie weit er vom richtigen 15. Meridian abweicht. (Und nein, auch die Wikipedia gibt die gleiche Position an, mein Handy hat sich also nicht vertan!)

Jetzt marschierte ich aber an der Bundespolizei vorbei (die wollte trotz dem ganzen verdächtigen Verhalten immer noch nix von mir) und ging in Richtung Bahnhof zurück, an dem ich jetzt sitze und auf den Zug nach Zittau warte. Mal gucken, ob ich in Krzewina Zgorzelecka traditionsgemäß raus- und wieder raushüpfe, das wird wesentlich von der Anzahl der Umsitzenden abhängen, die mir potenziell (und hochwahrscheinlich!) den Vogel zeigen könnten ...

Mal gucken, ob Fotos jetzt schon gleich passen:

"Meridianstein" mit Beweis der Falschheit

Grenze mit Kulturpalast im Hintergrund

Papst-Johannes-Paul-II.-Brücke

Schöne Fassaden des alten Görlitz auch in Polen

Schilderwald

Kulturpalast

Ankunft in Zgorzelec

Östlichster Punkt heute

Überquerung der Neiße

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15.35 Uhr, im Regionalexpress von Ebersbach nach Dresden

So, jetzt war ich auch in Tschechien - und zwar zweimal, juchhe!

Aber fangen wir erst noch einmal in Görlitz an. Der Zug nach Zittau war leicht verspätet, daher waren wir erst um 13.36 Uhr in Polen. Es waren viel zu viele Menschen um mich herum (auch wenn ich einen Vierer für mich allein hatte), als dass ich mich - ohne Not, ich war ja schon mit den Füßen auf polnischem Boden gewesen - getraut hätte, mich komplett zum Affen zu machen und aus dem Zug raus- und wieder reinzuspringen. Daher blieb ich sitzen ...

Die Fahrt entlang der Neiße finde ich immer wieder total schön, um 13.45 Uhr fuhren wir für 18,8 Sekunden (handgestoppt) nochmal nach Deutschland, waren um 13.46 Uhr in Polen und um 13.47 Uhr endgültig wieder in Deutschland.

Den Umstieg in Zittau erwischte ich trotz der Verspätung in Görlitz problemlos, und in Ebersbach kam ich pünktlich an ...

Der Hund, der mich in Ebersbach normalerweise immer anbellt, bellte heute nicht (ich hoffe, mit dem ist alles in Ordnung!), und so kam ich unangebellt in Tschechien an. Ich erkundete einen Supermarkt in Grenznähe, den ich bisher jedenfalls noch nicht wahrgenommen hatte, kaufte aber nix ein und lief dann geruhsam wieder zurück zur Grenze und zum Bahnhof.

In Dresden habe ich gleich wieder längeren Aufenthalt und kann noch etwas zu mir nehmen; mein IC nach Halle fällt aus, sodass ich mich wieder über Leipzig mit Regional- und S-Bahnen durchschlagen muss.

Achso: Der Meridianstein ist etwa 130 Meter zu weit westlich - Saftladen! Aber ich vermute, dass man den 1961, als er aufgestellt wurde, nicht an die richtige Position stellen wollte, weil er sonst zu nah an den Grenzeinrichtungen der DDR gewesen wäre ...

Da war ich schon öfter, ich weiß

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17.04 Uhr, im Regionalexpress von Dresden nach Leipzig

Joa, wir waren pünktlich in Dresden, ich verstehe immer nicht so ganz genau, was die Zugbegleiter machen wollen, wenn jemand wirklich meine BC100 (oder mein Deutschlandticket) klaut und dann vorgibt, keinen Ausweis dabeizuhaben, aber die Dame verstand nicht einmal genau, worauf ich hinauswollte.

Am Dresdner Hauptbahnhof aß ich noch spät zu Mittag/früh zu Abend, gucke jetzt noch ein bisschen Fußball und freue mich auf den gemütlichen Abschluss des Abends in Halle, bevor es morgen dann auch wieder mit der Eisenbahn in Richtung Hannover geht.

Das war ein wunderbarer Ausflugstag, das hat mir echt gut gefallen ...

Ende für heute, der nächste Blogeintrag ist nicht weit, spätestens nächsten Freitag aus Italien, denke ich ...

Sonntag, 25. Januar 2026

Viel im Ungefähren

9.13 Uhr, im ICE zwischen Hannover und Hagen

... ist dieses Jahr noch, aber die heutige Reise ans belgisch-deutsch-niederländische Dreiländereck findet gerade statt. Der Plan ist, in Aachen bis zur Haltestelle Reutershag zu fahren und sich dann auf deutschem Gebiet an den Dreiländergrenzstein anzunähern, um gleichzeitig nach Belgien und die Niederlande einzureisen (vielleicht mit einem Bocksprung über den Grenzstein? - meine Sportlehrer kriegen gerade Herzrasen ...). Mal gucken, wie das funktioniert - wenigstens ist es heute hell ... Wobei mein Zug schon wieder Verspätung hat - aber den westlichsten Punkt des Jahres erreiche ich damit ziemlich sicher ...

Das heute wird also wieder ein Liveblog mit (wahrscheinlich) nur zwei Teilen, dem jetzt und dem auf der Heimfahrt, aber da es bis Köln (wo ich umsteige) jezt noch gut zwei Stunden sind, kann ich schonmal über die vergangenen und geplanten Reisen berichten.

Am Mittwoch und Donnerstag nach dem letzten Blogeintrag, also am 14. bzw. 15. Januar, war ich in Hamburg zum Fischbrötchen essen. Leider war meine Stammfischbrötchenbude im Umbau (was sie auf ihrer Homepage gerne auch hätten ansagen können), also musste ich dann doch zum Schickimicki-Typen am Hamburger Hauptbahnhof gehen; die Fischbrötchen waren aber auch echt lecker ...

Am Tag darauf gab es vor und nach meinem üblichen Kanzleramt-Reichstag-Brandenburger-Tor-Spaziergang eine Currywurst; war auch lecker ...

Nach dem Wochenende bei Freunden in Halle fuhr ich erst am Donnerstag Morgen zurück in den Schwarzwald. Ich mag es nicht so, im Zug zu arbeiten, aber da ging es nicht anders, zumal ich am Abend in Freiburg zum Fußball eingeladen war ... Der Ablauf der Zwei-Wochen-Frist kam bedrohlich nahe, sodass ich - ich hatte eh noch Zeit - einen kurzen Abstecher nach Basel machte, dort eine Rivella kaufte (klar) und schließlich nach Freiburg fuhr.

Dort schloss ich mein Gepäck am Hauptbahnhof ein (das ging wenigstens, obwohl sonst massive Sicherheitsmaßnahmen waren), fuhr zum Stadion - und wir waren so früh da, dass wir fast ohne Verspätung ins Stadion kamen. Diese Lounge ist schon schick, das Spiel war vom Typ Arbeitssieg, aber auch ein 1:0 bringt drei Punkte, sodass wir zufrieden das Stadion verließen.

Jo, und gestern schließlich ging es wieder nach Hannover, denn die kommende Woche arbeite ich im Büro.

Jetzt bin ich also auf dem Weg nach Aachen, nächstes Wochenende mache ich - von Halle aus - einen Samstagsausflug nach Polen (vielleicht sogar mit Grenzübertritt in Görlitz, in jedem Fall aber in Krzewina Zgorzelecka auf der Neiße-Bahnstrecke) und Tschechien (mit Grenzsteinwanderung in Ebersbach und Durchfahrung des Fugauer Zipfels).

In der ersten Februarwoche kommen womöglich Freunde in den Schwarzwald, ehe es dann endlich zum olympischen Eishockeyturnier geht.

Am Sonntag, dem 8. Februar, geht es zurück nach Deutschland - und wahrscheinlich fahre ich dann von Schaffhausen oder so gleich nach Hannover durch. Am 10. Februar nämlich - das habe ich gestern gebucht - gehe ich zum DFB-Pokal-Viertelfinale der Berliner Hertha gegen den SC Freiburg. Im Olympiastadion war ich schon lange nicht mehr, da freue ich mich richtig drauf.

Mal gucken, ob ich noch den Zug zurück nach Hannover erwische (ohne Verlängerung wahrscheinlich schon ...) oder spontan in Berlin übernachte; da schlafe ich noch ein bisschen drüber ...

Nach dem folgenden Wochenende mit Cortina-Curling und Antholz-Biathlon steht ein Wochenende in Wiesbaden auf dem Programm - und entweder an dem oder am folgenden Wochenende ein Ausflug nach Luxemburg.

Die Karten für das Norwegen-Deutschland-Spiel habe ich auch endlich buchen können - ich Dussel habe mich nur verklickt und Platz 21 und 23 gekauft ... Naja, mit dem Menschen auf Platz 22 werden wir uns schon geeinigt kriegen, dass wir tauschen. Oh Mann!

Das Visum für Burkina Faso werde ich bald mal beantragen müssen, damit ich da auf der sicheren Seite bin (hoffentlich) - und das geht zum Glück elektronisch, sodass ich dem Saftladen von Post nicht wieder meinen Pass anvertrauen muss ...

Was ich im Mai mache, wird zunehmend unsicher, aber meine gesamte Reiseplanung nach Ostern hängt und fällt ein bisschen mit dem anderen (weltweiten) Saftladen namens FIFA.

"Ab dem 5. Februar" bekäme ich Nachricht, wenn ich meine Kartenbestellung erfolgreich wäre (erfahrungsgemäß sehe ich das noch früher, nämlich bei der Abbuchung des Ticketpreises von meiner Kreditkarte) - und dann kann ich in die Planung einsteigen.

Diese Falsch-herum-Anreise wird immer reizvoller - ich habe vorgestern mal so eine Beispielreise gemacht: Da würde ich von Berlin nach Budapest und von dort über Peking nach Taipei fliegen. Nach ein paar Tagen dort ginge es über Manila nach Palau (neues Land!) und einige Schnorcheltage später über Manila zurück nach Taipei. Mit einem 24-stündigen Zwischenstopp in Hongkong könnte es über die Datumsgrenze nach Vancouver gehen und von dort mit einem Inlandsflug nach Toronto zum Fußball. Am Ende ginge es über Dublin nach Hamburg und von dort nach Hause.

Billig ist natürlich anders, aber mit vielen Weltstädten wäre das schon eine schöne Reise, glaube ich. Dass die tatsächliche Reise dann genau so aussieht, halte ich für zweifelhaft, gerade weil ich ja alle Segmente einzeln buchen würde. Auch die Dauer (ich hatte jetzt drei Wochen im Auge) muss ich noch mit Chef/Kollegen und Kunden absprechen, aber grundsätzlich hört sich das schon ganz gut an.

Wenn ich diese Reise buche, wird es dann auch finanziell etwas schwieriger, vorher im Mai noch eine größere Tour zu machen - außer, ich mache jetzt endlich mal bald meine Steuererklärung ... Wie gesagt: Vieles ist noch im Ungefähren, aber ab dem 5. oder 7. oder 10. Februar wird da viel passieren, denke ich ...

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18.21 Uhr, zwischen Wuppertal und Hagen

So, das war ein wunderbarer Tag!

Die Anreise ging natürlich in die Hose, in Köln kam ich mit fast einer Stunde Verspätung an, bekam dort aber noch die Regionalbahn, die ich eigentlich nicht mehr hätte kriegen sollen, auch weil wir kurzfristig am gleichen Bahnsteig wie diese Bahn ankamen.

In Aachen gurkten wir natürlich auch wieder in der Gegend herum, der Busfahrer hatte die Ruhe weg, auch als der niederländische Bus vor uns liegen blieb - am Ende war ich mit fünf Minuten Verspätung an der Haltestelle Reutershag.

Die Wanderung hoch zum Grenzstein war entspannt, auch weil es ziemlich stetig bergauf ging, da bin ich ja traditionell entspannter als bei kurzen, steilen Anstiegen. Es gab einige Ausblicke auf Aachen und Vaals, dann ging es durch den Wald. Es gibt keinen richtigen Weg direkt zum Grenzstein, aber in dem Wald spielte eine Familie Verstecken, da latschte ich durch - und stand, naja, nicht plötzlich, am belgisch-deutsch-niederländischen Dreiländergrenzstein.

Zwei Grüppchen machten vor mir Fotos, dann war ich dran mit Selfie-Machen, mein Hand-auf-Grenzstein-Foto ist überraschend was geworden, auch weil die Grenzlinien, die von dem Grenzstein ausgehen, gut erwischt habe.

Traditionell aß ich im belgischen Sektor Pommes, heute mit Majo und Currysauce und Zwiebeln - das war brutal lecker! Ein Dreiländerbier wurde dazu konsumiert, dann brach ich auf, vorbei an Grenzsteinen, erreichte auf niederländischem Gebiet noch den westlichsten Punkt, den ich bisher dieses Jahr besucht habe, und erwischte noch völlig entspannt den Bus in Richtung Innenstadt.

Die Umstiege in Aachen-Rothe Erde, Köln und Wuppertal waren problemlos (auch weil ich in Köln noch ein bisschen im warmen Zug sitzen blieb und erst kurz vor Abfahrt dieses und Einfahrt meines neuen Zuges ausstieg), jetzt sitze ich im ICE nach Hannover und hoffe, noch vor Kick-off des ersten NFL-Spiels heute Abend daheim zu sein.

Falls nicht noch grandios was schiefgeht, war es dann für heute mit dem Blog. Schönen Abend!

Höchster Punkt der Niederlande, unweit des Dreiländergrenzsteins

Grenzsteinweg

Alter Grenzstein

Traditionelles Dreiländereckmahl mit Dreiländerbier und belgischen Fritten

Links Deutschland, rechts Belgien, links unten die Niederlande - und meine Hand in allen drei Ländern

Montag, 12. Januar 2026

Noch keine Karte, aber Flug und Hotel

... habe ich heute gebucht - juchhe!

Am 6. März fliege ich abends um 20.25 Uhr von Zürich nach Kopenhagen und habe dort 45 Minuten Umsteigezeit, um den Flug um 23 Uhr nach Stavanger zu erwischen. Dort komme ich planmäßig am 7. März um 0.10 Uhr an - und das wird die erste spannende Aktion werden, ob ich tatsächlich erst am 7. März oder schon am 6. März lande, denn in dem Moment, in dem ich norwegischen Boden berühre, gelte ich ja innerhalb des Schengen-Raumes als eingereist.

Ich muss schauen, dass ich mich ein wenig beeile, denn um 0.45 Uhr geht der letzte Bus in die Innenstadt. In selbiger wohne ich, und ich hoffe, dass ich so gegen halb zwei oder so im Bett bin.

Am nächsten Tag treffe ich mich - einen kleinen Stadtspaziergang wird es in der viertgrößten Stadt Norwegens wahrscheinlich geben - mit meinem alten Quasi-Studienfreund, den ich 2011 nach Bergen gebracht und zuletzt 2013 dort besucht habe (er war zwischendurch ein, zwei Mal in Deutschland und hat mich kurz besucht). Der offizielle Grund dieser Reise ist aber natürlich das WM-Quali-Spiel der deutschen Fußball-Frauen - und ich hoffe, dass ich, sobald es Karten gibt, für uns auch zwei Karten abgestaubt kriege ...

Ich vermute, dass es vor und jedenfalls nach dem Spiel noch zum Konsum von (teuren) Hefekaltschalen kommen wird, muss ich am nächsten Tag doch erst um 13.30 Uhr wieder zurückfliegen. In Kopenhagen bin um 14.40 Uhr, um 17.55 Uhr geht es weiter, sodass ich um 19.40 Uhr wieder in Zürich ankomme und wieder (wie auf der Hinreise) das Mamataxi bemühen darf.

Ich freue mich soooo sehr, den Guten mal wieder zu sehen!

Durch das Umsteigen in Dänemark muss ich auch nicht unbedingt die Monster-Gewalttour nach Dänemark und in der gleichen Nacht in Richtung Polen/Tschechien machen, sondern es reicht, wenn ich die Nur-Gewalttour nach Polen und Tschechien am 31. Januar mache - das ist mir auch ganz recht ...

So ganz langsam nimmt das Reisejahr 2026 doch Form an - aber es gibt noch immer 28 Urlaubstage (und vier Brückentage) zu verplanen, wobei ich ja durchaus schon die eine oder andere Idee habe (Kanada, wenn das mit der WM-Karte klappt - oder mit Nina; Westafrika mit drei neuen Länder oder Ostafrika mit drei neuen Ländern wären durchaus denkbar, womöglich aber auch was Größeres in die Südsee, mal sehen ...).

Sonntag, 11. Januar 2026

Noch mehr Olympia

... habe ich heute gebucht, denn an dem Sonntag nach den Curling-Partien in Cortina ist in Antholz noch Biathlon angesagt.

Ich schrieb gerade mit einer Freundin, die Biathlon schaute, während ich das Re-live des nächtlichen NFL-Playoff-Spiels guckte (sehr empfehlenswert, übrigens!), als ich so erwähnte, dass ich schon lange nicht mehr so richtig Biathlon schaue und auch gar nicht auf die Idee gekommen sei, nach Karten für Antholz zu gucken. Das war um 11.44 Uhr.

Um 11.46 Uhr hatte ich eruiert, dass es noch Karten gibt, die Freundin empfahl mir das Buchen, um 12.04 Uhr hatte auch meine Ma kein Veto eingelegt, um 12.33 Uhr (zwischendurch musste ich das wirklich spannende Footballspiel gucken, während mein WLAN zu Hause herumspann) fluchte ich, dass das mit dem Buchen nicht klappen würde, aber um 12.38 Uhr war meine Unterkunft in einem Seitental in Südtirol und um 12.41 Uhr auch die Stehplatzkarte am Schießstand gebucht.

Am 13. Februar, dem Freitag, fahre ich nun - wie schon länger geplant - aus dem Schwarzwald in Richtung Innsbruck und übernachte kurz vor der Landeshauptstadt Tirols. Am 14. Februar geht es dann nach Toblach, dort parke ich das Auto und fahre mit dem Shuttlebus nach Cortina zum Curling. Am Abend geht es nach Weitental, da ist mein (bezahlbares) Hotel - in Antholz selbst wurden Preise ab (!) 600 Euro aufgerufen ...

Schließlich geht es am 15. Februar morgens nach Antholz, eine lange Unterhose wird eingepackt und angezogen; wie ich da parke und zum Biathlonstadion komme, muss ich noch gucken, aber das Ganze geht bis 15, 16 Uhr - und danach geht es fünf Stunden zurück in den Schwarzwald (womöglich mit Zwischenstopp in Liechtenstein, damit ich da auch mal war dieses Jahr) ..

Das werden dann drei Sportarten (Eishockey, Curling, Biathlon) nach den zweien in Paris (Fußball und doppelt Handball) - das wird hoffentlich gut!

Nach dem Buchungsprozess und dem Ende des Footballspiels wanderte ich in Richtung Innenstadt bis zur Markthalle, stieg dort in die inzwischen wieder rudimentär fahrenden Stadtbahn zum Hauptbahnhof, trank mich in der DB-Lounge sitt (das Wort muss man nochmal ins Gedächtnis rufen!) und traf mich dann mit einem Kollegen zum Abendessen. Danach ging es mit der Stadtbahn direkt nach Hause, denn während des Abendessens wurde die Strecke bis zu mir (und noch weiter) freigegeben.

Jetzt sitze ich in meiner Bude, gucke Football und gehe gleich ins Bett ...

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Gestern habe ich in Grenzach-Wyhlen den südlichsten, in Köln den westlichsten und in Wunstorf kurz vor Hannover den nördlichsten Punkt des bisherigen Jahres besucht.

Nach viel Herumgeplane habe ich jetzt die Dänemark-Polen-Tschechien-Tour auf den 30./31. Januar und die Luxemburg-Belgien-Niederlande-Tour auf den 28. Februar gelegt; daran wird sich womöglich noch was ändern, aber das scheint mir jetzt ein gutes Gleichgewicht zwischen verrückten Touren (an den Samstagen) und Erholung (an den Sonntagen) zu sein. Womöglich ist sogar mein Bruder endlich mal zufrieden mit mir, höhö ...