Meine Länder

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Freitag, 13. März 2026

Es gibt wirklich wesentlich schlimmere Dienstreisen

... als nach Regensburg, vor allem, wenn man am Abend noch einen kleinen Stadtspaziergang machen kann.

Nach einem Workshop ging es gestern vom Hotel aus ein Stündchen durch die Altstadt von Regensburg, die "nördlichste Stadt Italiens", weil es dort - ähnlich wie in San Gimignano in der Toskana (das ich bei der Hochzeit vor zwei Jahren leider verpennt habe) - etliche Geschlechtertürme gibt. Diese Dinger, die die Reichen im mittelalterlichen Regensburg bauen ließen, sind in der oberen Hälfte tatsächlich leer, aber dafür sehr hübsch anzusehen, und angeblich gibt es von einst 60 dieser Türme heute immer noch deren zwanzig.

Auch der Regensburger Dom, stilistisch der kleine Bruder des Kölner Doms, ist sehr ansehnlich, und auch das Alte Rathaus, in dem in der Endphase des Heiligen Römischen Reichs der Immerwährende Reichstag tagte, sind sehr schick, wie die ganze - von allerlei Studenten bevölkerte - Altstadt insgesamt.

Nach dem Abendessen machten ein paar von uns noch einen kleinen Verdauungsspaziergang und liefen über die Steinerne Brücke (die leider zu hell beleuchtet ist, als dass man im Dunkeln noch die Skyline von Regensburg fotografieren könnte), danach ein Stück an der Donau entlang und über den Eisernen Steg wieder zurück zu unserem Hotel.

Das war eine kurze Stippvisite in diese wunderschöne kleine Großstadt, da könnte man durchaus nochmal privat hin (ich war vor Jahrzehnten mal zum Fußball in Regensburg, als ich den ruhmreichen FC Carl Zeiss Jena unterstützte, aber an so wahnsinnig viel konnte ich mich nicht mehr erinnern).

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Ich bin jetzt auf dem Weg in den Schwarzwald, wenn alles gut läuft, könnte man noch ein alkoholfreies Colaweizen oder zwei im Schnitzer konsumieren. Wahrscheinlich machen meine Ma und ich heute Nacht eh durch, weil wir aus diversen Gründen schon um kurz nach vier Uhr am Flughafen sein sollten.

Um 6.50 geht unser Flieger in Zürich; um 8.25 Uhr kommen wir in Amsterdam an. Wir haben einen relativ knappen Umstieg, denn um 9.40 Uhr geht es schon weiter. Wir machen um 13.40 Uhr Ortszeit (18.40 Uhr deutscher Zeit) eine Zwischenlandung auf Barbados, das wir um 15.10 Uhr Ortszeit (20.10 Uhr deutscher Zeit) schon wieder verlassen. Eineinhalb Stunden später, um 16.40 Uhr Ortszeit (21.40 Uhr), landen wir schließlich in meinem 167. Land (und dem, wenn ich richtig zähle, 95. Land meiner Ma). Wir werden am Flughafen abgeholt und zum Hotel kutschiert, dann gehen wir vielleicht noch auf ein Ankunftsgetränk in die Innenstadt.

Am nächsten Vormittag schließlich werde ich um 11.30 Uhr im Hotel abgeholt, dann geht es zum kleineren, stadtnahen Flughafen von Georgetown und von da mit dem Zwölfsitzer zu den Kaieteur-Fällen.

Ich hatte ja verhältnismäßig spät - nachdem wir uns ausgekäst hatten, ob meine Ma mit an die Fälle fliegt oder nicht (die Antwort ist "nein") - noch einen Ausflug an zwei Wasserfälle, den Kaieteur- und den Orinduik-Fall, buchen wollen, aber relativ schnell die Antwort bekommen, dass aktuell die Flüge eher ausgebucht seien ...

Vorgestern fragte ich nochmal nach und bekam die Antwort, dass es nur für den Kaieteur-Wasserfall noch Plätze gebe, und einen von diesen buchte ich schließlich einigermaßen kurzentschlossen. Das wird ein teurer Halbtagsausflug, aber ich hoffe, dass der Wasserfall auch zu Beginn der Trockenzeit noch ein bisschen majestätisch ist.

Um 12 Uhr also werden wir am Flughafen eintrudeln und einchecken, zwischen 13 Uhr und 13.30 Uhr soll es auf den einstündigen Flug zum Flughafen in der Nähe der Fälle. Schon der Flug soll ganz hübsch sein, und wenn die Bilder auf Google nicht lügen, werde ich das nicht heftigst bereuen ... Nach zwei Stunden am Kaietuer geht es dann aber auch schon wieder zurück, sodass ich pünktlich zum Abendessen wahrscheinlich wieder im Hotel sein werde.

Berichten soll ich? Na gut, mache ich, versprochen!

Achso: Ich erzähle gerade die Story vom gähnend leeren Lidl-Parkplatz in Griechenland, auf dem meine Ma sich nicht für einen Parkplatz entscheiden konnte und schließlich quer auf drei Parkplätzen stand ... So ging es mir auch mit der Überschrift des letzten Blogeintrages: Das muss natürlich entweder "Einer dieser legendären Schnitzer-Abende" oder aber "Eine dieser legendären Schnitzer-Nächte" sein; wenn ich mich nicht entscheiden kann, kommt halt so ein Prachtexemplar von Mistüberschrift wie am Dienstag herum. Und als Monument meiner Unfähigkeit lasse ich das jetzt so stehen wie andere Tippfehler ...

Jetzt aber noch ein paar Impressionen aus Regensburg:

Patrizierhaus I

Patrizierhaus II

Rathausturm

Steinerne Brücke

Donaupanorama

Turm II

Dom

Das ist noch das beste Skyline-Bild

Eiserner Steg

Dienstag, 10. März 2026

Einer dieser legendären Schnitzer-Nächte

... war das am Sonntag Abend, nachdem meine Ma mich in Zürich abgeholt hatte. Die Rückflüge von Stavanger nach Kopenhagen und von Kopenhagen nach Zürich waren völlig entspannt, der Aufenthalt in Kopenhagen auch, auch wenn mein Gate natürlich noch geändert wurde und ich dann dort ein bisschen herumstand, nachdem ich zuvor am ursprünglich geplanten Gate ganz gemütlich und mit Strom und WLAN am Rechner herumgeschraubt hatte.

Dabei guckte ich mich auch nach Reisen mit der Kollegenschaft um, aber ich bin immer noch gespannt, ob und wie das was wird, denn weder die Zusammensetzung der Truppe noch das Ziel noch der Reisezeitraum stehen so richtig fest ... Im Raum steht aktuell Belgrad für das Woche nach Ostern, aber da sind so viele bewegliche Teile im Spiel, dass ich erst daran glaube, dass wir zusammen verreisen, wenn wir am Gate stehen und den Flieger betreten.

Nach der Rückkehr in den Schwarzwald ging es also in den Schnitzer, und der Schnitzer-Wirt fragte, was das mit der WM-Karte geworden sei. Nix war's geworden (wie ich womöglich auch schon hier einmal beschrieben hatte), also meinte er, man könnte ans Buchen von Budapest gehen.

Jo, dass ich damit binnen fünf Wochen zweimal nach Budapest komme, wurde ignoriert, wir suchten uns Flüge und eine Unterkunft heraus, der Fünfte im Bunde (die Schnitzer-Wirtin und meine Ma waren ja zugegen) wurde per WhatsApp gefragt und erschien unverzüglich (obwohl nicht explizit dazu aufgefordert) im Schnitzer, und so wurden Nägel mit Köpfen gemacht: Am 17. Juni geht es von Stuttgart nach Budapest und am 21. Juni zurück, wir wohnen in Apartments am Oktogon und schauen mal, was wir so für Unfug anstellen, in Ruinenbars und allerlei Gedöns ... 

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Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hannover, diese Woche mache ich noch quasi-dienstlich eine Deutschland-Rundreise, morgen Abend geht es nach Halle, denn von da komme ich besser nach Regensburg, wo ich von Donnerstag auf Freitag dienstlich übernachte, bevor es wieder in den Schwarzwald und dann am nächsten Morgen (früüüüüüh) in Richtung Zürich und Amsterdam geht.

Auf der Zugfahrt habe ich - nach getaner Arbeit - nun noch Hotels in Auckland, Vanuatu und den Cookinseln gebucht.

In Tonga hatte ich zwar schon ein Hotel gebucht, und das bleibt auch dabei, aber mit Schwierigkeiten: Nach der Buchung wurde mir ein (kostenpflichtiger) Flughafentransfer angeboten, obwohl ich diesen ausdrücklich mitgebucht hatte. Dabei blieben sie auch nach erster Nachfrage, sodass ich denen ein Screenshot meiner Buchung mitschickte, in der ausdrücklich der Flughafentransport inklusive ist. Jetzt "erlassen" sie mir die Kosten für den Flughafentransport; damit bin ich dann auch glücklich, denn schön soll das Ding schon sein ...

In Vanuatu übernachte ich einem Beach Club an einer Lagune im Nirgendwo am Meer, der aber sehr gute Bewertungen hat. Ich weiß noch nicht genau, wie ich dahin komme; es könnte passieren, dass ich ein Mietauto buche, aber das hat seine Tücken, denn mein Rückflug geht am Sonntag Morgen recht früh, und angeblich hat das Büro einer renommierten Autovermietung da nicht offen (und bietet angeblich auch keinen Key Drop-off an ...). Da überlege ich noch ein bisschen draufherum ...

Auf den Cookinseln habe ich jetzt das Ding im Osten der Insel gebucht, um das ich schon länger herumgeschlichen war. Eine Villa am Strand soll das sein, auch das wird hoffentlich gut werden, an meinen drei Strandtagen zum Abschluss, bevor es wieder nach Auckland, Shanghai und Frankfurt zurückgeht.

In Auckland habe ich das gleiche Flughafenhotel (mit kostenlosem Transfer) für insgesamt vier Nächte gebucht, unter anderem für die Nacht vom 10. auf den 11. Mai. Die erste Nacht auf den Cookinseln ist ebenfalls für diese Daten, sodass ich zwei Zimmer für formal die gleiche Nacht gebucht habe - und das Tausende Kilometer entfernt. Das hat natürlich alles seine Richtigkeit, weil die Nacht auf den Cookinseln gut 24 Stunden später ist als die in Neuseeland, aber komisch sieht das schon irgendwie aus ...

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Und eben schaute ich in meine E-Mails und sah, dass mein (teures) burkinisches Visum bewilligt wurde. Juchhe!

Irgendwie hatte ich gar nicht mehr richtig damit gerechnet, nach dem Fiasko mit Dschibuti (wobei die Dschibutier dafür ja nur eine kleinere Teilschuld hatte), dass das mit Burkina Faso klappt, aber jetzt bin ich wirklich zuversichtlich, dass ich da ein paar schöne Tage verbringen kann in meinem dann 168. Land.

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Ich habe in Norwegen immer noch großen Gefallen am Fußball gehabt, dass ich gleich die Karte für das nächste Auswärtsspiel der deutschen Frauen in der WM-Quali gebucht habe: Am 18. April bin ich in Österreich, genauer in Ried im Innkreis. Wie genau (und vor allem, wann genau) ich da hinkomme und wieder abreise, weiß ich noch nicht genau, aber das wird schon klappen ...

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Nach Guyana (167.), Burkina Faso (168.), Tonga (169.), Vanuatu (170.) und den Cookinseln (171.) erwarte ich im Moment kein richtiges neues Land mehr für dieses Jahr; es gibt einige Planungen eher für Europa, mit den Kolleginnen und Kollegen, mit der Damentruppe, mit der ich in Irland und Portugal war, und Ägypten über Weihnachten mit meiner Ma.

Vielleicht klappt es im Sommer mit Neufundland mit Nina, das wäre sehr schön, aber da steigen wir frühestens im April in die Planung ein.

Aber sowas Kleines wie Dschibuti könnte man ja nochmal irgendwann probieren - und streng genommen habe ich immer noch sieben Tage zu verplanen ... Langweilig wird es jedenfalls nicht ...

Sonntag, 8. März 2026

"So ein Tag, so wunderschön wie heute"

Das haben gestern nicht nur die deutschen Fans gesungen im Fußballstadion, das kann ich auch - nicht nur wegen des Fußballspiels (4:0 in Norwegen!!) - für den Tag insgesamt sagen - es war sooooo schön!

Jetzt sitze ich - der Abend war so schön, dass ich den Blogeintrag gestern hintenrunter fallen ließ - schon am Flughafen in Stavanger und warte auf das Boarding, das ist einer guter Stunde beginnen wird.

Es war eine gute Empfehlung von Andreas gewesen, das Frühstück mitzunehmen, denn das war nicht nur sehr, sehr lecker und reichhaltig (mit Spiegel- und Rührei, Würstchen, Speck, Bohnen, Lachs und Salami, Croissants und richtig gutem Brot ...), sondern sorgte damit auch dafür, dass ich den Tag über nicht wirklich Hunger hatte.

Nachdem wir uns erst um 9 Uhr getroffen hatten, brachen wir gegen 10.30 Uhr auf und machten erst einmal einen Spaziergang: Wir wanderten an dem kleinen Seechen hier im Stadtzentrum vorbei in Richtung des Hafens, entlang an einer richtig schönen Kneipenmeile (die wir am Abend noch einmal zu besuchen gedachten) und dann durch teilweise richtig schnuckelige, bunte Sträßchen hinunter zum Ölmuseum.

Auf dem Vorplatz stand ein bisschen ausgemusterte Ölförder-Ausrüstung, die zu einem Spielplatz umfunktioniert worden waren - und Andreas erläuterte mir in vielen Fällen den ursprünglichen Zweck dieser Gegenstände; das war sehr spannend. An dem Hafen waren Warnhinweise zum Fischen in norwegischer, englischer, deutscher (!) und polnischer (!!) Sprache angebracht - das nenne ich mal Zielgruppenorientierung.

Überhaupt haben wir gestern im Stadtbild viel Deutsch gehört, und das lag nicht nur an den Fußballfans.

Weiter ging es, am Ufer entlang zu einer hübschen Kirche - gestern war da im Gemeindesaal ein Flohmarkt, auch da guckten wir uns um, auch da waren einige (nicht nur wir) deutschsprachig unterwegs.

Unser Spaziergang führte uns über Stadtbrücke Stavanger bis auf das Inselchen Engøy, und während des insgesamt dreieinhalbstündigen Spaziergangs sprachen wir nicht nur über Gott (wenig) und die Welt (mehr), sondern vor allem über die Ereignisse der letzten acht oder zehn Jahre - denn so lange war es her, dass wir uns zuletzt gesehen hatten. Wie bei ganz vielen meiner engen Freunde war es aber alles wieder sehr, sehr vertraut - schon da war der Tag ganz großartig gewesen. Dass wir während des Spaziergangs insgesamt gutes und für Norwegen sehr gutes Wetter hatten, trug dazu bei, dass wir auch großartige Ausblicke auf die Inselwelt vor Stavanger und - auf die andere Seite der Insel blickend - auf Stavanger selbst hatten.

In Engøy also drehten wir um, liefen wieder zurück und kehrten in der Innenstadt in einem Café ein, denn wir hatten Durst. Davor hatten wir - glaube ich - zwei norwegische Spielerinnen beim Stadtspaziergang gesehen, und im Café suchten wir eine Kneipe, in der wir Schachspielen konnten. Wir fanden - unabhängig voneinander - das Bøker og Børst (Bücher und Pinsel), und dorthin brachen wir auf.

Es gab Schach, es gab Bier, es gab vernichtende Niederlagen für mich (in zwei Partien war ich mehr oder weniger chancenlos, in der mittleren versemmelte ich im Endspiel den schon sicher geglaubten Sieg; mit der Aktion wird Andreas mich noch mehrere Jahre aufziehen ...), und dann machten wir uns in Richtung Stadion auf. Dazu liefen wir erst wieder an den Teich in der Stadtmitte, aßen im 7-Eleven noch einen (leckeren) Hot Dog und stiegen schließlich in den gar nicht so üppig vollen Bus ein, der uns direkt zum Stadion brachte.

Die Beschilderung am Stadion ist insgesamt gewöhnungsbedürftig, aber eine Stunde vor Anpfiff waren wir viiiiel zu früh: Obwohl wir schon rein durften, waren die Verkaufsstände noch geschlossen. Auf der Suche nach einem geöffneten Kiosk liefen wir bis hinter das Tor, auf das sich - wie sich herausstellte - die deutsche Mannschaft aufwärmen würde.

Andreas holte sich einen Kaffee, dann stellten wir uns auf die Tribüne und begrüßten Minuten später die deutsche Torhüterinnen, die sich kaum 20 Meter von uns entfernt aufwärmten. Ein Fangnetz hinter dem Tor gab es nicht, sodass wir mehr als ein Mal fast von einem Schuss getroffen wurden (ein Ball schlug direkt vor meinen Füßen in den Sitz ein) - und weil da kaum andere Menschen waren, wurden der Capo der Deutschland-Fans und wir angestellt, die Bälle, die dort auf die Hintertortribüne flogen, wieder zurückzuwerfen. Balljunge bei einem Länderspiel zu sein, war jetzt nicht unbedingt ein Kindheitstraum von mir, aber lustig fand ich es schon. Der deutsche Torwarttrainer bedankte sich auch immer artig, wenn man die Bälle zurückbeförderte, das muss ich dazu sagen ...

Kurz vor Beginn der Partie begaben wir uns auf unsere Plätze (Mitte-Mitte), da waren auch ein paar Deutschland-Fans, aber ansonsten natürlich vor allem norwegische Fans, Andreas war ein wenig unentschlossen, für wen er denn sein sollte, war aber dann - glaube ich - doch mehr für Norwegen, aber das half alles nix.

Deutschland war nicht drückend überlegen, aber doch besser, und trotz einiger norwegischen Chancen ging Deutschland verdient in Führung. Kurz vor der Halbzeit wäre der Ausgleich nicht unverdient gewesen, stattdessen machte Deutschland in der Nachspielzeit der ersten Hälfte das 2:0 und das 3:0 und brachte das Stadion damit zur Ruhe.

Die Stadionregie versuchte mit einer Lightshow direkt vor Wiederanpfiff die Stimmung wieder ein wenig anzuheizen, das gelang auch (selbst ich klatschte von Anfang mit, aber da war ich wohl schon von dem Zwischenstand euphorisiert), aber spätestens nach dem 4:0 in der 58. Minute von Jule Brand, die der norwegische Stadionsprecher, der die Namen sonst recht gut hinbekam, konsequent auf Englisch "Dschuul Bränd" aussprach, war der Deckel so ziemlich drauf.

Nach dem Spiel gratulierte mir eine ältere Norwegerin noch sehr freundlich (und auf Deutsch) zum Sieg, und auch im Bus zurück saßen (und standen) etliche Deutsche.

Andreas hatte Appetit auf Fleisch, ich war dem auch nicht abgeneigt, und so landeten wir beim Rodízio. Wir bekamen zu zweit einen Sechsertisch (obwohl viel los war) und genossen das wirklich sehr gute Fleisch (und das ebenfalls hervorragende Buffet). Bei der Bierbestellung kamen die Bedienung und ich erst beim dritten Mal übereinander, weil ich "two Tou beer" bestellte. Tou ist eine Brauerei aus Stavanger, aber das Bier bestellt man hier wohl als "Tou Pilsener", sodass die wortgleiche Aussprache von "two" und "Tou" zu loriotesken Verwicklungen führte ... (Am Ende bekamen wir unser Bier.)

Das war ein so grandioser Tag gewesen, dass ich ihn gar nicht enden lassen wollte, und so überredete ich Andreas, dass wir noch in ein Pub gehen. Das erste Pub fanden wir nicht so richtig, und das war wohl auch im Radisson Blu, sodass wir noch ein Stückchen weiter zum Hafen liefen.

Die Security ließ uns alte Säcke ohne Ausweiskontrolle rein, wir fanden auch noch einen Tisch, aber kaum saßen wir und fingen an, uns zu unterhalten, fing die Liveband an, die zwar gute Musik machte, aber eben auch sehr laute gute Musik ... Wir hatten einen längeren Tisch okkupiert, sodass zwei Studentinnen uns fragten, ob sie sich dazusetzen dürften; mit den beiden kamen wir auch ins Gespräch, und spätestens, als sie uns auf 30 schätzten, hatten sie unsere Herzen (platonisch natürlich) erobert ...

Als sie herausfanden, dass ich Deutscher bin, wurden alle Deutschkenntnisse ("Ich liebe dich", "ein Bier, bitte") ausgepackt und die Schnitzel in Deutschland gelobt. Ziemlich unvermittelt gerieten wir in eine politische Diskussion zum Irankrieg, und das Ganze endete damit, dass die eine Studentin fragte, ob ich schonmal Snus probiert hätte. Hatte ich Banause natürlich nicht, Andreas versuchte noch, mich zu warnen, da hatte ich schon ein Päckchen davon aus dem Döschen genommen, das sie mir hinhielt. Nonverbal machte Andreas mir klar, dass ich das Zeug zwischen Oberlippe und oberer Zahnreihe einklemmen müsste. Als sie mich alle drei fragten, ob mir schon schwindlig sei, fing ich dann doch an, mir ein bisschen Sorgen zu machen, was ich da gerade konsumiert hatte, aber am Ende ist Snus - wie ich dann googelte - Oraltabak, der wohl einen gewissen Nikotinkick verspricht, aber bei weitem nicht die hohen gesundheitlichen Folgen wie Rauchen habe (laut Wikipedia).

Joa, damit hatte ich also ein bisschen Rauschkultur des besuchten Landes versucht (das Ganze ist komplett legal, und natürlich hätte Andreas eingegriffen, wenn ich wirklich Mist gebaut hätte, und natürlich spürte ich außer einem ganz leichten, vorübergehenden Schwindelgefühl gar nichts) und ein bisschen für Gelächter am Tisch gesorgt. Passt schon ...

Das dritte Bier in der Kneipe schüttete ich beim Versuch, es über den Tisch zu schieben, zu einem zum Glück nur kleinen Teil über Andreas' auf dem Tisch liegendes Handy; selbiges überlebte aber, und so wackelten wir danach - es war 1 Uhr, und noch die Hölle los - zurück in unser Hotel und fielen ins Bett.

Achso: Auf dem Hinweg in die Kneipe, also um, keine Ahnung, 22 Uhr, saß schon eine junge Frau offenkundig handlungsunfähig auf dem Bürgersteig (ihre Freunde aber um sie herum), und als wir den Berg hochgingen, hatte gerade eine andere junge Frau bei laufendem Passantenverkehr in eine Ecke gepinkelt ... Und das alles noch wirklich früh am Abend - Andreas erklärte mir, dass hier intensiv vorgeglüht wird, dementsprechend dicht sind viele offenbar schon, wenn sie gerade erst aufgebrochen sind.

Das war ein ganz grandioser Tag (vom Schach abgesehen, höhö) und wir haben uns fest versprochen, dass wir nicht wieder so lange warten, bis wir uns wiedersehen.

Dass Norwegen teuer ist, ist klar, bei 10-12 Euro für ein Bier schluckt man natürlich erstmal, aber irgendwann (und gerade gestern) war mir dann fast alles egal, weil ich es so sehr genossen habe, mal wieder einen richtig schönen Kneipenabend mit Andreas zu machen. Ach Leute - schön war's ...

Obwohl wir beide gestern Abend nach dem Rodízio fast geplatzt waren (wir werden halt auch alt), hatten wir heute Morgen wieder Frühstückshunger, danach verabschiedeten wir - ich marschierte zum Busbahnhof, fuhr problemlos bei schlechtem Wetter (wir hatten gestern auch damit richtig Glück gehabt) zum Flughafen, war sehr schnell durch die Sicherheitskontrolle und konnte jetzt schon einmal in aller Ruhe Blog schreiben ...

Wenn nicht noch auf den Heimflügen allerlei Unfug passiert, wird der Blog heute nicht mehr aktualisiert; einen Bericht wird es in den nächsten Tagen geben, spätestens in der Vorschau auf Guyana und Curaçao.

Impressionen aus Stavanger:

Innenstadt

Kirche kurz vor der Stadtbrücke

Deutsche Torhüterinnen

Blick auf Stavanger von Engøy aus

Der sorgte im WhatsApp-Status fast für Begeisterungsstürme 

Auf geht's, Deutschland!

Stadtbrücke

Auch Altstadt Stavanger

Kathedrale

Blick auf den Fjord

Am Ölmuseum (das Ding wurde zum Unterwasserschweißen benutzt)

Ball kommt!

Freitag, 6. März 2026

Boarding in zehn Minuten

19.44 Uhr am Gate in Zürich
... heißt es - und ich hoffe, sie halten es ein, denn mein Anschluss in Kopenhagen ist nicht ganz so komfortabel, aber das wird schon klappen. Wäre aber auch gut, wenn wir in Stavanger pünktlich ankämen, damit ich meinen Bus noch erwische - das wird so oder so ein teures Wochenende, da muss ich nicht gleich mit einer Uber-Fahrt starten, zumal mein Hotel ganz in der Nähe des Busbahnhofs von Stavanger ist.

Der Arbeitstag war akzeptabel, und gegen 17.15 Uhr oder so fuhren meine Ma und ich los. Schon nach wenigen Kilometern wurden wir durch eine Straßensperrung ausgebremst und mussten einen Umweg fahren, aber ich hatte sehr viel Puffer ... Auch die Sicherheitskontrolle in Zürich war ziemlich voll, aber ich hatte so viel Zeit, dass ich noch gemütlich ein vorzügliches Abendessen beim Bürgerkönig einnehmen konnte (für ein Vermögen, aber wie ich sagte, das Wochenende wird teuer, und das fängt halt schon in Zürich am Flughafen damit an ...).

Jetzt bin ich ganz entspannt ans Gate gewandert, werde im Flieger vielleicht noch meine aktuelle Serie zu Ende gucken und dann schauen, dass ich in Kopenhagen die hoffentlich wirklich nur wenigen Schritte von Gate A4 zu Gate A11 marschiere und gemütlich in den Flieger nach Stavanger einsteige.

Heute Abend besuche ich mit Dänemark (alles Schengen, daher werde ich mit Bodenberührung eingereist sein) das letzte dieses Jahr fehlende Nachbarland Deutschlands. Das wird mein elfter Besuch in Dänemark und mein fünfter in Norwegen nach 2000 (Ostseeumrundung mit meinen Eltern), 2011 (Umzug mit ebendiesem Studienfreund nach Bergen), 2013 (Besuch bei ebendiesem Studienfreund) und 2019 (Spitzbergen) - höchste Zeit wird es!

Ich strebe an, in Stavanger im Hotel noch ein Lebenszeichen in diesem Eintrag unter dem heutigen Tag von mir zu geben, und falls ich in Kopenhagen noch Zeit habe, auch ein kurzes von dort, aber das wird knapp ...

So, jetzt stehen sie alle schon vor dem Gate ...

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22.46 Uhr, in Kopenhagen, schon im Flieger nach Stavanger

Wir waren etwas verspätet, aber mein Nebenmann hat so gedrängelt, dass ich am Ende ganz hinten im Gang stand - und dann ging da die Tür auf, sodass ich noch vor ihm aus dem Flieger kam, höhö ...

Ich war vor Beginn des Boarding am Gate, das Boarding ging jetzt zügig, mal gucken, wann es losgeht ...

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2.13 Uhr, in Stavanger im Hotel

Wir kamen in Kopenhagen ein bisschen verspätet weg und dementsprechend auch ein wenig verspätet (und definitiv erst am 7. März, nämlich um 0.12 Uhr) auf norwegischem Boden an; trotzdem erwischte ich mit einer Viertelstunde Puffer meinen Bus in die Stadt.

Ich stieg mit den anderen Deutschen aus und machte noch einen kleinen Spaziergang in mein Hotel. Die Rezeptionistin ließ mich rein, und plötzlich stand Andreas hinter mir - der Schlingel hatte mich dreist angelogen, dass er erst am Samstag ankäme, war aber tatsächlich schon heute angereist ...

Wir unterhielten uns noch angeregt mit leckerem (teurem!) Bier, bis die Rezeptionistin uns um 2 Uhr die Bierflaschen abnahm - Sperrstunde! Jetzt bin ich im wunderbaren Zimmer, habe auf Andreas' Empfehlung noch das Frühstück dazugebucht und morgen treffen wir uns zu einer noch zu bestimmenden Zeit zum Morgenmahl. Danach machen wir sicherlich Stavanger ein wenig unsicher, ehe es um 18 Uhr zum Fußball geht - und danach sicherlich auch noch einmal irgendwo in die Gastronomie ...

Darüber berichte ich aber in einem anderen Blogeintrag.

Donnerstag, 5. März 2026

"Und ich bin nicht ganz unschuldig dran..."

Das, meine Damen und Herren, liebe Leserinnen und Leser, ist die Untertreibung der Woche - mindestens. Sie stammt nicht von mir, sondern von der Studienfreundin, deren Sohn sich im Sommer in Ungarn (bei der dortigen Familie) befinden wird und von dort in Richtung Berlin begleitet werden soll, um an einer Familienfeier in Deutschland teilzunehmen. Und wenn fragt die Studienfreundin, wenn sowas zu machen ist? Richtig, den Autor dieses Blogs.

Nun also, und daran ist Madame nun wirklich nicht ganz unschuldig, fliege ich am 21. Juli mit kleinem Gepäck von Stuttgart nach Budapest und quartiere mich für zwei Nächte in der Nähe des Bahnhofs Nyugati ein. Ich werde den einen Tag in Budapest (den 22. Juli) voraussichtlich genießen und also einen Urlaubstag nehmen (womöglich werde ich am Vorabend nach meiner Ankunft vielleicht noch eine der Ruinenbars, wenn es die noch so gibt, heimsuchen), mal gucken, ob ich bei sommerlicher Hitze ins Thermalbad gehe oder mich eher irgendwo abkühle (wobei das im Rudasbad im Kaltbecken ja durchaus auch ginge).

Am 23. Juli heißt es jedenfalls früh aufstehen, denn um 7.30 Uhr geht der ... Zug nach Berlin. Wie? Zug? Ja, der Bub ist noch nie geflogen, und da verstehe ich die Eltern (und die Geschwister) nur zu gut, wenn sie dieses besondere Erlebnis gemeinsam mit ihm machen wollen.

Mir kommt das aber auch zu Pass, denn so komme ich dieses Jahr auf alle Fälle in die Slowakei, schließlich fährt der Zug von Budapest durch die Slowakei und Tschechien nach Deutschland. Und weil die Großeltern in der Nähe von Esztergom wohnen, ist es sogar am praktischsten, wenn meine Begleitung erst in Štúrovo, also schon in der Slowakei, zusteigt, denn von Esztergom (Ungarn) ist Štúrovo (Slowakei) fast im Wortsinne nur einen Katzensprung entfernt.

Auf der Webseite der Deutschen Bahn kann man seit wenigen Tagen (womöglich sogar erst seit heute) angeblich Zugverbindungen zu 8.000 Zielen in Europa nicht nur anzeigen lassen (das ging schon sehr, sehr lange), sondern auch buchen - und so konnte ich nun die Verbindung auch völlig problemlos buchen. Allerdings habe ich die Fahrkarte nur bis Dresden gebucht, weil ich ab Dresden ja mit der Bahncard 100, die ich dann wieder haben werde, durchfahren kann. (Da war noch ein Bug in der Buchung, denn die Fahrt nach Berlin wäre - deutlich - teurer gewesen als nach Dresden, obwohl ich die BC100 angegeben habe und der Bub in Deutschland kostenlos mit mir mitfahren kann.) Ich könnte mir gut vorstellen, dass diese wirklich einfache Buchungsmöglichkeit ein Gamechanger wird - und wenn die Bahnpreise dann noch überall mit Flugpreisen mithalten könnten, wäre auch fürs Klima viel getan.

(Jaha, mein Bruder - ausgerechnet - hat mich wegen der Südseetour schon gemahnt, dass ich auch mal aufs Klima achten müsste. Siehste, Bruder, jetzt fahre ich sogar schon mit dem Zug von Budapest wieder heim anstatt zu fliegen, höhö ...)

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Apropos Südseetour: Da habe ich es heute nur geschafft, ein Hotel in Nuku'alofa, der Hauptstadt von Tonga, zu buchen (bzw. die Buchungsanfrage rauszuschicken). In Vanuatu und auf den Cookinseln muss ich noch ein bisschen draufherum überlegen, wie ich das am geschicktesten mache, weil die Hotels gerade für den Alleinreisenden nun nicht gerade billig sind - aber wenn du Südsee willst, wo die Australier und Neuseeländer Urlaub machen, dann zahlst du eben auch Südsee ...

Auf den Cookinseln, genauer: auf Rarotonga, werde ich wahrscheinlich viel mit dem Bus erkunden (einer fährt im Uhrzeigersinn, der andere dagegen jeweils um die Insel herum und braucht dafür anscheinend 50 Minuten), in Vanuatu fahren aber offenbar nicht so viele Busse, sodass ich da womöglich ein (teures) Auto mieten muss, aber wie gesagt: Das gucke ich mir noch an ...

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Das Hotel in Curaçao hat heute Morgen auch noch mal gefragt, ob wir auch wirklich kommen: Das tun wir. Anscheinend haben hohe Wellen den Steg, der direkt von der Anlage ins Meer führt, beschädigt, aber sie haben einen Behelfssteg hingebaut, sodass wir da hoffentlich trotzdem schwimmen gehen können. Und notfalls gehen wir ein paar Schritte weiter an den Strand, das kriegen wir wahrscheinlich auch hin ...

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Morgen aber geht es erst einmal nach Stavanger. In Zürich fliege ich um 20.25 Uhr ab und lande um 22.15 Uhr in Kopenhagen; um 22.30 Uhr beginnt schon das Boarding für den 23-Uhr-Flug nach Stavanger, und dort sollen wir um 0.10 Uhr am Gate sein.

Da wird es zwei spannende Dinge geben: Erstens, wann genau wir den Boden berühren, denn dieser Zeitpunkt gilt innerhalb des Schengenraums als Einreisezeitpunkt, und das könnte durchaus noch vor Mitternacht und also am 6. März sein; jo, und auch spannend wird es werden, ob ich noch den letzten Bus in die Stadt erwische, denn der fährt um 0.45 Uhr ... Normalerweise sollte das langen, aber sicher bin ich halt erst, wenn ich wirklich im Bus sitze ...

Aber darüber werde ich morgen bzw. übermorgen auch berichten ...

Mittwoch, 4. März 2026

Am 14. Mai bin ich freiwillig im Schuldturm

..., denn den 14. Mai werde ich gar nicht (richtig) erleben ... Und den Schuldturm werde ich hoffentlich auch so vermeiden können, auch wenn ich gerade im Feierabend einen hübschen Betrag für Flüge in der Südsee ausgegeben habe. Das klingt ja schon gut: "Flüge in der Südsee" ...

Gestern Abend um 22.42 Uhr, als ich schon schlief, kam endlich die Buchungsbestätigung, sodass ich dann heute nach Feierabend in die Flugbuchungen einsteigen konnte. Gefühlt waren die Flüge schon (ein bisschen) teurer geworden, sodass ich Nägel mit Köpfen machte und die Gesamtreise jetzt wie folgt aussieht:

Anreise (1.-3. Mai)
Ich mache es ja normalerweise so, dass hier auch die deutschen Zeiten meiner Flugzeiten nenne, das habe ich für die Hin- und Rückreise vergessen:
Nach dem Abflug in Frankfurt am 1. Mai um 14.30 Uhr (deutscher Zeit, höhö) lande ich am 2. Mai um 7.15 Uhr chinesischer Zeit (1.15 Uhr deutscher Zeit) in Shanghai. Nach 17 Stunden Aufenthalt geht es am 3. Mai um 0.15 Uhr chinesischer Zeit (18.15 Uhr deutscher Zeit am 2. Mai) weiter nach Auckland, wo ich am 3. Mai um 15.45 Uhr neuseeländischer Zeit (5.45 Uhr deutscher Zeit) lande und erstmal ins Bett falle.

Erste Südsee-Etappe (4.-6. Mai)
Ins Bett fallen werde ich in einem Hotel in Flughafennähe, denke ich, denn am nächsten Morgen, dem 4. Mai, fliege ich schon um 6.55 Uhr (20.55 Uhr deutscher Zeit am 3. Mai) von Auckland nach Nuku'alofa, der Hauptstadt des Königreichs Tonga (erstes neues Land auf dieser Reise). Dort komme ich um 10.45 Uhr tongaischer (23.45 Uhr deutscher Zeit am 3. Mai) an.

In Tonga verbringe ich zwei Nächte (die Hotels muss ich allesamt noch buchen) und werde mir wahrscheinlich da eher die Kultur des Landes anschauen, denn Tonga gilt - wie andere Südseestaaten wie etwa Samoa und vielleicht sogar noch ein bisschen mehr - als sehr christliches Königreich - dem werde ich mal auf den Grund gehen ...

Zweite Südsee-Etappe (6.-10. Mai)
Von Tonga aus geht es am 6. Mai um 11.20 Uhr (0.20 Uhr deutscher Zeit) erst einmal nach Fidschi; in Nadi lande ich um 12.40 Uhr fidschianischer Zeit (2.40 Uhr deutscher Zeit) und fliege um 14.30 Uhr (4.30 Uhr deutscher Zeit) weiter. Um 16.05 Uhr vanuatuischer Zeit (7.05 Uhr deutscher Zeit) lande ich auf dem Bauerfield Airport in Port Vila, Vanuatu (zweites neues Land auf dieser Reise).

In Vanuatu habe ich - ich bleibe vier Nächte - eher ein Strandhotel im Auge, mal gucken, wie ich da durch die Gegend komme - in diese Feinplanung steige ich erst jetzt ein. (Ja, das ist ein bisschen "gefährlich" in dem Fall, dass es in einem Land so überhaupt gar nix zu sehen gäbe und ich das erst im Nachhinein feststelle, aber in der Südsee gibt es eben im Zweifel immer .. die Südsee ...).

Dritte Südsee-Etappe (10./11. Mai)
Das ist zwar "nur" die (erste) Rückreise nach Auckland, aber die hat es in sich. Die Verbindungen zwischen den Inselchen da im Südpazifik sind keine Rennstrecken, auf denen zig Fluggesellschaften miteinander konkurrieren, sodass die Flugpreise von Tag zu Tag brutal unterschiedlich (um den Faktor 2 oder 3!) und zudem auch ganz schräge Verbindungen günstiger sein können als etwa Direktverbindungen.

So also fliege ich am 10. Mai um 8.30 Uhr (23.30 Uhr des 9. Mai deutscher Zeit) in Port Vila ab. Mit der papua-neuguineischen Staatsfluglinie geht es nach Honiara auf den Salomonen. Dort komme ich um 10.30 Uhr (1.30 Uhr deutscher Zeit) an; schon fünfzig Minuten später, um 11.20 Uhr (2.20 Uhr deutscher Zeit) soll es weitergehen: Um 13.35 Uhr Ortszeit (5.35 Uhr deutscher Zeit) landen wir in Brisbane. Auch dort habe ich nur 75 Minuten Aufenthalt, sodass es um 14.50 Uhr (6.50 Uhr deutscher Zeit) weitergeht - um 20.05 Uhr neuseeländischer Zeit (10.05 Uhr deutscher Zeit) lande ich in Auckland.

Auch dieses Mal geht es nur für eine Nacht ins Hotel.

Vierte Südsee-Etappe (11.-15. Mai)
Dann ist aber erstmal Urlaub angesagt: Am 11. Mai geht es um 15.10 Uhr (5.10 Uhr deutscher Zeit) mal wieder in die Lüfte, diesmal aber in Richtung Osten und über die Datumsgrenze hinweg. Dementsprechend lande ich am 10. Mai (also einen Tag vor dem Abflug, hihi) um 21.05 Uhr (9.05 Uhr deutscher Zeit am 11. Mai) in Avarua auf den Cookinseln.

Auch auf den Cookinseln würde ich ein bisschen Urlaub machen, wenn auch nur drei Tage, und dabei den (in Reiserichtung) östlichsten Punkt meines Lebens erreichen, so weit im Osten, dass er schon wieder auf der Westhalbkugel ist.

Am 13. Mai geht es um 22.05 Uhr (10.05 Uhr deutscher Zeit am 14. Mai) von den Cookinseln in Richtung Neuseeland, den 14. Mai überspringen wir im Rahmen der Überquerung der Datumsgrenze, und am 15. Mai lande ich um 0.40 Uhr (14.40 Uhr deutscher Zeit am 14. Mai) wieder in Auckland.

Rückreise (16.-18. Mai)
Und so geht es dann - nach noch einmal fast 48 Stunden in Auckland, Fähre wird hoffentlich auch einmal gefahren - am 16. Mai um 21 Uhr (11 Uhr deutscher Zeit) wieder in Richtung Shanghai. Dort lande ich am 17. Mai um 5.30 Uhr chinesischer Zeit (23.30 Uhr deutscher Zeit am 16. Mai), habe diesmal sogar mehr als 18 Stunden Aufenthalt und fliege am 18. Mai um 0.05 Uhr chinesischer Zeit (18.05 Uhr deutscher Zeit am 17. Mai) weiter nach Frankfurt, wo ich am 18. Mai um 6.05 Uhr ankomme.

In Shanghai werde ich auf Hin- und Rückreise sicherlich einreisen und mir die Stadt anschauen, mal gucken, ob ich mir auch ein (Tages-)Zimmer nehme, um wenigstens mal duschen zu können. Ich überlege auch, ob ich in Auckland immer das gleiche Hotel buche, um womöglich sogar einen Koffer dort stehen zu lassen (obwohl ich jetzt teilweise Gepäck extra dazugebucht habe ...).

Ansonsten werde ich voraussichtlich in Tonga eher in der Hauptstadt, in Vanuatu und auf den Cookinseln eher am Strand übernachten, da werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen Vollzug melden können, da bin ich schon sehr gespannt.

Drei neue Länder (Tonga, Vanuatu, Cookinseln), ein neues Land im Transit (Salomonen), zwei weitere besuchte Länder (China, Neuseeland) und noch weitere zwei Länder im Transit (Fidschi, Australien), das ist eine sehr ordentliche Ausbeute, insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass ich für ein ganzes Stück über 50.000 Kilometer im Flugzeug deutlich unter 2.000 Euro an Flugkosten bezahle.

Ich bin so gespannt auf die Südsee, ich habe ja in Fidschi und Samoa und Amerikanisch-Samoa schon ein bisschen was gesehen, aber ich habe keine Ahnung, ob das jetzt ähnlich oder ganz anders wird, so ganz richtiges Südseefeeling hatte ich halt vor drei Jahren nicht so richtig verspürt - mal gucken ... 

Sonntag, 1. März 2026

Banges Warten auf die Buchungsbestätigung

... lautet die Parole, denn obwohl ich heute Nachmittag - endlich - für Mai gebucht habe, lässt die finale Übersicht des Reisebüros bzw. der Fluggesellschaft noch auf sich warten. Abgebucht ist die Kohle, den Flug gibt es noch zu dem Preis - ich hoffe, dass das jetzt so ähnlich ist wie damals für den Flug in die Mongolei, als die Abbuchung von der Kreditkarte zunächst schiefgelaufen zu sein schien, nur um dann in der Nacht doch noch durchzugehen: Das Problem könnte gewesen sein, dass ich die Zahlung freigeben musste, die dafür zuständige App aber unbedingt erst ein Update fahren musste, und es deswegen ein bisschen länger als üblich gedauert hat, bis die Zahlung abgeschlossen werden konnte. Seien wir also optimistisch, liebe Leserin, lieber Leser, dass ich morgen Abend dann weitermachen kann mit den Buchungen ...

Wie? Auf die Folter gespannt? Ach, wohin es geht? Steht doch oben über der Karte - na siehste?

Ich war die letzten Wochen ja immer um einen Urlaub im Mai herumgeschlichen, bevor die Kollegin in Urlaub geht, und idealerweise unter Mitnahme des Tages der Arbeit am 1. Mai und von Himmelfahrt am 14. Mai. Nachdem ich in dieser Woche mein Visum für Burkina Faso beantragt habe (auf dieser phänomenalen Webseite kann man das touristische Einmalvisum, obwohl es das offiziell geben soll, nicht auswählen, sodass mir nichts übrig blieb als das teurere Mehrfacheinreisevisum zu beantragen; mal gucken, was das gibt ...), hatte ich erstmal keine Lust mehr auf afrikanische Visa und dachte, dass ich doch Plan 1b verfolgen könnte: die Südsee!

Auf dem Weg nach Hamburg heute Morgen guckte ich mal, ob man nach Taipei und von Brisbane oder Auckland zurück fliegen könnte, um auf dem Weg Palau und den einen oder anderen weiteren Südseestaat mitnehmen könnte. Palau erwies sich - auch in Verbindung mit den Hin- und Rückflügen, die ich einzeln hätte buchen müssen - als recht teuer, sodass ich den schon recht früh gesehenen, aber zunächst noch verschmähten supergünstigen Hin- und Rückflug nach Auckland (über Shanghai) dann auf der Rückfahrt aus Hamburg doch ins Auge fasste.

Als ich daheim war, buchte ich dann (bzw. versuchte es, bibber), denn für 655 Euro kommt man sonst nicht nach Auckland. Danach ging das Gefriemele mit der Buchungsbestätigung los - und ohne bestätigte Buchung (das Reisebüro behauptet, es könnte einen noch günstigeren Flug geben ...) wollte ich keine Anschlussflüge buchen.

Jedenfalls fliege ich am 1. Mai am frühen Nachmittag in Frankfurt ab und lande am früheren Morgen des 2. Mai nach einem elfstündigen Flug mit China Eastern in Shanghai. Ich habe 17 Stunden Aufenthalt und gedenke mal wieder, Shanghai unsicher zu machen, bevor es am 3. Mai kurz nach Mitternacht weitergeht. Noch am gleichen Tag komme ich um 15.45 Uhr nach elfeinhalbstündigem Flug in Auckland an, will mich dort aber nicht ewig aufhalten - hier kommen jetzt die Zwischenbuchungen ins Spiel.

Zurück geht es jedenfalls am 16. Mai um 21 Uhr, sodass ich am 17. Mai um 5.30 Uhr wieder in Shanghai ankomme. Wieder habe ich lange Zeit zum Umsteigen (diesmal sogar über 18 Stunden), bevor es am 18. Mai um 0.05 Uhr in Richtung Frankfurt geht, wo wir um 6.05 Uhr landen sollten. Diesen Montag gedenke ich mir noch freizunehmen, das wird ja sonst doch nix ...

Im Moment ist mein Plan, ziemlich schnell von Auckland aus nach Tonga und von dort nach Vanuatu zu fliegen und da jeweils ein paar Tage diese dann doch unterschiedlichen Staaten zu erkunden. In Vanuatu habe ich sogar ein Strandhotel entdeckt, da könnte man dann sogar in den entspannteren Teil einsteigen; die letzten Tage will ich aber gerne am Strand verbringen - und idealerweise noch ein neues Land mitnehmen, wobei dafür die Cookinseln oder Niue in Frage kommen.

Von Niue gibt es aber nur zwei Rückflüge pro Woche nach Auckland, und der für mich passendere würde nur vier Stunden vor dem Rückflug nach China/Europa landen, was mir ein wenig knäpplich erscheint ... Die Cookinseln wären andererseits vielleicht ein Ziel für nächstes Jahr mit meiner Ma, da muss ich noch ein bisschen gucken in den nächsten Tagen, wie herum ich das mache ...

In beiden Fällen würde ich die Datumsgrenze (mal wieder, höhö) doppelt überqueren, denn Neuseeland ist auf der einen Seite derselben, Niue und die Cookinseln sind auf der anderen. Achso, und Niue und die Cookinseln haben ja diesen seltsamen Sonderstatus: Ihre Staatsangehörigen sind Bürger Neuseelands, aber trotzdem werden beide Staaten als unabhängig betrachtet (unter anderem auch von der Bundesrepublik Deutschland) - und daher tue ich das auch ... 

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Dass ich heute überhaupt in Hamburg sein konnte, war am Freitag Morgen noch überhaupt nicht klar, denn ich war mit Gepäck für zwei Nächte ins Büro gekommen, weil eine Kollegin, ein Kollege und ich sehr ernsthaft die Möglichkeit ins Auge gefasst hatten, am Freitag Nachmittag oder Abend bis Sonntag Abend nach Istanbul zu fliegen.

Am Ende sorgten die Arbeit (wir hätten für den frühen Flug schon um die Mittagszeit aufbrechen müssen), das schöne Wetter in Deutschland und die steigenden Flugpreise dafür, dass wir die gemeinsame Reise (fürs Erste!) abgeblasen haben - aber aufgeschoben scheint mir hier nun wirklich nicht aufgehoben zu sein, denn wir haben schon zwei etwas weniger spontane Reisen ins Auge gefasst ...

So war das Matjes- und das Krabbenbrötchen heute an den Landungsbrücken wirklich sehr lecker - und preislich war es sogar noch (etwas ...) günstiger als der Flug nach Istanbul ...

Lecker Fischbrötchen mit lokalem Bier in St. Pauli