Hinweis 2026:
Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.
Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.
Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.
Samstag,
22. Juli 2000 - vor der Abreise
Alle Sachen sind gepackt
und verstaut, nur noch der Laptopkoffer, Essen, Trinken und solche Sachen
werden morgen früh ins Auto verstaut. Alle wirklich wichtigen Gepäckstücke sind
ohne größere Schwierigkeiten im Auto verpackt worden. Die Visa für Russland
sind am Dienstag gekommen, die Grüne Versicherungskarte vorgestern, sodass
endgültig alle notwendigen Dokumente vorhanden sind.
Die Reiseroute wird uns
morgen, am Sonntag, 23.7.2000 von Bonndorf nach Bremsdorf (in der Nähe von
Frankfurt/Oder) führen, wo wir eine Nacht in der dortigen Jugendherberge
übernachten werden. Am Montag, 24.7.2000 wird die Strecke von Bremsdorf nach
Danzig [Gdansk] (Polen) führen, wo wir zwei Nächte in einem Hotel wohnen
werden. Am Mittwoch, dem 26.7.2000, wird es weitergehen nach Königsberg
[Kaliningrad] bzw. Sarkau [Lesnoje] (Russland), wo wir zwei Tage auf der
Kurischen Nehrung übernachten werden. Am Freitag, den 28.7.2000, geht es dann
weiter nach Jurmala in der Nähe von Riga (Lettland), wobei auf dem Weg dorthin
Litauen durchfahren werden wird. Der Samstag, 29.7.2000, wird uns nach Tallinn
in Estland führen, wo wir nur eine Nacht in einem Hotel dort verbringen werden,
um am darauffolgenden Tag, am Sonntag, den 30. Juli
2000, mit dem Schiff nach Helsinki überzusetzen. Ab Helsinki werden sämtliche Übernachtungen in Jugendherbergen stattfinden.
Aus Helsinki brechen wir am Dienstag, den 1. August
2000, in Richtung Norden auf. Etwa
nach einem Drittel der Strecke zwischen Helsinki und dem Nordkap werden wir in
Lapinlahti Station machen, und zwar für drei Tage. Am Freitag, dem 4. August
2000 werden wir das zweite Drittel dieser Strecke hinter uns bringen, die uns
nach Rovaniemi am Polarkreis führt, wo wir nur eine Nacht verbringen werden. Am
Samstag, den 5. August 2000, werden wir die Grenze zu Norwegen überqueren und
in Lakselv, etwa 100 Kilometer südlich des Nordkaps Station machen. In den drei
Tagen des Aufenthalts dort werden wir wahrscheinlich Ausflüge nach Hammerfest
und natürlich ans Nordkap machen, bis wir dann am Dienstag, den 8. August 2000 nach Süden aufbrechen und in Narvik (1 Nacht: 8./9.), Mo
i Rana (1 Nacht: 9./10.), Trondheim (2 Nächte: 10.-12.), Lillehammer (2 Nächte:
12.-14.), Bergen (2 Nächte: 14.-16.) und Oslo (2 Nächte: 16.-18.) jeweils
übernachten. Am 18. August 2000
(Freitag) werden wir durch Schweden fahren und über die Brücke den Öresund nach
Dänemark überqueren, wo wir in Helsingør Halt machen und wahrscheinlich
Kopenhagen besuchen werden. Der Sonntag, 20. August
2000 steht dann ganz im Zeichen der Heimkehr nach Deutschland, wobei wir
zunächst bei Opa in Vluyn Station machen werden und schließlich innerhalb der
darauffolgenden Tage (geplant ist zwar der 21. August, aber eine Verschiebung ist möglich) nach Bonndorf zurückkehren.
Über die einzelnen
Etappen werde ich selbstverständlich hier berichten, ich denke, dass dadurch
ein hoffentlich interessanter Reisebericht zustande kommen wird.
Kommentar 2026:
Das war der erste Eintrag der Nordlandreise 2000. Damals lebte mein Vater noch. Ich hatte Monate vorher meine Eltern gefragt, ob wir diese Tour in den Sommerferien machen könnten. Meine Eltern sagten zu, aber unter der Bedingung, dass ich - noch nicht ganz 18 - die Reise organisieren und die Unterkünfte buchen müsste. Das tat ich mit schon damals großer Freude, teils schon per E-Mail, teils noch per Fax ...