Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Montag, 31. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 31. Juli 2000

Hinweis 2026:

Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.

Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.

Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Montag, 31. Juli 2000 – Helsinki (Finnland) – 9. Tag – 1742 km von Zuhause entfernt

Heute haben wir einen schönen und geruhsamen Tag verbracht.

Wir sind zunächst mit der Straßenbahn in die Innenstadt gefahren, wo uns Mama in eine Markthalle schleppen wollte. Papa und ich haben gestreikt und stattdessen eine Besichtigungstour mit Straßenbahn 7A gemacht. Nach einer Stunde trafen wir uns am Hakaniemi-Platz (Gemüsemarkt) wieder, um von dort eine richtige Stadttour mit Straßenbahn 3T zu machen.

Die Farben und Gerüche auf dem Markt – einmalig. Himbeeren, Blaubeeren, Mini-Blumenkohl, Pfifferlinge ... Mama hört gar nicht mehr: wunderbar! (Viktualienmarkt in München ist nicht schöner als ein Markt, den es hier an jeder Ecke gibt.)

Eigentlich hatten wir danach vor, mit dem Schiff auf eine Badeinsel zu fahren, um dort auf flachen Steinen zu liegen und im Meer schwimmen zu können, haben diesen Plan aber noch auf dem Festland wieder verworfen, da uns im Wind am Hafen doch kalt war und wir davon ausgingen, dass es auf einer ungeschützten Insel nicht besser sei.

Deshalb haben wir in einer anderen Markthalle am Hafen ein Fisch- und Fleisch-Vesper zusammengekauft, das wir gerade eben als Mittag-Abend-Essen genüsslich verschlungen haben.

Es ist jetzt halb sechs hiesiger Zeit, Papa schläft schon, weil wir vom Pflastertreten und Stadtbesichtigen richtig müde sind.

Hier ist wirklich Finnland – Handyland. Wenn man in der Straßenbahn sitzt, klingelt buchstäblich jede Minute irgendein Handy.

Morgen wollen wir recht früh nach Lapinlahti aufbrechen, da wir hier sowieso recht früh aufwachen. Ich habe dafür jetzt Kopfweh und gehe auch gleich ins Bett, obwohl es immer recht hell ist.

Am Hafen haben wir Bungee-Jumper beobachtet und sind uns sicher geworden, dass wir so etwas nicht machen werden.

Die Finnen sind wirklich freundliche und herzliche Menschen, vielleicht färbt das auch ein wenig auf die Besucher dieses Landes ab.

Papa hat heute Morgen sogar hier in der Jugendherberge geduscht, was ich absolut nicht von ihm erwartet hätte. Er ist rundum zufrieden und fühlt sich mit uns Verrückten wohl.

Die Jugendherberge ist aber auch nicht schlecht ausgestattet, wir haben gerade ein Kühlfach gemietet, um unsere Kühlelemente und Getränke morgen und die nächsten Tage zu kühlen.

Sonntag, 30. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 30. Juli 2000

Hinweis 2026:

Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.

Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.

Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Sonntag, 30. Juli 2000 - Helsinki (Finnland) - 8. Tag - 1742 km von Zuhause entfernt

Heute sind wir per Fähre von Tallinn nach Helsinki übergesetzt. Nach einem guten Frühstück in Tallinn mit allem Komfort mussten wir zunächst den Hafen suchen. Als wir ihn schließlich gefunden hatten, ging es aber ohne Probleme durch den Zoll und aufs Schiff. Auf dem Schiff konnte man zwar nicht an Deck, dafür aber war es möglich, durch eine Glasscheibe auf die Brücke zu sehen. Auf dem Schiff, das trotz seiner 689 Plätze relativ klein wirkte (diese Kapazität wurde kaum zur Hälfte ausgenutzt), waren wie in einem Flugzeug Sitzreihen angebracht und wir reisten komfortabel. Nach der Ankunft in Helsinki fanden wir sofort unser Quartier, obwohl es schwierig war, aufgrund der vielen Einbahnstraßen dorthin zu gelangen. Da es aber in dieser Jugendherberge kein privates WC / Dusche gab, wollten wir bei der anderen Jugendherberge hier in Helsinki nachfragen. Als wir diese aber nach einstündiger Stadtrundfahrt (sehr schön) nicht fanden, weil die Finnen das Olympiagelände nirgendwo ausschildern, entschieden wir uns doch, im „Eurohostel“ zu wohnen:

Papa: „In der Not frisst der Teufel Fliegen.“

Wir können von den tollen Hotels der vergangenen Woche zehren, Papa bedauert nur, dass er nicht mindestens viermal täglich geduscht hat (allerdings haben wir bei den nächsten Stellen sehr häufig eigene Badezimmer). Danach gingen wir in ein Pub direkt am Hafengelände, um das heutige Formel-Eins-Rennen auf dem Hockenheimring zu sehen, aber nach dem Aus von „Schumi“ in der ersten Runde war auch die Luft raus. Beim nächsten Rennen in zwei Wochen werden wir in Trondheim, und da kein Norweger in der Formel eins mitfährt, wird es wahrscheinlich keine besonders prickelnde Stimmung dort geben (anders als ich es hier vermutet habe und beim Start kurz aufgeblitzt ist). Bei unserer Stadtrundfahrt haben wir ein schönes Lokal direkt am Meer gesehen, was wir zum verspäteten Mittag-Abend-Essen aufsuchten. Die Preise sind wie überall hier gesalzen, was insbesondere nach der billigen ersten Woche erst einmal auf den Magen schlug, obwohl wir es uns doch sehr haben schmecken lassen: Papa Lachs, Mama und ich Weißfisch mit Beilage aus Kartoffelpüree und Räucherhering. Das Eis kostete gut fünf D-Mark pro Kugel, war aber ausgezeichnet. Danach fuhren wir ins Stadtzentrum an den kleinen Ausflugsboothafen, von dem aus man auch die großen Fährschiffe gut beobachten kann. Dort fütterte Papa Vögel, wir riefen zu Hause und unterhielten uns, während Leute beguckten. Papa liegt jetzt schon im Bett und wird heute und morgen Nacht wahrscheinlich des Öfteren seinen Drang in der Damentoilette befriedigen, da die Herrentoilette recht weit weg ist und wir kein Waschbecken im Zimmer haben. Hier ist die Uhr eine Stunde vorgestellt (13 Uhr OEZ hier statt 12 Uhr MEZ). In Danzig und in den baltischen Staaten war bereits unsere MEZ (da sich diese Staaten an die EU annähern wollen), während im Königsberger Gebiet, das ja weiter westlich ist als das Baltikum, noch die OEZ gilt. Apropos EU: Man sieht, dass die EU-Gelder beim Straßenbau im Baltikum doch nicht ganz zum Fenster heraus geworfen sind.

Heute sind wir fast an der Zollkontrolle vorbeigefahren, der Zöllner spurtete hinter uns her und hat uns zum Glück ohne Warnschuss noch erwischt. Das haben wir nur der Rasse und Klasse unserer Mutter zu verdanken.

Kommentar 2026:

"Rasse und Klasse unserer Mutter"? Wo sind die eckigen Klammern, wenn sie mal braucht?

Vater füttert Vögel

Samstag, 29. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 29. Juli 2000

Hinweis 2026:

Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.

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Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Samstag, 29. Juli 2000 – Tallinn (Estland) – 7. Tag – 1677 km von Zuhause entfernt

Heute habe ich wahrscheinlich zum letzten Mal Stempel gesammelt: Beim Überschreiten der lettisch-estnischen Grenze bekam ich noch einen Stempel in meinen Pass, wobei der Grenzübergang dieses Mal problemlos über die Bühne ging.

Zu diesem Zeitpunkt waren wir allerdings schon wieder müde, da um halb drei (!!) die Dämmerung heranbrach und wir deswegen schon früh aufgewacht waren. Das Frühstück entschädigte uns allerdings für diese Unsitte und außerdem für die zwei russischen Frühstücke, wo wir um jede Tasse Kaffee kämpfen mussten. Mama hatten es die gefüllten Hähnchenbrüstchen mit Aprikosen und Backpflaumen angetan.

Nach einer kurzen Stadtrundfahrt in Riga fuhren wir dann gen Norden und aßen dann bereits in Estland, in Pärnu (ehemals Pernau) zu Mittag.

Nach der Ankunft in Tallinn ging Papa, dem es nicht so gut ging (Tabletten vergessen, nicht sch... können usw.), im Hotel ins Bett, während Mama und ich in die Altstadt von Tallinn fuhren. Dort konnten wir mittels eines Bähnchens die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt bequem betrachten und stellten viele Ähnlichkeiten mit Prag fest: Gässchen, Plätze usw.

Dass der Taxifahrer uns auf der Rückfahrt zum Hotel noch beschiss, fiel dabei nicht so sehr ins Gewicht – Rückfahrt doppelt so viel wie Hinfahrt.

Als wir wieder zurück ins Hotel kamen, ging es Papa besser.

Heute gibt es leider nicht so viel zu berichten, das soll aber nicht heißen, dass der Tag nicht spannend gewesen sei. Mama hat ihre ersten Schwarzstörche gesehen, der kurzfristig aufgekommene Plan, in einen estnischen Nationalpark zu gehen, um dort Schwarzstörche zu sehen, wurde aber nicht verwirklicht.

Deutsch hört man hier im Straßenbild kaum, wir trafen aber einen sympathischen Esten, der ein wenig Deutsch konnte.

Kommentar 2026:

Die KI hat beim Transkribieren das "nicht sch... können" als "nicht schlafen können" verschönert (gegen meinen Wunsch). Spoiler: Es ging nicht ums Schlafen, da bin ich mir auch heute noch sehr sicher ...

Freitag, 28. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 28. Juli 2000

Hinweis 2026:

Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.

Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.

Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Freitag, 28. Juli 2000 - Jurmala (Lettland) - 6. Tag - 1452 km von Zuhause entfernt

Heute sind wir von Sarkau über zwei Grenzen hierhergefahren, wobei Papa vor lauter Grenzkontrollen bald den wilden Max gespielt hat. Nachdem wir aus Sarkau (Lesnoje) gefahren waren, kamen wir an die russische Grenze, vor der wir gestern umgedreht hatten. Die dortigen zwei jungen russischen Grenzbeamten, die uns wieder einmal unser beliebtes „Kleinpapier“ (ein Zettel, auf dem steht, dass wir die ganze Grenzkontrolle im selben Auto über uns ergehen lassen - d. h. absoluter Quatsch ist) ausstellten, ließen zunächst alle anderen Autos passieren, bevor sie sich uns vornahmen. Bald wussten wir, warum: Sie fragten zuerst: „Deutsch?“ und als wir dies bejahten, wollten sie von uns Kugelschreiber haben, die sich auch prompt bekamen. Daraufhin gaben sie uns einen russischen Uniformaufnäher, der wiederum dazu führte, dass Mama ihnen jeweils einen Kirschwasser-Flachmann aushändigte. Sie waren hoch erfreut. Danach kamen wir an die eigentliche Grenze, an der wir am schadenfrohen Grinsen der Russin erkennen konnten, dass man uns nicht ganz ungewollt schikanierte. Einigen aber schien es fast peinlich zu sein, uns so aufzuhalten. Nachdem wir uns mit zwei Ehepaaren aus Jena über das Stempelsammeln unterhalten hatten (was mich natürlich hoch erfreute), ging es endgültig über die russische Seite der Grenze, bis wir schließlich an der litauischen Seite auch wieder im Stau standen. Dort warteten wir noch einmal etwa eine Stunde, bevor wir dann wiederum eine Gebühr für das Befahren der litauischen Seite der Kurischen Nehrung (diesmal „nur“ 10 Mark) bezahlen durften. Dann aber endlich waren wir in Litauen, fühlten uns wieder freier und sahen einen Unterschied wie Tag und Nacht zwischen den russischen und den litauischen Orten auf der Nehrung. In Nidden hatten wir dann wieder ersten telefonischen Kontakt zur Heimat: Wir riefen bei Opa und [meiner Bonusoma] an. Danach fuhren wir durch Litauen, sahen überall Fischimbissbuden und im Schnelldurchgang Memel (Klaipeda). An der litauisch-lettischen Grenze wiederum mussten wieder eine umfangreiche und unverständliche Zollprozedur über uns ergehen lassen, bis wir schließlich auch in Lettland einreisen durften. Danach fuhren wir auf dem direktest möglichen Weg nach Bärbele (über Stock und Stein, wobei wir einem einarmigen Bauern, der uns mittels Zeichnen einer halben Landkarte den Weg wies, einen weiteren Flachmann Chantré; er hatte buchstäblich Glanz in den Augen). Von Bärbele konnten wir nicht begeistert sein - unser Bärbele ist ganz knapp doch noch schöner ... (nee, Mama, stimmt nicht!). Außerdem begann dort das große Zittern wegen einsetzenden Benzinmangels, da wir uns alle in Bauska nach dem Geldholen nicht mehr an eine Tankstelle am Ortseingang erinnern konnten. Mittels „Hände-und-Füße-Sprache“ konnten wir aber doch nachfragen, wo es denn zur Tankstelle ging, wo es dann eine weitere Überraschung gab: Hier scheint es so zu sein, dass man zuerst bezahlen muss und dann erst tanken kann (wahrscheinlich hängt das mit der Kreditwürdigkeit der hiesigen Autofahrer zusammen). Danach ging es dann schnurstracks nach Jurmala, wo wir nach einem sehr guten Abendessen (mit verdienten 10 Mark Trinkgeld für den Kellner - Gesamtkosten rund 60-70 Mark) ins Bett halbtot stiegen. Davor aber hatten wir noch in Bonndorf und Umgebung (Ebnet) angerufen, um zu zeigen, dass wir noch leben.

Fazit des Tages: Sowohl Litauen als auch Lettland sind fast topfeben. Trotzdem kommt einem die Durchfahrt nicht langweilig vor, da die kerzengeraden Straßen für uns doch auch ungewohnt sind und jedes Mal in den Himmel führen.

Mama war von den Störchen ganz begeistert (nie zuvor hat sie so viele gesehen) und traurig, dass wir oben genannte Fischbuden nicht besucht hatten. Unterwegs hatten wir noch Kontakt mit einer Wildschweinfamilie.

Noch eine kulturkritische Bemerkung: Hier in ganz Osteuropa scheint in allen Lokalen ständig Musik zu laufen, und zwar entweder westliche Musik oder geklaute westliche Melodien mit russischen Texten.

Kommentar 2026:

Bei der Grenzgeschichte habe ich Blut und Wasser geschwitzt: Du kannst doch nicht russische (!) Grenzsoldaten (!) mit Gesöff bestechen wollen?! Aber meiner Ma war's wurscht, und als wir aus Russland draußen waren, ohne verhaftet worden zu sein, mir dann auch ...

Es geht hier um das lettische Dorf Bārbele mit Strich über dem "a", nicht mit ä-Strichelchen. Diese diakritische Feinheit war uns damals aber offenbar mehr oder weniger wurscht.

Und der Armstumpf des Bauern war noch blutig, der muss sich die Hand erst vor relativ kurzer Zeit abgehackt haben ...

Hier habe ich erstmals aus Gründen des Datenschutzes und der Datensparsamkeit einen Vornamen redigiert und durch die heutige Bezeichnung "Bonusoma" ersetzt.

Donnerstag, 27. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 27. Juli 2000

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Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.

Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Donnerstag, 27. Juli 2000 - Sarkau/Lesnoje (Russland) - 5. Tag - 1166 km von Zuhause entfernt

Heute war zwar kein besonders schöner Tag (vom Wetter her), aber trotzdem sind Mama und ich ein Stück entlang der Ostsee gelaufen, wobei Mutter beim Bernsteinsammeln ausflippte. Aber von Anfang an: Beim Frühstück brauchten wir zum Bestellen einer zusätzlichen Tasse Kaffee einen Übersetzer, da die Bedienung weder Deutsch noch Englisch konnte. Danach machten wir uns auf zur alten „Königsberger Sommerfrische“ Rossitten, das inzwischen als russisches Rybacij völlig verwahrlost und heruntergekommen „tiefstes Russland“ (O-Ton Vatter) ist. Wir haben vor der dortigen, jetzt russisch-orthodoxen Kirche ein Kreuz mit der Inschrift „Den ehemaligen Bürgern Rossitten“ gesehen, wobei wir nicht wissen, wann dieses aufgestellt wurde.

Ein Glück, dass unsere geplagten Stoßdämpfer bald Linderung erfahren. Wir sind danach noch bis zur russisch-litauischen Grenze gefahren, haben aber dann umgekehrt. Anschließend sind wir zum Mittagessen in das Lokal gefahren, in dem wir auch gestern waren, wobei wir herausgefunden haben, dass die hiesige Rezeptionistin die Tochter des Gasthauses Gellian ist. Wir freuen uns, dass junge russische Menschen zusammenstehen und sicherlich bis in einigen Jahren eine vernünftiges Gasthaus unterhalten. [Papa und Mama sind ganz verwundert, wie schön die russischen Mädchen - genau wie die polnischen - sind.] Für ein gutes Mittagessen bezahlten wir heute rund 40 Mark (mit Getränken, die bei uns nicht gerade sparsam verbraucht werden). Danach sind Mama und ich zu besagtem Strandspaziergang, während Papa im Hotel ein wenig geschlafen und das Zimmer gehütet hat - genauso wie er es mit dem Auto machte, wenn Mama und ich Bademöglichkeiten ausgekundschaftet haben - dabei ist gestern sogar einmal die Alarmanlage angegangen. Heute hatten wir sogar noch eine Gesamtkilometerschnapszahl - unser Auto ist heute 33.333 km alt geworden.

Gerade eben waren wir noch zum Abendessen und haben wahrscheinlich für eine hiesige Delikatesse (Aal süß-sauer mit Backpflaumen) 190 Rubel, also gut 16 Mark bezahlt - und das war mit Abstand das teuerste Gericht auf der Karte.

Morgen fahren wir weiter gen Norden und kommen ins Baltikum. Dann werden wir wieder die MEZ anwenden können, von der wir erst heute Morgen gemerkt, dass sie hier nicht gilt, weil wir zum Frühstück eine Stunde zu spät gekommen sind (hier gilt OEZ).

Nun noch einige kulturelle Beobachtungen: Die Russen haben ihre Kalt- und Warmwasserhähne teilweise anders herum als in Deutschland; wenn sie in einem Restaurant sind, bestellen sie ihr Essen und gehen danach wieder und kommen erst wieder, wenn die Zeit um ist.

Kommentar 2026:

Die eckigen Klammern stehen im Original, und das ist auch gut so. Distanzierung olé, und zwar schon damals ...

Es war wahrscheinlich an dem Abend, dass wir - wir bekamen immer Aal in Soße, egal, worauf wir in der Karte (mit kyrillischer Schrift) zeigten - einmal gebratenen Aal haben wollten. Also ging meine Mutter mit in die Küche (!), nahm eine Pfanne und zeigte darauf - die Leute in der Küche nickten eifrig, wir warteten freudig ... und bekamen wie immer den Aal in Soße ...

Echte Empörung meiner Ma - und der Finger auf der Linse war auch wütend ...

Mittwoch, 26. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 26. Juli 2000

Hinweis 2026:

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Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.

Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.

Mittwoch, 26. Juli 2000 - Sarkau/Lesnoje (Russland) - 4. Tag - 1166 km von Zuhause entfernt

Heute sind wir in abenteuerlicher Manier die gut 200 km von Danzig ans Kurische Haff hierher nach Sarkau gefahren. Nachdem wir in Danzig zunächst eine unfreiwillige Stadtrundfahrt gemacht hatten, fuhren wir über Elbing zur Grenze nach Braunsberg. Dort benötigten wir für das Überqueren der Grenze unerwartet wenig Zeit, obwohl die russischen Zöllner und Grenzbeamten uns teilweise unsinnig lange aufgehalten hatten (man kann sagen: Dienst nach Vorschrift (!) - langes Warten im Auto vor der Zollkontrolle etc.).

Nach dem Durchfahren der Stadt Königsberg (Kaliningrad) (enttäuschend für uns hinsichtlich Wiederaufbau - Vorbild Danzig mit z. T. abgrundtiefen Schlaglöchern) (Mama legte häufig Generalstopps ein, wir waren froh, als wir Königsberg verlassen konnten - Papa sagte: „Alte deutsche Stadt - aber jetzt wirklich tiefstes Russland“) mussten wir, bevor wir die Kurische Nehrung befahren durften, eine Gebühr von DM 36,00 entrichten. Papa sprach von „moderner Wegelagerei“, Mama schimpfte wie ein Rohrspatz.

Als wir allerdings nach einigem Suchen im richtigen, eigentlich falschen Hotel ankamen (das ursprüngliche ist noch in sehr altem Zustand und befindet sich im Umbau) und danach in dieses eigentlich vorgesehene Hotel zum Essen gingen, überraschte uns das Preisniveau angenehm: für ein recht gutes Mittagessen zahlten wir zusammen nur 350 Rubel, weniger als 30 Mark - so viel kosten in Deutschland normalerweise allein Getränke, die wir hatten.

Danach gingen wir daran, schöne Badeplätze für morgen zu finden (die weitaus größeren sind an der Ostsee, nicht am Haff) und haben zwei sehr schöne Plätze gefunden, an denen nur sehr wenig Leute badeten. Wir wurden an unser geliebtes Fuerteventura erinnert, müssen aber sagen, dass diese Art von Abenteuerurlaub uns bis jetzt sehr viel Freude macht - sogar der „Alte“ ist zufrieden.

Allerdings finden wir es traurig, dass der russische Staat, der so sehr Devisen haben möchte, potentielle Touristen auf diese Art und Weise abschreckt und ausnimmt (Visumzwang, Gebühr für das Befahren der Kurischen Nehrung, schlechter Straßenzustand).

Kommentar 2026:

Das mit dem Hotel muss ich erläutern: Wir hatten über ein Reisebüro in einem Gasthaus ein Zimmer gebucht, das sah aber wirklich baufällig aus, sodass meine Eltern sich weigerten, dort auch nur das Zimmer anzuschauen. Im gleichen Ort hatten wir ein modernes Hotel gesehen, in das wir uns nun einquartierten, und an der Rezeption verlief das alles unerwarteterweise völlig unproblematisch. Auf die Frage nach einer Abendessengelegenheit wurden wir wieder in das Gasthaus verwiesen, das im Innenraum gar nicht so furchtbar aussah. Dort saß die Chefin gerade mit Wörterbuch und versuchte, uns einen Brief zu schreiben, dass das Gasthaus noch im Umbau sei und wir im Hotel im Ort - dort, wo wir gerade eingecheckt hatten - unterkommen würden. Erst jetzt war auch ich beruhigt, weil wir die Unterkunft im Voraus bezahlt hatten und ich Sorge hatte, dass wir noch einmal - jetzt für das andere Hotel - zahlen müssten.

Vater und Sohn auf dem Weg zum Strand

Dienstag, 25. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 25. Juli 2000

Hinweis 2026:

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Dienstag, 25. Juli 2000 - Danzig/Gdansk (Polen) - 3. Tag - 1021 km von Zuhause entfernt

Der heutige Tag kann im Zeichen eines Zustandes gesehen werden: „Müde!“

Wir sind alle ziemlich müde, obwohl wir gestern Abend schon relativ zeitig ins Bett wollten. Heute gehen wir noch früher, es ist jetzt zwanzig vor sieben und Mama und Papa schlafen wahrscheinlich schon.

Heute sind wir auf der Mottlau, dem Fluss, der durch Danzig fließt, bis zur Westerplatte gefahren, wo 1939 der Krieg ausgebrochen war. Dort haben wir einen kleinen Zwischenstopp gemacht und sind danach wieder in die Altstadt gefahren, wo wir zunächst die große Kirche gesehen haben und schließlich wieder auf dem Artusplatz Kaffee getrunken haben. Danach sind wir in ein schönes Lokal linksseitig der Mottlau (gerade an der Brücke, die man überquert, wenn man vom Novotel in die Altstadt will) und haben dort (schon sehr früh) zu Abend gegessen. Bevor wir dann aufs Zimmer sind, haben wir noch für 50 Zloty (26 D-Mark) von einem jungen Aktionskünstler auf dem Artusplatz ein Acrylbild gekauft, auf das er mittels Sprayfarben eine Mondlandschaft gemacht hatte.

Morgen fahren wir also nach Königsberg; ich bin mal gespannt, wieviel Zeit wir an der Grenze brauchen, ja, mal sehen. Bis morgen.

Kommentar 2026:
Das Acrylbild hängt bis heute über meinem Bett.

Westerplatte


Montag, 24. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 24. Juli 2000

Hinweis 2026:

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Montag, 24. Juli 2000 - Danzig/Gdansk (Polen) - 2. Tag - 1021 km von Zuhause entfernt

Heute sind wir ebenso glücklich in Danzig angekommen. Nachdem wir in der Jugendherberge recht gut gefrühstückt hatten, fuhren wir gegen 8.30 Uhr in Richtung Polen, wo wir gegen 10.00 Uhr ankamen (Grenzübergang Küstrin). Danach folgte ein zwar schöner, aber beschwerlicher Ritt über die polnische Landstraße 22 (zugegebenermaßen meist recht gut ausgebaut). Wir hatten daher für die Reise nur ein Stundenmittel von 60 km/h, während es gestern gut 120 km/h gewesen waren. Wir haben unterwegs viele Aal- und Steinpilzverkäufer gesehen. Nach einem guten Mittagessen in einem Motel an der Strecke waren wir gegen 17.00 Uhr in Danzig, wo wir dann ins Novotel eingecheckt haben. Danach sind wir zum Abendessen in die Altstadt (sehr schön ...) gegangen und schließlich noch in ein Cafe. Jetzt ist es aber auch schon 21.30 Uhr und wir gehen müde ins Bett. (ich habe ein Einzelzimmer in einem anderen Stock als Mama und Papa).

Kommentar 2026:

Dafür, dass ein guter Freund der Familie uns davor gewarnt hatte, dass man uns in Polen die Räder während der Fahrt klauen würde, klappte die Anreise nach Danzig erstaunlich gut.

Sonntag, 23. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 23. Juli 2000

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Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt. 

Sonntag, 23. Juli 2000 - Bremsdorf (Deutschland) - 1. Tag - 649 km von Zuhause entfernt

Heute sind wir glücklich in Bremsdorf angekommen. Nachdem wir um kurz nach fünf in Bonndorf abgefahren waren und in Trockau zweites Frühstück (sehr gut) gemacht haben, kamen wir schließlich zum Zwischenstopp in Dresden, wo wir den Neuaufbau der Frauenkirche begutachteten. Danach fuhren wir weiter nach Norden, wo wir gegen drei Uhr nachmittags in Bremsdorf ankamen. Da die Jugendherberge noch geschlossen war, fuhren wir zunächst in die Umgebung, um dort einen Kaffee zu trinken und schließlich gegen 17.00 Uhr zu Abend zu essen (in einem Restaurant direkt gegenüber der Jugendherberge). Gegen 18.00 Uhr wurden wir dann zu unserem Bungalow geführt, in dem wir die Nacht verbringen. Der heutige Tag war mit über 800 Kilometern zwar recht anstrengend, aber doch schön. [Mama fuhr wie immer klasse !]

Morgen fahren wir nach Danzig.

Kommentar 2026:

Auch wenn ich mich durch die eckigen Klammern schon von dem vorletzten Satz zu distanzieren versuchte: Den Satz setzte mein Vater durch. Und das wird noch öfter passieren - und noch peinlicher ...

Samstag, 22. Juli 2000

Nordlandreise 2000 - 22. Juli 2000

Hinweis 2026:

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Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt. 

Samstag, 22. Juli 2000 - vor der Abreise

Alle Sachen sind gepackt und verstaut, nur noch der Laptopkoffer, Essen, Trinken und solche Sachen werden morgen früh ins Auto verstaut. Alle wirklich wichtigen Gepäckstücke sind ohne größere Schwierigkeiten im Auto verpackt worden. Die Visa für Russland sind am Dienstag gekommen, die Grüne Versicherungskarte vorgestern, sodass endgültig alle notwendigen Dokumente vorhanden sind.

Die Reiseroute wird uns morgen, am Sonntag, 23.7.2000 von Bonndorf nach Bremsdorf (in der Nähe von Frankfurt/Oder) führen, wo wir eine Nacht in der dortigen Jugendherberge übernachten werden. Am Montag, 24.7.2000 wird die Strecke von Bremsdorf nach Danzig [Gdansk] (Polen) führen, wo wir zwei Nächte in einem Hotel wohnen werden. Am Mittwoch, dem 26.7.2000, wird es weitergehen nach Königsberg [Kaliningrad] bzw. Sarkau [Lesnoje] (Russland), wo wir zwei Tage auf der Kurischen Nehrung übernachten werden. Am Freitag, den 28.7.2000, geht es dann weiter nach Jurmala in der Nähe von Riga (Lettland), wobei auf dem Weg dorthin Litauen durchfahren werden wird. Der Samstag, 29.7.2000, wird uns nach Tallinn in Estland führen, wo wir nur eine Nacht in einem Hotel dort verbringen werden, um am darauffolgenden Tag, am Sonntag, den 30. Juli 2000, mit dem Schiff nach Helsinki überzusetzen. Ab Helsinki werden sämtliche Übernachtungen in Jugendherbergen stattfinden. Aus Helsinki brechen wir am Dienstag, den 1. August 2000, in Richtung Norden auf. Etwa nach einem Drittel der Strecke zwischen Helsinki und dem Nordkap werden wir in Lapinlahti Station machen, und zwar für drei Tage. Am Freitag, dem 4. August 2000 werden wir das zweite Drittel dieser Strecke hinter uns bringen, die uns nach Rovaniemi am Polarkreis führt, wo wir nur eine Nacht verbringen werden. Am Samstag, den 5. August 2000, werden wir die Grenze zu Norwegen überqueren und in Lakselv, etwa 100 Kilometer südlich des Nordkaps Station machen. In den drei Tagen des Aufenthalts dort werden wir wahrscheinlich Ausflüge nach Hammerfest und natürlich ans Nordkap machen, bis wir dann am Dienstag, den 8. August 2000 nach Süden aufbrechen und in Narvik (1 Nacht: 8./9.), Mo i Rana (1 Nacht: 9./10.), Trondheim (2 Nächte: 10.-12.), Lillehammer (2 Nächte: 12.-14.), Bergen (2 Nächte: 14.-16.) und Oslo (2 Nächte: 16.-18.) jeweils übernachten. Am 18. August 2000 (Freitag) werden wir durch Schweden fahren und über die Brücke den Öresund nach Dänemark überqueren, wo wir in Helsingør Halt machen und wahrscheinlich Kopenhagen besuchen werden. Der Sonntag, 20. August 2000 steht dann ganz im Zeichen der Heimkehr nach Deutschland, wobei wir zunächst bei Opa in Vluyn Station machen werden und schließlich innerhalb der darauffolgenden Tage (geplant ist zwar der 21. August, aber eine Verschiebung ist möglich) nach Bonndorf zurückkehren.

Über die einzelnen Etappen werde ich selbstverständlich hier berichten, ich denke, dass dadurch ein hoffentlich interessanter Reisebericht zustande kommen wird.

Kommentar 2026:

Das war der erste Eintrag der Nordlandreise 2000. Damals lebte mein Vater noch. Ich hatte Monate vorher meine Eltern gefragt, ob wir diese Tour in den Sommerferien machen könnten. Meine Eltern sagten zu, aber unter der Bedingung, dass ich - noch nicht ganz 18 - die Reise organisieren und die Unterkünfte buchen müsste. Das tat ich mit schon damals großer Freude, teils schon per E-Mail, teils noch per Fax ...