... war das wirklich auf den Komoren, aber das hat uns wirklich Freude gemacht.
Wir kamen in Addis Abeba ein bisschen später als geplant weg, sodass wir erst um 0.35 Uhr Ortszeit (22.35 Uhr deutscher Zeit) starteten. In Mailand gelandet sind wir aber quasi pünktlich, um 5.07 Uhr - und das auch recht entspannt, denn mit unserer Business-Class-Besetzung hatte das wie gewünscht geklappt, sodass Mutter und Sohn durchaus ein wenig ratzen konnten.
In Mailand wurde der Flieger dann ganz leer (jedenfalls in unserem Abteil), sodass wir nach Start um 6.46 Uhr den kurzen Hüpfer nach Zürich mit überpünktlicher Landung um 7.13 Uhr beendeten. Mit uns waren auch einige andere Flieger angekommen, sodass die Jodelbahnstation ein bisschen gefüllt war, aber da ich sowieso erst einmal ums Eck musste ging das alles, und als ich von der Toilette kam, war die Jodelbahnstation gähnend leer ...
Die Einreise ging auch problemlos, bei der Gepäckausgabe gab es ein technisches Problem, das für eine viertelstündige Verzögerung sorgte, aber das war nicht so schlimm, denn unser Gepäck war da - juchhe! Der Zoll war auch lieb, und unser lieber Freund konnte uns ohne Warten direkt mitnehmen und nach Haus bugsieren.
Ich ging erst einmal duschen und schlief dann ein paar Stunden, bevor wir die Heimkehr im Schnitzer feierten - und feiern ist das richtige Wort, es war ein ganz wunderbarer Abend.
Ganz viele Leute haben seit unserer Rückkehr gefragt, wie es denn war - und der schon vorab gefallene Begriff des Abenteuerstrandurlaubs hat es dann am Ende doch wirklich getroffen.
Der Bungalow an sich war ja wunderbar, aber die Infrastruktur auf den Komoren, gerade mit Strom und Wasser ist halt nicht die eines hochentwickelten Industrielandes. Dass die Koffer nicht an Land kamen (und eigentlich hatte Ethiopian wirklich ausreichend Zeit, die umzuladen ...), war natürlich gleich der erste Tiefschlag, und der Ausflug in die Botanik beim Kofferholen hätte auch richtig schiefgehen können, das ist mir erst im Nachhinein so richtig bewusst geworden, aber die Freundlichkeit gerade von Mickey (der ja für all das nix konnte) hat sofort wieder für positive Stimmung gesorgt.
Uns ist auf dieser Reise wieder bewusst geworden, in welchem Luxus wir in Deutschland leben, dass wir den Lichtschalter drücken und Strom da ist, dass wir die Brause aufmachen und Wasser kommt, dass wir wenige Minuten in den nächsten Supermarkt gehen und einkaufen können (das war aus unserem Dorf ja schon ein halber Tagesmarsch bis ins Örtchen) - den Luxus, den die Menschen dort haben, nämlich das Meer direkt vor der Türe, den haben wir allerdings dann auch genossen, das kannste mal glauben!
Ja, meine Ma hätte einen etwas bequemeren Einstieg ins Meer besser gefunden (und ich auch!), aber andererseits haben wir uns schnell daran gewöhnt (und ich bin sehr, sehr glücklich, dass meine Ma eine von den wenigen 78-Jährigen ist, die so über Lavagestein kraxeln können, als ob sie das seit zwanzig Jahren machen würden, um zweimal am Tag ins Meer zu kommen!), und wenn wir dann erstmal im (warmen!) Wasser waren, war auch wieder alles gut ...
Alles in allem war das ein wunderbarer Urlaub, stinkfaul und trotzdem abenteuerlich, das war sehr, sehr schön.
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Meine Ma und ich machen in den nächsten drei, vier Wochen voraussichtlich zwei Roadtrips.
Nächsten Samstag geht es an den Luganer See, da habe ich ein schönes Restaurant auf der italienischen Seite im Auge, ich hoffe, dort gefällt es uns zum Mittagessen nach knapp vier Stunden Fahrt. Auf dem Rückweg machen wir dann noch einen kurzen Abstecher nach Liechtenstein; das werden dann Land Nr. 14 und 15 in diesem Jahr, sodass die Ein-Land-pro-Woche-Serie bis in die zweite Aprilhälfte verlängert ist.
Am Karfreitag dann sind wir erst bei der Tochter meiner Bonusoma (das klingt besser als "Ersatzoma", den [neuen] Begriff habe ich neulich mal irgendwo gelesen und für gut befunden) und deren Familie in der Schweiz eingeladen und holen danach Freunde in Zürich vom Flughafen ab. Am späten Abend schließlich geht es dann planmäßig in Richtung Frankreich und von dort am Ostersamstag auf Zwölf-Länder-Tour.
Meine liebe Studienfreundin hat mir vor ein paar Tagen für die angedachte 15-Länder-Tour abgesagt; das ist auch völlig okay so, weil sie ihre Unsicherheit ob dieses Unterfangens von Anfang an kommuniziert hatte. Vielleicht machen wir das in zwei Jahren mal, wenn die Kinder noch ein bisschen größer sind, aber in jedem Fall ist die Generalprobe mit meiner Ma, die - nachdem meine Studienfreundin ihr Hadern verstärkt hatte - schnell bereit war, im Zweifel einzuspringen, wahrscheinlich auch einiges wert, um mal zu gucken, ob mein Zeitplan (für die 15er-Tour) überhaupt halbwegs händelbar ist.
Los gehen soll es also am Abend des 18. April mit einer Fahrt nach Huningue/Hüningen im Dreiländereck. Kurz nach Mitternacht fahren wir - so der Plan - in Frankreich los und reisen nach Deutschland ein; eine halbe Stunde später wollen wir schon in der Schweiz sein (0.29 Uhr) und weitere knapp zwei Stunden später in Liechtenstein (2.23 Uhr) und Österreich (2.29 Uhr). Über den Brenner ginge es nach Italien (4.52 Uhr) und um 6.29 Uhr wieder nach Österreich. Slowenien würde um 10.22 Uhr, Kroatien um 11.15 Uhr erreicht. Von dort ginge es wieder über Slowenien (11.18 Uhr) über Ungarn (11.28 Uhr), die Slowakei (13.54 Uhr) und Tschechien (16.25 Uhr) schließlich nach Polen, wo wir um 16.43 Uhr ankämen.
Allein die Mautgebühren dürften einen höheren zweistelligen Eurobetrag ergeben, vom Sprit ganz zu schweigen, aber hey, zwölf Länder an einem Tag, das wäre ja ein neuer Rekord (auch wenn ich mir den Familienrekord mit meiner Mutter teilen müsste, darüber habe ich ja noch gar nicht so richtig nachgedacht ...), und auf der Rückfahrt am Ostersonntag und -montag hätten wir womöglich noch Zeit, um das deutsch-österreichisch-tschechische Dreiländereck zu besuchen - da war ich nämlich noch nicht ...
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Fast hätte meine Mutter mich auch noch spontan nach Kamerun (26. April bis 3. Mai) begleitet. Nach ein paar Tagen Bedenkzeit hat sie mir aber jetzt abgesagt, das ist auch okay - aber da gucke ich demnächst (heute Abend?) auch mal nach Hotels, damit ich dann das Visum beantragen kann ...
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Die beiden Damen, die mit mir nach Andalusien wollten (8.-13. April), müssen mir voraussichtlich absagen - jedenfalls stehe ich schon in Verhandlungen mit dem Reisebüro, was wir bei einer Stornierung zurückbekommen. Ich buche ja regelmäßig ohne Reiserücktrittsversicherung, weil ich das bisher nie gebraucht habe (und dann ergibt die Abwägung zwischen den höheren Kosten und der Nichtnutzung halt, dass man das nicht mitbucht ..), gerade bei Nur-Flug-Buchungen, jetzt gucken wir mal, was da noch geht.
Ich selbst jedenfalls habe mir aber fest vorgenommen, die Buchung in Anspruch zu nehmen. Ich würde gerne nach Gibraltar, vielleicht nach Sevilla und gerne zum Camino del Rey, da gucke ich in den nächsten Tagen (heute Abend?) auch mal nach Hotels und Mietauto.