Ich war gestern früh ins Bett gegangen, weil ich mich mindestens überfressen hatte, und dementsprechend war ich heute einigermaßen ausgeschlafen, als ich mich so gegen halb acht, acht aus dem Bett schälte. Ich duschte, rasierte mich für den Rückflug und packte meine sieben Sachen zusammen.
Ich checkte gemütlich aus, hinterließ mein Gepäck im Hotel (die Verwahrungsgebühren, die mir per E-Mail angekündigt worden waren, musste ich kein einziges Mal bezahlen) und latschte wieder die Viertelstunde in Richtung Bushaltestelle. Heute Morgen nahm ich drei Busse hintereinander, den einen Anschluss verpasste ich, aber das war nicht schlimm, weil zehn Minuten später die nächste Verbindung fuhr. Alles in allem kam ich um gegen 11 Uhr am Central Business District an, schaute noch, ob ich ins Gebäude des deutschen Konsulats käme, kam ich auch, aber nur ins Erdgeschoss, und auch da war schnell der Ofen aus.
Nun latschte ich - vorbei an einer Demo von Exiliranern - zum Fährterminal, fand mein Gate mit Mühe und stellte mich zehn, fünfzehn Minuten vor Abfahrt in die Reihe für die Fahrt zum Hobsonville Point. Die Fähre blieb ziemlich leer, wenn wir zwei Dutzend Menschen waren, war es viel - ich verstehe es wirklich nicht, denn die Fahrt war unglaublich schön: erst das Ablegen vom Fährterminal mit dem Panorama-Blick auf die Hochhäuser, dann die Fahrt unter der (hiesigen) Hafenbrücke durch, dazwischen die Blicke auf den Hafen mit seinen großen und kleinen Schiffen, sehr bald war das ganz eindeutig kleinstädtisch geprägt, und nach einer halben Stunde Fahrt kam ich ganz entspannt am Hobsonville Point an.
Dort gibt es eine der vielen neuseeländischen Craft-Beer-Manufakturen, und in die - einen alten Hangar - fiel ich ein. Ich bekam einen Tisch geradeso im Schatten, absolut perfekt, und bestellte gleich mal die Vier-Bier-Tasting-Palette. Joa, die Biere dort waren lecker, vor allem das XPA hatte es mir fast angetan; dazu bestellte ich den Klassiker Fish & Chips. Damit machte ich nichts falsch, aber es war halt Fish & Chips, lecker, aber keine fünf Sterne - höhö ...
Ich gönnte mir noch ein (teures, durchaus leckeres) Eis im Farmers' Market, trank noch ein letztes Bierchen, weil ich doch schneller war als gedacht und fuhr dann mit der leicht verspäteten Fähre zurück nach Auckland. Wegen der leichten Verspätung verpasste ich meinen Zug, aber den ein paar Minuten später erwischte ich problemlos - und die Google-KI hatte da so einen Stress gemacht ... Auch den Anschlussbus erwischte ich problemlos, und nach dem schon bekannten viertelstündigen Fußmarsch kam ich am Hotel an - mit einer halben Stunde Puffer - und konnte schon mein Gepäck auslösen.
Der Shuttlebus fuhr (jedenfalls bis zum Inlandsterminal) für mich ganz allein, dann stieg eine Frau zu, und jetzt stehe ich in der Schlange für den Check-in.
Der Typ machte zwar einen ganz pfiffigen Eindruck, aber meine Bitte, für beide Flüge einen Fensterplatz zu bekommen, hat er nur für den Auckland-Shanghai-Flug umgesetzt; für den Shanghai-Frankfurt-Flug sitze ich jetzt in der Mitte ... Argh - mal gucken, was das wird. Und ich weiß halt nicht, ob er nicht konnte oder wollte oder es einfach nicht geschnallt hat, was ich von ihm wollte - schade ...
Die Ausreisekontrolle ging sehr schnell, wie immer (da war nur am Morgen der ersten Ausreise nach Tonga viel Andrang), auch die Sicherheitskontrolle ging fix, und jetzt sitze ich schon am Gate und warte auf den Abflug ...
Über den Flug und Shanghai werde ich morgen vom Flughafen in Shanghai berichten - jetzt erstmal Daumen drücken, dass ich morgen früh schon mein Zeug im Hotel abstellen kann ...
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| Exiliraner |
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| ... am historischen Fährhafen |
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| Skyline mit Flagge |
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| Unter der Hafenbrücke |
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| Auch heute wurde Hopfensaft verkostet |
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| Hafenbrücke Auckland |
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| Ehemals höchstes Gebäude der Südhalbkugel |
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| ... und die Skyline in ganzer Pracht |








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