Meine Länder

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Samstag, 9. Mai 2026

Überfressen mit Tuluks am "Ch-something beach"

... habe ich mich heute, aber mit Tuluks, diesen himmlischen Cassava-Taschen mit Hackfleisch drin, muss man sich überfressen - die sind sooooo lecker. Naja, vielleicht waren die Bananen- und Taro-Chips sowie die Nangai-Nüsse und die Bananen auch teilschuld, aber wenn man am letzten Tag auf dem Markt ist und sich durch die Landesküche futtern will, dann muss man halt auch mal aufs Abendessen verzichte (das tue ich heute nämlich wahrscheinlich) bzw. durch ein Bierchen ersetzen ...

Der Sternenhimmel gestern war atemberaubend - das Kreuz des Südens hatte ich ja schon gepostet, aber danach setzte ich mich an den Ausguck, der nicht nur bei Tag, sondern auch bei Nacht (und da gefühlt noch mehr) fantastisch ist - und guckte einfach in den Himmel. Meine Sky-App ist gut und schön, aber wenn du da sitzt und kaum Lichtverschmutzung hast, das ist schon grandios, auch weil die Augen sich nach einiger Zeit an das Dunkle gewöhnen und du noch mehr Sterne siehst (Nein, lag nicht am Bier! Ruhe dahinten!). Das mache ich heute Abend zum Abschluss vielleicht auch noch mal ...

Abschluss ist leider das passende Stichwort, denn morgen geht es ja (leider) von Vanuatu wieder weg. Hier hätte ich noch einen Tag oder fünfundzwanzig bleiben können, ich hatte mich so langsam eingegroovt, aber ich glaube, da hätte mein Chef gewisse Einwände (und meine Kolleginnen und Kollegen hoffentlich auch), jedenfalls bei den 25 Tagen ...

Mal gucken, was das mit dem Drei-Verbindungen-Flug morgen wird, ich bin sehr gespannt und werde berichten; bisher konnte ich nur für den Flug von hier auf die Salomonen einchecken (das ist ein Flug, den ich offiziell auch mit Solomon Airlines fliege wie die beiden anderen Flüge von den Salomonen nach Brisbane und von dort nach Auckland, der aber tatsächlich von Air Niugini aus Papua-Neuguinea durchgeführt wird), aber das kläre ich hoffentlich morgen alles am Check-in-Schalter, wenn ich da so gegen 6.30 Uhr aufschlage ...

Ich ging heute Morgen erst einmal schwimmen und traute mich endlich (es war Flut), von der Sprungplattform ins Meer zu hüpfen (eineinhalb Meter, keine Sorge); unter wir war drei Meter Wasser, das reichte ganz gut ... Herrlich!

Danach ging es noch einmal nach Port Vila, denn dieses Tuluk hat es mir - im Gegensatz zum Laplap - wirklich angetan (boah, mein Bauch spannt - Ruhe dahinten!). Ich parkte wieder für meine 70 Cent direkt vor dem Markt und ging rein. Die Mamas (die nennt man wirklich so!!), die Laplap und Tuluk verkaufen, waren wieder da, und ich glaube, ich ging wieder zu der von gestern, auch wenn die leicht woanders stand als gestern. Ich nahm erstmal zwei und verspeiste die genüsslich mit Blick auf den Hafen - herrlich!!

Ich wusch mir die Hände - das ist nämlich mit den gedünsteten Bananenblättern, die das Cassava im Zaum halten, ein bisschen eine Sauerei - und stiefelte noch ein bisschen über den Markt. Da gab es Stachelannonen und Avacados und alles Mögliche, aber ohne Messer zur Hand wollte ich mir das nicht unbedingt kaufen, also hielt ich Abstand. Die Bananen sahen gut aus, die Bananenchips wollte ich unbedingt probieren, bei Taro- und Maniok-Chips wollte ich eine Auswahl treffen, und als ich die Nangai-Nüsse sah und feststellte, dass es die hauptsächlich in Vanuatu gibt, konnte ich die natürlich auch nicht unprobiert lassen.

Jo, und die nächsten zwei Tuluk wollte ich mit an den Strand nehmen, so als Mittagssnack ...

Ich fuhr aus Port Vila raus (inzwischen kenne ich mich da fast aus, auch wenn Google einen immer wieder eine altersschwache Treppe hoch- bzw. runterjagen will mit dem Auto ...) und in Richtung meiner Unterkunft; die ließ ich aber rechts liegen und fuhr fünf Kilometer weiter zum auf Google ungelogen "Ch-something beach" zu fahren (da hat sich wohl jemand den erfragten Namen nicht merken können, anstehen tut es nirgends). An dem war ich gestern vorbeigetuckert, den hatte ich da schon für gut befunden, jetzt guckte ich ihn mir nochmal an und fuhr auf den Parkplatz, an dessen Einfahrt ein Eintrittsgeld von 700 VUV (ziemlich genau 5 Euro) verlangt wurde.

Ich fuhr auf einen Parkplatz und ging zum Strand, schon in der leisen Hoffnung, dass da keiner zum Kassieren sei, als mich von der Seite ein Mann ansprach, der da wohl die ganze Zeit gesessen hatte - und an dem ich einfach vorbeigefahren war ... Jo, der wollte kassieren, bekam sein Geld (aber nur für eine Person, auch wenn er meinte, ich wäre zu mehrt - so dick bin ich nun auch wieder nicht, Bürschle!) und dann hatte ich diesen kleinen Südsee-Traumstrand (zunächst) für mich ganz allein!!!

Ich stieg in dieses wunderbare türkise Wasser, der Boden war ziemlich sandig mit ein bisschen Korallen drin, das war ganz, ganz herrlich! Ich entstieg den Fluten, holte mein Zeug, verdrückte unter anderem natürlich meine zwei Tuluks, aber auch einen Großteil der anderen Einkaufsware und guckte den zwischenzeitlich hinzugestoßenen Dorfkindern (drei Jungs, ein Mädchen) zu, wie die im Wasser herumplantschten.

Das war soooo entspannt, auch wenn ein Bänkchen (im Schatten) noch besser gewesen wäre, aber so saß ich einigermaßen bequem auf einem Baumstamm - dachte ich. Beim Aufstehen stellte ich fest, dass mir die Beine ganz schön eingeschlafen waren, stolperte ein bisschen vor mir her, bis sie wieder aufgewacht waren und ging dann noch einmal ins Wasser, ehe ich mich verabschiedete und die fünf Minuten zurück in meine Bude fuhr.

Die Chefin hat anscheinend nicht so viele Gäste, die Tuluk mögen, weil sie mir - nachdem sie meinen Müll entgegengenommen hatte, den ich eigentlich im Zimmer entsorgen wollte - gleich anbot, dass sie eine ihre Angestellten losschicken könne, mir was Lokales zu essen zu holen im nächsten Dorf. Ich dankte und orakelte (offenbar zutreffend), dass ich nicht wisse, ob ich heute Abend überhaupt etwas essen wolle ...

Danach verzog ich mich in mein Zimmer (sie drückte mir natürlich gleich ein Bier in die Hand ...), habe gerade eben noch schon einmal vorgepackt (damit ich morgen nicht um 5 Uhr noch alles zusammenfahren muss), werde gleich noch einmal schwimmen (aber nicht schnorcheln) gehen und dann den Abend bei einem Bierchen oder zwei mit Blick auf das Meer und die Sterne ausklingen lassen ...

Trööt, trööt, trööt - bevor morgen um 4.15 Uhr der Wecker geht, sodass ich um 5.30 Uhr hier wegkomme und um 6.30 Uhr mein Auto abgeben kann.

Inschallah, so sagt der Araber, so Gott will, fliege ich morgen um 8.30 Uhr (23.30 Uhr Samstag deutscher Zeit) hier in Port Vila ab und lande um 10.30 Uhr (1.30 Uhr deutscher Zeit) in Honiara, Salomonen. Das wird mein Land Nr. 170+2, also nach Niger mein zweites aktuell nur im Transit besuchtes Land, denn die 50 Minuten Umsteigezeit werden kaum zum Einreisen langen ... 

Um 11.20 Uhr (2.20 Uhr) geht es nämlich - jetzt wirklich mit einem Solomon-Airlines-Flieger - weiter, diesmal nach Brisbane in Australien. Dort komme ich um 13.35 Uhr (5.35 Uhr) an und habe auch kaum Zeit zum Umsteigen, geschweige denn zum Einreisen (auch wenn ich vorsorglich das kostenfreie australische Visum beantragt haben).

Um 14.50 Uhr (6.50 Uhr) geht es nämlich schon wieder weiter, und um 20.05 Uhr Ortszeit (10.05 Uhr deutscher Zeit) werde ich in Auckland landen. Wesentlich vor 23 Uhr werde ich nicht im Hotel sein, aber das ist okay, denn übermorgen kann ich ausschlafen, weil der Flieger auf die Cookinseln erst um 15.10 Uhr geht, aber das ist dann die Story für morgen ... (Hoffe ich!!!)

Da bin ich reingehüpft heute Morgen ...

Jetzt guckt doch nicht alle so, das ist wirklich extrem lecker!

Südsee as Südsee can?

Und noch ein bisschen aus der Serie "Unterwegs in Vanuatu"

Nachklapp (mache ich nicht gerne, aber heute muss):

Als ich zurückkam, lag auf meinem Bett ein Stapel Wäsche - definitiv nicht von mir. Ich ging zur Chefin und sagte ihr das, sie meinte, gleich käme jemand und hole das ab. Kurz darauf kam die peinlich berühmte Wäschereichefin (oder so) und holte die Sachen ab.

Als ich eben vom Schwimmen kam, fiel mir in meiner "Einfahrt" auf, dass da noch etwas lag. Es stellte sich als roter Tanga (glaube ich ...) heraus, der der Wäschereichefin wohl beim Bugsieren der Wäsche heruntergefallen war. Nun stand ich da - naja, was sollte ich machen? Ich ging zur Rezeption, musste schon im Anmarsch lachen, wie ich Ochse da so ein zartes Kleidungsstück in Signalfarbe durch die Gegend trug, den Damen an der Bar ging es genauso, aber ich sollte das Ding auf die Bar legen, sie würden sich darum kümmern ... Sehr lustig!

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