Hinweis 2026:
Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.
Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.
Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im Oktober 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.
Samstag, 12. August 2000 - Lillehammer (Norwegen) - 21. Tag - 1484 km von Zuhause entfernt
Heute sind wir eine wieder einmal schöne Strecke nach Lillehammer gefahren und beurteilen die Eindrücke dieser Stadt recht unterschiedlich.
Nach gutem Frühstück heute und einigen Querelen, bis wir unser Zeug aus dem Kühlschrank wieder hatten, ging es schnurstracks und nur mit Pinkelpausen nach Lillehammer, sodass wir schon um halb eins hier ankamen. Die Jugendherberge war aber noch zu und deswegen fuhren wir zum Olympischen Gelände von 1994. Dort gingen Mama und ich in das Norwegische Olympische Museum, das die Olympischen Spiele seit der Antike zeigte und sehr interessant ist. Auch im Eishockeyhallenbereich, in dem heute ein Fußballturnier war, waren noch einmal die Spiele 1994 anhand von Videodokumentationen und Ergebnislisten zu verfolgen. Papa saß derweil draußen in der Sonne.
Danach fuhren wir ins Freilichtmuseum Maihaugen, das verschiedene Arten traditioneller norwegischer Bauweise zeigt, waren davon aber nicht sehr begeistert. Papa saß wiederum in der Sonne - diesmal mit Hut - und machte einem neuvermählten norwegischen Paar Platz. Dieses Freilichtmuseum scheint bei Hochzeitspaaren beliebt zu sein. Unterdessen ging ich noch in eine Ausstellung über die norwegische Geschichte und war von dieser hochbegeistert. Anschließend wollten wir zum Strand fahren, fanden aber nur ein Einkaufszentrum, in dem wir prompt Getränke und schöne Kirschen kauften. [Zur Zeit ist hier das Korn noch nicht reif, Kirschen wachsen noch auf den Bäumen, Erdbeeren gibt es noch in Hülle und Fülle in jedem Garten und Mama hat noch Pfingstrosen blühen.] Nach einem kurzen Zwischenstopp bzw. der Anmeldung in der Jugendherberge gingen wir endlich in einen Kro zum Essen. Uns hat es geschmeckt, aber allzu begeistert waren wir auch nicht - vor allem die hier in Norwegen übliche Selbstbedienung ist nicht nach unserem Geschmack. In der Fußgängerzone, in der heute Abend überhaupt nichts los war, aßen wir noch ein Eis und gingen dann nach Hause.
Morgen wissen wir noch nicht, was wir machen wollen. Wir lassen uns von Petrus leiten. Mama hofft sehr auf einen geruhsamen Sonnentag zum Schwimmen.
Kommentar 2026:
Ich war sicher, dass das Museum, das ich bis heute so großartig finde, das Olympia-Museum gewesen sei, aber anscheinend war es das Museum zur norwegischen Geschichte in Maihaugen. Deswegen sind Zeugen offenbar so unsichere Beweismittel ...
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