Hinweis 2026:
Dieser Blogeintrag gehört zur Serie "Vorwärts in die Vergangenheit - Berichte von damals", in der ich zeitgenössische Reiseberichte veröffentliche, die nur sehr behutsam redaktionell bearbeitet wurden. Meinen Senf aus heutiger Sicht will ich nur dazugeben, wenn mir das erforderlich scheint, damit man den Hintergrund besser versteht.
Ein Parallelprojekt "Vorwärts in die Vergangenheit - Erinnerungen an frühe Reisen" umfasst Erinnerungen und Erinnerungsfragmente an frühere Reisen, die aber aus heutiger Sicht beschrieben sind.
Der vorliegende Reisebericht wurde im Juli/August 2000 verfasst und im September 2026 veröffentlicht. Auf eine Überschrift wurde verzichtet, da es eine solche im Originaltext nicht gibt.
Dienstag, 25. Juli 2000 - Danzig/Gdansk (Polen) - 3. Tag - 1021 km von Zuhause entfernt
Der heutige Tag kann im Zeichen eines Zustandes gesehen werden: „Müde!“
Wir sind alle ziemlich müde, obwohl wir gestern Abend schon relativ zeitig ins Bett wollten. Heute gehen wir noch früher, es ist jetzt zwanzig vor sieben und Mama und Papa schlafen wahrscheinlich schon.
Heute sind wir auf der Mottlau, dem Fluss, der durch Danzig fließt, bis zur Westerplatte gefahren, wo 1939 der Krieg ausgebrochen war. Dort haben wir einen kleinen Zwischenstopp gemacht und sind danach wieder in die Altstadt gefahren, wo wir zunächst die große Kirche gesehen haben und schließlich wieder auf dem Artusplatz Kaffee getrunken haben. Danach sind wir in ein schönes Lokal linksseitig der Mottlau (gerade an der Brücke, die man überquert, wenn man vom Novotel in die Altstadt will) und haben dort (schon sehr früh) zu Abend gegessen. Bevor wir dann aufs Zimmer sind, haben wir noch für 50 Zloty (26 D-Mark) von einem jungen Aktionskünstler auf dem Artusplatz ein Acrylbild gekauft, auf das er mittels Sprayfarben eine Mondlandschaft gemacht hatte.
Morgen fahren wir also nach Königsberg; ich bin mal gespannt, wieviel Zeit wir an der Grenze brauchen, ja, mal sehen. Bis morgen.

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