| Grenzstein bei Wissembourg |
Ich berichte von meinen Reisen, um alle 206 Staaten und 50 abhängigen Gebiete der Erde (meiner Zählung) zu betreten. Aktueller Stand: 172+1 besuchte Länder und 18 besuchte abhängige Gebiete.
Nächste Reisen: 28.-30.8. Grödig (Österreich), Brezovica (Slowenien/Kroatien), Umag (Kroatien) +++ 4.-6.9. Istanbul +++ 24.-27.12. Kairo/Gizeh +++ 15.-17.1.2027 Rom
Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.
Sonntag, 19. Februar 2023
Im Phantomzug
Dienstag, 7. Februar 2023
Einen Granatapfelsaft schuldig
Sonntag, 5. Februar 2023
Heimkehr ins Schneetreiben
Wenn ich gewusst hätte, dass es im Schwarzwald schneit, hätte ich meine Ma nicht nach Neustadt gejagt, um mich abzuholen, sondern hätte die Stunde Wartezeit bis zum Bus entweder in Freiburg oder in Neustadt vertrödelt. So aber dachte ich mir, dass ich eine Stunde früher zuhause wäre, und meine Ma war auch so liebenswürdig, mich trotzdem abzuholen - und tatsächlich war die Stunde, die ich früher daheim war, schon angenehm ...
Das Aufstehen heute Morgen war überraschend erträglich, und ich konnte meine Mutter, die ich gebeten hatte, mich sicherheitshalber aus dem Bett zu klingeln, schon eine Minute vor Wetterklingeln beruhigen - ich war wach.
Die Dusche bewirkte noch einmal Wunder, und um kurz vor 9 Uhr hatte ich ausgecheckt. Ich kaufte mir eine Umsteigefahrkarte (das war, glaube ich, das erste Mal in Budapest, sonst hatte ich da immer Zeitkarten ...) und stieg in den Metro-Ersatzbus ein. In Kőbánya-Kispest fuhr mir die Linie 200 zum Flughafen vor der Nase weg, aber ich hatte so dermaßen viel Puffer, dass mir das sogar fast recht.
Am Flughafen ging ich sofort in die Sicherheitskontrolle, und ich irgendwie erwische ich immer Menschen vor mir, die vermeintlich zum ersten Mal fliegen und immer ganz überrascht sind, wenn sie ihre Flüssigkeiten auspacken müssen ... Dieses Fiasko verzögerte mein Aufschlagen in der Lounge aber nur um wenige Minuten, und dort frühstückte ich erstmal.
Anders als der Fluggast mir gegenüber, der um 10 Uhr schon nach dem Sekt auf Wein umstieg (sowas würde ich ja nie machen, bei mir würde es dann Bier geben!), stärkte ich mich mit Cola, Schinkenbrötchen und Joghurt, und gegen 11.15 Uhr machte ich mich auf den beschwerlichen Weg zu meinem Wizz-Air-Gate.
Nach einer mittelprächtigen Wanderung kam ich dort gut an, durfte auch durchs Pre-Boarding und kam sogar mit an Bord. Der Flug wurde mit zwei Serienepisoden überbrückt, und in Basel reiste ich beim französischen Zoll ein (ich wollte ja heute definitiv in Frankreich gewesen sein).
Wenige Minuten später querte ich aber die flughafeninterne Zollgrenze und befand mich also staatsrechtlich noch immer in Frankfurt, zollrechtlich aber in der Schweiz. Mit dem Schweizer Bus ging es über die Zollfreistraße nach Basel SBB und von dort mit der Straßenbahn zum Badischen Bahnhof. (Der wird als "Bad. Bahnhof" beschildert, und ein englischsprachiger Vater meinte zu seinem Kind, sie führen nicht zum "Bad Bahnhof", sondern zum good Bahnhof. Gnihihi ...)
Am Badischen Bahnhof kaufte mir eine Rivella und ein paar Ovomaltine-Kekse und überquerte dann die Zollgrenze - ich war also staatsrechtlich jetzt immer noch in der Schweiz, aber zollrechtlich schon in Deutschland. Immer wieder herrlich, so etwas ...
Ich erwischte einen früheren als den angedachten Zug, der Zoll wollte nichts von mir, die schweizerisch-deutsche Grenze verpasste ich vor lauter Kabelsalat an meinen Gerätschaften, und in Freiburg kamen wir vorfristig an!
Dadurch erwischte ich eben auch den früheren Zug nach Neustadt, wurde auf der ganzen Fahrt nicht ein einziges Mal kontrolliert, und meine Mutter kam in dem Moment angefahren, als ich auf dem Bahnhofsvorplatz ankam. Ich ging nochmal duschen, damit jegliche Reste des nassen Sitzes vom Freitag von meinem Körper abgewaschen wurden, dann gab es lecker Abendessen und jetzt schaue ich gerade das Bayern-Spiel. Furchtbar!
Die nächsten Wochenende bin ich in Halle und Kaiserslautern/Wiesbaden, mal gucken, ob ich, jetzt, wo die Tage wieder länger werden, auch mal wieder wandern gehe, denn davon würde ich wahrscheinlich berichten ...
Fotos gibt's heute keine.
Samstag, 4. Februar 2023
Drei Minuten Einsamkeit
| Burg gestern Abend |
| Parlament vom Donauufer aus |
| Fischerbastei |
| Panorama von Budapest |
| Parlament von der Fischerbastei |
Freitag, 3. Februar 2023
Kann man sich mal gönnen
Samstag, 28. Januar 2023
Nix Kugeln, nix Nockerln, dafür Bosna!
Ich war jetzt seit zwei Wochen nicht mehr im Ausland und war die letzten Tagen um den optimalen Plan herumgeschlichen, heute nach Österreich zu fahren. Ich war schon drum und dran, nach Lindau-Reutin zu fahren und von dort eine knappe Stunde nach Österreich zu spazieren, entschied mich aber dann doch um: Ich war noch gar nie oder, wenn, dann in frühester Kindheit, in Salzburg gewesen, und diese Scharte wollte ich heute auswetzen.
Das Alter trieb mich gegen 6 Uhr ins Bad, aber den Bus um 6.40 Uhr erwischte ich nicht mehr, also spannte ich das Auto an und fuhr nach Rötenbach. Dort erwischte ich den 7.40-Uhr-Zug nach Donaueschingen, dort den Regionalexpress nach Ulm und dort schließlich den angeblich völlig überfüllten Eurocity nach Salzburg.
Dafür, dass der überfüllt sein sollte, fand ich sehr schnell einen guten Platz an der Spitze des Zuges, auch wenn ich der jungen Dame, die ihre - besockten - Füße auf dem Gegensitz hatte, die Freude am Beineausstrecken nahm. In München wurde der Zug dann doch ziemlich voll, und eine besondere Perle bei der Deutschen Bahn ist, dass auch ein völlig überfüllter Zug noch auf Anschlussreisende wartet ...
Ich aber hatte und behielt meinen Sitzplatz bis Salzburg, wo ich ausstieg und erst einmal auf der falschen Seite den Bahnhof verließ. Das war aber nicht so schlimm, denn auch von dort kam ich in Richtung Altstadt. Ich latschte am Mirabellgarten vorbei und kurz vor dem Mozart-Wohnhaus entdeckte ich das Schild des deutschen Honorarkonsulats. Über den Marko-Feingold-Steg ging es - mit beeindruckenden Blicken auf Salzach, Altstadt und Festung auf die Altstadtseite südlich der Salzach.
Ich hatte leider nicht wirklich viel Zeit, dafür aber auf der Hinfahrt gelesen, dass eine weitere berühmte Salzburger Speise - neben den Mozartkugeln und den Salzburger Nockerln - die sogenannte Bosna sei, eine Art scharfer Hot Dog, die in Salzburg (oder auch in Linz, sagen die Linzer) erfunden worden ist. Und so müsste man in Salzburg eine Bosna essen.
Ich hatte auch den berühmtesten Bosnastand von ganz Salzburg, ach, was sag ich, von ganzes Welt, herausgefunden, und nach zweimaligem Verlaufen (der liegt ein bisschen versteckt in so einem Durchgang zwischen zwei Gassen) fand ich die Schlange und damit den Stand.
Die Bosna kostet 4,90 Euro das Stück, und da sind zwei Bratwürste und lecker Kraut in einem mit Curry bepuderten Weißbrotstück dabei. Lecker war's, ob's 4,90 Euro wert ist, ja mei, aber wenn man schon mal in Salzburg ist ...
Durch die Getreidegasse ging es in Richtung Dom, da machte ich auch ein paar Fotos, aber dann machte ich mich - nach einer guten Stunde in der Salzburger Altstadt - auch schon wieder auf den Weg in Richtung Bahnhof.
In einem Supermarkt mit uncharakteristisch freundlicher Kassiererin wurden noch zwei Almdudler gekauft, und dann lief ich durch wenig touristische Salzburger Straßen zum Hauptbahnhof. Ich erwischte noch den EC nach Ulm, sodass ich in Ulm noch eine gute Stunde Zeit haben sollte, um mir das Münster mal wieder anzuschauen, doch die Stunde schwand dahin: Erst warteten wir auf Anschlussreisende, dann machten die Bundespolizisten im Auftrag der Politiker wieder Europa kaputt, weil sie eine Grenzkontrolle durchführten (nicht bei uns im Wagen, Gott bewahre, da wurde mal kurz durch die Tür geguckt - alles Weiße - und wieder kehrtgemacht), jedenfalls kamen wir mit größerer Verspätung aus Traunstein weg.
Kurz hinter Rosenheim wurde meine Fahrkarte erstmals an diesem Tag kontrolliert (auf der Rückfahrt!), und in Ulm kamen wir fast einer halben Stunde Verspätung an.
Ich fand aber den Ausgang in die Innenstadt recht schnell, wurde von Guggenmusiken in die Flucht geschlagen, die die Ulmer Innenstadt heute Abend okkupierten, lief auf etwas abseitigen Wegen in Richtung Münster, fand das dann relativ unfallfrei, machte noch ein Foto vom (leider auch verdunkelten) Ulmer Großkirchlein und ließ mich dann zum - sehr, sehr schönen - Rathaus treiben ...
Von dort fuhr ich - das City-Ticket gilt in Ulm auch, das musste ich nutzen! - zurück zum Hauptbahnhof und sitze jetzt in meiner Bahn, die mich - wenn ich das richtig interpretiere - bis nach Donaueschingen bringt. Von dort geht es mit der S-Bahn nach Rötenbach und dann mit dem Auto zurück nach Bonndorf.
Das war ein schöner Ausflug, auch wenn das Salzburg-Zugfahrt-Verhältnis nicht so wahnsinnig hoch war, aber hier unten fahren halt nicht so viele ICEs, und es ist eben auch ein Stückchen einmal quer durch Süddeutschland.
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Am 19. August bin ich in Mönchengladbach - ich habe mir heute auf dem Hinweg eine Eintrittskarte für die Hockey-EM (der Frauen und Männer, die finden dieses Jahr gleichzeitig in Mönchengladbach statt) gekauft und werde an dem Samstag insgesamt fünf Spiele sehen, darunter eines der deutschen Männer. Am Vorabend oder an dem Abend (wobei das spät werden dürfte ...) könnte ich mich mit meinem niederländischen Ex-Kollegen treffen, mal gucken, wie wir das machen ... Vielleicht treffen wir uns in Mönchengladbach, ja, das wäre ein Idee - aber ich werde berichten ... Bis dahin müssen die Männer morgen erstmal Weltmeister werden, ich hoffe, das klappt!
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Fotos:
| Blick auf Salzach, Altstadt, Festung |
| Bosna-Stand |
| Bosna |
| Dom und Festung |
| Dom |
| Gasse |
| Ulmer Münster |
| Rathaus in Ulm |
Sonntag, 22. Januar 2023
Eine gelungene Überraschung
- Wenn man sie allein fährt, gilt der GVH-Tarif, in dem die Bahncard 100 nicht gültig ist (weil ich das Stadtgebiet Hannovers verlasse);
- wenn man sie als Teil der Strecke, sagen wir, Goslar - Hannover - Ehlershausen fährt, gilt der Niedersachsentarif, und da war ich bis heute nicht in der Lage herauszufinden, ob die Bahncard 100 gilt oder nicht;
- wenn man sie als Teil der Strecke, sagen wir, Magdeburg - Goslar - Hannover - Ehlershausen fährt, gilt der Deutschlandtarif und damit die Bahncard 100.
Fotos der letzten Tage:
| Halle |
| Fulda, Paulustor |
| Fulda, Dom |
| Fulda, Stadtschloss |
| Fulda, Kirche |
| Fulda, Tortadillo |
| Meiningen, Englischer Garten |
Samstag, 14. Januar 2023
"Zwei Minuten!"
Dort komme ich, wenn nicht noch wesentlich etwas schiefgeht, in einer guten Stunde an, und das restliche Wochenende dort wird auch sportlich bleiben (TV-sportlich, natürlich, mit Football und Handball morgen), aber dafür etwas entspannter werden (hoffe ich) als die jetzt doch nicht ganz unanstrengende Reise nach Kattowitz und zurück ...
| Altes Lyzeum in der Innenstadt von Kattowitz |
| Bahnhofsvorplatz |
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| Lecker Frühstück |
Freitag, 13. Januar 2023
Dit is Berlin, oder: Handball, bloody hell
Ich hatte ja nicht so richtig gewusst, was ich in den fünf Stunden in Berlin mitten in der Nacht mit mir anfangen soll, also machte ich das, was ich normalerweise sowieso mache: Ich suchte ein bisschen im Internet herum. Ich war relativ schnell bei der East Side Gallery, aber dafür bräuchte ich keine fünf Stunden, also guckte ich weiter ... Ich landete - wie sollte es anders sein? - beim Essen und bei Kneipen, die rund um die Uhr oder zumindest bis spät in die Nacht Essen anboten.
Eine dieser Kneipen, das El Borriquito in Charlottenburg, sprach mich an - und die sollten bis 3 Uhr geöffnet haben unter der Woche - und sogar bis 5 Uhr am Wochenende! Es erwies sich als günstig, schon in Spandau in die S-Bahn umzusteigen, das tat ich, und so landete ich um halb eins am Savignyplatz, nachdem ich mit der S-Bahn, die in Richtung Flughafen fuhr, am Olympiastadion vorbeigekommen war.
Siehe da, es war tatsächlich noch offen, meine späte Ankunft führte zu keinem Aufruhr, im Gegenteil, ich konnte bestellen, was ich wollte (der Pulpo mit Venusmuscheln hatte mir schon im Zug zugesagt, dazu gab es kanarische Kartoffeln und eine Karaffe Weißwein ...), ich saß ein bisschen abseits der Musik, was dann aber dazu führte, dass der italienischsprachige Kellner sich ein bisschen mehr um mich kümmerte ... Ich fand das da richtig gemütlich, und ich habe dem Ober auch schon angekündigt, dass ich wiederkomme, denn die Portionen sind - auch für den aufgerufenen, nicht besonders günstigen, aber keinesfalls besonders teuren Preis - sehr üppig, sodass ich am Schluss wirklich kämpfen musste, die letzten Oktopusstücke zu verschlingen. Okay, die Tomatensauce hätte meiner Mutter offenkundig nicht so zugesagt, aber man kann nicht alles haben. Also, auch wenn ich normalerweise erst zweimal irgendwo essen will, um das Etablissement in meine Empfehlungen aufzunehmen: Das Borriquito wird einen zweiten Besuch erleben und dann, wenn sie nicht alles falsch machen, auch in meinen Empfehlungen landen (die muss ich ohnehin mal überarbeiten).
Um 2.40 Uhr verließ ich dann das Borriquito (und wurde also nicht herausgekehrt), lief zurück zur S-Bahn-Haltestelle Savignyplatz und fuhr zur Warschauer Straße. Es fasziniert mich immer wieder, was in Berlin mitten in der Nacht los ist, auch da war noch - naja, nicht High Life, aber doch viel los. Der eine oder andere Penner ist dort, aber im REWE hätte ich um drei Uhr etwas einkaufen können, als ich in Richtung Spree lief, kam mir ein schon sichtbar schwankender Mensch entgegen - "grüß dich!" - und kurz darauf ein Mann von der Verkehrsgesellschaft (nicht schwankend!). Ein weiterer Typ sprach mich schon aus zwanzig Metern an, ob ich ihm einen oder zwei Euro geben könne, und als verneinte, wurde er ganz melodramatisch (blieb aber harmlos) und kündigte an, schon bald seiner Existenz ein Ende zu bereiten ... Ja, sischer!
Dann war ich aber an der East Side Gallery, einem Stück der Berliner Mauer, und war erst einmal verwirrt. "Erzähl mir was Neues", sagt der Leser (oder die Leserin), aber hier hatte ich Grund verwirrt zu sein, denn ich befand mich in Ost-Berlin und also auf der Ostseite der Berliner Mauer. Die Ostseite war nun aber nicht für ihre Mauermalereien bekannt, weil da ja die Selbstschussanlagen und Hundelaufbahnen waren. (Und für das Bemalen der Westseite der Mauer musste man sich übrigens - da fände ich ja heute wahnsinnig spannend - illegal auf das Gebiet der DDR bewegen, denn die Mauer stand nicht genau auf der Sektorengrenze, sondern ein paar Meter dahinter, sodass es überall ein kleines Stückchen unbewachte DDR - bzw. unbewachtes Ost-Berlin - gab, auf das man vom Westen her draufspazieren konnte.)
Des Rätsels Lösung ist, dass diese Malerien erst 1990, von der letzten DDR-Regierung, organisiert wurden. Zudem sind die Malereien, die man heute auf der East Side Gallery sieht, Kopien der Originale, denn 2008/09 wurden die Mauerreste saniert, wobei man wohl die Kunstwerke zerstören musste. Man lud die Künstler dann ein, sie neu zu schaffen, was die meisten (aber nicht alle) tatsächlich gemacht haben, und so kann man neben - Entschuldigung - unglaublich viel Kitsch eben auch dieses berühmte Bruderkuss-Graffito von Breschnew und Honecker sehen, das ich weiter unten verewigt habe.
Die Wege in Berlin sind so kurz nicht, und so war ich froh, dass ich kurz vor 4 Uhr am Ostbahnhof landete. Ich entschied mich, mit dem nächstbesten Zug zum Hauptbahnhof zu fahren, und der nächstbeste Zug war ein ICE. In den stieg ich also ein, stellte fest, dass ich noch ausreichend Zeit habe, fuhr dann doch bis Spandau weiter, stieg dort in eine Regionalbahn zum Hauptbahnhof (schön, was für bekloppte Sachen man mit der Bahncard 100 machen kann ...) und vertrödelte dann die Zeit bis zur Abfahrt meines Eurocity.
Ich hatte mich ja entschieden, nicht den 2.40-Uhr-Zug ab Hannover zu nehmen, sondern einen früheren, und das war eine gute Entscheidung, denn der Zug musste unterwegs repariert werden und kam eine Minute vor Abfahrt meines Eurocity an. Wir warteten auf die Gäste aus dem ICE, und es hätte also für mich gereicht, aber ich hätte unterwegs einen Herzkasper gekriegt, weil die nächste Verbindung nach Kattowitz dann erst eine Ankunft um 17 Uhr bedeutet hätte, und das wäre mir arg eng geworden.
So kamen wir mit ein bisschen Verspätung los, die deutschen Zugbegleiter bestanden noch immer auf der Maskenpflicht und weckten sogar den Polen mir gegenüber, aber ab der Oderbrücke war die Maskenpflicht aufgehoben. Der Zug war ganz schön voll, da waren auch ein paar laute Deutsche unterwegs, die mit einem Kasten Bier ankamen - ich habe den Verdacht, die wollen auch zum Spiel heute, aber alles in allem war das eine entspannte Fahrt.
Wir kamen mit wenigen Minuten Verspätung in Posen an, ich fand mein Gleis schnell, aber keinen Wagenstandsanzeiger und musste dann, als der Zug einfuhr, ein bisschen schnelleren Schrittes laufen, denn mein Wagen (in Polen besteht in den ECs und ICs Reservierungspflicht) war ganz an der Spitze des Zuges. Die Digitalisierung in Polen verläuft auch nicht in ganz geordneten Bahnen, denn während gefühlt mehr Polen als Deutsche mit Online-Tickets reisen und diese von den Schaffnern auch ganz selbstverständlich abgescannt werden, ist das WLAN in den Zügen eine einzige Katastrophe - dagegen ist das WLAN bei der Deutschen Bahn richtig stabil, unglaublich schnell und insgesamt großartig, und das will was heißen, dass man etwas noch viel schlechter als die Deutsche Bahn macht!
Nun aber sitze ich, da ich diese Zeilen schreibe, im Zug nach Kattowitz, wir kommen bald in Gleiwitz an, und von da ist es noch einmal eine halbe Stunde Fahrt. Wir haben ein kleines bisschen Verspätung, aber das ist überhaupt nicht schlimm, denn ich gucke - mangels WLAN - aus dem Fenster und bewundere die südpolnischen Wälder und das vergleichsweise flache Land hier in Oberschlesien.
Ich werde, unvernünftig, wie ich nun einmal bin, gleich in eine Kneipe einfallen und ein bisschen zu Mittag essen, vielleicht auch ein Bierchen trinken, denn ich kann erst um 14 Uhr ins - per Handy-Schlüssel zu öffnende - Zimmer, und wenn ich um 13.10 Uhr oder so ankomme, muss ich ja fast eine Stunde überbrücken. Mal sehen, ob ich dann noch mal duschen gehe, denn ich habe bei meinen untauglichen Schlafversuchen eben im Zug von Posen nach Kattowitz ein bisschen geschwitzt, aber so gegen 17 Uhr will ich in der Halle sein. Und dann hoffen wir mal, dass Deutschland einen guten Start in die WM hat.
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Joa, ich fand ziemlich schnell die Gaststätte, aber draußen stand kein Schild, dass die Karte nehmen, also ging ich zu einem Geldautomaten, der mich nicht übers Ohr haute und hob (viel zu viel) Geld ab ... Damit ging in die Gaststätte, bekam in der wunderschönen Lokalität einen Platz nahe bei zwei anderen deutschen Handball-Anhängern und futterte mich durch die Karte. Aus dem ursprünglichen geplanten (vielleicht) ein Bier wurden, öhm, ein paar mehr, natürlich hätte ich mit Karte zahlen können, zahlte aber doch ausnahmsweise bar und ging dann in Richtung meiner Unterkunft.
Ich musste ein bisschen suchen, weil mir das jetzt zum zweiten Mal in Polen so geht, dass ich ein Apartment in einem Wohnkomplex habe, aber nachdem ich das gefunden hatte (und mit dem Handy über eine App die Türen geöffnet hatte), hatte ich ein wunderbares, gutes Zimmer mit allem, was man braucht. Ich hielt mich aber nicht lange auf, sondern ging - ich hatte mit den beiden Herren ein bisschen die Zeit vergessen - schnurstracks zur Halle (die wie ein UFO aussieht).
Ich war allerdings zu früh, die Halle öffnete erst eine Stunde vor Spielbeginn, sodass ich mir die Unzahl an ZDF-LKWs anschaute, die da in einem eingezäunten Bereich standen - Wahnsinn!
Um kurz vor fünf ging die Halle auf, einer kurzen Leibesvisitation folgte das Scannen der Karte, dann war ich im Spodek drin und fand recht schnell meinen Platz. Ein Bier gönnte ich mir noch, dann nahm das für meinen Geschmack viel zu spannende Spiel seinen Lauf. Dass Deutschland gewonnen hat, aber zwischenzeitlich mal ein bisschen ins Schwimmen geriet, hat jeder gesehen, aber die Stimmung in der Halle (3.500 Zuschauer, davon bestimmt 2.500 Deutsche) war schon ein Erlebnis ... Das war ja mein erstes Handballspiel mit einer deutschen Mannschaft, das kann man öfter machen, zumal es in Hannover ja eine Bundesliga-Mannschaft gibt.
Auch das zweite Spiel, Serbien - Algerien, schaute ich mir an, verzog mich in der Halbzeit aber auf den Oberrang, da war es luftiger als unten im Kessel, wo doch noch viele Leute auch das zweite Spiel schauten. Ich wurde jetzt auch echt müde, verzog mich mit dem Schlusspfiff und freue mich jetzt sooooo auf die Horizontale.
Morgen geht es zu akzeptabler Zeit zurück nach Berlin und dann zu Freunden nach Halle, das wird auch gut.
Fotos gibt es auch:
| Bruderkuss East Side Gallery |
| Rynek in Kattowitz |
| UFO-Sporthalle |
| Zett-De-Eff |
| In der Halle |
Donnerstag, 12. Januar 2023
Der Deutschen Bahn zu trauen
Samstag, 7. Januar 2023
So viele Jahre herumschlawenzelt
| Kanzleramt |
| Reichstagsgebäude |
| Brandenburger Tor |
| Vollmond über dem Holocaust-Mahnmal |
| Die Elphi! |
Sonntag, 1. Januar 2023
Same procedure as last year
Nein, ich habe gestern Abend nicht "Dinner for One" geschaut (einmal im Leben reicht für mich), sondern meine Mutter und ich haben den Silvesterabend fast genauso gehändelt wie im vergangenen Jahr.
Der Umstieg in Frankfurt klappte vorzüglich, und ich bekam auch einen guten Platz. Ich hatte gerade meiner Mutter geschrieben, dass heute mal alles klappt, da gab es eine Türstörung am Zug, sodass wir einigen Minuten Verspätung aus Frankfurt herausfuhren. Nun hatte ich aber in Freiburg eigentlich genug Zeit zum Umsteigen, und tatsächlich konnte ich dort dann trotz leichter Verzögerung auch ohne Gerenne in die S-Bahn nach Neustadt einsteigen.
Auch die fuhr pünktlich, der Bus nach Bonndorf fuhr pünktlich, und pünktlich kam ich bei meiner Mutter an. Die Dusche war dringend nötig, aber bald darauf wurde gegessen, denn meine Ma hatte großen Hunger (ich hatte ja noch in Dresden ein Schnitzelbrötchen gefrühstückt).
Das Fondue war - wie letztes Jahr - ganz hervorragend, vor allem mit Mutters Soßen, aber danach kam der Mann mit dem Hammer, und ich ging für ein paar Stunden ins Bett. Der Wecker um 23 Uhr wurde auf 23.15 Uhr weitergestellt, dann stand ich aber wirklich auf und am Ende waren wir knapp zehn Minuten vor Mitternacht am Wiizemersteg - wie vergangenes Jahr.
Ich besuchte letztmals dieses Jahr die Schweiz, dann verpassten wir vor lauter Fotografieren fast Mitternacht, aber fünf Sekunden vor Mitternacht waren wir ordnungsgemäß aufgestellt: ein Bein in der Schweiz, eines in Deutschland und ... Prosit Neujahr!
Nach ein paar Minuten fuhren wir zurück nach Bonndorf, stellten das Auto ein und landeten - same procedure halt - wieder im Schnitzer. Naja, es ward vier Uhr, und es wurde viel gelacht (und gesungen).
Heute Mittag ging es dann mit dem Frühstück weiter - und der Neujahrstag wird ein fauler bleiben ...
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| Beweisfoto aus der Schweiz |
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| Spooky Wiizemersteg (in letzter Zeit ist vieles spooky) |
Samstag, 31. Dezember 2022
Auf der Verrücktheitsskala
| In Leipzig ... |
| Goldener Reiter |
| Fürstenzug |
| Unbeleuchtete Frauenkirche |
| Willkommen in Tschechien - Videoüberwachung |
| 0 Uhr in zwei Ländern |
| Europadenkmal zum Beitritt Polens zur EU (2004) |
| Polnisch-tschechische Grenzbrücke |
| Spooky Dreiländereck |


