Meine Länder

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Freitag, 20. März 2026

Panik auf der Brücke

... brach heute aus, und man konnte genau erkennen, wer Tourist ist und wer Einheimischer. Wir waren gerade nichtsahnend auf die Pontonbrücke in der Hafeneinfahrt in Willemstad geschlendert, als die Sirene zu heulen anfing und sich die Tore zur Brücke schlossen, während noch jede Menge Menschen jenseits des Tores waren (auch wir; die Aufsichtspersonen kommen bestimmt tagtäglich aus dem Lachen nicht heraus, wenn die Leute da mit erschrockenen Gesichtern durch die Gegend wetzen). Die meisten Leute (auch wir) bewegten uns sehr zügig (auch bekannt als "rannten") in Richtung Eingang, während die Curaçaoer noch ganz gemütlich ihren Weg fortsetzten. Ein, zwei Minuten später ging das Tor wieder auf, sodass alle von der Brücke konnten, während ich meinen Augen kaum traute, als ich wahrnahm, dass die Brücke sich zur Seite bewegt. Joa, die wurde tatsächlich zur Seite aus dem Weg geklappt, sodass Minuten später ein Schlepper mitsamt geschlepptem Schiff die Hafeneinfahrt passieren konnte. Danach wurde die Brücke wieder zurückgedreht, dann konnten alle wieder drüberlaufen - sowas hatte ich auch noch nicht gesehen ...

Das Ausschlafen heute Morgen war herrlich, aber trotzdem waren wir schon um kurz nach 7 Uhr auf. Wir machten uns fertig (ich habe mir gestern dann doch ein bisschen Sonnenbrand - aber ganz mehrheitlich nur an einem Bein - geholt) und gingen herunter an unseren Meereseinstieg. Wir liefen also am Pool die Treppe herunter, einmal ums Eck, durch die meerseitige Türe, dann die Holztreppe herunter und schließlich an der Leiter ins durchaus angenehm kühle Nass.

Herrlich!

Wir schwammen ein bisschen raus, ich tauchte einmal drei, dreieinhalb Meter zum Boden, das war ganz wunderbar und sooooo schön!

Danach duschten wir und fuhren zu dem Restaurant, bei dem wir Dienstag Abend schon fast zu Abend gegessen hätten (wir waren aber nicht sicher, ob es das ist, weil da ein anderer Name dranstand) - dort parkten wir und aßen ein sehr leckeres (wenn auch nicht fantastomisch-genial-phänomenales, sondern nur sehr leckeres) Frühstück. Dort reservierten wir auch für heute Abend einen Tisch, weil man das durchaus fußläufig von unserer Unterkunft erreichen kann, und fuhren schließlich von dannen.

Nun starteten wir durch in Richtung Willemstad, fuhren aber diesmal einen anderen Weg, und aus irgendeinem Grund hatte ich die ganzen Kakteen, die hier den Straßenrand säumen, noch gar nicht so richtig wahrgenommen: Das sind aber wahnsinnig viele!

In Willemstad strebte ich einen Parkplatz mit Blick auf die Promenade an, fand auch einen, aber dort kann man die Parkgebühren nur mit einheimischem Münzgeld (hatte ich nicht) oder einer speziellen Parkkarte (hatte ich auch nicht) bezahlen, nicht mit Kreditkarte (komplett sinnlos!).

Also entschieden wir uns, dass meine Ma aussteigt und ich das Auto auf einem kostenfreien Parkplatz etwas außerhalb abstelle (fünf, sieben, zehn Minuten Fußweg, kein Problem). Gesagt, getan, es ist immer schön, dass hier ein bisschen ein Wind geht, aber sehr warm ist es halt trotzdem, sodass ich schon wieder anfing zu schwitzen.

Wir machten Fotos von der Brücke und der Promenade, dann heulte die Sirene, und wegen der Hitze machte wir auch nach dem Zurückklappen keinen Gang mehr auf die andere Seite, sondern gingen zum Auto zurück.

Mutter hatte Appetit auf Eis, sah auch eine Eisdiele, und während wir sowieso immer machen, was sie will, war das heute ganz besonders der Fall (zumal ich gegen leckeres Eis nun wirklich auch nichts einzuwenden habe): Wir aßen Eis als Hauptspeise und danach Eis als Nachtisch, das war sehr lecker, und danach waren wir ob unseres wunderbaren Mittagessens auch satt.

Es ging zurück zum Auto, noch einmal über die Königin-Wilhelmina-Brücke mit atemberaubender Aussicht auf die Hafeneinfahrt, ich drehte aber unmittelbar nach der Brücke und wir fuhren heim.

Hier machten wir es uns gemütlich, ich ging noch einmal schwimmen, duschte noch einmal und schließlich landeten wir pünktlich - ich hatte Muttern hingefahren, dann das Auto versorgt, und zurück liefen wir gemütlich - in unserer Abendessengaststätte.

Die Getränkeauswahl (an Cocktails nur Piña Colada, weil nur Rum da war; an Bier nur ein niederländisches Bier, nichts Lokales) war eher nicht so grandios, dafür war das Essen super: Meine Ma aß Tintenfischringe und Garnelen in Knoblauch, und ich verspeiste Kabritu stobá, Zicklein in einer leckeren Soße mit Kochbananen und frittierter Polenta (das nennt man hier Funchi). Das war alles wirklich hervorragend lecker, aber wir waren auch satt. Nachtisch wurde jetzt keiner mehr verzehrt, das Heineken gefiel uns auch nicht so recht, also machten wir uns schon früh wieder auf den Weg zurück nach Hause.

Meine Ma ist schon im Bett, ich schreibe jetzt noch (offenbar) Blog, aber dann geht es auch relativ früh (im Moment ist es 21.07 Uhr) ins Bett ...

Ich hatte ja Hoffnung, dass unsere Koffer zur Feier des Tages hier ankommen würde, und tatsächlich bekam ich eine Mail - allerdings aus Georgetown. Seufz. Dort sind die Koffer inzwischen angekommen, die Tante wollte mich wohl auch erreichen, aber ich habe keinen Anruf in Abwesenheit erhalten, keine Ahnung, was da schieflief (und ich hatte nicht immer den Flugmodus drin!). Abgesprochen mit KLM war natürlich, dass die Koffer nicht an unseren ursprünglichen Zielort Georgetown, sondern an unseren aktuellen Aufenthaltsort Curaçao gebracht werden, aber joa, sagen wir so: KLM werde ich nach dieser Erfahrung definitiv nicht weiterempfehlen ...

Wenn ich die Dame in Georgetown richtig verstanden habe, will sie unser Gepäck mit dem nächsten KLM-Flug zurück nach Amsterdam schicken, und dort soll es nach Curaçao verladen werden. Jo, der nächste KLM-Flug ist aber am Samstag, also käme das Gepäck am Sonntag hier an. Wir allerdings fliegen schon am Samstag wieder zurück nach Amsterdam bzw. Zürich, sodass wir unserem Gepäck fast über dem Atlantik begegnen würden ...

Mal gucken, ob das klappt, um was ich die Dame gebeten habe, nämlich dass sie unser Gepäck jetzt gleich nach Zürich verschicken lässt, denn dann käme es womöglich zeitgleich mit uns an ... Es ist echt zum Mäusemelken, aber jetzt ist es uns auch schon fast wurscht.

Morgen jedenfalls machen wir noch einmal einen gemütlichen Tag hier und dann geht es am Samstag über Nacht nach Amsterdam und schließlich am Sonntagmittag nach Zürich. Der Abend wird - so oder so - in der heimischen Gastronomie enden, wenn nicht noch etwas Grundsätzliches schiefgeht, und dann war es das auch schon wieder mit Süd- und Nordamerika ...

Fotos aus Willemstad und vom Abendessen haben wir heute natürlich auch im Angebot, und weil wir von KLM lernen, ist wieder alles durcheinander:

Abendessen Kabritu stobá heute in der Nähe

Die Brücke ist echt abgedreht

Königin-Wilhelmina-Brücke

Hafenpromenade von Willemstad

Pontonbrücke (vor Panik)

Kakteen im Norden von Curaçao

Joa, so'n Angeberbild muss auch noch mit auf den Blog

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