Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Dienstag, 29. September 2026

Geschenke zum Verreisen

... habe ich am Samstag erhalten, und ich habe mich richtig über jedes einzelne von ihnen gefreut.

Ich war entschlossen, ein paar Freunde/Kollegen zum Brunch einzuladen, doch die ließen es sich nicht nehmen, mich noch reicher zu beschenken - das war nicht der Sinn der Sache, ganz und gar nicht, aber gefreut habe ich mich sehr, und über jedes der Geschenke werde ich ausführlich berichten im Laufe der nächsten Wochen und Monate.

Das erste Geschenk war ein Gutschein für eine Fahrt nach Helgoland – da war ich schon in Honduras und in Hammerfest, aber auf Helgoland war ich noch nie. Ich lag den beiden Freunden aus Cuxhaven schon den ganzen Sommer in den Ohren, dass ich gern mal mit ihnen dorthin wollte - dementsprechend freue ich mich nicht nur auf das Wochenende mit den zweien (das ist immer gut), sondern auch darauf, die einzige deutsche Hochseeinsel endlich einmal zu besuchen - und Schiffchen gefahren wird dabei auch noch: Besser geht es ja fast nicht ...

Das zweite Geschenk ist ein Gutschein für ein Spiel der Recken aus Hannover/Burgdorf: In den Handballsport bin ich erst hier in Hannover so richtig eingeführt worden, klar, Olympia und WM und EM habe ich schon vorher geguckt, aber diese breite Verankerung, die der Handball hier in der Ecke und auch gerade im Kreise der Kollegen hat, macht es einfacher und manchmal sogar erforderlich, auch die Handball-Bundesliga zumindest halbwegs zu verfolgen, und noch besser ist es natürlich, wenn man live und vor Ort dabei ist (und noch jemand Handballkundiges dabei hat!). Auf dieses Spiel freut sich nicht nur, aber auch der Masochist in mir, denn vom Klatschen werden mir wieder die Hände wehtun ...

Das dritte Geschenk, das ich erhalten habe, war ein Buch. Schon die erste Seite überraschte mich, weil ich zwar wusste, dass Madame gut zeichnen kann, aber ich wusste nicht, dass sie so gut zeichnen kann (das war eine Zeichnung von Wilma in Belgrad, die fast fotorealistisch war – unglaublich). Danach musste ich erst einmal das Konzept des Ganzen verstehen, aber das finde ich unglaublich spannend, schon allein, weil zwar die Künstliche Intelligenz verwendet wurde, um meinen Blog zu durchforsten, die Fragen aber (und auch die späteren Antworten von mir) handschriftlich erfolgen sollen (wenn die Leutchen meine Handschrift lesen können, höhö) …

Ich bin schon sehr gespannt darauf, sicher nicht beim Handball und wahrscheinlich nicht auf der Fahrt nach Helgoland, aber an irgendeinem Flughafen oder in einem Flugzeug, die Fragen aus dem Reisebuch zu beantworten – und ich freue mich schon sehr darauf, wenn wir die Antworten dann zusammen diskutieren … Die erste Runde wird definitiv auf mich gehen (den konnte ich nicht lassen …)!

--

Am letzten Mittwoch war ich, bevor am Donnerstag die Freunde aus Cuxhaven kamen und bevor die aktuelle, erwartungsgemäß intensive Arbeitswoche anfing, noch kurz in den Niederlanden – dazu setzte ich mich wieder in den ICE nach Bad Bentheim, stieg dort um in die Bimmelbahn nach Oldenzaal, lungerte dort eine halbe Stunde am kleinen Bahnhof herum und stieg dann in den Gegenzug ein. Mit dem fuhr ich bis Rheine und dort wieder in den ICE aus Amsterdam – am Ende war ich um 23 Uhr zuhause und hatte meine Zwei-Wochen-Serie wieder auf Null gesetzt. Alles wunderbar … Diese Verbindung könnte mein „Wiizemersteg des Nordens“ werden, die Verbindung, mit der ich relativ fix aus Hannover eine Staatsgrenze überquert kriege, wenn es notwendig wird, notfalls auch mal mit einer kleinen Abendtour. Ich hatte die Verbindung nach Bad Bentheim und die Weiterreise in die Niederlande irgendwie als länger eingeschätzt und dementsprechend nicht so intensiv in Betracht gezogen, aber in Wirklichkeit ist man in sechs, sieben Stunden von Haustür zu Haustür und noch vor Mitternacht im Bett …

--

Gestern und heute Abend habe ich den Feierabend genutzt, um mal ein bisschen intensiver in die Reiseplanung für Südamerika 2027 einzusteigen. Im Juni/Juli 2027 findet ja die Fußball-WM der Frauen in Brasilien statt, und das könnte eine schöne Gelegenheit sein, mal wieder durch Südamerika zu reisen. Ich befragte also ausführlich den Copilot zu möglichen Planungen (Caracas mir aus Sicherheitsgründen ausreden zu wollen hat er schon lange aufgegeben …) – und im Moment klingt das Folgende für mich relativ rund.

Ich würde irgendwo in Deutschland oder aber in Zürich starten und – höchstwahrscheinlich – über Paris nach Cayenne in Französisch-Guayana fliegen. Das wäre mein 19. abhängiges Gebiet, auch wenn es ein vollwertiger Bestandteil der Französischen Republik ist (das Schengener Abkommen gilt allerdings nicht). Von dort aus würde ich gerne über Land – wahrscheinlich in zwei Tagesetappen – nach Oiapoque an der französisch-brasilianischen Grenze (allein das klingt doch schon großartig, „französisch-brasilianische Grenze“ …) und von dort in einer langen Etappe nach Macapá in Brasilien reisen. Das geht wohl mindestens im Jeep, vielleicht auch im Bus, das würde ich mir dann vor Ort ansehen oder in der unmittelbaren Vorbereitung auf die Reise.

Macapá liegt an der Amazonas-Mündung, von dort kann man mit der Fähre über mehr oder weniger den offenen Atlantik nach Belém fahren oder aber mit dem Flugzeug in den Rest Brasiliens reisen.

Je nach Spielort bzw. den Spielorten der deutschen Frauen würde ich dann wahrscheinlich wild in Brasilien herumreisen – die Auslosung ist erst am 11. Dezember, erst dann kann ich in die mittelgenaue Planung einsteigen, aber ich bin echt froh, dass in den letzten zwei Tagen aus den ominösen Gedankenspielen (naja, sooo ominös waren sie nun auch wieder nicht, aber trotzdem) ein schon etwas durchdachterer Plan geworden ist (mit, nunja, knapp 40.000 Flugkilometer, damit ich auch schön das Reisebuch befüllen kann, nur deswegen!).

Von Brasilien aus – wo auch immer das letzte Spiel sein mag, das ich besuche – würde ich dann, und das ist der Clou von heute Abend, nach Bogotá in Kolumbien fliegen wollen. Von dort kommt man einigermaßen günstig nach Caracas und wieder zurück; wenn Caracas bzw. Venezuela (das wäre planmäßig dann mein 174. Land) bis Sommer dann irgendwie doch wieder komisch würde, könnte man die Teiletappe im Notfall in den Wind schießen und ein paar schöne Tage in Bogotá verbringen (hätte dann aber natürlich Venezuela verloren). Zudem bräuchte ich für die angedachten zwei Tage in Caracas kein großes Gepäck und würde das dann irgendwo in Bogotá im Hotel einschließen wollen.

Von Bogotá würde es dann in jedem Fall nach Santiago de Chile und von dort weiter nach Punta Arenas gehen, denn von dort geht einmal wöchentlich – aktuell samstags – der Flieger auf die Falklands, mein 20. abhängiges Gebiet. Da würde ich dann notgedrungen eben die ganze Woche bleiben (drei Tage würden wahrscheinlich auch schon reichen, aber so viele Flüge gibbet halt nich) und mir die Pinguine und die Gedenksteine an den Falkland-Krieg anschauen und vielleicht auch einmal ein bisschen die Seele baumeln lassen (Wie bitte, auch die Pubs von Stanley durchtesten? Ruhe dahinten!).

Nach der Rückkehr nach Punta Arenas (oder, wenn sich das zeitlich besser ausgeht, im Zweifel auch davor) würde ich – das hat mich gestern und heute schon so’n bisschen gejuckt – gerne mit der 32-Stunden-Fähre nach Puerto Williams auf der Insel Navarino – noch südlich von Feuerland (!) – reisen und von dort zurück nach Punta Arenas und Santiago fliegen, um von da die Rückreise nach Europa anzutreten.

Das Ganze hätte halt den Charme, dass ich nicht nur zwei neue abhängige Gebiete und – mit deutlichem Abstand – den südlichsten Punkt meines Lebens besucht, sondern mit dem 174. Land namens Venezuela auch alle unabhängigen Staaten Südamerikas gesehen hätte. Südamerika wäre daher der erste (!) Kontinent, bei dem mir das gelingt. In Nordamerika fehlt noch Haiti, in Europa noch Südossetien und in Antarktika, öhm, eben Antarktika, aber completo habe ich noch keinen Kontinent, das wird höchste Zeit.

Jetzt müssen nur noch Chef und Kolleginnen und Kollegen mitspielen, wenn ich da gefühlt vier Wochen unterwegs sein will, aber die sind Kummer mit mir jedenfalls gewöhnt.

--

Wer in die Titelzeile schaut, sieht, dass ich aktuell bei 172 besuchten Ländern (plus Niger) stehe, wo ist denn, wenn Venezuela (siehe oben) die 174 wäre, die 173 hin? Nun, das 173. Land hofft immer noch die Republik Palau zu werden, im März. Jetzt müssen wir mal gucken, ob wir das alles hinkriegen, im suboptimalen Fall müssten wir umplanen, aber ich bin noch immer sehr hoffnungsfroh, dass meine Ma und ich am 19. März 2027 irgendwo in Palau in See stechen …

--

Entsprechend dem Beschluss Nr. 1 des Blogautorenkollektivs vom 18. September 2026 (einstimmig, 1:0) erfolgt heute keine Veröffentlichung eines Retro-Blog-Eintrages. Der Link auf die Nordlandreise 2000 oben rechts in der Spezialseitenleiste gilt immer noch, und in den letzten Tagen konnten die Leserinnen und Leser folgende spannenden Geschichten (und Kommentare) lesen:

30. Juli 2000 – Fahrt von Tallinn nach Helsinki (Finnland)

31. Juli 2000 – Aufenthaltstag in Helsinki

1. August 2000 – Fahrt von Helsinki nach Lapinlahti

2. und 3. August 2000 – Aufenthaltstag in Lapinlahti

4. August 2000 – Fahrt von Lapinlahti nach Rovaniemi

5. August 2000 – Fahrt von Rovaniemi nach Lakselv (Norwegen)

6. August 2000 – Ausflug ans Nordkapp und nach Hammerfest

Auch die übrigen Entwürfe wachsen und gedeihen, inzwischen hat mir der Copilot einen Veröffentlichungsplan bis 2028 (!) ausgespuckt, mal sehen, wann der letzte Retro-Eintrag das Licht des Blogs erblickt …

--

Wie passend, dass der 100. Eintrag dieses Jahres nicht nur die Geburtstagreise meiner Ma (Palau), sondern auch meinen Geburtstag beschreibt - da kommt man ja aus dem Feiern gar nicht mehr heraus ...

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen