Das war heute mein Abendessen in Hengelo in den Niederlanden - und es war echt sehr lecker (und auch lekker)!
Trotz eines sehr intensiven Arbeitstages machte ich trotzdem einigermaßen früh Schluss und fuhr mit einem ziemlich vollen ICE bis nach Bad Bentheim. Dort stieg ich, weil die BC100 im ICE nicht bis nach Hengelo gilt, das Deutschlandticket (das in der BC100) integriert ist, in der Regionalbahn aber sehr wohl, in ebendiese Regionalbahn um. Eigentlich wollte ich nur nach Oldenzaal, aber da ich dort nicht entspannt etwas zu essen bekommen hätte, blieb ich doch bis Hengelo im Zug, denn dort war das Stadtzentrum in wenigen Minuten Fußweg zu erreichen.
Als ich in Hengelo ausstieg, stolperte ich aus dem Bahnhof direkt auf den Jahrmarkt. Ich widerstand der Versuchung, einmal in der Drehschiffschaukel mitzufahren, und steuerte schnurstracks auf die zuvor ausgeguckte Kneipe zu. Dort verstand ich das Konzept nicht so richtig, weil man durchaus auch am "Kiosk" Essen bestellen und dann dort vor Ort essen kann. Das kapierte ich aber erst, als ich schon da saß und auf mein Essen (zum Mitnehmen) wartete. Das dauerte ein bisschen, sodass ich es - fast - bereute, kein Bierchen bestellt zu haben, aber das ist auch mal völlig okay so …
Friet oorlog also, "Pommes Krieg" oder "Kriegspommes", sind Pommes mit Mayo, Zwiebeln und einer Erdnusssoße - und am Ende sieht das alles, wenn man es richtig macht, auf dem Teller aus, als ob ein Krieg stattgefunden hätte. Eine bamischijf dagegen ist ein, wie Gemini es ausdrückte, Produkt der niederländisch-indonesischen Fusionsküche, denn das sind indonesische Bami-Nudeln, die in eine typisch niederländische bulettenartige Hülle frittiert werden.
Ich nahm das Paket also mit, weil ich es eigentlich am Bahnhof essen wollte, um notfalls noch mit einer halben bamischijf in der Hand in den Zug springen zu können, sah dann aber, dass ich noch genug Zeit hatte, um das Ganze auf einer Bank mitten auf dem Jahrmarkt zu verzehren.
Es waren wirklich auffällig viele Kleinkinder in Hengelo unterwegs, die ließen mich aber in Ruhe und ich sie, während ich die sehr ordentliche Portion verspeiste. Die Kriegspommes waren völlig okay und mit der Erdnusssoße durchaus interessant, die Bami-Scheibe fand ich aber richtig, richtig lecker - die Kombination aus Nudeln, ein bisschen scharf, und der Panade außenherum war echt klasse. Das esse ich wieder, wenn ich in den Niederlanden bin.
Nach exakt einer Stunde und 28 Minuten in den Niederlanden (deutlich länger als heute Morgen geplant) war ich nun auf dem Weg nach Rheine, denn der ICE, den ich in Bad Bentheim erwischen wollte, fiel aus und der Ersatz-ICE fuhr erst ab Rheine. Es war so ein bisschen unklar, ob der ICE, der da ohne Zielanzeige stand, tatsächlich unserer sei - nach ein paar Minuten Warten draußen war's mir zu blöd und ich setzte mich rein. Siehe da: Es ist mein Zug, und ich bin zuversichtlich, so gegen 22 Uhr in Hannover aufzuschlagen.
Morgen geht es dann zum Davis-Cup nach Halle (Westf.), da freue ich mich schon richtig drauf. Ich hab mir auch spontan noch einen (generischen) Deutschlandschal bestellt; der wurde mir wenig überraschend nicht geklaut, obwohl der Amazon-Bote das Paket auf den Briefkasten stellte. Ich hasse es ja wie die Pest, mit einem - z. B. - Fußballschal zum Handball oder Hockey zu gehen, ich hasse es auch, mit einem Männer-Fußballtrikot zu einem Frauen-Fußballspiel zu gehen, aber dieser ganz billige (im wahrsten Sinne des Wortes) Deutschlandschal ohne Sportartbezug, der gefällt mir ...
Und am Sonntag geht es dann noch einmal auf Fahrt, ins Ruhrgebiet, da bin ich zu einer Taufe eingeladen.
Da ich heute einen aktuellen Eintrag geschrieben habe, gibt es - das habe ich jetzt so beschlossen mit 1:0 Stimmen im Blogautorenausschuss - keinen Retro-Blogeintrag. Dementsprechend sind nur folgende zwei Einträge hinzugekommen:
27. Juli 2000 - Aufenthaltstag in Lesnoje (Russland)
28. Juli 2000 - Fahrt von Lesnoje über Litauen nach Jurmala (Lettland)
Auch diese beiden Einträge sind über den Sprung in den Juli 2000 zu erreichen:
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| Bamischijf |
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| Bamischijf oben und friet oorlog unten, noch in halbwegs geordneter Formation |


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