Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Mittwoch, 1. April 2026

Von -1 auf 36

..., also, Grad Celsius, geht es von letzter Nacht zu morgen Nachmittag, wenn ich - wenn alles gut läuft - in Ouagadougou, Burkina Faso, meinem 168. Land, ankomme.

Als ich gestern in Neustadt - oder vielmehr schon in Hinterzarten - aus dem Fenster der S-Bahn schaute, traute ich meinen Augen mal wieder nicht (obwohl ich von meiner Mutter vorgewarnt worden war): Schnee! Dementsprechend frisch war es auch, und auf dem Heimweg zeigte das Thermometer des Autos eine Außentemperatur von -1° C an.

Ich meckerte nicht, aber ich fürchte, morgen Mittag werde ich definitiv meckern, dass die Temperaturvorhersage für meine Ankunft lautet 36 Grad. Und das soll die nächsten Tage sogar noch heißer werden, aber wenn man halt auch direkt in der heißen Zeit ins Sub-Sahara-Afrika reist, dann wird es eben auch muckelig. Und meine Hoffnung ist, dass dann wenigstens nicht ganz so viel Moskitos unterwegs sind, auch wenn ich heute noch meine Malariatabletten wiedergefunden habe, die ich damals in Kamerun so tief in meinem Rucksack vergraben hatte, dass ich sie auf jener Reise nicht mehr fand. So bin ich hoffentlich auf dieser Tour ein bisschen geschützt und kann mir vor der nächsten Reise mal wieder rechtzeitig überlegen, ob ich vielleicht doch Malariaprophylaxe machen und dafür beim Arzt bzw. der Ärztin vorbeischauen sollte. (Meine Ärztefreunde schlagen gerade die Hände über dem Kopf zusammen.)

Jetzt geht es jedenfalls um 21 Uhr los von Zürich, ich sitze schon in der Alpenblickbar am Satellitenterminal und genehmige mir ein (sünd)teures Schweizer Bier. Um 22.10 Uhr sollen wir in Mailand landen. Dort werden Menschen zusteigen, aber auch aussteigen, denn Ethiopian darf diesen Flug zwischen der Schweiz und Italien als Einzelstrecke anbieten, sowas finde ich immer wieder lustig, vor allem, weil die Passagiere dieser Strecke ja trotzdem hier in Zürich durch die Ausreisekontrolle müssen - und in Italien wieder in die Einreise ...

Ich bleibe aber im Flieger, und um 23.40 Uhr soll es dann von Mailand in Richtung Addis Abeba gehen. Dort komme ich morgen (planmäßig) um 7.20 Uhr äthiopischer Zeit (6.20 Uhr deutscher Zeit) an. Um 10.20 Uhr (9.20 Uhr deutscher Zeit) geht es weiter in Richtung Westen. In Niamey (Niger) landen wir um 14 Uhr Ortszeit (15 Uhr deutscher Zeit), von dort geht es um 15.10 Uhr (16.10 Uhr deutscher Zeit) weiter, bis wir schließlich um 15.25 Uhr burkinischer Zeit (17.25 Uhr deutscher Zeit) in Ouagadougou landen.

Mal sehen, wie lange das mit der Einreise dauert, ich habe ja schon einen Zettel, auf dem ein Visumscode steht, und da weiß ich nicht, ob ich den umtauschen muss (ich vermute, ja) oder ob das schon wirklich als Visum gilt, aber das finde ich alles heraus. Jedenfalls habe ich mir eben schon einmal die App für einen Elektro-Auto-Uber-Verschnitt heruntergeladen, und es kann passieren, dass ich mit dem hübsch durch Ouagadougou düse, vor allem, weil ich auch überlege, mir für die paar Tage eine burkinische SIM-Karte zuzulegen. Über all das, wie es mir da ergangen ist und wo ich dann etwas fürs Abendessen bekommen haben werde, berichte ich voraussichtlich morgen Abend (das Internet in meinem Hotel soll ein bisschen schwach auf der Brust sein, umso größer ist das Argument dafür, mir eine SIM-Karte zuzulegen).

Spätestens Freitag Mittag war ich platt, ich weiß nicht, ob das noch am Jetlag lag oder ob ich mir was (Leichtes) eingefangen hatte, jedenfalls ging ich Freitag und Samstag schon am Nachmittag ins Bett. Am Sonntag tat mir aber vom vielen Liegen der Rücken ein bisschen weh, sodass ich mich - sehr, sehr, sehr spontan - entschied, einen kleinen Ausflug ins etwas mehr als eine Zug- bzw. Busstunde entfernte Weserstädtchen Rinteln zu machen.

Ich hatte zu allem Überfluss auch noch Glück mit dem Wetter, stieg in Bückeburg um (das wird auch noch genauerer Betrachtung unterzogen) und stieg kurz vor der Weserbrücke aus dem Bus aus. Der Blick auf die Weser und die Kirche da am Ufer war schon einmal sehr schick, und der Spaziergang durch die vor Fachwerkhäusern nur so strotzende Altstadt war ganz großartig - der Kirchplatz (Marktplatz) ist ein absolutes Juwel, und wenn die Kirche mal fertig renoviert ist, ist der 360°-Blick dort noch fantastischer (denn im Moment ist das gelbverkleidete Gerüst kein rechter Augenschmaus).

Nach einem gut einstündigen Spaziergang war ich dann aber auch durch, gönnte mir noch ein (sehr leckeres) Eis, entschied mich gegen das Mittagessen im Ratskeller und fuhr wieder nach Hannover - das war mal genau das ruhige Wochenende, das ich unbedingt brauchte, denn dieses Wochenende wird alles, aber nicht ruhig ...

Da sollen aber jetzt auch mal die Fotos von Rinteln sprechen, denn die sind besser als alles, was ich von mir geben könnte:











Und noch ein Bild vom verschneiten Bonndorf:


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