Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Samstag, 11. April 2026

37 Sekunden

... betrug der Abstand heute zwischen der Mail der neuseeländischen Einwanderungsbehörde, dass mein Antrag auf die Einreisegenehmigung eingegangen sei, und der Mail mit der Bewilligung - so mag ich das ...

Während die Einreisegenehmigung als solche mit 8,50 Euro bezahlbar ist, zieht die Umweltgebühr mit 50 Euro dann doch ordentlich, aber hey, wenn man ein paar tausend Euro ausgibt für einen Urlaub, sollten 58,50 Euro für die Einreisegenehmigung den Kohl auch nicht mehr fett machen - und ich nehme ja die Leistungen der neuseeländischen Grenzpolizisten gleich dreimal in Anspruch - bei der Ankunft aus Shanghai am 3. Mai, bei der Rückkehr aus Vanuatu am 11. Mai und schließlich bei der Rückkehr von den Cookinseln am 15. Mai ...

Das Boarding in Addis Abeba war ein bisschen langwierig (und außerdem hatten sie die Europaflüge auf die Busgates geschoben, und da war gerammelt voll; vorher hatte ein Chinese neben mir dermaßen laut telefoniert, dass ich dachte, der hat sie nicht mehr alle ...), aber Lohn des Ganzen war, dass die auch nicht ganz schmale Kamerunerin neben mir und ich einen freien Mittelplatz hatten.

Ich schlief sogar ein kleines bisschen, und die Landung in Mailand am Dienstag Morgen war leicht verspätet. In Mailand war dann ein Fluggast zu viel an Bord geblieben, was zu Betriebsamkeit führte - am Ende kamen wir, hoffentlich mit der korrekten Passagierzahl, ein bisschen verspätet los, aber immer noch fast pünktlich in Zürich an und wurden mit Bussen gleich zum B-Terminal gefahren.

An der Einreisekontrolle traute sich keiner an die elektronische Schleuse, erst nach mir kamen dann alle hinterher.

Mein Handy tat nicht, was ich sollte, also wurde meine Studienfreundin in Halle akquiriert, auf dass sie meiner Mutter Bescheid sage, dass sie losfahren könne - das klappte (danke noch einmal nach Halle!). Um kurz nach zehn Uhr waren wir in Bonndorf - und ich arbeitete sogar bis 17 Uhr, bis der Abend in der nahegelegenen Gastronomie ordnungsgemäß beendet wurde.

In den letzten Tagen habe ich Story mit der kurzzeitigen Festnahme mit großer Begeisterung erzählt. Zelebriere ich das ein bisschen? Ja, klar! Aber lustig ist die Story - jetzt, wo alles gutgegangen ist - auf alle Fälle, und die werde ich noch ein bisschen öfter erzählen ...

Insgesamt war das in Ouagadougou trotzdem ein sehr entspannter Urlaub, auch und gerade weil ich nicht so viel Erkundung betrieben habe wie normal: Ich habe viel geschlafen, ich hab viel geruht, das war aber auch okay so.

Ein bisschen ärgere ich mich, dass ich an dem Freitag Morgen nicht um 7 Uhr bei dieser Zeremonie war (bei der ich sowieso nicht hätte fotografieren dürfen); ein bisschen ärgere ich mich, dass ich am Samstag Abend nicht irgendwo hin bin mit Livemusik (am Sonntag war es dann ein bisschen spät, um noch die Nacht durchzumachen kurz vor dem Rückflug), aber das war mit dem Ausflug ins Regierungsviertel sowieso schon ein aufregender Tag gewesen, und ein bisschen bedaure ich, dass ich gefühlt gar kein einheimisches Essen probiert habe - ja, der capitaine ist ein einheimischer Fisch, aber sonst war das viel westliches Essen, kein und kein foufou, und Zunge kannte ich an sich auch schon (auch wenn ich die Zubereitung am Sonntag Abend ungewohnt und klasse fand). Vielleicht sind meine ganz experimentierfreudigen Zeiten in Garküchen in Afrika ein bisschen vorbei, vielleicht bin ich da ein bisschen (zu) vorsichtig geworden, so soll es nicht sein, zumal ich gestern beim Mittagessen noch viele Storys von komischem Essen erzählen konnte - und aus Burkina Faso halt so gar nicht ... Das ändere ich wieder, jedenfalls dort, wo ich das Gefühl habe, dass die hygienischen Bedingungen meinen Magen nicht mit einer höheren Wahrscheinlichkeit ausräumen, vielleicht schon in Shanghai.

Ansonsten war das in Burkina Faso mit den "normalen" Menschen (nicht mit den Sicherheitsorganen im Regierungsviertel!) alles sehr entspannt; Sprachbarriere ja, aber auch das ging mit Händen und Füßen, meinem bisschen Französisch und (meist besserem) Englisch der Burkiner. Das Hemd, das ich gekauft habe, und die Maske haben ebenso Mutters Gefallen gefunden wie die ausklappbare Tasche, die ich für sie als Souvenir erstanden habe. Ja, dieses Land ist nix für Afrika-Anfänger, aber auch eher nur deswegen, weil die Sicherheitslage halt erstmal knifflig klingt, denn Essen und Trinken und Hotels gibt es gerade in Ouagadougou auch für westliche Erwartungshaltung, und das mit diesem Elektro-Uber-Verschnitt klappte in 50 % der Fälle (wenn auch mit afrikanischer Zeitvorstellung), das wird doch alles ...

Nächste Woche bin ich nur am Mittwoch kurz im Schwarzwald, weil ich Dienstag und Donnerstag Termine in Hannover habe. Am Samstag nächster Woche werde ich dann sehr wahrscheinlich sehr früh in Hannover abfahren, damit ich pünktlich in Ried im Innkreis bin, um die deutschen Frauen vielleicht schon bei der WM-Qualifikation zu bejubeln (wenn alles gut läuft); und dann geht es über Nacht - mit längerem Nachtaufenthalt in München - wieder zurück nach Hannover ...

Die Ozeanientour ist damit einreisetechnisch auch gebongt; hoffen wir, dass die Fluggesellschaften da unten zumindest für den Mai noch genug Sprit haben, aber da bin ich noch recht zuversichtlich ...

Ein paar Fotos habe ich noch von der Burkina-Faso-Reise:

Über die Alpen

Flughafen Niamey

... mit vielen Welternährungsprogramm-Fliegern (World Food Programme)

Anflug auf Niamey mit Blick auf den Niger

Abschied aus Ouagadougou

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