Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Dienstag, 25. März 2014

El Schalom

"Schalom" heißt "Frieden" und "El Schalom" heißt "Elfriede".

Der Witz hat so einen Bart, aber er fiel mir gerade ein, als ich nach einem Einstieg für die Buchung suchte, die wir gestern getätigt haben: An Heiligabend geht es mit El Al, der israelischen Fluggesellschaft, nach Tel Aviv und am 28. Dezember zurück. Ein Hotel, direkt gegenüber der US-Botschaft in Tel Aviv, haben wir auch schon gebucht. Ich freue mich sehr auf die Tour, auf Tel Aviv, auf Israel, auf die Sicherheitskontrollen in Frankfurt, ehe wir überhaupt zum Check-in vorgelassen werden ...

Gleichzeitig haben wir gestern entschieden, Kasachstan fallenzulassen. Das Auswärtige Amt schreibt, dass aufgrund der Visumfreiheit für Kirgisistan die Sonderregelung für Süd-Kasachstan nicht mehr gelte. Das müsste man noch einmal genauer untersuchen, aber erst einmal präzisiere ich: Kasachstan wird fallengelassen, wenn die Kasachen nicht noch rechtzeitig ihrerseits die Visumfreiheit einführen. Und das wiederum ist nicht nur frommer Wunschtraum, sondern nach Medienberichten für diesen "Sommer" durchaus im Bereich des Möglichen. Mal sehen, wann die Kasachen den Sommerbeginn definieren, vielleicht am 1. Mai, denn das würde noch reichen ... Aus diesem Grund bleibt Kasachstan auch erst einmal in orange eingezeichnet.

Und überhaupt: "Schuss ins Knie" wäre auch eine gute Überschrift gewesen. Ich habe zwischenzeitlich zum Zeitvertreib natürlich auch mal ein wenig nach Flügen gesucht, Ostern, Himmelfahrt, wann auch immer ... Leider gibt es für ein paar Tage keine (preislich) vernünftigen Reisen in unbesuchte Länder (Israel zählt da nicht, weil ich einfach mal wieder nach Tel Aviv will). Und die Länder, die relativ in der Nähe wären, machen einem den Besuch so schwer, wie etwa Algerien, das nicht nur ein Visum verlangt, sondern mit auch mit israelischem Stempel die Einreise verweigert. Insofern schießen sich zum Beispiel die Algerier durchaus ins Knie, denn ich wäre ja durchaus bereit, meine sauer verdienten Eurodevisen in Nordafrika auszugeben, aber ich bin halt nicht so richtig bereit, dafür 150 Euro nur für Formalitäten extra zu bezahlen. Vielleicht überlegen die sich das auch mal, denn Algerien klingt durchaus spannend.

Dienstag, 18. März 2014

Wieder daheim

Bin wieder in Deutschland. Ein bisschen traurig bin ich ja schon, denn Istanbul war - mal wieder - sooo schön.

Heute Morgen haben wir gefrühstückt, dann gepackt und noch ein bisschen mit dem Hotelinhaber diskutiert, weil wir uns ja während des Aufenthalts zimmertechnisch umentschieden hatten. Am Ende hat er so abgerechnet wie vereinbart. Immerhin.

Der Taxifahrer beschiss uns dafür heftig, aber diesmal können wir nichts dafür. Der Taxameter war manipuliert, sodass die Fahrt vom Hotel zum Flughafen 20 Euro statt 15 Euro kostete. Ärgerlich, aber am Ende nicht die Welt.

Unser Check-in-Mensch war dafür außergewöhnlich freundlich, und auch die Pass- und Sicherheitskontrolle ging fix. Am Gate spielten wir noch ein wenig Backgammon und wurden dann in den relativ leeren Flieger gelassen, sodass wir entspannt sitzen konnten.

D.s Nebenmann wollte nochmal an sein Gepäck, obwohl wir schon auf der Rollbahn standen, was dem Steward, der ihn auf seinen Platz zurückbringen sollte, eine Schimpftirade einbrachte. Am Ende ging aber auch dort alles gut.

Ein entspannter Flug folgte, und nach einem kurzen Abendessen bei KFC fuhr ich in Richtung Wiesbaden zurück.

Achja, was soll ich sagen? Istanbul ist einfach toll (wenn man von den Taxifahrern absieht ...). Das Fahren mit den Fähren über den Bosporus ist immer wieder beeindruckend, wie ich finde. Die Blaue und die Rüstem-Paşa-Moschee sind sehr schön, aber in die Suleimaniye bin ich immer noch nicht gekommen. Nächstes Mal ... Vielleicht ist nächstes Mal auch die Hagia Sophia wirklich gerüstfrei. Vielleicht buche ich nächste Mal das Hotel mal wieder in Asien, dann habe ich wenigstens jeden Tag Fährefahren inklusive ... Die einzige Frage, die sich also im Zusammenhang mit dieser fantastischen Stadt stellt, ist: Wann bin ich wieder da? Mal sehen ...

Und noch ein paar Fotos:
In der Marmaray-Station mit einem Wandbild über die U-Bahn

Die Hagia Sophia von innen ...
... und von außen

In der Blauen Moschee


Yerebatan-Zisterne

Teil des Areals im Topkapı-Palast

In der Rüstem-Paşa-Moschee

In der Chora-Kirche

Montag, 17. März 2014

208 und Chora

Heute ist einer der weltgeschichtlich bedeutsamen Tage, an denen ich den Titel dieses Blogs umschreiben müsste: "Unterwegs nach Land 208" müsste es ab heute heißen. Wer in den Seitenkopf guckt, sieht aber, dass ich immer noch "nach Land 207" unterwegs bin, obwohl heute Russland, ein UN-Mitgliedsstaat, die Republik Krim als unabhängig anerkannt hat. Damit erfüllt die Krim die Anforderung für eine Anerkennung als "Land" für meine Zwecke. Warum benenne ich den Blog nicht einfach um und schreibe stattdessen hier so viel Zeugs? Weil ich immer noch erwarte, dass Russland die Krim annektieren wird, und dann könnte man zwar darüber streiten, ob die Krim völkerrechtlich zur Ukraine oder zu Russland gehört (siehe etwa die Golan-Höhen), aber jedenfalls wird die Krim nach meinem Verständnis der Situation ihre ausgerufene Unabhängigkeit in den nächsten Tagen schon wieder verlieren. Sollte es wider Erwarten zu einer Abchasien-Situation kommen (und es bei der formalen Unabhängigkeit der Krim bleiben), werde ich allerdings die 208 auch einfügen ...

Heute war ein wunderbarer Tag in Istanbul: Nach Aufstehen und Frühstück fuhren wir mit zwei Straßenbahnen in Richtung Chora-Kirche. Wir fanden sie auf Anhieb, obwohl sie ja ein wenig versteckt liegt, und besichtigten die fantastischen Mosaike und Fresken dort. Der Naos-Raum, also der Hauptraum der Kirche, ist zwar zu Renovierungszwecken geschlossen, aber nichtsdestotrotz bleibt die Chora-Kirche einer der schönsten Sakralbauten, die ich je gesehen habe.

Der Rückweg runter nach Balat ans Goldene Horn erwies sich als einfach. Dort wollten wir in die Goldenes-Horn-Fähre steigen und zumindest mal bis Eminönü runterfahren. Mir scheint jedoch, dass die Fähren dort (im Moment?) nicht fahren, sodass wir über die - neu angelegte und recht schöne - Horn-Promenade in Richtung Galatabrücke wanderten.

Dort kehrten wir bei dem Frankfurter Gesellen, der uns neulich so erfolgreich über den Haufen gequatscht hatte, ein. Wir bestellten eine (teure) Fischplatte und bekamen zwei, aber die waren so lecker, dass wir dieses "Missverständnis" bzw. diesen Betrug gut sein ließen. Mmmh, ich war zwar danach in einem Stadium akuter Platzangst, aber ich musste alles aufessen, weil es so lecker war ...

Wir entschieden uns dann, in Richtung Prinzeninseln zu fahren, was in der untergehenden Sonne eine wunderbare Ausfahrt war. In Büyükada, der letzten und größten Prinzeninsel, blieben wir auf dem Schiff, weil wir bzw. ich vermuteten, dass es zurück über die anderen Prinzeninseln dorthin fahren würde, wo wir herkamen. Pustekuchen war's, wir landeten in Bostancı, immerhin auf dem Festland, aber ziemlich im Südosten von Kadiköy.

Die Vorortbahn, die überall eingezeichnet ist, fanden wir nicht (was womöglich daran liegt, dass die ja gerade die ganzen Eisenbahnstrecken umbauen), jedenfalls entschieden wir uns dann, mit dem Taxi zurück zum Fähranleger in Kadiköy zu fahren. 23 Lira ärmer (der Taxifahrer war sehr ehrlich, was vielleicht auch daran lag, dass ich mit meinem Handy prüfte, ob er richtig fuhr ...) und um eine Istanbul-Taxi-Erfahrung reicher, so landeten wir in Kadiköy (Bostancı ist übrigens ein ziemlicher hübscher Stadtteil mit vielen Lokalitäten, da kann man ruhig mal hinfahren, absichtlich natürlich!).

Wir fuhren rüber nach Eminönü, liefen die Straße hoch nach Sultanahmet und kehrten dann in der Nähe unseres Hotels zum Abendessen ein. Obwohl ich mir geschworen hatte, heute nichts mehr zu essen, verdrückte ich eine Vorspeise in Form von gegrilltem Thunfisch und ein Tiramisù. Der Fisch war sehr lecker, Tiramisù esse ich in Italien lieber ...

Nach einem kleinen Absacker sind wir nun im Bettchen und ein wenig traurig ob der Tatsache, dass es morgen schon wieder heimgeht.

Die Tage in Istanbul sind viel zu schnell vergangen, ich muss bald wieder zurückkommen. Richtiges Fazit morgen, wenn ich wieder in Wiesbaden bin. Gute Nacht!

Noch so ein Tag ...

... der viel zu schnell vorüberging.

Heute Morgen trafen wir uns schon ein wenig früher zum Frühstück und bekamen unsere übliche Zusammenstellung aus Ei, Oliven, Marmelade, Käse, Brot und Tee. Unsere Madame war heute ein bisschen weniger aufmerksam als gestern, sodass wir, nachdem H. sich selbst und dem Freund noch eine Tasse Tee selbst gezapft hatte, aufbrachen.

Das Wetter meinte es heute nicht ganz so gut mit uns: Es regnete und war noch ein bisschen weniger angenehm kühl als gestern. Dementsprechend verzogen wir uns erst einmal in die Yerebatan-Zisterne: Wie immer war diese sehr beeindruckend, auch wenn mir an diesem regnerischen Tag die Scharen von Touristen, die halt - wie ich - die Medusae fotografieren mussten, ein klitzekleines bisschen auf die Nerven gingen. Aber hallo, ich bin im Urlaub ...

Nach dem Besuch der Zisterne gingen wir um die Hagia Sophia herum in Richtung Topkapı-Palast. Inzwischen haben sie dort schicke neue Ticketautomaten aufgestellt, die nur leider nicht funktionieren, wenn man dort die Eintrittskarte für Palast und Harem kaufen möchte. H. und D. standen daher in der Schlange an und kauften eine Eintrittskarte für mich mit.

In der wunderschönen Anlage, die mit Sonnenschein sicher noch schöner gewesen wäre, besichtigten wir diverse Audienzhallen und Schatzkammern (mit einem Monsterdiamanten und viel Schmuck), genossen den Blick auf Goldenes Horn, Bosporus und Asien und erfreuten uns an vielen kleinen Hallen mit wunderschönen Keramikkacheln als Wandschmuck.

Wir bekamen so langsam wieder Hunger und guckten uns daher den Harem (ebenfalls viele, viele kunstvolle Kacheln an den Wänden) einigermaßen im Schnelldurchlauf an.

Unser Mittagessen war nicht ganz billig, aber lecker mitten in Sultanahment. Wir entschieden uns vorläufig gegen ein Mittagsschläfchen und für den Besuch der Rüstem-Paşa-Moschee, die wir praktisch auf Anhieb fanden, obwohl ich die Karte las ... H. hatte auf diesen Besuch gedrängt, und zwar völlig mit Recht: Heute war der Tag der Keramikkacheln, denn auch in dieser Moschee gab es etliche (und auch ein dauerklingelndes Handy ...). Sehr schön. Der Eingang liegt ein wenig versteckt in einer Seitenstraßen neben dem Gewürzbasar; man muss dort eine Treppe hochgehen, damit man in die Moschee im ersten Stock kommt.

Es folgte ein kurzer Einkaufsbummel im Gewürzbasar, in dem D. Safran, Kaffee und Tee kaufte, während ich mich an Muskatnüssen versuchte und erfolgreich einige erstand.

Nun ging es aber wieder mit der Straßenbahn gen Sultanahmet und schnurstrackstens in die Zimmer, um sich ein wenig von dem Tag zu erholen.

Großzügige zwei Stunden später marschieren wir nach Sirkeci runter und über die Galatabrücke, fuhren im Tünel hoch zur Istiklal und fanden dort auch ein modernes türkisches Restaurant, in dem wir gut aßen und uns anschließend in einer Diskussion über die ungarische Innenpolitik wiederfanden.

Heimwärts ging es danach zu Fuß bis nach Eminönü und dann mit einem betrügerischen Taxifahrer (am Ende zahlten wir vier Euro, also kein Beinbruch, aber es geht ums Prinzip) zu unserem Hotel.

Ab ins Bett, gute Nacht, morgen letzter richtiger Tag in Istanbul, die Zeit geht viel zu schnell vorbei ...

Samstag, 15. März 2014

Zweimal Asien und zurück

Das war heute ein schöner, spannender, aber immer noch einigermaßen entspannter Urlaubstag.

D. kam irgendwann in der Nacht an, aber davon bekam ich nicht sehr viel mit. Erst als ich morgens aufwachte und das Badezimmer aufsuchte, merkte ich, dass wir jetzt zu dritt im Zimmer waren. Nach einem weiteren Schlafversuch ließ ich die beiden schlafen und machte mich nach dem Duschen auf ins Gewühl.

Ich schlenderte in Richtung Hagia Sophia und setzte mich einfach in Ruhe auf eine Bank und genoss den Anblick. Naja, ich versuchte es zumindest, denn alle paar Minuten kam so ein Held auf mich zu und wollte mir irgendwelchen Müll verkaufen. Ich ging zurück in Richtung Hotel, frühstückte dort in Ruhe (und allein) und dachte dann, dass die beiden vielleicht noch ein Weilchen bräuchten. Deshalb entschied ich mich, in Richtung Eminönü, also der Bootsanlegestelle, zu gehen. Auf dem Weg - die Strecke zwischen Sultanahmet und dem Sirkeci-Bahnhof ist wahrscheinlich die touristischste von ganz Istanbul - kam ich an vielerlei Nippesläden vorbei. Ich nahm die alte Abkürzung hinunter zum Bahnhof, als mein Blick auf das "Marmaray"-Schild fiel.

Die U-Bahn, die von Europa nach Asien fährt, hielt also dort und ich machte mich auf den Weg nach unten, über drei Stockwerke, bis ich schließlich am Gleis stand. Die Fahrt, nunja, war jetzt nicht so monsterbeeindruckend an sich (kein Feuerwerk an der Grenze zwischen Europa und Asien, wie H. vorschlag), aber als ich dann in Üsküdar wieder am Sonnenlicht war, war der Blick auf die europäische Seite Istanbuls durchaus nicht schlecht.

Irgendwann mussten die beiden ja aber trotzdem einmal wachwerden, also ging ich fix wieder in Richtung Fährhafen und begab mich auf die Fähre von Üsküdar nach Eminönü. Auf der Fähre erreichte mich dann eine SMS von H., dass sie nun fertig seien, worauf ich meinen Standort angab und darum bat, mir zu schreiben, wo sie denn zum Frühstück gingen.

Von Eminönü fuhr ich mit der Straßenbahn hoch nach Sultanahmet und dann durch Hintergassen zu unserem Hotel. Eine SMS hatte ich zwar noch nicht bekommen, aber ich hatte einen guten Tipp, und tatsächlich saß H. dort schon in der Sonne. Vis-a-vis von der Zisterne haben sie irgendeinen alten Block plattgemacht, und auf dem dort entstandenen Platz (mit traumhaftem Blick auf die Hagia Sophia) gibt es nun eine Café.

Die Ober dort waren zwar ein bisschen unfähig, aber wenigstens nach der zweiten Bestellung kam alles, was wir bestellt hatten. Nach dem Frühstück ging ich nochmal ins Hotel zurück, um meine Adonisbirne einzucremen, und ich tat gut daran (sonst wäre ich jetzt im Bett wahrscheinlich noch roter als ohnehin schon).

Die Schlange an der Hagia Sophia war nicht so superlang, und so gönnten wir uns - mal wieder - diese einstige Kirche und Moschee, die inzwischen ein Museum ist. Entgegen mancher Versprechungen stehen zwar immer noch Gerüste in der Hagia Sophia, aber trotz allem ist das einfach extremst beeindruckend, in diesem fast eineinhalb Jahrtausende alten Gemäuer zu stehen. Nach einem Rundgang vorbei an wunderbaren Mosaiken machten wir uns dann auf den Weg zur Blauen Moschee.

Leider war die im Begriff, für Touristen zu schließen, sodass wir uns erst einmal auf dem Hippodrom niederließen, die Obelixe (jaja, ich weiß ja, dass das Obelisken sind, keine Sorge), den Schlangenbrunnen und den Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisbrunnen anzugucken, ehe wir eine Stunde später in die Blaue Moschee konnten. Auch diese ist - wie jedes Mal - sehr beeindruckend, und zwischen uns entspann sich eine Diskussion, ob die Außen- oder die Innenarchitektur am faszinierendsten sei. Ich persönlich kann mich da nicht so recht entscheiden.

Ein kurzer Spaziergang führte uns zum Großen Basar, in dem die gestern schon besichtigten Souvenirs nun erstanden wurden ... Wieder ging es - schon im Dunkeln, und selbst ich trug meine Strickjacke - runter nach Eminönü, denn wir hatten uns entschlossen, heute Abend wieder in Asien in der schönen Fischrestaurantgasse zu essen.

Auf die Idee waren allerdings auch Heerscharen anderer Menschen gekommen, sodass sich die Leute aneinandervorbei durch die enge Gasse schoben. Wir erwischten eine hübsche Kneipe mit in der Gaststube stehendem Grill, wo wir aber keinen Fisch, sondern alle ein vernünftiges Stück Fleisch aßen. Sehr lecker. Und dazu gab es für mich ein "richtiges" Efes, nämlich eine Tulpe mit 0,7 Litern Inhalt ...

Die Fähren von Kadiköy nach Eminönü fahren nur bis 20.30 Uhr, und so mussten wir um 21 Uhr die Fähre an das andere Ufer des Goldenen Horns, nach Karaköy, nehmen. Das macht aber nicht wirklich was, weil die Straßenbahn, die wir ohnehin angestrebt hatten, von Karaköy über die Galatabrücke nach Eminönü und von dort weiter nach Sultanahmet fährt.

Meine Istanbulcard, mit der wir alle drei fahren, ist sehr praktisch: Normalerweise scheint eine Fahrt 3 Lira zu kosten (etwas unter einem Euro), egal womit und wie weit man fährt. Mit der Istanbulcard kostet die Fahrt 1,95 Lira, und Anschlüsse sogar nur 1,40 Lira, sodass man die Kosten für die Karte ganz fix draußen hat.

In Sultanahmet gönnten wir uns dann noch einen Absacker in Form von Brownie und Bieren, ehe wir in unserem Hotel nachfragten, ob wir zwei Zimmer haben könnten. Wir haben uns keinesfalls zerstritten, aber ich verstehe die beiden, wenn sie ein wenig Zweisamkeit im Urlaub haben möchten, und über ein Einzelzimmer werde ich mich ebenfalls ganz gewiss nicht beklagen.

Mal sehen, wohin es morgen geht, es stehen der Topkapı-Palast und vielleicht die Rüstem-Paşa-Moschee an. Aber erstmal wird in Ruhe gefrühstückt ...

Fotos gibt es irgendwann, wenn mein Rechner wieder will. Gute Nacht!

Freitag, 14. März 2014

Ein Schluck von Yusuf

Nach dem Aufstehen und einem ganz genießbaren Frühstück mit Oliven, Käse, muslimischer Wurst, Nutellaimitat, Marmelade, Ei, reichlich Brot und reichlich Tee liefen wir in Richtung des Großen Basars und verliefen uns - wie sollte es anders sein - dort gründlich. Auf dem Weg durchs Gewirr kamen wir an einigen Spieleständen vorbei (H. wollte ein Backgammon-Brett kaufen), aber natürlich gab es von Pashmina-Schals über Keramik und allerlei Nippes bis hin zu Teppichen und Shishas alles, was das (Touristen-)Herz begehrt. Die Händler waren nicht übertrieben aufdringlich und insgesamt erscheint uns Istanbul nicht so richtig überfüllt, was wir der Jahreszeit und der spontanreisenfeindlichen Berichterstattung über Unruhen hier in der Türkei zuschreiben.

Danach gingen wir durch den eher für Einheimische gedachten Basar und kamen schließlich in Eminönü raus, am Fähranleger für die Fähren nach Asien. Wir verpassten unsere erste Fähre, weil ich Goldenes Horn und Bosporus verwechselte und H. auf die falsche Seite der Galaterbrücke zu führen im Begriff war. Wir verpassten unsere zweite Fähre, weil wir uns unter der Galaterbrücke von den Schleppern ansprechen ließen, auch der Kollege aus Frankfurt war natürlich - auch hier: wie sollte es anders sein - hinter uns her. Wir verpassten die dritte Fähre nicht, obwohl wir noch eine Flasche Cola kauften, auf der natürlich nicht "Dietrich" oder "Hannelore", sondern "Yusuf" als Namen gedruckt war.

Blick auf Galata
Die Fähre schipperte rüber nach Kadiköy, und an diesem Vormittag war es uns nicht ganz unrecht, dass wir nicht komplett im Freien saßen: Der strahlendblaue Himmel gleicht die nicht gerade hochsommerlichen Temperaturen zwar ganz gut aus, aber wenn man im Schatten oder im Wind sitzt, ist es nicht so richtig warm (auch abends ist es nicht gerade warm, aber durchaus erträglich, in Hemd und Unterhemd, auch wenn die Türken mich für bekloppt halten).

In Kadiköy suchten und fanden wir die Fischrestaurantgasse und H. entschied für uns, eine schöne Gaststätte in einer kurzen Seitengasse anzusteuern. Die hatten zwar nicht so richtig viel Fisch, aber das machte nichts, weil die baulich verbunden waren mit einem Fischrestaurant, das auf der "richtigen" Gasse lag. Somit bekam sie ihr Menü, das sie für sich entdeckt hatte, und ich bekam meinen Fisch: Wir waren beide begeistert, zumal uns das Ganze zusammen mit zwei Bier und Trinkgeld sowie Nachtisch und Tee vom Haus 55 türkische Lira, umgerechnet etwa 17 €, kostete.

Blaue Moschee und Hagia Sophia mit gerade gefütterten Raubvögeln
Wir spazierten noch ein wenig in Asien herum, ehe wir wieder mit der Fähre rüber nach Europa aufbrachen, diesmal nach Karaköy. Wir nutzen die Tünel-Bahn, um uns den Aufstieg zur Istiklal zu ersparen und schlenderten dann gemütlich in Richtung Taksim-Platz. Die Istiklal war ziemlich gut besucht, auch die Straßenbahn tauchte öfter vor und hinter uns auf, aber den Weg zum Taksim überstanden wir gut. Taksim! Hilfe! Unruhen! Wasserwerfer! Naja, einen Wasserwerfer sahen wir, und auch das Polizeiaufgebot ist höher als sonst, aber ansonsten war zumindest heute Mittag alles ruhig.

Über eine steile Straße ging es hinunter in Richtung Bosporus, vorbei an vielen durchaus wohlgenährten Katzen. Wir saßen unter am Meer noch ein wenig in einem kleinen Park, ehe wir uns zur Straßenbahn aufmachten. Die führte uns zurück zum Großen Basar, wo H. dann ihr Backgammon-Brett erstehen konnte. Trotz abermaliger Verirrung fanden wir unseren Ausgang und spazierten zum Hotel zurück.

Unterwegs schauten wir uns etliche Gaststätten fürs Abendessen an, und ich denke, dass wir da irgendetwas für uns finden werden. Im Moment aber täuscht H. vor, mit geschlossenen Augen ihr Buch zu lesen. Es war halt wenig Schlaf letzte Nacht und durchaus viel frische Luft heute ...

D. kommt heute Nacht an, er wird wohl ein Taxi vom Flughafen nehmen, da es dort genügend gibt, wie wir gestern gesehen haben.

Heute war ein ganz entspannter Ankommenstag in Istanbul ohne große Sehenswürdigkeiten, aber mit viel Genießen der Atmosphäre. Morgen wird es dann touristischer ...

Notfall-Upgrade

So, wir sind gut in Istanbul angekommen, zumindest zwei Drittel unserer Reisegruppe. Unser Ungar muss ja morgen leider noch ungeplant arbeiten, obwohl der Urlaub schon genehmigt war, und kommt dann morgen Abend nach Istanbul eingeflogen.

H. und ich trafen uns auf Anhieb am Frankfurter Flughafen und halfen einem unschlüssigen Ehepaar, das nicht so recht wusste, ob es sich aus dem Aufzug am Gleis heraustrauen sollte oder nicht, in die richtige Richtung. Der Check-in ging ebenso problemlos wie die Sicherheitskontrolle, auch wenn ich mal wieder piepte ... Zum Glück hatten wir völlig ausreichend Zeit und konnten deshalb ganz entspannt sein.

Wir tranken noch ein Bierchen und noch ein zweites (jedenfalls ich), ehe wir ganz entspannt zum Gate gingen und dort auf unseren Einstieg warteten.

Kaum in der Luft war es aber mit der Entspannung ziemlich vorbei ... Zwei Frauen waren zunehmend unruhig, und irgendwann kam die Durchsage, ob ein Arzt an Bord sei. Ich stand schon und ließ H. vorgehen. Der Dame ging es dann dank H. bald wieder gut, aber zur Beobachtung wurde sie in die Business Class vorverlegt, was dazu führte, dass H. sie in der Business Class beobachtete und ich hinterherziehen durfte. So schnell kommt man zu einem Notfall-Upgrade.

Die Damen und Herren in der Business Class waren sehr freundlich, und auf einmal kam die Sprite sogar im Glas anstatt im Plastikbecher. Auch leckere Pralinen gab's für uns. Ich habe schon zu H. gesagt, dass ich in Zukunft öfter mit ihr fliege ...

Die Abholung hier am Flughafen klappte auch. Ein Abholbeauftragter holte einen ganzen Schwung Menschen ab und verteilte sie auf verschiedene Autos. Unser Fahrer fuhr zunächst auf der Schnellstraße, danach aber über verschlungene, zum Teil unbeleuchtete Schleichwege zu unserem Hotel.

Das Hotel ist okay, es ist sicher kein Fünf-Sterne- und auch kein Vier-Sterne-Haus, aber es hat Betten und ein Bad, und vor allem der Ausblick auf Hagia Sophie und Blaue Moschee von der Dachterrasse ist fantastisch. Aber das wird morgen ausgiebig erkundet.

Erstmal geht es jetzt schlafen. Gute Nacht.

Donnerstag, 20. Februar 2014

Zum dritten Mal in Folge

Es gibt einige Dinge zu berichten:

Der Istanbul-Aufenthalt vom 14. bis 18. März, den wir schon früh im letzten Jahr gebucht hatten, ist jetzt auch hotelmäßig gebongt. Wir werden von einem Fahrer unseres Hotels in der Innenstadt (zweinhundert Meter zur Hagia Sophia) nach unserer Ankunft um 2.05 Uhr abgeholt. In Istanbul haben wir dann ein Dreierzimmer. Wenn ich die Bilder vom Zimmer richtig interpretiere, ist das sogar ein kleines Apartment mit zwei Schlafräumen. Wäre nicht schlecht ...

Wegen Kasachstan habe ich jetzt noch einmal bei der Konsularabteilung der Botschaft um eine schriftliche Bestätigung in kasachischer Sprache (damit es dem Grenzer unter die Nase halten können) gebeten, ob/dass wir mit einem kirgisischen Einreisestempel auch visumfrei nach Südkasachstan einreisen können. Egal, ob wir diesen Wisch kriegen oder nicht, der Weg von Bischkek zur Grenze ist nicht so weit, sodass ich davon ausgehe, dass wir es auf alle Fälle probieren; mal sehen, wie weit wir kommen ...

Hotels habe ich in Kirgisistan noch nicht gebucht, weil meine Ma und ich uns noch nicht so genau über die weitere Planung unterhalten haben, zumal das Ganze ja von Kasachstan und den dortigen Grenzern abhängt, und deren Verhalten lässt sich schlecht im Voraus planen.

In puncto Brasilien im Juni gibt es eine frohe Botschaft: Wir haben die Karten ... Am 26. Juni werden wir uns die Partie von Jogis Jungs gegen Klinsis Jungs angucken. Wir werden also beim dritten Fußball-Großturnier mit deutscher Beteiligung in Folge live im Stadion dabeisein.

Das Ganze wird in Recife stattfinden, wo wir ja auch hin- und von wo wir wieder zurück nach São Paulo fliegen. Die Busse von Recife nach João Pessoa und andersherum fahren angeblich jede Stunde (für etwa sieben Euro ...), und sobald es Busse zu buchen gibt (zwei Monate im Voraus), werde ich die Strecken Recife-João Pessoa-Recife-João Pessoa-Recife buchen.

Gebucht habe ich allerdings jetzt schon die Fähre von Buenos Aires nach Montevideo und zurück am 14. bzw. 15. Juni. Es geht morgens um halb acht in Argentinien los, und am darauffolgenden Tag abends um 22.15 Uhr wieder zurück, sodass wir praktisch zwei volle Tage in Montevideo haben. Das wird schön ...

Im Oktober bin ich nach gegenwärtiger Planung dann in Rom. Eine gute Freundin von mir scheint ein wenig Angst zu haben, dass ich sie unterwegs fresse, sodass sie fragte, ob wir nicht noch ein paar Leute mitnehmen wollen. Gerne, mal sehen, wer mitmag. Irgendwann müssen wir dann halt mal Flüge buchen.

Und schließlich ist der Plan ja, über Weihnachten nach Israel zu fliegen. Tel Aviv ist einfach schön. Mal gucken, von wo aus man gute und günstige Flüge kriegt ...

2014 wird ein reisereiches Land, so soll es sein.

Montag, 3. Februar 2014

Zwischen Afghanistan und Siberien

"Ach du Sch..." Tja, das hätte sich meine Mitreisende früher überlegen oder mich vorher fragen müssen, wo genau Bischkek jetzt eigentlich liegt. Jetzt hat sie den Salat und fliegt mit mir am 26. April nach Kirgisistan. Nachdem sie mich jahrelang durch die Welt geschleppt hat, will ich mich dieses Mal revanchieren und meine Frau Mama zu der Reise einladen.

Wir hatten uns überlegt, ob wir vielleicht nach Georgien und dann weiter nach Abchasien reisen, auch Irland war in der Verlosung. Am Ende war der Flug nach Bischkek aber noch günstiger als vor ein paar Wochen, und somit habe ich jetzt gebucht.

Am 26. April fliegen wir von Frankfurt über Istanbul nach Bischkek, wo wir am 27. April früh morgens ankommen. Mal sehen, wie wir dann in der Gegend herumgurken, wahrscheinlich werden wir uns mal den Issyk Kul angucken, einen Hochgebirgssee östlich von Bischkek. Die Fahrt dorthin mit dem Zug oder dem Minibus wird sicherlich lustig werden ...

Es gibt wohl ein Abkommen, dass man mit einem kirgisischen Visum (als Deutscher braucht man kein Visum mehr für Kirgisistan, ich hoffe, ein Einreisestempel tut's auch ...) visumfrei nach Südkasachstan einreisen, unter anderem nach Almaty/Alma-Ata. Angeblich kennt allerdings kaum ein Grenzer dieses Abkommen, und die Anfrage bei der kasachischen Botschaft hat auch noch nichts ergeben. Naja, mal gucken, jedenfalls sollte ja nix schiefgehen, selbst wenn die Kasachen uns nicht einreisen lassen, da wir immer wieder zurück nach Kirgisistan können sollten.

Am 3. Mai geht es dann jedenfalls zurück nach Frankfurt und von dort aus dann in Richtung Schwarzwald ...

Ich bin sehr gespannt auf Zentralasien. Meine Russisch-Kenntnisse sind zwar ausbaufähig, aber bisher hat es immer irgendwie geklappt, und irgendwie wird es auch diesmal hinhauen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Es wird

Ja, so langsam fängt die Reiseplanung an, Gestalt zu bekommen ... Entsprechend wurden in der Karte oben ein paar Länder von orange auf hellgrün gestellt.

Meine Ma und ich haben am Montag zweieinhalb Stunden telefoniert, während ich Inlandsflüge gebucht habe; heute habe ich Hotels gebucht.

Der Plan für den Sommer ist jetzt so: Wir kommen am 8. Juni in Rio de Janeiro an und bleiben bis zum 12. Juni dort. Von Rio fliegen wir an die Iguazu-Fälle, nach Foz do Iguaçu, und überqueren gleich die brasilianisch-argentinische Grenze. In Puerto Iguazu, auf der argentinischen Seite, bleiben wir eine Nacht, ehe wir am 13. Juni vom argentinischen Flughafen nach Buenos Aires fliegen.

Dort habe ich jetzt - vorläufig - erstmal die Nacht vom 13. auf den 14. und die beiden Nächte vom 15. bis zum 17. Juni gebucht, in einem Hotel direkt im Stadtzentrum ... Am 14. Juni könnte man ja vielleicht morgens nach Montevideo rüberfahren, womit ich auch nach Uruguay käme. Jedenfalls habe ich dort, in Montevideo, auch schonmal ein Zimmer gebucht (die sind alle stornierbar, wenn wir es uns anders überlegen).

Am 17. Juni fliegen wir zurück an die Iguazu-Fälle und haben dann vier Nächte in einem Hotel auf der brasilianischen Seite. Ein Tag wird sicherlich an den brasilianischen Fällen, ein Tag an den argentinischen Fällen und ein Tag hoffentlich in Ciudad del Este in Paraguay verbracht, ehe es am 21. Juni zurück nach Rio de Janeiro geht.

Wo wir vom 21. bis 23. Juni schlafen, weiß ich noch nicht so genau, und auch nicht, wo wir in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni schlafen; vermutlich wird es in São Paulo sein, das gucke ich am Wochenende mal.

Vom 23. bis 27. Juni sind wir jedenfalls in João Pessoa, nachdem wir von São Paulo nach Recife fliegen und dann zwei Stunden uns wohl in den Bus setzen. Wenn wir Karten für das USA-Spiel am 26. Juni kriegen, fahren wir halt zurück nach Recife und dann wieder nach João Pessoa, sonst bleiben wir im Best Western am Strand ...

Joa, und am 28. Juni geht's dann wieder zurück über Rom und Zürich nach Good Old Germany ...

Ich bin schon sehr gespannt; das Ganze wird ziemlich sicher teurer als ich anfangs erwartet habe, aber man ist ja nicht sooo oft drei Wochen in Südamerika ...

Donnerstag, 2. Januar 2014

Bonne année

Ohje, jetzt fange ich schon an, die zweite französische Überschrift in Folge zu schreiben ...
Pont de la Normandie

Nach einem notwendigen Frühstück (das siebte Bier hätte ich mir vielleicht doch verkneifen sollen; meiner Ma ging es blendend) fuhren wir in Richtung Heimat.

Wir hatten schon vor Wochen überlegt, ob wir auf der Heimfahrt einen kurzen Zwischenstopp in Verdun machen; und so entschieden wir uns mehr oder weniger spontan, tatsächlich in die Richtung  abzubiegen. Verdun ist eigentlich ein kleines Städtchen mit ein bisschen Industrie und viel hügeligem Land drumherum. Das Friedenszentrum interessierte uns nicht so richtig, zumal eh mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit geschlossen war. So begaben wir Kriegstouristen uns in Richtung der champs de bataille. Am Beinhaus von Douaumont vorbei fuhren wir zum Fort Douaument. Wir waren praktisch allein, was auch daran gelegen haben mag, dass das Innere des Forts um diese Jahreszeit nicht zugänglich ist. Die Außenanlagen sind aber durchaus beeindruckend, weil man nach 100 Jahren noch die Granattrichter deutlich erkennen kann. Dass auch das Fort trotz massiven Beschusses noch ganz gut steht, ist ebenfalls kaum glaublich.

Kathedrale von Reims
Für mich am unfassbarsten war jedoch, dass hier - am Schauplatz einer der blutigsten Schlachten des Ersten Weltkrieges - eine französische, eine europäische und eine deutsche Flagge Seit an Seit im Wind wehen. Das hätte sich damals sicher kein Franzose und kein Deutscher träumen lassen; und jeder, der heute mal an der Europäischen Union herumzumäkeln hat, sollte sich dieses Bild mal angucken und gegebenenfalls die Klappe halten.

Auch wenn das Beinhaus ein paar Kilometer weiter ebenfalls geschlossen war, ist der davor gelegene Soldatenfriedhof mit etlichen tausenden Gefallenen (Franzosen) in seiner klassischen Ästhetik irgendwie, naja, fast schön.

Nach einem kurzen Spaziergang über den Friedhof, der auch eine muslimische Abteilung beinhaltet, fuhren wir in Richtung Schlachtfelder der Argonne, verfuhren uns ein wenig in der wunderbaren Hügellandschaft, kamen an einem amerikanischen und einem deutschen Soldatenfriedhof vorbei, und dann, naja, dann entschieden wir uns zur Heimfahrt.

Moderne Kirchenfenster in Reims
Das "Problem" war, dass wir nun schon so nah an der belgischen Grenze waren, dass die schnellste Route nach Wiesbaden durch Belgien und Luxemburg führte. Wieder mal ein 1. Januar mit vier Ländern: Es gibt Schlimmeres ...

So, jetzt kommt wieder mein gefürchtetes Fazit, zum Mitsprechen: Es war toll - mal wieder. Was ich immer in den letzten Tagen erwähnen wollte, jetzt schaffe ich es endlich: Ich bin sehr begeistert von Frankreich. Auch dass die Franzosen so bereit (und in der Lage) sind, Englisch zu sprechen, hat mich sehr angenehm überrascht.

Gegessen haben wir überall gut, selbst im Ibis in Châlons-en-Champagne, erst recht in Saint Malo im Lion d'Or und in Cancale. Aber auch im La Flambée in Dol-de-Bretagne und in Reims in der französischen Bierkneipe Les 3 Brasseurs war es sehr, sehr lecker.

Jersey war ebenfalls toll: Das Essen im Dix-Neuf in Saint Helier und in der Oyster Box in St Brelade's Bay war super.

Fort Douaumont
Klar, billig war's nirgends (außer den Austern to go am Hafen von Cancale ...), aber das Preis-Leistungs-Verhältnis war trotzdem sehr in Ordnung.

Mit den französischen Hotelketten waren wir sehr zufrieden; es war eher Zufall, dass wir in Frankreich fast immer im Ibis wohnten, aber in Zukunft könnte es sein, dass das nicht mehr Zufall bleibt. Das Ibis in Saint Malo und das Grand Jersey in Saint Helier waren natürlich toll, in Saint Malo mit dem tollen Meerblick, in Saint Helier mit dem seitlichen Meerblick und dem Spa, das wir zweimal genutzt haben.

Friedhof von Verdun
Mein Lieblingsort ist aber La Corbière gewesen, der Leuchtturm im Südosten von Jersey. Das Spiel der Naturgewalten, bei dem die Flut den Damm überspült, über den man bei Ebbe zum Leuchtturm spazieren kann, war sehr faszinierend.

Mal sehen, wo es mich - außer nach Istanbul und nach Südamerika - dieses Jahr hinzieht ... Ich freue mich auch dieses Jahr aufs Reisen.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Saint-Sylvestre

... ist heute, noch, und wir sind gut in Reims angekommen.

Nach relativ zeitigem Aufstehen in Dol-en-Bretagne fuhren wir nach kurzem und akzeptablem Frühstück über Caen, Le Havre und Amiens nach Reims. Wir kamen hier gegen 14.15 Uhr an, fanden schnell einen (öffentlichen) Parkplatz direkt gegenüber unseres Hotels und checkten ein. Nach kurzer Begutachtung des Zimmers gingen wir in Richtung Kathedrale.

Die Kathedrale von Reims ist sehr beeindruckend. Ich finde es insbesondere sehr spannend, in diesem 800 Jahren alten gotischen Bau etliche Fenster (Chagall und noch moderner) aus dem 20. Jahrhundert zu sehen. Sehr schick.

Danach gingen wir zum Champagnereinkauf über. Den erlegten Champagner brachten wir ins Auto, ehe es in Richtung Bahnhof in die Innenstadt ging. Dort fanden wir eine, man höre und staune, französische Bierkneipe, die nicht nur gutes Bier, sondern auch leckeres Essen im Angebot hatte. So aß ich Sauerkraft mit Fisch und Meeresfrüchten, was sehr ungewohnt klang und klingt, aber durchaus sehr lecker schmeckt. Meine Ma verspeiste eine Art Fleischeintopf, der ihr ebenfalls zu munden schien.

Wir probierten alle sechs im Angebot befindlichen Bierarten durch (blanche, blonde, ambrée, brune, cuvée und cherie), und manche gelegentlich mehrfach. Nach, ähem, vierzehn Bier (zu zweit!) lassen wir den Champagner, den wir für heute Abend vorgehalten haben, Champagner sein und warten auf die Weihnacht, äh, natürlich auf das neue Jahr.

Nach unserer hoffentlich guten Rückkehr morgen Abend gibt es ein ausführliches Fazit und auch ein Bildchen oder zwei von der Kathedrale von Reims ...

Jetzt erstmal einen guten Rutsch und ein gesundes neues Jahr an alle Leser ...

Montag, 30. Dezember 2013

Orkan, gefolgt von Sonnenbrand

Ja, ein bisschen haben wir uns heute so gefühlt.

Nach relativ zeitigem Aufstehen und Zusammenpacken gingen wir wieder lecker Jerseyish frühstücken, ehe wir nochmal ins Zimmer gingen. Wir entschieden uns, den Fünf-Sterne-Service auszunutzen und den Concierge für ein vernünftiges Trinkgeld zu bitten, unser Zeug aus dem Zimmer zu holen und ins Auto zu packen. Das machte er auch prompt.

Gleichzeitig machten wir uns nochmal auf in die Stadt, um letzte Souvenirs zu kaufen. Es nieselte erst leicht und steigerte sich dann zum Hunde-und-Katzen-Regen mit orkanartigen Böen. In den viktorianischen Markthallen war es wenigstens trocken und windstill, sodass wir in Ruhe Leckereien auf die Einkaufsliste setzen konnten.

Nach der Rückkehr zum Auto ging es nochmals nach La Corbière (mit strahlendem Sonnenschein auf einmal, sodass der erwähnte Sonnenbrand uns fast heimsuchte) und noch ein bisschen auf Inselrundfahrt, ehe wir relativ zeitig zurück in die Stadt und zum Fährhafen fuhren.

Abschied aus Saint Helier, Jersey
Wir waren die Ersten beim Check-in, der relativ fix ging, und warteten dann auf Einlass. Die Sicherheitskontrollen waren deutlich schärfer als in Frankreich, mitsamt Stichprobenröntgen eines Gepäckstücks, aber der Sicherheitsmensch sprach recht gut Deutsch und war auch sonst zu Scherzen aufgelegt. Ein anderer Sicherheitsmensch verbot mir dann unter Androhung der Todesstrafe (bibber!), links auf das Schiff zu fahren, sodass ich mich schnell wieder an das kontinentaleuropäische Fahren gewöhnte. Wir fuhren auf dem gleichen Schiff wie auf der Hinfahrt mit der gleichen Crew. Es war nicht ganz so heftiger Wellengang wie auf der Hinfahrt, und der Blick auf der Sonnenuntergang war fast schon traumhaft (oder, um meine Ma zu ärgern, nicht ganz untraumhaft ...).

Die Ankunft in Frankreich erfolgte schon ziemlich im Dunkeln, die Einreisekontrolle ging fix, und nach einer halben Stunde fanden wir mit etwas Mühe unser Durchgangshotel. Das Ganze ist für den Durchgang genau richtig: mitten im Industriegebiet, aber nah an der Autobahn. Die Rezeptionistin empfahl uns ein Lokal hier in Dol-de-Bretagne (nicht en-Bretagne, wie ich neulich fälschlich schrieb), welches wir ansteuerten. Die Empfehlung war sehr gut gewesen, die Gänseleberpaté und das Entenfilet meiner Ma schmeckten sogar mir, und mein Trio vom Lachs und anschließend die Jakobsmuscheln waren ebenso vorzüglich wie die Crêpes, die es zum Nachtisch gab.

Nun sind wir schon wieder bettfertig, morgen geht es in Richtung Reims, wahrscheinlich mit weitläufiger Umfahrung von Paris und eventuell mit Zwischenstopp in Amiens. Wir werden berichten.

Sonntag, 29. Dezember 2013

Verfahren und verlaufen

... haben wir uns heute ein paar Mal, aber das war alles nicht so schlimm.

Nach wieder einmal leckerem Jersey breakfast holten wir unser Auto und fuhren in Richtung Inselnorden.

Gorey
Wir schauten uns eine einsame Imbissbude (gerammelt voll) in St Catherine's an und das Hafenstädtchen Gorey. Hier war leider wenig los; viele Geschäfte und Restaurants waren weihnachtsbedingt geschlossen, und weil Sonntag war, war auch das Schloss, das über Gorey thront, geschlossen. Dafür war es fast frühsommerlich warm. Jacke aus, aber fix!

Wir wollten zu einer neolithischen Fundstätte und fuhren auf dem Weg dorthin ganz schön in der Pampa herum, nur am Ende herauszufinden, dass auch die geschlossen hatte heute. Schade. Jersey, so leicht lassen wir uns nicht abschrecken, vielleicht kommen wir bald wieder ...

Unfreiwillig fuhren wir nochmals durch Gorey, weil ich von einer Imbissbude im Hafen von Rozel's Bay gelesen hatte; da wir uns verfahren hatten, konnten wir das Hafenstädtchen nochmals genießen. Wir erreichten nach Verfehlen der richtigen Abfahrt und möglichst zeitigem Wenden Rozel's Bay, nur um festzustellen, dass hier high life war: Alles voll. Ich konnte gerade noch auf dem Bierdeckel vor der Imbissbude drehen, danach ging es weiter - richtig, wir landeten wieder in Gorey.

Diesmal fuhren wir aber weiter in Richtung Südwesten der Insel, guckten uns dort von der Pier eine wunderbare zerklüftete Felslandschaft im Meer an, die jede Anlandung dort zum Abenteuer macht(e) und fuhren anschließend über Saint Helier noch einmal zu La Corbière, meinem neuen Lieblingsleuchtturm.

La Corbière bei Flut
Wir wollten wieder - wie gestern - über den Damm zum Leuchtturm wandern, hatten die Rechnung aber ohne die Flut gemacht. Nun stand das Wasser einen, eineinhalb Meter über dem Damm, und da wir nicht schwimmen wollten, beließen wir es beim Betrachten des Naturschauspiels. Die Wellen rollten gegen die Felsen, Gischt, Freude, Jauchzen.

Es windete heute zwar nicht so heftig wie gestern, aber den Pool und das Dampfbad erlaubten wir uns dennoch wieder. Nach Wiederherstellung der Ausgehfähigkeit wanderten wir nach Saint Helier hinein und in der Stadt ein wenig herum, ehe wir im gleichen Lokal landeten, in dem wir vorgestern schon sehr gut gegessen hatten. Heute war uns beiden nach Fleisch, und meine Ma aß ein Ribeye-Steak, ich einen Burger von der besonders delikaten Jersey Cow. Glauben wir der lokalen Propaganda mal. Geschmeckt hat es jedenfalls.

Nach einem letzten Absacker am Royal Square ging es heimwärts und relativ zügig ins Bettchen.

Liberation Square in Saint Helier
Morgen fahren wir vielleicht nochmal nach La Corbière, ehe es dann am Nachmittag wieder rüber nach Frankreich geht. Gegen 18.30 Uhr sollten wir wieder im Schengenraum sein, dann fahren wir noch ein paar Kilometer, ehe wir unser Hotel in Dol-en-Bretagne beziehen. Ob wir dort oder in Cancale, das nicht so wahnsinnig weit entfernt ist, zu Abend essen, entscheiden wir spontan.

Jersey, es war sehr schön hier. Sehr freundliche Menschen, wunderbare Strände, leckeres Essen, tolle Ausblicke auf Leuchttürme und andere Inseln, Kinder, die vor einem plötzlich auf den Zebrastreifen hüpfen, schicke Pubs, doch, hier hat es uns gefallen.

Ab morgen ist dann Heimreise angesagt.

Samstag, 28. Dezember 2013

Wellness-Dampfbad

Blinder Passagier auf der Überfahrt gestern (ohne Pass!)
Heute war wieder ein sehr schöner, ereignisreicher, entspannter Urlaubstag mit leckerem Essen.

Es fing, apropos leckeres Essen, mit einem full Jersey breakfast (okay, die hier im Hotel schreiben "English breakfast") an. Lecker Rührei, Spiegelei, Hash Browns, Black Pudding, Bohnen und Toast wurden von mir vertilgt, dazu Tee und Orangensaft. War wirklich lecker ...

Abfahrt aus St Malo, gestern
Nachdem unser Auto freigeschaufelt war (man hatte es heute Nacht zugeparkt), fuhren wir los in Richtung Südosten der Insel. Zunächst verfuhr ich mich hier in St Helier furchtbar, aber dank des Navis, das ich dann einstellte, fanden wir den Weg relativ schnell. Wie landeten im äußersten Südosten der Insel beim Corbière-Leuchtturm.

Der erste Betonleuchtturm der britischen Inseln ist schneeweiß und nur bei Ebbe über einen zementierten Weg zu erreichen. Von dort hat man einen beeindruckenden Blick auf die See, die hier immer wieder anrollt, die Gischt sprüht, es windet wahnsinnig, einfach schön ...

Leuchtturm
Es ging weiter zum Grosnez Castle, einer alten mittelalterlichen Festung, von der man aus einen Ausblick auf Guernsey und Sark hat. Von der Festung sieht man nicht mehr viel, aber es windete hier noch mehr, sodass ich beim Anziehen fast meinen Mantel verlor. Nochmal gutgegangen.

Weiter ging der Weg über kleine Sträßchen, bei denen man häufig anhalten musste, damit der Gegenmann vorbeikam, zum Devil's Hole, einem eingestürzten Felsloch, das inzwischen dank der Erosion Zugang zum Meer hat und entsprechend nass ist. Der Blick auf die Nordküste Jersey, auf Guernsey, Sark und die französische Küste war absolut fantastisch,

Grosnez Castle
Da wir aber ganz schön im Wind saßen, entschieden wir uns zur Heimfahrt. Im Hotel suchten und fanden wir das Spa und den Swimmingpool, den wir ganz gut nutzten. Selbst ein Dampfbad gibt es hier, und eine ziemlich fade Sauna. Nach einem Stündchen und kurzer Aufregung, weil mir meine Badeschläppchen "geklaut" worden waren, gingen wir hoch ins Zimmer.

Blick auf Jerseys Nordküste vom Devil's Hole aus
Ein kurzer Rundgang durch St Helier wurde mit einem Bier im Lamplighter begossen, dabei schauten wir Rugby. Mit dem Bus ging es dann - schon im Dunkeln - in Richtung St Brélade's Bay, damit ich in dem dortigen Restaurant, der Oyster Box, auch etwas trinken konnte. Wir genehmigten uns überbackene Austern, Fish and Chips sowie ein Meeresfrüchte-Risotto, dazu eine Flasche Jersey-Weißweins. Alles sehr, sehr lecker und unbedingt empfehlenswert.

Der Bus kam, nahm uns mit und warf uns in der Nähe unseres Hotels raus. Nun sind wir im Bettchen, morgen gucken wir uns die Osthälfte der Insel an. Mal sehen, wo wir etwas zu essen erjagen.

Jersey ist toll.

Freitag, 27. Dezember 2013

Der Seekrankheit anheimgegeben

... haben sich heute leider einige Mitreisende auf der Fähre von Saint-Malo nach St Helier hier auf Jersey.

Nach dem letzten Frühstück in Saint-Malo fuhren wir ein letztes Mal nach Cancale, um in einem dortigen Süßwarenladen leckere kandierte Früchte zu kaufen (die mir immer Sodbrennen bereiten). Danach ging es über kleine Sträßchen zurück nach Saint-Malo und schnurstracks zum Fähranleger. Es standen schon ein paar Autos vor uns, und die Tante vom Check-in winkte uns vor, weil es drei Spuren, aber nur eine Schlange gab ... Der Check-in ging ohne Probleme vonstatten, nur vergaß die Tante, die Bordkarten abzureißen, sodass wir schon fast an der Passkontrolle waren, als sie nochmal ans Autofenster klopfte.

Diesmal kontrollierten die Franzosen ordentlich, und gegen 12.30 Uhr durften wir aufs Schiff fahren. Das ist auf diesen Riesenkähnen immer saueng, aber mit einmal Zurücksetzen konnte ich das Auto dann doch korrekt abstellen.

Wir gingen in den Passagierbereich, und während meine Ma sich auf relativ schnell auf den Sitz setzte, verbrachte ich die Abfahrt und zwischendurch einen Teil der Fahrt auf dem Außendeck. Es war regnerisch und windig, und wenn man voll im Wind stand, peitschten einem tatsächlich die Regentropfen ins Gesicht.

Den armen Leutchen, denen das gelegentlich nicht ganz unheftige Schaukeln des Kahns nicht so guttat, werden aber werden den Regen noch den Wind gespürt haben, die waren mit sich selbst beschäftigt.

Gegen 13.20 Uhr britischer Zeit durften wir das Viech so langsam verlassen, die Passkontrolle hier auf Jersey ging auch fix, und prompt fand ich mich auf der linken Straßenseite wieder. Unser Hotel fanden wir nach einem großflächigen Drehen auch. Die Parkplatzsituation hier ist ein bisschen, naja, eng, sodass ich meine Ma am Eingang rauswarf und erstmal das Auto parkte. Nach kurzer Verwirrung zwischen meiner Ma, Concierge und der Rezeption ging auch der Check-in fix, nur beim Auspacken des Autos waren die Boys ein wenig übereifrig: Zwar wurde uns mehrfach der Autoschlüssel abgenommen (damit die das Auto im Notfall umparken können), aber mit dem Gepäck half uns keiner ... Naja, gab halt kein Trinkgeld.

Wir ließen das Auto stehen und gingen nach Downtown St Helier: Man merkt schon, dass hier eine mittelprächtige Finanzmetropole ist, denn die Glasbauten von Banken und anderem Gedöns sind unübersehbar. Ansonsten fühlte sich das Ganze wie eine nicht hässliche, englische Kleinstadt an, einschließlich sehr einladender Pubs.

Im ersten Pub genossen wir zwei Bierchen, im zweiten gab's kein Essen, aber dafür eine (sehr gute) Empfehlung an ein Esslokal. Dort aßen wir Oliven und Muscheln zur Vorspeise, Fish and Chips und Jakobsmuscheln als Hauptgericht: Mal wieder, sehr, sehr lecker.

Im Anschluss schleppten wir uns in unser Zimmer. Ich gucke noch ein bisschen Cricket, gehe aber auch bald ins Bett. Heute gibt's keine Bilder, weil die Verbindung zwischen Handy und Computer mal wieder streikt.

Morgen wird es mit ziemlicher Sicherheit eine Inselrundfahrt geben. Wir freuen uns.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Austernübelkeit

Jaja, schon klar, ich schreibe viel zu viel von Austern, aber heute war auch mir fast schlecht davon ...

Mont-Saint-Michel
Von Anfang an: Heute Morgen gab's wieder einmal ein vernünftiges Frühstück hier in unserem Ibis-Hotel, ehe es dann mit dem Auto die gute Dreiviertelstunde zum Mont-Saint-Michel ging. Wir parkten unser Auto für 12 Euro (zwölf!) auf dem offiziellen Parkplatz und marschierten dann eine gute Dreiviertelstunde in Richtung Mont. Wir hätten durchaus einen (kostenlosen) Shuttlebus nehmen können, aber uns war nach Strandspaziergangersatz, sodass wir über den Damm gingen.

Wow, das Bild vom Mont-Saint-Michel ist schon beeindruckend, wie sich dieses Viech von einer Insel da vor einem auftut, umgeben bestenfalls von Schlick und Watt, schlechtestenfalls von Wasser, da ist schon toll. Ich schoss auch einige Fotos. Am Mont angekommen gingen wir durch die kleinen Gässchen (überall Japaner!) hoch in Richtung Abtei.

Mont-Saint-Michel
Die Abtei war heute leider geschlossen, da die Franzosen mal wieder streikten, was sehr schade war. Der Rundgang durch das Städtchen und hoch zum Abteihof mit dem grandiosen Ausblick auf die Bucht war aber auch nicht zu verachten. Wider Erwarten kauften wir nur ein paar Postkarten und aßen nicht einmal was, sondern fuhren par la côte, also über die Küste, in Richtung Cancale.

Heute war es wesentlich schwieriger, einen Parkplatz in Cancale zu finden, aber mit ein bisschen Glück fanden wir nach nicht allzulanger Zeit einen Parkplatz. Von Mitte November bis Mitte März ist das Parken hier ohnehin kostenlos, sodass das gaaaaanz entspannt ist.

Wir liefen die paar Meter zu den Austernverkäufern und gerieten an einer, der - für 50 Cent Aufschlag - die Austern für einen öffnete und in einen Pappteller packte, sodass man ihn auf die Treppen der Strandpromenade tragen und dort die Austern verspeisen konnte. Wir aßen zwölf Austern der Größenklasse 2 für 6,50 € (incl. Zitrone und Öffnung) und danach, weil wir nicht genug kriegen konnten, nochmal zwölf wilde Austern für den "Wucherpreis" von 9,50 € ... Sehr lecker, aber danach war mir ein bisschen schlecht vom vielen Austernessen.

... und nochmal
Wir fuhren sodann, wieder par la côte, in Richtung Saint Malo, stellten dort nach einigen Fehlversuchen erfolgreich unser Auto ab und tranken in der Eckkneipe nahe unseres Hotels ein Bierchen und schrieben Postkarten. Das Abendessen bestand aus Steaks Tartare in intra muros und war - wiederum - sehr schmackhaft, zumal drei Kelche Cidre ihren Besitzer wechselten.

Relativ geraden Schrittes ging es nach Hause und relativ schnurstracks ins Bett.

Wohlstandsmüll: Austern über Austern
Morgen geht es - wir hatten einen erfolglosen Anruf der Reederei und eine erfolgreiche E-Mail derselben erhalten - schon um 13 Uhr rüber nach Jersey. "Bad weather conditions" machen offenbar eine Vorverlegung um eineinhalb Stunden notwendig. Soll uns recht sein, dann sind wir schon früher auf Jersey ...

Bis dahin, gute Nacht!




Cancale

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Omaha Beach

Am Strand von Saint Malo
Blick auf Saint Malo
Heute Morgen wurde meine Ma erst kurz nach acht Uhr wach; entsprechend spät wurde ich aus dem Bett geworfen. Juchhe, ausschlafen! Das Frühstück war okay, für französische Verhältnisse sogar recht üppig.

Gegen 10 Uhr verließen wir das Hotel und gingen nach rechts, weg von intra muros und in Richtung Osten. Die erste Treppe auf den Strand wurde zum Abgang verwendet, und durch die Eichenstämme, die den Strand säumen, konnte sogar ich meinen Astralkörper zwängen. Am Strand begegneten uns viele Menschen, etliche von ihnen mit Hunden unterwegs. Wir liefen eine gute Stunde, erst am Strand, später auf der Strandpromenade und kehrten dann nach einem kurzen Spaziergang durch einen Vorort um. Wie immer erschien uns der Rückweg viel schneller als der Hinweg, und um 12 Uhr waren wir schon am Auto.

Wir hatten uns nämlich entschieden, nicht die Vier-Stunden-Wanderung nach Cancale auf uns zu nehmen, sondern vielmehr eine Spazierfahrt durch Bretagne und Normandie in Richtung D-Day-Schauplätze zu machen.

Skulptur am Omaha Beach
Das Navi navigierte uns größtenteils über Autobahnen, gelegentlich aber auch durch kleinste Dörfer, aber am Ende kamen wir in Colleville-sur-Mer am amerikanischen Soldatenfriedhof an, nur um festzustellen, dass er heute geschlossen war. Schade ... Ein paar Kilometer weiter war allerdings ein Hinweisschild zum Omaha Beach, also einem der Landungsstrände der Amerikaner, und dort ist seit ein paar Jahren eine Skulptur, die an den D-Day erinnert, aufgestellt. An dem Strand kann man sich die Schrecken des Krieges nicht wirklich vorstellen und was hier Alliierte wie Deutsche mitgemacht haben. Naja, weitere wenige Kilometer entfernt war ein deutscher Soldatenfriedhof, der geöffnet und durchaus beeindruckend war. Hier liegen mehr als 21.000 deutsche Soldaten auf einer großen Rasenfläche begraben; die Grabsteine selbst erheben sich kaum über den Rasen, dafür jedoch mehrere Gruppen von fünf steinernen Kreuzen, die zwischen den Grabstellen stellen. Der Blick von einem Zentralhügel aus auf das Gräberfeld ist irgendwo zwischen majestätisch und trostlos. In jedem Fall fand ich es überraschend, dass von den wenigen Besuchern heute de Mehrzahl Franzosen waren.

So ein Soldatenfriedhof ist immer eine bedrückende Erfahrung, andererseits bin ich heilfroh, dass ich aller Voraussicht nach nicht wie einer der mindestens zwei "Helmut Schmidt" auf diesem Friedhof in relativ jungen Jahren von einer Maschinengewehrgarbe oder so umgenietet werde.

Deutscher Soldatenfriedhof in La Cambe
Nach einem eineinhalbstündigen Aufenthalt machten wir uns auf den Heimweg in Richtung Cancale. Wie auf dem Hinweg konnten wir aus der Ferne den Mont-Saint-Michel sehen, der morgen von uns heimgesucht werden wird. In Cancale, der Austernhauptstadt der Bretagne, aßen wir lecker zu Abend und fabrizierten den ersten kleineren Streit zwischen Mutter und Sohn: Während ich nach dem Verzehr von zwölf Austern, einem Entrecôte und einem Camembert noch auf mein Tiramisù aus dem gewählten Menü wartete, meinte meine Ma - am Ende zu Recht -, dass es doch ein wenig verfressen aussähe, wenn wir jetzt noch auf dem Nachtisch bestünden, selbst wenn er uns zustünde. Irgendwann hatte ich ein Einsehen, sodass ich uns jetzt nur noch auf den relativ engen dunklen Straßen der Halbinsel hier nach Hause bugsieren musste - zwei Becher niedrigprozentigen Cidres waren dafür kein Hindernis.

Keiner, der im Sommer hier in Saint-Malo ist, wird uns glauben, dass wir hier einen Parkplatz finden, indem wir unser Auto einfach dort abstellen, wo wir es abstellen möchten. Es ist hier im Moment wenig bis gar nichts los, und dementsprechend entspannt ist die Parkplatzsituation.

Da ich mein verdientes Feierabendbierchen noch nicht hatte genießen können (Cidre und Bier wäre dem Fahrerlebnis dann wahrscheinlich doch in rechtlich schon bedenklicher Weise schlechtbekommen), suchten wir die erstbeste Bar mit offenem Bier auf und gönnten uns einen Absacker.

Danach waren wir aber schon wieder so müde, dass wir heim ins Hotel gingen und nun noch diese Zeilen schreiben.

Morgen wird es vielleicht wieder einen Strandspaziergang geben, eine Ausfahrt zum Mont-Saint-Michel und sicherlich ein leckeres Abendessen in Saint-Malo oder (wahrscheinlicher) in Cancale.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Die spinnen, die Lutetier!

Gleich kommt Miraculix ums Eck.
Blick aus dem Hotelzimmer in Saint Malo

Saint Malo - Fort La Reine
Nachdem unser Navi uns gestern fast falsch geleitet hätte, bis mir einfiel, dass womöglich die Mautstrecken im Vermeidungsmodus waren (was, wenn man in Frankreich schnell vorankommen will, nicht so clever ist), führte es uns heute schnurstracks in Richtung Paris. In die Richtung wollten wir sogar ...

Nicht so ganz sicher waren wir, ob wir das wollten, als das Navi uns - angeblich wegen eines Unfalls auf der Autobahn - mitten durch einen Pariser Vorort navigierte. Die Ampeln befanden sich - typisch französisch - im Bummelstreik und wurden immer rot, wenn wir kamen, und die Pariser fuhren so, wie man sie sich vorstellt ... Da wären wir auf der Autobahn nicht langsamer gewesen!

Ansonsten war das Fahren mit dem Tempomaten wie immer eine sehr angenehme Freizeitbeschäftigung - nur die Hunden und Katzen, die es zwischenzeitlich zwischen Paris und Rennes herunterregnete, hätten nicht unbedingt sein müssen. Andererseits wurde uns klar, dass Miraculix schon lange tot sein muss, denn sonst würden hier in den Bäumen nicht so viele Misteln hängen. Achja, meine Ma war wieder ganz verzückt vom gelb blühenden Ginster. Zum Glück fuhr ich, sonst wäre sie vor Freude in den Graben gefahren.

Nach gut sechs Stunden gemütlicher Fahrt wurden wir dafür in der Bretagne von Sonnenschein willkommengeheißen. Das Gerät führte uns zu unserem Hotel und nur ein paar Meter weiter ist ein öffentlicher Parkplatz, an dem zu dieser Jahreszeit kein übermäßiger Andrang herrscht. Dort stellten wir unser Auto ab, checkten ein und genossen erst einmal den Blick von unserem Hotelzimmer auf Strandpromenade, Strand und - vor allem - das Meer. Toll!

Lecker Cidre ...
Wir hielten uns aber nicht lange im Zimmer auf, sondern gingen an der Strandpromenade entlang etwa zehn Minuten bis zur, naja, "Altstadt" von Saint-Malo. Intra muros wurde während des Zweiten Weltkriegs ziemlich zerstört und danach offenbar recht originalgetreu wieder aufgebaut, sodass das Ganze heute einen sehr schicken Eindruck macht. Diese Häuser aus grauen Felssteinen, so stelle ich mir Frankreich vor, und so sieht es hier in Saint Malo zumindest in der Altstadt aus.

Wir suchten zwei online herausgepickte Esskneipen, hatten aber an Heiligabend leider in beiden Pech. Heute und morgen wird die Auswahl an Lokalitäten womöglich etwas begrenzt sein. Schließlich fanden wir ein Lokal, das vielleicht ein wenig touristischer geprägt war als uns lieb ist, in dem wir aber sehr gut und zwar teuer, aber nicht völlig überzogen unverschämt touristenabzocketeuer, gegessen haben. Naja, wenn man zwölf Austern, danach Muscheln und Gänsepastete verzehrt und dazu Cidre trinkt (8,10 € für den halben Liter!), kommt man auch in Deutschland nicht für zehnfuffsch weg.

... und lecker Austern
Danach liefen wir im leichten Regen heim, machten - dann doch - ein bisschen Bescherung und liegen nun im Bettchen und hören dem Meeresrauschen zu. Sehr beruhigend, wenn auch überraschend unleise bei offenem Fenster ...

Morgen geht es vielleicht nach Cancale, mal wieder zum lecker Austernessen, vielleicht auch in die Normandie auf einen Soldatenfriedhof, wahrscheinlich aber eher an den Strand zum Spaziergang und dem angekündigten Seelebaumelnlassen.

Frohe Weihnachten!

Montag, 23. Dezember 2013

On the road again ...

Joa, als meine Ma gestern Vormittag in Wiesbaden ankam, haben wir uns relativ spontan entschieden, doch noch heute loszufahren, weil wir die 10-Stunden-Tour, die wir für morgen angedacht hatten, doch nicht so superentspannt fanden.

Also verließ ich heute, gegen 14.30 Uhr, meine Arbeitsstätte und holte meine Mutter in meiner Wohnung ab. Nach kurzer Suche des Navigationssystems ging es dann über Mainz, Kaiserslautern und Saarbrücken nach Frankreich. Ein Arbeitskollege hatte mir heute Morgen noch zu erläutern versucht, dass ich ab Mainz nur noch geradeaus fahren müsste, bis ich in ein unbekanntes Land namens "Fronkreisch" käme, aber die Tipps, die der Jockel mir geben wollte, kannte ich alle schon ...

In Châlons en Champagne
Wenigstens hatte ich die Nacht nach dem gestrigen schönen Nachmittag in Wiesbaden und Mainz mitsamt zeitigem Insbettgehen gut überstanden.

Wir fuhren also über Metz und Nancy in Richtung Paris, bis unser Navi uns in Châlons en Champagne von der Autobahn und relativ schnurstracks zu unserem Ibis-Hotel lotste. Nun saßen wir da - etwas außerhalb der Innenstadt von Châlons en Champagne - und entschieden uns, heute Abend im Ibis zu essen. Das war jetzt sicherlich keine Drei-Sterne-Küche, aber geschmeckt hat es uns. Wenn ich nächstes Mal ein gutes Rinderhacksteak haben will, bestelle ich "Haché de bœuf", das klingt gleich viel besser, auch wenn es das gleiche Essen ist. Dazu tranken wir erst ein französisches Bier zu gesalzenen Preisen, dann einen Crémant, schließlich einen Taittinger-Champagner und zum Abschluss und zum Durstlöschen ein weiteres Bierchen ...

Morgen geht es dann wohl über Paris und Rennes nach Saint Malo, wo wir hoffentlich relativ zeitig ankommen werden, um das Auto stehen zu lassen und einen kurzen Spaziergang in Richtung intra muros zu machen ...

Sonntag, 8. Dezember 2013

Auf in die Vogtei

Das war ein nervenaufreibender Reiseplanungstag ...

Ich hatte in den letzten Tagen die Information bekommen, dass mein Urlaub am 27. und 30. Dezember genehmigt ist, sodass wir nun doch etwas früher als erwartet in die intensiveren Reisevorbereitungen wechselten.

Wir waren ja immer um die Bretagne herumschlawenzelt, aber ich hatte in den vergangenen Tagen und Wochen doch noch ein paar andere Flugmöglichkeiten angeguckt: Die Tel-Aviv-Flüge waren in den letzten Wochen doch leider deutlich teurer geworden, und Marokko bzw. speziell die Fahrt in die Westsahara machte uns das Auswärtige Amt mit seinen blumigen Entführungswarnungen doch ein bisschen madig. Also nahmen wir Abstand.

Auf einmal waren wir bei Flügen um 550 Euro nach Los Angeles oder Houston, was uns Ausflüge nach San Francisco bzw. nach New Orleans und in beiden Fällen nach Mexiko (neues Land) ermöglicht hätte. Aber so richtig Erholung wären so Zwölf-Stunden-Flüge wahrscheinlich auch nicht gewesen. Dementsprechend entschieden wir uns auch gegen einen Flug nach Singapur ...

Am Ende machten wir Nägel mit Köpfen und entschieden uns dann doch für die Bretagne ... Wir werden also am 24. Dezember von Wiesbaden aus nach Westen fahren. Ich ahne schon, dass meine Ma mich am Heiligen Abend morgens gegen vier Uhr aus dem Bett prügeln wird. Juchhe. Google Maps führt uns über Saarbrücken, Reims und Paris nach Saint-Malo, wo wir in einem Ibis-Hotel ein Zimmer für drei Nächte gebucht haben.

Meine Ma steht nicht so auf Hotelketten, aber gerade über Weihnachten ist mir ein relativ anonymes Hotel ganz recht. Sonst kommen noch irgendwelche B&B-Besitzer auf die Idee, einen in ihre Weihnachtsfeierlichkeiten einzubeziehen. Bloß nicht.

Joa, und dann wird die Bretagne und der Mont Saint-Michel in den Weihnachtstagen ein bisschen unsicher gemacht. Wir werden sicherlich so manche Portion Meeresfrüchte genießen und ansonsten am Strand ein bisschen die Seele baumeln lassen ... Das wird schön.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht noch irgendwas für meine Länderliste machen würde. Nun wird es in Europa schwierig, noch ein "richtiges" neues Land für mich abzugrasen, aber die Vogtei Jersey, also der Bailiwick of Jersey, ist zwar nicht ein richtig neues Land mit UNO-Mitgliedschaft und so'n Schnulli, aber doch eine Kronbesitzung mit einem spannenden verfassungsrechtlichen Status.

Jersey (so wie Guernsey und die Isle of Man) gehören nicht zum Vereinigten Königreich, aber die Bewohner sind britische Staatsbürger, die Queen ist zwar Staatsoberhaupt, aber nicht als Königin des Vereinigten Königreichs, sondern als Herzog (Herzog, nicht Herzogin!) der Normandie, britische Gesetze finden nicht automatisch Anwendung, aber das Vereinigte Königreich ist für die Verteidigung zuständig und auch für auswärtige Angelegenheiten, soll dabei aber die Interessen von Jersey ausdrücklich mit berücksichtigen.

Dorthin also, nach Jersey, werden wir am 27. Dezember übersetzen. Auch wenn die Insel klein ist und Busse fahren, werden wir das Auto mit herübernehmen: Das ist einfach praktischer mit dem Gepäck und zudem sind wir flexibler, weil wir nicht auf irgendwelche Busfahrpläne Rücksicht nehmen müssen. Unser Hotel liegt am Rand der "Innenstadt" von Saint Helier, sodass man auch nach Ausflügen auf die Insel abends noch ein Bierchen in der Stadt trinken kann und fußläufig nach Hause kommt. Auch hier wird geschlemmt und die Seele am Strand baumeln gelassen ...

Am 30. Dezember geht es dann wieder herüber nach Saint-Malo und noch ein paar Kilometer in Richtung Heimat, ehe wir in einem kuschligen Hotelele die Nacht verbringen. An Silvester geht es dann wohl über Amiens nach Reims, wo wir in der Champagne in die Neujahrsnacht hineinfeiern ... An Neujahr geht es dann gemütlich wieder nach Wiesbaden und ins neue Arbeitsjahr ...