Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Mittwoch, 19. Juli 2023

Spontan in Richtung Westküste

... sind wir heute gefahren, und auch wenn wir die Westküste bei weitem nicht erreicht haben, so war es doch eine wunderbare Tour, bei der wir viel mehr gesehen haben als ursprünglich geplant gewesen war. Das Aufstehen heute morgen in Twizel war schwer, weil wir beide nicht gut geschlafen hatten. Nachdem ich aber in der kalten Bude warm bis heiß geduscht hatte, ging es mir deutlich besser. 

Wir checkten praktisch pünktlich um 10 Uhr aus und fuhren noch kurz tanken. Danach fuhren wir noch in den Supermarkt, um ein bisschen süße Getränke zu kaufen und um noch einige Kabel zu erwerben, die wir für den Betrieb unserer Gerätschaften benötigten. Anschließend ging es auf Nationalstraße 8 in Richtung Queenstown. Es ging vorbei an wunderbaren Ausblicken auf die Gebirge, bis wir schließlich auf die Nationalstraße 8a abbogen, bei der als Ziel die Westküste angegeben war. Eigentlich wollte ich dabei nur auf die richtige Seite des Sees kommen, um an den Parkplatz zu fahren, an dem der 45 Grad südlicher Breite ausgeschildert ist. 

Auf diesem kleinen Umweg waren die Ausblicke auf die neuseeländischen Alpen jedoch so großartig, dass wir uns entschieden, noch ein wenig in Richtung der Westküste gefahren. Dabei kamen wir am Lake Hawea vorbei, der die Eindrücke von gestern sogar noch toppen konnte, obwohl ich das für völlig unmöglich gehalten hätte. Der Blick auf das wunderbare Gletscherwasser und die schneebedeckten Berge war so fantastisch, dass ich mich schon heute entschieden habe, bald noch einmal noch nach Neuseeland kommen zu wollen. Auf der Strecke an die Westküste kamen wir nun noch an den Lake Wānaka, der ebenfalls noch einmal großartige Ausblicke bot. Ich weiß, es ist schräg, dass ich immer von den tollen Ausblicken schwärme, aber das ist nun einmal hier so unfassbar schön, dass ich das kaum in Worte zu fassen vermag. Auf alle Fälle fluchte ich schon wieder über mein Handy, denn dieses ging von Akkustand 58 % binnen Sekunden auf 10 % herunter. Mit den letzten Akkukörnern mache ich noch Bilder vom See, bis schließlich auch dieses Handy den Geist aufgab. Trotzdem fuhren wir noch ein kleines Stück weiter in Richtung Westküste, bis es aber anfing zu regnen, sodass wir umdrehten, um das gute Wetter auf der Ostseite der neuseeländischen Alpen noch mitzunehmen.

Wieder ging es an den beiden Seen vorbei, wieder waren die Blicke noch einmal ganz anders und noch einmal fantastisch, bis wir schließlich auf die Straße kamen, auf die wir ursprünglich gewollt hatten. Ich rauschte am 45. Breitengrad vorbei, weil ich so richtig schön im Fahren war, drehte kurz und stellte mich dann auf den Parkplatz. Ein Selfie wurde geschossen, dann ging es weiter in Richtung Queenstown.

In Queenstown war im Vergleich zu der bisherigen Tour - oh Mann, wir sind ja erst zwei Tage in Neuseeland unterwegs! -  unglaublich viel los. Der Verkehr, die relativen Menschenmassen, das war alles ein bisschen viel. Nachdem wir Queenstown aber wieder verlassen haben hatten, wurde es schlagartig ruhiger. Auf dem Weg nach Glenorchy hielten wir noch an einem Aussichtspunkt auf den Lake Wakatipu, bis wir nach Glenorchy durchstarteten. Unsere Vermieter hatten uns geschrieben, dass die Tür unseres Apartments unverschlossen sei und die Schlüssel auf dem Wohnzimmertisch lägen. Mehr muss man über das ländliche Neuseeland wahrscheinlich gar nicht wissen, denn selbstverständlich war noch alles da, als wir ankamen.

Wir hielten uns nicht lange in der Bude auf, sondern gingen in eine hochgelobte Bar, in der wir fantastisches Steak und fantastischen Bürger zu sehr leckerem Bier und Wein genossen. Wir unterhielten uns noch darüber, ob wir vielleicht doch noch das Spiel der Schweizerinnen in Hamilton besuchen, haben uns jetzt aber nach der Rückkehr in die Wohnung dagegen entschieden, weil die Zimmer in Hamilton doch zu teuer geworden sind. So haben wir jetzt noch ein bisschen mehr Zeit in Auckland,das wird bestimmt auch sehr schön werden.

Damit geht ein wunderbarer, toller zweiter Tag in Neuseeland zu Ende. Wir ir sind jetzt im Bett, hundekaputt, aber glücklich. Morgen geht es nach Te Anau, dort haben wir erstmals in Neuseeland zwei Nächte am Stück in einer Unterkunft.

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Ach so, und die Karibikkreuzfahrt im März 2024 ist jetzt auch gebucht. Damit geht es dann in fünf neue Länder, das wird bestimmt auch ganz großartig. Ich habe hier Jessi und Christian gebeten, das für uns mitzubuchen, obwohl es sich ein wenig schräg anfühlt, wenn die "Kundschaft" auf einmal selbst die Reisen für einen bucht. Christian schrieb das meiner Didaktik zu, nun denn ...

Linden Pass

Lake Hawea

Lake Wānaka


Roaming Meg

Lake Wakatipu

45. Grad südlicher Breite

Dienstag, 18. Juli 2023

Da schwärmen sie alle von Neuseeland

... und du denkst "Wow, das muss ja schön sein", und dann kommst du hier wirklich hin und hast noch ein bisschen Glück mit dem Wetter und du bist völlig geflasht von diesem Land schon am allerersten Tag.

Aber fangen wir erstmal bei den Philippinen an: Wir kamen also ans Gate und sahen, dass der Wartebereich abgesperrt war. Grund dafür war, dass man noch einmal durch eine gesonderte Sicherheitskontrolle für Australien gehen musste. Bei dieser wurde aber nur das Gepäck durchleuchtet und natürlich unser gerade eben frisch am Hahn gezapftes Wasser konfisziert, während die Person gar nicht mehr überprüft wurde. Wenn ich etwas Böses im Schilde geführt hätte, hätte ich das einfach im Hosenbund mitführen können und es wäre völlig egal gewesen. Diese Kontrolle war daher schon einmal völlig für die Füße. Geladen aufgrund des konfiszierten Wassers kamen wir dann an die Vorkontrolle. Bei dieser wurde uns eröffnet, dass wir unser Gepäck erst noch an einem anderen Gate identifizieren müssten. Also lieferten wir wieder aus dem gesonderten Sicherheitsbereich heraus und gingen zu diesem Sondergate. Dort wurde unser Gepäck geöffnet, auf Sprengstoff kontrolliert und dann wieder geschlossen, nachdem ein Aufkleber am Gepäck festgemacht worden war. Zweiter Versuch, zum zweiten Mal durch die sinnlose Sicherheitskontrolle (der Sonderbereich war sowieso nur mit einer einfach zu umgebenden Absperrung abgetrennt und schlecht bewacht): An der Vorkontrolle wurden wir wieder aufgehalten, weil die Helden bei der Gepäckkontrolle auf unsere Bordkarte keine entsprechenden Stempel gemacht hatten. Ein weiteres Mal ging ich auf dem Sondersicherheitsbereich heraus und ließ mir an dieser bekloppten Gepäckkontrolle noch einmal einen Stempel auf die Bordkarten geben. Die Bodentante und ich waren uns nun in herzlicher Abneigung verbunden; wir liefen an einem Australier vorbei, der zu uns meinte: "Don't swear!" ("Fluch nicht!"). Ich verstand ihn aufgrund seines Akzentes erst nicht, als er uns mitteilte, dass seinem Sohn und ihm gerade das Gleiche widerfahren war und und der Sohn auch gerade noch einmal an der Sondergepäckkontrolle war.

Das nun folgende Boarding ging überraschend problemlos, außer, dass ein weiterer Australier uns mitteilte, dass diese Vorgehensweise von Philippinen Airlines "Bullshit" sei. Der Flug selbst ging dann auch gut, selbst wenn wir deutliche Verspätung hatten, aber trotzdem überpünktlich in Sydney ankamen. Die Einreise nach Australien ging einigermaßen schnell, auch wenn Deutsche anders als viele EU-Bürger in Australien nicht durch die elektronische Einreisekontrolle dürfen - verstehe, wer will. Auch den Zoll überstanden wir problemlos und wollten dann zu Qantas unser Gepäck einchecken. Das klappte aber so früh, 9 Stunden vor Abflug, nicht, sodass wir dann doch unser Gepäck in die Gepäckaufbewahrung geben mussten.

Der Typ dort sprach uns erst einmal in einer Sprache an, die er wahrscheinlich für Englisch hielt. Ich verstand ihn vollkommen falsch,  bis er sich bemühte, ein kleines bisschen mehr Hoch-Englisch zu sprechen. Nach Bezahlung von ca. 30 € Gepäckaufbewahrungsgebühr begaben wir uns zur Zughaltestelle des Flughafens und fuhren direkt zum Circular Quay, dem Hauptfährhafen von Sydney. Als wir aus dem Zug ausstiegen, sahen wir schon die Hafenbrücke, und das war ein fantastisches, aber unwirkliches Gefühl. Wir checkten uns, wieder mit Kreditkarte als Fahrkarte, auf die Fähre nach Manly ein und fuhren eine gute halbe Stunde hinüber auf diese Halbinsel. Es ging vorbei an der Oper und mit tollen Blick auf die Hafenbrücke, mit tollen Blick auf die Hügel und Klippen im Hafen von Sydney, bis wir schließlich in Manly ankamen und dort durch die Einkaufspromenade zum Strand liefern.

Trotz der für Australier ziemlich tiefen Temperaturen waren einige Verrückte im Meer, ich hatte keine Badehose dabei, darüber war ich aber nur ein kleines bisschen unglücklich. Wir machten einen kleinen Spaziergang, ließen uns in einem Touristenfänger-Supermarkt nicht komplett veräppeln und gingen zwei Parallelstraßen weiter immer noch recht teuer Getränke einkaufen, bis wir schließlich in unsere Stammkneipe, eine Bierbrauerei, gingen. Dort aßen Fish & Chips und lecker Burger, tranken ein Bierchen, ein Weinchen und ein bisschen Gin. Den Weg zurück zur Fähre fanden wir, fuhren wieder durch den Hafen mit fantastischen Ausblicken und aßen am Circular Quay noch ein Eis, bevor wir uns wieder in die Bahn zum Flughafen setzten.

Am Flughafen lösten wir unser Gepäck aus und konnten nun am Automaten einchecken, gingen durch die schmerzlose Ausreise und Sicherheitskontrolle und setzen uns schließlich ans Gate. Unser Flug nach Christchurch war um eine gute Stunde verspätet, wir kamen aber nur eine halbe Stunde verspätet an, konnten dann nach kurzer Erfrischung sehr schnell am Automaten (in Neuseeland klappt das für Deutsche) einreisen und waren auch einigermaßen schnell durch den Zoll. Ein Uber wurde für die kurze Strecke zum Hotel gebucht, wir standen aber mit der App auf Kriegsfuß und mussten uns vom Fahrer per Handy erst einmal zum Treffpunkt lotsen lassen. Danach kamen wir aber schnell ins Hotel und konnten fix einchecken. 

Nach kurzer Nacht ging es heute morgen für mich zu Fuß zum Flughafen. ICh kaufte mir noch eine neuseeländische SIM-Karte und buchte dann den Shuttlebus zu unserer Autovermietung. Unser Auto ist ein relativ großes Gefährt von Kia, und mit diesem startete ich dann direkt ins Hotel durch, um Uli abzuholen. Wir checkten aus und kauften in einem angrenzenden Supermarkt ein paar Kleinigkeiten ein. 

Danach ging es in Richtung Südwesten, zunächst über autobahnähnliche, danach über gut ausgebaute Landstraßen, bis wir am Horizont die ersten Ausläufer der neuseeländischen Alpen sahen. Die Ausläufer wurden immer größer, es waren fantastische Ausblicke auf die schneebedeckten Berge. Wir hielten an fast jedem Aussichtspunkt, weil die Ausblicke so vielfältig waren, und völlig fasziniert waren wir das allererste Mal, als wir an den Lake Tekapo kamen mit seinem türkisfarbenen Gletscherwasser. Dort machten wir viele viele Fotos und fuhren dann aber weiter, denn wir wollten ja zum Aoraki/Mount Cook kommen. Unterwegs entschieden wir uns um und fuhren direkt zum Zielort anstatt einen Umweg zum Hotel einzulegen. Am Lake Pulaki  vorbei ging es in Richtung des Mount Cook Village, das an sich nicht besonders beeindruckend ist. Beeindruckend dagegen sind die Blicke auf die Berge, auf die Seen und durchaus auch auf die Wolkenwalze, die über dem Aoraki Stand. Hatten wir bis dahin, wie man an den Fotos (hiergeblieben) sieht, wunderbares Wetter gehabt mit blauem Himmel und ein bisschen Bewölkung, so stand hinter dem Örtchen der Regen in den Himmel geschrieben. Nach kurzem Aufenthalt fuhren wir zurück, fuhren nach Twizel, unserem Übernachtungsort, und checkten in unserem Motel ein. Kurz hielten wir uns im Zimmer auf, ehe wir in eine hochbewertete Sportsbar hier im Örtchen gingen, dort gut aßen (z. B. Lammhaxe für mich) und ein bisschen Bier bzw. Gin konsumierten.

Nun ist es noch keine 20 Uhr, da ich diese Worte in mein Handy diktiere, denn erstens sind wir ziemlich müde nach den vielen Flügen mit wenig Schlaf und aufgrund der Zeitverschiebung, zweitens aber spielt mein Rechner tatsächlich nicht mit, sodass ich jetzt hier mit der Spracherkennung des Handys den Blog diktiere. Ich überarbeite das Ganze natürlich noch einmal, aber falls die Spracherkennung irgendwo einen Bock eingebaut hat, den ich übersehen habe, bitte ich schon einmal um Entschuldigung. 

Morgen geht es in Richtung Queenstown und Glenorchy. Ich hoffe, wir haben auch morgen Glück mit dem Wetter. Unabhängig davon gefällt es uns hier in Neuseeland sehr sehr, sehr gut: Die Menschen sind sehr freundlich (selbst die Grenzer!) und dass die Landschaft ganz besonders faszinierend ist, habe ich hoffentlich rübergebracht. Wir gehen jetzt aber erst einmal früh ins Bett - gute Nacht bzw. guten Morgen nach Deutschland, bis morgen.

Lake Tekapo

Brücke über den Lake Tekapo

Lake Tekapo

Kanal

Lake Pulaki

Lake Pulaki

Wolkenwalze

Auf dem Heimweg von Mount Cook Village

Sydney

Sydney


Montag, 17. Juli 2023

Telegramm

Technische Probleme (Laptop) +++ Gut in Neuseeland angekommen +++ Abflug in Manila Vollkatastrophe +++ Sydney cool mit Hafenbrücke, Oper und Manly +++ Neuseeland kalt +++ Gleich geht es in die Berge

Sonntag, 16. Juli 2023

"Sir, give me money!"

Zwei Sachen: Erstens, mir geht dieses Ge-Sir-se furchtbar auf den Senkel, insbesondere dann, wenn die Leute meinen Vornamen kennen, den ich ja durchaus recht freigiebig bekanntgebe. Zweitens, man müsste mal die Kostenfunktion auf- und feststellen, wie lange ein Bettler optimalerweise bei einem einzigen Angebettelten bleibt - gibt er zu früh auf, verliert er möglicherweise diejenigen Angebettelten, die irgendwann so genervt sind, dass sie dem Bettler was geben; gibt er zu spät auf, verliert er mögliche andere Anbettelopfer.

In dem Sinne haben die beiden Jungen, die Uli und mich heute zwischen Intramuros, der Altstadt von Manila, und dem Rizal-Park angebettelt haben (auf dem Hin- und auf dem Rückweg, obwohl wir ihnen schon auf dem Hinweg nichts gaben), alles falsch gemacht, denn sie waren viiiel zu lange an uns dran, obwohl wir sie ignoriert haben, und haben am Ende erst nichts gekriegt, denn - treue Leser wissen, dass ich zwei Grundregeln beim Reisen haben: keine Versprechungen, die ich nicht zu halten gedenke, und kein Geld an Kinder.

Der Schlaf war kurz, aber sehr angenehm, der Wecker allerdings umso grausamer. Ich stellte ihn zweimal weiter, bis 8.50 Uhr, dann stand ich auf, denn Frühstück gab es nur bis 10 Uhr. Uli war genauso fit wie ich, als wir uns aus dem Zimmer begaben und ins Penthouse zum Frühstück hochfuhren.

Die Auswahl war okay, mit philippinischem und internationalem Frühstück, ich versuchte mich an den frittierten Schwein- und Hühnchen-Klößen und am Fisch, dazu aß ich eine Kartoffel-Kohl-Mischung und spülte das Ganze mit einem Calamansi-Saft herunter. So richtig hungrig waren wir aber beide nicht, obwohl das Essen wirklich okay war, also verließen wir wieder den Frühstücksraum, packten unsere sieben Sachen und checkten aus, denn das Wetter sollte ab 16 Uhr schlechter werden und vorher wollten wir was sehen ...

Bei Nieselregen ging es durch die Gässchen von Intramuros, der "innerhalb der Mauern" gelegenen Altstadt von Manila, von der aber 1945 in der Schlacht um Manila viel kaputtgegangen ist. Es ging vorbei an San Agustín, der ältesten noch existierenden Kirche Manila, und an der Kathedrale, deren achte Version inzwischen an dieser Stelle steht. In beiden war aber gerade - völlig überraschend am Sonntagmorgen - Gottesdienst, sodass wir die Kirchen nur von außen begutachteten - schick war das allemal.

Wir marschierten weiter zum Fort Santiago, konnten nicht mit Kreditkarte den Eintritt bezahlen und wollten erstmal nach einer Bank und dann vielleicht nach der Fähre auf dem Pasig, dem Fluss hier durch Manila, schauen. Die Banken nehmen für das Geldabheben bei internationalen Karten mehr als vier Euro Gebühr, aber da das Bankenkartell das einheitlich macht, blieb uns halt nichts anderes übrig als in den sauren Apfel zu beißen.

Jetzt liefen wir - inzwischen schon definitiv schwitzend, denn warm blieb es ja trotz bewölktem Himmel - aber erst einmal zurück zum Fort Santiago und bezahlten wucherhafte 1,23 Euro (75 Pesos) Eintritt. Dafür bekamen wir nicht zur Zutritt zum schönen Park mit schöner Terrasse mit Blick auf den (nicht so schönen) Fluss, sondern auch Zugang zum Weißen Kreuz, der Grabstätte von 600 Filipinos und Amerikanern, die die Japaner Ende des Zweiten Weltkrieges haben verhungern und ersticken lassen. Zusammen mit der Ausstellung auf der Plaza Santa Isabel, in der die Geschichte der Philippinen im Zweiten Weltkrieg beschrieben wurde, war es ein schräges Gefühl, einen Teil der Geschichte des Zweiten Weltkrieges zu lesen, in dem nicht die Deutschen die Hauptrolle als Schurken geschrieben haben ...

Sehr interessant, mir vorher gänzlich unbekannt und mit überraschendem Deutschlandbezug erwies sich das kleine Museum zur Lebensgeschichte des philippinischen Nationalhelden José Rizal. Der 1861 geborene Augenarzt aus wohlhabendem und gebildetem Haus weilte nämlich Ende der 1880er-Jahre in und um Heidelberg, um dort - nach heutigen Maßstäben und nach meinem Verständnis - seinen Facharzt zu machen. Aus dieser Zeit ist folgender Spruch in der Wikipedia verewigt (in Übersetzung): "Zweimal in der Woche gehe ich in die Bierbrauerei, um mit meinen studentischen Freunden Deutsch zu sprechen." Soso, klar, zum Deutschsprechen ...

Im Städtchen Wilhelmsfeld in der Nähe von Heidelberg, wo Rizal lebte, gibt es heute auch eine José-Rizal-Straße, zumal er dort eines seiner wichtigsten Werke überarbeitete. Seine Schriftstellerei brachte Rizal aber auch in die Klemme, denn die Spanier, die damals über die Philippinen herrschten, waren von seiner kirchenkritischen (und antispanischen) Haltung nicht so richtig begeistert.

Nach seiner Rückkehr wurde Rizal innerhalb der Philippinen exiliert, reiste noch einmal - während die Revolution ausbrach - nach Europa (auf dem Weg nach Kuba), wurde dort festgenommen und am Ende im Dezember 1896, zwei Jahre, bevor die Spanier die Herrschaft über die Philippinen an die US-Amerikaner verloren, hingerichtet. (Achso, die Amis haben dann den Sumpf um die Altstadt ausgetrocknet und dort einen Golfplatz angelegt ...)

Nach diesem ungeplant bildungsbürgerlichen Ausritt verließen wir das Fort Santiago und liefen in Richtung der bei Google ausgewiesenen Fähranlegestelle. Allein, dort, in der Nähe der Einwanderungsbehörde, war nicht so richtig etwas, und das, das da war, waren Menschen, die ein bisschen komisch auf die Ausländer schauten, die offenbar nicht so ganz richtig wussten, was sie da wollten.

Als der erste Kinderbettler über uns herfiel, zogen wir uns zurück und machten uns auf in eine hübsche, philippinische Büffetkneipe. Die hatten glücklicherweise auch Bier, sodass wir das Büffet Büffet sein ließen und uns mit einer Hopfenkaltschale etwas abkühlten.

Der Mann mit dem Hammer war ganz offenkundig in der Nähe, sodass wir aufbrachen, ehe wir dort einpennten, und liefen noch einmal an der Kirche San Agustín vorbei, gingen auch mal kurz rein (das Ding ist immerhin Weltkulturerbe), wollten aber keinen Eintritt bezahlen und liefen nun nach Extramuros, also aus dem von der alten Stadtmauer umgebenen Gebiet heraus.

Nach einigem Suchen (ständig quatschten uns Tuktok-Fahrer und öfter auch Kinderbettler an) kamen wir am Rizal-Park heraus, mit Statue und philippinischen Flaggen und so ... Jetzt hatten wir aber auch genug und liefen zurück nach Intramuros.

Uli gestand mir, dass sie noch nie Tuktuk gefahren war, also liefen wir jetzt doch bereitwillig einem der Anbieter in die Arme, und nachdem er noch 350 Pesos pro Person für die halbe Stunde Rundfahrt aufgerufen hatten, wurden es am Ende 250 Pesos - immer noch viel zu viel, aber vor allem erweckt der Schlingel den Eindruck, dass die gesamte Rundfahrt, die er da anbietet, eine halbe Stunde dauert. In Wirklichkeit soll sich der Preis auf 350 Pesos pro halber Stunde Rundfahrt beziehen, und wenn die Rundfahrt halt eineinhalb Stunden dauert, zahlt man 1.050 Pesos - Saftsäcke ...

Wir verstanden uns mit unserem Guide aber recht gut, sodass er uns darauf aufmerksam machte, und da wir die erste halbe Stunde mit genau den Sachen verbracht hatten, die wir noch nicht gesehen hatten, passte das - für den Fahrer womöglich - wider Willen ganz gut, denn wir ließen uns jetzt dann halt sofort zum Hotel zurückkutschieren.

Während der Fahrt guckten wir uns aber die beiden Tore an, durch die - in jeweils zwei verschiedenen Zeitabschnitten, wenn ich das richtig verstanden und die mir keinen Mist erzählt haben - nur der Generalgouverneur die Stadt betreten durfte. Auch die Kanonen der Spanier und Japaner sahen wir, der Guide und ich sprachen über japanische und deutsche Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg, er sprach ein paar Mal von "General Hitler", aber im Großen und Ganzen war das wirklich spannend, was wir heute so in Manila erlebten.

Nachdem das Tuktuk uns am Hotel herausgelassen hatten und wir uns noch einmal frischgemacht hatten, rief ich - doch schon recht früh - das Taxi, das uns zum Flughafen bringen würde. Wieder ging es für 'n Appel und 'n Ei (weniger als sechs Euro) durch den beginnenden Regen und vollendeten Manilaer Stadtverkehr. Ein Bus nahm uns die Vorfahrt, sodass unser Fahrer schärfer bremsen musste, aber wir kamen gut am Flughafen an ...

Wir wollten gleich ausreisen, hatten die Rechnung aber ohne die philippinische Bürokratie gemacht: Damit die Grenzpolizei den Ausreisestempel auch auf die Bordkarte stempeln kann, benötigt man eine physische Bordkarte. Dass Philippine Airways auch für seinen Heimatflughafen mobile Bordkarten ausstellt, ergibt dadurch natürlich überhaupt gar keinen Sinn, das konnte mir auch keiner erklären und wir waren schon - Schlangen über Schlangen zum Check-in - fast auf dem Weg zum Supervisor, als mir einfiel, dass die Tante in Singapur uns gestern ja schon Bordkarten ausgedruckt hatte ... Dort stehen zwar noch die falschen Sitzplätze (ich hatte uns gestern Abend noch umgesetzt, elektronisch, auf einen Zweiersitz, sodass Uli am Gang und ich am Fenster sitzen kann), aber das konnte die Grenzpolizei ja nicht überprüfen - mal gucken, was das gleich wird.

An der Sicherheitskontrolle (Schuhe aus, seufz) wurde mir mal wieder das Deo, das jetzt durch drei Flughäfen durchgelaufen war, abgenommen (seufz, arme Mitpassagiere), wir fanden ein Plätzchen, auf dem wir ein Bierchen tranken, dann machte ich - wir hatten ewig Zeit - einen kleinen Spaziergang.

Ich ging zur - zutreffend, aber recht unpoetisch - "Passenger Lodging Facility", also etwa Passagierunterkunftseinrichtung, genannten Lounge, wo man offiziell nur gegen Gage von 27 Euro für 24 Stunden ein "Zimmer" buchen kann. Ich fragte, ob ich nur duschen könne, das konnte ich - für etwa fünf Euro -, aber nur, wenn ich nicht auf einer Quittung bestünde. Höhö ... Das ist mir doch wurscht, wenn die die Steuer oder ihren Arbeitgeber betrügen, also willigte ich ein.

Zwei Worte: herrlich! Ja, okay, nur abnehmbarer Duschkopf und auch sonst nicht unbedingt pieksauber bis in die hinterste Ecke, aber das war völlig wurscht, ich wollte nur das kalte (absichtlich, ich hätte auch heißes Wasser einstellen können) Wasser über meinen Prachtkörper prasseln hören, und das konnte ich ...

Erfrischt (leider ohne Deo) latschte ich zu Uli zurück und jetzt warten wir gerade auf das Boarding, das so in einer (sehr) guten Stunde anfangen müsste. Nächster Bericht dann aus Sydney oder Christchurch, mal gucken, wieviel Zeit wir in Sydney noch haben ...

San Agustín

Kathedrale

Fort Santiago

Weißes Kreuz

Im Fort Santiago

Gemälde mit Lebensstationen Rizals

Nachbildung eines deutschen Straßenschildes

Kathedrale mit calesas

Mit den Dingern sind wir nicht gefahren

Philippinische Flagge auf dem Rizal-Platz

Rizal-Denkmal

Intramuros

Japanische Kanone

Spanische Kanone

Altes Stadttor

Spanischer König Philipp II., Namensgeber der Philippinen

Samstag, 15. Juli 2023

Die Gepäckaufbewahrung nicht gefunden

... haben wir heute in Singapur, jedenfalls nicht auf Anhieb und nicht die ursprünglich angepeilte, aber das scheint daran zu liegen, dass die im sterilen Bereich ist, was komplett überhaupt gar keinen Sinn ergibt, aber irgendwie ist Singapur - jedenfalls in meinen Augen - ein kleines bisschen chaotischer geworden als es 2015, bei unserem ersten Aufenthalt, war ...

Das Boarding in Bahrain ging einigermaßen fix, der Flieger war ziemlich voll und natürlich viel zu warm (Uli behauptet anderes, aber die ist in der Hinsicht kein zulässiger Maßstab - duck und weg), aber als wir - um kurz vor Mitternacht - gestartet waren und in luftigere (und kühlere) Schichten der Atmosphäre flogen, wurde es ein bisschen besser ...

Ich hörte Musik und schlief dann - sage und schreibe - während der gesamten Überquerung des indischen Subkontinents. Ich kam erst ungefähr zwei Stunden vor der Landung wieder zu mir, gerade rechtzeitig zum halbwegs akzeptablen Frühstück.

Wir ließen uns nach der Landung und dem Aussteigen Zeit, machten erstmal Morgentoilette (diesmal hatte ich die Zahnpasta nicht vergessen) und marschierten dann in Richtung der Einreise. Die Einreise ging am Automaten, aber weil wir zu den eher halbwegs vorbereiteten Einreisenden gehörten, dauerte das - bei einer deutlich zu knapp bemessenen Zahl von Einreiseautomaten (nämlich vier) - trotzdem recht lange.

Unser Gepäck war aber da, der Zoll wollte (man höre und staune) nichts von uns, und schon waren final in Singapur eingereist (Stempel gab es natürlich keine). Wir liefen in Richtung der Bahn zum Terminal 1, denn von dort sollte unser Flieger nach Manila abgehen; das klappte erfolgreich. Deutlich unerfolgreicher war unser Versuch, schon gegen 14 Uhr bei Philippine Airlines einzuchecken. Obwohl (oder gerade weil) noch ein Flieger um 15.45 Uhr nach Manila ging, wollten sie uns nicht einchecken lassen - sehr schade.

Also machten wir uns auf den Weg zur Gepäckaufbewahrung, suchten und suchten, fanden und fanden nichts, bis ich schließlich aufgab und die Gepäckaufbewahrung im sogenannten "Jewel", einem großen Entertainment-Bereich direkt am Flughafen ansteuerte. Die Karten des Flughafens kann man den Hasen geben (und die Beschilderung auch!), denn erst als wir praktisch schon da waren, stand erstmals etwas von "Gepäckaufbewahrung" auf den Hinweisschildern.

Inzwischen war - mit Einreise und Suchen - so viel Zeit vergangen, dass wir uns dann doch dagegen entschieden, für 30 Euro unser Gepäck aufzugeben und - kurz - in die Stadt zu fahren. Wir entschieden uns daher dafür, in ebendiesem Jewel zu bleiben (haben sie ja geschickt eingefädelt, die Schlingel!).

Wir steuerten - nach einigem Gefluche, Karte und so ganz furchtbar, ich erwähnte es - einen gehobeneren chinesischen Schuppen an, in dem fast nur ethnische Chinesen saßen. Das sagte uns zu, also tranken wir für teuer Geld Bier und aßen für teuer Geld sehr, sehr leckere Wasabi-Garnelen und Ingwer-Hühnchen - grandios!

Wir zahlten und liefen auf dem Weg zum abermaligen Check-in-Versuch an dem riesigen und wunderschönen Wasserfall vorbei, der den Jewel kühlt, obwohl das Ganze erstmal aussieht wie ein riesiges Gewächshaus.

Auch der zweite Check-in-Versuch schlug fehl (diesmal waren die Schalter noch nicht besetzt), also marschierten wir - inzwischen kannten wir den Weg - zurück zum Jewel und fuhren in die oberste Etage, wo wir eine Kneipe aufgetan hatten. Dort tranken wir Bier und Gin Tonic, bekamen ein Hüngerchen, aßen fantastisches Lachs-Sashimi und fantastische Austern zum Wein und ließen den lieben Gott eine gute Frau sein.

Nach endlicher Zeit starteten wir den dritten Check-in-Versuch, der funktionierte wunderbar bei einer außerordentlich kompetenten und mitdenkenden Check-in-Tante (das war jetzt tatsächlich mal ironiefrei!). Die Ausreise am Automaten klappte dieses Mal besser, wir setzten uns auf eine Stuhlreihe in der Nähe unseres Gates, die Steckdose ging nicht, also zog ich weiter - und nun sitzen wir nach einer nicht einhundertprozentig koordinierten Sicherheitskontrolle (trotz zu viel Bürokratie) am Gate und boarden gleich.

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Wir kamen ziemlich verspätet weg, erst recht im Vergleich zur ursprünglichen Buchung, die vor wenigen Wochen noch einmal angepasst worden war, aber auch im Vergleich zur Korrektur; an Bord philippinischer Flugzeuge besteht wohl nach den Vorschriften noch Maskenpflicht, die aber - sagen wir - nicht durchgehend eingehalten wird, und den Flugbegleitern ist es auch egal (in Manila am Flughafen gilt Ähnliches, und da tragen selbst die Polizisten nicht alle Maske, von daher ist das wahrscheinlich so ein Fall von "Ich ehre die Regeln durch ihre Nichtbeachtung".

Das Essen (Fisch) war okay, der Anflug auf Manila wackelig, weil ein ganz schöner Sturm war, da war ein paar Mal Achterbahngefühl dabei, aber ich fand es lustig. Am Boden war infernalischer Regen (das ist ein Widerspruch in sich, ich weiß ...), aber wir konnten zum Glück an den Finger.

Die Einreisekontrolle war gähnend leer und ging sehr fix, nachdem ich die Grenzerin überzeugt hatte, dass wir wirklich einreisen und nicht nur umsteigen wollen; das Grab (nicht Uber) wurde schnell bestellt, nachdem mein Handy sich in den Philippinen meldete (und nicht mehr in Singapur). Wir suchten den Grab-Stand ein bisschen im strömenden Regen, fanden aber gerade noch rechtzeitig vor der Strafgebühr den Fahrer, und dann ging es durch den nächtlichen Stadtverkehr, der sich gewaschen hatte.

Der Sturm hatte auf der Hauptpromenade einen Baum umgelegt, davor stand dann ein Krankenwagen (!) zur Absicherung, aber wir kamen heil im Hotel an, konnten schnell einchecken und schlafen jetzt zumindest mal ein paar Stunden.

Gute Nacht!

Anflug auf Singapur (hier über Malaysia)

Jewel am Flughafen in Singapur

Wasabi-Garnelen

Ingwer-Hühnchen

Austern und Sashimi

 

Freitag, 14. Juli 2023

Schreiende Kinder gegen John Wick

... so lautete das Duell heute im Flieger, denn hinter uns saßen Eltern mit zwei dauerbrüllenden Kindern, und so wenig Eltern für Brüllkinder können, so viel Wohlwollen könnten sie bei den Mitreisenden erwerben, wenn sie sich wenigstens bemühen würden, ihre Kinder zu beruhigen - den zwei Typen hinter uns war alles, aber auch wirklich alles scheißegal.

Dementsprechend stellte ich die neueste Ausgabe der ohnehin lauten John-Wick-Reihe (Keanu Reeves spielt einen Serienkiller-Aussteiger, und die Zahl der Toten in den aberwitzigen Kampfszenen steigt von Film zu Film in immer noch absurdere Höhen) auf ziemlich laut, und Keanu und seine Freunde konnten auf diese Weise die Bälger übertönen - meistens ...

Uli ertrug das ohne Kopfhörer auf für mich nicht nachvollziehbare Weise, und obwohl selbst ich zwischenzeitlich mal kurz pennte, hatte sie noch öfter als ich die Augen zu.

Das Aufstehen heute Morgen war nämlich wirklich mühsam gewesen, weil ich zwar schon gegen 20 Uhr ins Bett gegangen war, aber nicht sofort einschlafen konnte, und um 2.30 Uhr trieb mich die Natur dann auch schon ins Bad, da war der Wecker um 3 Uhr am Ende gar nicht wirklich nötig.

Um kurz nach vier Uhr holten wir Ulis Mutter ab, kurz darauf Uli selbst, und gegen 4.15 Uhr waren wir dann unterwegs. Die Fahrt nach Freiburg war ereignislos, wir verabschiedeten uns von unseren Müttern und gingen zum Zug. Wir fanden ein schönes Plätzchen, waren praktisch pünktlich um kurz nach 8 Uhr in Frankfurt und wurden erstmal dadurch ausgebremst, dass die Skyline anscheinend nicht wirklich fährt, sodass wir zum Shuttlebus wackeln mussten (die Beschilderung könnten sie da echt noch verbessern ...).

Eine Gruppe vor uns im Shuttlebus stellte erstmal den Gang voll, obwohl hinten noch Unmengen von Plätzen waren, sodass ich erstmal deren und unser Gepäck nach hinten verschob und zur Belohnung nach der Ankunft am Terminal 2 auch beim Ausladen mithalf ...

Der Check-in bzw. Baggage Drop-off ging nicht wirklich schnell, aber immerhin noch schneller als bei denen, die nicht online eingecheckt hatten. Die Ausreise ging fix (klar, am Automaten) und das Frühstück bei Moschmosch war nur dadurch erträglich, dass wir - um 9 Uhr - einen frühen Frühschoppen einlegten ...

Die Sicherheitskontrolle brachten wir auch erfolgreich hinter uns und konnten dann gleich boarden. Uli staubte beim Einsteigen noch bei drei Jungs eine Duplo ab, dann setzten wir uns hin und standen sechs Stunden später in Bahrain wieder auf.

Der Flug ging über Rumänien (mit schönem Blick auf die Donau) und die irakische Wüste, kurz vor Bahrain war es dann ziemlich diesig, aber dann ging auch schon die Sonne unter, als wir gerade in Richtung Gate fuhren ...

Wir entschieden uns gegen die Einreise, sondern gingen gleich durch die Sicherheitskontrolle, bei der man hier auch aufs Auspacken von Rechner und Flüssigkeiten verzichten kann (und, anders als in Amsterdam, ging das Zueg auch problemlos durch). Irgendetwas piepte bei mir trotzdem (Ruhe dahinten!), sodass ich eine äußerst oberflächliche Abtastung über mich ergehen lassen durfte.

Wir tranken bei KFC jeweils einen Kübel Mirinda und sitzen jetzt in der Bar bei (sehr teurem) Wein und Bier und warten aufs Boarding, das in ungefähr zwei Stunden losgehen dürfte ...

Für den anschließenden Flug morgen Abend von Singapur nach Manila habe ich eben bei KFC schon eingecheckt, und wir haben jetzt auch einen Plan für morgen in Singapur: Wir wollen im Maxwell Hawker Centre in Chinatown zu Mittag essen, dann in unserer Stammkneipe (ja, Uli und ich haben in Singapur eine Stammkneipe ...) noch einen Absacker trinken und dann schon wieder zum Flughafen zurückfahren. Aber davon berichte ich morgen!

Die Donau als Grenzfluss zwischen Rumänien und Bulgarien

Irakische Wüste

Donnerstag, 13. Juli 2023

Um 3 Uhr klingelt der Wecker

..., das werden wir sicherstellen, denn um 4 Uhr fahren wir mit dem Müttertaxi nach Freiburg zum Hauptbahnhof, der den offiziellen Flughafencode QFB besitzt, an dem wir in den ICE um 5.52 Uhr zu einem richtigen Flughafen, nämlich den in Frankfurt, einsteigen. Um 8.06 Uhr sind wir - planmäßig - dort, und um 11.25 Uhr geht der Flieger nach Bahrain, wenn uns nicht irgendwelche Bekloppte auf der Startbahn einen Strich durch die Rechnung machen ...

Mit freundlicher Unterstützung meiner Ma ist der Koffer nun so gut wie gepackt, die Übernachtung in Manila generalstabsmäßig geplant (ich werde in Singapur aus dem Koffer eine Tasche herausnehmen, die Unterwäsche, Socken und frische Hemden beinhaltet; diese Tasche kommt dann in meinen Rucksack, weil ich hoffe, dass unser Gepäck direkt nach Sydney durchgecheckt wird, und vielleicht will ich in Manila abends dann noch einmal duschen gehen ...), das müsste jetzt hoffentlich so klappen.

Jedenfalls werde ich wahrscheinlich sehr froh sein, wenn ich in Manila so gegen 2 oder 3 Uhr am Sonntag Morgen (nachmittags deutscher Zeit) in der Horizontalen liege und schon einmal geduscht habe oder so ...

Die singapurische und philippinische Einreisegenehmigungen konnte ich erst kurzfristig (drei Tage vor Anreise) beantragen, das habe ich heute gemacht; bei der philippinischen habe ich mich noch vertan und als Abflughafen Bahrain statt Singapur angegeben, aber das konnte ich noch nachträglich korrigieren.

Jetzt fehlt nur noch das amerikanisch-samoanische OK to board, denn die Freunde wollen unbedingt eine Kontaktadresse in Amerikanisch-Samoa ... Mir wird am Ende nichts übrig bleiben, als die Gaststätte, die ich fürs Mittagessen angepeilt habe, anzugeben; ich hoffe, das funktioniert dann ...

Die Bordkarten für Frankfurt - Bahrain - Singapur habe ich schon, für den Anschlussflug über Manila nach Sydney kann ich das erst 24 Stunden vor Abflug in Singapur machen, also morgen um diese Zeit.

Der nächste Blogeintrag (für Freitag) kommt voraussichtlich morgen Abend aus Bahrain, dort haben wir fünf Stunden Umsteigezeit (von 18.20 Uhr bis 23.25 Uhr Ortszeit bzw. 17.20 Uhr bis 22.25 Uhr deutscher Zeit), und danach (der für Samstag) wahrscheinlich schon aus Manila, denn dort kommen wir um 1 Uhr Ortszeit am Sonntag an, da ist es noch Samstag Abend in Deutschland ...

Oh Mann, jetzt ist der letzte Feierabend vor dem langersehnten und seit weit über drei Jahren geplanten Urlaub gekommen; morgen geht's lohos!!! Juchhe!!!

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Vor dem Urlaub ist aber auch vor dem überüberüberübernächsten Urlaub - Jessi und Christian hatten heimlich Flüge nach Zadar für Ende September gebucht und dann (!) festgestellt, dass sie während der Anreise zu den Plitvicer Seen ganz nah an Bosnien-Herzegowina vorbeikommen. Dort waren sie noch nicht, und dementsprechend waren wir dort auch noch nicht zusammen ...

Als sie mir das so beiläufig erzählten, war ich fast ein bisschen beleidigt, guckte natürlich gleich nach Flügen, die passen würden, fand aber keine, weil Ende September halt auf der Arbeit schon Hochzeit ist, ließ das Ganze dann auf Geheiß meiner Mutter auch fallen, sah dann aber einen Tag später Bilder von Oktopusmahlzeiten in Kroatien und entschied mich, doch noch einmal nach ausgefalleneren Flugverbindungen zu schauen.

Jetzt fliege ich mit den beiden am Samstag Abend von Karlsruhe nach Zadar, am Sonntag fahren wir nach Bosnien (Bihać ist nicht weit), an die Plitvicer Seen und wahrscheinlich nach Rastoke, wo es auch recht hübsch sein soll, bevor ich am Sonntag Abend in Zadar hoffentlich meinen Oktopus kriege ...

Am Montag geht es dann so zurück nach Köln (!) und von dort nach Hannover, dass ich an dem Tag "ganz normal" arbeiten können müsste.

Nach Andorra, das unser 38. gemeinsames Land wird, wird Bosnien voraussichtlich das 39. gemeinsame. Griechenland im Januar wird dann - nach Nordmazedonien und Kosovo - das 42. gemeinsame Land und - viel wichtiger - Jessis 60. Land; bisher sind die beiden im Gleichschritt unterwegs (anzahlentechnisch), aber da Christian schon in Griechenland gewesen war und Jessi noch nicht, wird sie dann mit 60:59 davonziehen. Das alles gilt natürlich nur, wenn uns vorher nicht noch eine Schnapsidee einfällt ...

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Achso, und auch die Karibikkreuzfahrt im März nimmt so langsam Gestalt an: Nachdem nicht ganz klar war, ob Christian in dem anvisierten Zeitraum kann, und nachdem meine Mutter dann ein bisschen unsicher geworden war, haben wir uns jetzt entschieden, dass Jessi und Christian das Reisebüro ihrer Wahl beauftragen, mal nach Wegen zu suchen, dass wir möglicherweise schon ein paar Tage früher in die Dominikanische Republik anreisen können, um noch einen kleinen Abstecher nach Haiti zu machen, denn dann hätte ich am Ende der Kreuzfahrt Nordamerika "durchgespielt", jedenfalls, was die unabhängigen Staaten angeht ...

In jedem Fall soll es dann am 8. März aufs Schiff gehen. Einem Seetag am 9. März würde am 10. März ein Besuch im französischen Überseegebiet Martinique folgen. Am 11. und 12. März wäre Station in Barbados (wo ich ja im Sommer war), bevor es am 13. März nach Kingstown auf St. Vincent weiterginge. St. Vincent und die Grenadinen wären das erste neu besuchte Land auf dieser Reise für mich; einen Tag später - am 14. März - käme mit Dominica, wiederum einen Tag später am 15. März mit St. Lucia jeweils ein weiteres Land hinzu.

Nach einem weiteren Seetag (16. März) folgte am 17. März ein Landgang in Basseterre auf St. Kitts, das zu St. Kitts und Nevis (ein Ausflug auf die Insel Nevis wäre auch noch möglich) gehört, und am 18. März einer in St. John's auf Antigua (Antigua und Barbuda) - das wäre dann mein fünftes Land auf dieser Reise.

Einer der Höhepunkte der Reise wäre der 19. März, nicht nur einer Schnapszahl wegen, sondern auch, weil wir in Sint Maarten ankämen, das ein land innerhalb des Königreich der Niederlande ist. Sint Maarten teilt sich eine Insel mit dem französischen Überseeterritorium St. Martin, und zudem gäbe es eine Fähre nach Anguilla, ein britisches Überseegebiet. Das alles könnte am 19. März klappen - drei Überseegebiete an einem Tag hatte ich auch noch nie ...

Am 20. März käme es zum Abschluss zu einem Besuch auf den Britischen Jungferninseln, einem weiteren Überseegebiet, das - wenig überraschend - zum Vereinigten Königreich gehört.

Ein dritter Seetag am 21. März wäre dann der Abschlusstag, bevor wir am 22. März wieder in der Dominikanischen Republik ankämen und nach Hause flögen ...

Das wären fünf neue Länder und drei bis fünf neue Überseegebiete, das wäre was, und mit Balkonkabine (die meine Ma unbedingt wollte und gegen die ich ganz bestimmt auch nichts einzuwenden habe) ist das immer noch bezahlbar (wenn auch sicherlich nicht billig) - ich bin gespannt, ob und wann ich Vollzug melden kann ...

Samstag, 8. Juli 2023

Lëtzebuerg und die Pochta

..., das waren unsere heutigen Ziele, und in Idar-Oberstein waren wir auch noch ...

Die Anreise gestern nach Kaiserslautern hätte sich als recht problemlos erwiesen, hätten nicht die Vollpfosten des FC Leutkirch im Allgäu in der S-Bahn nach Freiburg komplett abgedreht - da wurde laute Musik gespielt, geraucht, Bier verschüttet, schief gesungen und zu allem Überfluss auch noch eine Frau, die sie bat, ein wenig ruhiger zu sein, blöd angemacht - ganz grandioses Bild, das dieser Verein da in der Öffentlichkeit abgibt, ganz großartig ...

In Mannheim hatte der Anschluss-ICE Verspätung, sodass ich den Bus in Kaiserslautern verpasst hätte, aber da die frühere S-Bahn auch Verspätung hatte und ich diese noch erwischte, erreichte ich auch noch den Bus und war pünktlich in Kaiserslautern. Es gab ein Wurst-Käse-Schinken-Vesper der allerbesten Sorte, dazu wurde Gin Tonic konsumiert, da geht es mir in der Regel recht gut, so auch heute Morgen ...

Um 7 Uhr wurde Kaffee gekocht, sodass wir gemütlich um 9 Uhr den Bus zum Hauptbahnhof erwischten, die Regionalbahn nach Trier war gerammelt voll, aber kurz vor Saarbrücken bekamen wir dann doch Sitzplätze, und die luxemburgische Bahn von Trier nach Luxemburg (Lëtzebuerg) war nicht nur leer und gut gekühlt, sondern auch kostenlos - in Deutschland mit Eh-do-Kosten aus dem Deutschlandticket, in Luxemburg ist der ÖPNV sowieso umsonst.

Wir kamen in Luxemburg-Stadt an, erwischten gleich die Straßenbahn und fuhren eine Station über die Innenstadt hinaus, damit wir von der Station zurücklaufen und die deutsche Botschaft passieren konnten. Die Flaggen waren eingeholt (Sauhaufen!), aber der Gummiadler hing wenigstens an der Wand, sodass ein Selfie gemacht werden konnte.

Es folgte ein kleiner Rundgang durch die Altstadt von Luxemburg, ein Bier wurde konsumiert, das Rathaus und der großherzogliche Palast begutachtet und auch noch ein Foto von einer Brücke gemacht, von der aus man guten Blick auf die Altstadt und auf das moderne Expo-Gelände auf dem Kirchberg hat.

Nun aber fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hauptbahnhof, stiegen wieder in unsere Regionalbahn nach Trier ein, durchquerten zwischen Wasserbillig und Igel das gemeinschaftliche deutsch-luxemburgische Hoheitsgebiet und fuhren in Trier zwei Stationen zur Porta Nigra (oder "Pochta", wie die Trierer sagen ...). Die guckten wir uns kurz an - ich war ja zuletzt vor vielleicht 15 Jahren in Trier gewesen -, fuhren dann aber gleich wieder zurück zum Bahnhof, denn es sollte mit der Buslinie 800 von Trier über den Erbeskopf nach Idar-Oberstein gehen.

Der Busfahrer meckerte wieder wegen meiner Bahncard 100 und behauptete, dass das keine Fahrkarte sei, aber als ich dann sagte, dass das ein Deutschlandticket beinhalte, war plötzlich alles okay - verstehe, wer will ... Christian okkupierte im Doppeldecker-Bus - wie einst in Maputo auf dem Weg nasch Johannesburg - die erste Sitzreihe oben, und so hatten wir einen wunderbaren Blick nicht nur auf den Hunsrück, sondern auch darauf, wie der Busfahrer manchmal fast akrobatisch den Bus um engste Kurven lenkte. Mehr als einmal stockte mir der Atem ...

In Idar gingen wir ins dortige Brauhaus, tranken ein Bierchen und aßen Brauhauskost, ehe wir uns spontan entschieden, schnell zu bezahlen und doch den früheren Bus anzupeilen. Hatten vorher in der 800 schon Jessis und meine App widersprüchliche Routen angegeben (über den Erbeskopf fuhr die 800 heute nämlich gar nicht), so war es diesmal so, dass Jessis App (und der Aushangfahrplan) den Bus gar nicht kannte ...

Mit Verspätung kam der Bus aber doch tatsächlich, auch wenn der Anschluss jetzt knapp werden würde ... Plötzlich war doch jede Menge Zeit, weil wir doch nicht an jeder Milchkanne hielten, und wir erwischten einigermaßen mühelos den Zug in Richtung Mainz. In Bad Münster am Stein stiegen wir in die Bahn nach Kaiserslautern um, überlegten kurz, ob wir noch einmal nach Trier durchstarten, ließen es dann doch sein, kauften noch fürs Frühstück ein und sitzen nach dem Heimweg jetzt bei Jessi und Christian auf dem Balkon ...

Das war ein wunderbarer Tag, Luxemburg ist für dieses Jahr auch geritzt, Luxemburg-Stadt ist durchaus hübsch, eine weitere Botschaft wurde besucht, wir haben es uns gut gelassen - perfekt ...

Deutsche Botschaft in Luxemburg

Place Guillaume II. in Luxemburg-Stadt

Rathaus

Reiterstandbild

Großherzoglicher Palast

Blick auf die Altstadt ...

... und auf den Kirchberg

Porta Nigra ("Pochta") in Trier

Dienstag, 4. Juli 2023

In der Wutach gebadet

... hat da neulich einer, als ich letzte Woche zweimal spontan zum Wiizemersteg gefahren bin, und während der Badende wohl auf Schweizer Seite im Wasser stand, saß seine Begleitung auf deutscher Seite am Kiesstrand ... Ich hatte ja immer schon mal vor in den letzten Jahren, die deutsch-schweizerische Grenze schwimmend zu überqueren, aber eigentlich hatte ich an den Rhein gedacht und weniger an die Wutach - mal sehen, ob ich da einmal umschwenke.

In Hannover war ich am 21. Juni zufällig und ungeplant zur Fête de la Musique mit zwei Kollegen und Bekannten von denen, und dabei habe ich neben dem einen oder anderen Bierkonsum auch die Leinewelle gesehen, auf der - durchaus fähige - Surferinnen und Surfer (wobei die Damen fähiger als die Herren erschienen) mitten in der Altstadt von Hannover auf der Leine das Gleichgewicht zu halten versuchen. Irgendwie hatte ich aber zu wenig gegessen und war auch müde, sodass ich halbwegs frühzeitig in Richtung Bettchen fuhr.

Am darauffolgenden Tag durfte ich bei einer - durchaus empfehlenswerten - Stadtführung der etwas anderen Art mitmachen, bei der ging es nämlich um Hannoveraner Verbrechen. Spannend war das, auch wenn das Wetter nicht so richtig mitspielte und wir am Ende - vor dem Landtag vor dem Platzregen Schutz gesucht habend - die ganze Aktion abbliesen. Der Abend in einem Lokal direkt am Maschsee war definitiv auch nicht zu verachten.

Am Freitag war ich zunächst auf dem Bürgeramt, um meinen Internationalen Führerschein zu beantragen. Ich verstehe nicht so ganz, wieso man Termine vergibt, wenn die dann doch nicht eingehalten werden, aber andererseits wunderte mich das am Ende doch auch nicht so wirklich, denn die - grundsätzlich sehr sympathische - Bürgeramtsdame bei mir hatte einen schlechten Tag erwischt und kämpfte - sehr - mit meinem Antrag und der Ausfertigung des Dokuments. Am Ende setzte sie den Stempel falsch herum auf den Führerschein, aber ich einfach glücklich, das Ding in Händen zu halten.

Nach Feierabend traf ich mich mit Freunden und erkundete mal die ländliche Gegend nördlich von Hannover, auch da war ich überrascht, wie viele gute und reich besuchte Gastronomie gibt, auch wenn ich nicht unglücklich war, dass die Freunde mich mit dem Auto mitnahmen, denn ganz so zügig geht es mit Bus und Zug dort leider nicht voran.

Am vorletzten Samstag fuhr ich dann nach Frankfurt, traf mich dort mit einer meiner liebsten Ex-Kolleginnen, und zusammen gingen wir zum Fußballspiel der deutschen Damen gegen Vietnam. Die Vietnamesinnen waren keineswegs schlecht, die Deutschen dafür noch sehr ungespielt, sodass es am Ende zu einem durchaus leistungsgerechten 2:1 für Deutschland reichte. Auf dem Rückweg waren einige Idioten im Gleis, sodass die S-Bahn mit großer Verspätung fuhr - den Zug in den Schwarzwald erwischte ich dennoch, und meine Ma holte mich dankenswerterweise mitten in der Nacht (um kurz vor 2 Uhr) in Rötenbach ab.

Am Dienstag und Mittwoch der letzten Woche begab ich mich nun also per Bus zum Wiizemersteg, überquerte diesen in die Schweiz, guckte ein bisschen auf die Wutach und fuhr jeweils wieder zurück nach Bonndorf. Keine hundert Meter tief war ich in die Schweiz eingedrungen, aber jeder Meter reicht an einer Schengengrenze zum ordnungsmäßen und regelgerechten Besuch, alles bestens also ...

Am Samstag fuhr ich zunächst mit Bus und Zug nach Basel (damit war erneut die Schweiz besucht) und fuhr von dort mit Zug und Bus weiter in die hessische Pampa zwischen Wiesbaden und Limburg - dermaßen Pampa, dass die Busfahrerin bei meiner Bahncard 100 meinte, die gelte nur in Wiesbaden (als City-Ticket), bis ich ihr verklickerte, dass die inzwischen auch als Deutschlandticket zählt - da war die Schulung an der Dame wohl vorbeigegangen.

Der gefeierte Geburtstag war wunderbar, die Nacht aber kurz, sodass ich nach der glücklichen Heimkehr in den Schwarzwald sehr früh am Sonntagabend ins Bett ging - schön war's trotzdem gewesen.

Und am Samstag wurde noch der Reiseplan für das kommende Wochenende gefestigt - ursprünglich wollten Jessi, Christian und ich ins Weltkulturerbe Völklingen. Da dort aber im Moment keine Führungen stattfinden, fahren wir nach Luxemburg-Stadt, denn das ist auch Weltkulturerbe. Mit dem Deutschlandticket kommen wir bis zur Grenze, und in Luxemburg kostet der ÖPNV ja grundsätzlich nichts mehr, sodass ich recht zuversichtlich bin, dass wir uns da einen schönen Samstag machen.

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Das amerikanisch-samoanische "OK to board" ist noch immer nicht da, da werde ich dann am Wochenende mal nachhaken, und die neuseeländische Einreisegenehmigungs-App funktioniert hinten und vorne nicht; wenn das mit der App nicht klappt, werde ich in den nächsten Tagen dann doch mal die (teurere) Desktop-Version bemühen müssen - sonderbare Art der Tourismusförderung, die die Neuseeländer da an den Tag legen ...

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Das Foto mache ich immer wieder neu!