Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Mittwoch, 25. Mai 2022

Die Tomaten und meine Mutter

... werden in diesem Urlaub keine Freunde mehr, denn die kreolische Sauce, die gleichsam automatisch bei den meisten Fischen dabei ist, wird auf der Grundlage von Tomaten hergestellt. Nun passt das meines Erachtens ja zu den hiesigen Fischen einigermaßen, aber meine Mutter hatte vor 40 Jahren ein traumatisches Erlebnis im ... öh, sagen wir, in einem Schwarzwaldhotel, da gab es Forelle mit Tomatensoße, da schüttle ja selbst ich mich bei dem Gedanken (und ich habe schon so manche Absonderlichkeit gegessen), und seitdem mag meine Ma keinen Fisch mehr mit Tomatensoße. Wobei, dieser isländische fermentierte Hai wäre mit Tomatensoße vielleicht ... ach, lassen wir das!

Obwohl wir hier regelmäßig früh ins Bett gehen, schlafen wir auch einigermaßen aus, und so war das auch heute. Ich hatte kurzzeitig überlegt, ob ich schon mit der frühmorgendlichen Fähre hinüber nach Mahé fahre, aber diese Idee ließ ich nach einem kurzen Blick auf die Uhr, als ich vier Minuten vor Abfahrt noch überhaupt nicht bereit war, auch nur das Bett zu verlassen, gleich mal fallen.

Das leckere Frühstück wollte ich mir nämlich nicht entgehen lassen, und so ging ich um 9.15 Uhr auf die Fähre. Um 9.30 Uhr waren wir in der Eden Marina, ich lief durch das dortige (Freiluft-)Einkaufszentrum, fand den "Spar", ging dort einkaufen (hier wird darauf geachtet, dass man mit Maske drinnen ist), um erstens ein Wasser und zweitens Kleingeld für den Bus zu haben.

Danach stiefelte ich - ich schwitzte jetzt schon - über die Eden Island Bridge zur Bushaltestelle, als ich ankam, fuhr gerade ein Bus nach Victoria weg - Mist! -, aber wenige Minuten später kam ein Bus. Ich war der einzige Weiße im Bus, der die 12 Rupien (83 Cent) für die Fahrt nach Victoria entrichtete (der Reiseführer sagt, die Busse seien für die Einheimischen gedacht, aber rausgeworfen hat mich keiner, wieso auch?), und auch hier trugen alle Masken. Es ist schon ziemlich, Entschuldigung, pervers, wie groß der Kostenunterschied zwischen dem Bus und einem Taxi ist - die gleiche Strecke vom Flughafen zur Marina kostet über 30 Euro mit dem Taxi und nicht einmal einen Euro mit dem Bus, so eine Relation wird man in Deutschland selten finden ...

Nun denn, jedenfalls kam ich in Victoria am Busbahnhof an, verließ den Bus und lief in Richtung Kathedrale. Die ist ganz hübsch, aber auch nicht die Sagrada Família, sodass ich weiter zum größten Hindu-Tempel in Victoria wanderte. Der ist ganz hübsch, und auf dem Weg dorthin wurde ich nicht ein einziges Mal überfahren - juchhe!

Ich mache einen kurzen Abstecher über den Markt, auf dem es (teilweise riesige!) Fische, viel Obst und Gemüse und auch allerlei Gewürze gibt, lief aber dann zum 1903 errichteten Uhrturm (der ziemlich klein ist) und enterte danach das - vom Eintritt her wie alles Touristische nicht billige (10 Euro) - Museum über die Landesgeschichte.

Das Museum war ganz interessant und auch mit sehenswerten Dokumenten und Gegenständen bestückt, ob das alles so ganz neutral ist, kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen, aber dass die Inseln von den Arabern und Portugiesen entdeckt wurden, dann Mitte des 18. Jahrhunderts zu Frankreich kamen, Anfang des 19. Jahrhunderts zur britischen Krone und dann 1976 unabhängig wurde, dürfte unstrittig sein. Jedenfalls war ein Hinweis in dem Zahlenstrahl, dass 2016 erstmals Deutsche die größte Touristenmeute hier stellten - wieder was gewonnen!

Die Ausstellung zur kreolischen Kultur war sehr interessant, die Ausstellung über die Geschenke fremder Staatenlenker manchmal unfreiwillig komisch, was man von der kleinen, aber sehr interessanten Ausstellung über die Geschichte der Sklaverei auf den Seychellen nicht sagen konnte. Alles in allem recht hübsch, sodass ich doch eine Stunde dort zubrachte.

Ich lief an der Unabhängigkeitsstraße in Richtung Hafen und guckte, dass ich unfallfrei die Bushaltestelle erreichte. Ich stieg in den erstbesten Bus ein, und der fuhr nach Baie Lazare im Südwesten der Insel Mahé.

Die wilde Luzi wird in diesem Blog ein bisschen überstrapaziert, ich weiß, aber die Fahrt war wirklich wild: In dem Bus sind pro Reihe insgesamt fünf Sitzplätze (die reichten auf meinen drei Fahrten auch aus, denn stehen will bei der Fahrweise der Busfahrer keiner). Die Strecke hoch über den Berg bei La Misère ist sehr kurvenreich, aber eng, da muss der Bus auch schon mal eine Vollbremsung einlegen, weil ein Kleinlastwagen den Gegenbus überholen will, der Bus schnauft und zischt und macht und tut, wenn er alle paar Meter anhalten und dann wieder den Bus hochschnauben muss, aber die Gefährte machten das allesamt mit, das passt schon so.

Bergab war fast noch abenteuerlicher, weil der Bus gefühlt die ganze Zeit im ersten Gang, es knallt, der Bus hüpft über diese blöden Bodenschwellen, dass einem fast das Handy beim Fotografieren aus der Hand geschleudert wird, er legt sich fast in die Kurven - ich war froh, dass meine Ma nicht mitgekommen war, denn die wäre kreidebleich geworden - und hätte sich an drei Stellen gleichzeitig festgehalten ...

Nachdem wir den Berg überquert hatten und wieder am Meer waren, ging es an sehr schönen Buchten vorbei, ehe an der Baie Lazare Schluss war. Ich stieg aus, befand mich an einem sehr, sehr schönen, aber wohl mit nicht ungefährlichen Strömungen behafteten Strand, und lief noch zehn Minuten in Richtung eines Lokals. Dort trank ich eine Cola und ein Bier, und wenn ich entscheidungsfreudiger oder die Bedienung aufmerksamer gewesen wäre, hätte ich ein Oktopus-Curry bestellt, aber bis wir soweit waren, wollte ich sicherheitshalber schon wieder los, denn keineswegs wollte ich mein Boot verpassen.

Also lief ich die zehn Minuten zurück zur Bushaltestelle, der Bus, den ich haben wollte, kam pünktlich, und los ging es - diesmal über einen weniger hohen Pass, aber die Straße war deswegen nicht viel weniger spektakulär. Am Ende ging es am Meer entlang, am Flughafen vorbei (es landete gerade eine Ethiopian-Maschine), und an der Marina betätigte ich den Stoppknopf. Der Busfahrer wollte zwei Schülerinnen und mich erst nicht hinten raus lassen, wir liefen dann nach vorne, ehe der Held doch hinten auf machte, aber ansonsten ging alles gut.

Ich kaufte im Spar noch ein paar Flaschen Wasser ein und kam in dem indischen Lokal zum Sitzen, in dem meine Ma und ich am Sonntag schon Bier verzehrt hatten. Diesmal bestellte ich auch etwas zum Mittagessen (Busfahren macht hungrig!), und ich bekam so eine Art Lammköfte mit dreierlei Soßen (scharf, aber lecker, besonders die Mixed Pickles und die Minzsauce fand ich toll), das hatte ich mir zwar völlig anders vorgestellt, aber es war seeeehr gut. Dazu hatte ich Knoblauch-Naan, also diese in Knoblauchöl getunkten Brotfladen bestellt, die waren auch sehr gut.

Um 16 Uhr fuhr mein Boot, und als ich im Zimmer ankam, eröffnete meine Mutter mir, dass sie schon fürs Abendessen bestellt hätte - Vorspeise und Hauptgericht! Oh Mann!

Nun, wir gingen erst noch einmal schwimmen, machten uns dann fertig und gingen zum Abendessen. Es gab als Vorspeise zwei Sandwiches - danach waren wir eigentlich schon satt -, aber die Hauptspeise in Form von Schweinefleisch in - natürlich! - Tomatenmarinade für meine Ma und diese superleckeren frittierten Garnelen folgte noch. Meine Ma war von der Tomatenmarinade natürlich nicht so begeistert, aber am Ende waren wir beide kurz vor Platzitus.

Wir schleppten uns in unsere Bude und sind jetzt schon sehr, sehr bettfertig.

Fotos, mit Trick klappt das vielleicht:

Schildkröte vor Meer

Schildkröte guckt

Île Moyenne

Links, zwo, drei, vier!

Heute: Kathedrale in Victoria

National Museum of History

Unterwegs im Südwesten der Insel

Im Bus

Im Osten der Insel

Tschüss, Bus

Victoria, Markt

Hindu-Tempel

Baie Lazare

Clock Tower in Victoria

Bisschen durcheinander, aber bessser als nix ...

Dienstag, 24. Mai 2022

Der Lohn der Mühe

 ... für fünfeinhalb Kilometer Paddeln am heutigen Tag (ich hab natürlich auch mitgemacht und nicht nur getrommelt, während meine Mutter paddelte) waren zunächst das außergewöhnliche Gefühl, allein auf einer Insel zu sein (nämlich der Île Longue, auch wenn das gar nicht stimmt, weil es da eine Bar gibt und anscheinend auch sogar etliche Häuser - und früher war das der seychellische Jugendknast -, aber wenn man von der Île au Cerf kommt, sieht das da alles einsam und wild aus), und anschließend das außergewöhnliche Gefühl, auf einer Insel (der Île Moyenne) zu sein, auf der man - wenn man nicht aufpasst - wortwörtlich stolpert über die zutreffend benannten Seychellen-Riesenschildkröten.

Wir schliefen heute wieder aus, frühstückten sehr lecker und machten uns dann relativ bald auf, denn wir wollten mal sehen, ob wir in Richtung der Schildkröten-Insel kommen, mit dem Kajak. Gesagt, getan, am Paddelrhythmus müssten Mutter und Sohn noch ein bisschen arbeiten, aber wir kamen trotzdem recht gut voran, um die erste Ecke der Insel, um die zweite, und dann eröffnete ich meiner Mutter, dass wir daaaaaaaa drüben wahrscheinlich hinmüssten.

Ich hatte mein Handy in zwei Lagen Frischhaltebeutel eingepackt, sodass das möglich trocken bliebe (so ganz traute ich dem Braten nicht, denn mein Diensthandy ließ ich im Hotel und nahm nur mein privates mit ...), blieb es auch, obwohl alles andere, was wir dabei hatten, im Wellenbad durchnässt wurde, und guckte zwischendurch mal auf die Karte, damit ich uns nicht ganz wild leitete.

Wir steuerten erst einmal die Île Longue an, weil ich nicht ganz sicher, wo die Île Moyenne war, wir paddelten gegen den Wind und die Wellen, was das Zeug hielt, und als das Wasser flach und der Boden sandig wurde, sprang ich aus dem Kajak und zog das Boot bis an den Strand (so konnte ich meine Armmuskulatur schonen und meine Beinmuskulatur trainieren, höhö).

Hier badeten wir im seichten Wasser, es war herrlich, weil wir beide auch schon ein bisschen geschwitzt hatten, und da tat die minderschwere Abkühlung (kalt war das Wasser natürlich nicht) sehr gut.

Wir hatten gesehen, dass die Île Moyenne jetzt doch näher war als gedacht, also entschieden wir uns, doch noch die paar hundert Meter zu paddeln, denn Schildkröten wollten wir schon gerne sehen. Unterwegs versuchten wir eine Sandbank zu umschiffen, das gelang uns in den jetzt stärker werdenden Wellen nur begrenzt, sodass ich wieder ausstieg, das Ding von der Sandbank zog, dann aber wieder einstieg, weil das Wasser doch noch einmal tiefer wurde (wackel, wackel ...).

Schließlich landeten wir als zweites Kajak neben etlichen Motorbooten an und brauchten erstmal dringend eine Erfrischung. Die bekamen wir in Form einer Cola, den Eintritt für den angeblich kleinsten eigenständigen Nationalpark der Welt konnten wir auch gleich zahlen, da übervorteilten sie uns ein bisschen, aber wenigstens gab mir die Kassiererin den zweiten (nassen) Geldschein zurück, den ich ihr versehentlich hatte rüberwachsen lassen - das Geld war nämlich mit durchnässt worden, weil das nicht im Frischhaltebeutel war ...

Wir liefen die Treppen hoch zum offiziellen Eingang des Nationalparks, die Eintrittskarte wurde kontrolliert, und wir wurden auf einen 40 Minuten dauernden Rundweg geschickt. Schon nach wenigen Minuten kam das erste Highlight in Form des "Schildkröten-Kindergartens". Dort wanderten zig kleine Schildkrötchen in der Gegend herum, eine war von unserem Anblick so fasziniert, dass sie sich gleich mal auf den Rücken legte, sich aber binnen Sekunden sehr geschickt wieder umgedreht hatte, und meine Ma wird schon richtig liegen, wenn sie sagt, dass die Einzäunung da sicher deswegen sei, dass da nicht ein paar Schildkrötchen versehentlich in den Taschen irgendwelcher Touristen landen. (Und natürlich lässt meine Mutter die von ihr am Strand gefundenen Kaurimuscheln - die eigentlich Kaurischnecken heißen, wie die Wikipedia mir soeben zuruft - sofort wieder fallen, sobald sie sie bewundert hat! Ich hab da gerade was im Auge ...)

Wir liefen jedenfalls weiter, über Stock und Stein, meine Ma immer hinter mir her, als ich plötzlich stehenblieb und auf die Reaktion meiner Mutter wartete. Nein, Mutter, ich wollte dich nicht dabei beobachten, wie du schwitzt, sondern da stehen zwei Schildkröten vor uns. Sooooooooooo schön, wenn da so plötzlich zwei wirklich riesige Schildkröten in mehr oder weniger freier Wildbahn vor dir stehen, sooooooo herrlich ...

Wir machten eifrig Fotos, nahmen dann schweren Herzens Abschied und stieftelten eine Treppe hinauf zu einem Aussichtspunkt. Ich lief ein paar Meter vor, machte ein Foto, drehte mich um, um zu sehen, wo meine Mutter bleibt - und erschreckte mich fürchterlich: Am Wegesrand hatte eine Schildkröte gestanden, die jetzt auf der Suche nach einer Mahlzeit auf mich zukam und plötzlich mitten im Weg stand. Ich hatte leider nichts zum Fressen, aber meine inzwischen hinzugeeilte Mutter nahm sich der Schildkröte in Form von Streicheleinheiten an, und da die Schildkröte nicht den Kopf zurückzog, sondern ihn - im Gegenteil - noch ein bisschen weiter vorreckte, nehme ich, dass das in Ordnung geht ... Gefüttert haben wir sie nämlich wirklich nicht, das ist nämlich ausdrücklich verboten. (Und da musste ich jetzt auch nicht husten!)

Es ging weiter auf der Insel, jetzt eine steile Treppe hinunter an einen kleinen Strand, aber da hielten wir uns nicht so lange auf, denn wir dürfen hier das Kajak offiziell nur drei Stunden kostenfrei ausleihen, und das wurde jetzt sowieso nicht mehr reichen. Also stiefelten wir wieder die Treppe hinauf, kamen noch am ehemaligen Hundehaus vorbei, in dem die vermeintlichen Straßenhunde, die eine frühere Besitzerin der Insel beherbergte, wohnten. (Dabei steht eine schöne Geschichte, dass die Fischer, die alten Schlawiner, fremde Hunde geklaut hätten und ihr als "Straßenhunde" verkauft hätten, denn je mehr Hunde die alte Dame hatte, desto mehr Fische musste sie von - richtig - den Fischern kaufen ...)

Zum Gipfel wollte meine Ma nicht mehr (und ich auch nicht, schon gar nicht in den Flipflops), also liefen wir in Richtung Ausgang, liefen noch um zwei weitere Schildkröten herum (insgesamt sahen wir sechs ausgewachsene Exemplare, wenn ich richtig gezählt habe), räumten noch Wäsche von einer Schwimmerin, die ihr Zeug auf unser Boot gelegt hatte, aufs nächste Boot und versuchten dann, abzulegen.

Der erste Versuch ging gründlich schief, weil die Wellen uns sofort wieder auf den Strand bugsierten, beim zweiten Mal ging's besser, die Sandbank trafen wir natürlich wieder (Rhythmus und so), also hüpfte ich wieder raus, schob uns von der Sandbank runter, und dann ging es los ...

Die ersten hundert Meter waren mühsam, weil wir hier noch gegen die Strömung unterwegs waren, aber als wir die Île Ronde passiert hatten (da kann man übrigens auch traumhaft im flachen Wasser abden), fuhren wir mit der Strömung, was deutlich einfacher war ...

Wir kamen gut wieder an, ich stieg ein bisschen früh aus, weil mein Rücken wehtat, und wollte das Kajak am Strand entlangziehen. Der Wellengang war aber so, dass meine Ma im Kajak Schlangenlinien fuhr und mich ob meiner Fehlentscheidung, so früh auszuscheiden, maßregelte - die Strafe folgte auf dem Fuße, als ich sie endlich auch aus dem Kajak scheuchte, stolperte sie - nachdem sie auf der Insel so vielen Wurzeln und schiefen Treppen und Zeugs ausgewichen war - über einen Stein und fiel rücklings in den Sand. Oh Mann! Es scheint aber nichts Schlimmes passiert zu sein, das Handgelenk ist noch ganz (mit der Hand hielt sie ja die ganzen Sachen fest, anstatt die Sachen in den Sand zu schmeißen und sich abzustützen ...), und das Kajak fand seinen Weg zum Anlegeplatz auch fast ganz allein.

Ich trug mich noch, eines Doktors angemessen, mit Uhrzeit 13:(unleserlich) aus, und da es von 10:15 Uhr 13:(unleserlich) Uhr offensichtlich nicht mehr als drei Stunden sind, war alles gut ... (Hoffe ich.)

Jetzt hatten wir uns ein Bier (und wirklich nur eins!) und einen Papaya-Saft (der dann doch ein Mango-Saft wurde ...) redlich verdient, danach gingen wir nochmal kurz in Meer und Pool schwimmen und machten dann den Rest des Nachmittags so richtig faul.

Für heute Abend haben wir Frühlingsrollen bzw. Meeresfrüchtecocktail als Vorspeise und Fischfillet bzw. Fischcurry als Hauptspeise bestellt, denn wir haben Hunger nach unserem Tagesausflug.

Auf der Île Moyenne heute und auch hier auf unserer Insel steht alle drei Meter was von wegen Maskenpflicht, aber kaum ein Mensch (außer einer Bedienung zum Mittagstisch) trägt hier noch Maske - Corona scheint hier also auch vorbei zu sein ...

Mal sehen, was wir in den nächsten Tagen noch so anstellen, ich wollte ja eigentlich gern noch eine Art Inselrundfahrt auf Mahé machen, und Praslin wäre sicher auch eine Fährfahrt wert (oder einen Flug, aber die Flüge sind wirklich sauteuer - für 20 Minuten Flugvergnügen), wir schauen einfach mal spontan von Tag zu Tag ...

Das Essen heute Abend hat gemundet, vor allem das Fischcurry war hervorragend, das esse ich nochmal ...

Fotos wollen heute mal wieder nicht, viele treue Leser haben sie aber schon per WhatsApp gekriegt, und die anderen treuen Leser kriegen sie hoffentlich morgen.

Montag, 23. Mai 2022

"You almost made it." "I'll try again tomorrow."

Angesichts solch erbärmlicher Lügen konnte der ältere Herr auf dem Boot, das mein Kajak abschleppte, gar nicht anders, als dreckig zu grinsen. Denn weder hätte ich es "fast" geschafft gehabt, die Insel Cerf in dem Kajak zu umrunden, noch werde ich das morgen wieder versuchen, ich kann nämlich schon jetzt meine Arme kaum mehr heben und will gar nicht wissen, wie das erst morgen werden wird ...

Heute Morgen wurde erst einmal ausgeschlafen, denn selbst meine Mutter wurde erst um halb neun Ortszeit wach (wobei, wenn man sieht, dass das halb sieben in Deutschland ist, ist das schon wieder kein so großes Wunder, und angesichts des nicht völlig ausreichenden Schlafes, den wir im Flieger genossen hatten, gleich gar nicht). Wir zogen uns an und gingen zum Frühstück, das mit wunderbaren Früchten (unter anderem der von mir hassgeliebten Passionsfrucht/Maracuja), Rührei mit Speck und Crêpes mit Marmelade sehr lecker war.

Danach machten wir einen Strandspaziergang, erst nach rechts runter, dann, als wir da nicht mehr einfach weiterkamen, links runter, denn wir wollten mal gucken, wo es zum Aussichtspunkt auf eine Anhöhe hier auf der Insel geht. Den Weg fanden wir vor lauter "private property" (Privatbesitz) nicht, aber dafür eine kleine, einfache Kapelle, die wir erst einmal kurz anguckten.

Unter den aufmerksamen Augen eines Wachhundes, der zwei Strandwanderern hinterherspaziert war, aber dann von ihnen abließ, machten wir einen kleinen Schwimm, gingen dann aber zurück ins Hotel und genehmigten uns dort zwei Bierchen zum Mittagessen.

Danach hatte ich mir genug Mut angetrunken, um mal mit dem Kajak zu versuchen, die Insel und die nähere Umgebung zu erkunden.

Also, auf ging die wilde Luzi, im Uhrzeigersinn, die meiste Zeit gegen die Wellen und den Wind. Nach knapp zwei Kilometer hatte ich den nördlichsten Punkt der Insel erreicht, fuhr erstmal auf den Strand, zog mein T-Shirt aus und ließ mich ins (flache) Wasser fallen ... Ich schwitzte wie ein Walross, von unten (aus den Ablasslöchern des Kajak) und von oben (von meinen Paddeln, die ich höchstwahrscheinlich ziemlich unsachgemäß einsetzte) kam auch Wasser, zwischendurch regnete es auch mal drei Tropfen, kurz, es war herrlich!

Weiter ging es, die Wellen und der Wind gegen mich wurden immer stärker, weitere 750 Meter schaffte ich und insgesamt ungefähr 180 Grad um die Insel, dann rief ich immer lauter Schimpfworte, paddelte und erholte mich im Wechsel, doch als die Wellen mich gegen die Felsen zu treiben begannen, stieg ich elegant aus dem Kajak aus, stellte mich erstmal hin - im ein Meter hohen Wasser - und erholte mich, ohne zurückgetrieben zu werden.

Ein Boot fuhr vorbei, die beiden Männer riefen etwas herüber, ich gab den Daumen hoch (gedacht als Zeichen, dass es mir gut ginge, denn so viel Ehrgeiz hatte ich jetzt schon noch, und ich dachte, ich sei kurz vor Erreichen der guten Strömung), doch sie interpretierten das als Hilfebitte. Sie kamen längs, im zweiten Versuch klappte das Abschleppen (beim ersten Mal löste sich der Knoten) und so schipperte das Boot vorweg und ich hinterher (und wurde richtig nass, weil jetzt natürlich das Wasser richtig ins Kajak drückte).

In der guten Strömung und in der Nähe des Hotels (aber noch so weit entfernt, dass es für mich nicht peinlich wurde), wurde ich abgekoppelt, der eingangs erwähnte Dialog fand statt, und den Rest des Weges rettete ich mich ins Hotel ... Ich glaube schon, dass ich das noch geschafft hätte, aber das wäre so eine Achdorf-Aktion gewesen, wo ich danach drei Tage dreivierteltot gewesen wäre (und der Schnitzer-Wert gesagt hätte: "Der fährt nie wieder Kajak!") - jetzt bin ich vielleicht zwei Tage halbtot, dann geht es weiter.

Herzlichen Dank natürlich an die beiden Abschlepper, überhaupt sind die Seycheller sehr, sehr freundlich, aber allein ins Kajak setze ich mich nicht so bald wieder (wenn meine Ma mitkommt, paddelt sie und ich trommle, dann passt das vielleicht ...). (Ja, ich ahne schon, dass das womöglich eine meiner legendär schlechten Vorhersagen sein könnte.)

Ich holte meine Ma noch für einen letzten Schwimm ab, wir genossen das Planschen sehr. Danach wurde geduscht fürs Abendessen (hervorragende panierte Garnelen mit Pommes für meine Ma und zwei leckere Thunfischsteaks für mich), und jetzt fallen wir ins Bett.

Herrlich hier, alles wunderbar, wir gucken mal, ob wir morgen oder so mal auf die Hauptinsel rüberfahren, vielleicht wollen wir auch noch nach Praslin oder La Digue, aber das entscheiden wir spontan, das ist ja schließlich Urlaub hier ...

Fotos:

Nachwehen des Pokalfinales: Weinender Himmel bei der Ankunft
 
Überfahrt nach Cerf

Blick von der Terrasse

Heute Morgen bei besserem Wetter: Blick auf Hotel und Pool

Landungsbrücke

Blick von der Landungsbrücke nach links

Weg von der Kapelle zum Strand

Sonntag, 22. Mai 2022

Der Himmel weinte

 ... über den Seychellen, als wir heute ankamen, und ich bin fast sicher, dass es daran lag, dass der SC Freiburg gestern Abend doch im Elfmeterschießen das DFB-Pokal-Finale verloren hat. Wir mussten dann im Laufe der ersten Halbzeit der Verlängerung boarden, wurden aber beim Boarding abgewiesen, weil unsere Einreisegenehmigung für die Seychellen noch einmal geprüft werden musste. Auf meine zugegebenerweise leicht unwirsche Nachfrage, wieso, weil das doch in Zürich schon alles geprüft worden sei, wurde erwidert, dass die Systeme in Zürich andere seien. Joa, jetzt sind natürlich Swiss und Austrian beides Gesellschaften im Lufthansa-Konzern, und in der Star Alliance sowieso, da kann ich das nicht so wirklich nachvollziehen, dass die das zwar abprüfen, aber dann nicht richtig im System hinterlegen, aber sei's drum. Ich halte mich ja normalerweise für einen relativ umgänglichen Menschen, aber wenn so ein Schwachsinn passiert, dann äußere ich das halt nunmal auch ...

Naja, wir kamen jedenfalls - trotz der Systemkollision - gut ins Flugzeug, auch wenn die Leute vor uns minutenlang den Gang versperrten. Ganz besonders lieb habe ich ja die Menschen, die sich wohlweislich auf einen falschen Platz setzen und auf ... irgendwas spekulieren, im Wesentlichen aber nur den Verkehr aufhalten - wenn man sich mal versehentlich auf einen falschen Platz setzt, ja mei, auch keine Glanzleistung, aber zumindest aus meiner Sicht verzeihlich, aber vorsätzlich das Einsteigen zu verzögern, das finde ich schon ziemlich unverschämt.

So schlimm, wie sich das jetzt alles in meiner vermeintlichen Passiv-Aggressivität anhört, war das alles gar nicht, zumal wir im hinteren Flugzeugteil saßen und da sehr gemütlich Platz hatten - insbesondere konnten wir mit freiem Mittelplatz fliegen, aber loswerden wollte ich das jetzt doch mal. Vielleicht liest ja doch jemand meinen Blog! (Achso, und das Gedudel beim Einsteigen können sich die Fluggesellschaften bitte auch gleich sparen!)

Offiziell müssen bei Flügen aus Österreich FFP2-Masken getragen werden, aber, öhm, sagen wir so, diese Regel wurde irgendwie - wie heißt es schön? - mehr durch ihren Bruch als ihre Einhaltung geehrt. Wir waren natürlich die ganze Zeit mit FFP2-Maske dabei - hust ... Der Flug war entspannt, ich pennte sogar ein bisschen (irgendwann lerne ich das noch), wenn ich nicht pennte, guckte ich die Serie, die den aktuellen ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bekannt gemacht hat (in der spielt er einen Lehrer, der mehr oder weniger zufällig ukrainischer Präsident wird), und gelegentlich ist das wirklich zum Schmunzeln - die Serie gucke ich weiter.

Wir kamen am frühen Morgen in Addis Abeba an, mussten in der Sicherheitskontrolle seeeehr lange warten (und Schuhe ausziehen; # Virentote > # Schuhbombertote etc. etc., der langjährige Leser weiß, welcher Sermon jetzt normalerweise käme, aber ich habe jetzt keine Lust), die Toilette anschließend war auch nicht so richtig toll sauber und funktionsfähig, aber wenigstens ist das neue Terminal in Addis deutlich geräumiger als das alte, was aber nicht heißt, dass es tatsächlich geräumig wäre ...

Wir setzten uns in eine Kneipe, entschieden uns gegen das Bier um 7 Uhr Ortszeit, sondern tranken (sogar bezahlbare!) Cola (das Essen dort war nicht billig), brachen um 8 Uhr oder so zum Gate auf, bekamen einen Sitzplatz, beobachteten den nicht völlig unchaotischen Boardingprozess für einen Flug nach Windhuk und gingen dann an Bord unseres Fliegers auf die Seychellen.

Der Sitznachbar meiner Mutter auf Platz C verzog sich während des Fluges, sodann wir dann auch gemütlich im (im Vergleich zur Strecke Wien-Addis Abeba deutlich engeren) Flieger saßen, meine Ma pennte, ich guckte weiter Serien, wir flogen über Somalia, und kurz vor der Landung auf Mahé sah ich aus dem Flieger "unsere" Insel ...

Die Einreise ging einigermaßen fix (und sehr freundlich waren die Leutchen dort), das Gepäck kam schnell, der Zoll war brav, ich fand zügig einen Geldautomaten, das Taxi zum Pier war teuer, aber gut, das sind die Seychellen hier, und da wir um kurz nach 15 Uhr an der Marina waren, aber das Boot erst um 16 Uhr fuhr, setzten wir uns in ein indisches Restaurant und tranken - schweißnass - ein großes seychellisches Bier (für norwegische Preise).

Kurzzeitig hörte der Regen auf, nur um Minuten später umso stärker herniederzuprasseln, als es eine kurze Regenpause gab, sprinteten wir an Bord des wartenden Bootes, zwei Österreicher kam noch dazu und zwei, drei andere Bewohner oder Bedienstete des Hotels, dann ging es auf die vielleicht zehnminütige Fahrt in einem ziemlich tiefliegenden Boot hierher auf die Île de Cerf ...

Das Hotel hier gefiel der Frau Mutter auf Anhieb (was den Herrn Sohn immer aufatmen lässt), der Check-in war wunderbar (vorher wäre ich fast noch ins Wasser gekippt, wobei ich mich, glaube ich, noch abgefangen hätte, aber der Bootskapitän griff sicherheitshalber auch mal beherzt zu), unser Zimmer hat eine schöne Terrasse und Meerblick, herrlich!

Wir zogen uns Badeklamotten an und gingen an den Strand. Das Wasser war sehr angenehm, aber für mich nicht Badewanne, ein bisschen viel Grünzeug war an der Stelle auf dem Boden, aber das war grad egal, nur war es halt bewölkt bis regnerisch, sodass man den bei Sonne ganz sicher fantastischen Blick auf die grünen Berge der Insel Mahé gegenüber noch nicht ganz so genießen konnte, aber das kommt noch ...

Zwei Schwimms im Meer folgte ein kleiner Schwimm im Pool, jetzt sitze ich schon im Dunkeln auf der Terrasse und schreibe Blog, um 19.30 Uhr (17.30 Uhr deutscher Zeit) gibt es Abendessen, man bestellt hier vor, damit das Restaurant nichts wegwerfen muss, in einem so kleinen Hotel finde ich das sogar eine gute Idee.

Morgen wird wahrscheinlich erstmal halbwegs ausgepennt, dann erkunden wir, denke ich, mal die Insel und den Fährfahrplan - die Shuttlefahrten hinüber nach Mahé scheinen im Hotelpreis enthalten zu sein, sodass wir da also durchaus auch mal mehr oder weniger spontan rübersetzen können und dort mit dem Bus durch die Gegend fahren. So richtig viel geplant haben wir noch nicht, das soll hier Urlaub sein, aber sechs Tage am Strand liegen werden wir wahrscheinlich auch wieder nicht ..

--

Das Abendessen war gar lecker, mit Meeresfrüchtesalat (mit Garnelen) und Garnelen in Knoblauchsauce für meine Ma, mit Räucherfisch-Salat und Fisch des Tages für mich, zum Nachtisch gab es Eis, Getränke waren Bier (für teuer Geld, sechs Euro für das 0,3-l-Bier ...) und danach ein noch teurerer Cocktail, aber hey, ins 145. Land kommt man nur einmal ...

Hier gefällt es uns gut, gerade weil heute Abend ein ganz schönes Windchen ging, da konnte man es gut aushalten ...

Fotos wollen heute nicht so richtig, deswegen nur ein Foto von "unserer" Insel aus dem Flieger.

Samstag, 21. Mai 2022

Ein Wiener Schnitzel in Wien(-Schwechat)

 ... haben wir eben verdrückt, und jetzt sitzen wir am Gate und warten auf den Anpfiff des DFB-Pokal-Finales. Wenn das nicht in die Verlängerung geht, müsste das Spiel gerade rechtzeitig zu Ende sein, bevor wir boarden müssen. Also, Freiburg, 90 Minuten müssen für den Sieg reichen!

Heute Morgen ging es gaaaaanz gemütlich in den Tag, mit leckerem Frühstück (Salami musste noch alle werden), dann starteten wir um 11 Uhr in Richtung Zürich. Wir fuhren noch an der Grenzsteinkette zwischen Erzingen und Weisweil vorbei (meine Ma hat inzwischen auch ein recht gutes Auge für Grenzsteine), und wir sahen - erstmals - den Grenzstein in Bühl am Grenzübergang.

Um ziemlich genau 12 Uhr waren wir am Parkplatz in Bülach, zwei andere Reisegruppen, eines aus dem Wallis, eines aus Oberösterreich, kamen ungefähr zeitgleich an, sodass wir zu sechst zum Flughafen kutschiert wurden.

Der Check-in bzw. der Baggage Drop-off ging nicht so richtig schnell, zunächst war die Schlange lang und ging nicht schnell voran, dann war unsere Check-in-Dame ein bisschen von unserem Reiseziel überfordert. Am Ende war sie aber mit Seychellen-Einreisegenehmigung (die zu beantragen übrigens manchmal ärgerlich ist, weil man die Beantragung nicht richtig zwischenspeichern kann) und Impfnachweisen glücklich.

Wir gingen durch eine gähnend leere Sicherheitskontrolle, meine Mutter mit ihrer Titanhüfte wurde intensiv gefilzt (recht so!), dann saßen wir in einer Bar am Flughafen und tranken sauteure Bierchen. Das Boarding nach Wien ging pünktlich los, wir kamen mit Verspätung weg, aber bei sechs Stunden Umsteigezeit war uns das nun wirklich völlig wurscht.

Unterwegs fielen uns beiden die Äuglein zu, im Landeanflug rumpelte es ganz schön, wir schlugen mehr auf, als dass wir landeten. Nur wenige Leute aus dem Flieger mussten umsteigen, aber wir bewegten uns schnell zum Gatebereich G, reisten aus dem Schengen-Bereich aus und setzten uns in eine der drei Kneipen hier am Flughafen, in denen man ein ordentliches Wiener Schnitzel bekommen sollte.

Meine Ma trank ein Bier, ich Almdudler, dann kam das durchaus genießbare Schnitzel, und nach zwei Stunden verließen wir das Etablissement wieder und gingen zum Gate, wo wir jetzt Strom und WLAN und alles Notwendige haben, um das Spiel hoffentlich gleich verfolgen zu können.

--

Gucken klappte - und, joa, war klar, dass es Verlängerung gibt ... Wir gucken jetzt so lange wie möglich und boarden dann möglichst spät ...

Samstag, 14. Mai 2022

Der Splügenpass um Mitternacht im Nebel

... wäre wahrscheinlich ein ziemlicher Alptraum gewesen, vor allem für meine Ma, aber auch mir hätte es wohl nicht so ganz große Freude gemacht, die Serpentinen auf Schweizer Seite mehr oder weniger blindlings herunterzufahren. Zum Glück aber verzog sich der Nebel rechtzeitig!

Es war wohl vorgestern, als ich auf die Schnapsidee XL kam, dass meine Mutter und ich - wenn wir schon das Auto anspannen - auch nach Italien durchstarten könnten und dort Mitternacht abwarten, sodass ich am Ende des Tages sogar neun statt nur acht Länder besucht gehabt hätte. Meine Ma erklärte sich ohne große Überredung meinerseits bereit, mich zu begleiten, und so ging es gestern Abend nach Feierabend schnurstracks in Richtung Schweiz.

Erst einmal stand ich aber in Stühlingen am Stoppschild gefühlt fünf Minuten, weil von links und rechts alles, was zwei oder mehr Räder hatte, angerauscht kam, bis ich endlich eine Lücke fand. Der Schweizer Zoll wollte nichts von uns, sodass es ohne Unterbrechung nach Schaffhausen und dort auf die Autobahn ging. Das Navi wollte mich in Richtung St. Gallen lotsen, aber da das der Rückweg sein würde, wollte ich die andere Strecke über das Ostufer des Zürichsees und Glarus fahren.

Das Navi zickte ein bisschen, aber nach einem Neustart führte es uns brav auf unsere Route, die - wie die meisten Routen in der Schweiz - landschaftlich unglaublich schön waren. Wie üblich ging es am Walensee vorbei (diesmal ohne Halt an der dazugehörigen Raststätte) - ab Sargans ging es aber in Richtung Süden, in Richtung Chur und über Chur hinaus das Rheintal hoch. Der wildromantische und hier keineswegs übermäßig breite Rhein begleitete uns - ab Tamins in Gestalt des Hinterrheins - bis nach Splügen, doch in Splügen fuhr aus der ganzen Kolonne nur ein einzelnes Auto in Richtung Splügenpass: Das waren wir.

Unterwegs hatte es einmal kurz (und heftig) geregnet, aber die Rampe hoch zum Splügenpass fuhren wir bei bestem Wetter. Die Serpentinen waren gewohnt fahrspaßbereitend, aber die (sehr hoch angebrachten und vor allem hölzernen) "Leitplanken" (soweit es solche überhaupt gab und es nicht völlig ungeschützt hinter der Kurve bergab ging) waren, öhm, gewöhnungsbedürftig. Meine Ma bremste und hielt sich fest, was das Zeug hielt (als Beifahrerin!), und dank ihrer Mithilfe bewältigten wir den Aufstieg ohne Probleme.

Die Ausblicke - jetzt bei blauem Himmel - auf die Alpen waren - natürlich - fantastisch, aber wir waren jetzt viiiiel zu früh auf der Passhöhe (hier lag noch ordentlich Schnee an der Seite, aber die Straße war geräumt, sodass wir selbst mit Sommerreifen da keine Sorgen hatten). Fast vier Stunden waren es noch bis Mitternacht, also fuhren wir einige wenige der 52 (!) Serpentinen auf italienischer Seite herunter, bis wir in einem verschlafenen Nest namens Montespluga ein kleines Hotel mit Bar fanden.

Dort kehrten wir ein, ich entlarvte mich sogleich als Ausländer, denn ich bestellte um 20.30 Uhr einen Cappuccino, meine Ma war geschickter und bestellte einen Espresso, und danach folgte ein Aperol Spritz für die Beifahrerin und eine Cola für den Fahrer.

Wir waren jetzt an der Bar die einzigen Gäste (im Restaurant war aber noch Hochbetrieb, was wir aber erst nach Verlassen des Hotels sahen), sodass wir gegen 21 Uhr bezahlten und uns verabschiedeten.

Wir fuhren wieder die Serpentinen hoch (es wurde jetzt dunkel) und stellten uns, auf italienischer Seite, aber nur wenige Meter von der Grenze entfernt, an den Straßenrand. Mutter und Sohn unterhielten sich, guckten Serien, waren überrascht ob der vergleichsweise hohen Zahl an Autos, die - verrückt wie wir - nachts über diesen Alpenpass fuhren, beobachteten die zwei Autos, die hier oben anhielten (Pinkeln, Räuber oder Geschnacksel?), bekamen ob das aufziehenden Nebels ein bisschen Sorge, waren froh, als sich der Nebel verzog und verpassten dann fast Mitternacht.

Um 23.58 Uhr marschierte ich die paar Meter zur Grenze, legte mein Handy mit genauer Uhr auf den Grenzstein und begann den 14. Mai 2022 in zwei Ländern, nämlich Italien und der Schweiz. Jubilierend stiefelte ich zurück zum Auto, stellte das Navi ein, wir fuhren los und überquerten um 0.03 Uhr endgültig die italienisch-schweizerische Grenze.

Im Dunkeln ist die Serpentinenstrecke immer noch schön, aber es sieht schon ziemlich gefährlich aus, sodass selbst ich ziemlich langsam da runter rollte, meist im zweiten Gang, und bereitwillig stehenbleibend, wenn jemand entgegenkam (Deutsche über Deutsche unterwegs ...). Meine Ma und ich waren beide nicht unglücklich, als wir unten in Splügen ankamen, und wir waren beide noch glücklicher, als wir auf der Autobahn ankamen, denn auch wenn die Schweizer definitiv Straßen bauen können, sind die Sträßchen und Tunnelchen da oben im Hinterrheintal schon ein bissel eng, da ist es deutlich bequemer, auf der Autobahn mit 120 Sachen dahinzurollen ...

Wir fuhren bis zur Ausfahrt nach Ruggell, verließen die Autobahn, fuhren auf die Grenzbrücke und waren um 1.24 Uhr in Liechtenstein (Land Nr. 3 heute) eingereist. Die Umleitung über Dorfsträßchen in Ruggell überstanden wir, parkten hinter der verwaisten Grenzübergangsstelle, aber trotzdem noch in Liechtenstein, ich stieg aus, stiefelte zum Grenzbrückchen und machte um 1.33 Uhr ein Foto auf der liechtensteinisch-österreichischen Grenze. Österreich, Land Nr. 4, check ...

Auf dem schnellsten Weg - nämlich durch ein Wohngebiet - ging es zurück in Richtung Rhein und Schweiz, eine Streife der österreichischen Polizei begegnete uns auf dem engen Sträßchen, ließ uns aber in Ruhe, und schon um 1.42 Uhr waren wir wieder über den Rhein gefahren und also in der Schweiz angekommen.

Nun ging es auf dem schnellsten Weg nach Schaffhausen, und um 3.16 Uhr in Stühlingen über die Grenze nach Deutschland, Land Nr. 5 heute. Ziemlich genau um 3.30 Uhr waren wir in Bonndorf. Ich sah, dass um 4.52 Uhr ein Zug ab Neustadt fahren würde, wir entschieden uns kurzentschlossen, dass ich den nehme (so kurzentschlossen, dass ich beide Kopfhörer, die ich besitze, vergaß), ich duschte noch kurz, und dann ging es schon gegen viertel nach vier weiter.

Ich war zehn Minuten zu früh, aber der Zug stand schon da, sodass ich meine Ma entließ und mich schon in den Zug setzte. Wir kamen in Freiburg pünktlich an, aber ich war völlig überrascht, wieviele Menschen um kurz vor sechs Uhr schon auf den ICE wollten (okay, einige Freiburg-Fans wollen nach Leverkusen).

Der ICE kam, fuhr aber auf das Gleis 3 anstatt das Gleis 1, dann kam eine Durchsage diesbezüglich, sodass eine Völkerrennwanderung einsetzte, um von Gleis 1 zu Gleis 3 zu gelangen. Kinners, ich hab doch in Mannheim nur fünf Minuten Zeit zum Umsteigen!

Mit fünf Minuten Verspätung kamen wir in Freiburg los, holten die aber bis Mannheim wieder ein, sodass ich den geplanten Regionalexpress erwischte (hätte ich den verpasst, wäre es nicht schlimm gewesen, weil ich mich in den ICE nach Paris gesetzt hätte, in Saarbrücken ausgestiegen wäre und ebendiesen Regionalexpress dann eben ab Saarbrücken genutzt hätte).

Insgesamt drei Stunden saß ich in diesem Zug, der zusehends voller wurde, aber keiner wollte sich neben mich setzen, obwohl selbst Fahrräder den Gang blockierten - ich hatte meine Ruhe (und einen Tischgegenüber, der erst auf Aufforderung des - ziemlich aktiven - Schaffners seine Maske aufsetzte, Held!). Ich las, schrieb Blog (vor), konnte keine Musik hören, aber das war nicht soooo schlimm.

In Trier stand mein Zug nach Perl schon, und ich stellte fest, dass es sich um einen Regionalexpress handelte (nicht nur eine Regionalbahn) und dass dieser sogar früher als gedacht losfuhr, sodass ich auf einmal anstatt 35 Minuten in Perl fast eine Stunde hatte. Juchhe!

Ich stieg als einer von zwei Fahrgästen in Perl aus (der Zug fuhr weiter nach Metz) und latschte erst einmal auf dem Fahrradweg in Richtung Frankreich. Ich wurde nicht umgefahren (aber ich hätte auch nicht irgendwo anders laufen können) und kam schließlich wohlbehalten an der Stelle an, an der die Grenze sein musste. Und, siehe da: Es gab einen Grenzstein! Dieser von allen Seiten - also auch von der französischen - fotografiert, und nach zwei Minuten in Frankreich (11.31 Uhr bis 11.33 Uhr) kehrte ich aus meinem sechsten Land am heutigen Tag zurück nach Deutschland.

Ich lief einen Teil des Weges zurück, betrat dann aber die Moselbrücke nach Schengen und kam um 11.43 Uhr im Kondominium an, also im gemeinsamen Hoheitsgebiet Deutschlands und Luxemburgs, das durch das Gebiet der Grenzflüsse gebildet wird (somit ist die Moselbrücke oberhalb der Wasserfläche auch im Kondominium). Ich lief aber natürlich weiter (da sind allerlei inkonsistente Markierungen, etwa die EU-Schilder in der Mitte der Brücke, aber mich scherte das nicht, ich weiß ja, wie es richtig ist, höhö) und kam um 11.45 Uhr im (ausschließlich) luxemburgischen Hoheitsgebiet an. Land Nr. 7 heute, damit schon jetzt neuer Rekord - und das noch vor Mittag!

Ich blieb ein bisschen in Luxemburg, beguckte Schengen, kehrte um 11.54 Uhr ins Kondominium und um 12.01 Uhr auf (ausschließlich) deutsches Hoheitsgebiet zurück und nahm den Zug um 12.15 Uhr nach Trier.

Die Bahnstrecke entlang der Mosel zwischen Perl und Koblenz ist fantastisch schön, da sind mir hoffentlich ein paar Schnappschüsse gelungen.

In Trier wollte ich mir jetzt doch Kopfhörer kaufen, das gestaltete sich schwierig, weil der erste Typ mir einen teuren andrehen wollte, und als ich dann einen vernünftigen, aber günstigen Kopfhörer hatte, musste ich schon zum Zug und das Festmahl beim Bürgerkönig ausfallen lassen. Ich hatte aber noch eine eiserne Reserve in Form eines Wurstbrötchens dabei, und das wurde jetzt verspeist.

Die Fahrt nach Koblenz ging gut, doch der ICE nach Köln kam verspätet und blieb dann plötzlich ohne Angabe von Gründen stehen. Argh! Am Ende hatten wir 20 Minuten Verspätung aufgeladen, weil es wohl eine "Reparatur an der Strecke" gegeben hatte; das führte dazu, dass ich den Anschluss nach Aachen verpasste.

Es hätte alles gut werden können, wenn die Busse pünktlich gefahren wären: Zunächst fuhr ich mit dem Bus in Richtung Bushof, dort stieg ich um in den Bus in Richtung Kelmis (Belgien). Mit einigen Minuten Verspätung kamen wir da an, ich stieg aus, suchte (und fand!) einen Grenzstein, und war von 18.26 Uhr bis 18.30 Uhr in Belgien, Land Nr. 8 am heutigen Tag!

Der Rückbus kam verspätet (es war der gleiche Fahrer wie auf dem Hinweg, der hatte einfach in Kelmis gedreht), dadurch wurde es mit dem Anschluss in die Niederlande sowieso knapp, dazu war die Beschilderung äußerst bescheiden, am Ende kam ich zwei Minuten vor planmäßiger Abfahrt an der Bushaltestelle an ... Nur, der Bus kam nicht! Ich vermute, der war ein, zwei Minuten vor meiner Ankunft (also drei, vier Minuten vor Plan) durchgerauscht, das machen die Aachener schwachsinnigerweise so - unfassbar!

Ich musste also auf den nächsten für mich nutzbaren Bus zwanzig Minuten später warten (den Bus mit der Nummer 350 durfte ich nicht benutzen, weil der dem niederländischen Tarif unterliegt, und die kennen die Bahncard 100 leider nicht), der kam, ich stieg an der Grenze aus, marschierte ein paar Schritte in die Niederlande (19.28 Uhr bis 19.30 Uhr, Land Nr. 9 heute, Rekord!!!) hinein, machte Fotos (fand aber keinen Grenzstein, leider ...) und schaute, dass ich wieder zurück in Richtung der Bahnhöfe komme. Allerdings war ich nun genau die zwanzig Minuten zu spät, die ich aufgrund des vorplanmäßigen Busses verloren hatte - sonst hätte ich den Anschluss in Köln an den schnellen ICE bekommen und wäre um 2 Uhr in Rötenbach gewesen.

Am Ende des Tages hatte ich jetzt aber doch Glück, denn ich kam in Köln planmäßig um 21.12 Uhr und um 21.13 Uhr fuhr planmäßig ein IC nach Hannover. Erstens kamen wir zwei Minuten vorzeitig an, und zweitens wartete der direkt am Gleis gegenüber, sodass ich - abgesehen vom erfolglosen Versuch, jemanden umzurennen - eine Chance hatte, den zu erwischen, und tatsächlich - es hat geklappt!

Jetzt bin ich, inschallah, um viertel vor eins in meiner Bude. Ende gut, alles gut - hoffentlich! (Und das Bier wird mir gleich von der Schaffnerin gebracht, herrlich! Ohja, es ist herrlich - selten habe ich ein Bier so genossen!) (Zweite Klammer: Und morgen fahre ich dann zurück in den Schwarzwald.)

Mesdames et Messieurs, es ist vollbracht: Ich habe an einem einzigen Kalendertag sage und schreibe neun - in Worten: neun - Länder besucht - Italien, die Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande ... Ich bin zwar im Vergleich zu den Norwegern, die 2014 in 24 Stunden 19 Länder besucht haben, ein blutiger Anfänger, aber zu meinem bisherigen Rekord (je sechs Länder, am 12. Juli 2020 und am 3. Juni 2021) ist das eine Steigerung um 50 Prozent ... 

Splügenpass - Schild und Grenzstein

Blick nach Italien

Grenzstein bei Nacht

... um Punkt 0 Uhr

Liechtensteinisch-österreichische Grenze

Da fließt die Saar in die Mosel

Schengen - ich bin heute komplett im Schengener Raum geblieben

Blick von der Moselbrücke auf die Autobahnbrücke und das Kondominium Mosel

Moselinsel: Ein kleiner Teil der Insel (im Vordergrund) gehört gleichzeitig zu Deutschland und Luxemburg, der größte Teil aber allein zu Frankreich

Schnappschuss aufs Moseltal I

Schnappschuss aufs Moseltal II

Nr. 8

... mit Grenzstein im Gebüsch

Nr. 9 - ohne Grenzstein

Das Panoramabild aus den Alpen ...

... und der deutsch-französische Grenzstein wollten auch noch aufs Foto ...

Montag, 9. Mai 2022

Eine Scharte auszuwetzen

 ... galt es seit vielen Jahren, denn es gibt ein Land - ein einziges! -, in dem meine Mutter schon war und ich noch nicht, und zwar Jamaika. Dieser völlig inakzeptable Zustand wird kurz vor Pfingsten beendet, denn am 3. Juni werde ich in Montego Bay landen, wenn alles gutgeht (und mir nicht wieder irgendein Flug gestrichen wird ...).

Ich war ja in den letzten Wochen um allerlei Flüge herumgeschlichen, aber Martinique und Guadeloupe wollen immer noch einen negativen Test haben, Jamaika schon nicht mehr, sodass ich mich jetzt für Jamaika entschieden habe. Das war nicht ganz so einfach, denn Flüge ab Zürich oder Frankfurt waren schon recht teuer, und so kommt es, dass ich jetzt ab ... Brüssel fliege!

Am 3. Juni um 8.30 Uhr geht es in Brüssel los, sodass ich am 2. Juni nach Feierabend in Hannover abfahren werde (ich fahre jetzt also doch hoch) ... Ich werde entweder am Flughafen in Brüssel die Nacht durchmachen oder aber in Lüttich (ich glaube, da entscheide ich mich für den Flughafen), nachdem ich mit dem Zug - wohl über die Niederlande - angereist bin.

Danach geht der Flug dann knapp zehn Stunden, bis wir in Punta Cana in der Dominikanischen Republik Zwischenstation machen, ehe es eine gute Stunde später weiter geht. Um 15.15 Uhr Ortszeit lande ich in Montego Bay und werde erstmal schauen, dass ich ins Meer und dann ins Bett komme.

Am 10. Juni, dem Freitag, geht es dann um 15.35 Uhr wieder zurück nach Brüssel, diesmal direkt, sodass ich um 8.30 Uhr am Samstag in Brüssel ankomme. Von dort schlage ich mich wieder nach Deutschland durch, und spätestens ab dem 11. Juni wird meine neue Bahncard 100 gültig sein.

Meine BC 100 gilt noch bis zum 25. Mai, wenn ich gerade mit meiner Mutter auf den Seychellen bin. Nach der Rückkehr brauche ich sie wahrscheinlich noch nicht gleich wieder, und die Fahrt am 31. Mai nach Hannover kann ich mit einem Sparpreisticket abfrühstücken. Auch die Fahrt von Hannover nach Brüssel ist mit knapp über 100 Euro zwar teuer, aber es wäre trotzdem (geringfügig) effizienter, diese beiden Fahrten als "normaler" Zugreisender zu buchen, weil ich - wenn ich die Bahncard 100 erst ab dem 11. Juni laufen lasse - dann eben 136 Euro für die Bahncard für diesen Zeitraum zahlen würde (plus Auslandsanteil in den Niederladen und Belgien). Wenn ich den Sparpreis nach Hannover abstaube, dann das Neun-Euro-Ticket für die Fahrten in Hannover und danach die 105 Euro oder so nach Brüssel bezahle, komme ich auch ungefähr bei 135 Euro raus, habe aber natürlich die Strecke in Belgien und den Niederlanden schon drin.

Dieses Herumgerechne sollte man wahrscheinlich gar nicht erst anfangen, weil man natürlich die ganze Flexibilität, die einem die BC 100 gibt, nicht vergessen sollte, aber in diesem Fall kommt halt wieder der Sparfuchs bei mir heraus.

--

Ebendieser Sparfuchsgedanke verlangt - irgendwo - auch, dass ich kurz vor Ablauf der Bahncard noch einmal auf den Putz haue, und dazu werde ich womöglich am kommenden Samstag kommen: Ich war bisher zweimal an einem (Kalender-)Tag in sechs Ländern, und wenn ich es clever anstelle, komme ich am Samstag in acht Länder! Das Ganze geht so:

Ich würde am Freitag Abend mit dem Auto meiner Ma nach Feldkirch in Österreich fahre und dort auf den Glockenschlag um Mitternacht warten (Österreich - Land 1). Dann ginge es über die Grenze nach Liechtenstein (2), von dort in die Schweiz (3) und schließlich nach Deutschland (4), wo ich so gegen 2.15 Uhr ankäme. Um 6.12 Uhr ginge es dann von Rötenbach - mit Bahn, Bus und BC 100 - in Richtung Perl, kurz über die französische (5) und die luxemburgische (6) Grenze, dann nach Aachen, dort jedenfalls über die belgische (7) und - wenn ich das halbwegs hinkriege zeitlich, aber das wird eng - die niederländische (8) Grenze, sodass ich an einem Kalendertag also acht Staaten besucht hätte.

Ist zwar - gerade mit dem Autofahren in diesen Zeiten - alles andere als auch nur einigermaßen vernünftig, aber wer diesen Blog liest, weiß, dass Vernunft kein gutes Argument bei meinen Reisen ist. Mal gucken, ob ich diese bekloppte Aktion wirklich durchziehe, zumal ich dann ja am Sonntag von Hannover wieder in den Schwarzwald zurückfahren würde ... Ich werde berichten.

--

Jetzt muss ich mir aber erst einmal für Jamaika noch ein bisschen Gedanken machen, wo ich mir ein Hotel nehme, ob ich mit dem Mietauto oder den Einheimischen-Taxis durch die Gegend fahre (das stelle ich mir sehr eng, aber auch sehr interessant vor), ob ich ein paar Tage in Kingston oder Montego Bay verbringe oder doch mehr am Strand, wie ich das mit der Anreise nach Brüssel machen, ach, das wird alles sehr interessant.

--

Fotos gibt es heute keine, ich hatte Klassentreffen, da wurden zwar Fotos gemacht, aber nichts Blogtaugliches ...

Montag, 2. Mai 2022

Schrödingers Katze auf Reisen

... hätte es heute gegeben, wenn eine Katze an Bord gewesen wäre, denn die wäre zwar noch auf britischem Boden gewesen, aber schon nach Frankreich eingereist gewesen - und wenn es meine Katze gewesen wäre, hätte sie gar keinen französischen Boden betreten ...

Ich war gestern nach dem ja alles in allem doch akzeptablen Essen und dem Bier-Mythos (äh, Mythos-Bier, höhö) hundekaputt ins Bett gefallen; dementsprechend früh war ich heute einigermaßen wach. Ich stand auf, duschte in dem kleinen, aber ebenfalls akzeptablen Bad (ich glaube, fast jedes Bad wäre für mich akzeptabel, solange da ein abnehmbarer Duschkopf drin ist) und checkte um kurz vor sieben Uhr aus.

Ein wunderbares Frühstück wurde bei McDonald's erworben und dann schon in St Pancras konsumiert. Aber, liebe Freunde, wieso um Gottes willen gibt es bei euch keinerlei Mülleimer?? Jaja, "security reasons", aber irgendwo muss man doch mal abwägen, verdammte Axt. Da ich aber ein ordentlicher Deutscher bin, machte ich eine mittelprächtige Wanderung aus dem Bahnhof heraus, und dort war dann ein Abfalleimer - unfassbar, ganz ehrlich ...

Ebenfalls völlig bescheuert sind die Freunde von Eurostar: Wieso sagt ihr denn bitteschön an, man solle "90-120 Minuten" vor Abfahrt da sein, wenn ihr die Schlange erst 90 Minuten vor Abfahrt aufmacht? Ich hätte eine geschlagene halbe Stunde länger schlafen können, ihr Saftsäcke!

Und, schlussendlich, liebe französische Polizei: Wieso macht ihr bitteschön die elektronische Passkontrolle nicht auf, wenn ihr die Impfausweise (darum geht es nämlich) überhaupt nicht (mehr) kontrolliert??? Was soll der Mist? (Die Schlange bei der Passkontrolle war nämlich mit deutlich größerem Rückstau versehen als die Sicherheitskontrolle.) Also, bitte der (deutschen) Bundespolizei so etwas bitte nicht nachmachen!

Bei den Eurostar-Verbindungen gibt es regelmäßig die sogenannten vorgezogenen Einreisekontrollen - bei Zügen ins Vereinigte Königreich kontrollieren die britischen Grenzer schon an den Bahnhöfen in Kontinentaleuropa die Pässe, während bei Abfahrten aus London nach Kontinentaleuropa die Franzosen (in Amtshilfe für die Belgier und Niederländer) schon in England die Schengen-Einreisekontrolle vornehmen. Auf diese Weise kann man dann am Ankunftsbahnhof in der Regel ohne weitere Kontrolle den Bahnhof verlassen. So etwas gibt es auch bei manchen Flughäfen für die Einreise in die USA, so wird etwa in Dublin schon in Irland die US-amerikanische Einreisekontrolle passiert (meine Ma waren ja 2011 auf den Bahamas schon in Nassau wieder in die USA eingereist). Gemacht wird das natürlich, um unliebsame Einreisewillige schon vor der Ankunft auszusortieren, sodass man keine Scherereien mit der Abschiebung hat, sondern die Leutchen einfach am Abflug- bzw. Abfahrtsort sitzen gelassen werden.

Es gibt da in manchen Fällen technische Schwierigkeiten, weil etwa der Eurostar ja auch Relationen innerhalb des Schengenraumes anbietet (etwa Amsterdam - Lille oder so) - diese Leute fahren in gesonderten Waggons, die dann in Lille geräumt werden, aber im Großen und Ganzen ist das ganz praktisch, dass ich jetzt in Brüssel nur noch durch die - schmerzfreie - Zollkontrolle musste.

Aber mal langsam mit den jungen Pferden, zurück nach London: Nun war ich im - jetzt hätte ich fast "Abflugbereich" geschrieben - Wartebereich angelangt - etwa drei Viertel der Leute trug keine Maske, später im Zug dann aber schon ...

Pünktlich ging es zum Boarding, der Zug war nicht wirklich voll, sodass sich die Dame neben mir dann kurz nach Abfahrt in eine andere Zweierreihe setzte - so war uns beiden geholfen.

Danach ging es - mit schlechtem WLAN - durch Londoner Stadttunnel und dann durch die südenglische Landschaft. Bei der Einfahrt in den Eurotunnel gab es leider keine Feuerwerk und keine Lightshow, wäre ja schon schön gewesen, und eine Durchsage, wann wir die Grenze überquert haben, gab's auch nicht ...

Ich konnte nur feststellen, dass wir um 9.33 Uhr britischer Zeit in den Tunnel fuhren und um 10.52 Uhr französischer Zeit wieder raus - 19 Minuten dauerte die Durchfahrt also.

Die französische Landschaft war von der Bahnstrecke zu sehen (das ist in England eine dezidierte Hochgeschwindigkeitsstrecke, die hinter Lärmschutzwällen liegt, sodass man zwar viel Grün sieht, aber nix von der Landschaft), und wir kamen acht Minuten zu früh (!) in Lille an. Pünktlich ging es weiter, und pünktlich waren um 12.05 Uhr in Brüssel.

Eine Zollkontrolle gab es, aber die interessierte sich für die Leute im grünen Kanal nicht, und dann lief ich die - lange - Strecke zur Metro, kaufte mir zwei Fahrkarten (ich hätte mich auch ein- und austappen können, aber das habe ich zu spät gesehen ...) und fuhr zur Börse.

Von dort lief ich durch wunderschöne kleine Gässchen (in Brüssel war der Teufel los) in Richtung eines Lokals, das ich ins Auge gefasst hatte, das aber leider zu war. Ich lief weiter, guckte auf Google nach Bewertungen, kriegte mich nicht ausgekäst, und als ich mich ausgekäst hatte, war in meiner angestrebten Kneipe kein Platz.

Ich wurde auf zwanzig Minuten später vertröstet, und die Zeit nutzte ich, um am Grand-Place vorbeizuschauen. Das Wetter heute war fantastisch, ich genoss die Sonne (mit Sark-Mütze auf dem Schädel) und kam dann pünktlich zum Restaurant zurück.

Ich setzte mich an den falschen freien Platz, aber das war "no problem", und bestellte Moules frites und ein Bier. Das Essen war nicht ganz billig (vier Minuten vom Grand-Place entfernt), aber dafür war die Portion wirklich riesig, so riesig, dass ich am Ende wirklich kämpfen musste, um die letzte Muschel zu verdrücken. Ich fand die kleine Vorspeise aufs Haus (seeeeehr leckere Oliven) und die Tatsache, dass mir unaufgefordert nochmal Brot nachgereicht wurde, beides sehr gut, das war echt schön dort ...

Ich hatte noch ein bisschen Zeit, ging ins "Mort Subite", trank dort zwei seeeeehr teuer Bierchen (5,40 Euro für 0,25 l, das ist schon heftig, aber es ist halt lecker) und machte mich dann zurück zum Bahnhof.

Natürlich erwischte ich die Straßenbahnen noch alle gerade so (wahrscheinlich, weil ich so viel Puffer eingebaut hatte, die eine Straßenbahn wartete sogar auf mich) und war entsprechend viel zu früh am Bahnhof.

Der ICE war sogar schon da, aber noch geschlossen, und auf dem gleichen Gleis kam ein Zug der SNCF, der französischen Bahngesellschaft, zum Stehen - allerdings erst auf zweite, dringliche Aufforderung des Einweisers, am Ende war aber noch ausreichend Platz, dass die Züge nicht aufeinanderprallten.

Es ist eine Unart der Deutschen Bahn, dass die Reservierungsanzeigen gefühlt jede zweite Fahrt (und in beiden Fahrten heute) ausfallen, denn so weiß man eben nicht, welche Plätze reserviert sind und also, welche Plätze man im leeren Zug meiden sollte, wenn man nachher nicht vertrieben werden will. Es ging heute alles gut (bisher), aber da verstehe ich nicht, was da so schwierig dran sein soll ...

Kurz vor Köln kamen wir außerplanmäßig zum Stehen, weil sich so'n Idiot hinter dem Kölner Hauptbahnhof vor den Zug geworfen hatte, und das wirbelte jetzt die ganze Reiseplanung an diesem Verkehrsknotenpunkt durcheinander. Bei der Bahn wusste die linke Hand auch nicht so richtig, was die rechte Hand tat, aber jetzt sitze ich in einem anderen Zug als dem geplanten (der wurde wohl umgeleitet) und komme wohl mit ein, eineinhalb Stunden Verspätung daheim an ... Naja, dann ist es halt so ...

--

Eine Sache wollte ich noch aus Guernsey erzählen: An ganz vielen Stellen, an denen im Rest der Welt ein "Vorfahrt-gewähren"-Schild stünde, steht auf Guernsey ein "FILTER"-Hinweis. Hier soll man keinen Kaffee kochen, sondern sich im Reißverschlussverfahren einfädeln - für Kreisverkehre, die die britisch orientierten Verkehrsplaner so gerne machen, fehlt auf den engen Sträßchen dort einfach der Platz, also macht man das so. Am Anfang sieht das erstmal komisch aus, aber daran wird man sich schnell gewöhnen.

Ein Fazit kommt übermorgen oder so, mit ein bisschen Abstand ...

--

Fotos von heute:

Beinahe-Knutscherei

Gutes Wetter auf dem Grand-Place

Wartesaal für den Eurostar

Gässchen in Brüssel

Grand-Place

Belgische Küche

Sonntag, 1. Mai 2022

Eine Verrückte bei 11 Grad Wassertemperatur

 ... stieg heute in L'Eree in die Fluten, und das im Badeanzug - unfassbar! Und nein, es handelte sich nicht um meine Mutter, denn die befand sich zu dem Zeitpunkt im Schwarzwald.

Ich schlief heute tatsächlich aus und war kurz vor dem Wecker, den ich mir sicherheitshalber für 7.45 Uhr gestellt hatte, wach. Ich duschte (inzwischen haben die badezimmerkulturell britisch geprägten Menschen anscheinend auf abnehmbare Duschköpfe umgestellt, denn da hatte ich - der aufmerksame Leser wird es bemerkt haben - bei allen Reisen dieses Jahr nichts zu meckern), packte mein Zeug zusammen und ging hinunter zum Frühstück.

Ein Full English (sic!) Breakfast wurde verzehrt, dann checkte ich aus, kaufte im Coop nebenan noch etwas zu trinken und stieg in den Bus, der mich nach L'Eree bringen sollte ... Wieder ging es am Flughafen vorbei, und prompt, als ich aus dem Rundfahrtbus ausstieg, fing es an zu tröpfeln ... Na super!

Ich ließ mich nicht abhalten (die Schwimmerin bestärkte mich daran, obwohl es der wirklich wurscht sein konnte, ob sie - von oben - auch noch Wasser abbekommt) und lief in Richtung des Weges nach Lihou.

Lihou ist eine Gezeiteninsel und also nur bei Hochwasser von Guernsey getrennt, während es bei Niedrigwasser einen Damm dort hinüber gibt. Es war, als ich heute Morgen dort war, noch Hochwasser, auch wenn es im Ablaufen begriffen war, aber hinüber auf die Insel schaffte ich es nicht. Schön anzusehen war das trotzdem, und ich saß da einige Zeit lang auf einer hübschen Bank und schaute auf das Inselchen und aufs Meer.

Irgendwann war aber Zeit zum Aufbruch, denn ich wollte eigentlich noch zum Museum über die deutsche Besatzung. Also marschierte ich zurück zur Bushaltestelle, guckte noch mehrfach auf die Bucht von L'Eree, bestieg dann den Bus und stieg eine Haltestelle hinter dem Flughafen aus.

Ich wanderte in Richtung des Museums, stellte fest, dass die keine Kreditkarte nehmen (Saftladen!), fragte bei einem Ex-Kollegen, der Guernsey schon erkundet hatte, nach, ob sich das lohnt, der riet eher ab, sodass ich - mangels Bargeld - auf einem Bänkchen am Museum saß und die Sonne, die jetzt doch herausgekommen war, genoss.

Ich entdeckte in der Nähe eine Kneipe (ich wollte gerade "und okkupierte diese" schreiben, aber das lassen wir besser mal), lief in die Bar hinein, ließ mir ein Guinness einschenken und setzte mich vor dem Hotel-Kneipen-Bar-Gedöns auf eine Bank. Daraufhin nahm eine ganze Horde von Männern Reißaus in die Bar, weil wohl mein Bier in der Hand für sie das Zeichen war, dass die Bar nun geöffnet hatte ...

Ich konsumierte das Guinness und maximal noch ein weiteres und begab mich dann - zu Fuß - in Richtung Flughafen. Die Sicherheitskontrolle, die angeblich heute so voll sein sollte, war fast gänzlich leer, sodass ich erstmal mein Zeug auspacken musste, weil ich das nicht vorbereiten konnte, und jetzt sitze ich hier seit knapp einer Stunde im sauberen Bereich und warte auf meinen Flieger.

--

Eine kleine Kritik muss ich üben: Am Flughafen in Guernsey gibt es viel zu wenige Steckdosen, an denen man seine (diversen) elektronischen Geräte wieder aufladen kann. Am Ende gab mein Rechner, über den ich meine Handys lade, den Geist auf, sodass ich mit nicht vollständigen aufgeladenen Gerätschaften vorliebnehmen musste ...

Das Boarding ging schnell, auch wenn sie beim Handgepäck (bei anderen, nicht bei mir) im Vergleich zum Hinflug sehr, sehr kleinlich waren, der Flug ging wieder einmal sehr, sehr schnell rum, doch in Gatwick kamen wir nicht im sauberen Bereich raus, sondern in einem für Auslandsflüge aus dem CTA, dem Gemeinsamen Reisegebiet, also aus Irland oder eben den Kanalinseln, sodass ich gar nicht in den sauberen Bereich hätte gehen können. Das war schräg und in Manchester noch anders gewesen, als ich - aus Man kommend - wieder direkt im sauberen Bereich landete.

Mir war's aber wurscht, weil ich eh in die Stadt wollte, also lief ich in Richtung Ausgang und dann zur Bahnstation. Die Briten sind auch beim Fahrkartenbenutzen Vorreiter, denn du kannst dich hier ein- und austappen, also Kreditkarte oder Handy beim Betreten des Bahnhofs auf den Kartenleser legen und dann beim Verlassen des Ankunftsbahnhofs wieder, sodass automatisch der entsprechende Tarif abgebucht wird - und, vor allem, die Fahrkartenobergrenzen, die es in London gibt, automatisch berücksichtigt werden ... Ich traue dem Braten zwar nicht immer so ganz, aber bisher klappte das immer recht gut, sodass ich auch diesmal zuversichtlich bin.

Ich hatte irgendwie den falschen Zug erwischt, der aber nur unwesentlich langsamer war als der angestrebte Thameslink, und ich fand es sehr interessant, mal mit dem Zug und von Süden her nach London zu fahren. In St Pancras stieg ich aus, kundschaftete schon einmal aus, wie das morgen mit dem Check-in so geht (soweit ich das konnte) und wanderte dann wenige Minuten in mein Hotel, das akzeptabel ist.

Nach kurzer Verschnaufpause ging es aber gleich wieder raus, ich fuhr mit der U-Bahn zum Trafalgar Square, machte eine Wanderung durch Whitehall, den Beamten-Bezirk in Westminster, kam an der Downing Street und dem Big-Ben-Turm vorbei, überquerte die Westminster Bridge mit Blick auf Parlament und London Eye und setzte mich dann in Waterloo wieder in die U-Bahn zurück, denn es sollte zum Abendessen gehen.

Ich entschied mich unterwegs, von dem angestrebten Pub mit peruanischer Küche Abstand zu nehmen (und auch vom traditionell englischen Pub), sondern steuerte - ich hatte jetzt mal wieder genug britische Küche gehabt - auf einen sehr gut bewerteten Griechen zu. Dort gab es eine kleine Meeresfrüchte-Vorspeise (war okay), danach ziemlich leckeres Moussaka und zum Nachtisch Baklava, dazu trank ich ein "Mythos"-Bier für teuer Geld, was alles in Ordnung, aber die ganz besonders hochlobenden Bewertungen verstehe ich nicht so hundertprozentig ... Sei's drum, ich bin satt, und geschmeckt hat es ja durchaus.

Ein kurzer Spaziergang nach Haus ins Hotel folgte (durch einen schönen Park in einer nicht unvornehmen Gegend ...), jetzt habe ich aber - schon recht früh - die nötige Bettschwere (wann habe ich die nicht?).

Morgen will ich so gegen 7.15 Uhr in St Pancras sein, Frühstück gibt es im Hotel eh nicht, da werde ich dann in Brüssel irgendwas zu Mittag essen, das passt dann schon, denn gehungert habe ich auf Guernsey und hier in London nun wirklich nicht ... 

Blick auf Lihou

Trafalgar Square

Big-Ben-Turm

Themse und London Eye

Parlament