Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Freitag, 27. Dezember 2019

Ohne Winterreifen

... sind die Autos, die ich jetzt für Riad und Dschidda gebucht habe, aber ich bin zuversichtlich, dass ich das bei Temperaturen um die 25 Grad gerade noch ohne schaffe, da unten in Saudi-Arabien. Jedenfalls habe ich eben für den Sonntag in Riad und für Sonntag Abend bis Dienstag Abend in Dschidda jeweils einen Kleinwagen gebucht. Die Mietwagen sind günstig, der Sprit sowieso, zweimal mit Uber vom Flughafen zum Hotel und zurück zu fahren wäre schon teurer, da werde ich mich mal ins Abenteuer saudi-arabischer Verkehr wagen, wird schon gutgehen ... Hoffe ich.

Morgen früh geht es - leider wieder zu nachtschlafender Zeit so gegen 5.30 Uhr - an den Flughafen in Frankfurt; ich werde am Schalter einchecken müssen, weil man bei SunExpress nicht online einchecken kann - behauptetet Kiwi (das Reisebüro, über das ich gebucht habe ...). Stimmt zwar nicht, aber sei's drum, denn ich werde wahrscheinlich sowieso doch ein Gepäckstück aufgeben. Dann kann ich ein bisschen bequemer reisen, wenn ich sowieso immer ein Autochen habe und muss nicht so aufs Gewicht (des Gepäcks!) achten ...

Um 8.05 Uhr jedenfalls geht der Flieger von Frankfurt nach Izmir, dort habe ich fünfdreiviertel Stunden Zeit, werde nach der Einreise erstmal mein Gepäck wieder aufgeben, denke ich, und danach vielleicht kurz in die Stadt fahren.

Um 18.55 Uhr geht der Flieger von Izmir nach Istanbul (Sabiha Gökçen), wo ich um 20 Uhr lande. Dort werde ich aus der Türkei auch schon wieder ausreisen, ehe es um 21.25 Uhr nach Riad geht, wo ich am Sonntag Morgen um 1.25 Uhr Ortszeit (23.25 Uhr deutscher Zeit) lande.

Für 2 Uhr habe ich mein Autochen bestellt, dann muss ich noch eine Dreiviertelstunde fahren und werde dann im Hotel bestimmt wohlverdient ins Bettchen fallen.

Nach kurzem, aber erholsamen Schlaf (haha) werde ich mal eine kleine Rundfahrt durch Riad fahren, mir diese Mall mit dem Flaschenöffnerturm anschauen und dann bei Einbruch der Dunkelheit wieder zum Flughafen zurückfahren, weil ich am Sonntag Abend ja schon weiter nach Dschidda fliege.

Dort habe ich jetzt auch ein Autochen gemietet, fahre zum Hotel und werde es mir zwei Tage in Dschidda gutgehen lassen. Zum Jahreswechsel fliege ich dann wieder zurück nach Riad, komme dort kurz nach Mitternacht an Neujahr an, checke mein Gepäck bei Royal Jordanian ein, reise aus, gehe vielleicht kurz duschen (vielleicht mache ich das aber auch schon in Dschidda, mal sehen, falls das geht) und fliege auf alle Fälle an Neujahr über Jordanien wieder zurück nach Frankfurt, wo ich um kurz vor 14 Uhr landen sollte.

Das wird (wie schon London, ohjeohje) ein kurzes, aber teures Ausflüglein, aber man will ja was sehen von der Welt - das wird gut werden ...

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Seit heute bin ich auch stolzer Besitzer eines neuen Handys, weil ich Held vom Erdbeerfeld mein einziges funktionsfähiges Handy in London im Uber vergraben habe und dieses nicht mehr gesehen ward. Weil ich in Saudi-Arabien aber nun auch gerne Fotos machen (und erreichbar sein) will, musste es heute halt eine Hauruckaktion werden ... Klappt schon ... (Und deswegen auch keine Bilder vom 25. Dezember ...)

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Der nächste Eintrag kommt dann also wahrscheinlich schon aus Saudi-Arabien. Selten war ich so gespannt auf ein Land, ich freue mich darauf, zu berichten.

(Ich bin eben singend zu "I'm so excited, I just can't hide it ..." durch meine Wohnung gehüpft ...)

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Zwei Fotos aus London habe ich mit dem Handy meiner Mutter gemacht:

Stadium von außen

... und innen
 

A spontaneous idea

... - also eine ganz spontane Idee - hatte ich gestern (vorgestern), als mir einfiel, dass am Boxing Day, dem 26. Dezember, in England traditionell Fußball gespielt wird. Und tatsächlich, es gab eine zu unseren Flugzeiten kompatible Begegnung (zumal ich mich um eine Stunde verrechnet hatte ...), nämlich ein Spiel von Tottenham um 12.30 Uhr britischer Zeit. Das würde reichen, um danach noch in Ruhe zum Flughafen zu fahren und nach Hause zu fliegen ...

Gesagt, getan, nach einem mehr oder weniger kleinen Missgeschick am Mittwoch Abend (dazu in ein paar Tagen mehr) war am Boxing Day Wiedergutmachung angesagt.

Wir wurden wieder vom Zimmermädchen angezählt, baten sie diesmal aber um Geduld, ich buchte noch das Ticket (meine Ma wollte nicht mit ins Stadion bzw. wurde halb dazu verdonnert, weil ich dann das Gepäck bei ihr deponieren konnte ...), bat die Rezeption um den Ausdruck (das klappte im zweiten Anlauf) und wir gingen wieder am Tower und an der Themse entlang in Richtung London Bridge.

Auf die Idee, mit der Linie 149 direkt zum Stadion zu kommen, waren nicht nur wir, sondern ganze Heerscharen von Koreanern gekommen (obwohl ihr Held, Heung-Min Son, nach einer Roten Karte im letzten Spiel gesperrt war), aber wir waren an einer frühen Haltestelle in den Bus eingestiegen und saßen im schicken roten Doppeldecker oben, vorne links ... Schee ...

Der Bus wurde so voll, dass der Fahrer keinen mehr einsteigen ließ, dafür schmiss er uns kurz vor dem Stadion raus, weil die Strecke gesperrt war.

Ich verfrachtete meine Ma und das Gepäck in eine hübschen Kneipe am Scotland Green, trank noch ein schnelles Guinness mit ihr und machte mich dann durch Wohngebiete auf den Weg zum Stadion.

Die Einlasskontrolle war im Vergleich zu Deutschland harmlos, es gab Bier und Breakfast Pìe (ein Gebäck mit Wurst, Bohnen und Ei drin, gar nicht soooo schlecht), auch wenn man das Bier nur auf der Promenade trinken und nicht in den Innenraum transportieren darf (wenn du das Spielfeld sehen kannst, darfst du kein Bier in der Hand haben, das steht wirklich irgendwo so ...).

Nun, das Stadion ist, ich kann es nicht anders sagen, wow ... Das Stadion wurde offenbar erst dieses Jahr eröffnet, und das ist von der Architektur außen und innen schon unglaublich schick anzusehen.

Das Spiel war in der ersten Halbzeit nicht ganz so berauschend, wurde dann aber nach dem Tor für Brighton etwas spannender (die machten das mit dem Abseits-Tor für Tottenham übrigens mit dem Video-Schiri ziemlich gut, da sah man sogar ein Standbild mit kalibrierter Linie auf den Stadion-Bildschirmen, so stelle ich mir das vor ...).

In der zweiten Hälfte drosch Harry Kane den Ball mit purer Gewalt zum 1:1 ins Tor, bekame Dele mit einem sehenswerten Lupfer das umjubelte 2:1 für Tottenham schoss. Mit dem Schlusspfiff rauschte ich aus dem Stadion raus, traf meine Mutter, die das Spiel in der - während der Partie - menschenleeren Kneipe geguckt hatte, und dann ging es zum Bahnhof Tottenham Hale.

Ich war nicht ganz sicher, ob die mit unserer Fahrkarte ab der Liverpool Street Station Stress machen würden, wenn wir unterwegs einsteigen wollten, aber das war gar kein Problem, wir bekamen einen Sitzplatz im Zug, kamen gut durch die Sicherheitskontrolle, tranken noch ein Abschlussgetränk und nahmen eine Abschlussmahlzeit ein (meine Ma hatte den ganzen Tag noch nix gegessen ...), bevor wir zum verspäteten Flieger watschelten ...

Der Flug war ereignislos, wir fuhren - noch nicht eingereist - mit dem leeren Skyline-Wagen zur Einreise, reisten am Terminal 1B ein und fuhren mit der S-Bahn und dem Bus zurück in meine Bude.

Jetzt sind wir müde, ein genaueres Fazit gibt's morgen/heute oder so.

Und am Samstag geht es ja schon wieder in Richtung Südosten, Türkei, Saudi-Arabien, hui ...

London und ich werde keine ganz dicken Kumpels werden, aber ein vernünftiges Verhältnis zwischen uns beiden erscheint nur im Bereich des Möglichen zu sein ... Gute Nacht!

Mittwoch, 25. Dezember 2019

Zu lange geschlafen

... habe ich heute Nacht, weil ich nach ungefähr zehn oder elf Stunden Schlaf heute Morgen vor allem müde war. Meine Ma und ich habe auf alle Fälle ausgeschlafen (selbst meine Mutter!!!), sodass wir vom Zimmermädchen dann aus dem Zimmer komplimentiert wurden. Ist mir auch noch nicht oft passiert, und schon gar, wenn ich mit meiner Mutter unterwegs war.

Wir liefen den Thames Path entlang, nachdem wir den Tower umrundet hatten, und hatten nicht nur tolle Ausblicke auf die Themse, sondern auch auf die Tower Bridge und die Shard ... Heute fuhr in London wirklich überhaupt nichts, und normalerweise ist die Stadt anscheinend auch leer an Weihnachten ... Heute war aber gar nichts normal, denn das Wetter war phänomenal und ganz London einschließlich der Hälfte ganz Frankreichs war auf den Beinen ...

Irgendwann in der Nähe der Southwark Bridge (wir hatten einen Abstecher auf die Millennium Bridge gemacht) hatten wir genug und ließen uns von einem Uber in die Nähe des Buckingham Palace bringen. Wir liefen durch den Green Park, guckten uns den Palast an und gingen danach wieder durch den Green Park zurück zu unserer Kneipe von gestern.

Nun, unser Weihnachtsessen war sehr lecker und wurde mit einigen wenigen Bieren angereichert - wir erzählten und erzählten, und irgendwann brachen wir - schon im Dunkeln - zum Piccadilly Circus auf. Dort fielen wir in die "Körperwelten" ein und guckten uns Gunther von Hagens' skandalumwitterte Ausstellung an - was daran skandalös sein soll, erschließt sich mir zwar nicht so richtig, denn das war sehr interessant, aber sei's drum ...

Die Heimfahrt wurde in einem weiteren Uber bewältigt und jetzt sind wir schon im Bett ...

Fotos gibt's heute keine, hoffentlich dann aber morgen.

Dienstag, 24. Dezember 2019

Aua

Eigentlich hatte ich mir für heute ein paar schöne Überschriften überlegt, aber "aua" trifft es einfach am besten - und tun die Füße so dermaßen weh, dass es nicht mehr schön ist ...

Der Wecker heute ging um 3.30 Uhr runter, es war grausam, wie ich nicht müde werden zu betonen, aber den Bus um 4.28 Uhr erwischten wir und auch den Umstieg in die S-Bahn, die ziemlich pünktlich am Frankfurter Flughafen ankam.

Die Ausreise am Terminal 1C war leider noch zu, sodass wir zurücklatschen und die Skyline zum Terminal 2 nehmen mussten. Die Ausreise ging einigermaßen schnell, die Sicherheitskontrolle ebenso, auch wenn da ganz offensichtlich die eine oder andere erstmals geflogen ist, ganz furchtbar ...

Wir waren im letzten Bus, der brauchte ein bisschen, bis er abfuhr, im Flieger saßen wir getrennt, aber ziemlich pünktlich waren um 7.20 Uhr in Stansted gelandet. Die Einreise - nach langem Fußmarsch - ging überraschend schnell, um 7.55 Uhr waren wir eingereist, um 8 Uhr fuhr der Zug ab, den wir gerade so erwischten ...

Unterwegs wurde eine Frühstückskneipe ausgekundschaftet, in die wir auch reinkamen, auch wenn ein Müllauto, das hupend durch die sehr enge Straße fuhr, meine Ma ziemlich erschreckte. Es wurden ein Ei Benedicte bzw. ein full English breakfast verspeist, dazu Kaffee und Earl-Grey-Tee, und um 10 Uhr war Zeit für Frühschoppen, sodass das erste Bier vereinnahmt wurde.

Danach ging es mit der U-Bahn zum Tower und zehn Minuten zu Fuß zum Hotel. Als wir nach dem Check-in-Prozess zum Zimmer kamen, mussten wir in Richtung Themse abbiegen - wir haben ein Zimmer mit Blick auf die Themse, die Tower Bridge, die Shard und zudem auf die Finanzhochhäuser der Canary Wharf ... Das Hotel ist von außen von äußerster brutalistischer Hässlichkeit, aber der Ausblick vom Zimmer ist toll ...

Wir hielten uns nicht lange auf, sondern liefen - bei Sonnenschein, und das in London! - über die Tower Bridge und in Richtung London Bridge Station. Dort ging es wieder in die U-Bahn und weiter nach Westminster. Es folgten kurze Abstecher zur Downing Street, in ein weiteres Pub und zum Parlament, dessen Besucherzentrum aber geschlossen war.

Über die Westminster Bridge, vorbei an Hütchenspielern und Dudelsack spielenden Schotten, ging es zum London Eye, für das ich online Karten buchte ... Ob man dafür 30 Pfund pro Person zahlen muss, sei mal dahingestellt, aber wenigstens geht die Fahrt ziemlich lange, die Fenster sind ganz okay geputzt und der Ausblick ist schon toll, auf die Themse, das Parlament, St. Paul's, Buckingham Palace, ach, was sag ich, ganz Zentral-London ... Schon schick das Ding, auch wenn die pro 30-Mann-Fahrteinheit 1.000 Euro Umsatz machen, nicht schlecht ...

Vom London Eye sahen wir ein 80 Meter hohes Kettenkarussell, das ich ausprobieren musste. Das Finden des Eingangs erwies sich als schwieriger als gedacht, auf dem Weihnachtsmarkt (mitsamt German Bratwurst) war er nicht - es stellte sich heraus, dass wir daran vorbeigeschossen waren, als wir eine Toilette gesucht hatten ...

Nun, was soll ich sagen: feuchte Hände, ziemlicher Wind, Schuhe blieben an den Füßen, ziemlich cool ...

Jetzt taten uns aber wirklich die Füße weh, sodass wir uns zur Waterloo Station quälten, wieder in die Jubilee Line herabfuhren, zwei Stationen mitnahmen und am Green Park wieder auffuhren. In einer Seitenstraße in der Nähe des Ritz ist ein wunderbares Pub mit konsequenter Weihnachtsdekoration, und dort verspeisten wir schottischen Lachs, Fish & Chips und drei Puddings zum Nachtisch. Dass dazu Bier getrunken wurde, gehört ins Reich der Legenden.

Der Heimweg wurde in einem Uber angetreten, die Füße tun uns sooooo weh, und gleich geht's in die Horizontale...

Ein toller Tag in London, aber keineswegs erholsam - an die Arbeit habe ich aber erst am späten Nachmittag erstmals gedacht.

Jetzt schlafen, morgen ausschlafen, frohe Weihnachten allen Lesern und einen schönen Heiligabend!

Blick aus dem Zimmer auf Tower Bridge und Shard

Blick von der Tower Bridge auf den Tower

Themse und London Eye von der Westminster Bridge

Blick aus dem London Eye auf die Houses of Parliament

Sonntag, 22. Dezember 2019

Um ein Haar

... hätten meine Ma und ich am Freitag Abend eine Schnapsidee gebucht und heute eine Schnapsidee vollzogen, aber am Freitag hab ich das versemmelt, weil ich zu lange gezögert habe, und heute waren wir einfach faul ...

Wir saßen am Freitag Abend im Sherry und irgendwie kam ich doch auf die Idee, nochmal nach etwas völlig Beklopptem für Ende Februar zu gucken, da fiel mir ein Emirates-Flug (jeweils über Dubai) nach Dschibuti-Stadt und von Hargeisa, der Hauptstadt Somalilands, ins Auge, der nur 664 Euro kostete - die Strecke wird nicht so gut bedient und ist daher meist deutlich teurer.

Fast war meine Mutter so weit, aber dann hat sie sich doch gesträubt und mir am Ende auch ausgeredet, das für mich allein zu buchen ... Menno.

Gestern Morgen ging es dann zu einigermaßen akzeptabler Zeit in Richtung Rheinland, und meine Mutter wollte nach Kevelaer. Das ist nicht nur ein katholischer Wallfahrtsort, sondern auch Heimstätte einer Künstlerin, die diversen Merchandise mit wirklich witzigen Motiven macht ...

Nachdem wir in der Boutique dort einen mittelprächtigen Großeinkauf gemacht hatten, machten wir auch einen kurzen Ausflug in die Kerzenkapelle, die Gnadenkapelle und in die Basilika - doch, das ist alles ganz hübsch, vor allem die Gnadenkapelle mit ihrem goldigen Dach und dem Mosaikfußboden hat mir sehr gut gefallen ...

Danach ging es in den Heimatort meiner Mutter zum inzwischen traditionellen Cousinentreffen. War auch dieses Jahr wieder schön ...

Nach einem guten Frühstück heute fuhren wir in die Niederlande, nach Venlo, und kauften dort ein - unter anderem die Muscheln und den Fisch, den wir heute Abend als Vesper uns einverleiben ...

Wir hatten uns kurz überlegt, ob wir einen Ausflug über Belgien, Luxemburg und Frankreich machen (in Luxemburg war ich dieses Jahr noch nicht ...), aber da wir drei, vier Stunden mehr gebraucht hätten und das Wetter nicht so toll war, ließen wir das sein.

Beide Vernunftentscheidungen waren, glaube ich, ganz okay, denn die kommende Woche wird ja auch spannend ...

Am Dienstag Morgen geht es nach London, morgen muss ich noch Bordkarten und die Fahrkarte Stansted-Innenstadt ausdrucken ...

Oh, das wird gut ...

Ein paar Fotos aus Kevelaer:

Kerzenkapelle

Gnadenkapelle - Blick nach oben

Gnadenkapelle - Blick nach unten

Basilika

Montag, 9. Dezember 2019

Portugal II?

2012 war ich mit meiner Mutter und zwei Freunden in der Ukraine, um das deutsche EM-Spiel in Lemberg gegen Portugal zu gucken, vielleicht gucke ich acht Jahre später das Spiel Deutschland gegen Portugal in München.

Jedenfalls habe ich eben - relativ spontan - ein Ticket beantragt und vielleicht habe ich ja, ähnlich wie 2010 (in Durban/Südafrika gegen Australien), 2012 (in Lemberg/Ukraine gegen Portugal), 2014 (in Recife/Brasilien gegen die USA), 2016 (in Lille/Frankreich gegen die Ukraine) und 2018 (in Kasan/Russland gegen Südkorea), Glück und "gewinne" wieder eine Karte.

Wieder habe ich eine Karte der höchsten Kategorie bestellt, und die kostet jetzt 2020 stolze 185 Euro, aber wenigstens müsste ich nicht großartig fliegen, sondern könnte gemütlich im Zug (oder im Auto) nach München fahren.

Nachdem Deutschland sich ja direkt qualifiziert hatte und Ungarn sich bestenfalls über die Play-offs qualifizieren kann, war meine insgeheime Hoffnung, dass Deutschland in Budapest spielt, dahin, aber München ist ja auch ganz ansehnlich ...

Das Spiel gegen Portugal jedenfalls wäre am 20. Juni 2020 um 18 Uhr, sodass ich vielleicht sogar ohne Übernachtung in München auskäme, morgens gemütlich anreisen und einfach um 0.01 Uhr am Sonntag Morgen zurück nach Frankfurt und dann am Morgen mit der S-Bahn weiter nach Wiesbaden führen. Würde dann zwar ein langer Tag, aber das wäre ja nichts Neues für mich ...

Mal sehen, spätestens Ende Januar bekomme ich Nachricht, und falls das jetzt nicht klappt, gucke ich halt nochmal in einer späteren Verkaufsrunde, ob da noch etwas zu holen ist ... Wer das nicht gemerkt hat: Ich bin ja so'n bisschen serienverliebt, und das sechste Fußball-Großereignis in Folge mitzunehmen, wäre natürlich schon eine hübsche Serie ...

Zu hoffen wäre nur, dass ich zurück auf die Deutschland-Siege-ohne-Gegentor-Serie zurückspringe und nicht das Südkorea-Spiel in Kasan, von dem ich immer noch leicht traumatisiert bin, der Beginn einer neuen Serie war ...

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Am Samstag habe ich - nun endlich - mein saudi-arabisches Visum beantragt, eine Viertelstunde nach Absendung des Antrages war das eVisum da, das ging fix ... Nun steht also der Reise ins Reich von Mohammed bin Salman nichts mehr entgegen, in drei Wochen um diese Zeit bin ich schon in meinem 143. Land. Saudi-Arabien wird das 17. Land der Arabischen Liga, das ich besucht habe, dann fehlen nur noch Dschibuti, Jemen, die Komoren, Libyen und Somalia. Jemen und Libyen stehen so bald nicht auf dem Speiseplan (der war absichtlich!), Somalia allenfalls in Form von Somaliland und dann wahrscheinlich in Verbindung mit Dschibuti, und die Komoren könnten mal ein Strandurlaub abseits der ausgetretenen Pfade werden.

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Die nächsten drei Wochen werden also reisereich, mit dem Ausflug in den Heimatort meiner Mutter mitsamt Abstecher nach Venlo in den Niederlanden, mit Weihnachten in London und eben mit Silvester in Saudi-Arabien, sie werden aber auch noch einmal sehr arbeitsreich ... Nach Catania oder aber spätestens nach Istanbul sollte es aber ein bisschen entspannter werden, und solche Zwischenziele sind ja doch was Schönes ...

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Am Wochenende hatte ich Besuch von zwei Schulfreunden, und es wurde - mal wieder - lose vereinbart, den Kollegen in den Niederlanden mal wieder zu besuchen. Das kann also 2020 auch noch kommen ... Wird schon ...

Dienstag, 3. Dezember 2019

Links blinken, rechts fahren

So ist womöglich der Fahrstil in Catania auf Sizilien, aber vor allem habe ich manche der werten Leser mit dem letzten Blogeintrag ziemlich verwirrt.

Also, ich fahre allein nach Saudi-Arabien, und eventuell mit einer Freundin nach Usbekistan und Tadschikistan.

Catania fällt jetzt natürlich auch vom Himmel, nachdem ich so viel über andere Ziele gesprochen habe, aber gestern saß ich mal wieder in meinem Wohnzimmer - also, ähem, im Sherry - und guckte - wie immer mal wieder im Winter - nach günstigen Flügen in den ersten Wochen des Jahres.

Ich entdeckte einen günstigen Flug nach Catania und ein noch günstigeres Hotel angeblich direkt am Dom in Catania, und beides habe ich dann eben gebucht.

Meine Ma, die natürlich mitkommt, musste nur ein bisschen überredet werden, denn spätestens als ich von Pizza und Pasta sprach, wollte sie natürlich gerne mit.

Nun geht es am Freitag, dem 17. Januar, nachmittags an den Flughafen und mit Ryanair nach Catania. Dort kommen wir um 18 Uhr an, sollten bis um 20 Uhr im Hotel sein, sonst muss ich 20 Euro Aufpreis zahlen (auch ein interessantes Geschäftsmodell ...), und haben dann den ganzen Samstag und den Großteil des Sonntags in Catania. Gegen 18.30 Uhr geht es am Sonntag wieder zurück, um 21 Uhr sollten wir wieder landen, dann sind wir um 22.30 Uhr oder so wieder daheim.

Ich war noch nie so richtig in Süditalien und entsprechend auch noch nie in Sizilien, ich bin sehr gespannt und gucke schon ganz neugierig, was man da so alles anstellen kann und ob man ein Auto nehmen oder es bleiben lassen sollte.

Ich werde, natürlich, berichten ...

Sonntag, 1. Dezember 2019

Alles im Fluss

Nein, ich bin nicht mal wieder in den Rhein gefallen. Erstens war ich in letzter Zeit nicht am Rhein, allenfalls über den Rhein unterwegs, und zweitens bin ich überhaupt erst einmal in den Rhein gefallen (und auch nur dann, wenn man den Bodensee als Teil des Rheins betrachtet), aber da war ich vier oder fünf, hab die Warnungen meiner Eltern und Großeltern nicht beachtet, und - plantsch - lag ich im Wasser. Blöder See ...

Alles im Fluss ist vielmehr bei der Reiseplanung für 2020 der Fall: Meine Ma und ich haben in den letzten Wochen hin- und herüberlegt, was wir mit der traditionellen Reise über ihren Geburtstag machen, weil sie da Termine hat und mir der März arbeitstechnisch auch nicht so richtig gelegen kommt. Erst haben wir dann alles auf Februar vorgezogen, im Moment sind wir eher auf dem Trip, dass wir über meinen Geburtstag im September zusammen - und dann gerne auch zwei Wochen - zusammen wegfahren. Ich fürchte, so richtig feststehen wird das erst, sobald wir gebucht haben ...

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Fast hätte ich am Freitag Abend und gestern die Flüge nach Neuseeland gebucht. Ich hatte ein tolles Angebot von Air China (jaja, trotz der Aktion mit unseren Myanmar-Flügen) gesehen, das - zugegebenermaßen - fast schon zu günstig war (unter 650 Euro nach Auckland und zurück). Ich versuchte zu buchen, aber plötzlich verdoppelte sich der Preis, und fast 1.300 Euro sind mir dann doch zu viel. Da ist irgendein Fehler in der (Buchungs-)Matrix bei Air China, das ist ärgerlich. Jetzt werden meine Reisebegleitung und ich hoffentlich Anfang Januar mal in Bonndorf zusammensitzen und Fische mit Köpfen - oder Butter bei die Nägel? - machen ... oder auch nicht, emol luege, wie man im Schwarzwald sagt (und das "ue" wird getrennt und nicht wie "ü" ausgesprochen!).

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Dafür ist Tadschikistan jetzt gelb - mal wieder. Tadschikistan ist ein ewiges On und Off bei mir, 2017 hab ich das schon gelb gemacht, 2018 auch, scheint mir, und jetzt ist es halt für Fronleichnam 2020 gelb. Ich hab gestern Abend mit einer Freundin gechattet, die auch gerne reist, und nach einigem Überlegen und Verhandeln haben wir uns jetzt - fast - schon auf Usbekistan und Tadschikistan geeinigt. Wenn sie arbeitstechnisch grünes Licht bekommt, könnte ich mir vorstellen, dass Tadschikistan - diesmal wirklich - ganz schnell hellgrün wird. Das wäre auch nicht das Schlechteste ...

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Da ich jetzt doch dieses und nächstes Jahr in die Türkei komme, verlängert meinen "Turkey Streak", die unterunterbroche Reihe von Kalenderjahren, in denen ich mindestens einmal in die Türkei eingereist bin, auf die Jahre von 2014 bis 2020, und überhaupt gibt es seit 2008 nur zwei Jahre (2010 und 2013), in denen ich gar nicht in der Türkei war.

Auch der Istanbul Streak bleibt bei 2014 bis 2020, auch wenn der asiatische Flughafen, an dem ich am 28. Dezember aus Izmir ankomme, ausreise und nach Riad weiterfliege, anscheinend rein formal nicht zur Stadt Istanbul gehört, aber das ist mir jetzt wurscht ...

Achso, ein Hotel in Istanbul haben wir diese Woche auch gebucht. Normalerweise buche ich, wenn ich selbst buche, ja immer ein Hotel in Sultanahmet, aber unsere Istanbul-Expertin (sie hat einige Jahre in Istanbul gelebt) hat ein Hotel am Taksim-Platz vorgeschlagen, und da nehmen wir jetzt vom 31. Januar bis 2. Februar Quartier ... Das wird super ...

Der Asia Streak - seit 2013 war ich jedes Jahr mindestens einmal in Asien (wobei der asiatische Teil der Türkei, die Kaukasus-Staaten und Zypern da nicht mitgezählt werden), auch diese Kette bleibt erhalten.

Und - jetzt ist dann aber bald Schluss mit dem Statistik-Bohei - dieses Jahr werden es dann doch fünf Kontinente - das ist mir erstmal in zwei Jahren (2010 und 2015) geglückt. Aber dieses Jahr war ich in Europa, in Afrika (Südafrika, Mosambik, Mauritius, Guinea, Sierra Leone, São Tomé and Príncipe und Angola), in Südamerika (Kolumbien, Peru, Brasilien), in Nordamerika (Panama und Kuba) und komme noch nach Asien (Saudi-Arabien).

Insgesamt werden es nach jetziger Zählung in diesem Jahr 28 Länder (25 bisher besuchte, die Niederlande am 21. oder 22. Dezember, die Türkei am 28. Dezember und Saudi-Arabien ab dem 29. Dezember), das ist kein neuer Rekord (das waren 29 Länder letztes Jahr, als wir die Einkaufsfahrt nach Venlo noch ein bisschen mit Belgien gepimpt haben ...), aber dafür wird das dritte Jahr in Folge, in dem ich mindestens 25 Länder (nicht neue Länder!) besucht habe ...

Apropops neue Länder: Das werden dann dieses Jahr neun sein (Mosambik, Mauritius, Kolumbien, Kuba, Guinea, Sierra Leone, São Tomé and Príncipe, Angola und Saudi-Arabien) - sehr schön, aber da waren es 2010 (11), 2016 (10) und 2017 (13) schon mehr. Ich würde trotzdem nicht sagen, dass ich es dieses Jahr habe ruhig angehen lassen ...

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Das Visum für Saudi-Arabien sollte ich auch in den nächsten Tagen beantragen, dann habe ich es einfach hinter her ... Notfalls kriege ich das anscheinend auch am Flughafen bei Anreise, aber mir ist es einfach lieber, wenn ich den Zettel schon in der Hand halte, dann können sie am Check-in keine Scherereien machen ...

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Frohen ersten Advent, ich bin gleich in der Sauna (aber in Obertshausen, weil die Kaiser-Friedrich-Therme hier in Wiesbaden es geschafft hat, alle drei Thermalbecken kaputtzumachen, und dann macht Sauna allein da auch keinen richtigen Spaß ...).

Samstag, 23. November 2019

Um Mitternacht im Flieger

... sitze ich nicht zum ersten Mal, aber zum ersten Mal wird das an Mitternacht vom einen auf das andere Jahr (christlicher Zeitrechnung) sein. Das "christlicher Zeitrechnung" betone ich deswegen so, weil in Saudi-Arabien überhaupt kein Neujahr ist, und da der Flug von Dschidda zurück nach Riad ein saudischer Inlandsflug sein wird, vermute ich, dass das vielen Leuten auf dem Flug völlig egal sein wird.

Ich bin die letzten Tagen - ach, was sag ich? Wochen! - um Saudi-Arabien herumgeschlichen, habe dabei zugeguckt, wie die Preise täglich höher wurden, gestern habe ich das Ganze noch abgeblasen, aber heute - nach einem bizarren Traum - dachte ich mir mal wieder, dass ich morgen auch schon tot sein könnte, und dann sollen meine Erben wenigstens noch ein paar Reisen stornieren müssen ...

Ich fliege also - über Silvester ist es, sehr verwunderlich das Ganze, sauteuer und deswegen musste ich ein bisschen improvisieren, am 28. Dezember morgens von Frankfurt nach Izmir in der Türkei. Dort habe ich sechs Stunden Aufenthalt, die ich - mit ein bisschen Planung - vielleicht für einen kurzen Abstecher in die Stadt nutzen kann. Am Abend geht es dann mit einem Inlandsflug nach Istanbul (an den asiatischen Flughafen). Dort muss ich wieder ausreisen und lande am 29. Dezember morgens um halb zwei in Riad.

Ich werde entweder per Uber oder mit dem Mietauto in mein Hotel fahren, ein bisschen schlafen, mir am 29. Dezember dann Riad angucken, wieder zum Flughafen fahren und am Abend von Riad weiter nach Dschidda fliegen.

Dort gucke ich auch mal, ob ich mir ein Auto miete (die Autos selbst kosten da unten wenig und der Sprit ja angeblich fast nix) oder Uber fahre, um an mein Hotel an der Corniche von Dschidda zu kommen. Das Hotel ist - fast - fußläufig von der Altstadt von Dschidda zu erreichen, sodass ich mir das mit dem Auto noch überlege, wir werden sehen.

Die Altstadt von Dschidda schließlich soll sehr schön sein (und ist auch Weltkulturerbe), da will ich mir das da mal angucken, bevor die Touristenscharen nach Saudi-Arabien einfallen. Vielleicht gehe ich schnorcheln, vielleicht fahre ich - dann sicher mit dem Mietauto - in Richtung Berge, das entscheide ich vielleicht sogar spontan.

Am 31. Dezember geht es also in den Flieger, mit dem ich an Neujahr in Riad lande, ich habe fünf Stunden zum Umsteigen, das muss reichen, und dann geht es mit Royal Jordanian über Amman (nur kurzer Umstieg) wieder zurück nach Frankfurt.

Das wird mal wieder richtig Abenteuer, aber ich bin so gespannt auf Saudi-Arabien, auf die Leute, wie offen die sind den Ausländern gegenüber, auf die Wüstenarchitektur in Riad, auf die Altstadt von Dschidda, aber ein bisschen Urlaub soll es natürlich auch sein ... Der Swimmingpool oben auf dem Dach meines Hotels ist hoffentlich für die Männer, denn dann würde ich da sicher mal die eine oder andere Runde schwimmen, sofern man das am Strand unten nicht darf (wovon ich ausgehe ...). (Und ja, deswegen habe ich mir jetzt auch den Meerblick im Zimmer gegönnt ...)

So richtig billig ist das alles nicht, aber es wird jetzt halt so langsam schwer, einfach mal schnell über Silvester in neue Länder zu kommen.

Sonntag, 17. November 2019

Am Ort des Verbrechens

... waren wir gestern scheinbar, wenn wir dem Foto geglaubt hätten, das ein junges Pärchen schoss, als wir gerade aus dem Rooftop-Minigolf kamen: Auf sein (oder ihr?) Geheiß legte sie sich mit ihrem beigefarbenen Overall mitten auf die (wenig befahrene Straße) und tat so, als ob sie tot wäre. Er fotografierte, danach stand sie wieder auf, und die beiden gingen ihrer Wege - naja, Briten halt ...

Das Frühstück gestern Morgen war (ebenso wie das heute Morgen) sehr gut, und weil meine Mitreisenden noch was an der Klimaanlage ihres Zimmers regeln mussten (und sich am Freitag ja auch schon Manchester angeguckt hatten), machte ich mal eine kleine Runde durch die Stadt. Ich lief an St. Ann's vorbei, über das Flüsschen, ging in Salford an der Uferpromenade entlang (mit Blick auf ganz neue Glasarchitektur, aber dahinten eben auch mit Blick auf die Kathedrale von Manchester) und war dann pünktlich zum vereinbarten Zeitpunkt wieder in der Hotellobby.

Zusammen gingen wir in Richtung Kathedrale und in diese rein - und die Stimmung dort war sehr eigentümlich, weil der gesprächige Flohmarkt gar nicht in diese schöne Kirche passte, die mit ihren unglaublich schönen Fenstern glänzt - ganz, ganz großartig ...

Nach einer ausreichenden Anzahl Fotos liefen wir - einen Harry-Potter-Shop suchend und ihn nach einiger Zeit in einem Hinterausgang des Arndale Shopping Complex findend - wieder in die Einkaufstempel, guckten uns im Disney Store um und suchten dann gegenüber des - ebenfalls sehr beeindruckenden - Rathauses mit seinem sehr an den Glockenturm von Big Ben erinnernden Turm ein Pub auf.

Nun, das erste Ale war nicht so ganz mein Geschmack, aber die darauffolgenden Dark Ales waren war stoutig und damit sehr lecker. Dazu gab es - wenn man schonmal in England ist, ist das obligatorisch - Fish und Chips, aber auf das "Northern Upgrade" mit Currysoße verzichte ich, das passte für mich nicht so richtig ...

Nach dem Genuss einiger Biere machten wir uns auf zum John-Rylands-Bibliothek, und von außen glaubt man, man betrete eine Kirche. Der historische Lesesaal ist jedenfalls sehr beeindruckend, was nicht nur an der sehr alten Ausgabe von "Robinson Crusoe" lag. Mit Harry Potter wird ja gern alles und jedes verglichen, aber diese Bibliothek wäre dort jedenfalls nicht völlig fehl am Platz gewesen ...

Der anschließende Spaziergang nach Chinatown war ein Griff ins ... weniger Beeindruckende, gerade weil der hübsche Bogen, den sie da zur Begrüßung in Chinatown hingestellt haben, das einzige Teil ist, was man sich gerne anguckt ...

Nun denn, die Tatsache, dass wir in die Sushi-Bar mangels Platz nicht reinkamen, war sinnbildlich für den Rest des Abends, denn alles, wirklich alles in Manchester war voll. (Das mag sehr gut am Weihnachtsmarkt gelegen haben, auf dem in gefühlt jedem zweiten Stand "German beer", "Brat Wurst" und "Curry-Wurst" angeboten wird ...

Jedenfalls reservierten wir dann für in einer halben Stunde beim Vietnamesen, gingen noch für einen Drink in eines der ältesten Pubs von Manchester (wären trotz des riesigen Außenbereichs auch fast nicht reingekommen ...) und eroberten dann schießlich den reservierten Platz beim Asiaten. Das Phở war sehr lecker, das Hanoi-Bier weniger, aber nachdem wir schließlich gezahlt hatten, ging es durch ein altes Fabrikareal ein, aus dem sie ein wunderbares Kneipenviertel gemacht haben. Nach einer Runde Minigolf (schwach angefangen, stark nachgelassen ...) fielen wir ins Crown & Anchor ein, um dort ein weiteres Getränk zu verzehren. Das war wiederum lecker ...

Heute Morgen wurde wieder gefrühstückt, und danach teilten wir uns auf: Der Freund meiner sehr guten Freundin und ich fuhren in Richtung Media City/Imperial War Museum/Old Trafford, während die anderen drei nochmal shoppen gingen.

Ich hätte fast vergessen, dass ich einmal pro Reise jemanden im Seich herumführen muss, sodass ich die Chance nutzte, als wir in den Straßenbahnersatzverkehr einzusteigen, dass ich den Kollegen mal schön durch die Pampa führte. Dank Google Maps bemerkte ich meinen Fehler schnell, sodass er behoben werden konnte. (Wenn wir eine Haltestelle später aus der Straßenbahn umgestiegen wären, wäre alles viiiiel besser gewesen ...)

Nun denn, wir stiegen an den Manchester Quays aus, bewunderten die großen Bauten von BBC und ITV, überquerten den Fluss, machten einen kleinen Abstecher ins Imperial War Museum (sehr interessant und vor allem sehr schön, dass wir trotz allen Brexits und "Don't mention the war" und so weiter in Wirklichkeit uns nicht mehr vorstellen können, gegen die Briten oder die anderen Völker unseres Kontinents Krieg zu führen ...) und liefen danach weiter zum Stadion von Manchester United, Old Trafford.

Es wurden im Vorbeigehen ein paar Fotos gemacht, danach suchten wir die Bushaltestelle für den Schienenersatzverkehr und waren überraschend schnell wieder in der Innenstadt.

Wir entschieden uns, schon ein wenig vorfristig ins reservierte Mittagessenlokal einzufallen, und dort verzehrte ich eine Fischplatte und das eine oder andere Guinness. Nach dem Essen (der schottische Lachs war fantastisch!) ging es zurück ins Hotel, ein Uber wurde bestellt und fuhr uns an den Flughafen.

Die Sicherheitskontrolle hier war unterirdisch: Da hatte ich schon ordungsgemäß meinen Rechner und die Flüssigkeiten ausgepackt, trotzdem wurde das Ding einer Sonderkontrolle unterzogen (bzw. es war plötzlich weg), kam dann wieder, nur um nochmal - unverändert - durch das Röntgengerät zu fahren. Ne, lieber Platzeinweiser, das sind nicht die doofen Reisenden, die für Verzögerungen sorgen, sondern die bekloppten und völlig chaotischen Sicherheitskontrolleure ... Vielleicht waren die Kontrolleure in Stansted doch eher die Ausnahme als die Regel ...

Danach saß ich in der Lounge und trank noch ein niederländisches Bier. Der Flug zurück nach Frankfurt war einer der wackligsten in meinem Leben, aber wenn man jetzt keine Flugangst hat, musste man sich da auch nicht in Hose machen ...

Manchester gefällt mir ziemlich gut, das muss ich sagen, auch wenn ich - wie immer - keine Begründung für Gefallen (oder Ablehnung) habe. Dieser Mix aus hochmodernen Glasbauten, Backsteinhäusern und uralten Kathedralen, dieser Bevölkerungs- (und daraus folgend Gastronomie-)Mix, die wunderbaren gemütlichen Pubs, der gute öffentliche Nahverkehr - das war richtig schön hier. (Und eben im "Old Wellington", das übrigens auch einen eigenen Wikipedia-Eintrag hat, war ich sogar ein bisschen wehmütig.) Manchester wird hiermit offiziell meine Wiederkehr angedroht (ich muss mal Buch führen, welchen Städten/Ländern ich das schon angedroht habe, so langsam verliere ich den Überblick ...).

Ein ausführliches Fazit folgt vielleicht in den nächsten Tagen. Fotos gibt's jetzt schon ...

In der Kathedrale

Kathedrale von außen

Bibliothek

Historischer Lesesaal

Rathaus mit Weihnachtsmarkt

Chinatown

Quays mit Imperial War Museum (links) und Fernsehstudios

Old Trafford

Samstag, 16. November 2019

Völlig bekloppt

... sind sie am Frankfurter Flughafen, völlig bekloppt, alle miteinander, vor allem aber die Planer der Security-Schlangen und ein paar Passagiere.

Es scheint, der Freitagabend kommt für die Planer am Flughafen immer völlig überraschend, denn an der Hauptkontrolle am Terminal B war eine Riesenschlange (angeblich eineinhalb Stunden Wartezeit). Ich wich auf das Terminal C aus, reiste dort problemlos aus, stand dann aber am Terminal B an der nun komplett unterbesetzten Transitsicherheitskontrolle. Es waren genau zwei, in Worten (achne, das eben war auch schon ein Wort) zwei, Schleusen geöffnet, und vor uns waren einige Leute, die trotz zig Minuten Wartezeit erst auf die Idee kamen, ihre Computer und Flüssigkeiten auszupacken, als sie schon dran waren. Wahrscheinlich sind das dann genau die Leute, die sich beschweren, wenn die Sicherheitskontrolle so lange dauert ...

Die junge Frau vor mir schoss aber den Vogel ab, die hatte fast ausschließlich Flüssigkeiten über 100 ml dabei, keinen Beutel und brauchte so ewig, dass die Oberkontrolleurin, die sah, dass ich - meines Zeichens Vielflieger, höhö - mein Zeug schon fein säuberlich vorbereitet hatte. Ab dann ging's dann, denn hinten an der Gepäckausgabe war ein (wirklich) lustiger Vogel dabei, sodass ich den Herrschaften dann doch nicht nur aus Höflichkeit einen schönen Abend wünschte. Boah, Flughafensecurityplaner, alle in einen Sack und draufhauen, triffste keinen Falschen ...

Jetzt sitze ich aber hier im "Goethe", der "typisch deutschen" Kneipe im Non-Schengen-Bereich des Terminals B und genieße mein Feierabendbierchen. Ich hatte gut daran getan, einigermaßen zeitig zum Flughafen zu fahren, sodass ich trotz der Warterei jetzt doch noch mehr als eine halbe Stunde Zeit bis zum Boarding habe und das Pils wirklich genießen kann und nicht herunterstürzen muss.

Ich bin sehr gespannt auf Manchester, meine Freunde haben mich im Hotel schon eingecheckt, sodass ich vom Flughafen direkt in die Straßenbahn durchstarten werde (ich lande um 22.35 Uhr, und die letzte Bahn fährt um 0.12 Uhr, das müsste ich schaffen ...) und idealerweise noch kurz vor Mitternacht im Hotel aufschlage. Mal sehen, ob die anderen, die heute Mittag von Berlin-Schönefeld geflogen waren, eine gute Bar außerhalb des Hotels aufgetan haben oder ob die - normalerweise sehr gute - Hotelbar des Motel One einspringen muss.

Ich werde berichten und dann heute Nacht den finalen Bericht hochladen. Ha, ihr Engländer, ihr seid immer noch EU-Bürger, haha ...

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Joa, der Flug war ein bisschen unruhig, aber war schneller als gedacht, die Einreise ins Vereinigte Königreich war ein bisschen langwierig, weil die Briten die elektronische Einreisekontrolle auch noch nicht alle so richtig durchdrungen haben, aber dann hatte ich Glück, dass ich gerade noch auf die abfahrbereite Straßenbahn aufhüpfen konnte. Um kurz vor Mitternacht kam ich an der Market Street an, ging am - geschlossenen - Weihnachtsmarkt vorbei durch hell beleuchtete, aber nicht so richtig hübsche Gässchen, kam an einigen hübschen Gebäuden vorbei und landete schließlich in meinem Hotel.

Nach kurzer Verwirrung bekam ich meine Zimmerkarte, ich verzichtete darauf, das nächtliche Manchester zu erkunden und gehe jetzt gleich ins Bett, denn morgen um 9 Uhr sind wir zum Frühstück verabredet.

Die Straßenbahn vom Flughafen war außerordentlich leer, das hat mich schon überrascht, aber nun denn ...

Ich bin sehr gespannt auf Manchester. Gute Nacht!

Samstag, 9. November 2019

"Der Name der Rose"

... wurde 1985 zu einem beträchtlichen Teil im Kloster Eberbach im Rheingau gedreht, und obwohl das Kloster nicht einmal zwanzig Kilometer von Wiesbaden entfernt ist, bedurfte es des Besuchs einer alten Studienkollegin aus Jena und ihres Wunsches, dort mal hinzufahren, dass ich zum ersten Mal in meinen inzwischen über sieben Jahren in Wiesbaden meinen Poppes nach Eberbach gekriegt habe ...

Es ist ja nicht so, dass ich zum Weinfest in Wiesbaden immer am Stand Nr. 1 (Eberbach) hängen bliebe und daher Interesse hätte haben sollen, mir das Kloster mal anzugucken ... Waren in dem Satz jetzt genug ironische Verneinungen und Konjunktive? Ja? Okay, gut ...

Nachdem wir gestern im Sherry in die Livemusik geraten waren (ich hatte für den Abend reserviert, ohne zu ahnen, dass mal wieder eine Band spielt), machten wir nach gutem Essen und Trinken noch einen Spaziergang und kamen, huch, am Kurhaus raus. Wir gingen mal rein, und um halb eins waren wir plötzlich und völlig überraschend im Casino gelandet. Ist halt schon schön da ...

Schön ja, aber erfolgreich war's gestern nicht, es fuhr kein Bus mehr, daher liefen wir durch die Innenstadt nach Hause, so spät (2 Uhr oder so?) war ich selten in Wiesbaden noch unterwegs gewesen ...

Heute Vormittag fuhren wir dann also ins Kloster Eberbach, weil wir eigentlich nur Hunger hatten und die Speisekarte in der dortigen Gaststätte lecker klang. Um 11.22 Uhr kamen wir nicht in die Klosterschänke rein, da diese erst um halb zwölf aufmachte, also zogen wir - hungrig und durstig - die Besichtigung des Klosters vor.

Was soll ich sagen? Der Innenhof ist schonmal sehr toll, auch wenn sie zwei Seiten des Kreuzgangs im frühen 19. Jahrhundert abgerissen haben (Banausen, ich mag nämlich Kreuzgänge!), besonders erfreute uns aber - in diesem historischen Ambiente - der Rasenmäherroboter, der auf dem Rasen seine Wege fuhr ...

Die Basilika ist erstens im Umbau und zweitens atemberaubend schlicht, aber das scheint ein Merkmal von Zisterzensierklöstern zu sein, und ich bin gespannt, wie das Ding aussieht, wenn sie 2022 die seit 1989 andauernde Sanierung abgeschlossen haben.

Wir folgten dem Rundgang durch den Esssaal der Laienbrüder (der dann irgendwann zum Weinkeller umfunktioniert wurde), den Esssaal der Mönche (der - im barocken Stil in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts neu ausgestaltet - dem Rest des Klosters völlig unähnlich sieht), den hübschen Schlafsaal der Mönche, das Museum, das dringend mal eine Überarbeitung gebrauchen könnte, auch wenn die Ausstellungsstücke schon interessant sind, und wagten dann einen zweiten Versuch in der Klosterschänke.

Ich war nicht sicher, ob das Preis-Leistungs-Verhältnis an diesem ja nun wirklich nicht untouristischen Ort passen würde, aber auch wenn das Essen nicht gerade billig ist, ist es eben auch nicht wirklich zu teuer, und vor allem schmeckte es uns sehr gut. Wir machten heute einen Wildtag, sodass es Hirsch und Wildschwein wurden, und vor lauter Weinkellern und Weinbergen trank ich  ... ein Klosterbier.

Nach einem kurzen Einkauf in der Vinothek wurde ich nach Hause kutschiert und die Studienkollegin fuhr zurück in Richtung Thüringen, nicht ohne Vereinbarung, dass sie mich bald mal wieder besuchen kommt.

Schön war's, und am allerschönsten ist es, dass ich morgen noch einen vollen Tag Wochenende habe ...

Fotos wollen alle sehen? Habt ihr den Film denn nicht gesehen? Okay, okay ...

Kloster Eberbach

Innenhof

Kreuzgang

Basilika

Mönchsdormitorium

Freitag, 8. November 2019

Das Beste ist gerade gut genug

... für die Reisegruppe Shwedagon (das ist die größte Stupa in Rangun, und so heißt unsere WhatsApp-Gruppe), denn am Mittwoch haben wir in einer gemeinsamen Pizza-und-Chips-Feierabendrunde unsere Hotels für Mai gebucht. Und, was soll ich sagen, wir übertreiben es nicht, aber wenn man schonmal ins Sheraton kann wie wir in Bangkok, ohne dafür Tausende zu bezahlen, dann sollte man das vielleicht auch machen.

So haben wir nun also das Hotel direkt am Chao Phraya mit eigener Bootslände in Bangkok, ein (auf den Fotos) schönes Hotel in einem alten Kloster (?) in Chiang Mai und ein Wyndham-Hotel direkt am Kandawgyi-See in Rangun gebucht, das wird schön ...

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Die Flüge nach Saudi-Arabien werden immer teurer, das ist ein bisschen ärgerlich, mal sehen, ob ich dann noch irgendwann buche oder mir doch ein anderes Reiseziel suche.

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Meine Reisebegleitung für Neuseeland hat grünes Licht für zwei Wochen Urlaub Ende April/Anfang Mai bekommen, sodass wir da jetzt auch so langsam in die Buchungsphase einsteigen können. Die Flugpreise haben aber leider auch ein bisschen angezogen, wie ich gerade gesehen habe, da muss ich nochmal in Ruhe in mich gehen und gucken, wie wir das vielleicht behoben kriegen (es ist ja an sich auch noch ein bisschen früh, um zu buchen, fast ein halbes Jahr vorher ...).

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Man merkt, da ist noch vieles im Fluss, aber es wird, da bin ich mir sicher, auch 2020 viel gereist werden ...

Mittwoch, 30. Oktober 2019

Im Sherry war kein Platz

..., weshalb wir in eine andere Kneipe ausweichen mussten.

Am Ende des Abends hatten wir Flüge nach Istanbul gebucht, am 31. Januar geht es spätnachmittags nach Istanbul, am 2. Februar abends zurück nach Frankfurt. "Wir", das sind drei Kollegen und ich, zwei Türkei-Neulinge und - mit mir - zwei Türkei-Erfahrene, und besonders schön finde ich, dass wir die Türkei-Neulinge, die vorher noch meinten, sie würden "nie" in die Türkei fahren, ganz schnell über den Haufen geredet hatten.

Das wird sooooooo schön. Oder, um von vor einigen Jahren zu zitieren:

Oh Istanbul, du schöne Stadt, du schöne Stadt am Meer,
ich mag dich so, manch einer sagt, ich liebte dich so sehr.
Oh Istanbul, du schöne Stadt, mein Herz, das jauchzt und singt,
weil ich mich freu', was der Besuch in dieser Stadt so bringt ...

Ich bin eben nach der Verabschiedung an der Wiesbadener Rheinstraße entlanggehüpft, so sehr freue ich mich, zumal es fast eineinhalb Jahre gewesen sein werden, seit ich das letzte Mal in Istanbul war. 2019 wird am Ende doch das erste Jahr seit 2013 bleiben, in dem ich nicht in Istanbul gelandet bin, aber dadurch, dass 2020 jetzt schon gebongt ist, kann ich das verschmerzen. Gerade so ...

In drei Monaten bin ich schon fast in einer meiner Lieblingsstädte, das wird sooooooooo toll ...

Dienstag, 29. Oktober 2019

Jetzt dann doch?

Am Sonntag saßen wir bei meiner Ersatzoma, und deren Tochter und ich suchten nach schönen einwöchigen Urlauben, nach Tadschikistan oder in die Mongolei oder nach Ecuador. So richtig glücklich wirkte sie nicht, was ich verstehe, denn wir hatten eigentlich Neuseeland vorgehabt.

Na gut, ich guckte nochmal für Ende April/Anfang Mai, ob man da zwei Wochen machen könnte, und siehe da, ich fand einen Flug nach Auckland mit Umsteigen in Peking. Zwei Wochen ist ein bisschen wenig, ich weiß, und zudem wollen wir noch ein paar Tage nach Samoa (Umsteigen in Fidschi würde mir ein weiteres Land bescheren ...), aber so einen allerersten Eindruck von Neuseeland würde man ja wohl gewinnen können ...

Im Moment ist der Plan, am Freitag Abend, dem 17. April von Frankfurt nach Peking zu fliegen, und dort am Morgen des 18. April anzukommen. Wir hätten in Peking einige Stunden Zeit, würden in den frühen Morgenstunden des 19. April weiter fliegen und am Abend des 19. April in Auckland ankommen.

Meine Idee ist, dann eine Nacht in Auckland zu schlafen und am Morgen des 20. April nach Christchurch auf die Südinsel zu fliegen. Dort würden wir ein Auto mieten und ein paar Tage auf der Südinsel herumfahren. Danach könnte man am 26. April oder so von Christchurch über Auckland und Nadi (Fidschi, mit einer Übernachtung) nach Apia in Samoa fliegen. Drei Tage oder so auf Samoa wären sicher schön, ehe wir am 30. April zurück nach Auckland fliegen könnten. Am 3. Mai würde es von Auckland wieder über Peking nach Frankfurt gehen, wo wir am Abend des 4. Mai ankämen.

Klingt irgendwie gut ... Wir gucken jetzt mal, ob wir das mit unseren Chefs geregelt kriegen, und dann könnte man bald mal buchen, so lange es noch den einigermaßen günstigen Air-China-Flug nach Auckland gibt ...

Entsprechend sind nun also Neuseeland, Fidschi und Samoa auf der Karte oben orange. Es wird, 2020 ...

Freitag, 25. Oktober 2019

Endlich gebucht

"Jetzt fliegt der Trottel wirklich nach Saudi-Arabien", wird so mancher denken, aber halt, erstmal musste ich ja, nachdem Air China den Flug von Rangun über Chengdu nach Frankfurt storniert hatte und ich daraufhin die ganze Air-China-Chose abgeblasen hatte, einen Flug nach Bangkok und ab Rangun kriegen.

Am Dienstag war dann die neue Kreditkartenabrechnung offen, sodass ich noch am Abend den Flug mit Thai Airways buchte. So fliege ich jetzt am 20. Mai abends um 20.40 Uhr in Frankfurt ab und lande - nach einem Non-Stop-Flug! - um 12.30 Uhr am 21. Mai in Bangkok.

Die drei Kollegen, mit denen ich fliege, fliegen schon mittags, aber ich wollte mir für den Tag keinen Urlaub nehmen, weniger, weil ich Urlaubstage sparen muss (das ist ein Grund, aber ein kleinerer), sondern vielmehr, weil wir da in den Tagen noch einen Haufen Arbeit haben und ich zumindest ein bisschen Puffer haben möchte.

Die anderen kommen morgens um halb sieben oder so an, da sehen wir uns ja dann ein paar Stunden später, das wird schon passen.

Sowohl der Inlandsflug in Thailand von Bangkok nach Chiang Mai als auch der Flug von Chiang Mai nach Rangun in Myanmar bleibt unverändert, und am 30. Mai fliegen wir alle vier (entgegen der ursprünglichen Beteuerungen gegenüber unserem Chef ...) in den gleichen Maschinen von Rangun nach Bangkok (Abflug 19.45 Uhr; Landung 21.40 Uhr) und von Bangkok nach Frankfurt (Abflug 23.45 Uhr, Ankunft 6.15 Uhr am 31. Mai). Wird schon schiefgehen (operatives Risiko und so ...).

Jetzt ist das also auch gebongt, juchhe ...

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Mit Saudi-Arabien warte ich noch, bis a) mich der Hafer sticht (buchen), b) die Kreditkartenabrechnung Oktober/November durch ist (buchen), c) der Preis durch die Decke geht (abblasen) oder d) meine Chefin mir doch noch den Urlaub streicht (abblasen). Keine Ahnung, welche Lösung am wahrscheinlichsten ist, aber es überrascht keinen Menschen, dass Saudi-Arabien auf meiner Liste vorne steht.

Ich habe heute mit einem niederländischen Kollegen in Kanada gechattet, und der sagte mir, dass es ihm klar gewesen sei, als er von der Einführung von Touristenvisa in Saudi-Arabien gehört habe, dass ich bald mal dorthin unterwegs sei. Ruf wie ein Donnerhall halt, Ruf wie ein Donnerhall ...

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Es sieht ja so aus, als ob wir im November und womöglich ja sogar im Dezember innerhalb der EU bleiben, wenn wir nach Manchester (mit Freunden) bzw. London (mit meiner Mutter) fliegen. Ändern dürfte sich aber an den Einreiseprozeduren nichts, egal, ob es doch noch einen No Deal, einen Deal oder eben eine Flextension gibt, denn frühestens 2020 wollten die Briten selbst im Falle eines No Deal da mal anfangen, etwas zu ändern.

In drei Wochen um die Zeit bin ich schon auf dem Weg zum Flughafen, um nach Manchester zu fliegen. Auch schön ..

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Die 207 im Namen dieses Blogs wackelt gerade ein bisschen, denn in den nächsten Wochen und Monaten stehen einige Unabhängigkeitsreferenden an. Bougainville, eine Insel in der Südsee, könnte sich bis Ende des Jahres für die Loslösung von Papua-Neuguinea aussprechen, im März soll es ein Unabhängigkeitsreferendum in Chuuk, einem der vier Staaten der Föderierten Staaten von Mikronesien, geben (sind die da in der Südsee im Unabhängigkeitsrausch, oder wie?). Wenig überraschend steht in Neukaledonien (auch Südsee!) das zweite von drei möglichen Referenden zur Loslösung von Frankreich im Raum, den Schotten ist - aus britischer Sicht - auch nicht ganz zu trauen, und was mit den Kurden im Nahen Osten passiert, weiß auch keiner ... Zudem könnte es passieren, dass irgendwann jemand auf die Idee kommt, die Volksrepubliken Luhansk und Donetsk in der Ostukraine als stabilisierte De-facto-Regime anzusehen und das in der Wikipedia zu ändern, woraufhin ich auch ins Überlegen käme ...

Sei es, wie es sei, es würde mich nicht wundern, wenn in zwei Jahren aus der 207 eine 210 oder so geworden wäre.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

Orangene Gestalt

... nimmt mein Silvester-Trip nach Saudi-Arabien an, und in ebendieser Farbe ist Saudi-Arabien jetzt in der Karte oben markiert.

Jetzt müssen nur noch meine Chefs mitspielen und mir den 30. Dezember frei geben, danach warte ich noch den nächsten Abrechnungszeitraum meiner Kreditkarte ab und sodann dürfte ich den Flug nach Saudi-Arabien buchen.

Die Weltkulturerbestätte von Madain Saleh ist anscheinend noch geschlossen, um der Forschung ein bisschen Raum zu geben, aber es wäre ohnehin ein Stückchen von Dschidda dorthin gewesen.

Im Moment sähe es so aus, dass ich am 28. Dezember mittags von Frankfurt über Istanbul nach Dschidda fliegen und am 29. Dezember früh morgens dort ankommen würde. Zurück ginge es am 1. Januar von Dschidda über Amman nach Frankfurt.

Ich hätte also drei volle Tage in Dschidda, den 29., den 30. und den 31. Dezember. An einem Tag würde ich mir sicherlich die Altstadt von Dschidda angucken, ihres Zeichens ebenfalls Weltkulturerbe. An einem weiteren Tag könnte man zum Schnorcheln gehen, denn im Roten Meer soll das - ohne Touristen - auch ganz toll sein, und den dritten Tag würde ich in Richtung Mekka fahren, daran auf der "Christen-Umfahrung", dem "Christian bypass", vorbei (nach Mekka rein darf man als Nicht-Muslim nicht ...) und nach Taif. In den Bergen dort soll es auch ganz hübsch sein.

Ja, fahren würde ich, denn in Dschidda kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln wohl nicht weit, Mietautos sind nicht unbezahlbar und Sprit wohl extrem günstig, sodass ich wohl ein Auto mieten würde.

Ein Hotel habe ich auch schon im Auge, also sind Visa, Flüge, Hotel und Auto im Blick - es ist höchste Zeit, Saudi-Arabien orange zu machen, und ich hoffe, dass es nur kurz orange ist und bald hellgrün wird, denn in Asien war ich dieses Jahr noch nicht. Erstmals seit etlichen Jahren käme ich also in einem Kalenderjahr nicht nach Asien, und das kann ja nicht angehen.

Wir werden sehen ...

Sonntag, 6. Oktober 2019

"Ich fahre bis zur Bratwurst"

..., verkündete ich großmäulig, als ich meine zweite Schicht übernahm, denn ich war zuversichtlich, dass wir bis 13 Uhr unsere Thüringer Bratwurst in Händen halten ...

Meine Ma weckte mich um kurz vor sechs Uhr, ich duschte schnurstracks und gegen 6.40 Uhr ging es los. Wir fuhren über die südliche Straße aus Swinemünde in Richtung Deutschland, wurden aber gleich per Umleitung in Richtung Ahlbeck geschickt und landeten nach zwanzig Minuten Fahrt gerade einmal zwei Kilometer von der Grenze entfernt. Das hätte wir einfacher haben können ...

Nun denn, heute Morgen war deutlich weniger Verkehr als am Donnerstag, die Brückenöffnung kam uns auch nicht in die Quere und gegen 7.30 Uhr hatten wir die Sonneninsel Usedom verlassen - das Wetter wurde besser.

Es ging wieder vorbei an der wunderschönen Landschaft, durch den Nebel, der über dem flachen Wasser stand, aus dem Baumstümpfe formschön herausragten.

Über Anklam ging es in Pasewalk auf die Autobahn, und als wir die erreicht hatten, war Schichtwechsel angesagt - meine Ma fuhr uns um Berlin herum, ehe ich auf der A9 dann wieder das Steuer übernahm und bis zur Bratwurst fahren wollte.

Wir hatten uns einen angeblich angesagten Imbiss kurz hinter Jena ausgesucht, und das "angeblich" kann man getrost streichen - da war Monsterandrang. Meine Ma stellte sich schon einmal in die Reihe, während ich das Auto abstellte. Danach beorderte sie mich zu ihr, um mir mitzuteilen, dass es wohl auch einen Drive-Through gebe. Ich untersuchte dies und konnte es bestätigen, was ich meiner Ma mit einem knappen Kopfnicken signalisierte.

Ich lief hinter der Schlange herum, als ich sah, dass meine Ma die Schlange verlassen hatte - das war nun nicht Sinn der Sache gewesen, weil die Autoschlage auch nicht gerade kurz war. Argh ... Eine kurze Schlägerei zwischen Mutter und Sohn folgte, danach schleppten wir uns beide gegenseitig zum Auto und fuhren weiter, denn nochmal Anstehen war nicht ...

Wenigstens fand ich einen ähnlich gut bewerteten Stand bei den Drei Gleichen, und den steuerte schon meine Mutter an. Da war auch Schlange, aber erträglich, und vor allem war die Bratwurst lecker - sehr, sehr lecker ...

Ich verspeise meine zweite Bratwurst im Auto, und den Rest der Strecke fuhr meine Mutter, weil ich sie um das Kirchheimer Dreieck und um Frankfurt um Staus herumnavigieren sollte. Am Ende der Tour regnete es ab Frankfurt, und jetzt sind wir eben gut in Wiesbaden angekommen.

Jetzt bleibe ich erstmal ein paar Wochen am Stück in Deutschland, ehe es im November nach Manchester geht.

Meine Chefin hat mir gestern eröffnet, dass möglicherweise einer der drei Tage zwischen den Jahren als Urlaubstag genommen werden könnte ... Wenn ich den 30. Dezember freikriege, könnte man am 28. Dezember irgendwohin fahren/fliegen/wie auch immer und am 1. Januar zurück, das wären fünf Tage, da könnte man direkt mal wegen Saudi-Arabien oder so überlegen.

Usedom war toll, der Strand ist traumhaft schön, meine Ma und ich haben es genossen, am Strand zu sitzen, uns vom Wind durchpusten zu lassen, ja, am Strand die Grenze zu überqueren, lecker Fisch zu essen in Swinemünde, in Kamminke, in Peenemünde, doch, das war richtig schee, aber jetzt freue ich mich mal wieder auf ein ordentliches Stück Fleisch ...

Samstag, 5. Oktober 2019

Souvenir? V2-Rakete!

Das Souvenir-Angebot heute in Peenemünde wird eine etwas missverständliche Formulierung gewesen sein, lustig fand ich es trotzdem ...

Meine Ma schmiss mich heute um kurz nach neun aus dem Bett, und gehe wir aus dem Haus gingen, war es kurz vor elf. Wir entschieden uns, ob der wenig positiven Wettervorhersage mal ein bisschen über Usedom zu gondeln, und dafür bot sich die UBB, die Usedomer Bäderbahn, an. Wir liefen die gute Viertelstunde zum Bahnhof Swinemünde-.Zentrum, konnten am Bahnhof keine Fahrkarte kaufen, aber keine Panik, die gab es im Zug.

Für 24 Euro kauften wir uns die Usedom-Tageskarte für zwei Personen, und ab ging es: Nach wenigen Minuten Fahrt überquerten wir die polnisch-deutsche Grenze, in Ahlbeck und erst recht in Heringsdorf wurde der Zug richtig voll, eine Erfurter Mutter-Sohn-Kombo erzählte mich uns, und wir fuhren über die Brücke nach Wolgast und bis zur Endstation in Züssow, schon weit auf dem Festland.

Wir blieben im Zug sitzen (es regnete in Strömen) und fuhren nach Zinnowitz zurück. Dort stiegen wir um in die Stichstrecke nach Peenemünde,wo wir gegen 14.30 Uhr ankamen. Wir hatten jetzt richtig Hunger, liefen also die Viertelstunde in die Stadt und aßen an einer vielgelobten Fischkneipe drei Fischbrötchen, nachdem sie die 14er-Gruppe, die kurz vor uns bestellt hatte, abgefrühstückt hatte ... Es wurden also ein Makrelen-, ein Aal- und ein Heilbuttbrötchen verspeist, da an der Hafenpromenade, als uns die Hafenbar an der gegenüberliegenden Seite des Hafens auffiel. Google Maps meldete, dass die noch höher bewertet sei, und da wir gerade sowieso den nächsten Zug verpasst hatten, liefen wir - bei durchaus Wind - einmal um das Hafenbecken herum.

Wir gingen in das Schiff hinein (ganz schön warm dort), tranken einen Sanddornschnaps und ein bisschen Hefekaltschale, aßen eine Soljanka und noch ein Matjesbrötchen. Sehr lecker, bei beiden Buden, Peenemünde hat mir gefallen ...

Die Bahn um 17.32 Uhr erwischten wir, mussten wir in Zinnowitz umsteigen, der Zug nach Swinemünde kam bald, wir schliefen fast im Zug ein, kamen aber gut an. Meine Ma wollte ein Taxi nehmen, ich überredete sie zum Gegenteil, und zur Belohnung kamen wir dann doch noch in einen üblen Regenguss. Na super ...

Jetzt sind wir früh daheim, gehen nicht mehr in unsere Stammkneipe, sondern schlafen ein bisschen früher, damit wir morgen zeitig aufbrechen können.

Mal sehen, wann es morgen losgeht, mal sehen, wann wir morgen da sind ...

Die Erfurterin heute meinte, sie wäre das fünfte Mal dieses Jahr (!) auf Usedom gewesen, so oft muss es sicher nicht sein, aber einmal in fünf Jahren könnte man das machen, auch wenn der Verkehr furchtbar ist bei der Anreise ...

Fotos gibt's heute irgendwie keine ...

Freitag, 4. Oktober 2019

"Kurabgabepflichtig"

... ist das neue "Willkommen in Deutschland". Na, vielen Dank auch ...

Was für ein schöner, entspannter, essensreicher Tag ... Toll!

Meine Ma warf mich um kurz vor 9 Uhr (!!!!!!!!!!!!!!!!!!) aus dem Bett. Ich ging duschen, zog mich an und wir gingen erst einmal an den Strand. Wir liefen ca. zwei Kilometer in Richtung Westen, ehe wir - es waren sooooo viele Menschen unterwegs, unglaublich - kurz vor dem Schild "Hundestrand - ab hier Kurabgabepflicht!!!!!" (okay, so viele Ausrufezeichen waren es in Wirklichkeit nicht ...) den Strand verließen und den Grenzweg betraten.

Ich hielt mich immer schön auf polnischer Seite, sonst hätte ja noch ein deutscher Kontrolleur kommen können und mir die Kurtaxe (!!!!!!!) abnehmen können, meine Ma machte Fotos von ihrem Sohn und den beiden Grenzpfosten, und dann ging es kurz zum Radweg.

Dort machten wir Fotos (und furchtbare Selfies) auf der Grenze, und als ich kurz nach Deutschland rüberging (und sofort zurücksprintete, Kurtaxe und so ...), dachte ein deutsches Paar, ich wolle panisch aus ihrem Selfie sprinten. Wollte ich nicht, aber das verstanden sie wahrscheinlich nicht und dachten: "Was für ein Idiot ..." Joa ...

Wir liefen auf der polnischen Strandpromenade zurück, gingen an "unseren" Strand (in Polen wir keine Kurtaxe abgepresst), tranken einen Kakao und liefen danach zu unserem Auto.

Wir fuhren durch Swinemünde und über die Grenze, bogen links ab, fuhren durch die vorpommersche Pampa, die dem Schwarzwald nicht unähnlich sah, und kamen in Kamminke an der Mole raus. In der dortigen Fischräucherei, einer Empfehlung eines Ex-Kollegen, bestellten wir gebratenenen Hering (meine Ma) und Scholle mit Krabben (ich), dazu alkoholfreie Weizen, und setzten uns - im strahlenden Sonnenschein, ich habe einen leichten Sonnenbrand davongetragen - auf die Mole mit Blick auf das Stettiner Haff. Meine Mutter suchte mich mal wieder und fand mich erst im zweiten Anlauf, so langsam glaube ich, sie will mich mal verlieren ... (Aber solange ich den Autoschlüssel habe, wird sie sich das gut überlegen.)

Das Essen kam, es waren zwei Monsterportionen, die wir aber schafften, wir spülten sie mit einem zweiten alkoholfreien Weizen herunter und fuhren dann wieder zurück nach Polen.

Wir stellten das Auto ab, gingen an den Strand, ein Bierchen trinken (bei wurde es danach noch ein Kuchen), und dann machten wir ein bisschen Siesta im Apartment - seeeehr schön.

Gegen 18 Uhr gingen wir raus, fielen in der gleichen Kneipe wie gestern ein, meine Ma war noch satt und aß nur ein paar Bruschetta mit Räucherlachs, ich war verfressen, aß die Kartoffelpuffer mit Räucherlachs und versuchte mich am Seehecht, den ich aber nicht schaffte.

Der Ober und zwei Damen aus Frankfurt an der Oder am Nebentisch brachten uns gemeinschaftlich dazu, noch ein paar Schnäpschen zu trinken (Żubrówka als Wodka, Żubrówka als Kräuterschnaps, danach noch Kirschlikör), ein Gin Tonic wurde zwischenzeitlich auch noch vernichtet, es war ein toller, lustiger Abend auch mit den beiden Damen, und geht ist es halb zwölf, und ich komme endlich ins Bett.

Morgen wird wieder ausgeschlafen, und dann gucken wir mal, ob wir mit der Bäderbahn fahren ...

Ostseestrand

Quasi auf dem Grenzstein

Kamminke

Strandpromenade in Swinemünde

Achso: Hier in dem Wald in Strandnähe wächst wilder Hopfen - es gefällt mir hier ... Zufall?

Donnerstag, 3. Oktober 2019

Fischeten

... hat heute für viele Lacher im Auto gesorgt. Eine Kneipe auf Usedom, noch auf deutscher Seite, bot - ich lüge jetzt, aber für den Effekt ist es wurscht - "Bier, Sonne und Fischeten" an. Wir fragten uns im Auto, was diese Fi-scheten sein könnten, ehe ich meiner Ma meine Vermutung erläuterte, dass das möglicherweise Plattdeutsch für "Fisch essen" sein könnte. Meine Ma, die mit ihrer Großmutter noch gelegentlich Plattdeutsch sprach, fiel aus allen Wolken, dass ihr nun weit jenseits des Plattdeutschäquators aufgewachsener Sohn auf einmal besser Platt versteht als sie ... Liegt bestimmt - mal wieder - an der Norddeutschen, mit der ich ständig Abende im Sherry verbringe. Inzwischen weiß ich ja sogar, was ein Pulloverschwein ist, ohjemine ...

Gestern im Irish Pub wollte ich meiner Ma ein Kirschbier bestellen, ahnte aber schon Böses. Auf mein "ein Kriek bitte, wenn ihr das noch habt" antwortete die Bedienung "Kriek haben wir schon ewig nicht mehr". Vielen Dank auch, ich fühlte mich alt, denn in meinen guten, alten Studentenzeiten gab es selbstverständlich Kriek im Irish Pub. O tempora, o mores ...

Meine Mutter kommandierte, den Wecker auf sechs Uhr zu stellen, der Sohn meldete gehorsamst, und um 6 Uhr krieg das doofe Ding los. Meine Ma schmiss mich aber dankenswerterweise erst gegen zwanzig vor sieben aus dem Bett, und gegen halb acht hatte ich das Auto aus dem Parkhaus geholt und wir waren unterwegs.

Es ging über die A4, die A9, den Berliner Ring und die Landstraße um Eberswalde (um einen Stau auf der A11 zu umfahren, wunderschöne Alleen, richtig, richtig toll), am Ende noch - nach Eberswalde - auf die A11, auf die A20, die B109, die B110 und plötzlich, kurz vor Usedom, standen wir doch im Stau. Das lag aber daran, dass die Brücke rüber nach Usedom um 12.45 Uhr geöffnet wurde, sodass die Straße also gesperrt war. Gegen 13.20 Uhr ging es dann weiter.

Wir waren in unserem jugendlichen Leichtsinn davon ausgegangen, dass auf Usedom Nebensaison ist. Ist es wahrscheinlich auch, nur heißt das alles andere, als dass tote Hose hier ist. Vielmehr bauen die die Hauptstraße um, und auf der Umleitungsstrecke war ein Unfall, sodass wir für die letzten 30 Kilometer eineinhalb Stunden brauchten. Zu allem Überfluss fuhr so ein Trottel vor uns dann auch noch extra langsam, meine Ma sorgte sich, dass ich den Typen vor Wut von der Straße befördere (tat ich selbstverständlich nicht), aber auch, als wir in Polen ankamen, wurde es nicht besser, denn die Polen bauen gerade die Hauptstraße aus, sodass wir in Swinemünde über einen mittleren Feldweg und Wohngebiete umgeleitet wurden.

Unser Apartmenthaus fanden wir trotzdem, parkten nach einigem Hin und Her (hoffentlich) richtig, luden unser Zeug aus, fanden Zutritt zu Haus und Wohnung über zwei Tastenfelder und freuten uns dann über unser sehr schönes Apartment, das alles hat, was man so braucht ...

Wir hielten uns aber nicht lange im Apartment auf, holten unsere Anoraks aus dem Hotel (dringend nötig, es ist ganz schön kühl hier oben) und liefen in Richtung Strand und Promenade.

Wir guckten uns die eine oder andere von mir vorausgewählte Gaststätte an, gingen erstmal an den Strand - Wellen, viele Menschen, viel Sand, eine Strandkneipe -, kehrten folgerichtig in die Strandkneipe ein, tranken dort erstmal ein Bier, bevor wir sanft ("Schluss") rausgeworfen wurden, gingen zurück, erkundeten die Strandpromenade und kamen schließlich, nach einigem Überlegen, in einer schönen Kneipe an mit einem Ober, der bei der ersten Begegnung noch ein bisschen schräg drauf war ...

Es erscheint kaum nötig zu sagen, aber das war ein wunderbarer Abend (nur Deutsche um uns herum, und der Ober sprach ganz vernünftiges Deutsch) mit Lachs-Bruschetta und Lachs-Kartoffelpuffer als Vorspeise und Dorsch bzw. Zander als Hauptspeise, dazu gab's Bier und danach Gin Tonic. Wir haben es uns richtig gutgehen lassen, weniger Geld bezahlt als es in Deutschland der Fall gewesen wäre und sind jetzt doch relativ früh im Apartment, weil wir letzte Nacht nicht so lange und nicht so gut geschlafen haben.

Wir sind sehr froh, dass wir noch einen Zwischenstopp in Jena gemacht haben, weil wir dadurch heute relativ früh hier waren. Heute haben wir die Strandgrenze noch nicht überquert, das machen wir morgen oder übermorgen.

Schön ist es hier, und wir freuen uns auf das Erkunden der polnischen und der deutschen Seite der Insel Usedom in den nächsten Tagen.

Allee, Allee, Allee, Allee, Aaaaalleee, eine Straße, viele Bäume (in Brandenburg)

Beach as beach can (in Swinemünde)

Darfste keinem erzählen

..., dass meine Ma und ich jetzt in Jena gelandet sind und keinem meiner Freunde irgendetwas davon erzählt haben. Sorry, aber das war jetzt so spontan, dass wir einfach nur im Stilbruch essen waren und dann im Irish Pub noch einen Absacker getrunken haben.

Meine Ma und ich waren hin- und hergerisssen, ob wir vielleicht, wenn ich einigermaßen früh aus dem Büro rauskomme, schon heute Abend ein paar Stunden fahren oder ob wir das Geld sparen und dafür morgen dann die ganze Strecke fahren.

Am Ende habe ich um 16 Uhr Schluss gemacht, und um kurz vor 17 Uhr waren wir unterwegs. Es waren ein paar andere Leute auf die Idee gekommen, über das lange Wochenende zu verreisen, sodass unterwegs öfter mal ein bisschen Stau war, aber wir entschieden uns dann, Jena anzupeilen.

Wir kamen um 20.30 Uhr in meiner alten Studentenheimat an, fuhren ins Parkhaus unter dem Ernst-Abbe-Platz, buchten ein Zimmer im Steigenberger (wenn schon, denn schon ...), gingen ins Stilbruch, aßen dort lecker Würzfleisch, Putensteak und Birnenpfanne, taten uns noch ein Kirschbier bzw. ein Guinness im Irish Pub am Ende der Wagnergasse rein und checkten dann im Hotel ein.

Morgen geht es einigermaßen früh weiter, damit wir noch gut bei Tag in Swinemünde ankommen. Dann wird auch ein bisschen mehr berichtet. Jetzt geht's erstmal in die Heia, keine Ahnung, wann meine Ma mich aus dem Bett kommandiert.

Gute Nacht!