Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht,
Länder in hellgrün sind fest geplant,
Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate.

Mittwoch, 31. Dezember 2025

Einfach gemacht

Vor dem Check-in in Ercan, 12.26 Uhr Ortszeit (11.26 Uhr deutscher Zeit)

… hat es uns Nordzypern heute Morgen mit dem Abschiednehmen, denn es nieselte den ganzen Morgen hindurch.

Gestern Abend habe ich wirklich vergessen, Blog zu schreiben, aber wirklich ergiebig wäre es auch nicht gewesen, weil wir nach dem Frühstück zurück ins Zimmer sind. Meine Ma las und guckte Filme, ich machte was für mein Geld, und um 16 Uhr gingen wir gemütlich zum Abendessen. Wir probierten mal die Chicken Tenders als Vorspeise, danach gab es Pizza und Köfte, war beides - wie immer im Restaurant - ganz okay, geschmacklich und auch preislich, aber auch keine Sterne-Küche.

Unsere Leutchen im Service waren aber immer sehr lieb gewesen, also wurden sie mit Handschlag verabschiedet, und auch gestern waren wir früh im Bett.

Ich träumte mal wieder ganz grandiosen Mist, meine Ma war auch früh wach (der Wecker, der noch von der Hinreise auf 1 Uhr gestellt war und also mitten in der Nacht bimmelte, war auch nicht so hilfreich für sie), wir räumten die Bude noch ein bisschen auf und gingen dann gaaaanz gemütlich frühstücken. War es gestern alles ein bisschen hektisch gewesen, hatten wir heute viiiiiel Zeit, frühstückten wieder lecker und ausgiebig - und bliesen dann wegen Regen den Abschiedsspaziergang ans relativ aufgewühlte Meer ab.

Wir fuhren in aller Ruhe zurück zum Flughafen, stellten das Auto viel zu früh auf den Rental-Car-Parkplatz und trinken jetzt hier für 8 Euro (pro Schnauz, wohlgemerkt) ein Bierchen, da wir noch nicht einchecken können und ich noch türkisches Geld loswerden wollte.

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Am Gate in Istanbul, 18.56 Uhr Ortszeit (16.56 Uhr deutscher Zeit)

Der Check-in ging schnell, wir reisten relativ früh aus und setzten uns an unser Gate am - in der Nebensaison - leeren Flughafen von Ercan. Unser Flug war ziemlich leer, sodass erst vergleichsweise spät geboardet wurde - pünktlich weg kamen wir trotzdem.

Nach nicht einmal eineinhalb Stunden Flug - und einem tollen Blick auf Flügel vorbei auf alle drei Brücken über den Bosporus - landeten wir in Istanbul.

Da wir ein Inlandsgate anfuhren, mussten wir mit dem Bus zum Terminal und dort - anders als auf dem Hinweg - in die Sicherheitskontrolle. Auch in Istanbul gibt es die Unsitte, das Gate sehr spät anzuzeigen, wenn es online schon längst verfügbar ist. Mit dem online ist das aber in der Türkei so eine Sache, weil Herr Erdoğan immer genau wissen will, wer die Meinungsfreiheit in Anspruch nimmt und man deswegen sich so einen Code holen muss. Ganz besonders blöd wird es, wenn diese Maschinen nicht richtig funktionieren - und so Helden einem erklären wollen, wie man seinen Pass durch den Maschinenleser zieht ...

Das alles endete in einem kleinen Scharmützel zwischen Mutter und Sohn, aber inzwischen vertragen wir uns wieder ...

Jetzt sitzen wir trotz des langen Fußweges pünktlich am Gate und gucken mal, wann wir hier abfliegen und in Stuttgart und schließlich im Schwarzwald ankommen. Aber das ist eine Geschichte für morgen.

Guten Rutsch!

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Fazit für Zypern und für das Jahr, schon in Ercan geschrieben

(Nord-)Zypern hat uns - wieder einmal - richtig gut gefallen. Ich habe zwar fast jede Nacht bescheiden geschlafen, aber da kann ja das Land nix für. Wir haben gut gegessen und gut getrunken, ich war sogar einmal im (saukalten!) Meer schwimmen, wir haben es uns richtig gutgehen lassen in unserem (bis aufs WLAN, aber das wurde ja auch rechtzeitig behoben) wunderbaren Apartment mit zwei Schlafzimmern und zwei Bädern, in denen sich Mutter und Sohn nicht in die Quere kamen …

Die Ausflüge auf die Karpaz-Halbinsel, nach Nikosia (mit Ausflug nach Südzypern) und auch nach Famagusta/in die britischen Souveränen Basen waren ganz entspannt und schön, auch wenn es meiner Ma immer lieber war, wenn wir im Hellen nach Hause kamen, weil sie sonst ein bisschen hyperaktiv wurde auf ihrem Beifahrersitz, wenn uns auf der von uns aus rechten Straßenseite "plötzlich" Autos entgegenkamen. Unsere Karre hatte auch schon fast 250.000 Kilometer auf dem Tacho, aber das tat mir Schaltmuffel ganz gut, denn mit dem Ding konnte ich auch im dritten Gang anfahren (jedenfalls auf der Ebene), wenn ich das Zurückschalten vergesse hatte.

Unsere Anlage war jahreszeitbedingt ziemlich leer, aber ich glaube, selbst im Sommer verlaufen sich die Menschenmengen hier einigermaßen, weil die wirklich groß ist - mit Pool und Wasser-Park und großem Strandabschnitt. So waren da gefühlt mehr Hunde und Katzen als Menschen, und Mutter freundete sich natürlich mit Mauz und Wauz sehr schnell an.

Doch, Zypern hatte uns ja schon 2011 gut gefallen und auch jetzt 2025 - die Wiederkehr wird hiermit formal angedroht.

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So, der Blogeintrag an Silvester ist ja fast schon traditionell auch ein Moment, um Bilanz über das ablaufende Jahr zu ziehen.

Statistisch waren das 35 Länder und vier abhängige Gebiete (Gibraltar, Hongkong, Macau und die Souveränen Basen), die ich in diesem Jahr besucht habe, davon fünf neue Länder (Komoren, Kamerun, Papua-Neuguinea, Burundi und Malawi) und zwei neuen abhängigen Gebieten (nämlich Hongkong und Macau). Hinzu kam Ceuta mit eigenständigen Einreisebedingungen, sodass ich das spanische Städtchen in Afrika gesondert in meiner Länderliste führe (allerdings ohne Nummerierung).

Das Jahr fing - unregelmäßige "Traditionen" liebe ich ja besonders - auf dem Wiizemersteg an, bevor ich am Neujahrstag nach Österreich fuhr. Das Wochenende darauf wurden die Niederlande, Belgien und Luxemburg, sieben Tage später Polen und Tschechien besucht. An den folgenden zwei Wochenenden besuchte ich Frankreich und Dänemark und hatte schon am 25. Tag des Jahres alle neun Nachbarländer besucht.

In Herning, Dänemark wurde Handball geschaut, am Wochenende darauf in Bukarest Rugby. Wieder eine Woche später schaute ich den unglücklichen deutschen Rugby-Männern wieder zu, dieses Mal in Lissabon. Auch das Heimspiel in Kassel ging verloren, sodass es in den Niederlanden die letzte Chance für die WM-Quali gab - auch die wurde nicht genutzt. Schade!

Im März ging es über Mutters Geburtstag auf die Komoren, das war wirklich Abenteuerstrandurlaub vom Feinsten.

Am 29. März waren Mutter und Sohn am Luganer See zu Mittag essen, Sohn holte sich da einen brutalen Sonnenbrand, so sonnig und warm war es auf der Alpensüdseite.

Im April war ich in Südspanien unterwegs und nach Ceuta, Marokko, Gibraltar, Sevilla und den Camino del Rey mit. Am 19. April, dem Ostersamstag, folgte die völlig verrückte Zwölf-Länder-Tour mit meiner Ma von Huningue im Elsass über Kroatien bis nach Südpolen - das war bekloppt, aber am Ende sehr, sehr befriedigend.

Kamerun hat mir mit jedem Tag mehr gefallen, und an den Abend mit meinen drei Jungs in der Cantine in Yaoundé denke ich ebenso gerne zurück wie an die Abende mit den beiden Deutschen und ihren Frauen am Strand von Kribi, das war überraschend erholsam - und trotzdem Afrika pur.

Im Mai fuhr ich nach Dänemark und danach zum nördlichsten Punkt Deutschlands, bevor es Ende Mai über Finnland in die große weite Welt ging: nach Hongkong, nach Macau, nach Shenzhen, nach Papua-Neuguinea, nach Cairns und Sydney (mitsamt Panzer im Stadtverkehr) und schließlich nach Manila, bevor wir die finnischen Wälder bis fast zur russischen Grenze unsicher machten.

Im Juni ging es zum östlichsten Punkt Deutschlands und kurz über die Grenze nach Polen, bevor im Juli mehrere Reisen zur Fußball-EM der Frauen in die Schweiz auf dem Programm standen. Das Viertelfinale gegen Frankreich wurde aber in Füssen verfolgt, nachdem ich die sportliche Höchstleistung (und das meine ich wirklich unironisch!) vollbracht hatte, zum südlichsten Punkt Deutschlands am Grenzstein 147 aufzusteigen. Die Auffahrt mitsamt Aufstieg auf den letzten Metern zur Zugspitze war nicht minder nervenaufreibend, für meine Mutter fast noch mehr als für mich ... 

Im August folgte die Katar-Burundi-Tansania-Malawi-Tour mit abenteuerlicher Busfahrt von Bujumbura nach Kigoma und wunderbar entspannten Tagen am Malawisee. Mit Sheriff, dem Oberkellner von der Lodge am See, der inzwischen auf einer Safari-Lodge arbeitet, schreibe ich noch heute von Zeit zu Zeit.

Kein Jahr wäre vollständig ohne einen Besuch in Istanbul, und der fand Ende August mit der Gastronomie-Truppe aus meinem Heimatort statt - meine Ma und ich glauben, den dreien hat es gefallen.

Danach wurde es berufsbedingt etwas ruhiger, es gab viele Grenzübertritte am heißgeliebten Wiizemersteg, einen Kurztrip nach Zagreb und jetzt die Reise nach Zypern.

135 Blogeinträge sind neuer Rekord (wenn auch nur knapp, 2022 waren es 132) - und nächstes Jahr geht es mit Olympia (zweimal - Mailand und Cortina), mit Guyana und Curaçao (und Aruba!) und mit Burkina Faso gleich wieder weiter.

Vielleicht klappt das mit Kanada, zur WM oder etwas später mit Nina nach Neufundland, ein paar Länder in Afrika fehlen noch, Hockey-WM ist auch in Nachbarländern - und das Große Ägyptische Museum ist endlich offen und wäre ja etwas für Weihnachten nächstes Jahr. Oder?

Montag, 29. Dezember 2025

Als Fußgänger zwischen zwei Autos

... standen wir an der nordzyprischen Einreise, nachdem wir auf britischem Gebiet Fish & Chips verzehrt hatten.

Wir waren gestern früh ins Bett gegangen, ich konnte zwar über DAZN (keine Ahnung, ob ich da im Moment als Türke oder Israeli oder sonstwas gelte) das erste Football-Spiel des Abends gucken, aber im zweiten Viertel schaltete ich dann aus.

Dementsprechend waren wir früh wach und gingen zeitig frühstücken. Nach dem Roastbeef-Sandwich für meine Ma und das English Breakfast für mich gingen wir zurück aufs Zimmer und ich - öhm - schraubte ein bisschen am Rechner herum.

Gegen 14.30 Uhr zyprischer Zeit hatte ich nun wirklich keine Lust mehr, also brachen wir in Richtung Famagusta auf. Nach einer guten Stunde - ein gut Teil davon im nicht ganz unhektischen Stadtverkehr Famagustas - kamen wir an der Grenze zwischen Nordzypern und den britischen Souveränen Basen an. Da wir das nordzyprische Mietauto nicht nach Südzypern (und für diese Zwecke gelten die Souveränen Basen als Teil Südzyperns, was sie aber völkerrechtlich gerade nicht sind) mitnehmen durften (oder das zumindest glaubten), stellten wir das Auto sehr unkompliziert direkt an der Grenze ab.

Wir liefen zu Fuß zur Ausreise, wurden ausgetragen (aber nicht ausgestempelt), die britische Grenzerin guckte nur auf unsere Pässe, sagte "danke", und schon waren wir in eines der 14 britischen Überseegebiete eingereist.

Ich triezte meine arme Ma den Berg hoch, es waren gut eineinhalb Kilometer über Stock und Stein und an den Foto- und Drohnenverbotsschildern vorbei, bis wir schließlich - halb durch einen Kreisverkehr laufend - an der hochgelobten Fish-und-Chips-Kneipe ankamen.

Wir bestellten cod in breadcrumbs, ich vergaß fast die Pommes, dazu wurde - in der Basis darf offenbar kein Alkohol ohne Weiteres verkauft werden - Cola getrunken, und am Ende kamen (pro Person) zwei (!) riesige Stücke Fisch und eine große Portion Pommes.

Der Fisch war fantastisch, die Pommes waren auch genießbar, aber ich war pappsatt. Der Weg zurück zur Grenze ging - wie fast jeder Rückweg - gefühlt schneller als der Hinweg, den Briten war unsere Ausreise wurscht, sodass wir die Grenze querten, ohne anzuhalten. An der nordzyprischen Einreise wird nicht zwischen Autos und Fußgängern getrennt, also standen wir da ein bisschen verloren zwischen zwei Autos in der Schlange, zeigten unsere Pässe dem leicht schmulzelnden Grenzer, der trug uns wieder nach Nordzypern ein, und so waren wir wieder da - und marschierten zum Auto.

Auch im Dunkeln war in Famagusta noch ordentlich Verkehr, auch diesmal waren wir nach einer guten Stunde in unserer Unterkunft, und heute sitzen wir am Küchentisch und trinken noch unsere Efes aus. Jo, und auch heute geht es wieder einigermaßen früh ins Bett ...

Morgen ist der letzte volle Tag hier, morgen muss ich leider noch einmal "am Rechner herumschrauben", wie ich es immer nenne, aber da ich heute ein bisschen vorgearbeitet habe, kann ich morgen hoffentlich früh Feierabend machen - und dann gucken wir mal, ob wir im Restaurant noch ein Abschiedsabendessen einnehmen ...

Die Souveränen Basen waren mein zweites britisches Überseegebiet dieses Jahr (nach Gibraltar), insgesamt sind es 35 Länder und vier abhängige Gebiete geworden dieses Jahr (Hongkong und Macau waren Nr. 3 und 4), aber das offizielle Fazit schreibe ich wahrscheinlich am 31. Dezember, wie es die Tradition vorschreibt ...

Heute erstmal ein Foto von Fish & Chips:

 


Sonntag, 28. Dezember 2025

Drei Stunden erholsamen Mittagsschlaf

... habe ich heute gemacht, nachdem ich die letzten Nächte irgendwie nicht so richtig gut geschlafen hatte. Wie? Das liegt am Alkohol und am Knoblauch? Quark!

Heute war ein richtig schöner Faultag, ich habe heute nicht einmal das Auto bewegt. Ich war - nach etwas unruhiger Nacht, die Knoblauchsoße zu den wunderbaren Muscheln war vielleicht ein bisschen im Übermaß vertilgt worden; nein, die Wand bröckelte nicht - früh wach und setzte mich, es war schon hell und fast warm, auf den Balkon ...

Nach dem Duschen ging es zum Frühstück, heute aß meine Ma Pancakes mit Blaubeer-Sauce, während ich den Frühstücksburger mit maximalen Cholesterin-Gehalt verspeiste. Es folgte - da war ich schon im Fresskoma - ein kleiner Spaziergang am Meer entlang bis zur Grundstücksgrenze.

Wir legten uns auf die Liegen am Strand, ein Hund gesellte sich zu uns, ich war fast am Einschlafen, wurde aber ständig von rechts - da lag meine Ma -, öhm, unterhalten, bis wir uns schließlich zur Vermeidung von Sonnenbrand (trotzdem Sonnencreme!) zurück ins Zimmer machten. Ich schlief fast im Fahrstuhl ein, und kaum hatte ich meiner Ma einen Hundefilm eingestellt, war ich auch im Bett ...

Drei Stunden später wachte ich - und jetzt wirklich - erholt auf, auch weil ich keinen Mist geträumt hatte. Plötzlich war die Sonne weg und die Nacht da, sodass wir zum Abendessen aufbrachen. Meine Ma verspeiste eine ganze Seebrasse, ich einen Bacon Cheeseburger, natürlich haben wir auch ein bisschen Hefekaltschalen genossen, aber ich fürchte, so richtig alt werden wir heute auch nicht ...

Ganz, ganz, ganz faul heute - ganz, ganz schön ...

 
Symbolbild für heute

Samstag, 27. Dezember 2025

Stinkfaul - mit Internet

... waren wir heute - denn der ITler war heute da, korrigierte eine meiner Einstellungen, und dann klappte das mit dem Internet auch ...

Ich stand so gegen 9 Uhr auf, und dann wurde es mit dem Termin so gegen 10 Uhr, den wir gestern mit der Vermieterin vereinbart hatten, fast schon ein bisschen knapp. Am Ende war ich aber - auch weil die alle hier mit zyprischer Zeit, also +15 Minuten, unterwegs sind - rechtzeitig fertig.

Der Techniker war in sieben Minuten durch, kassierte ein Trinkgeld, und dann gingen wir an diesem faulen Samstag zum Frühstücken. Meine Ma verspeiste ein Breakfast Bun mit Ei, Wurst, Bacon und Hash Brown, ich ein türkisches Frühstück, von dem ich am Ende doch satt wurde (ich liebe ja Halloumi ...), danach machten wir einen kleinen Strandspaziergang und wanderten durch die Anlage, bis wir schließlich mittags im Zimmer und dann irgendwie in unseren Betten landeten.

Das war ein richtig schöner fauler Tag heute, wir fuhren nach dem Aufstehen dann noch kurz ins Dorf zum Einkaufen (wir brauchten dringend Wasser und Cola; Bier haben wir noch genug im Kühlschrank ...), und jetzt sitzen wir - nach sehr leckeren Garnelen und Muscheln in fantastischer Soße - gemütlich beim Absacker-Bierchen im Restaurant unserer Anlage.

Trotz inzwischen eingetretener Sättigung - ein Rakı könnte es noch werden, und theoretisch fängt in zweieinhalb Stunden das Karaoke an ... - freuen wir uns schon wieder auf das Frühstück in unserem schönen faulen Urlaub.

Für morgen haben wir keine großen Pläne, vielleicht fahren wir am Montag mal in Richtung britische Basen zum Fish-and-Chips-Essen, aber das lassen wir alles ganz gemütlich auf uns zukommen. Vielleicht gehe ich morgen, wenn wir keine Termine mehr haben, auch noch einmal ganz gemütlich im Meer schwimmen und zerre meine Mutter mit ...

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Eben haben wir noch ein Hotel in Oberitalien, kurz vor Mailand, für die Zeit vom 6. bis 8. Februar gebucht. Da fahren wir am Freitag Abend gemütlich über den Gotthard hin, dann geht es am Samstag Morgen mit dem Regionalzug nach Mailand, dort zum Eishockey, am Nachmittag gucken wir uns noch ein bisschen am Dom und an den Canali um, nehmen vielleicht noch einen Aperitivo und fahren dann am Abend zurück in unsere Bude, ehe wir am Sonntag dann wieder nach Hause fahren. 

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Gestern hat Israel Somaliland als unabhängigen und souveränen Staat anerkannt. Das ändert an meiner Zählung nix, weil ich Somaliland schon vorher als unabhängig anerkannt hatte, aber so fällt eine kleine Grauzone in meiner Definition weg. Mal gucken, ob ich Somaliland dann doch - wie seit langer Zeit geplant - irgendwann demnächst mit Eritrea und Dschibuti verbinde, aber das schauen wir im Laufe des nächsten Jahres oder der nächsten Jahre ...

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Und soeben habe ich einen Tagesausflug am 18. März von Curaçao nach Aruba gebucht - so muss es sein, in einem Urlaub einen Tagesausflug für den überübernächsten Urlaub buchen ...

Am 18. März fliege ich frühmorgens um 6.35 Uhr von Curaçao nach Aruba, habe dort 13 Stunden und fliege am Abend um 20.25 Uhr wieder zurück nach Curaçao ... Aruba wird mein abhängiges Gebiet Nr. 18, auch da fehlen mir dann nur noch 32 ... (Und wenn das Britische Territorium im Indischen Ozean Anfang 2026 wegfällt, weil es an Mauritius fällt, fehlen mir nur noch 31 abhängige Gebiete ...)


Muscheln in Knoblauch-Sauce

Mutters Garnelen

Unsere Anlage vom Strandweg aus

Freitag, 26. Dezember 2025

Alles Wurst

... gab es heute im Süden - aber erstmal der Blogeintrag für gestern:

Nach dem leckeren Frühstück machten wir einen kleinen Spaziergang zu dem kleinen Pier hier am Strand; die Pierbar war zu, aber ich will nicht ganz ausschließen, dass ich von dem Ding in den nächsten Tagen mal ins Meer steige - mal sehen …

Danach gingen wir zum Auto und fuhren - zum ersten Mal seit elf Jahren - auf die langgezogene Halbinsel im Nordosten der Insel Zypern. Teilweise waren das noch die alten Sträßchen, die wir (wahrscheinlich) schon 2011 gefahren sind, teilweise aber ganz neue, moderne, vierspurige Schnellstraßen.

Wir fuhren an unserer Stammkneipe von vor elf Jahren vorbei und immer weiter in Richtung Kap, wurden aber irgendwann von einem Baustellenwächter ausgebremst, der nach Gutdünken Leute weiterfahren ließ und uns - wie andere - zur Umkehr anhielt. Nun, nach diesem erfolgreichen Fehlschlag fuhren wir wieder zurück durch die karge und schöne Landschaft hier und über unser kleines Kaff hinweg noch ein bisschen in Richtung Famagusta. Dort hatte ich eine Fischkneipe vormarkiert, die es als solche nicht mehr gab, aber trotzdem gaben wir dem Nachfolger eine Chance.

Diese Chance wurde genutzt, aber sowas von - ich hatte kleine Fischlein, die auch gut waren, aber meine Ma nahm Oktopustentakel, von denen ich auch probieren durfte - die Viecher gehören zu den besten Oktopusspeisen, die ich je gegessen habe, und ich esse die Dinger ja bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Wunderbare Röstaromen, ziemlich genau bissfest, das war ganz großartig - vielleicht fahren wir da noch einmal hin.

Wir waren gerade dabei zu überlegen, ob wir aufbrechen, als ein Wolkenbruch herniederging und uns zum Bleiben zwang. Meine Ma trank ein zweites Bier, ich trank noch einen Ayran und einen Tee - und als der Regen schwächer wurde, brachen wir auf.

In unserer Hotelgaststätte ist jetzt Weihnachtsmenü, das wollten wir irgendwie nicht, sodass wir uns nach kurzem Zwischenstopp in einem Supermarkt mit den dort gekauften Bieren auf unser Zimmer verzogen - und ziemlich früh ins Bett gehen werden.

Das war heute schon einmal ein richtig schöner Urlaubstag - wenn jetzt noch das WLAN hier im Apartment funktionieren würde, wäre es ganz großartig, aber auch nach dem Reset des Routers heute kriegte ich zwar eine Verbindung zum Router, aber keine ins Internet zustande. Und ich fühle mich unschuldig … Nun denn, dann muss ich eben mehr Zeit im Restaurant verbringen, denn dort funktioniert das WLAN ganz hervorragend, irgendwie kriegen wir das schon gewuppt …

Und heute ging es weiter:

Ich hatte einen granatenmäßigen Unfug geträumt - kein Wunder, wenn man gefühlt um 20 Uhr ins Bett geht. Dementsprechend war ich früh wach - und meine Ma sowieso.

Nachdem die Schweizer Freunde mir den Kopf gewas..., äh, rasiert hatten, hatte meine Ma auch Mut gefasst, sich an meinen Dickschädel zu wagen - und so wurde ich mal wieder geschoren ...

Danach zog ich die Badehose an - ich war mutig und wollte mal sehen, ob ich mich wirklich ins Wasser traue. In der Sonne war es recht warm, wenn die Wolken vor der Sonne waren, eher weniger - und prompt am Meer zogen größere Wolken vor unser Zentralgestirn. Muttern telefonierte - am Strand war freies und bestes WLAN - mit der Heimat, dann ging wir vor zum Pier - und ich stieg in die eiskalten Fluten - brrrrr ....

Nach einigen Sekunden Schockfrost ging es sogar einigermaßen - vielleicht mache ich die nächsten Tage mal wieder ...

Ich duschte, rasierte mich und dann entschieden wir uns gegen Frühstück und für eine zügige Fahrt nach Nikosia mit kleinem Ausflug in den Südteil der Insel.

Unser Autochen fuhr uns wieder über gemischt gute Straßen nach Nikosia - oder, wie die Türken sagen, Lefkoşa -, im Stadtverkehr bekam meine Ma ein bisschen Zustände, am Schluss standen wir - wie sollte es anders sein - vor der türkisch-zypriotischen Grenzanlage und mussten drehen. Meine Ma wies mich ein, irgendwann kam ein türkisch-zypriotischer Soldat ans Tor und guckte zu, ließ uns aber gewähren, dann stellten wir uns auf einen etwas weiter entfernten Parkplatz, waren aber dadurch sogar schneller (!) an der Grenzübergangsstelle.

Die Ausreise aus der Türkischen Republik Nordzypern ging recht fix, weil wir die Einzigen an der Grenzübergangsstelle Ledra Palace waren. Wir liefen durch die UNO-Sicherheitszone am einstigen Grand Hotel "Ledra Palace" und am Goethe-Institut vorbei, die Einreise in die Republik Zypern ging für uns als EU-Bürger trotz unserer vermeintlich illegalen Einreise über den Flughafen Ercan auch problemlos, dann waren wir in Süd-Zypern eingereist.

Wir machten einen kleinen Spaziergang durch die kleinen Sträßchen der Altstadt, dann durch die Fußgängerzone, bis wir an einer griechisch-zypriotischen Kneipe ankamen, die bei Google sehr gut bewertet wird.

Wir kamen an, bekamen gerade noch einen Tisch für zwei und fingen danach mit der Völlerei an: Ich wollte gerne die zypriotischen Spezialitäten Sheftalia, Weinwürste und eine scharfe Wurst probieren, Muttern wollte gerne Souvlaki haben und nicht die Zypern-Platte mit mir teilen, also ... nein, lieber Leser, ich nahm nicht alleine die Zypern-Platte! Sachma?! Vielmehr nahm ich die Weinwurst und die scharfe Wurst als Vorspeise und die Sheftalia, eine weiche, leckere Wurst, als Hauptspeise - und alles war sehr, sehr lecker.

Sehr, sehr lecker, aber auch sehr, sehr viel - deshalb hatte der Chef nix Besseres zu tun, als uns noch einen Schnaps einzuschenken. Ich erläuterte ihm, dass ich noch fahren müsse (für Mietwagenfahrer gilt in Zypern wohl eine 0,0-Promille-Grenze), aber er meinte, die Polizisten wäre gerade eh am Essen, also bekam ich auch einen Schnaps eingeschenkt - ich rechnete, und bis ich wieder fahren würde, wäre das schon wieder abgebaut, von daher passte das.

Wir liefen wieder zurück zur Grenze - diesmal an der Ledra Street, diesmal war deutlich mehr los, aber auch hier war die Ausreise aus Südzypern und - ein paar Meter weiter - die Einreise nach Nordzypern problemlos - wir bekamen auch in Nordzypern wieder keinen Stempel (wir hatten schon keinen Ausreisestempel bekommen).

Wir liefen in aller Ruhe zurück zu unserem Auto, das stand noch, und dann ging es aus Nikosia raus und bei jetzt strahlendem Sonnenschein zurück in unsere Anlage. Ziemlich genau mit Sonnenuntergang erreichten wir das Parkhaus; die IT, die unsere Vermieterin engagieren wollte, um den Internetzugang zu retten, meldet sich nicht, jetzt wollte die Tante selbst was machen, aber nur mit uns zusammen, aber eigentlich habe ich keine rechte Lust, im Urlaub aus dem Restaurant zu rennen, nur damit jemand, der mir nicht einmal ein richtiges Passwort zusenden kann, am Router herumfummelt ... Mal sehen, jetzt trinke ich erstmal mein Bierchen aus ...

Weinwürste und scharfe Wurst heute Mittag

In Süd-Nikosia

Souvlaki

Pier ins Meer

Lecker spätes Mittagessen/frühes Abendessen gestern


Donnerstag, 25. Dezember 2025

Richtig schön - bis auf das WLAN im Zimmer

Strandhotel in Nordzypern, 10.52 Uhr (Ortszeit, 9.52 Uhr in Deutschland)

... - ist es hier in unserem Feriendorf im Nordosten Zyperns. Das einzige Problem (bisher) ist, dass keines der Passwörter, die die Vermieterin mir geschickt hat, zu den im Zimmer verfügbaren WLANs passt. Aber das kriegen wir auch irgendwie gelöst ...

Der Flug nach Nordzypern war kurz, auch wenn uns beiden gelegentlich die Augen zufielen, aber da wir verspätet in Istanbul losgekommen waren (Stau im Luftraum), kamen wir erst bei Sonnenuntergang in Ercan an. Die Einreise ging ziemlich schnell, das Gepäck kam auch fix, und obwohl der Autovermieter noch eine Sprachnachricht geschickt hatte, dass ich mich melden solle, sobald wir gelandet wären, meinte dessen Vater, den ich dann anrief, dass wir einfach dem Video folgen sollten, das der Vermieter uns geschickt hatte.

Dem folgten wir, fanden unser Auto und auch den Schlüssel auf dem rechten Hinterreifen, fuhren aus dem Parkhaus heraus - auch da war alles abgesprochen, dass wir nichts bezahlen mussten - und machten uns dann im Dunkeln auf den gut einstündigen Weg in unsere Unterkunft.

Die Straßenverhältnisse wechselten zwischen autobahnähnlich und üblere Kreisstraße, insgesamt war ich eher Verkehrshindernis, auch wenn ich meiner Ma zu weit links, zu schnell und zu nah auffuhr, aber am Ende war dann alles okay ... Kurz vor unserer Unterkunft bremste uns ein Lkw aus, der quer auf der Fahrbahn stand, aber mit Einweisung fuhren drei Mietwagen auf dem Bankett an ihm vorbei.

In dem Feriendorf war alles vorbereitet, nur fanden wir zunächst unseren Parkplatz nicht, weil die Nummern auf dem Asphalt ein bisschen ausgebleicht waren, dann hupte uns noch ein Idiot an, weil ich zu Fuß gesucht hatte und - ich war immer in 30 Meter Umkreis - nicht ganz optimal das Auto abgestellt hatte, aber ihn nicht einmal behinderte, jo, und dann war unser Parkplatz blockiert. Ich stellte mich auf den Platz daneben, das ist laut Vermieterin okay, und das Auto wird es - auch wenn es gelegentlich nach Benzin riecht ... - hoffentlich auch überleben.

Danach kamen wir unser schönes, geräumiges Apartment, erahnten den Blick aufs Meer, gingen aber fix ins Restaurant (auch damit ich WLAN habe) - und versackten da an Heiligabend richtig schön ...

Es gab lecker Knoblauchbrot mit Käse drauf als Vorspeise, dann gebratenenen Tintenfisch und gekochten Oktopus, das war lecker, wenn auch nicht ganz so wie erwartet, zum Nachtisch nahm ich einen Schokoladenbrownie, und den Bedienungen hat man richtig angemerkt, dass sie Bock auf Service haben (kein Sarkasmus), das war richtig schön!

Dazu wurde erst Bier konsumiert, und dann wurden wir unvorsichtig und tranken jeder zwei Cocktails, unter anderem einen Pornstar Martini (der hat mir richtig gut geschmeckt!), dann wackelten wir gegen 23 Uhr ins Bettchen.

Heute Morgen genossen wir nach kalter Dusche (wir haben den Boiler wahrscheinlich ein bisschen spät eingeschaltet, hoffen wir) den Blick von unserem riesigen Balkon aufs Meer und sitzen jetzt beim Frühstück. Danach lassen wir uns ein bisschen treiben, mal gucken, was wir so anstellen ...

Das Frühstück gerade war auch wieder ganz hervorragend, meine Mutter hat Rührei und Avacado auf Brot, und ich hatte ein sehr leckeres English Breakfast - mal sehen, was jetzt noch so passiert ...

Rührei und Avacado auf Toast

English Breakfast

In unserer Anlage

Blick vom Balkon I

Blick vom Balkon II

Mittwoch, 24. Dezember 2025

Erholungsbedürftig

Stuttgart, 5.34 Uhr

... fühle ich mich nach den letzten Wochen, und daher freue ich mich schon sehr auf die Tage auf Zypern. Wir sitzen jetzt am Flughafen in Stuttgart, nachdem wir die Sicherheitskontrolle bei einer Sicherheitsfachtante mit kasernenartigem Tonfall hinter uns gebracht haben ...

Das Aufstehen heute Morgen um 1.45 Uhr war grausam, obwohl ich natürlich früh ins Bett gegangen war. Um 2.30 Uhr fuhren wir ab, ziemlich genau um 4 Uhr waren wir im Parkhaus, das Einchecken ging nicht so richtig schnell, zumal ich uns gestern Nachmittag nicht online hatte einchecken können (Turkish wird da immer komischer ...), aber wenigstens war die Check-in-Tante freundlich.

Die Ausreisegrenzerinnen waren auch nicht so wahnsinnig gesprächig, aber was soll's - gleich um 6.40 Uhr geht es in Richtung Istanbul, dort landen wir um 11.50 Uhr (Ortszeit, also 9.50 Uhr deutscher Zeit). Wir bleiben wahrscheinlich am Flughafen, weil es dann doch ein bisschen knapp würde, in die Stadt zu fahren. Um 15.45 Uhr (13.45 Uhr deutscher Zeit) geht es weiter, bis wir schließlich um 16.30 Uhr nordzyprischer Zeit (15.30 Uhr deutscher Zeit) in Ercan landen.

Die Autovermietung hat mir gestern schon zwei Videos geschickt, wie wir vom Flughafengebäude zu unserem Auto kommen - da ist wohl so Nebensaison, dass die nicht mal jemanden am Flughafen platziert haben ...

Ich werde vielleicht heute Abend noch von unserer Ankunft berichten, vielleicht auch nicht - auch sonst könnten die nächsten Tage nicht ganz so regelmäßig werden, das werde ich von Stimmung und Tagesform abhängig machen (siehe: erholungsbedürftig) ... Der eine oder andere Strandspaziergang wird aber hoffentlich wirklich dabei sein!

In jedem Fall wünsche ich allen Leserinnen und Lesern schöne und erholsame Weihnachtsfeiertage - den guten Rutsch spare ich mir für Silvester auf ...

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Istanbul, 13.06 Uhr Ortszeit (11.06 Uhr in Deutschland)

Seit einer guten Stunde sitzen meine Ma und ich jetzt am Flughafen in Istanbul und warten, dass das Gate bestätigt wird.

Wir starteten um 6.54 Uhr und landeten um 11.13 Uhr türkischer Zeit (9.13 Uhr deutscher Zeit). Der Flug war sehr entspannt, es gab sogar ein (wirklich leckeres) Frühstück, ich guckte die ersten eineinhalb Stunden des aktuell(st)en Mission-Impossible-Films (den Rest gucke ich auf dem Heimweg ...), und nach einer mittelprächtigen Flughafenrundfahrt kamen wir so gegen 11.45 Uhr aus dem Flieger.

Wir durften sogar gleich - ohne weitere Sicherheitskontrolle - in den Abflugbereich, das habe ich in der Türkei ja schon ab und zu so erlebt, das finde ich immer wieder gut.

So in einer guten halben Stunde werden wir uns wahrscheinlich zu unserem Gate aufmachen, es sieht so aus, als müssten wir einmal durchs gesamte Terminal, aber wir haben ja gut Zeit hier ...

Die 13,50 Euro (!) fürs Bier hier am Flughafen haben wir jedenfalls nicht gezahlt - und das lag nicht daran, dass ich noch fahren muss ...

Achso: Durch das Verlassen Deutschlands heute habe ich seit drei Jahren spätestens alle zwei Wochen eine Staatsgrenze überquert - juchhe, und wie in den Vorjahren ist ein Ende vorerst nicht in Sicht.

Sonntag, 14. Dezember 2025

Das Sportjahr 2026 ein bisschen geplant

... habe ich heute, und ich war wirklich so verrückt, mich in die Lotterie für das WM-Spiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste in Toronto nächstes Jahr zu werfen. Bei den WMs und EMs in der Vergangenheit, bei denen ich zugegen war, also 2010, 2012, 2014, 2016, 2018 und 2024 haben jeweils die Tickets der Kategorie 1 so um die oder etwas weniger als 200 Euro gekostet, in den USA kosten die Tickets der Kategorie 3 so viel - Wahnsinn, aber wenn es noch mehr so Bescheuerte (und noch Bescheuertere) gibt wie (als) mich, dann macht die FIFA halt mal wieder großen Reibach und kann noch ein paar Friedenspreise verteilen - Wladimir Putin hat zum Beispiel noch keinen ...

Jetzt warte ich aber erstmal die Verlosung ab - und dann gucke ich ggf. nach Flügen. Notfalls kann ich die Karte ja auch wieder verkaufen, aber wenn das schon klappen sollte, wäre es ja schon cool, mal wieder WM zu erleben ...

WM - allerdings im Feldhockey - könnte ich im Sommer auch erleben, und zwar in Belgien und den Niederlanden. Die Frauen und die Männer spielen parallel, aber die Spielpläne stehen bisher noch nicht fest, sodass ich da erst dann zuzuschlagen gedenken, wenn ich weiß, wo und wann Deutschland spielt. Aber das Wochenende vom 14. bis 16. August habe ich mir schon einmal vorgemerkt.

Drei Wochen vorher findet in Hannover eine Veranstaltung namens "Die Finals" statt, in der ganz verschiedene Einzelsportarten ihre Deutschen Meisterschaften bzw. deren Endspiele zusammenfassen - und das findet nächstes Jahr eben in Hannover statt. Dieses (lange) Wochenende vom 23. bis 26. Juli habe ich mir auch schon einmal in den Kalender eingetragen.

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In den letzten Wochen gab es nicht so viele internationale Reisen, sondern nur zwei Fahrten und anschließende Kurz-Spaziergänge über den Wiizemersteg, um die Zwei-Wochen-Frist zu unterbrechen. Ansonsten war ich viel in Hannover und habe die dortigen Weihnachtsmärkte unsicher gemacht.

Ein alter Schulfreund hatte mich gefragt, ob ich am 3. Dezember mit in die Lounge im Freiburger Stadion  zum DFB-Pokal der Männer begleite - das war schon schick, das muss ich sagen. Über den Abend ansonsten breiten wir den Mantel des Schweigens, außer einem Ausdruck: feucht-fröhlich ...

(Und der Kontrast zum Stehplatz in Wolfsburg beim Spiel gegen die Freiburger Frauen war sehr deutlich, denn in Wolfsburg war es kühl - und die VW-Currywurst fand ich gar nicht soooo großartig ...)

Und Anfang der Woche war ich zu einer Führung im Stadion in Hannover - das war auch schick, auch wenn ich etwas irritiert war, wie turnhallenmäßig der Innenraum da ist - gerade der Pressebereich sah eher aus wie ein Heizungskeller. Aber natürlich ist es großartig, da unten am Rasen zu stehen und sich vorzustellen, wie 50.000 Leute einen bejubeln ...

Gestern schließlich habe ich Freunde in Cuxhaven besucht - da hatte es mir ja in einem der letzten Sommer schon sehr gut gefallen, und ich habe Grund zur Annahme, dass ich in Zukunft da (noch) öfter aufschlagen werde. Am Meer gefällt es mir ja doch immer ganz gut ...

Auf Fotos vom Wiizemersteg verzichte ich ausnahmsweise mal:

Cuxhaven gestern

Im leeren Niedersachsenstadion

Schloss in Wolfsburg

Sonntag, 23. November 2025

Ganz schnell

... ging es heute mit der Buchung der März-Reise mit meiner Mutter. Wir waren ja die letzten Wochen schon die ganze Zeit um Guyana und Curaçao herumgeschlichen, und heute schaute ich noch einmal nach Flügen und danach, was der Ausflug zum Kaieteur-Wasserfall so kostet. Der Preis war weniger das Problem, aber die eineinhalb Stunden Wanderung durch den Urwald, bei denen ich nicht sicher war, ob meine Ma das mitmachen möchte. Also ging ich zu ihr und fragte sie, ob wir das mit Guyana deswegen vielleicht abblasen sollten. Sie schien wirklich nicht den Eindruck zu machen, dass sie sauer wäre, wenn ich den Ausflug dort allein machte - und meinte zudem: "Ich dachte, du hättest schon gebucht ..." Das ließ ich mir nicht zweimal sagen - und buchte. Juchhe!!!

Jetzt fliegen wir mit dem schon lange geplanten Flug am frühen Morgen des 14. März von Zürich nach Amsterdam und haben dort eineinviertel Stunden zum Umsteigen (ich hoffe, das langt), bevor es - mit Zwischenstopp in Bridgetown, Barbados - nach Georgetown in Guyana geht. Dort kommen wir am Nachmittag des gleichen Tages an - und gucken in den nächsten Tagen, ob wir mit dem Taxi oder Mietauto hinein in die Stadt fahren. Ich bin noch nie in Südamerika Auto gefahren, ich habe also eine gewisse Tendenz ... In Georgetown habe ich uns in der kolonialen Altstadt ein Hotel gebucht, ich hoffe, das ist so schön wie auf den Bildern.

Hoffentlich klappt das mit dem Ausflug zum Wasserfall am 15. März, dem Sonntag, und am Montag wollen wir uns ein bisschen Georgetown anschauen. Am 17. März geht der Flieger nach Panama sehr früh (um kurz nach drei Uhr), sodass wir im Moment auf dem Trip sind, die Nacht durchzumachen; in Panama haben wir drei Stunden zum Umsteigen und landen schließlich um kurz nach 12 Uhr mittags auf Curaçao.

Dort habe ich uns eben ein Hotel mit direktem Zugang ins Meer gebucht für nicht ganz wenig Geld, ich hoffe, das Ding hält, was es verspricht mit Meerblick und Pool und sea terrace ...

Am 21. März geht es schließlich nachmittags zurück nach Amsterdam und am nächsten Morgen mit relativ viel Puffer für Einreise und Sicherheitskontrolle dann zurück nach Zürich.

Guyana wird - Stand jetzt - mein 167. Land, Curaçao mein 17. abhängiges Gebiet; dadurch rückt Burkina Faso eins nach hinten auf Nr. 168 - und ich sollte dringend mal meine Steuererklärungen für die letzten Jahre machen, damit ich nicht bald im Schuldturm lande ...

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Nachdem meine Mutter ein paar Tage bei mir in Hannover war (und wir sehr lecker - aber auch sehr ausgiebig - am ersten Abend brasilianisch mit rodízio, am zweiten Abend bei einem sehr guten Südafrikaner essen waren), fuhren wir am Freitag Abend nach Hause. Natürlich verpassten wir in Freiburg unseren Anschluss in den Schwarzwald, sodass wir zwei Stunden totzuschlagen hatten; wir entschieden uns, nach Breisach zu fahren, weil ich (berechtigte) Hoffnung hatte, dass der Zug dort auf die Rückfahrt eine halbe Stunde später wartet, sodass meine Ma im Zug bleiben konnte und ich einen kurzen Abstecher über den Rhein nach Frankreich machte. So starteten meine zwei Wochen neu, und ich musste dieses Wochenende, an dem ich wirklich faul war (nicht einmal den Brandbrief an die Post habe ich bisher angefangen, das mache ich am Dienstag auf der Fahrt nach Hannover), nicht einmal in die Schweiz zuckeln ...

Links Frankreich, rechts Deutschland

Sonntag, 16. November 2025

Ein etwas kurzer Kurztrip

... war das halt schon, aber für die Kürze der Zeit haben wir viel Schönes erlebt - von daher alles gut!

Erweitert habe ich den Blogeintrag gestern offenbar nicht mehr, das lag am leckeren Essen und am leckeren Bier, auch dort alles bestens.

Der Flug war leer, so leer, dass ich mich von meinem Mittelplatz auf den leeren Fensterplatz setzen konnte; einmal quer über Österreich ging es in 70 Minuten nach Zagreb, wo wir leicht verspätet ankamen, weil der Vorflug verspätet gewesen war.

Die Kroaten machen Europa nicht kaputt und kontrollieren im Schengenraum nicht, sodass wir ohne Weiteres aus dem Flughafen heraus- und zum Bus hinspazieren konnten. Für einen Euro kommt man in die Stadt, und von der Endhaltestelle machten wir einen kleinen Spaziergang durch die kroatische Hauptstadt. Wir kauften noch Getränke für den gemütlichen Abend in der Ferienwohnung ein.

Auch in Zagreb ging der Check-in mit Online-Anweisungen und Schlüsselkasten, wir mussten im zweiten Stock über das "balkonähnliche Ding" laufen und kamen - nachdem wir es erst an der falschen Tür versucht hatten - an unserer schönen, geräumigen Bude mit sehr vielen Sitzgelegenheiten an.

Sehr zügig ging es aber dann zur Stammkneipe, in der wir nach ein bisschen Hin und Her noch einen Platz draußen im Hof bekamen - in Zagreb war es gestern richtig mild, sodass wir nicht einmal den Heizstrahler brauchten.

Der Ober sprach Deutsch, wir bestellten alle drei einen Schopska-Salat und danach Pjleskavica, also Hacksteak, mit Käsefüllung. Ich bestellte noch Pommes dazu (ich hatte halt Hunger ...), und auch sehr leckeres Brot wurde dazugereicht.

Nach dem Essen liefen wir - ein Kürbis-Eis wurde noch zum Nachtisch verspeist - zurück in die Unterkunft, und da wurde beim Konsum des einen oder anderen Getränks und einer Netflix-Serie noch ein bisschen gechillt. Höhö. Höhöhöhö.

Für unsere Verhältnisse durfte ich heute Morgen ausschlafen, wir verließen die Bude gegen halb zehn, zehn, machten wieder einen kleinen Spaziergang zurück zur Endhaltestelle des Busses Nr. 290, heute kostete die Fahrt nur achtzig Cent ... Der Flughafen war bei unserer Ankunft recht leer, sodass wir schnell durch die Sicherheitskontrolle kamen und es uns am Gate gemütlich machten.

Der Rückflug dauerte 78 Minuten und war pünktlich, sodass ich - obwohl Dobrindts Schergen bei der Ankunft mal wieder Europa kaputtmachten und, bei einem Schengenflug, kontrollierten - problemlos meinen Bus nach Baden-Baden erwischte. Dort stieg ich in den Zug nach Offenburg und dort nach Freiburg um, wo ich - ich hatte nichts gefrühstückt, weil ich noch satt vom Vorabend war - wie ein (Bürger-)König zu Abend aß. Der Zug hoch in den Schwarzwald fuhr ebenso pünktlich wie der Bus nach Bonndorf, und jetzt bin ich gut bei Muttern gelandet.

Am Dienstag geht es - mit ihr - nach Hannover, da machen wir uns ein paar schöne Tage in Niedersachsen, ehe es am Freitag wieder zurück in den Schwarzwald geht.

Ein paar Fotos gibt es auch:

Ban-Jelačić-Platz in Zagreb

Lecker Pljeskavica gestern Abend


Samstag, 15. November 2025

Kroatisch essen

... gehen wir heute, und weil wir das natürlich stilecht machen, geht es gleich nach Zagreb. Um 14 Uhr geht unser Flieger, wir sind jetzt schon am Flughafen, weil in Karlsruhe ja öfter mal Chaos an der Sicherheitskontrolle ist, aber natürlich war heute alles leer - auch wenn sich die Leute vor mir mal wieder anstellten wie die ersten Menschen und insbesondere wie Menschen, die noch nie durch eine Sicherheitskontrolle am Flughafen sind ...

Ich war gestern Abend überraschend pünktlich aus Hannover kommend in Kaiserslautern angekommen; in Mannheim hatte ich noch Trick 17 angewendet und war eine Station in die falsche Richtung gefahren, um dort schon in die Bahn nach Kaiserslautern einzusteigen und am Hauptbahnhof in Mannheim einen Platz sicher zu haben ...

Ich wurde noch - wie üblich - hervorragend bekocht, gefühlt mitten in der Nacht, leckeren Gin Tonic gab es auch, und dementsprechend war die Nacht etwas kurz geraten, weil wir schon um 8 Uhr zum Hauptbahnhof in Kaiserslautern aufbrachen. Die Zug- und Busverbindungen funktionierten wie gewünscht, und weil ich nicht weiß, wie das in der Stammkneipe von Jessi und Christian in Zagreb heute Abend wird (und in unserer Ferienwohnung im Stadtzentrum), habe ich mir gedacht, dass ich schon einmal Blog schreibe und diesen vielleicht heute Abend noch ergänze - und wenn es spät wird, dann schreibe ich die heutigen Erlebnisse eben alle in den morgigen Blogeintrag ...

Das ist unsere 29. gemeinsame Auslandsreise (auch wenn ich dazu auch Spritztouren über die französische Grenze zähle), der vierte gemeinsame und mein insgesamt elfter Besuch in Kroatien ... Ich habe Hunger!

Dienstag, 11. November 2025

Der verlorene Pass ist zurück

Naja, verloren im eigentlichen Sinne war er ja nicht, der Pass, aber zwischenzeitlich hatte ich doch etwas Sorge, dass ich zum ersten Mal einen Pass verloren melden müsste. Nach meiner Heimkunft gestern fand ich nicht eine Benachrichtigung, sondern einen Umschlag mit einem Einwurf-Einschreiben vor, und in dem befand sich mein Reisepass.

Ich hatte damals, 2010, mit der pakistanischen Botschaft das Problem gehabt, dass die Mitreisende nur einen Einwurf-Einschreiben-Rückumschlag anstatt eines (richtigen) Einschreiben-Rückumschlages mitgegeben hatte; seitdem verwendete ich - sicherheitshalber - immer richtige Einschreiben ... Jo - wäre vielleicht dieses Mal besser gewesen, ein Einwurf-Einschreiben zuzulassen ...

Das Visum ist sogar noch für heute und morgen gültig, und ich habe heute gemerkt, dass ich unbedingt so schnell wie möglich nach Dschibuti muss, sonst ist das eine schwärende Wunde, und sowas ist ja nie gut ... Ein bisschen weh tut das heute schon, aber jetzt gehe ich ins Bett und träume von Burkina Faso und weiteren Reisen in neue Länder nächstes Jahr, und vielleicht ist Dschibuti ja auch schon ganz bald wirklich dran ...

 
Wieder bei Papa

Montag, 10. November 2025

Schrödingers Einschreiben

Wie einst Erwin Schrödingers berühmte Katze, die aufgrund quantenphysikalischer Wahrscheinlichkeiten gleichzeitig tot und lebendig sein soll (die Wahrheit ist natürlich komplexer), weiß ich noch nicht, ob sich die Benachrichtigungskarte für das Einschreiben, mit dem die dschibutische Botschaft meinen Pass ein zweites Mal auf die Reise geschickt hat, heute Abend nach meiner Rückkehr nach Hannover in meinem Briefkasten befindet oder ob die Post schon wieder meinen Pass vergraben hat. Sei's drum, offenkundig ist der Brief tatsächlich ohne Liegezeit im Schwarzwald wieder zurück nach Berlin gegangen, obwohl er nach meinem Nachforschungsanruf erstmals wieder gescannt worden ist und also hätte zurückgehalten werden können.

Laut Nachverfolgung ist der Brief auch noch nicht (zurück)zugestellt; dass das nicht wahr ist, weiß ich auch nur, weil mir die Botschaft schrieb, dass mein Schreiben als unzustellbar zurückgekommen wäre. Die etwas unglückliche Rolle, die die Botschaft in der ganzen Sache gespielt hat, wird nicht dadurch kleiner, dass ich noch einmal fünf Euro überweisen musste, damit sie mir den Pass (noch einmal) zuschicken. Diesmal habe ich ihn aber nach Hannover schicken lassen, damit die Schlamper bei der Post in Bonndorf und Umgebung ihn nicht wieder erneut in die Finger kriegen. Jetzt hoffe ich mal, dass ich morgen meinen Pass an der angegebenen Stelle abholen kann und dann der Pass und sein Herrchen wieder zusammen sind ...

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Die Ersatzbefriedigung des Grenzübertritts am Wiizemersteg vorvergangenen Freitag war eher gering, aber wenigstens hatte ich die Zwei-Wochen-Frist wieder unterbrochen. Am Samstag fuhr ich nach Hannover und ging am Sonntag mit einem Freund zum Kreisliga-Fußball und später noch allein zum (spannenden!) Basketball. Dabei führte ich das erste Mal meine neue Frisur vor, die komplizierter zu bewerkstelligen war als gedacht, mir aber im Gegenzug auch besser gefällt als gedacht. Heute Morgen habe ich meinen Schädel mal wieder (mehr oder weniger) glatt gemacht, das kann ruhig so sein ...

Die Arbeitswoche kam und ging, und am Freitag Abend saß ich im Zug nach Duisburg - von dort erwischte ich sogar den angestrebten Bus in den Heimatort mein-er Mutter, in welchem ich mich mit ihr zwecks Cousinentreffen traf.

Am Samstag fuhren wir nach Venlo in die Niederlande zum Einkaufen und waren schon wieder zurück in Deutschland, als ich auf die Idee kam, dass man den angebrochenen Nachmittag nutzen könnte, um schon am Samstag (statt wie geplant am Sonntag) zum westlichsten Punkt Deutschlands zu fahren. Das machten wir, fuhren über die niederländische Autobahn nach Sittard und von dort über die Grenze zum - gut sowohl auf niederländischer als auch auf deutscher Seite beschilderten -  westlichsten Punkt der Bundesrepublik.

Wir parkten und spazierten 100 Meter entlang des Grenzbachs, bis wir auf eine Art Balkon über dem Bach kamen, auf dem Deutschland und die Niederlande sauber voneinander abgetrennt waren. Der Grenzpfosten wurde ordnungsgemäß umarmt, danach wurde auf einem kleinen Steg der Grenzbach überquert, und schließlich wurden noch zwei (weitere) Grenzsteine besichtigt - ein alles in allem sehr ergiebiger Nachmittag. Zurück ging es wieder über die niederländische Autobahn, die aber teilgesperrt war, sodass wir da einigermaßen im Seich herumfuhren, aber noch pünktlich zur Bundesliga-Konferenz wieder im Hotel ankamen.

Das Cousinentreffen war wunderbar, die erst etwas störrische Bedienung wurde am Ende fast zutraulich, und nach leckerem Frühstück ging es gestern Morgen dann in Richtung Schwarzwald.

Dass es dabei eine etwas unorthodoxe Streckenführung (naja, letztes Jahr haben wir das anscheinend ganz genauso gemacht, soviel zu unorthodox) gab, versteht sich von selbst, denn wir fuhren über die Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich. Wieder nahmen wir die Mautautobahn in Frankreich, ein paar Mal entging ich (hoffentlich) den Blitzern, aber als wir kurz vor Straßburg waren, entschieden wir uns gegen das Durchstarten nach Basel und das Mitnehmen von Liechtenstein und Österreich für eine Acht-Länder-Tour.

So ging es also über Achern, Offenburg und Freiburg in den Schwarzwald - die Schweiz wollten wir aber noch mitnehmen, also ging es über Bonndorf hinaus - wie im Vorjahr - zum Wiizemersteg. Das war der siebte Tag in meinem Leben, an dem ich (mindestens) sechs Länder besucht habe, soooo häufig ist das also auch nicht!

Wie? Aufdröseln? Okay, okay - die erste Sechs-Länder-Tour war am 12. Juli mit meiner Ma auf dem Heimweg von der Franzenshöhe in Südtirol (Italien, Österreich, Schweiz, Liechtenstein, Frankreich, Deutschland). Ein Jahr später ging es an Fronleichnam nach Slowenien, und da nahmen meine Ma und ich nach Deutschland noch die Schweiz, Liechtenstein, Österreich und Italien mit.

Ein neuer Rekord wurde am 14. Mai 2022 aufgestellt, denn da ging es auf den Splügenpass und um Mitternacht von der italienisch-schweizerischen Grenze herunter und über Liechtenstein und Österreich nach Deutschland. Ich stieg in den Zug um und fuhr noch nach Perl (Frankreich, Luxemburg) und nach Aachen (Belgien, Niederlande) - neu Länder an einem Tag!

2024 wurde ein neuer Rekord aufgestellt: Elf Länder an einem Tag - wieder ging es vom Splügenpass herunter und mit dem Zug weiter, dann aber mit Nina mit dem Auto über Luxemburg, Frankreich, Belgien und die Niederlande nach Aachen. Dort stieg ich wieder in den Zug um und erreichte noch Polen und Tschechien.

Die zweite Sechs-Länder-Tour 2024 umfasste wirklich nur sechs Länder und war ebenfalls die Rückfahrt vom Cousinentreffen letztes Jahr.

Und die Rekordfahrt mit meiner Ma durch zwölf Länder am 19. April 2025 wurde ebenfalls an dieser Stelle schon besungen - aber einmal noch: Frankreich, Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Österreich, Italien, Slowenien, Kroatien, Ungarn, Slowakei, Tschechien und Polen lautete die Reihung.

Mal sehen, ob das mit der Freundin aus Halle und einer Teilmenge ihrer Kinder in den nächsten Jahren noch mit 13 oder 14 Ländern klappt (15 wird sehr knapp ...).

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Jetzt bin ich auf dem Weg nach Hannover, und am Freitag Abend geht es - endlich einmal wieder - nach Kaiserslautern. Am Samstag geht es von Karlsruhe/Baden-Baden nach Zagreb und am Sonntag zurück, lecker Ćevapčići und Pljeskavica und so werden gefuttert werden, kroatisches Bier womöglich auch verzehrt - das wird schön ... Und am Sonntag Abend komme ich dann hoffentlich noch in Bonndorf an, mit ein bisschen Glück muss meine Ma mich nicht einmal abholen ...

Abschluss der Sechs-Länder-Tour gestern Abend

Westlichster Punkt Deutschlands

Mit Grenzmarkierungen

Steg dorthin

Grenzbach

Und auch am 31. Oktober war ich am Wiizemersteg gewesen

Donnerstag, 30. Oktober 2025

Jo

Das war wohl nix ...

Der Flieger, den ich nehmen wollte, befindet sich gerade über den Schweizer Alpen, und ich sitze offensichtlich nicht drin.

Die Tante heute Morgen an der Post-Hotline war so unfähig wie der Typ am Dienstag Abend und konnte mir nicht einmal sagen, wo das Schreiben mitsamt Pass denn jetzt sei (die gestern Morgen konnte mir das nach Ort und genauer Zeit sagen). Ich vermute daher immer noch, dass der Pass sich inzwischen wieder in Berlin befindet und an die Botschaft zurückgesendet wird. Wie ich dann wieder an meinen Pass komme, muss ich noch eruieren, aber so richtig trauen tue ich der Deutschen Post da natürlich auch nicht mehr.

Meinen Flug habe ich dann ungefähr zwei Stunden vor Abflug storniert und zumindest noch einen unerwartet hohen Betrag erstattet bekommen (das Geld war binnen Minuten da, Lob an Ethiopian Airlines und das Reisebüro); beim Hotel, das ich ohne Geld zurück gebucht hatte (was sollte denn schon schiefgehen?), habe ich jetzt gebettelt, mal gucken, was das wird. Rückblickend war es eine kluge Entscheidung, dass ich noch keinen Ausflug gebucht habe, den muss ich jetzt wenigstens nicht auch noch stornieren. Und den Rest? Den stelle ich der Post in Rechnung ...

Das Ganze ist sehr ärgerlich, aber jetzt halt nicht mehr zu ändern. Ich mache mir noch ein paar schöne Tage im Schwarzwald und fahre vielleicht am Samstag Nachmittag wieder nach Hannover, um noch den Sonntag dort zu haben.

Ein Kumpel, der meinen "Dschibuti oder Glatze"-Spruch gestern gehört hatte, hat heute mit sechs Millimetern vorgelegt; mal gucken, ob ich aus der Nummer noch rauskomme ...

Und meiner Ma geht es auch wieder einigermaßen gut, die ganze Chose hat sie gefühlt mehr Nerven gekostet als mich, weil sie sich sehr über die Unfähigkeit dieses Zustellers hier in Bonndorf aufgeregt hat, der, anstatt das Einschreiben zur Filiale zu bringen wie angekündigt, es wohl einfach wieder mitgenommen hat.

Nun denn, nächstes Wochenende geht es ins Rheinland und dann an den westlichsten Punkt Deutschlands, alle Hinweise auf Dschibuti sind in meinen Statistiken getilgt, das Länderplakat, das schon gedruckt war (ich hab's beschrien, offenbar), wird vernichtet, und dann geht es Weihnachten nach Nordzypern und spätestens Ostern eben ins 167. Land, Burkina Faso. (Und vorher kommt im März hoffentlich noch mindestens ein neues Land dazu!)

Schönen Abend - ich werde berichten!

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Dschibuti oder Glatze

Das ist die Losung für den Freitag - entweder lande ich dort übermorgen Mittag, wenn mein Pass (mit Visum!) morgen doch noch an Land kommt und ich morgen Abend im Flieger von Zürich nach Addis Abeba sitze, oder ich lasse mir von meiner Ma übermorgen eine Glatze rasieren. Naja, so jedenfalls der Plan - mal sehen, ob ich am Ende Angst vor meiner eigenen Courage bekomme ...

Den Rekord haben sie jedenfalls schon gerissen, die dschibutische Botschaft und vor allem die Deutsche Post, aber es ist halt ein großer Unterschied zwischen einem Rekord mit positivem Zeitabstand zwischen Einlieferung des Anschreibens und Abflug und einem mit negativem Zeitabstand, und der Unterschied lässt sich als kleiner vierstelliger Euro-Betrag ausdrücken.

Am Dienstag waren erst meine Ma und dann ich mehrfach bei der Post, und die Tante dort wusste halt auch nicht mehr weiter, weil der Brief laut ihrer Auskunft nicht da war, obwohl er laut Sendungsverfolgung der Post dort sein sollte.

Ich rief gestern Abend und heute Morgen noch einmal an, und während der Typ gestern Abend eher unhilfreich war, war die Telefonistin heute Morgen gar nicht so verkehrt: Das Schreiben mit meinem Pass sei wohl gestern - nach meinem Anruf - in Freiburg (!) gescannt worden.

Meine Vermutung ist ja, dass der Auslieferer das Ding in die Postfiliale hier bugsiert hat, dass das hier beim Ausräumen irgendwie untergegangen ist und der Brief dann in den Retouren zurück ans Verteilzentrum in Freiburg gelandet ist. Jetzt hoffe ich, dass der Brief morgen zugestellt oder zumindest in der Filiale hier auftaucht, denn sonst wäre es halt richtig ärgerlich. Heute Nachmittag konnten wir nicht nachfragen, denn die Filiale hier ist am Mittwochnachmittag geschlossen - nächster Versuch also morgen früh.

Wenn das alles in die Hose geht und die Post (die dschibutische Botschaft trifft aufgrund ihrer Verzögerungstaktik, zwei statt einer Woche für die Visumsbearbeitung zu benötigen, allerdings eine Teilschuld) wirklich den Brief so vergraben hat, dass er morgen nicht an Land kommt, werde ich halt am niedersächsischen Feiertag wohl noch im Schwarzwald bleiben und mir vor Wut alle Kopfhaare abrasieren (lassen), so aus Spaß an der Freude.

Es bleibt also spannend, liebe Leserin, lieber Leser, und das Drücken von Daumen wird nicht schaden - morgen werde ich wieder berichten ...

Montag, 27. Oktober 2025

28 Stunden und 59 Minuten

... lagen 2017 zwischen der Nachricht aus dem Sekretariat, dass der Pass mit meinem Visum angekommen sei (10.11 Uhr am 11. April 2017), und dem planmäßigen Abflug meines Fluges nach Ägypten und weiter in den Sudan (15.10 Uhr am 12. April 2017). Und so knapp wollte ich es nie wieder werden lassen ...

Nun, schauen wir mal, ob die dschibutische Botschaft und die Deutsche Post, die sich gegen mich verschworen haben, es schaffen, diesen "Rekord" zu unterbieten.

Die Kenntnisse meiner Mutter hinsichtlich des Fotografierens mit dem Handy und des Weiterleitens des Fotos per WhatsApp wurden gestern noch einmal vertieft, damit sie heute, wenn sie ab 15 Uhr bei der Post aufschlüge, mir spätestens um 15.02 Uhr ein Foto von Pass und Visum schicken könne.

Um 15.11 Uhr kam zwar ein Foto, aber nur von einer Hinweiskarte der Post mit einem QR-Code, der auf die Sendungsverfolgung verwies. Argh. Keine Ahnung, was die bei der Postfiliale da angestellt haben, aber das laut ebendieser Sendungsverfolgung dort bereits hinterlegte Einschreiben ließ sich nicht auffinden ...

Ich bat meine Ma, um kurz vor 18 Uhr nochmal vorbeischauen, und lobte auch eine (kleine) Flasche Schnaps als Belohnung für die Dame von der Post aus, aber auch das half nix ...

Meine Hoffnung ist jetzt, dass der Postbote, der anscheinend am Montag ohnehin streikt, die Dinger bei sich gebunkert hat und sie morgen bei der Post abliefert, sodass meine Ma oder ich dann um 15 Uhr aufschlagen und die wertvolle Fracht abholen können ... Das wären dann ja mehr als zwei Tage vor Abflug und weit entfernt vom bisherigen Negativrekord. Hoffen wir's Beste, liebe Leserin, lieber Leser!

Mal sehen, ob die Story, wie der Pass (hoffentlich mitsamt Visum) dann an Land kommt, einen eigenen Blogeintrag rechtfertigt oder eher antiklimaktisch daherkommt, aber selbstverständlich werde ich die geschätzten virtuell Mitreisenden daran teilhaben lassen, allerspätestens am Donnerstag, wenn es (hoffentlich) zum Flughafen und in Richtung Dschibuti geht. 

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Gestern war ich mit Freunden beim Basketball. Die Hannoveraner Frauen spielten in der Bundesliga gegen die Frauen aus Freiburg - jo, und die Luchse aus Hannover gewannen haushoch, obwohl ich mindestens einmal halblaut "Freiburg" skandierte. Die Stimmung war sehr gut, die vielleicht 500 Zuschauer machten ordentlich Lärm, und insgesamt war das alles relativ familiär. Kann man mal wieder machen ...

Danach waren wir bei einem leckeren Inder, und der wurde auch von einigen der Spielerinnen frequentiert, unter anderem der 3x3-Olympiasiegerin Marie Reichert. Dass man zu dem Inder öfter gehen kann (und wir das auch schon gemacht haben), liegt allerdings nicht vorrangig daran, dass man da Olympiasiegerinnen trifft, sondern daran, dass das Essen sehr lecker ist ...

Samstag, 25. Oktober 2025

Kibbeling und Poffertjes

... wurden heute in Enschede in den Niederlanden (nicht Holland!) verspeist, nachdem ich gestern Abend auf dem Weg nach und aus Polen und auch heute Morgen irgendwie nicht zum Essen gekommen war.

Das mit Polen klappte wunderbar - ich stieg in Berlin Hbf um, kaufte mir noch den neuesten Asterix, fuhr weiter nach Frankfurt (Oder), erwischte den Bus auch problemlos und stieg an der Magistrale aus. Von dort lief ich über die Stadtbrücke, die großteils auf polnischem Gebiet liegt (und die Grenze ist wirklich schlecht markiert, liegt aber wohl tatsächlich dort, wo sich der Bundesstraßenmarker im Zaun befindet). Die polnischen Grenzer wollten nix von mir, ich machte einen kleinen Rundgang durch das Städtchen Słubice, das - völlig überraschend - schöne und weniger schöne Ecken hat. Auch das Wikipedia-Denkmal besuchte ich wieder, stieg dann aber an der Grenzbrücke in den (Frankfurter) Bus ein, der zum Słubicer Busbahnhof und dann wieder zum Frankfurter Bahnhof fährt.

So machte ich - das Deutschlandticket ist auf der gesamten Strecke gültig - eine kleine Stadtrundfahrt, bis ich wieder in Deutschland ankam. Auf der Einfahrt nach Polen hatten die polnischen Grenzer den Bus relativ intensiv kontrolliert, auf der Rückfahrt führten der deutsche Grenzer und der Busfahrer nur ein kleines Schwätzchen, dann ging's weiter. (Achso, und dann fragte ein - deutscher - Fahrgast den - deutschen - Busfahrer im deutschen Bus, ob er Deutsch spreche ...)

Der Eurocity aus Warschau war noch stärker verspätet, sodass ich den - auch noch verspäteten - Regionalexpress zurück nach Berlin nahm; das war aber nicht schlimm, weil ich am Ostbahnhof und auch in Hannover genug Puffer hatte.

So kam ich in Berlin Ostbahnhof zwanzig Minuten verspätet an, hatte trotzdem noch eine Viertelstunde zum Umsteigen und setzte mich dann in den überraschend voll werdenden ICE nach Chur, in dem ich auch hätte einpennen können - dann wäre ich halt heute Morgen gegen 8 Uhr in Freiburg gelandet ...

Ich pennte nicht nur nicht ein, sondern kam zu früh in Hannover an und erwischte so noch die Stadtbahn eine halbe Stunde vor der eigentlich angepeilten, sodass ich überpünktlich in meiner Bude war. So pünktlich, dass - ich schreibe jetzt einmal mal: - Freunde, die mich überraschen wollten, indem sie unterwegs in meinen (als spätere Option gedachten) ICE mit Ankunft eine Stunde später in Hannover einsteigen. Sehr schade, das hatte leider nicht geklappt, kann ja keiner damit rechnen, dass alle Anschlüsse klappen - jetzt gucken sie mal, ob sie mich in Dschibuti heimsuchen. Auweia ...

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Apropos Dschibuti (da mache ich jetzt einen kleinen Schlenker): Die Post hat heute versucht, das Einschreiben bei meiner Ma zuzustellen; die war aushäusig, sodass das korrekterweise nicht klappte. Nun wird meine Ma das Einschreiben mit hoffentlich dem Pass und sehr hoffentlich dem Visum am Montag (ab 15 Uhr) abholen - und mir hoffentlich um 15.02 Uhr (spätestens!) ein Bild vom Visum schicken, damit ich endgültig beruhigt bin.

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Nachdem ich dann so gegen 3 Uhr im Bett war, war ich dann doch schon gegen halb neun wieder wach und entschied mich, in der Markthalle frühstücken zu wollen. In weiser Voraussicht nahm ich meinen Rucksack mitsamt Rechner mit, denn die Markthalle war gerammelt voll, sodass ich - zumindest an meinem gewünschten Stand - nicht einmal etwas zu essen bekam.

Ich schaute, wo man sonst so hinfahren könnte, sah Hengelo in den Niederlanden, beeilte mich, dass ich auf den Zug komme, musste noch kurzfristigst das Gleis wechseln (Saftladen!), bekam aber schließlich noch einen Sitzplatz in der Bahn nach Rheine (von da wäre ich mit einer anderen Regionalbahn weitergefahren).

In Hengelo war ich ja aber nun vor wenigen Wochen gewesen, in Enschede war ich noch nie, also schaute ich, ob man das noch alles umgelegt bekäme. Bekam man (die Bundesliga-Konferenz, die ich eigentlich noch hatte schauen heute, schien nicht so spannend) - also stieg ich statt erst in Rheine in Osnabrück aus, fuhr nach Münster - und hatte dort noch eine Dreiviertelstunde Zeit.

Mit dem verspäteten Stadtbus fuhr ich - in echtem Aprilwetter - zum Domplatz, machte ein Foto und schaute, dass ich wieder zurück zum Bahnhof kam. Das klappte, und jetzt fuhr ich wirklich in Richtung Niederlande - Endhaltepunkt der Regionalbahn ist Enschede, und das Deutschlandticket gilt dort auch.

In Enschede nieselte es, als ich ankam, ich lief durch das schöne (aber architektonisch recht moderne) Städtchen, machte ein Foto der Grote (oder Oude) Kerk, also der Großen/Alten Kirche, und lief dann - gefühlt war die Hälfte der Passanten im Stadtbild deutscher Herkunft (was der niederländische Friedrich Merz wohl dazu sagt?) - zum Marktplatz.

Dort war es schön, auch weil zwischenzeitlich die Sonne rauskam. Ich hatte nur zwei Probleme: Die Auswahl an Fisch, Fritten, Poffertjes war ziemlich groß, und nicht überall (gerade bei den Fischständen) waren Preise und Auswahl angeschrieben.

Ich war vor lauter Hunger so unentschlossen, dass ich mehrfach Kreise um die Stände drehte, bis ich mich endlich doch traute, einfach auf Deutsch zu bestellen - auch das klappt da, wenige Kilometer von der Grenze entfernt, perfekt. Für sechs Euro verspeiste ich eine sehr ordentliche (und leckere!) Portion Kibbeling und danach eine große Portion Poffertjes mit Eierlikör-Sauce - die eigentlich geplante Pizza heute Abend schenke ich mir, denn ich bin jetzt satt ...

Es hatte zwischenzeitlich wieder angefangen zu regnen, aber nach den Poffertjes schien die Sonne (der Hunger hatte mich, das merkte ich auf Hinfahrt, richtiggehend depressiv gemacht - Ruhe dahinten!), sodass ich das Zeitfenster nutzte, um zurück zum Bahnhof zu laufen.

Halb Enschede war in Dirndl oder Lederhose unterwegs, denn in Gronau direkt hinter der Grenze war heute eine Oktoberfest-Abart; die saßen natürlich alle im Zug bei mir, aber ich bekam trotzdem noch einen Platz.

In Gronau stieg ich in den Expressbus nach Bad Bentheim um, sah - wir fuhren direkt an der Grenze entlang - zwei Grenzsteine und sitze nun in Bad Bentheim am Bahnhof und tippe mit kalten Fingern diesen Blog in die Tasten. In einer Viertelstunde sollte es - mit einer Verspätung von 25 Minuten oder so - weitergehen, und gegegn 21 Uhr bin ich hoffentlich in meiner Bude.

Auch das war ein schöner Ausflugstag heute, gerade mit der ausländischen Küche, sowas mag ich ja immer; aber ich bin froh, dass ich morgen noch einen freien Tag habe (das fühlte sich heute oft wie Sonntag an, furchtbar ...). Da wird erstmal ausgeschlafen, und dann geht es zum Basketball ...

Am Montag Abend fahre ich in den Schwarzwald, und gleich im Zug nach Hannover will ich noch - ich traue mich jetzt, glaube ich - den Ausflug an den Assalsee buchen. Die Veranstalter bitten darum, eine Woche vorher zu buchen, wohl damit sie die Abholung organisieren können, das wäre heute - gucken wir mal ...

Fotos wie üblich in umgekehrter Reihenfolge:

Grenzfluss Niederlande/Deutschland

Poffertjes nach ...

Spaziergang über den Oude Markt und dem Genuss von ...

Kibbeling

Münster

Gestern: Wikipedia-Denkmal

Polnischer Grenzstein (oder so ...)

Blick auf die Stadtbrücke Frankfurt (Oder) aus Polen

... und von der Brücke