Meine Länder

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Montag, 29. Dezember 2025

Als Fußgänger zwischen zwei Autos

... standen wir an der nordzyprischen Einreise, nachdem wir auf britischem Gebiet Fish & Chips verzehrt hatten.

Wir waren gestern früh ins Bett gegangen, ich konnte zwar über DAZN (keine Ahnung, ob ich da im Moment als Türke oder Israeli oder sonstwas gelte) das erste Football-Spiel des Abends gucken, aber im zweiten Viertel schaltete ich dann aus.

Dementsprechend waren wir früh wach und gingen zeitig frühstücken. Nach dem Roastbeef-Sandwich für meine Ma und das English Breakfast für mich gingen wir zurück aufs Zimmer und ich - öhm - schraubte ein bisschen am Rechner herum.

Gegen 14.30 Uhr zyprischer Zeit hatte ich nun wirklich keine Lust mehr, also brachen wir in Richtung Famagusta auf. Nach einer guten Stunde - ein gut Teil davon im nicht ganz unhektischen Stadtverkehr Famagustas - kamen wir an der Grenze zwischen Nordzypern und den britischen Souveränen Basen an. Da wir das nordzyprische Mietauto nicht nach Südzypern (und für diese Zwecke gelten die Souveränen Basen als Teil Südzyperns, was sie aber völkerrechtlich gerade nicht sind) mitnehmen durften (oder das zumindest glaubten), stellten wir das Auto sehr unkompliziert direkt an der Grenze ab.

Wir liefen zu Fuß zur Ausreise, wurden ausgetragen (aber nicht ausgestempelt), die britische Grenzerin guckte nur auf unsere Pässe, sagte "danke", und schon waren wir in eines der 14 britischen Überseegebiete eingereist.

Ich triezte meine arme Ma den Berg hoch, es waren gut eineinhalb Kilometer über Stock und Stein und an den Foto- und Drohnenverbotsschildern vorbei, bis wir schließlich - halb durch einen Kreisverkehr laufend - an der hochgelobten Fish-und-Chips-Kneipe ankamen.

Wir bestellten cod in breadcrumbs, ich vergaß fast die Pommes, dazu wurde - in der Basis darf offenbar kein Alkohol ohne Weiteres verkauft werden - Cola getrunken, und am Ende kamen (pro Person) zwei (!) riesige Stücke Fisch und eine große Portion Pommes.

Der Fisch war fantastisch, die Pommes waren auch genießbar, aber ich war pappsatt. Der Weg zurück zur Grenze ging - wie fast jeder Rückweg - gefühlt schneller als der Hinweg, den Briten war unsere Ausreise wurscht, sodass wir die Grenze querten, ohne anzuhalten. An der nordzyprischen Einreise wird nicht zwischen Autos und Fußgängern getrennt, also standen wir da ein bisschen verloren zwischen zwei Autos in der Schlange, zeigten unsere Pässe dem leicht schmulzelnden Grenzer, der trug uns wieder nach Nordzypern ein, und so waren wir wieder da - und marschierten zum Auto.

Auch im Dunkeln war in Famagusta noch ordentlich Verkehr, auch diesmal waren wir nach einer guten Stunde in unserer Unterkunft, und heute sitzen wir am Küchentisch und trinken noch unsere Efes aus. Jo, und auch heute geht es wieder einigermaßen früh ins Bett ...

Morgen ist der letzte volle Tag hier, morgen muss ich leider noch einmal "am Rechner herumschrauben", wie ich es immer nenne, aber da ich heute ein bisschen vorgearbeitet habe, kann ich morgen hoffentlich früh Feierabend machen - und dann gucken wir mal, ob wir im Restaurant noch ein Abschiedsabendessen einnehmen ...

Die Souveränen Basen waren mein zweites britisches Überseegebiet dieses Jahr (nach Gibraltar), insgesamt sind es 35 Länder und vier abhängige Gebiete geworden dieses Jahr (Hongkong und Macau waren Nr. 3 und 4), aber das offizielle Fazit schreibe ich wahrscheinlich am 31. Dezember, wie es die Tradition vorschreibt ...

Heute erstmal ein Foto von Fish & Chips:

 


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