Meine Länder

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Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate.

Dienstag, 11. April 2023

Schneller als gedacht

... waren wir heute in Samarkand, denn das ging alles ziemlich unproblematisch - außer, dass der usbekische Vorprüfer (also der Typ, der ein bis zwei Meter hinter der tatsächlichen, physischen Staatsgrenze steht und erstmal die Pässe anguckt - wieso, weiß kein Mensch) unsere usbekischen Visa sehen wollte (obwohl er sich sogar noch extra bei einem Kollegen erkundigt hatte) ... Ich hielt ihm die usbekische Google-Übersetzung von "Deutsche benötigen kein Visum; außerdem sind wir ja vor ein paar Tagen schon ohne Visum eingereist" unter die Nase, dann wurde ihm sein Lapsus mehr oder weniger gewahr, und er ließ uns durch - die eigentlichen, richtigen Einreisebeamten kannten natürlich die usbekischen Einreiseregeln und machten so einen Mist erst gar nicht. Mag sein, dass er eine kleine Bestechung haben wollte, aber dann war er erstens ziemlich ... öhm, wie umschreibe ich das am besten ... in nicht unbedingt übergroßem Maße mit Intelligenz gesegnet, weil wir ja sofort an der Einreisekontrolle wieder rausgezogen worden wären, und zweitens, nunja, bei mir an den Falschen geraten ...

Das Frühstück in dem durchaus schönen Hotel in Pandschakent war ganz lecker, mit Spiegelei und Omelett und Wurst und Käse und leckerem Brot, Kaffee gab es auch, ich trank Tee und Traubensaft, die Bezahlung erfolgte teils mit unserem verbleibendem tadschikischen Bargeld, teils mit Kreditkarte, alles völlig unkompliziert; der Chef durfte noch mit einer Taxi-Vermittlung zur Grenze ein Geschäft machen, dann stand das telefonisch angeheuerte Taxi schon vor der Tür und wir fuhren die zwanzig Minuten oder so bis zur Grenze.

Am Eingang zur Grenzzone mussten wir ein bisschen warten, bis der Vorprüfer (hier noch der tadschikische) uns in die Grenzzone ließ; auf dem Weg zur Grenzkontrolle (das waren sicherlich 100 Meter) überholten wir einige sehr langsam laufende Männer, die sich dann an der Grenzkontrolle irgendwie von der Seite her wieder recht aktiv anstellten ...

Ich stellte meinen Körper dazwischen, denn auch wenn ich älteren Menschen gerne mal den Vortritt lasse, mag ich es überhaupt bei niemandem, wenn er unhöflich ist und sich vordrängelt. Bei drei von von uns vieren fand sich der Ausreisestempel völlig zufällig im Pass verteilt, nur bei Jessi war er ordnungsgemäß neben dem Einreisestempel angebracht gewesen.

Wieder ging es ein paar Schritte weiter, durch eine Röntgen-Gepäckkontrolle, die nicht beaufsichtigt wurde (oder wenn, dann von einem kleinen Mädchen), die Zöllner wollten trotzdem nix von uns, also liefen wir in Richtung der finalen tadschikischen Ausreisekontrolle, die aber in Wirklichkeit schon der usbekische Vorprüfer war. Nach dem Scharmützel mit diesem liefen wir - wir wussten nicht ganz genau, wohin, also ließen wir zwei anderen Männern den Vortritt, auf dass sie uns führen mögen - zur usbekischen Einreisekontrolle, die - wie jede Grenzüberquerung auf dieser Reise - völlig schmerzfrei war. An der usbekischen Gepäckkontrolle standen tatsächlich zwei Zöllner, aber die interessierten sich für uns kein bisschen. Wir überstanden auch die usbekische Nachprüferkontrolle (ob wir den Einreisestempel denn wirklich haben), der Typ pfiff eine andere Frau an, weil die in der Grenzzone telefonierte, dann waren wir aus der Grenzzone draußen, nach Usbekistan formvollendet eingereist und hatten sofort einen Taxifahrer vor der Nase.

Zügig saßen wir im Taxi, wieder hatten wir einen Rennfahrer erwischt, der aber durchaus geschickt um die anderen Autos und die Schlaglöcher, derer es auf der Straße viele gab, herumfuhr, unterwegs rief er im Hotel an und ließ sich die Streckenführung erläutern (meiner Google-Maps-Streckenführung traut hier irgendwie keiner ...), dann brachte er uns heil vors Hotel. Den 20-Dollar-Schein wollte er nicht akzeptieren, weil da ein eineinhalb Millimeter langer Riss im Schein war, naja, bekam er halt einen anderen (ich habe schon öfter gelesen, dass die Geldwechsler hier ziemlich pienzig sind mit den Geldscheinen ...).

Das Hotel ist sehr ordentlich, ein kleines Problem mit dem Abfluss in Jessis und Christians Zimmer wurde durch Umzug in ein anderes Zimmer sehr kurzfristig gelöst, und schon bald waren wir wieder auf der Gass.

Es ging in Richtung Registan, und ich war noch mehr begeistert als 2017 (da waren wir gerade aus Buchara angekommen, da ist der Registan nicht mehr der erste Elefant auf der Safari, sondern nur der zehnte), aber nach der Rütteltour gestern und den nicht ganz so atemberaubenden Bauten in Chudschand war das - gerade bei dem guten Wetter, das wir heute Mittag erwischt hatten - schon ganz fantastisch schön.

Für fünf Euro pro Person (Ausländerpreis, Usbeken zahlen wesentlich weniger) darf man dieses Weltkulturerbe auch betreten, und so machten wir außerhalb und innerhalb der drei Gebäudekomplexe eifrig Fotos. Diese drei Medressen stammen aus dem 15. bzw. 17. Jahrhundert und gehörten in der Blütezeit Samarkands zu den wichtigsten Zentren der Wissenschaft.

Hier begegneten wir - neben vielen russischsprachigen Menschen - dann auch wieder ein paar Deutschen (in ganz Tadschikistan hatten wir nicht einmal bewusst Deutsche gesehen oder gehört), hier sprachen wieder alle Verkäufer Englisch, hier gab es Kühlschrankmagneten als Ausdruck der touristischen Infrastruktur - und hier gab es ziemlich konsequent Rollstuhlrampen.

Nach, ich weiß nicht, eineinhalb Stunden verließen wir den Registan und gingen erstmal ein schönes, kaltes Glas ... Milch trinken (ich will ja nicht ständig vom Biertrinken schreiben müssen). Die Fassmilch schmeckte sehr gut, auch wenn das Restaurant sehr touristisch war, bei Google rekordverdächtig schlecht bewertet war, das WLAN trotz Werbung nicht funktionierte und die Helden 15% Service Charge verlangten, aber okay, bei 80 Cent für das B... äh, die Milch tat das ja auch nicht so richtig weh ...

Zum Mittagessen gingen wir dann in eine "Historic" genannte Kneipe in unserer Straße, die wir auf dem Hinweg mangels usbekischen Geldes verschmäht hatten (ich hatte zwischenzeitlich problemlos am Automaten Geld abgehoben), und hier bekamen wir zu warme, tschechische Milch, aber - jetzt wirklich - sehr leckeres Rinderschaschlik, und ich verspeiste eine Portion Lagman, einer Art Nudelsuppe mit Fleischeinlage, und auch wenn hier Lamm im Lagman durchaus auch normal ist, hatte ich leckeres Rindfleisch.

Wir zahlten und liefen in Richtung der Bibi-Chanum-Moschee. Die inzwischen wunderbare Fußgängerzone (nur Golf-Karts fuhren - wild hupend, wie üblich hier - durch die Gegend), die bei unserem Besuch 2017 in Samarkand noch in Bau war, führte uns schnurstracks zur Moschee, selbst die öffentliche Toilette unterwegs war nach Christians Aussage sehr akzeptabel.

In der Bibi-Chanum-Moschee zahlten wir brav den Eintritt, auch wenn das Drehkreuz dort einen derartigen Abstand zur Wand lässt, dass selbst ich meinen Adoniskörper da ohne größere Anstrengung hindurch bugsieren konnte, dann hatten wir die - immer noch in Renovierung befindliche - ehemalige Moschee vor uns. Auch hier gefiel es uns sehr gut, aber so langsam waren wir alle von der Tour ein bisschen müde, sodass wir uns entschieden, an der Straße ein Taxi zum Hotel zu nehmen und ein bisschen Siesta zu machen.

Nachdem der Taxifahrer (wir wollten eigentlich aus Spaß an der Freud mit so einem Kleinbuschen fahren, aber das war gar kein Taxi ...) herausgefunden hatte, dass wir Deutsche sind, wurden wir erst einmal mit "Heil Hitler" oder vielmehr "Cheil Chitler" begrüßt, was allen vieren von uns - unabhängig von der Generation und sonstigen Erwägungen - ganz spontan einen vielstimmig-entnervten Ablehnungsgrunzer entfahren ließ ... Danach hielt der Fahrer auch die Klappe (und ich glaube, der hatte das als Scherz gemeint ...) und brachte uns wie bestellt zum Hotel.

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Nach der längeren Siesta trafen wir uns - heute Abend mal ohne meine Mutter, die streikt ja in Usbekistan traditionell immer mal - zum Abendessen. Nach einem Spaziergang durch eher untouristische Straßen kamen wir in ein belebteres Viertel, in dem etliche Hotels und Speiselokale sind, und hatten uns ein Touristenrestaurant ausgeguckt. Dort tranken wir usbekische Milch und aßen usbekischen Salat, Lagman (wie heute Mittag) und Schurpa (eine klare Brühe mit Fleisch, Karotten und Kartoffeln) zur Vorspeise; als Hauptspeise wurden Manti (gefüllte Teigtaschen, hier wirklich mit Rindfleisch) und Samarkander Pilaw (Plow), ein Reisgericht mit Gemüse und Kichererbsen, ein bisschen Fleisch, ein bisschen Peperoni und viel Knoblauch gereicht. Das war sehr lecker, trotz der Eigenschaft als Touristenlokal noch absolut bezahlbar, sodass wir da zufrieden hinausgingen.

Auf dem Spaziergang zum Registan folgte uns ein Straßenhund über die Ampeln an der Hauptstraße, verließ uns aber kurz vor dem Registan. Dort machten wir noch nächtliche Fotos vom Ensemble, ehe wir - mit kurzem Abstecher zum Kiosk gegenüber - ins Hotel wackelten. Auf der Terrasse des Hotels tranken wir noch die im Kiosk erworbene Milch, dann machten wir uns aber auch auf in sämtliche Betten - und morgen wird mal kein Wecker gestellt! 

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Fotos gibt es heute natürlich auch:

Ulugbek-Medresse

Tilla-Kori-Medresse

Eines meiner gefürchteten Panorama-Bilder

In der Sher-Dor-Medresse

Gebetsnische in der Tilla-Kori-Medresse

Shin-Dor-Medresse

Registan im Panorama ohne Panorama-Funktion

Statue von Islam Karimow, langjähriger Präsident Usbekistans

In der Bibi-Chanum-Moschee

Bibi-Chanum-Moschee

Registan bei Nacht

Montag, 10. April 2023

Lamm oder Rind, das war die Frage

... in unserer Abendessensgaststätte in Pandschakent, die uns - nach einigem Suchen - dankenswerterweise auch während des Tages am Ramadan eine Mahlzeit anboten. Der Prozess der Nachfrage, ob wir denn überhaupt etwas zu essen kriegen, und danach was im Angebot ist, gestaltete sich aber schwierig: Die Bedienung, die uns empfing, sprach nicht so richtig gut Englisch, sodass wir mit Tadschikistan-Übersetzer nachfragten ... Es mischte sich ein Fotograf ein, der ein bisschen (ein bisschen!) besser Englisch sprach und der prompt heute - so sagte er uns - Fotos für eine noch zu erstellende Speisekarte gemacht hatte. Diese Fotos präsentierte er uns, aber auf die Frage, ob das Lamm oder Rind sei, antwortete er mehrfach mit "Ja" ... Nun denn, wir bestellten so eine Art Gulasch (das war Rind) und zweimal Rinderschaschlik, beef shashlik, und ließen uns das mehrfach bestätigen - am Ende war das Rind entweder am Böckeln oder die Tadschiken verwechseln konsequent Lamm und Rind. Nun ja, so eine Erfahrung muss man halt auch mal machen, wenn man während des Ramadan durch eine Kleinstadt in einem - trotz Sowjetunion doch relativ muslimisch aussehenden und definitiv noch nicht sehr touristischen - Land reist.

Max, ein tadschikischer Student, der uns auf dem Hinweg zu dieser Gaststätte fast direkt neben unserem Hotel abgefangen und - sehr sympathisch - ein Gespräch ans Bein gebunden hatte, um seine Englischkenntnisse aufzubessern, wurde sofort befragt, wo es denn hier - im Ramadan! - ein wohlverdientes Bier nach einer staubigen Tour heute (gleich mehr!) gebe. Er fragte seinen Kumpel, den Taxifahrer, und bot uns natürlich dessen Dienste an, verwies uns aber nur auf einen Supermarkt (in dem es, wie sich herausstellte, ungekühltes Bier gab) und auf eine Gaststätte, die wir suchten, aber erst von Google in die falsche Straße gelockt wurden und dann an der richtigen Stelle feststellen mussten, dass es geschlossen hat ... Gegenüber war aber eine Kneipe, und das war die Lamm-Rind-Kneipe ...

Nach dieser maximal unlinearen Einstiegserzählung (und ja, ich erzähle noch, ob wir an Bier gekommen sind) springen wir noch einmal zurück an den heutigen Morgen: Das Aufstehen war einigermaßen machbar, auch wenn sowohl meine Mutter als auch ich unglaublichen Unfug geträumt hatten, und um kurz nach sieben war wir beim Frühstück. Am Ende wurde es ein bisschen hektisch, weil das Frühstück ein bisschen spät kam, aber wir wären pünktlich zur Abholzeit fertig gewesen, wenn sich bei der Rechnung nicht noch ein Fallstrick aufgetan hatte: Meine Mutter hatte gestern die über das 100-Somoni-Limit hinausgehenden Bestellungen beim Frühstück bezahlt, aber das wollten sie uns heute noch einmal abnehmen. Ich unterstelle hier in Tadschikistan grundsätzlich eher Unbeholfenheit als betrügerische Absicht, und dementsprechend entspannt blieb ich - das Ganze wurde zu unseren Gunsten geklärt, und ab ging die Fahrt ...

Zunächst ging es durch die sehr fruchtbare Ebene, die ich als westliche Ausläufer des Ferganatals bezeichnen würde, die schneebedeckten Berge des Pamir bildeten einen fantastischen Hintergrund. Es fahren hier mehr Opel als in Deutschland, es ist unglaublich ... Hinter Shakhristan ging es so langsam die Berge hoch, und kaum hatten wir uns versehen, hielt der Fahrer vor dem Shakhristan-Tunnel für einen "Fotostop" ... Wir machen Fotos von der atemberaubenden Gebirgslandschaft, danach ging es durch den ebenso atemberaubenden (weil stockdunklen) Tunnel - dass unser Fahrer nichtsdestotrotz im Tunnel einen Lkw überholte, versteht sich von selbst - schließlich hätte man Gegenverkehr ja gesehen ...

Als wir aus dem 2.751 Meter hochgelegenen Tunnel herauskamen, waren wir in einer Landschaft mit sehr viel Schnee, aber die Straße war, soweit nötig, freigefräst ... Ab hier ging es bergab, wir guckten nicht ganz so gerne vorne oder zur Seite raus, denn es ging 200, 300 Meter einigermaßen senkrecht bergab, und Leitplanken gab es selten, häufiger gab es dreißig Zentimeter hohe Erdwälle, die im Falle eines Falles eher als Sprungschanze gedient hätten als uns aufgehalten ... Feuchte Hände? Ich? Aber sicher!

"'Ne Achterbahnfahrt ist vom Adrenalin-Kick her 'n Scheißdreck dagegen", so darf ich eine mitfahrende Person zitieren, denn natürlich sind da auch Lkws auf dieser Hauptverbindungsstraße zwischen Chudschand und Duschanbe unterwegs, die dann auch überholt werden ... Eine weitere Gefahrenquelle besteht durch Kuhschlag, denn da stehen oberhalb der Straße an einigen Stellen Kühne im Abhang, und keinen von uns hätte es gewundert, wenn da ab und zu so eine Kuh auf die Straße purzeln würde ...

Achso, und unterwegs lag ein Hund mitten auf der Straße und ließ sich nicht stören, zumal alle Autos um den herumfahren - ganz entspannt blieb der, ganz entspannt ...

In Aini im Hochtal ging es - Blicke auf die canyonartige Schlucht des Serafschan-Flusses inklusive - auf die Straße in Richtung Pandschakent ...

Wir waren gerade vier Stunden unterwegs gewesen, da ging es - plangemäß - von der Hauptstraße ab, hoch in die Berge zu den Sieben Seen. Sergey, unser Tourveranstalter (nicht unser Fahrer!), hatte uns gestern noch ein Allradauto untergejubelt (ohne Aufpreis), und das war gut so, denn schon bald wurde die bis dahin weitgehend (für uns durchaus nicht unüberraschend) hervorragende Straße durch eine Schotter- und wenig später durch eine Schlaglochpiste ersetzt.

Die Sieben Seen sind eine Kette von - wenig überraschend - sieben Seen, die hoch im Fann-Gebirge liegen, und so fuhren wir - die Straße wurde immer schlechter, es machte noch mehr Spaß, auch wenn bzw. weil wir in dem Auto herumgewirbelt wurden wie einst in der Mongolei - immer höher in den Berg hinein, dieses kristallklare Wasser war ganz großartig, die Aussicht auf die schneebedeckten Berge ebenso - ganz, ganz toll ...

Am sechsten See drehten wir um - auf etwa 2.150 Metern -, weil unser Fahrer und ein gegenläufiger Busfahrer (da fuhren Busse über die Schlaglochpiste!) sich verständigt hatten, dass die Fahrt zum siebten See nicht möglich sei; Sergey wurde angerufen und der erläuterte uns, dass wir zwei Stunden dorthin wandern könnten und der Fahrer auf uns warten würde. Das wurde dankend abgelehnt, sodass wir - nach diversen Fotos - wieder zurückfuhren und dabei sogar durch das Bett des vierten Sees fuhren, weil die Seen insgesamt niedrigen Wasserstand hatten. Am Ende waren wir vier Stunden auf der Schlaglochpiste und insgesamt achteinhalb Stunden unterwegs gewesen, aber die Zeit war wie im Fluge vergangen, und uns ging es trotz der ganzen Sitzerei und dank des regelmäßigen Aussteigens ganz gut ...

Der Check-in im Hotel funktionierte problemlos, wir wanderten in Richtung Stadt, trafen Max, liefen weiter, fanden die Gaststätte und verließen sie wieder.

Auf dem Hinweg hatten wir einen Supermarkt aufgetan, in dem es gekühlte hopfenhaltige Getränke gab, und dort wurde für den Heimweg eingekauft. Jetzt sitzen wir bei Jessi und Christian auf dem Zimmer, genießen das Feierabendbier und sind gespannt auf die morgige Tour über die tadschikisch-usbekische Grenze nach Samarkand.

Achso: Bei der Bezifferung der Höhe der Baumgrenze habe ich mich so dermaßen verschätzt, dass meine Mutter mich die ganze Zeit spöttisch anguckte, in dem Fall aber leider zu recht ... Aber das ist halt Biologie, also Grünzeug, also eher nix für mich ...

Noch einige Beobachtungen, die in der Tourbeschreibung nicht so richtig Platz fanden: Während Chudschand schon einigermaßen modern ist, fragten wir uns in diversen Dörfern da an der Schlaglochpiste auf 1.700 oder 1.900 Metern, wie die überhaupt Geld verdienen, denn jeden Tag nach Pandschakent zu fahren, wäre ja eine mehrstündige Pendelei, und so viel Landwirtschaft gibt es da oben im kargen Berg irgendwie auch nicht ...

Für die Kinder unterwegs und auch hier in Pandschakent sind wir westliche Ausländer richtige Attraktionen, da wird das rudimentäre Englisch ausprobiert, da wird dem Ausländer gewunken und ein "Hello!" zugerufen, manch einer kriegt noch ein "How are you?" hin, es ist fast schon süß ... 2019 waren anscheinend weniger als 4.000 Deutsche (im ganzen Jahr!) in Tadschikistan, und man merkt, dass das hier noch alles andere als touristisch ist - aber das macht ja, alles in allem, hier auch ein großes bisschen den Charme aus ...

Unterwegs in Richtung der Berge

Shakhristan-Tunnel

Blick vom Tunnel in Richtung Tal

... und weiter in Richtung Tal

Unser Toyota-Jeep

Erster See (glaube ich)

Fünfter See (wahrscheinlich)

... oder vielleicht ist das der fünfte See?

Müsste der sechste See sein ...

Zurück bei Sonnenschein


Sonntag, 9. April 2023

Den "Holzhacker-Fahrstil"

... der tadschikischen Marschrutka-Fahrer haben wir heute ausgiebig genossen, und wenn Christian, von dem das Zitat stimmt, mit Blick auf die Straße in dem Gefährt sitzen kann, ist das auch für jeden von uns erträglich, selbst wenn über nicht ganz optimale Straßen oder Eisenbahnübergänge gerumpelt wird, was das Zeug hält, und auch wenn der Sicherheitsabstand der Kleinbusse hier beim Überholen oder an den Haltestellen nicht immer (naja, eigentlich nie!) deutschen Standards entspricht.

Die verrückte Aktion, die wir für heute eigentlich angedacht hatten, war, mit dem Sammeltaxi von Chudschand zur usbekischen Grenze zu fahren, von dort nach Kokand im (usbekischen) Fergana-Tal und von dort über Rishton nach Kirgisistan zu gelangen. Das war eigentlich auch alles eingetütet (auch wenn das eine verrückte Tour geworden wäre, aber das hält uns ja nun wirklich nicht davon ab, das durchzuziehen), nur fiel mir gestern auf einer Website, die sehr gut informiert klingt, auf, dass diese Grenze nur für Usbeken und Kirgisen geöffnet ist und wir - möglicherweise/wahrscheinlich - da gar nicht drüber gekommen wären.

Hinzu kam das dringende Bedürfnis eines nicht unbeträchtlichen Teils der Reisegruppe (so ca. 100%), mal einigermaßen gut auszuschlafen, sodass wir uns erst gegen 9 Uhr zum Frühstück trafen und uns mehr oder weniger stillschweigend entschieden, die Tour heute sein zu lassen.

Das Frühstück (100 Somoni pro Zimmer pro Tag als Limit, man erinnere sich) war hervorragend, und wir tranken frisch gepressten Orangensaft, der das Limit natürlich unmissverständlich sprengte. Das war uns aber wurscht, denn wir waren zufrieden.

Mit dem Taxi ging es zum Pandschschanbe-Platz, an dem eine Moschee, ein Mausoleum und ein großer Basar waren, und wir guckten uns den Basar an, denn die Moschee sah recht modern aus und das Mausoleum sah zu aus. Der Basar entsprach ungefähr meinen Erwartungen an den Basar einer Großstadt in der ehemaligen Sowjetunion: Er war voll, es gab viel einzukaufen (an den - weitgehend ungekühlten - Frischfleischständen gingen wir strammen Schrittes vorbei), kaum jemand sprach auch nur ein Wort Englisch und die Obststände boten unglaublich rote Erdbeeren an. Dennoch waren wir nicht ganz unglücklich, als wir aus dem Gewusel draußen waren, auch wenn uns eine Bierkneipe auffiel, die wir kurz begutachteten. Auf mein Geheiß hin nahmen wir diese aber erst für den Heimweg ins Visier und gingen stattdessen in Richtung des nahegelegenen Marschrutka-Bahnhofes.

Wir wollten zum Staudamm in Kairakum und wurden von einem Jungen zum (richtigen) Bus Nr. 40 verwiesen, der - Wedelbewegung - irgendwo dahinten losfährt. Ich eruierte also den Abfahrtsort, während meine Reisegruppe an Ort und Stelle stehen blieb, kam diesmal aber früher - und mit einer Erfolgsmitteilung - zurück, sodass wir gemeinsam den Weg zum 100 Meter entfernten Haltepunkt aufnahmen.

Dabei mussten wir aber eine Straße überqueren, und ich bekam am Ende einen leichten Anschiss von meiner Mutter, weil ich ihr zugetraut hatte, dass sie das auch allein schafft. Schaffte sie natürlich auch ...

In der fast vollen Marschrutka waren keine vier Plätze mehr frei, also warteten wir auf die nächste und okkupierten dort die besten Plätze. Für 20 Somoni - etwa zwei Euro - ging es bis nach Kairakum; unterwegs kamen wir - an einer T-Einmündung - an einem riesigen Auflauf von Marschrutkas, Menschen und Polizei vorbei, Wahnsinn, wie sich die Minibusse dort gefühlt ineinander verkeilten, aber dann doch wieder friedlich auflösten.

Ich hieß den Fahrer kurz vor dem Staudamm anzuhalten, er war etwas überrascht, ließ uns aber raus, gab uns noch 2 Somoni Rückgeld, weil wir nicht bis zur Endhaltestelle gefahren waren, und nun standen wir da. Er war gerade weg, als uns auffiel, dass wir den Staudamm nicht zu Fuß überqueren durften, was uns durch den Soldaten, der uns beobachtet hatte, auch noch einmal - sehr freundlich, aber bestimmt - verdeutlicht wurde.

Also liefen wir ein paar Schritte zurück zu einer hochgelobten Gaststätte, in der einigermaßen tote Hose war, trotzdem bekamen wir vom ein wenig Englisch sprechenden Juniorchef wieder so ein Kabuff zugewiesen, diesmal mit Blick auf den Stausee, der durchaus nicht zu verachten war. Für eine große Flasche Cola und eine große Flasche Wasser zahlten wir auch 20 Somoni (also wieder zwei Euro), dann fingen wir - mit Seeblick - an zu politisieren, bis wir schließlich wieder einigermaßen hydriert aufbrachen.

Eine weitere Marschrutka wurde geentert, damit uns diese über den Staudamm führe und uns unmittelbar danach rausließe, das klappte auch ganz gut, und so kamen wir an einem Ort heraus, der offenbar so touristisch ist, dass man dort einen dieser "I (Herz) Tajikistan"-Schriftzüge aufgebaut hatte.

Dieser Schriftzug wurde eifrig fotografiert, ebenso wie der Blick auf den See, dann spielten wir Marschrutka-Roulette und stiegen in die Linie Nr. 66 ein. Die fuhr zurück zur wahnsinnigen T-Einmüdung, aber von dort in Richtung Süden. In Gafurow mussten wir nachzahlen, weil wir weiter nach Chistewarz fahren wollten (an die Endhaltestelle halt), und dort wurden wir aus dem Bus geschmissen.

Nun hatten wir etwas geschafft, wovon das Auswärtige Amt mit Nachdruck abrät: Wir waren im tadschikisch-kirgisischen Grenzgebiet gelandet. Juchhe ...

Wir entschieden uns aber dagegen, noch näher an die umstrittene Grenze heranzulatschen, kauften dafür noch Getränke und fuhren - diesmal für 70 Cent pro Person - zurück in Richtung Chudschand.

Unterwegs stellte meine Mutter fest, dass viele tadschikische Frauen mit Erstaunen feststellten, dass Jessi und sie Hosen trugen, ohne das dazu passende lange Kleid zu tragen; die Frauen stupften sich anscheinend sogar gegenseitig an, um sich dieses Schauspiel anzuschauen. Wenig überraschend war mir das gar nicht aufgefallen. Aufgefallen waren mir dagegen schon seit gestern (sind wir erst gestern nach Tadschikistan gekommen?!) die unzähligen Bilder des hiesigen Staatspräsidenten Emomalij Rahmon an vielen Hauswänden und noch mehr Plakaten. Herr Rahmon ist seit 1994 im Amt und sicherlich komplett unschuldig daran, dass ich meinen eigenen Blog hier nicht aufrufen kann. (Schrägerweise kann ich den Blog schreiben und hochladen, denn der wird über eine andere Internetadresse befüllt und die scheint nicht gesperrt zu sein ...)

In Chudschand machten wir noch einmal einen kurzen Abstecher zum Basar und entschieden uns dann, die Bierkneipe aufzusuchen. Allerdings gibt es dort keine Toilette, sondern nur die des Basars, und die ist sagen wir ... einer der am furchtbarsten stinkenden Orte der Erde ... Verdammte Axt, ich musste nur pinkeln (aber das halbwegs dringend), aber ich habe vom Betreten bis zum Verlassen dieser Toilette gewürgt ... Jessi und Christian weigerten sich dementsprechend, diese Toilette zu benutzen, sodass wir meine Mutter - die in der Kneipe gewartet hatte - abholen und nach Hause fahren wollten.

Allerdings hatte meine Mutter in unserer Abwesenheit schon vier Bier bestellt, sodass wir uns trennten: Jessi und Christian liefen zurück zum Hotel, während meine Mutter und ich die vier bestellten (Fass-!)Biere vernichteten. Diese schmeckten uns so dermaßen gut, dass wir noch ein jeweils drittes Bier nahmen. Wir hatten die gerade vor uns stehen, als ein Tadschike, der schon die ganze Zeit am Tisch gegenüber geräucherte Heringe gegessen hatte, zu uns kam und uns einen seiner geräucherten Heringe auf den Tisch legte.

Wir bedankten uns für diese unerwartete Freundlichkeit (insgesamt sind die Menschen hier sehr freundlich, die Sprachbarriere macht die Kommunikation ein bisschen schwierig, aber spätestens, wenn man - wie die Menschen hier - als Zeichen des Dankes sich die Hand aufs Herz legt und sich leicht verbeugt, wird man sehr gut verstanden) und spendierten dem "Herrn mit dem Fisch" noch ein Bier.

Am Ende zahlten wir für sieben Bier gerade so vier Euro, liefen zum Taxistand und machten, dass wir nach Hause kamen ... Die Bierbeiz war nicht so wunderschön wie die Kneipe in der Altstadt in Riga, aber irgendwie war es mit den Tadschiken, die mitten im Ramadan in der Kellerbar ihre Mass verzehrten, auch hochinteressant.

Jessi und Christian saßen, als wir ankamen, schon im Hotelrestaurant - Christian hatte wieder aus dem Geschäft nebenan Bier geholt. Als wir uns gesetzt hatten, wurden vier Gläser bestellt, Christian holte aus dem Zimmer das im Kühlschrank gekühlte tadschikische Bier, das wir gestern Abend gekauft hatten, und das wurde dann - zusammen mit den ganz hervorragenden Speisen aus dem Hotelrestaurant - konsumiert.

Kurzum: Es war fantastisch. Jessi hatte als Vorspeise gerollte Auberginen, die toll waren, meine Ma mit Orangenfilets gefülltes Hühnchen und ich unglaublich leckere Kalbszunge in Senfsauce, absolut genial. Jessi und Christian bestellten dann als Hauptgericht nach Christians Salat auch das mit Orangen gefüllte Hühnchen, während ich Lammkoteletts aß. Lamm im Ausland ist ja immer so eine Sache, aber das hier, das war zum Darniederknien - keine Riesenportion (das kann man für sieben Euro aber auch nicht erwarten), aber mit Abstand das beste Lammkotelett, das ich je hatte - unglaublich, fantastisch, soooooo toll ...

Mit dem - fälschlicherweise anstatt des Käsekuchens gebrachten - Schokoladenkuchen wurde der Abend abgerundet, jetzt sind wir schon recht früh im Zimmer und im Bett, aber das war heute wieder ein wahnsinnig spannender Tag.

Morgen geht es mit dem Allradauto von Chudschand durch die Berge nach Pandschakent, da freuen wir uns auch sehr darauf!

Fotos von heute (leider war der Himmel bedeckt):

Pandschschanbe-Platz mit Moschee und Mausoleum

... aus der Nähe

Blick auf den Stausee ...

Ich liebe doch alle Länder

Lecker Lamm heute Abend

Samstag, 8. April 2023

Erdspalten, Kidnapping, Außerirdische

... und das sind nur drei Theorien, die Jessi, Christian und meine Mutter hatten, als ich eine Dreiviertelstunde, Stunde weg war, weil es in unser Steak-Mittagessenkneipe nicht nur kein Bier (zumindest m Ramadan) und kein WLAN, sondern auch keine Kartenzahlung gab - und natürlich war uns das tadschikische Bargeld ausgegangen.

Also sprang ich auf und marschierte zum nächsten Geldautomaten, war ja nicht weit. Allein, der war an, aber funktionsunfähig. Also, ein paar Meter weiter zum nächsten Geldautomaten: aus. Mist, weiter, ah, da drüben ist einer: Karte rein, PIN eingegeben, Fehlermeldung - och menno. Also, ein paar Meter weiter zum nächsten Geldautomaten: aus. Mist, weiter, ah, da drüben ist einer: Karte rein, PIN eingegeben, Fehlermeldung - och menno. Also, ein paar Meter weiter zum nächsten Geldautomaten: aus. Mist, weiter, ah, da drüben ist einer: Karte rein, PIN eingegeben, Fehlermeldung - och menno. Also, ein paar Meter weiter zum nächsten Geldautomaten: aus. Mist, weiter, ah, da drüben ist einer: Karte rein, PIN eingegeben, Fehlermeldung - och menno. 

So ging das also ein ganzes Stück, inzwischen war ich eine Dreiviertelstunde gelaufen, dann sah ich eine Bank mit Geldautomat, da noch einmal versucht, auch das klappte nicht. So ein Mist! Das waren ja fast Verhältnisse wie in São Tomé and Príncipe!

Diese Bank war aber - auch am Samstag zum Glück - offen, sodass ich mir nicht anders zu helfen wusste und 50 Euro wechselte; so war ich wenigstens im Besitz von ausreichend Geld, um meine "Kundschaft" auszulösen. Zurück nahm ich dann für 10 Somoni (einen Dollar) ein Taxi, und das fuhr sicherlich fünf Minuten - so weit war ich also gelaufen ...

Die Steaks und die Schaschlik-Spieße waren ganz lecker, und statt Bier wurde Cola konsumiert, am Ende fuhren wir mit dem Taxi zurück zum Hotel - am dortigen Geldautomaten bekamen wir dann übrigens problemlos Geld, wenigstens sind wir wieder flüssig ...

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Der Abend gestern war natürlich auch nicht sehr früh zu Ende gegangen, entsprechend kurz war die Nacht. Das hervorragende Frühstück im Hotel machte diesen Nachteil aber ganz weitgehend wett, da war von der Ei-Station über mehrerlei Wurst und Käse bis hin zu gebackenem Blumenkohl alles dabei - sehr, sehr lecker ...

Unser Taxifahrer war auch pünktlich um 9 Uhr da, und wieder ging es mit auf dem Dach festgebundenem Koffer in Richtung Oybek, der Grenzstation zu Tadschikistan. Einmal kamen uns in einer Minute drei oder vier überholende Autos - für deutsche Verhältnisse - sehr nahe, hier wurde nur gegrinst - außer bei dem einen Mal, als Christian eingenickt war, aufwachte und auf einmal zwei Autos auf sich zukommen sah ...

Am Staudamm Alty Gul ging es durch eine sehr fruchtbare Gegend, in der Kühe und Esel angebunden nahe der Straße standen und dort Rasenmäher spielten. Einmal überholten wir einen alten Bus mit Firmenaufschrift aus Bünde in Deutschland, der jetzt ein tadschikisches Kennzeichen trug.

Ganz aus dem Häuschen war meine Mutter angesichts der Vielzahl von Storchennestern, nicht selten auch mit Störchen drin, die auf den Strommasten neben der Straße genistet hatten.

Die Ausreise aus Usbekistan war völlig schmerzfrei, dann fuhren wir ein Stückchen mit dem Golfkärrelchen bis zur endgültigen Ausreisekontrolle aus Usbekistan, danach zogen wir das Gepäck ein paar Schritte bis zur tadschikischen Kontrolle (der Einreisegrenzer begrüßte uns mit einem wirklich freundlichen "welcome", so mag ich das), der die zügige eigentliche Einreisekontrolle folgte ... Danach ging es am Zoll vorbei, der nichts von uns wollte - und schon waren Jessi und Christian und ich in unserem gemeinsamen 33. und ich in meinem 148. Land ... Juchhe!

Ein Taxifahrer sprach uns an und fragte, wo wir hinwollten. Wir antworteten "Chudschand" und er nannte einen Preis, den wir akzeptierten. Daraufhin wurden die drei Herren, die schon in seinem Taxi saßen, ganz unzeremoniell aus dem Taxi zitiert und in die Wüste geschickt, damit wir Platz finden konnten - so war das jetzt nicht unbedingt beabsichtigt, aber da war es auch schon zu spät ...

Es ging - außerordentlich zügig, wieder mit intensivem Überholen - durch die tadschikische Weite, die mich fast an die Mongolei erinnerte - kurzum: herrlich!

In Chudschand brachte der Fahrer uns erst zum falschen Hotel, aber ich konnte noch rechtzeitig intervenieren, sodass am richtigen Hotel ausstiegen.

Der Check-in war ein wenig, öhm, chaotisch, weil erst ein Englischsprachiger herangeschafft werden musste, der uns dann das etwas ungewöhnliche Frühstückskonzept erläuterte: Das ist à la carte, aber bis 100 Somoni (zehn Dollar) pro Zimmer ist das im Zimmerpreis mit inbegriffen. Nachdem wir das herausgefunden hatten, rollten wir kurz mit den Augen, aber dann war's auch gut ...

Wir versuchten noch, mit unserem Tourveranstalter für die Montagstour die Bezahlungsmodalitäten zu finalisieren, das klappte nicht so ganz, der kommt jetzt (hoffentlich) demnächst gleich ...

Danach machten wir einen kurzen Spaziergang zu einem Lokal, in dem wir nur ein Bier trinken wollten. Dazu wurden wir ins Séparée verfrachtet, der Versuch, tadschikisches Bier vom Fass zu bestellen, schlug fehl, aber weil der Ober - trotz der Sprachbarriere - sehr lieb war, tranken wir halt ein Stella Artois.

Danach liefen wir an den Fluss und versuchten, im dortigen Hotel ein Fassbier zu erhalten; auch das klappte nicht, zumal der Ballsaal von Restaurant menschenleer war, was uns auch nicht zusagte. Durch einen kleinen Park liefen wir in Richtung Hotel und fanden - eher zufällig - die diesseitige Station der Seilbahn über den Fluss.

Nach einigem Hin-und-her mit dem Aufseher kauften wir Hin-und-zurück-Karten für die Seilbahn. Es schien ein bisschen ein Wetterchen aufzukommen, und so ganz unmulmig war uns in der Seilbahn angesichts des Windes über dem Fluss nicht. Wir kamen aber glücklich an, nachdem wir über das Sportzentrum der Stadt gefahren waren, guckten uns um, bekamen auch in den Kneipen auf dieser Flussseite kein Bier und fuhren - nach einem kurzen Abstecher zur Ismail-Somoni-Statue - unverrichteter Dinge zurück ...

Nach kurzem Abstecher ins Hotel fuhren wir zu einer schönen tadschikischen Gaststätte, die aber leider kein Bier ausschenkte - so richtig verklickert hat uns da keiner, ob das grundsätzlich alkoholfrei ist oder nur im Ramadan, daher nahmen wir Reißaus und ließen uns in die Steakkneipe fahren, nicht ohne Komplikationen, denn der Taxifahrer hatte keine Ahnung, wo er hin musste, und ließ sich selbst von unseren (zutreffenden) Lotsendiensten nicht von seinem Plan abbringen. Das Beste war, dass er zum Schluss noch mehr Geld haben wollte, weil er so weit fahren musste!

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Nach dem Essen fuhren wir zurück ins Hotel und wollten - jetzt aber wirklich - einen Absacker trinken. Das erwies sich alles als kompliziert, in der Kneipe nebenan gab es - Ramadan - kein Bier, aber im Laden direkt neben dem Hotel waren die Alkoholika zwar so abgedeckt, dass man sie von außen nicht sehen konnte, verkauft wurde aber der Alkohol trotzdem. Die Leute im Hotel erlaubten uns, dass wir uns mit dem Bier von außerhalb auf die Terrasse setzen, und morgen werden wir hier zu Abend essen, wenn das für die in Ordnung ist, dass wir auswärtiges Bier mitbringen.

Jetzt haben wir eben auch die Anzahlung für die Fahrt nach Pandschakent gezahlt, hoffentlich klappt das am Montag; und für morgen haben wir eine ganz bekloppte Tour ins Auge gefasst, aber da berichten wir erst davon, wenn wir das morgen wirklich durchgezogen haben ... 

Eins noch: In Usbekistan ist die Umstellung auf das lateinische Alphabet schon weit vorangeschritten, in Tadschikistan wird noch in kyrillischer Schrift geschrieben.

Fotos (Fotos von der Fahrt gibt es leider keine, weil die Fenster immer getönt sind ...):

Historisches Museum in Chudschand gegenüber unseres Hotels

Seilbahn über Fluss

Seilbahn über Fluss mit Berg

Aus der Seilbahn

Ismail Somoni

Aus der Seilbahn in die andere Richtung

Freitag, 7. April 2023

Noch keinen Bluthochdruck

... hatte Christian heute, als wir am Strand bei Daugavgrīva auf dem Parkplatz standen und kein Bolt bestellen konnten, weil alle besetzt waren (bzw. keine Lust hatten, da draußen in die - schöne, aber eben - Pampa zu fahren), und auch bei mir war noch keine Panik aufgekommen, auch wenn es zunehmend eng zu werden drohte ...

Aber fangen wir - nachdem wir die werte Leserin und den werten Leser nun ein wenig auf die Folter spannen (nicht zu sehr, der Blog ist ja geschrieben ...) - beim Aufstehen an, das - nach kurzer Nacht und einem grundlegend falschen Verhältnis zwischen alkoholischen Getränken (Bier) und nichtalkoholischen Getränken (die Fanta aus dem Laden) - schwer war ...

Das Frühstück dagegen, im sechsten Stock, war schon sehr schick, das muss ich sagen, mit Lachs und Hering und Schinken, mit gekochter Speise (bei uns gab es einmal Spiegelei, einmal Omelette und zweimal Kartoffelpfannkuchen mit Sauerrahm), das war für die Belebung der müden Lebensgeister sehr hilfreich.

Um 9 Uhr checkten wir aus, ließen unser Zeug im Hotel und spazierten ein wenig durch die Altstadt, vorbei am Schwarzhäupterhaus und am Okkupationsmuseum, gingen ein Stück auf die Brücke über die Düna, wanderten zurück zum Mahnmal für die Okkupation, von dort - durch schöne Altstadtgässchen - in Richtung Kathedrale und dann im weiten Bogen zum Freiheitsdenkmal, nicht ohne vorher die Liebesbrücke besichtigt zu haben, an der hunderte Vorhängeschlösser angebracht sind, ließen uns von einem Polizisten fotografieren und besuchten noch kurz die deutsche Botschaft, die noch näher am Freiheitsdenkmal ist als nach meiner Erinnerung.

Nun hatten wir für den gemütlichen Rundgang eineinhalb Stunden gebraucht, es war also 10.30 Uhr, und eigentlich wollten wir erst um 12 Uhr zum Flughafen fahren. Spontan entschieden wir uns, unser Gepäck zu holen und noch kurz an die Ostsee zu fahren. Das Bolt-Taxi kam, als wir gerade so an der Straße angekommen waren, und mit einem freundlichen Fahrer ging es in Richtung Meer.

Die Vororte Rigas sind - naturgemäß - nicht ganz so schön wie die Innenstadt, aber das war jetzt auch nicht völlig unansehnlich - weniger gut war, dass der avisierte Abladepunkt auf einer Militärbasis war, an der uns der Fahrer - völlig kundenunfreundlich das Ganze! - nicht herauslassen wollte.

Also fuhr er ein Stück weiter bis zum mehr oder weniger offiziellen Strandparkplatz. Meine Mutter klaute dem Fahrer fast eines von seinen Gepäckstücken, aber das Missverständnis konnte schnell aufgeklärt werden. Vom Parkplatz war es noch ein zehnminütiger Fußmarsch (mit dem ganzen Handgepäck ...) zum Strand, aber das lohnte sich - und zwar sowas von!

Die Wellen am Strand waren nicht so wahnsinnig hoch, insgesamt ist da alles ziemlich flach, aber das war ein wunderbarer Ausflug, insbesondere bei dem großartigen Wetter, das wir hatten.

Nun aber sollte es auf den Heimweg gehen, und der hatte es in sich. Die Bolt-App meldete, dass alle ihre Autos nicht verfügbar waren, kurzfristig erschien eines mal verfügbar, aber die Fahrerin stornierte fünf Minuten später die Fahrt. Ein Taxi anderswo zu bestellen, erschien nicht so richtig hilfreich, aber in der Nähe war eine Bushaltestelle, sodass wir dorthin wanderten, weil ein Bus zwanzig Minuten später fahren sollte.

Am Karfreitag gilt aber der Feiertagsfahrplan, was die Apps nicht nachvollziehen konnten, sodass wir noch einmal zwanzig Minuten länger auf den Bus hätten warten müssen - so langsam wäre das knapp geworden. Noch einmal schaute ich bei Bolt, fand einen Fahrer, der uns für teuer Geld zum Flughafen bringen würde, aber der wurde trotzdem gebucht (obwohl ich schon Busfahrkarten gekauft hatte, aber die können wir noch eine Weile verwenden, zum Beispiel auf der Rückreise) und kam dann ein paar Minuten vor dem Bus.

Am Ende waren wir völlig entspannt am Flughafen, konnten noch ein Handgepäckstück einchecken, die Sicherheitskontrolle war eine Katastrophe, weil sie viel zu schnell ging und wir am Morgen noch unkoordiniert gepackt hatten, es war eine große Peinlichkeit, aber am Schluss waren wir auch durch.

Die Ausreise aus dem Schengen-Raum funktionierte, und wir kamen einigermaßen pünktlich in dem modernen Flieger von Uzbekistan Airways weg.

Knapp fünf Stunden später landeten wir im nächtlichen Taschkent, die Einreise ging sehr fix, die Koffer kamen auch, der Zoll war völlig unproblematisch (kein Vergleich zum freundlichen, aber bürokratischen Aufwand 2017), und sehr früh waren wir aus dem Flughafen draußen und bereit, unseren Fahrer zu begrüßen.

Allein, da war kein Fahrer - so ein Mist! Ich guckte und guckte, viele Taxifahrer sprachen mich an, einer von denen war so unglaublich freundlich, bei der auf der Buchung angegebenen Nummer anzurufen, aber das war ein Hotel und nicht der Dienstleister, sodass wir am Ende den Fahrer nahmen, der schon seit zwanzig Minuten um meine wartende Reisegesellschaft herumschlawenzelt war.

Bei dem zahlten wir sogar fünf Dollar weniger, unser Koffer wurde aufs Dach gebunden, und dann ging die Fahrt durch das dunkle, aber schöne Taschkent los. Zehn, fünfzehn Minuten später kamen wir nicht nur an unserem Hotel an, sondern hatten mit ihm auch schon vereinbart, dass er uns morgen um 9 Uhr abholt und zum Grenzübergang Oybek fährt, dann fahren wir vielleicht nur von der Grenze nach Chudschand mit dem Sammeltaxi. (Ich habe eben die Rückerstattung für die schiefgegangene Abholung beantragt, wenn die doof machen, lasse ich die Abbuchung zurückbuchen.)

Der Check-in war fix, und in der Bar unten - die rund um die Uhr offen ist - bekamen wir noch Bier und Wodka und leckere usbekische und internationale Speisen. Die Kellnerin sprach sogar ein bisschen Deutsch, das war ein wunderbarer Abend, aber die Nacht wird wieder kurz werden, fürchte ich.

Morgen geht es also nach Chudschand in Tadschikistan und somit in mein 148. Land - ich bin sooooo gespannt.

Schwarzhäupterhaus, Riga

Okkupationsmuseum, Riga

Blick auf die Düna

Denkmal der lettischen Schützen

Mahnmal für die Opfer der Okkupation

Kathedrale

Börse, mit ukrainischer Flagge

Wappen der lettischen Gemeinden

Liebesbrücke

Freiheitsdenkmal

Deutsche Botschaft

An der Ostsee

Auch an der Ostsee

Einsame Gepäckstücke am Ostseestrand

Gepäck auf Taxi


Autofahren ist doof

Das habe ich heute mal wieder festgestellt. Meine Ma und ich hatten uns entschieden, mit dem Auto nach Wiesbaden zu fahren, und wir waren zum Glück schon ein bisschen vor der vereinbarten Zeit losgefahren, denn schon kurz vor Freiburg standen wir im Stau. Blockabfertigung war vor den Tunneln in die Stadt angesagt, so lange hatten wir selten jemals bis nach Freiburg benötigt.

Danach wurde es auf der A5 nicht besser, weil so wahnsinniger Verkehr war (viel - und viele Wahnsinnige unterwegs), dass ich öfter eine mittelprächtige Vollbremsung einlegen musste, weil drei Kilometer weiter vorne ein Lkw einen anderen Lkw überholen zu müssen glaubte. Alles in allem war das eine Vollkatastrophe, das nächste Mal fahren wir mit dem Zug ...

Insgesamt kamen wir aber in Wiesbaden noch recht pünktlich an, trafen uns auch gut mit Jessi und Christian und erwischten gleich den Bus zum Hauptbahnhof.

Auch da war viel Verkehr, sodass wir die erste S-Bahn verpassten, aber die zweite S-Bahn war unsere. Gegen 15.30 Uhr kamen wir am Flughafen an, um 16 Uhr waren wir im Terminal 2 und viel zu früh dran.

Wir setzten uns in die dortige deutsche Kneipe, aßen Flammkuchen und Schnitzel und tranken deutsches Bier, ehe wir eineinhalb Stunden vor Abflug am gähnend leeren Check-in unser Gepäck offdroppten (schreibt man das so?).

Die Schlange zur Sicherheitskontrolle war dafür deutlich länger, aber auch da ging es einigermaßen schnell, auch wenn die Bande bei unserer Kontrolllinie mehr quatschte als kontrollierte, dementsprechend dauerte das auch eine Weile.

Das Preboarding ging sehr fix, auch das eigentlich Boarding, aber dann saßen wir eine geschlagene Stunde im Flieger, weil noch irgendein Dokument fehlte. Air Baltic, das geht besser! (Zumal wir mit einem rumänischen Flugzeug flogen, das Air Baltic wohl wetgeleast hatte ...)

Mit 40 Minuten Verspätung landeten wir in Riga, liefen noch ein ganzes Stück bis zum Ausgang, buchten uns ein Bolt-Taxi, dessen Fahrer uns bat, am Abflug statt an der Ankunft zu warten. Den Gefallen taten wir ihm, und dann ging es 20 Minuten durch das nächtliche Riga zu unserem Hotel.

Die letzten Schritte mussten wir durch die Fußgängerzone laufen, der Check-in ging leidlich schnell, aber wir hielten uns nicht lange auf dem Zimmer auf, denn wir hatten Durst.

In der ersten Kneipe bekamen wir noch - kurz nach Mitternacht - ein Bier, aber auch die Ansage, dass das die letzte Runde sei. In der nächsten Kneipe war schon zu, aber die Bedienung verwies uns auf eine noch geöffnete Kneipe, wies uns aber in die völlig falsche Richtung.

Nachdem wir diesen Fehler korrigiert hatten, fielen wir dort ein, tranken noch ein Bier und liefen zurück zum Hotel. Ich brauchte noch dringend eine Fanta und einen Spinat-Blätterteig zum Abendessen, das kaufte ich mir im 24-Stunden-Laden um die Ecke (meine Mutter meinte, sie hätte mich verpasst und ich sie verlassen, aber das Missverständnis konnten wir - wie immer - ausräumen), und jetzt geht es gleich ins Bett.

Morgen (heute) wird um 8 Uhr gefrühstückt, von 9 Uhr bis 12 Uhr Riga erkundet und dann das Bolt gerufen, auf dass es zum Flughafen geht.

Soweit wir das sagen können, ist die Rigaer Altstadt echt schön - viel kleine Gassen mit Kopfsteinpflaster, viele hübsche Kirchen, aber Bilder bei Tag gibt es erst morgen.

Unser Flieger heute

Mittwoch, 5. April 2023

Am Erholungswert der kommenden Reise

... zweifelt so manch einer, mit dem ich in den letzten Tagen gesprochen habe, aber das hält uns ja nicht ernsthaft davon ab, eine Reise zu tun ...

Morgen früh geht es also hier im Schwarzwald so gegen 10 Uhr los, wir wollen uns gegen 14 Uhr in Wiesbaden treffen und müssten dann so gegen 15.30 Uhr oder so am Flughafen in Frankfurt sein. Der Flieger nach Riga geht um 19.10 Uhr, und um 22.20 Uhr landen wir voraussichtlich in der lettischen Hauptstadt. Dann geht es mit dem Bolt-Taxi (so ähnlich wie Uber) ins Hotel, und dann vielleicht noch in eine Kneipe ... Mal sehen, ob ich morgen Abend noch davon berichte.

Die kirgisisch-tadschikische Grenze ist seit einigen Grenzscharmützeln im Herbst 2022 wohl geschlossen, sodass ich fürchte, dass es mit dem Ausflug nach Kirgisistan eher nichts werden wird. Sicherlich werden wir aber nach Ankunft in Chudschand mal fragen, wie es mit der Situation vor Ort aussieht, vielleicht sind wir dann abenteuerfreudig und mutig ...

Ansonsten habe ich am Wochenende den Transfer vom Flughafen in Taschkent zum Hotel gebucht; ich hoffe, das klappt alles; das gilt auch für den langen Transfer von Chudschand nach Pandschakent, wobei wir da noch das Gebiet um die Sieben Seen im Fan-Gebirge mitnehmen. Auch wenn nach aktuellem Stand das Wetter am Montag nicht ganz so toll sein soll, hoffen wir, dass erstens auch in Tadschikistan im April Aprilwetter ist und wir vielleicht doch Glück haben - aber das sehen wir im wahrsten Sinne des Wortes dann.

Die Buchung dieser Fahrt war ein bisschen tückisch, weil unser Anbieter keine Kreditkarte nimmt, aber Vorabzahlung haben will; jetzt haben wir uns geeinigt, dass wir eine Anzahlung am Samstag nach unserer Anreise nach Chudschand leisten und den Rest dann am Montag. Hoffentlich klappt das alles!

Die Handy-Übersetzungs-App ist nun mit Russisch, Usbekisch, Tadschikisch und - for good measure - auch Kirgisisch und Kasachisch aufgerüstet. Ach so, Lettisch könnte man auch noch mit hineinnehmen, aber Lettland ist ja EU, da kann ich ja problemlos roamen.

Das ist jetzt hier alles ein bisschen abgehackt, ich weiß, aber die Vorfreude ist - jedenfalls meinerseits - riesig, und ich bin sooooo gespannt auf die Reise.

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Trotz unseres Planungstreffens am Freitag im Schnitzer haben Uli und ich noch nicht gebucht, weil ich noch in Verhandlungen mit Opodo und Fiji Airways stehe. Mal gucken, was da rauskommt ...

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Eine gute Nachricht von der Deutschlandticket-Front gibt: Die Bundesregierung hat beschlossen (mir ist nicht so ganz klar, was die da zu beschließen hat, aber mir ist es in dem Fall recht), dass die Bahncard 100 ab dem 1. Mai auch als Deutschlandticket fungiert - und das ohne zusätzliche Kosten. Das heißt, dass ich dann auch jene ÖPNV-Buslinien mitnehmen kann, die bisher nicht im Geltungsbereich der Bahncard 100 waren, und das fängt ja schon bei einigen Buslinien an, die das Stadtgebiet Hannovers verlassen. Meine Bahncard 100 gilt nur bis Ende Mai, aber ich bin mir schon einigermaßen sicher, dass ich die verlängere ...

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Achso, und weil es sonst nicht für die Einhaltung der 14-Tage-Herausforderung gereicht hätte, war ich am Sonntag Morgen nochmal kurz am Wiizemersteg und in der Schweiz. So waren es vom 20. März (Rückkehr aus Schottland) bis zum 2. April genau 13 Tage, während es bis morgen, zur Landung in Riga, halt 17 Tage und damit drei zu viel gewesen wären ... Praktisch, so'n Grenzübergang zwanzig Kilometer vom (Zweit-)Wohnsitz entfernt ...

Wiizemersteg im beginnenden Frühling