Am Freitag war ich krank, erkältet, und verließ - obwohl ich nicht schlafen konnte - erst um 15 Uhr das Bett. Am Abend fühlte ich mich fast schon wieder fit, und am Samstag und Sonntag wurde es immer besser. Der Genesung definitiv zuträglich war, dass ich in diesen Tagen ein bisschen weiter an meiner Südamerika-Reise herumfeilte, zumal ich manche Buchung auch aus dem warmen Bettchen unternahm.
Naja, "herumfeilen" ist vielleicht eine Untertreibung, denn im Vergleich zu vor sechs Tagen steht die zweite Hälfte der Reise - ab Bogotá - nunmehr ziemlich fix, und auch die ersten Tage sind schon mit der einen oder anderen Option eingetütet.
Ich habe schon ein Hotel bzw. eine Ferienwohnung ziemlich zentral in Cayenne gebucht, da lasse ich mich dann vom Flughafen aus hinfahren und akklimatisiere mich erst einmal. Ich habe schon das eine oder andere Lokal im Auge, in dem es kreolische Spezialitäten geben soll, am 19. und auch am 20. Juni, wenn ich mich ein bisschen in der Hauptstadt von Französisch-Guayana umsehe.
Am 21. Juni soll es dann mit dem morgendlichen Bus von Cayenne nach Saint-Georges am Oyapock, dem Grenzfluss zwischen Frankreich und Brasilien, gehen. Der Grenzübertritt mit der Piroge über den Fluss ist anscheinend nicht mehr so ohne Weiteres erlaubt (jedenfalls für weiterreisende Drittausländer), also werde ich da wieder ein Taxi nehmen müssen, das mich von Saint-Georges über die relativ neue Brücke nach Oiapoque auf der brasilianischen Seite fährt. Dort habe ich mir für die Nacht vom 21. auf den 22. Juni ein Hotelzimmer gebucht, allerdings stornierbar, denn hier habe ich zwei Optionen:
Ich kann entweder mit dem Nachtbus - dann vom 21. auf den 22. - von Oiapoque nach Macapá fahren, oder ich kann mit einem Pick-up - hoffentlich tagsüber am 22. Juni - die Strecke auf mich nehmen. Ich bevorzuge den Pick-up, weil ich da auch was vom Regenwald sehen würde, und deshalb habe ich den Fahrer, den ich inzwischen fast liebevoll "Senhor Hilux" (Hilux ist das Toyota-Modell des Pick-ups) nenne, mal angeschrieben, wie das so alles funktioniert. Er meinte (sehr freundlich), ich solle mich am 5. Juni nochmal melden ... Das werde ich tun!
So oder so schlage ich in Macapá, der Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaates Amapá, am 22. Juni auf - entweder morgens mit dem Nachtbus oder abends mit dem Pick-up. Ein Hotel habe ich mir jetzt einmal für die zwei Nächte vom 22. bis zum 24. Juni gebucht, und am 23. Juni werde ich wahrscheinlich auf dem Landweg mal den Äquator überqueren, denn dieser verläuft im Süden der Innenstadt von Macapá. Den Blick auf das Amazonasdelta werde ich hoffentlich auch genießen können, bevor es - im Moment ist der vorläufige Plan, Amapá am 24. Juni zu verlassen - weiter nach Brasilien hineingeht.
Wo, wann und wie, kann und will ich aber erst nach der Auslosung am 11. Dezember festlegen, dazu hat mir die KI schon ein paar Pläne ausgearbeitet: Wenn Deutschland in die Gruppen B, C oder D gelost wird, könnten es bis zu zwei besuchte Spiele werden, wenn es in die hinteren Gruppen geht, wird es nur ein Spiel werden können, weil es am 2. Juli schon wieder weitergehen soll ...
Es gibt ein paar bevorzugte Ziele, aber am Ende des Tages werde ich wahrscheinlich irgendwie ein paar Strand-, ein paar Kultur- und ein oder zwei Fußballtage neben den Reisetagen in diese insgesamt sieben Tage vom 25. Juni bis zum 1. Juli hineinbauen, die in Brasilien noch komplett unverplant sind.
Den Kolumbien-Venezuela-Block habe ich jetzt um einen Tag verschoben, sodass ich erst am 2. Juli (anstatt wie bisher geplant am 1. Juli) nach Bogotá fliegen will. Dort übernachte ich in der Altstadt und kann auch mein Gepäck unterstellen, wenn ich am 3. Juli nach Caracas fliegen sollte. Mein Flug startet um 11.15 Uhr kolumbianischer Zeit (18.15 Uhr deutscher Zeit) und landet um 14.13 Uhr venezolanischer Zeit (20.13 Uhr deutscher Zeit). Das Hotel, das ich dort im schickeren Stadtteil Chacao gebucht habe, ist teuer und sieht nach Geschäftsleute-Hotel aus, aber das ist mir gerade recht in Caracas. Am ersten Abend werde ich mich vielleicht noch ein wenig umschauen, aber die wirkliche Stadtbesichtigung ist dann für den Sonntag geplant, soweit es die Sicherheitslage zulässt. Am Montag, dem 5. Juli, geht es dann um 9.15 Uhr venezolanischer Zeit (15.15 Uhr deutscher Zeit) zurück nach Bogotá, wo ich um 10.10 Uhr (17.10 Uhr deutscher Zeit) landen werde und wieder in meinem Hotel übernachte, in dem ich auch meinen Koffer hinterlassen haben werde. Nach Caracas fliege ich nur mit kleinem Gepäck (Rucksack), mehr brauche ich für zwei Tage nicht - und im Zweifel bin ich damit einfach auch beweglicher.
Von Bogotá geht es am 6. Juli weiter nach Chile, und das war eine lustige Geschichte: Ich hatte - Freitag Abend war ich ja fast schon wieder fit - den Flug von Bogotá nach Santiago gesehen, preislich für (gerade noch) akzeptabel befunden, aber dann zum Glück gerade noch die Idee gehabt, einfach mal zu gucken, was denn ein Flug von Bogotá nach Punta Arenas über Santiago kosten würde - und siehe da: Das Ganze war nur 30 oder 40 Euro teurer (sonst hätte ich den zweiten Abschnitt teurer getrennt buchen müssen ...). Also schaute ich nach diesen Flügen und stellte fest, dass ich für weitere 30 oder 40 Euro Aufpreis Premium Economy fliegen konnte. Daran wollte ich jetzt nicht unbedingt sparen bei fünfeinhalb und dreieinhalb Stunden Flug und buchte mir meinen schönen Premium-Economy-Flug - dachte ich jedenfalls ... Während des Buchungsprozesses - das Geld war schon auf der Kreditkarte abgebucht, natürlich - brach dieser ab. Jo, nun stand ich da und guckte, ob meine Plätze (2A sowohl für Bogotá-Santiago als auch Santiago-Punta Arenas, kurz also 2A/2A) wieder frei waren - waren sie nicht. Hm. So langsam schrieb ich 2A und 2A wieder menschliche Eigenschaften zu - wollten diese Schlingel doch wirklich nicht verraten, wer sie reserviert hatte! War's ich? Oder doch jemand anderes? (Und nein, am Hustensaft liegen die Tagträume nicht! Obwohl?)
Ich guckte das ganze Wochenende über immer wieder einmal, ob die Plätze wieder verfügbar waren, waren sie nicht, den WhatsApp-Dienst von LATAM kannste den Hasen geben, gestern wurde die Zahlung endgültig verarbeitet (sprang also von vorgemerkt auf abgewickelt), ich hatte 2A und 2A also gekauft, hoffte ich, und heute Morgen schrieb ich dann endlich eine Mail an LATAM (in der Warteschleife hängen bleiben wollte ich nicht), dass sie doch bitte die Reservierung und insgesamt das Ticket herausrücken möchten, nachdem weit mehr als 48 Stunden seit der Buchung vergangen waren. Heute Abend kam schließlich die Bestätigung - und so steht das Rückgrat meiner Reise jetzt endlich, und ich freue mich, 2A und 2A im Juli 2027 endlich kennenzulernen. Juchhe!
Jetzt fliege ich also an jenem 6. Juli um 8.15 Uhr kolumbianischer Zeit (15.15 Uhr) in Bogotá ab und lande um 14.48 Uhr mittelchilenischer Zeit (20.48 Uhr deutscher Zeit) in Santiago de Chile. Dort reise ich ein, gehe durch den Zoll, gebe mein Gepäck wieder auf und fliege um 18.43 Uhr mittelchilenischer Zeit (0.43 Uhr deutscher Zeit am Folgetag) weiter in den Süden, wo ich um 23.11 Uhr südchilenischer Zeit (4.11 Uhr deutscher Zeit am Folgetag) in Punta Arenas lande.
Trotz des zusätzlichen Tages in Brasilien, den ich mir seit Dienstag herausgearbeitet hatte, lande ich nun also wie schon länger geplant am 6. Juli (abends) in Punta Arenas. Ich gönne mir am 7. Juli einen Tag für das chilenische Patagonien, wobei ich schauen muss, ob ich mein heute Abend noch gebuchtes Mietauto wirklich verwende oder es noch storniere, je nachdem, ob ich mit der großen Fähre direkt von Punta Arenas nach Porvenir auf Feuerland fahren kann (die Fährzeiten sind an manchen Tagen gut und an manchen Tagen sehr bescheiden). Falls das nicht klappt, würde ich das Auto wahrscheinlich tatsächlich nehmen und ein bisschen in Richtung Norden fahren; es könnte - zum Beispiel - zur Primera Angostura gehen, der engsten Stelle der Magellanstraße, über die eine Fähre nach Feuerland fährt. Ob ich da zu Fuß (kostenfrei) übersetze oder ein bisschen auf Feuerland spazierenfahren will, entscheide ich mehr oder weniger spontan am Morgen des 7. Juli.
Am 8. Juli erst geht es nämlich nach Puerto Williams - ich fliege um 10 Uhr südchilenischer Zeit (15 Uhr deutscher Zeit) ab und lande um 10.40 Uhr (15.40 Uhr). Im Moment gedenke ich, den Weg in die Stadt zu laufen, denn unterwegs könnte ich ein kleines Stück nach Süden abbiegen und womöglich (gerundet) 54° 57' S erreichen - in jedem Fall werde ich hier den südlichsten Punkt erreichen, an dem ich je in meinem Leben war. Achso: Der Flughafen von Puerto Williams ist der südlichste permanente Flughafen, der regelmäßig von Linienmaschinen angeflogen wird; den nördlichsten solchen Flughafen, in Longyearbyen auf Spitzbergen, habe ich auch schon besucht, sodass sich hier wirklich ein Kreis schließt ...
Ich wohne in einem kleinen Hotelchen, unweit einer der südlichsten Kneipen der Welt (totaler Zufall, ehrlich!), und werde fast sicher auch runter an den Beagle-Kanal gehen und den Ausblick auf Feuerland genießen - das wird herrlich ...
Ein Tag am Ende der Welt reicht dann aber vielleicht auch, und so geht es am 9. Juli wieder (wahrscheinlich zu Fuß) zum Flughafen. Um 11.30 Uhr (16.30 Uhr deutscher Zeit) geht der Flieger, um 12.10 Uhr (17.10 Uhr deutscher Zeit) landen wir. In Punta Arenas übernehme ich wieder ein Auto, weil es fast günstiger ist, mit dem Auto vom Flughafen zum Hotel und wieder zurückzufahren als mit dem Uber, vor allem aber, weil ich dann noch einen kleinen Abstecher zum Fin de Camino, zum südlichsten auf einer Straße erreichbaren Punkt auf dem amerikanischen Festland, unternehmen kann - und natürlich plane ich auch, ein Foto zu schießen ...
Vom 10. bis 17. Juli folgt der letzte Höhepunkt dieser Reise, die Falkland-Inseln.
Inzwischen habe ich mir auch ein Guesthouse in Stanley gebucht, und von dort aus werde ich Wanderungen unternehmen, nein, nicht nur in die Pubs des Örtchens, sondern auch in Richtung Meer - das wird, glaube und hoffe ich, richtig erholsam, wenn die Seele da ein wenig baumelt. Einen Tagesausflug zu den Pinguinen werde ich wahrscheinlich auch machen, das wird fast sicher auch schön werden ...
Am 18. Juli mache ich die Überführungsetappe von Punta Arenas nach Santiago: Um 9.48 Uhr südchilenischer Zeit (14.48 Uhr deutscher Zeit) fliege ich ab, um 12.14 Uhr (18.14 Uhr deutscher Zeit) lande ich in Santiago. Ich wohne in einem Flughafenhotel, habe aber trotzdem die Option, noch in die Stadt zu fahren, mal sehen, wie ich mich entscheide ...
Natürlich habe ich mir schon ein bisschen Essens- und Trinkensvorschläge zurechtgelegt - das geht von einem Ostergulasch in Französisch-Guayana (wenn ich es denn kriege) über Moqueca und andere Fisch-/Meeresfrüchtegerichte in Nordostbrasilien und Rodizio (stilecht in der Gegend um Porto Alegre, falls Deutschland dort spielt) und Arepas in Venezuela hin zu Königskrabbe (Centolla) in Patagonien (für die gibt es sogar ein eigenes Denkmal in Puerto Williams!) und Falkland-Lamm. Verhungern, so viel scheint sicher, muss man auf dieser Reise nicht.
Verdursten werde ich auch nicht, und dass das eine oder andere Feierabendbierchen dabei sein wird, möchte ich nicht vollständig ausschließen. Auch bierkundetechnisch werde ich sicherlich berichten von unterwegs.
Freunde, das wird eine ganz großartige Tour! Ich habe eine neue App entdeckt (mit Hilfe der KI, mit der ich hier ganz schön viel plane für diese Tour), die super ist, aber die saublöde Angewohnheit hat, auch die Kosten aufzusummieren, die bereits angefallen sind - auweia!
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Gestern war ich noch kurz am Wiizemersteg, damit die Zwei-Wochen-Serie hält. Das war nicht ganz so gemütlich wie sonst oft, im Dauerregen, aber nachdem mein Bus am Donnerstag einfach nicht gekommen war, blieb mir nichts anderes übrig als Mutters Auto anzuspannen, wenn ich nicht wollte, dass die inzwischen bald vier Jahre haltende Serie reißt. Und das konnte ja wirklich keiner wollen, oder?
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Die Große Balkantour 2004 hat am Freitag ihren ersten veröffentlichten Blogeintrag gesehen, und seither sind drei Einträge erschienen. Heute pausieren wir wieder einmal, aber morgen geht es schon weiter.
Bisher erschienen sind:
2./3. März 2004 - Vorbereitung und Ausblick
2./3. März 2004 - Vorbereitung und Ausblick
4. März 2004 - Fahrt von Bonndorf nach Izola (Slowenien)
5. März 2004 - Fahrt von Izola nach Split (Kroatien)
Die Artikel sind (derzeit) abzurufen über den Pfad zum "aktuellen Retro-Blog" rechts in der Linkleiste oder - in der Jahresleiste - mit Klick auf das Jahr 2004.
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