Meine Länder

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Sonntag, 25. Januar 2026

Viel im Ungefähren

9.13 Uhr, im ICE zwischen Hannover und Hagen

... ist dieses Jahr noch, aber die heutige Reise ans belgisch-deutsch-niederländische Dreiländereck findet gerade statt. Der Plan ist, in Aachen bis zur Haltestelle Reutershag zu fahren und sich dann auf deutschem Gebiet an den Dreiländergrenzstein anzunähern, um gleichzeitig nach Belgien und die Niederlande einzureisen (vielleicht mit einem Bocksprung über den Grenzstein? - meine Sportlehrer kriegen gerade Herzrasen ...). Mal gucken, wie das funktioniert - wenigstens ist es heute hell ... Wobei mein Zug schon wieder Verspätung hat - aber den westlichsten Punkt des Jahres erreiche ich damit ziemlich sicher ...

Das heute wird also wieder ein Liveblog mit (wahrscheinlich) nur zwei Teilen, dem jetzt und dem auf der Heimfahrt, aber da es bis Köln (wo ich umsteige) jezt noch gut zwei Stunden sind, kann ich schonmal über die vergangenen und geplanten Reisen berichten.

Am Mittwoch und Donnerstag nach dem letzten Blogeintrag, also am 14. bzw. 15. Januar, war ich in Hamburg zum Fischbrötchen essen. Leider war meine Stammfischbrötchenbude im Umbau (was sie auf ihrer Homepage gerne auch hätten ansagen können), also musste ich dann doch zum Schickimicki-Typen am Hamburger Hauptbahnhof gehen; die Fischbrötchen waren aber auch echt lecker ...

Am Tag darauf gab es vor und nach meinem üblichen Kanzleramt-Reichstag-Brandenburger-Tor-Spaziergang eine Currywurst; war auch lecker ...

Nach dem Wochenende bei Freunden in Halle fuhr ich erst am Donnerstag Morgen zurück in den Schwarzwald. Ich mag es nicht so, im Zug zu arbeiten, aber da ging es nicht anders, zumal ich am Abend in Freiburg zum Fußball eingeladen war ... Der Ablauf der Zwei-Wochen-Frist kam bedrohlich nahe, sodass ich - ich hatte eh noch Zeit - einen kurzen Abstecher nach Basel machte, dort eine Rivella kaufte (klar) und schließlich nach Freiburg fuhr.

Dort schloss ich mein Gepäck am Hauptbahnhof ein (das ging wenigstens, obwohl sonst massive Sicherheitsmaßnahmen waren), fuhr zum Stadion - und wir waren so früh da, dass wir fast ohne Verspätung ins Stadion kamen. Diese Lounge ist schon schick, das Spiel war vom Typ Arbeitssieg, aber auch ein 1:0 bringt drei Punkte, sodass wir zufrieden das Stadion verließen.

Jo, und gestern schließlich ging es wieder nach Hannover, denn die kommende Woche arbeite ich im Büro.

Jetzt bin ich also auf dem Weg nach Aachen, nächstes Wochenende mache ich - von Halle aus - einen Samstagsausflug nach Polen (vielleicht sogar mit Grenzübertritt in Görlitz, in jedem Fall aber in Krzewina Zgorzelecka auf der Neiße-Bahnstrecke) und Tschechien (mit Grenzsteinwanderung in Ebersbach und Durchfahrung des Fugauer Zipfels).

In der ersten Februarwoche kommen womöglich Freunde in den Schwarzwald, ehe es dann endlich zum olympischen Eishockeyturnier geht.

Am Sonntag, dem 8. Februar, geht es zurück nach Deutschland - und wahrscheinlich fahre ich dann von Schaffhausen oder so gleich nach Hannover durch. Am 10. Februar nämlich - das habe ich gestern gebucht - gehe ich zum DFB-Pokal-Viertelfinale der Berliner Hertha gegen den SC Freiburg. Im Olympiastadion war ich schon lange nicht mehr, da freue ich mich richtig drauf.

Mal gucken, ob ich noch den Zug zurück nach Hannover erwische (ohne Verlängerung wahrscheinlich schon ...) oder spontan in Berlin übernachte; da schlafe ich noch ein bisschen drüber ...

Nach dem folgenden Wochenende mit Cortina-Curling und Antholz-Biathlon steht ein Wochenende in Wiesbaden auf dem Programm - und entweder an dem oder am folgenden Wochenende ein Ausflug nach Luxemburg.

Die Karten für das Norwegen-Deutschland-Spiel habe ich auch endlich buchen können - ich Dussel habe mich nur verklickt und Platz 21 und 23 gekauft ... Naja, mit dem Menschen auf Platz 22 werden wir uns schon geeinigt kriegen, dass wir tauschen. Oh Mann!

Das Visum für Burkina Faso werde ich bald mal beantragen müssen, damit ich da auf der sicheren Seite bin (hoffentlich) - und das geht zum Glück elektronisch, sodass ich dem Saftladen von Post nicht wieder meinen Pass anvertrauen muss ...

Was ich im Mai mache, wird zunehmend unsicher, aber meine gesamte Reiseplanung nach Ostern hängt und fällt ein bisschen mit dem anderen (weltweiten) Saftladen namens FIFA.

"Ab dem 5. Februar" bekäme ich Nachricht, wenn ich meine Kartenbestellung erfolgreich wäre (erfahrungsgemäß sehe ich das noch früher, nämlich bei der Abbuchung des Ticketpreises von meiner Kreditkarte) - und dann kann ich in die Planung einsteigen.

Diese Falsch-herum-Anreise wird immer reizvoller - ich habe vorgestern mal so eine Beispielreise gemacht: Da würde ich von Berlin nach Budapest und von dort über Peking nach Taipei fliegen. Nach ein paar Tagen dort ginge es über Manila nach Palau (neues Land!) und einige Schnorcheltage später über Manila zurück nach Taipei. Mit einem 24-stündigen Zwischenstopp in Hongkong könnte es über die Datumsgrenze nach Vancouver gehen und von dort mit einem Inlandsflug nach Toronto zum Fußball. Am Ende ginge es über Dublin nach Hamburg und von dort nach Hause.

Billig ist natürlich anders, aber mit vielen Weltstädten wäre das schon eine schöne Reise, glaube ich. Dass die tatsächliche Reise dann genau so aussieht, halte ich für zweifelhaft, gerade weil ich ja alle Segmente einzeln buchen würde. Auch die Dauer (ich hatte jetzt drei Wochen im Auge) muss ich noch mit Chef/Kollegen und Kunden absprechen, aber grundsätzlich hört sich das schon ganz gut an.

Wenn ich diese Reise buche, wird es dann auch finanziell etwas schwieriger, vorher im Mai noch eine größere Tour zu machen - außer, ich mache jetzt endlich mal bald meine Steuererklärung ... Wie gesagt: Vieles ist noch im Ungefähren, aber ab dem 5. oder 7. oder 10. Februar wird da viel passieren, denke ich ...

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18.21 Uhr, zwischen Wuppertal und Hagen

So, das war ein wunderbarer Tag!

Die Anreise ging natürlich in die Hose, in Köln kam ich mit fast einer Stunde Verspätung an, bekam dort aber noch die Regionalbahn, die ich eigentlich nicht mehr hätte kriegen sollen, auch weil wir kurzfristig am gleichen Bahnsteig wie diese Bahn ankamen.

In Aachen gurkten wir natürlich auch wieder in der Gegend herum, der Busfahrer hatte die Ruhe weg, auch als der niederländische Bus vor uns liegen blieb - am Ende war ich mit fünf Minuten Verspätung an der Haltestelle Reutershag.

Die Wanderung hoch zum Grenzstein war entspannt, auch weil es ziemlich stetig bergauf ging, da bin ich ja traditionell entspannter als bei kurzen, steilen Anstiegen. Es gab einige Ausblicke auf Aachen und Vaals, dann ging es durch den Wald. Es gibt keinen richtigen Weg direkt zum Grenzstein, aber in dem Wald spielte eine Familie Verstecken, da latschte ich durch - und stand, naja, nicht plötzlich, am belgisch-deutsch-niederländischen Dreiländergrenzstein.

Zwei Grüppchen machten vor mir Fotos, dann war ich dran mit Selfie-Machen, mein Hand-auf-Grenzstein-Foto ist überraschend was geworden, auch weil die Grenzlinien, die von dem Grenzstein ausgehen, gut erwischt habe.

Traditionell aß ich im belgischen Sektor Pommes, heute mit Majo und Currysauce und Zwiebeln - das war brutal lecker! Ein Dreiländerbier wurde dazu konsumiert, dann brach ich auf, vorbei an Grenzsteinen, erreichte auf niederländischem Gebiet noch den westlichsten Punkt, den ich bisher dieses Jahr besucht habe, und erwischte noch völlig entspannt den Bus in Richtung Innenstadt.

Die Umstiege in Aachen-Rothe Erde, Köln und Wuppertal waren problemlos (auch weil ich in Köln noch ein bisschen im warmen Zug sitzen blieb und erst kurz vor Abfahrt dieses und Einfahrt meines neuen Zuges ausstieg), jetzt sitze ich im ICE nach Hannover und hoffe, noch vor Kick-off des ersten NFL-Spiels heute Abend daheim zu sein.

Falls nicht noch grandios was schiefgeht, war es dann für heute mit dem Blog. Schönen Abend!

Höchster Punkt der Niederlande, unweit des Dreiländergrenzsteins

Grenzsteinweg

Alter Grenzstein

Traditionelles Dreiländereckmahl mit Dreiländerbier und belgischen Fritten

Links Deutschland, rechts Belgien, links unten die Niederlande - und meine Hand in allen drei Ländern

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