Fotos aus Stuttgart gibt's natürlich auch ein paar:
| "Stuttgart Arena", während der EM |
| Da kommen sie ... |
| ... und da schießen sie eine Ecke ... |
Ich berichte von meinen Reisen, um alle 206 Staaten und 50 abhängigen Gebiete der Erde (meiner Zählung) zu betreten. Aktueller Stand: 172+1 besuchte Länder und 18 besuchte abhängige Gebiete.
Nächste Reisen: 24.-27.12. Kairo/Gizeh +++ 15.-17.1.2027 Rom
Aktuelle Retro-Blog-Serie: Nordlandreise 2000 (bis Mitte Oktober 2026)
| "Stuttgart Arena", während der EM |
| Da kommen sie ... |
| ... und da schießen sie eine Ecke ... |
... gab es heute - völlig überraschend - etliche Karten für das Spiel der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Ungarn zu kaufen, und ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort, nämlich dem Ticketportal der UEFA. Zeit, um mit irgendjemandem Rücksprache zu halten, war auch nicht mehr, und so besorgte ich mir eine einzelne Eintrittskarte für das zweite EM-Spiel der deutschen Mannschaft beim diesjährigen Turnier.
Nach Abschluss meiner Buchung gab es schon keine Karten mehr, sodass ich alles richtig gemacht hatte, auch wenn ich zwischen Buchungsbestätigung/Abbuchung und der Ankunft meines Tickets auf der UEFA-App ein paar bange Minuten hatten - am Ende klappte aber alles wunderbar.
Am Mittwoch mache ich schon - sehr - früh Feierabend, meine Ma bringt mich mit dem Auto nach Rottweil, und von dort fahre ich mit dem Zug nach Böblingen und weiter mit der S-Bahn zum Stadion in Stuttgart. Um 18 Uhr ist Anpfiff, und nach dem Spiel schaue ich dann, dass ich halbwegs unfallfrei gut zurückkomme nach Rottweil.
Nach der WM 2010 (4:0 gegen Australien in Durban, Südafrika), der EM 2012 (1:0 gegen Portugal in Lemberg, Ukraine), der WM 2014 (1:0 gegen die Vereinigten Staaten in Recife, Brasilien), der EM 2016 (2:0 gegen die Ukraine in Lille, Frankreich) und der WM 2018 (0:2 gegen Südkorea in Kasan, Russland) wird das nunmehr meine sechste "Turnierteilnahme" bei einem Großturnier der Männer - juchhe!
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Der Versuch, problemlos von Freiburg nach Hannover zu kommen, ging Mitte der vorvergangenen Woche gründlich schief, weil der Zug ab Dortmund abgebrochen wurde, weil Personal kurzfristig ausgefallen war. Meine Versuche, mit diversen Zughüpfaktionen halbwegs pünktlich anzukommen, waren nicht von Erfolg gekrönt, sodass ich statt um halb eins erst um halb vier im Bett war - Katastrophe.
Weniger Katastrophe war am Freitag der vorvergangenen Woche der Ausflug nach Dortmund. Nach der Ankunft schaute ich mir kurz die Reinoldikirche an, war dann unterwegs auf den Spuren der Jugend meiner Ersatzoma im Dortmunder Stadtteil Huckarde und guckte dann den Sieg gegen Griechenland in einer schönen Dortmunder Kneipe, bevor ich zurück nach Hannover vor.
Am Tag darauf wollte ich nach Venlo, aber das ging wieder in die Hose. In die erste in Viersen anvisierte Bahn kam ich wegen Überfüllung nicht rein, die zweite fiel aus, sodass ich nach Mönchengladbach fuhr, um die dritte Bahn etwas früher zu erwischen, doch auch der Zug fiel - diesmal ohne Mitteilung - aus, sodass ich den Anreiseversuch abbrach und früh zurück in den Schwarzwald fuhr. Dort überraschte ich meine Ma mit meiner frühen Ankunft, aber sauer war sie nicht, nicht mitten in der Nacht den Herrn Sohn in Neustadt abholen zu müssen.
Am Dienstag der letzten Woche war ich dann noch kurz am Wiizemersteg und in der Schweiz, damit die Vierzehn-Tage-Herausforderung wieder auf Null gestellt wurde.
Joa, und ab Mittwoch Abend kam die Infektion, die ich mir im Zug am Samstag eingefangen hatte, so richtig durch, dass ich bis gestern kränklich war und am Donnerstag und Freitag sogar arbeitsunfähig war. So'n Mist ...
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Jetzt freue ich mich aber auf Mittwoch in Stuttgart, und vielleicht klappt es mit Frankfurt gegen die Schweiz ja auch noch ...
... haben ein Studienfreund und ich gestern endlich erfüllt (auch wenn die Dauer ein wenig umstritten war), denn wir hatten uns vor Ewigkeiten, schon während des Studiums, verabredet, einmal gemeinsam durch die Wutachschlucht zu wandern.
Letzten Herbst hatten wir nun das Datum 1. Juni 2024 für die Wanderung ausgemacht, und so standen wir gestern da mit schlechter Wettervorhersage, aber guten Schuhen in Boll am Einstieg in die Wutachschlucht.
Ich hatte meinen Anorak dabei, zog den aber trotz Regens nicht an, weil er mir viel zu warm war - so wurde ich halt ein bisschen nass, aber nicht so sehr wie befürchtet, weil der Großteil der Strecke ja doch im Wald liegt ...
So ging es also an der Burg Boll vorbei herunter ins Tal der Wutach und an der Kapelle Bad Boll (in die ich jetzt erstmals reinschaute, da ist aber nicht sehr viel gemacht ...). Am Tannegger Wasserfall war gestern sehr viel Wasser, kein Wunder nach den Regengüssen der letzten Tage - das war richtig schön!
Weiter ging es über die Felsengalerie, von der der Blick trotz des trüben Wetters immer noch sehr schön ist, wieder herunter zum Amselfelsen, über Matsch und Steine bis zum Rümmelesteg und schließlich über die bei mir sehr beliebte Brücke in den Fels hinein bis zum Wiederaustritt der Wutach (wobei gestern keine Versickerung zu erkennen gewesen war ...).
Wir guckten uns tatsächlich den Kanadiersteg an, nicht zuletzt, weil man da einen guten Blick auf den Zusammenfluss von Gauchach und Wutach und damit aufs Drei-Landkreise-Eck (Breisgau-Hochschwarzwald, Schwarzwald-Baar und Waldshut) hat.
Nachdem wir es zur Wutachmühle geschafft hatten, holte das Mamataxi uns ab, und der Sieg über die Wutachschlucht wurde im Schnitzer begossen ...
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Kurz vor der Abholung meines Studienfreundes waren meine Ma und ich noch am Wiizemersteg und in der Schweiz, denn ich hatte zuletzt am 20. Mai (auch am Wiizemersteg auf der Heimfahrt aus Thüringen) eine Staatsgrenze überquert; gestern stand die Zwei-Wochen-Herausforderung bei einem Jahr und 160 Tagen ... Juchhe!
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Weniger "juchhe" ist, dass meine geplante Rekordtour mit zehn oder vielleicht sogar elf Ländern an einem einzigen Kalendertag (am 22. Juni) leider ins Wasser fallen muss. Das ist sehr schade, denn ich hatte mich schon sehr auf den verrückten Tag gefreut.
Vielleicht klappt es irgendwann doch einmal mit einer etwas anderen Streckenplanung, anderen Verkehrsmitteln und anderen Menschen, aber das werden wir sehen ...
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Dafür geht es am 8. Juni, also nächstes Wochenende, nach Venlo, denn dort treffe ich mich mal wieder mit dem alten Kumpel aus Budapester Zeiten - wir werden uns zum Mittagessen treffen, damit ich abends auf den Zug muss und wir nicht wieder so brutal versacken wie das eine Mal, als ich in Venlo geschlafen habe ... Gut wird das auf alle Fälle ...
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Fotos von der Wutachschlucht gibt es aber noch ein paar:
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| Kapelle Bad Boll |
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| Tannegger Wasserfall |
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| Von der Felsengalerie |
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| Amselfelsen |
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| Brücke in den Fels (links) |
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| Hier waren früher zwei Brücken, die das Hochwasser weggerissen hat |
... haben wir, denn meine Ma stand heute mehr als eineinhalb Stunden nach mir auf, und das passiert nur äußerst selten ...
Wir konnten kurz vor dem Boarding in Madrid noch unser Gepäck aufgeben, dadurch durften wir sogar schon früher an Bord und konnten es uns dort gemütlich machen.
Einem ereignislosen Flug folgte der schnelle Gang an die Gepäckausgabe, da kamen unsere Koffer auch schon bald, es ging durch den (nicht besetzten) Zoll und dann hoch zum Abflugbereich, denn dort kam unsere Abholung hin.
Unser Freund brachte uns noch zwei Fläschchen Schweizers Bieres mit, die wurden noch innerhalb der Schweiz verzehrt, und nach dem Ausladen des Gepäcks landeten wir - verschwitzt und stinkend, aber hungrig und durstig - in der Bonndorfer Gastronomie. Jo, schön war's ...
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Es war toll. Wen dieses Fazit nach den letzten zwei Wochen überrascht, den begrüße ich herzlich als Erstlingsleser. Es war wirklich richtig, richtig toll, das muss ich sagen.
Die eine Nacht in Panama-Stadt am Flughafen war schwierig, weil wir uns beim Rodizio in der Stadt so völlig übermäßig überfressen hatten, aber das war einfach wieder einmal so lecker, dass wir überlegten, aber uns dann schließlich doch dagegen entschieden, am Heimflugtag noch einmal dort essen zu gehen - im Flieger zu platzen erschien uns nicht als gute Idee.
Schon gleich nach der Ankunft in Ecuador - mit den freundlichen Grenzern und Zöllnern, der sehr freundlichen Taxifahrerin, unseren unglaublich lieben Hauswirten im Hotel - fühlten wir uns in diesem drittletzten südamerikanischen Land, das mir noch fehlte, sehr, sehr wohl. Ich hatte ja ein bisschen Sorge um meine Ma gehabt, wegen der Höhe in Quito, und auch, weil sie beim Umsteigen in Madrid auf dem Hinflug für meinen Geschmack ein bisschen schlappgemacht hatte (auf dem Heimweg lief sie wie das - im Rheinland - berühmte Döppken), aber ihr ging es wunderbar in Quito.
Der Ausflug zum Äquator - den wir, wie fast alles in Quito, mit dem Uber absolvierten - war ein wenig abenteuerlich, insbesondere der Spaziergang zum richtigen Äquator. Den Fake-Äquator mit seinem touristischem Dörflein kann man sich mal angucken, aber wirklich notwendig ist das nicht, aber wir haben uns da auch nicht alles angeschaut, was man sich hätte anschauen können.
Die Fahrt hoch mit der Seilbahn (uneingeschmiert, auweia) war sehr schön, auch wenn die Sicht nicht ganz so toll war - aber wären wir, wie geplant, erst am Sonntag hochgefahren, wäre die Sicht noch schlechter gewesen, von daher haben wir alles richtig gemacht. Das Schaukeln da oben in der dünnen Luft war schick, dass ich mal wieder auf über 4.000 Meter Höhe war (4.024 Meter, genauer gesagt), nach der 2010er-Reise in die Anden, war auch schick ... (Und angefixt hat es mich auch, in China und in Venezuela gibt es noch höhere Bergstationen von Seilbahnen, das könnte man sich mal angucken ...) Am Abend waren wir dann ja noch in diesem tollen Lokal mit unglaublich fantastischem Ausblick auf Quito essen, das war auch super.
Ganz toll fanden wir aber auch die Kneipe am Theaterplatz in Quito am letzten Tag, in diesem Brauereipub hat es uns auch sehr, sehr gut gefallen ...
Die drei Tage am Strand in Manta (auch hier sehr, sehr nette Menschen!) waren wirklich erholsam, auch wenn meine Ma sich im welligen Pazifik nicht so ganz wohlfühlte. Das Essen - und wir haben jeweils nur gebruncht, danach hatten wir keinen Hunger mehr - war auch ganz toll, nur der Sonnenbrand, den ich mir beim Bad im Meer zuzog, war nicht ganz so optimal, aber ich haben den auch überlebt. Doch, dorthin, nach Santa Marianita, will ich noch mal gerne. (Und wenn Dortmund dann wieder ins Finale der Champions League kommt, soll's mir nur recht sein!)
Hinsichtlich unseres Strandhotels in Panama hatte ich kurz vorher noch einmal Google-Rezensionen gelesen, und die waren eher nicht so toll gewesen - ja, ein paar Kleinigkeiten haben nicht gepasst, insbesondere das mit dem ausgefallen Wäscheservice war ärgerlich, aber ansonsten hatten wir dort auch wunderbare drei Tage mit Strand, Sonne, Bier und sehr gutem Essen, auch das war ein sehr gelungener Teil der Reise.
Ja, klar, der dreiste Dieb in Quito war schon ein Erlebnis der weniger schönen Sorte, aber auch da hat man etwas zu erzählen, und ohne den wäre es in Ecuador ja zu perfekt gewesen (zumal uns ja gar nix passiert ist) ...
Ohne meine Ma als Mitreisende hätten diese zwei Wochen wahrscheinlich deutlich anders ausgesehen, aber so war das mit den beiden großen Flügen Zürich-Madrid-Panama/zurück und mit den kleinen Dreiecksflugrelationen Panama-Quito-Manta-Panama ein wirklich richtiggehend erholsamer Urlaub.
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Ich habe schon wieder geguckt, wo es Weihnachten hingehen könnte, aber so richtig entschlossen zum Buchen sind wir noch nicht, jetzt kommt im Sommer erst einmal so ein bisschen Kleinkram, aber das wird auch schön, egal ob Kroatien/Montenegro, Toskana, Olympia oder Albanien - und vielleicht ergibt sich für Weihnachten oder auch für den Brückentag nach dem Reformationstag etwas. Ob ich nochmal - ich habe noch fünf unverplante Tage - eine Woche irgendwohin fahre oder den Urlaub ins auch schon überreich verplante Jahr 2025 mitnehme (ja, im Mai 2024 ist das Jahr 2025 schon weitgehend verplant, wo kämen wir denn sonst hin?!), das werde ich noch sehen ...
Erst einmal gibt es noch ein paar Fotos von der nicht ganz so ansprechenden Atlantikküste in Panama.
Over and out damit aus Mittel- und Südamerika für den Mai!
| In der Nähe von María Chiquita |
| ... ebenso |
... ist Standard in Panama, das war mit Uli 2013 so bei der Anreise vom kleinen Flughafen zum Hotel, als die Straßen unter Wasser standen, das war mit Jessi und Christian 2019 so, als Jessi einen Bootsführerschein gebraucht hätte, und das war nun auch heute so, als wir durch den - im wahrsten Sinne des Wortes - Regenwald fuhren und die höchste Stufe der Scheibenwischer kaum ausreichte, die Scheibe vom Wasser zu befreien. Zu allem Überfluss fahre ich meiner Mutter grundsätzlich zu weit rechts, sodass sie nicht wirklich glücklich war, bis wir endlich auf der Schnellstraße in Richtung Colón waren - denn entgegen meiner Planung fuhren wir nicht an den Bayanosee, sondern an den Atlantik ...
Das Abendessen gestern war wieder sehr lecker, auch wenn der - typisch panamaische, da gab es ja extra eine Ecke am Buffet - Schweinefuß nicht so ganz meinen Geschmack traf, der Rum (Abuelo) an der Lobbybar war ein bisschen viel, da hatte es der Barkeeper mal wieder gut gemeint, aber der Gin Tonic geht immer, und dann gingen wir auch ins Bettchen.
Heute Morgen waren wir wieder einigermaßen früh wach und gingen auch zeitig zum Frühstück, so zeitig, dass ich mich am Buffet fragte, wieso mein Handy auf einmal brummt - das war der Wecker, den ich sicherheitshalber für 8.30 Uhr eingestellt hatte, für den unwahrscheinlichen Fall, dass wir verschlafen. Nach dem Frühstück ging es einigermaßen zügig an den Strand und ins Meer - der Pazifik war heute wieder ein bisschen welliger, aber meine Ma und der Ozean hatten sich aneinandergewöhnt, sodass auch meine Mutter in die Fluten stieg.
Beim Verlassen der Fluten wollte der Pazifische Ozean uns aber ganz besonders verabschieden, sodass extrastarke Wellen kamen - und das Ende vom Lied war, dass meine Ma halb hinsank und halb fiel, und da ich sie an der Hand hatte, stürzte ich - trotz aller Abfederungsmaßnahmen - mehr oder weniger auf sie drauf. Wir haben das beide überlebt, aber das sah bestimmt recht lustig aus, als wir dann übereinanderfielen im knietiefen Wasser ...
Ein bisschen setzten wir uns noch auf die Liegen am Strand, dann machten wir uns auf ins Zimmer zum Duschen und Packen. Wir waren gerade oben und guckten aufs Meer, als auf einmal ein Wolkenbruch einsetzte und die ganzen Menschen, die an Pool und Strand waren, in Richtung Hotel flüchteten - wir machten uns fertig, checkten kurz vor 12 Uhr aus, wurden an der Ausfahrt noch gestoppt (wir mussten unseren Check-out-Nachweis vorzeigen, auf dass wir auch bezahlt hätten ...), aber dann ging es - zunächst im Wolkenbruch, dann plötzlich wieder in trockenem Wetter - in Richtung Panamakanal.
Wir überquerten wieder die Puente Centenario, die mittlere der drei Panamakanalbrücken, fuhren - meine Ma war höggscht angespannt - durch den Regenwald auf der Straße mit den vielen Baustellen, die wir schon am Donnerstag gefahren waren, dann wieder auf die Schnellstraße, bogen auf diesmal etwas früher ab und fuhren in Richtung Atlantik. Die Gegend dort ist nicht so tourismusgeeicht wie die Pazifikküste, da kommt man auch schonmal durch Dörfer, an denen man dem Gegenverkehr Vorrang gewähren muss, weil der Müllberg inzwischen in die Straße gewachsen ist, und so richtig reich sieht es dort wirklich nicht aus. Auch der Atlantikstrand war - soweit wir kamen - nicht so grandios, sodass wir bald umdrehten und zurück in Richtung Flughafen fuhren.
Um kurz nach 16 Uhr gaben wir unser Auto ab, der Check-out funktionierte problemlos, wir wurden zum Flughafen gefahren und gingen sofort durch die Ausreise- und Sicherheitskontrolle. Danach landeten wir in einer (teuren) Bar, guckten Fußball und Baseball, aßen einen Burger und tranken ein Bierchen - jetzt sitzen wir gerade am Gate, das Boarding beginnt demnächst, das Internet hier am Flughafen ist immer noch Katastrophe, sodass der Blogeintrag erst (frühestens) am Montag erscheinen wird ...
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Im Flieger hatten wir die Plätze B und C, und eigentlich war der Fensterplatz frei, sodass wir bequem in Zweier-Belegung hätten sitzen können, aber da eine junge Frau mimimi gemacht hatte und unbedingt ans Fenster wollte, wurde sie von der Flugbegleiterin an unser Fenster beordert - Saftladen!
Laut meiner Mutter schlief ich eine ganze Weile, mir kam es eher nicht so vor, ich guckte eine Serie und spielte wieder dieses Metro-Spiel, wenn auch ganz so euphorisch wie auf dem Hinflug. Wir kamen überpünktlich am Flughafen an, die Leutchen hier sind - angefangen bei der Guardia Civil über die Passkontrolleneinweiser bis hin zu den Sicherheitseinweisen - ein bisschen übereifrig und unkoordiniert, was eine schlechte Mischung ist ...
Sei es, wie es sei, wir sind jetzt erfolgreich am Gate nach Zürich gelandet, und weil es nach der Ankunft in Zürich unmittelbar in die heimische Gastronomie geht, beende ich an dieser Stelle den heutigen Blogeintrag. Fotos von gestern und ein Fazit der Reise gibt es in den nächsten Tagen - aber die drei Wörter zu Beginn des Fazits kann jeder erahnen ...
Guten Flug nach Zürich wünsche ich uns!
Es muss meine Mutter ziemlich Überwindung gekostet haben, mich heute in der schwarz-gelb-gestreiften BVB-Badehose und einem überwiegend pinken Hemd durch die Gegend laufen zu sehen, aber irgendwie ist uns nach knapp zwei Wochen mit zwei nicht realisierten Waschtagsversuchen alles wurscht - und vielleicht fliege ich morgen sogar in kurzer Hose zurück nach Deutschland bzw. in die Schweiz ...
Der heutige Blogeintrag wird eher kurz sein: Einem leckeren Frühstück folgte ein kleiner Strandspaziergang, in dessen Verlauf ich bei 8° 20' 42" nördlicher Breite den südlichsten Punkt erreicht habe, an dem ich in Nordamerika jemals war (bitte nicht fragen, wo die Grenze zwischen Nord- und Südamerika für mich verläuft, am ehesten - bei meinen eher "politischen" Kontinentalgrenzen - tatsächlich an der panamaisch-kolumbianischen Grenze, auch wenn das geografisch natürlich Quatsch ist), und diesem folgte ein ausgedehnter Frühschoppen mit ein paar Bier und, öhm, mindestens einem Cuba Libre ...
Danach war ich ein bisschen ömm, sodass wir zur Snackbar marschierten, wo ich einen Teller mit Pasta und Pizza und einen mit Kuchen verspeiste - der Ober war ein bisschen übereifrig und brachte uns zum Teil unaufgefordert Bier, das konnte man ja nicht verkommen lassen ... Danach lag ich halbtot im Schatten des besten Mangobaumes der Welt, bis ich kurz Zuflucht im Eisschrank namens Zimmer suchte.
Irgendwann zwischendurch hatte ich an der Rezeption gefragt, ob wir morgen länger im Zimmer bleiben (nein, das ist schon reserviert) oder zumindest ein Tageszimmer kriegen könnten zum Duschen (ja, aber das kostet 50 Dollar für uns beide zusammen) - nach kurzer Beratung entschieden wir uns, das Zimmer und das Hotel pünktlich zu verlassen und schon einmal in Richtung Panama-Stadt und womöglich über den Flughafen hinaus zu fahren (damit uns Panama-Stadt nicht mehr in die Quere kommen kann), da ist noch ein größerer See in erreichbarer Distanz, den gucken wir uns vielleicht mal an.
Jo, wir sind schon fertig zum Abendessen, morgen ist unser letzter Tag in Amerika, um 20.25 Uhr (3.25 Uhr deutscher Zeit) geht der Flieger von Panama-Stadt nach Madrid, dort kommen wir um 13.15 Uhr planmäßig an, ehe es um 14.55 Uhr schon weiter nach Zürich geht, wo wir um 17.10 Uhr planmäßig landen. Dann geht es noch mit unseren lieben Abholern in die örtliche Gastronomie und dann - nur mit kurzem Umweg unter die Dusche - ins Bett, denn am Dienstag erwartet mich ja schon wieder der Arbeitsalltag ...
Fotos gibt es heute - dem Faulenzen entsprechend - keine, aber vielleicht klappen heute die Bilder von gestern ... Jepp, und gleich geht es für uns zum Abendessen ...
| Strand am Hotel |
| Blick nach rechts |
| ... und nach links |
| Hotel vom Strand aus |
| Blick aufs Meer von der Liege |
... sind meine Ma und ich heute, aber natürlich mit ausreichendem Schutz in Form von Sonnencreme, Klamotten und Strandhandtuch, aber nach dem wunderbaren Frühstück heute Morgen mit Rührei, Spiegelei, Mangosaft, Würstchen, Schokoladenbrötchen, gutem Kaffee (sagt meine Ma, jedenfalls kein Instantkaffee ...), Salami auf akzeptablem Brötchen und vielen Früchten (unter anderen Maracuja, Baumtomate und Papaya - Letzteres in Smoothie-Form) ging der Tag gerade so weiter ...
Mein blöder Handywecker schlug um 6 Uhr Alarm, und eigentlich wollten wir nur noch ein bisschen weiterschlafen und dann zum Frühschwimm, aber irgendwie waren wir erst um 8.30 Uhr wieder wach - Urlaub halt ...
Ich nutzte die Gunst der Stunde und duschte mit dem wunderbaren abnehmbaren Duschkopf, aus dem - welche Freude! - auch noch ein sehr, sehr, sehr ordentlicher Wasserdruck herauskam - so macht man mir eine Freude, liebe Leute!
Nach dem Frühstück ging es an den Strand zum - welche Überraschung - Schwimmen ... Meine Ma ging mit größter Freude ins wirklich nur seeeeeehr leicht wellige Wasser, dann war sie im sehr, sehr warmen Pazifikwasser sehr, sehr glücklich - und Sohn natürlich ebenfalls.
Anschließend wurde ein ordentlicher Frühschoppen genommen, dann legten wir uns auf zwei Liegen im Schatten eines Mangobaumes - herrlich! Hier pennten wir beide ein, zwischenzeitlich weckte meine Ma mich, weil ein Streifen Sonne auf mein Gesicht fiel, da kam dann der Hut druff und ich pennte weiter - wunderbar!
Es war warm heute, sehr warm, sogar schon richtiggehend heiß, und auch wenn ab und zu ein Lüftchen wehte: Es war heiß ... Irgendwann gegen 14.30 Uhr ging ich zum Abkühlen mal aufs (kühlschranktemperierte) Zimmer, kam nach erfolgter Abkühlung wieder an den Strand, wir gingen ins (jetzt höher stehende) Meer und dann zum Aperitivo con cerveza an die Poolbar (wir hatten keinen Schattenplatz mehr an der Swim-up-Bar bekommen und saßen also jetzt wie üblich auf trockenen Sitzgelegenheiten ...). Ein Strandhund kam vorbei und wurde von einer Bedienung freundlich verjagt, und jetzt sind wir wieder auf dem Zimmer, frisch geduscht, gleich geht es zum Abendessen ...
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Auch heute war das Abendessen wirklich sehr lecker - ich hatte in den Tagen vor dem Aufenthalt noch ein paar mehr oder weniger kastrophale Google-Rezensionen von deutschsprachigen Menschen gelesen, die kann ich nach den eineinhalb Tagen hier noch weniger nachvollziehen ...
Ich war heute sogar mutig und probiere (mit spitzer Gabel) die Mondongo-Suppe, eine panamaische Kuttelsuppe - ging sogar, aber die Kochbananen, die Baumtomate, die Papaya, die Maracuja, der gebratene Fisch und die Fisch-Ceviche, der Ochsenschwanz und der Schweinebraten waren noch lecker.
Nach dem Absacker - das Bier war irgendwie komisch, womöglich waren die Gläser nicht gut gespült - sind wir jetzt schon früh im Bett und bettfertig.
Bilder wollen wegen Gewitter nicht ...
Gute Nacht!
Jaha, ich hab dich ja verstanden, lieber Hotel-Shuttlebus-Fahrer, dass du uns (eigentlich) nicht zur Autovermietung bringen darfst, selbst wenn die auf dem Weg vom Flughafen zum Hotel liegt, und dass das ein Gefallen wäre, den du uns - natürlich sehr gerne - tun würdest ... Jaha, ich habe doch meine Hand schon am Geldbeutel, keine Sorge!
So ungefähr erging es uns heute Morgen, nachdem wir uns vom Shuttlebus offiziell zum Flughafen hatten fahren lassen. Alle anderen Hotelgäste stiegen am Terminal 2 aus, während wir zum Terminal 1 weiterfahren wollten. Der Busfahrer unterzog uns einer peinlichen Befragung, mit welcher Fluggesellschaft wir fliegen wollten und ließ er von uns ab, als wir zugaben, dass wir zur Autovermietung wollten. Dort ließ er uns schließlich auch raus.
Unsere Autovermietung hat als einzige Firma der Welt am Flughafen von Panama-Stadt keine Vor-Ort-Vertretung, also versuchte ich, die Herrschaften telefonisch zu erreichen - das ging in die Grütze, weil da ein Callcenter dran ging und die Wartezeit mehrere (für mich sehr teure) Minuten dauern sollte. Die Herrschaften am Flughafen quatschten auch an mich ran, und als ich schon fast aufgeben wollte, sah ich den Shuttlebus des Hotels wieder zu uns kommen (der war nach der Abliefertour mit uns jetzt auf der Aufsammeltour), fragte ihn, ob er uns mitnimmt, und nach inoffiziell positiver Antwort beorderte ich meine Mutter zum Einstieg.
Den Herrschaften der Autovermietung wurde mitgeteilt, dass diese Regelung Mist ist, das wussten sie aber auch schon ohne mich, und wir erhielten einen sehr hübschen ostasiatischen SUV mit ein paar Schrammen, aber fahren tut er (bisher) tadellos.
Wir fuhren durch Panama, verfuhren uns ein bisschen, kamen versehentlich an dem Viadukt um die Altstadt heraus, fuhren auf selbigem, fuhren dann - wieder aus Versehen - über die Puente de las Américas, die erste ikonische Brücke über den Panamakanal, bestaunten die Baustelle auf der anderen Seite (da wird richtig was aus dem Boden gestampft!), erwischten die zweite Gelegenheit zur Fahrt in Richtung Gamboa/Colón (denn wir hatten uns entschieden, doch schon heute zum Panamakanal zu fahren, und nach der Kanal-Website zu schließen, war es sinnvoller, an die Atlantik-Schleuse zu fahren.
Wir überquerten die zweite ikonische Brücke und fuhren danach ein ganzes Stück durch den Urwald auf einer Straße, die zwischen gut ausgebaut und Schlaglochpiste chargierte, bis wir schließlich auf den Expressway in Richtung Colón kamen. In Colón verfuhren wir uns wieder, kamen aber am Ende wohlbehalten an den Agua-Clara-Schleusen heraus und parkten unser Autochen dort.
Wir zahlten den Eintritt von 10 Dollar pro Schnauz (für Touristen) und hatten Glück, denn das letzte Schiff des Vormittags war gerade in die obere Schleuse eingefahren, sodass die Schleusentore schließen konnten. Das war das vierte Mal, dass ich am Panama-Kanal war (an den Miraflores-Schleusen mit Uli 2013, an beiden Schleusen mit Jessi und Christian im Jahr 2019 und jetzt mit meiner Ma), und jedes Mal finde ich es unglaublich faszinierend, wie knapp diese riesigen Kutter in diese Schleusen hineinpassen.
Wir verfolgten - eine Zeitlang waren wir komplett allein auf der Aussichtsplattform - den Schleusungsprozess, guckten uns dann noch ein informatives Propaganda-Video an und verließen dann - nach Kauf einiger weniger Souvenirs - den Kanal.
Wir fuhren noch über die Puente Atlántico, die 2019 noch im Bau gewesen war, drehten an deren Ende um (man kommt von da nicht wirklich weiter, das ist am Ende - bisher - eine riesige Sackgasse), fuhren wieder zurück und dann in Richtung unseres Hotels. Wieder ging es über den Expressway, die Schlagloch-Piste und die zweite Brücke, dann ging es - die Geschwindigkeitsbegrenzung wurde für panamaische Verhältnisse eingehalten - über die Panamericana in Richtung unseres Hotels, das wir gegen 15.30 Uhr erreichten.
Wir konnten recht zügig einchecken und aufs Zimmer, planten unseren morgigen Waschtag, gingen an die Poolbar, tranken dort mit Blick auf den Strand und das Meer ein Bierchen (niemalsnicht irgendwie mehr als eins!) und öhm, ein Piña-Coladachen, und gingen dann an die Rezeption, um den Inventurzettel für die Wäscherei zu holen, denn der befand sich nicht auf unserem Zimmer.
Nun, der andere Rezeptionist erklärte uns, dass die Großwaschmaschine nicht funktioniere und man deswegen nicht waschen lassen könne - öhm, ärgerlich, zumal die Check-in-Rezeptionistin davon kein Wort gesagt hatte ... Hm, aber irgendwie kriegen wir das mit der Wäsche hin - Deo wird großflächig angebracht werden, weiße Wäsche wird mit Seife ausgewaschen, dann passt das schon!
Nun, wir machten uns ausgehfertig fürs Abendessen, waren viiiiel zu gut (und zu warm ...) angezogen, aber vom Buffet wirklich ziemlich begeistert - die gebratenenen Ananasstücke haben es uns auch hier angetan, und die Dorade und der Schweinebraten war auch klasse. Das Dessertbüffet konnte definitiv auch etwas (es gab sogar Baumtomaten, die ich erstmals im ungesafteten Zustand sah und verspeiste), und nach dem üppigen Genuss des Büffets schafften wir es nun noch für einen Absacker in die Lobbybar.
Jetzt sind wir im Bett, das Internet hier ist sehr wacklig und funktioniert nur auf dem Balkon (der Ausblick aufs Meer vom Balkon ist übrigens grandios!), mal gucken, ob wir das hier alles gleich hochgeladen kriegen ...
| Riesenkutter |
| Weiter geht's ... |
| Da waren wir ... |
| Es kommt schon der Nächste |
| Atlantikbrücke |
| Nur jeden zweiten Tag Nachfüllung im Zimmer?? |
| Blick vom Balkon |
| Hauptspeise |
| Nachtisch |
| Blick aus unserer Küche |
| Strand nach links |
| Unsere Bude |
| Strand nach rechts |
| Zwei Hunde im Meer |
| Brunch |
| Pool im Hotel |
| Sonnenuntergang |
| ... und danach |
| Fleischteller im Andes Brew Pub |
| Blick auf Quito aus der Gondelbahn |
| Wieso denke ich da an Reinhard Mey? |
| Blick auf die Gondelbahn und die Wolken |
| Nahaufnahme Gondelbahn |
| Da hinten sind die Vulkane |
| Schaukel auf über 4.000 Metern |
| Höchster Punkt der Reise |
| Lama-Rastplatz (Lamas rechts) |
| Nochmal Blick in Richtung Vulkane |
| Fahrt abwärts in den Nebel |
| Und noch ein Blick auf Quito |
| Hauptspeise |
| Panorama bei Tag (links der Panecillo) |
| Vorspeise (sorry für die Reihenfolge) |
| Panecillo bei Nacht |
| Blick in Richtung unseres Hotels bei Nacht |
| Canelazo |