Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Mittwoch, 9. März 2022

1.500 Kilometer

 ..., nein, ich fange nicht wieder mit meinen Wanderrekorden an, sondern mit meinen Zugfahrrekorden: Innerhalb der 48 Stunden seit heute Nachmittag werde ich ungefähr 1.500 Zugkilometer abreißen, denn im Moment sitze ich im Zug von Freiburg nach Hannover. Morgen früh muss ich für einen Präsenztermin in Hannover sein, und ich hatte mich am Montag dafür entschieden, dass ich mit in den Schwarzwald fahre, da muss ich jetzt halb in den gar nicht so sauren Apfel beißen und (erst) heute Abend wieder nach Hannover fahren.

Morgen Abend geht es aber gleich wieder die gleiche Strecke zurück und - wie heute - auf der Strecke Freiburg-Neustadt bis in den Schwarzwald, wo meine Mutter mich dann morgen Nacht mangels Busverbindung abholt.

Am Freitag geht es dann wieder auf die gleiche Strecke, diesmal aber nur bis Frankfurt zum Flughafen, denn um 17 Uhr können wir für unseren Flug am Samstag einchecken. Danach geht es direkt nach Wiesbaden ins Motel One und dann ins Sherry & Port, und am Samstag Morgen geht es von Wiesbaden mit der S-Bahn nach Frankfurt.

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Als wir am Sonntag Abend in das Só Tapas kamen (die stehen seit soeben auch in meiner Restaurant-Empfehlungsliste), wurden erstmal zwei Gäste, die an einem Vierertisch saßen, an einen Zweiertisch verjagt, damit Platz für uns war. Wir scheinen denen als Gäste also offenbar gefallen zu haben, denn die Tür war jedes Mal, wenn wir kamen, abgeschlossen (und ein "geschlossen"-Schild drangehängt), und es wurde nur für ausgesuchte Gäste geöffnet - also muss man lieb sein oder zumindest lieb aussehen ...

Wieder wurde uns die wunderbare Vorspeisenplatte aus Oliven, Brot und Thunfischpaste gebracht, und die Tochter des Hauses war ein bisschen enttäuscht, als wir nur Pimientos bestellten. Wir hatten aber einen Platz, und der lautete, nicht den Tisch zum Durchbiegen zu bringen - am ersten Abend hatten wir auf einmal so viel bestellt, dass kaum Platz auf dem Tisch war ...

Zum zweiten Mal in den drei Tagen tranken Christian und ich die Stouts leer (die schmecken uns beiden sehr gut, werden aber wohl nicht so oft nachgefragt; das war uns schon in dem teuren Fischlokal passiert), also mussten wir ab dem dritten Bier mit dem normalen Super Bock vorliebnehmen, das die Damen die ganze Zeit tranken.

Danach wurde aber eifrig weiterbestellt, die Chorizo war toll, die Tintenfischtuben sowieso, und eigentlich waren wir schon davor satt gewesen, sodass am Ende wieder ein Beirão der Verdauung dienen musste.

Anschließend verließen wir - wir waren jetzt die Letzten - das Lokal und tranken im Wohnzimmer im Hotel noch, öhm, eineinhalb Fläschlein Portwein leer - der schmeckte uns dort nämlich.

Am nächsten Morgen wurde um 7.30 Uhr gefrühstückt und dann ein (diesmal deutlich teureres) Uber zum Flughafen bestellt, diesmal überprüfte keiner beim Check-in irgendwelche Impfausweise ... Das Boarding war völlig bekloppt, weil die Leutchen noch eine ganze Weile im (engen und kleinen) Warteraum herumstehen mussten, nur damit Ryanair fünf Minuten kürzere Standzeit hat, aber schließlich kamen wir nach kurzweiligem Flug pünktlich in Hahn an.

Nach dem kleinen Spaziergang zum Auto ging es auf der Landstraße (auch schöne Landschaft!) nach Kaiserslautern und von dort - mit kleiner Schrecksekunde wegen vermeintlich fehlenden Autoschlüssels - zurück nach Bonndorf. Spontan ging es in den Schnitzer, und, naja, Mantel des Schweigens und so ...

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Gestern Abend habe ich noch Hotels in Irland gebucht und dabei das bisschen an Reiseplanung, was schon da war, wieder ein bisschen über den Haufen geworfen. Jedenfalls habe ich das Hotel in Bushmills in der Nähe des Giant's Causeways storniert und stattdessen ein Hotel in der Nähe von Belfast gebucht, denn am 7. April soll es zum Gobbins Cliff Path gehen, einem Wanderpfad entlang der Klippen der Irischen See. Am Anreisetag, dem 6. April, fahren wir aber trotzdem zum Giant's Causeway, aber anstatt zehn Minuten Fahrt zurück ins Hotel haben wir dann eben eine Stunde, das wird zu schaffen sein.

Das Hotel ist in einem Pub, und ich habe die Hoffnung, dass das gleich mal ein schöner Abend werden wird ...

Am 7. April ist dann der Plan, nach dem Klippenweg einmal quer durch Nordirland und in die Republik zu fahren. Ich habe südwestlich von Sligo ein kleines B&B direkt am Meer gebucht, und in der Nähe ist ein - wenn man den Bildern glauben darf - wildes Pub, in das sich wahrscheinlich kaum ein Ausländer verliert - genau das Richtige für meine Damen, um mal das richtige Irland kennenzulernen ...

Am 8. April geht es dann - sicherlich mit kurzem Zwischenstopp in Galway - an die Cliffs of Moher, und ganz in der Nähe wohnen wir dort in einem - nach den Bildern - hübschen B&B.

Am 9. April schließlich soll es dann relativ zügig zurück nach Dublin gehen - ich habe ein Hotel direkt an der Buslinie zwischen Flughafen und Innenstadt gebucht, wobei die gute Verkehrsanbindung eher Zufall war. Vielmehr war das das einzige halbwegs bezahlbare Hotel, das unseren Zimmervorstellungen entsprach, es ist unglaublich, was in Dublin (und auch in Galway) für Hotelpreise aufgerufen werden.

Am 10. April geht es dann - relativ spät - zurück nach Zürich, sodass wir zwei gute halbe Tage in Dublin haben werden.

Ich werde wahrscheinlich das Auto schon am 9. April abgeben, denn unser Hotel in Dublin hat keinen Parkplatz und es bringt wenig, in Dublin mit dem Auto zu fahren - da wird es klüger sein, den Wagen los zu sein und den Rest der Strecke mit dem Bus zu fahren.

Das Mietauto muss ich aber tatsächlich noch buchen, aber das wird eine Frage von Tagen sein ...

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Auf der Reisenleiste oben ist jetzt für den 29.-31.10. "Rom, Vatikan" verzeichnet, und wieder einmal könnte mit Jessi und Christian in Europa in der Weltgeschichte herumgereist werden. Wir waren noch nicht zusammen in Italien (Portugal war unser 30. gemeinsames Land), und die beiden waren noch nicht oder nicht richtig in Rom, sodass man an dem - für mich in Niedersachsen wegen Reformationstag - verlängerten Wochenende sowas machen könnte. Ansonsten habe ich ja im vierten Quartal nicht so richtig Muße zum Urlaubmachen, aber für ein Wochenende und einen Feiertag wird es vielleicht reichen.

Ansonsten wäre ich nicht überrascht, wenn es dieses Jahr an einem Wochenende noch nach Guernsey ginge (dann hätte ich, glaube ich, alle in Europa gelegenen ISO-Gebiete besucht). Wenn die Tadschiken oder Mongolen diesen Sommer die PCR-Testpflicht aufheben, könnte es in einer der fünf Wochen Urlaub, die ich noch nicht verplant habe (*Hände-reib-Geräusch ...*), nach Zentral- bzw. Ostasien gehen (wobei ich wahrscheinlich in Istanbul umsteigen würde). Malawi wäre auch eine Option, wohingegen Ecuador für den 76. Geburtstag meiner Ma im März 2023 fast schon gebongt ist. Israel ist dringend mal wieder dran, und die Komoren reizen mich auch aus irgendeinem Grund. 

Jetzt freue ich mich aber erst einmal so sehr auf Urlaub in der Dominikanischen Republik, ich hoffe, das wird richtig, richtig erholsam, und dann gucken wir mal weiter.

Sonntag, 6. März 2022

Gemütlich am Meer und am Douro

 ... entlanggewandert sind wir heute, ganz entspannt, und gleich geht es zum (kleinen) Abendessen, womöglich wieder in die Tapas-Bar von gestern Abend, die es uns allen sehr angetan hat ...

Wir frühstückten heute ganz gemütlich und ließen uns dann mit dem Uber zum Castelo de Queijo am Atlantik fahren. Unser Uber-Fahrer war einer von der gesprächigeren, aber sehr angenehmen Sorte, sodass wir auch ein paar Fragen zu Portugal und Porto loswerden konnten ...

Am Kastel stiegen wir aus und liefen auf der Strandpromenade - auch hier viel Holzplanken und wildromantische Blicke auf Strände und Meer - in Richtung der Douro-Mündung in den Atlantik. Unterwegs tranken wir ein Bierchen auf der Promenade, danach waren wir ausreichend gestärkt, um den Douro zu erreichen.

Es ging douroaufwärts zu einem kleinen Wochenmarkt, und in der Nähe war ein größeres Toilettenhäuschen - das erzähle ich, weil ich eine so schöne öffentliche Toilette noch nicht gesehen habe, das erinnerte mich an die Bäderarchitektur in Ungarn, und das alles für 20 Cent "Eintritt" ...

Wir wären gerade pünktlich gewesen, um mit der Straßenbahn am Douro entlangzufahren zurück in die Innenstadt, aber der Andrang war uns zu groß, und außerdem war das Uber billiger, sodass wir uns eines riefen. Auch dieser Fahrer war recht gesprächig, fuhr die gleiche Strecke wie die Straßenbahn und brachte uns zum gewünschten Ziel, nämlich zum Zugang zur Ponte Luís I in der Innenstadt.

Wir überquerten die Brücke, die traumhafte Ausblicke auf den Douro und die Altstadt von Porto liefert, mussten aber ab und zu zur Seite gehen, damit die Straßenbahn dort durchfahren konnte ... Für teuer Geld fuhren wir anschließend mit dem Teleférico, also einer Gondelbahn, hinunter ans Douro-Ufer in Gaia und suchten dort einen Foodcourt mit allerlei portugiesischen (und sonst europäischen) Leckereien auf. Es wurden Pasta und Bacalhau, Tintenfischtentakel und Shrimps, am Ende noch ein Nackenstück vom Schwarzen Schwein verspeist und dazu - wie so häufig in diesen Tagen - Super Bock hell und als Stout verzehrt. Dieses Ding war grandios, da komme ich wieder hin ...

Es zog allerdings ein bisschen, sodass wir raus in die Sonne wollten (obwohl ich heute durchaus schon Farbe gekriegt hatte ...). Sonne fanden wir auf der Terrasse von Sandeman, und ein weißer Tawny wurde gemeinsam geleert. Herrlich, dort unten zu sitzen mit Blick auf den Fluss und die Kathedrale und die Stadt!

Das nächste Uber wurde gerufen und brachte uns - mit einem diesmal etwas weniger gesprächigen Fahrer - zurück ins Hotel, wo wir nun zwei Stunden flachgelegen haben.

Morgen geht es - leider - schon wieder zurück nach Deutschland - es hat uns hier allen richtig, richtig gut gefallen, meine Ma ist froh, dass ich sie überredet habe, uns hierher nach Porto zu begleiten, alles wunderbar hier ...

Fotos gibt es natürlich auch von diesem wunderbaren Tag:

Blick von der Brücke auf die Stadt

Nicht genutzte Straßenbahn

Funikular vom Douro hoch in die Stadt

Blick von der Brücke auf die Straßenbrücke

Blick aus Gaia auf die Brücke

Blick auf den Teleférico

"It's nothing for me"

Nun, sagen wir so, der Ober in der Gaststätte in Alvarenga bestärkte uns nicht unbedingt in unserer Entschlossenheit, die 516 Meter lange Hängebrücke in Arouca zu überqueren. Das Essen - am Wochenende gab es Kalbfleisch mit Kartoffeln, das uns allesamt ansprach - war ganz hervorragend, das Fleisch zart, aber zum Glück hatte uns der Ober nur zwei Portionen - ich hätte eiskalt vier bestellt - verordnet, denn selbst die zwei Portionen bekamen wir nicht aufgegessen. Es war sehr lecker, das Bier war wunderbar gekühlt (ich selbst trank als Fahrer natürlich Cola), der Beirão wurde auch als Nachtisch verzehrt, das war eine richtig schöne Kneipe, in der wir als einzige Ausländer wunderbar aufgenommen wurden.

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Das Aufstehen heute Morgen ging einigermaßen gut, obwohl wir für 8 Uhr das Frühstück bestellt hatten. Das Frühstück fand ich sehr, sehr lecker - mit Marmelade und Joghurt und leckeren Brötchen und Orangensaft, das konnte wirklich was ... Gegen 8.45 Uhr ließen wir uns ein Uber kommen und zum Flughafen fahren.

Am Flughafen fanden wir die Autovermietung nicht, sodass wir ein paar hundert Meter in deren Richtung liefen. Die Anmietung war problemlos, und schon waren wir auf der Piste. Wir hatten noch sehr viel Zeit, also programmierte ich den Routenplaner auf eine Brücke am Douro, und dorthin fuhren wir - teilweise über Kopfsteinpflaster in kleinen Dörfchen. Das war eine wunderbare Fahrt, wir schauten auf den Duoro-Stausee - sehr schön ...

Eine kurze Station machten wir auf der Staumauer, ehe wir nach Alvaranga fuhren, wo wir parken wollten und auch eine Kleinigkeit essen wollen.

Ich setzte die Damen an einem Fleischhaus aus (eigentlich wollte ich in ein anderes, aber das, in dem wir waren, war besser!), weil sie auf die Toilette mussten, während Christian und ich das Auto auf den Parkplatz stellten.

Nach dem wunderbaren Essen machten wir einen zwanzigminütigen Spaziergang zur Brücke. Am Morgen hatte meine Mutter mich noch gefragt, wieviel 516 Meter in "Bonndorf-Metern" seien. Meine Auskunft - von der Alten Sparkasse bis zum Schwarzwaldhotel - war gar nicht so furchtbar, und als wir dann an der Brücke standen, war das schon ganz schön weit.

Die Hängebrücke ... naja, die hängt halt ziemlich durch, wir waren die einzigen nichtportugiesischsprachigen Gäste, sodass wir vom Guide eine Sonderbehandlung erfuhren. Das hatte den Vorteil, dass die Portugiesen alle schon auf der Brücke waren und wir die Brücke gefühlt für uns allein hatten.

Joa, es ist ein atemberaubendes Gefühl, auf dieser Brücke - knapp 200 Meter über dem Flüsschen Paiva - entlangzuwandern, das Ding bewegt sich, der Boden besteht aus Metallgittern, sodass man direkt in den Abgrund sah ... Toll!

Als wir auf der anderen Seite ankamen - der Guide war langsam hinter uns hergelaufen -, verabschiedeten wir uns, denn wir wollten über den Wanderweg in die Paivaschlucht hinabsteigen. Das machten wir über einen wunderbaren Wanderweg auf Holzbohlen und mit sehr vielen Treppen, das war eine richtig schöne Wanderung mit tollen Blicken auf die Schlucht.

Allerdings hatte ich - wie so oft - die Strecke unterschätzt, und nach einigen Kilometern fingen Teile der Wandergruppe an, mit Streik zu drohen. Mit Müh und Not kamen wir am ersten denkbaren Ausstiegspunkt an, die Existenz einer Straße wurde von meinen Mitwanderern in Zweifel gezogen, aber an der Bar dort oben standen zwei Nummern für Taxidienste angeschrieben.

Dort wurden - überlebensnotwendige! - Getränke konsumiert, während wir auf das Taxi warteten, und selbiges fuhr uns dann - auf verschlungenen Wegen - zurück zu unserem Auto.

Mit dem Autochen ging es dann über - wieder verschlungene Wege und nur ganz am Schluss Autobahn - zurück zum Flughafen in Porto, wo wir das Auto wieder abgeben konnten, nachdem wir kurz vor dem Flughafen noch einmal - teuer - getankt hatten ...

Mit dem Uber ging es zurück zum Hotel, und nach einer kurzen Erfrischung ging es in eine Tapasbar, in der wir ganz fantastisch gut aßen: Oktopus, Tintenfisch, eine leckere Schinkenplatte, Alheira (eine typisch portugiesische Wurst), Blutwurst, dazu gab es Pils für die Damen und Stout für die Männer und zum Schluss dann wieder Beirão.

Schließlich wackelten wir entspannt nach Hause, sitzen jetzt - bei Jazzmusik - im "Wohnzimmer" unten im Hotel und gehen gleich ins Bett.

Ein wunderbarer, nicht unanstrengender, aber auch sehr ereignisreicher Tag geht zu Ende - das war echt schick heute ...

Lecker Kalbfleisch in Alvarenga

Blick auf die Paivaschlucht

Blick auf Brücke und Wasserfall

Frühstück heute Morgen

Die Brücke und der Fluss

Und nochmal in der Totalen

Freitag, 4. März 2022

"Give me a plate. I'll eat potatoes."

Der arme Christian hielt sich heute Abend sehr tapfer, während wir drei anderen eifrig Fisch und Meeresfrüchte in uns hineinschaufelten ... Christian mag keinen Fisch und aß daher Butterbrot und Gemüse - aber wenn er schon einmal den kleinen Finger hinhält und uns signalisiert, dass wir mal ein Fischrestaurant aufsuchen dürfen, dann muss man die Chance ergreifen ...

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Als ich heute Morgen gegen 7 Uhr aufwachte, hörte ich aus dem Wohnzimmer schon vergnügte Stimmen. Vergnügte Stimmen von Jessi, Christian und meiner Mutter ... Dabei war es gestern Abend durchaus spät geworden, auch deswegen, weil ich erst gegen 21.45 Uhr angekommen war, es gab lecker Hawaii-Toast (und zwar wirklich lecker) und wacholderhaltige Getränke ...

Um 8 Uhr ging es dann in Richtung Flughafen Hahn, und die Fahrt durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald war richtig, richtig schön ...

Am Flughafen parkten wir auf einem alten Militärparkplatz mit entsprechend furchtbarem Asphalt, liefen ein paar Minuten und kamen schließlich im Terminal an. Wir hatten zwar online eingecheckt, aber Ryanair wollte uns hier noch einmal am Check-in sehen, um Impfpass und Einreiseanmeldung zu sehen, nun denn, das sollten sie kriegen ...

Danach ging es durch die Sicherheitskontrolle, sodass wir noch massig Zeit im sauberen Bereich hatten. Nach dem Boarding mussten wir noch eine mittelprächtige Wanderung bis zum Flieger auf uns nehmen, erreichten selbigen aber problemlos, und selbst Jessi/Christian, meine Ma und ich getrennt saßen, war es ein entspannter Flug, auf dem ich Serien schaute und am Ende mal kurz wegnickte ...

Die Portugiesen wollten am Ende gar keinen Impfpass sehen, die Abholung erwartete uns, nach 25 Minuten Fahrzeit waren wir am wunderbaren Hotel. Die Leutchen hier geben sich richtig, richtig Mühe, das ist wirklich schön hier ...

Wir liefen, nachdem wir uns ein wenig frischgemacht hatten, durch die Fußgängerzone und kehrten in der Francesinha-Kneipe ein, in die ich 2018 schon gestolpert war. Wir waren zwar ein bisschen spät dran, aber bekamen die gewünschten Francesinhas, Bierchen und am Ende noch einen Beirão, einen portugiesischen Schnaps.

Es ging weiter durch die Altstadt, steile Straßen hinunter, steile Treppen zur Kathedrale hinauf. Die Kathedrale wurde besichtigt, und von dem Platz bei der Kathedrale ging es - mit fantastischen Blicken auf den Duoro - hinunter zu selbigem. Eigentlich wollten wir hoch über die Brücke laufen, aber der Plan ging in die Hose. Plan B wurde, bis zum Duoro zu laufen und mit dem Funikular wieder hochzufahren, Plan C wurde schließlich umgesetzt: Bierchen am Duoro ... Herrlich, auch wenn die Biere dort für Touristenpreise aufgerufen wurden ...

Wir liefen auf dem unteren Brückenträger über den Duoro, warteten dort auf unser Uber und fuhren zurück ins Hotel. Die Taxi- und Uber-Fahrer fahren hier ... öhm, südländisch, aber sie wissen (meistens), was sie tun, sodass man sich nicht unsicher fühlt ...

Nach abermals kurzem Aufenthalt im Hotel wollten wir etwas zu Abend essen, die erste Kneipe, die vom Hotel empfohlen war, war ein wenig kompliziert, und da Christian nicht so richtig Hunger hatte, nahmen wir Reißaus. Mit dem nächsten Uber ging es weiter in die Stadt und in eine Fischkneipe. Dort wurden Austern verspeist, und danach ein Rotfisch und eine Flunder und Garnelen auf mosambikanische Art, sehr lecker, wenn auch alles in allem nicht so richtig günstig ...

Ein drittes Uber wurde bestellt für den Rückweg ins Hotel, da sitzen wir nun, nuckeln noch an einem Fläschchen Portwein und gehen bald ins Bett, denn morgen geht es erst zum Flughafen und dann mit dem Mietauto zur längsten Fußgängerhängebrücke der Welt ...

Porto gefällt uns auf Anhieb sehr, sehr gut, die Gässchen sind schick, die Fliesen an den Hauswänden sind toll, doch, wir sind gespannt auf die nächsten Tage.

Fotos:


Kathedrale

Brücke über den Duoro

Hinabgestiegen zu dem Duoro

Kathedrale

Blick auf den Duoro

Turm der Kleriker

Duoro in der Dämmerung

Innenhof der Kathedrale

Kreuzgang

Sonntag, 27. Februar 2022

Jede Kneipe bekäme ein Bußgeld

 ..., wenn sie so die Impfnachweise prüfen würde wie die Herrschaften bei der Bundespolizei heute bei der Einreise nach Deutschland ...

Als ich in Hamburg ankam, lief ich direkt auf die elektronische Einreisekontrolle zu, aber die war geschlossen, sodass sich alles bei der Einreise staute. So weit, so schlecht, aber wenn die Bundespolizei die Impfnachweise kontrollieren will, sei es so (die Stuttgarter Bundespolizeidirektion bekam es zwar auch mit eingeschaltetem EasyPASS hin, die Impfnachweise zu kontrollieren, aber vielleicht sind die Bundespolizisten im Ländle mehr so Cleverles ...).

Das Problem war jetzt nur, dass die Bundespolizei die Impfnachweise durch Scrollen auf dem Handy kontrollierte. Erstens soll man denen die Daten eigentlich ja gar nicht so zur Verfügung stellen (sagt jedenfalls die CovPass-App), zweitens kann man die auch fälschen und drittens musste so die Beamtin auf meinem (und zig anderen) Handys herumfingern. Schmierinfektionen sind zwar bei Corona nicht so ein Problem, aber trotzdem ist das nicht nötig ...

Auch als ihr in gewohnt ruhiger Art mitteilte, dass ich das jetzt nicht so toll fände, kam die Dame nicht auf die Idee, den Impfpass richtig zu überprüfen, sodass ich dann mit halbherzig geprüftem Impfpass davonzog, niemand etwas gewonnen hatte und ich die böse E-Mail an die Bundespolizeidirektion Hamburg noch in der S-Bahn schrieb und versendete.

(Und, ja, es ist wunderbar, dass man einer Behörde so einen inhaltlich ziemlich bitterbösen Text schreiben kann, ohne Angst haben zu müssen, vom FSB oder sonst einem Inlandsgeheimdienst abgeholt zu werden. Wie gut haben wir es in Deutschland!)

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Der Morgen hatte wunderbar angefangen, ich war halbwegs ausgeschlafen (war ja auch früh genug im Bett gewesen), duschte und machte mich fertig. Als ich das Hotelele verließ (ich hatte auch hier die Vermieterin nicht gesehen, was auch an meiner Unhöflichkeit lag, nicht auf sie zu warten, weil ich früh essen gehen wollte gestern Abend), war es schon fast hell, ich fuhr in zwanzig Minuten zum Flughafen, fuhr weiter, um noch einmal an meinen Anfangsstrand von ... war das erst gestern?! Ja, von gestern zu fahren. Dort genoss ich noch einmal den Blick aufs Meer (und auf die aufgehende Sonne), ehe ich das Auto am menschenleeren Flugplatz abstellte und ins Terminal lief, um meinen Schlüssel in die Keybox zu werfen.

Das Flughafencafé hatte geschlossen, also ging ich schon durch die Sicherheitskontrolle, gab mein letztes Manx Geld aus (und zahlte den Rest mit Kreditkarte) und boardete dann als einer der Letzten meine Turboprop-Maschine der schottischen Fluggesellschaften Loganair. Ich hatte sogar einen Fensterplatz, es gab Tee und einen Schokoriegel (umsonst, ist man ja gar nicht mehr gewohnt!), wunderbar, mit denen fliege ich wieder ...

In Manchester gingen alle zum Ausgang, ich aber nicht, ich irrte erst ein wenig herum, weil die Beschilderung nicht ganz optimal war, aber dann verstand ich, was die von mir wollten, und kam tatsächlich dorthin, wo ich hinwollte, in den Abflugbereich (und zwar ohne Sicherheitskontrolle). Ich hatte mich nämlich entschieden, am Flughafen zu bleiben (wenn ich denn nicht erneut durch eine Sicherheitskontrolle müsste), weil ich sonst mit Stunde Fahrt in die Stadt, Stunde zurück und Stunde in der Sicherheitskontrolle nicht viel in Manchester hätte tun können, jedenfalls nicht in Ruhe ...

Ich war ja schon einmal in Manchester, auch in der Flughafen-Lounge, gewesen und meinte mich zu erinnern, dass es in der Lounge nichts Richtiges zu essen gäbe, also aß ich im Normalo-Bereich (ich Snob ...) ein leckeres, aber teures English Breakfast. Danach ging ich in die Lounge - und die hatten English Breakfast. Idiot, ich ...

Ich bilde mir aber ein, dass - natürlich versuchte ich das Essen dort auch noch einmal, man muss ja ausprobieren (ja, ich habe zweimal gefrühstückt, man muss ja was für seine Figur tun ...) - das bezahlte Essen aber besser gewesen wäre, sodass ich mich nur noch mit - leckeren - Desserts und Cola und Spezi gütlich hielt. (Ich bilde mir auch ein, dass man "sich gütlich halten" sagen kann, auch wenn der Duden nicht unbedingt einer Meinung mit mir ist.)

Um 13 Uhr wurden wir aus der Lounge geschmissen wegen Schließung für den Tag (!), daher lief ich in den Gatebereich, in dem ich angekommen war, denn dort war es schön leer (ansonsten war in Manchester die Hölle los). Ich surfte noch ein wenig im Internet herum (in diesen Tagen gibt es ja selbst für mich noch einmal erhöhten Informationsbedarf, leider) und begab mich dann gemütlich zum Gate.

Im Flieger saß ich im Kleinkinder-Sandwich vor und hinter mir, ich ließ Musik in Dauerschleife laufen, und nach kurzem Flug kamen wir in Hamburg an. Beim Aussteigen stockte plötzlich die Schlange (wahrscheinlich haben die Flughafenmitarbeiter so früh nicht mit uns gerechnet und bekamen die Gate-Tür nicht auf - übrigens gelten Ankünfte aus dem Vereinigten Königreich immer noch als "sauber" und müssen nicht durch eine erneute Sicherheitskontrolle, sehr sinnvoll so, könnte man für die USA, Kanada und Israel auch mal einführen ...), aber nach endlicher Zeit konnten wir zulaufen, danach kam das Desaster mit der Bundespolizei, ich erwischte die zuvor anvisierte S-Bahn und sitze nun im anvisierten Zug, aber ich hätte ohne Daddelei der Bundespolizei zumindest die Chance gehabt, einen Zug früher zu fahren.

Nun denn, vor Wut trinke ich Bitburger im Bordbistro und freue mich aufs Bett.

Das war eine wunderbare, wunderbare Reise, die Seehunde waren der absolute Hammer, das war ganz, ganz großartig. Aber auch die Queenies und die wunderbare, abwechslungsreiche Landschaft der Isle of Man fand ich ganz, ganz toll. Natürlich ist ein Tag viiiiiiiiel zu wenig, gerade, weil man so viel Essen probieren müsste, aber dieser Tag gestern war sicherlich einer schönsten in meinem an schönen Tagen glücklicherweise nicht armen Leben. Das war pralles Leben, das war intensiv, das war fantastisch. Solche Tage sind der Grund, wieso ich reise, solche Tage sind der Grund, wieso Freunde und Bekannte sagen, ich sei einerseits verrückt, mache aber andererseits alles richtig. Auch der Isle of Man drohe ich hiermit förmlich meine Wiederkehr in verschärfter Form, sprich mit Muttern, an. Nehmt dies!

Sonnenaufgang in Douglas

... und in der Nähe des Flughafens

Mein Turboprop-Flieger (vorne)

Mein Klepper in voller Pracht

Samstag, 26. Februar 2022

Die Seehunde erschreckt

 ... habe ich heute am Kieselstrand von Ayres im äußersten Norden der Isle of Man, aber das war sowas von nicht meine Absicht: Ich latschte da - vorsichtig, um nicht umzuknicken - über den mit großen Kieselsteinen bestückten (und ziemlich steil abfallenden) Strand, als ich aus dem Augenwinkel Bewegungen wahrnahm. Ich erschreckte mich und sah dann, dass die Seehunde großteils ihrerseits erschrocken ins Meer flüchteten. Das wollte ich nicht, Mädels und Jungs, sorry, aber ich heute euch wirklich nicht gesehen!

Nach dem Schreck kamen die Glücksgefühle, denn so nah (vielleicht 20, 30 Meter, danach zog ich mich ein bisschen zurück) war ich Seehunden mindestens in freier Wildbahn noch nie gekommen. Die Herrschaften gewöhnten sich recht schnell an meinen roten Anorak, ich war glücklich und zufrieden, denn ich hatte nun wirklich nicht einmal im Stillen damit gerechnet, dass ich Seehunde sehen würde (und schon gar nicht aus der Nähe) ... Sooooooooooo schön!

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Das Aufstehen heute Morgen war schwierig, zumal meine Mutter - die die ganze Nacht kein Auge zugetan hatte, weil sie nicht ihre vermeintliche Pflicht, mich zu wecken, verschlafen wollte; sorry, Ma! - mich schon vor meinem Wecker anrief. Nun, so war ich um 4.08 Uhr wach, döste noch bis um 4.35 Uhr, aber stand dann auf und duschte.

Ich verließ das Haus (ich habe keinen einzigen Menschen dort gesehen) und lief tatsächlich zum Flughafen. Das war recht gut beschildert, und es wirkte auch alles recht leer, doch dann kam ich ins Terminal 1. Die Schlange war lang, sehr lang, und immer wieder wurden Flüge aufgerufen, deren Passagiere sich offiziell vordrängeln durften. Mein Flug ging um 7 Uhr, die Flüge bis 6.40 Uhr wurden ausgerufen ...

Die Security-Schlangen-Zuweisungstante meinte, dass ich wohl öfter ab Manchester fliege, weil sie mich erkennen würde ... Entweder war das eine raffinierte Form der Sicherheitsüberprüfung, oder ich habe einen Doppelgänger. Auweia ...

Wir kamen vorfristig los und vorfristig an, die Manxwomen (in dem Fall) prüfen tatsächlich diese Einreiseanmeldung, aber die hatte ich ja selbstverständlich, und so war ich schnell eingereist und viel zu früh an der Autoverleihung.

Trotzdem bekam ich das Auto schon, mein Auto war das erste in der Reihe, und schon bald ich unterwegs auf der Isle of Man ...

Ich verfuhr mich gleich einmal auf dem Weg zum Schloss in Castletown, aber das war gut so, denn so kam ich an einem wunderbaren Strand vorbei - und genoss es, nach dem Aussteigen so richtig durchgepustet zu werden ... Juchhe!

Danach fuhr ich weiter nach Castletown, parkte dort (das Parken hier ist völlig entspannt, man findet überall einen kostenlosen Parkplatz) und schaute mich ein wenig im Städtchen um. Das Schloss selbst ist winterbedingt leider geschlossen, aber von außen ist das sehr hübsch ... In einem Laden kaufte ich vier Flaschen Getränke ein (weil ich gestern viel zu wenig - Nichtalkoholisches - getrunken habe), und ein Irn-Bru (so ein britischer Gummibärensaft) wurde gleich mal runtergekippt ...

Anschließend lief ich zurück zum Auto und fuhr in Richtung Südspitze der Insel. Über enge Sträßchen ging es bergab und bergauf, am Ende stand ein anderes Auto da (der Hund der Besitzers begrüßte mich überschwänglich ...), und ich hatte einen fantastischen Ausblick auf das Inselchen Calf of Man. Traumhaft schön, aber seeeeehr windig ...

Von dort ging es - nicht im Schweinsgalopp, aber ich wollte durchaus etwas sehen von der Insel - in Richtung Peel. Dabei kam ich schon das erste Mal durch die höher gelegenen Teile der Insel (mit Nebel!) - ich muss wirklich sagen, ich bin fasziniert von der landschaftlichen Bandbreite dieser kleinen Insel, die nur ein Fünftel so groß wie das Saarland (ein Fünftel!) ist, da ist von - natürlich - Meer und Küste über die Heide bis hin zum Schwarzwald alles dabei, sehr, sehr schön ...

In Peel parkte ich am Pier und ging erstmal zum Fischkiosk, um ein Kipper Bap zu essen. Joa, da bekommt man so ein fluffiges Teigteil (man könnte fast auch "Brötchen" sagen), und da drin ist - warmer - Hering. Der erste Bissen war ein absoluter Hochgenuss, das war wirklich sehr lecker.

Die Burg war auch hier geschlossen, aber ich lief eine Anhöhe gegenüber hoch, von der aus ich einen guten Blick auf die Burg (und das Meer) hatte, danach lief ich ein bisschen durch das Städtchen (auch hübsch) und kam am Ende wieder zum Strand. Dort sah ich, dass der Fischstand inzwischen offen hatte, und erinnerte mich, dass es zu dem im "Spiegel" mal vor Jahren einen Artikel gegeben hatte ...

Also aß ich hier Queenies, Jakobsmuscheln aus der Irischen See, 20 oder 30 Stück, für 7 Pfund - absolut fantastisch!

Nun ging es - wieder über teilweise richtig kleine Sträßchen und am Ende über eine Schlaglochpiste - zum Ayres National Nature Reserve, einer Heidelandschaft am Meer, die schön ist, aber jetzt nicht sooooo beeindruckend.

Sehr beeindruckend war hingegen - wenige Kilometer weiter - der schon eingangs erwähnte Point of Ayres mit Leuchtturm und - vor allem - Seehunden. Das war schon richtig, richtig cool - allerdings war danach auch so'n bisschen die Luft für mich raus, weil die Seehunde nicht mehr getoppt werden konnten ...

Nichtsdestotrotz ging es über Ramsay hoch in Richtung Snaefell, den höchsten (einzigen?) Berg der Isle of Man, dort parkte ich - nachdem ich Sonntagsfahrer mehrfach schnellere Manxwomen und -men vorbeigelassen hatte - am "Bungalow", guckte mir den Aufstieg hoch zum Snaefell an, sagte dreimal leise "mimimi" - und ließ die ganze Sache sein: Es war kalt, es war windig, es war steil, der Weg war bestimmt nass, außerdem war das Wetter wechselhaft, achso, und mimimi, das muss als Begründung reichen.

Nun wollte ich zum Dhoon Glen, eine Klamm hinunter zum Meer, aber der Weg war hier auch steil (und danach gesperrt), sodass ich nach dem ersten Stück nach unten abbrach und wieder hochlief - das, was ich da sah, war wirklich hübsch, es werden immer mehr Gründe, noch einmal auf die Isle of Man zu kommen, vor allem, wenn die Bahn hoch auf den Snaefell dann mal fährt.

Ich musste so langsam mal tanken, hatte aber noch viel Zeit, also fuhr ich über Ramsay (der Strand dort ist so solala) noch einmal eine andere Strecke hoch zum Bungalow (ich kann mit Fug und Recht sagen, dass ich heute kreuz und quer über die Isle of Man gedüst bin). Schon auf dem Weg hoch fing die Tankanzeige an zu blinken (!!), aber ich fuhr eisern weiter bin hinein nach Douglas. Hier wurde es mir dann aber zu heiß und ich suchte eine Tankstelle, tankte (natürlich viel zu viel) und fuhr dann zu meinem Hotel.

Drei Einparkversuche scheiterten an meiner Unfähigkeit, seitwärts einzuparken (zu meiner Ehrenrettung sei versuchsweise gesagt, dass das links nochmal ein bisschen ungewohnter ist, aber wer den Blog intensiv gelesen hat, weiß, dass ich nun wirklich kein guter Einparker bin ...), am Schluss stellte ich das Auto an die Hauptstraße, wo noch genug Parkplätze frei waren und lief das kleine Stück zum Hotel.

Das Hotel ist in Ordnung, nichts Besonderes, aber es ist alles da, was man braucht, das ist völlig okay so ...

Gleich geht es in die Stadt, dann esse ich zu Abend und gehe bestimmt auch noch in ein Pub (wenn sich nicht beides verbinden lässt), aber danach geht es vielleicht auch einigermaßen zeitig (einigermaßen!) ins Bett - ich habe jetzt in diesen Tagen nicht so viel und nicht so gut geschlafen, und morgen muss ich auch halbwegs früh raus (mein Flieger geht um 9.30 Uhr), aber schlafen kann ich auch noch in Hannover ...

Nach der Ankunft in Manchester habe ich ein bisschen Zeit dort, werde mir vielleicht eine Frühstückskneipe suchen und dann um kurz nach 15 Uhr in Manchester wieder abfliegen. Um kurz vor 18 Uhr deutscher Zeit bin ich in Hamburg und sollte dann so gegen 21 Uhr in Hannover sein - das passt ...

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Der Weg in die Stadt war machbar, doch das angesteuerte Fischrestaurant fand ich irgendwie nicht. Praktischerweise war ganz in der Nähe ein Fischcafé, das sogar noch besser bewertet war. Ich bekam einen Platz am Tresen, die Bierauswahl war grausam, daher trank ich Manx Gin & Tonic, doch bei der Essensauswahl konnte ich mich nicht entscheiden zwischen nochmal Queenies (Jakobsmuscheln), Crab Cake und Fish & Chips.

Nein, lieber Leser, entgegen deiner Erwartung bestellte ich nicht alle drei, sondern beließ es bei den Queenies mit Speck (fantastisch) und dem Crab Cake (auch lecker). Nach dem Dessert verließ ich das Café und suchte noch ein Pub auf. Die hatten - entgegen ihres Online-Auftrittes - nur Guinness-Stout da. Eines trank, dann kam der Mann mit dem Hammer, der sagte, ich möge jetzt doch ins Bett ...

Okay, okay, hier bin ich nun im Bett und gehe gleich schlafen ...

Leuchtturm in Ayres

Blick auf den Snaefell

Blick in Peel aufs Meer

Peel

Der Autor und das Meer heute Morgen

In Peel

Lecker Queenies (Jakobsmuscheln)

... aus dem Stand

Blick auf Calf of Man

Ayres National Nature Reserve

Peel Castle

Seehunde in Ayres

Castle in Castletown

Freitag, 25. Februar 2022

Anorak und Rucksack

 ... sind die neues Hassobjekte meiner Mutter, weil das angeblich so typisch deutsch sei, und da ich - seitdem sie mir einen Rucksack gekauft hat - mit selbigem und im Winter bevorzugt auch mit Anorak unterwegs bin, kriege ich das bei jeder passenden Gelegenheit vorgehalten. Ich erspare dem werten Leser jetzt den untauglichen Versuch, das mal wieder in der Sprache Catos wiederzugeben, aber es würde jedenfalls mit ceterum censeo anfangen ... Höhö.

Den Rucksack ließ ich heute Morgen im Hotel zurück (absichtlich), aber den Anorak hatte ich an, und das war gut so. In Hamburg gab es zwar gelegentlich für wenige Minuten Sonnenschein, aber ansonsten war das Hamburger Schietwetter. Nun denn ...

Ich brachte noch eine betriebliche Veranstaltung hinter mich, danach benötigte aber dringend ein Frühstück und war heute früh der Erste, der um Punkt 10 Uhr bei Burger King aufschlug. Selten waren ein Whopper und Pommes (und vor allem Cola!) so wohltuend, auch wenn ich das King Menu auf einem zugigen Platz zu mir nehmen musste ...

Überhaupt war es halt eben recht zugig heute - beim Fotografieren wurden mir die Hände so dermaßen kalt, das erinnerte fast an Spitzbergen - und das will was heißen!

Ich spazierte nach dem Vertilgen des Burgers hinunter zur Brücke 10 (ein Fischbrötchen konnte ich noch nicht vertragen) und von dort zur Brücke 3 - von dort nahm ich die Fähre nach Finkenwerder und wollte von dort durch den (neuen) Elbtunnel zurück nach Altona fahren. Ich hatte den Bus gerade verpasst, die Fähre dann aber auch, also stand ich zwanzig Minuten in der Gegend herum, bis der nächste Bus kam.

Es ging wieder durch den Elbtunnel (immer wieder schön), und in Altona stieg ich in einen anderen Bus um, der mich in der Nähe der Elbphilharmonie ausspuckte. Unterwegs hatte ich mir für zwei Euro eine Eintrittskarte für die Plaza gekauft, und die lohnten sich allein schon wegen der spektakulären Rolltreppe - die flacht nämlich unterwegs ab, sodass die anfangs so steile Treppe am Ende waagerecht verläuft.

Am Ende der beiden Rolltreppen muss man allerdings noch ein paar normale Treppen überwinden, dann steht man auf der Ebene zwischen Backstein- und modernem Bau und kann einmal um die Elphi herumlaufen. Die Blicke auf Hamburg und den Hafen sind sehr, sehr schick - aber es ist halt auch sehr, sehr windig, und auch wenn ich normalerweise wegen des Wetters kein mimimi veranstalte - heute musste es sein ...

Ich fuhr mit der Fähre zurück zu den Landungsbrücken und wollte wieder durch den Alten Elbtunnel. Am Personenaufzug war ein bisschen Andrang, sodass ich den Rat auf den Schildern befolgte und zum Lastenaufzug ging, mit dem früher Kraftfahrzeuge und heute noch Fahrräder hoch- und runtergefahren werden.

Und, was soll ich sagen? Diese alten Lastenaufzüge sind sooooooooooo schön, das macht richtig Spaß, mit denen zu fahren, viel mehr als in den neumodischen Personenaufzügen. Unbedingt machen!

Ich lief von Nord nach Süd, fuhr im Lastenaufzug hoch, guckte von der Südseite auf St. Pauli und Elphi, hatte die Fähre - die fährt über die Mittagszeit nicht - wieder verpasst, fuhr also wieder mit dem Lastenaufzug runter, lief von Süd nach Nord, fuhr mit dem Lastenaufzug hoch und war wieder an den Landungsbrücken angekommen.

Jetzt wollte ich es doch noch einmal bei der Brücke 10 mit Fischbrötchen versuchen, und weil man auf einem Bein nicht stehen kann, wurden es halt zwei: ein Krabbenbrötchen, teuer wie immer, aber toll wie immer, und ein Matjesbrötchen, bezahlbar wie immer, aber auch toll wie immer. Dazu wurde - ich habe heute viel zu wenig getrunken - eine Cola verzehrt.

Ich hatte noch ein bisschen Zeit, also fuhr ich noch einmal von den Landungsbrücken zur Ernst-August-Schleuse und zurück - und dann war es Zeit, ins Hotel zu fahren, mein Zeug zu holen und mich zum Flughafen zu begeben.

Dort schreibe ich nun diese Zeilen und werde heute Abend nach Ankunft im Hotel vielleicht noch ein wenig ergänzen, in einer guten Stunde geht mein Flieger, ich muss noch einen Steckdosenadapter kaufen und aus dem Schengenraum ausreisen (erstmals tue ich das in Hamburg, mein bisher einziger Abflug von hier führte zurück nach Budapest), aber dann geht es los.

Mein Flug dauert eine Stunde und 45 Minuten, ich gewinne aufgrund der Zeitverschiebung eine Stunde und bin also planmäßig um 19.10 Uhr britischer Zeit in Manchester.

Achso, eben in der Sicherheitskontrolle hatte ich noch einen Bundesliga-Schiedsrichter vor mir, dessen Gepäck vom Kontrolleur händisch überprüft wurde. Da er dabei den sicherlich akkurat gepackten Koffer des Schiris ein wenig durchwühlte, bekam er beinahe die gelbe Karte ... Man schaue morgen auf das Trikot von Frank Ittrich; wenn das ungebügelt erscheint, weiß der Leser dieses Blogs exklusiv, woran das liegt ...

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Der Flug war gut und ereignislos, ich guckte Serien. Am Flughafenbahnhof machte ich mich zum Brot, weil ich mit meiner Kreditkarte zahlen wollte, aber das geht nur bei der Straßenbahn (zu der ich eigentlich wollte), nicht jedoch beim Zug (zu dem ich versehentlich gelatscht war ...). Oh Mann! Am Ende fand ich die Straßenbahn, stieg ein und fuhr ins Zentrum meines Vorortes hier und marschierte anschließend acht Minuten zum Hotel, das anonym, aber völlig in Ordnung ist - alles gut.

Ich hielt mich nicht lange auf, sondern lief wieder zur Straßenbahn, fuhr weiter und kam in der Nähe des avisierten Pubs heraus. Das Pub fand ich nach einem Fußweg auch.

Erst machte ich mich wieder zum Brot, weil da ein Geldautomat im Pub stand, was ich Zeichen annahm, dass man nur bar zahlen konnte. Zum Glück funktionierte das mit keiner Karte, und ich war schon wieder fast am Abziehen, als ich sah, dass ich auch mit Kreditkarte zahlen konnte.

Also bestellte ich ein Guinness, bezahlte und begab mich in den - lauten - zweiten Kundenraum. Ich wollte mir gerade die Speisekarte holen, als man mir sagte, dass die Küche schon zu sei. Oh Mann, ich hatte mich so auf das English Breakfast gefreut ...

Nun denn, statt English Breakfast wurde es insgesamt drei Guinness, dann stolperte ich aus dem Bahn heraus in Richtung Straßenbahn, die kam auch recht bald, und den Weg ins Hotel fand ich auch. Jetzt ist es 23 Uhr hier, um 4.30 Uhr geht der Wecker, hey, Urlaub, hey!

Achso: Maske trägt hier kaum keiner in der Straßenbahn, also habe ich es dann auch sein lassen. Wird schon schiefgehen ... Höhö.

Elphi-AufzugBli
Blick von der Elphi I

Blick von der Elphi I

Lastenaufzug Elbtunnel

Blick auf die Elphi

 

Beim Hermann in der Kastanienallee

... bin ich heute feierlich versackt, aber das war halt auch eine richtig schön-versiffte St. Paulianer Kneipe mit Astra und Guinness, das war richtig schön.

Ich entschied mich heute spontan, schon gleich nach Hamburg zu fahren, buchte ein Hotel in St. Pauli (schick, aber schwülstig), aß Labskaus mit Blick auf den Hafen (schön), marschierte durch den Alten Elbtunnel, stieg in den Bus zur Fähre an der Argentinienbrücke, ließ mich zurück zu den Landungsbrücken schippern, fuhr mit der U-Bahn nach St. Pauli, lief über die Reeperbahn, war enttäuscht von der "Großen Freiheit" und vom Ergebnis des BVB, aber der Hermann und seine Truppe waren ganz cool, und morgen geht es nach Hamburg und dann nach Manchester.

Ich, fertig? Jupp!

Und der Spiegel an der Decke im Hotel ist auch cool ...

Hotel

Labskaus

Alter Elbtunnel

Tunnelmitte

Da fuhren mal Autos in den Fahrstuhl


Dienstag, 22. Februar 2022

Unterwegs nach Land 209

Nun, jetzt habe ich nachvollzogen, was ich - wenn ich konsequent gewesen wäre - schon vor acht Jahren hätte machen müssen, nämlich die "Unabhängigkeit" der "Volksrepubliken" Donezk und Lugansk, die nach überwiegender Meinung der Völkerrechtler in der Ostukraine liegen, zu akzeptieren.

Denn schon 2014 hatte Südossetien diese beiden Staaten diplomatisch anerkannt, und da Südossetien von Russland diplomatisch anerkannt wird, hätte diese Kette dazu führen müssen, dass ich diese beiden Staaten auch in meine Liste aufnehme. Vielleicht war es der Wunsch, Europa "fertig" zu haben (da mir nach dem Besuch in Abchasien 2017 nur noch Südossetien fehlte), vielleicht war es die (Fehl-)Einschätzung, dass sich diese beiden Regime nicht stabilisieren, wahrscheinlich war es die Tatsache, dass die englischsprachige Wikipedia die beiden Staaten - anders als etwa Somaliland oder Kosovo oder auch Südossetien selbst - nicht auf ihrer Liste der souveränen Staaten führte, jedenfalls blieb ich bis heute bei dieser Verweigerungshaltung.

Seit der gestrigen Anerkennung durch Russland ist auch in der Wikipedia einiges in Bewegung gekommen, und auch wenn ich mir immer vorbehalten habe (größenwahnsinnig, wie ich bin), meine eigenen Entscheidungen zu treffen, hat die Entscheidung eines anderen Wikipedia-Nutzers, Donetsk und Luhansk in der englischen Schreibweise dort einzutragen, dazu beigetragen, dass ich jetzt statt nach Land 207 eben nach Land 209 strebe. (Dass die Anzahlen in besagtem Artikel danach von einem gewissen "EBB" aktualisiert wurden, ist reiner Zufall - der Typ hat nichts, aber auch gar nichts mit dem Autoren dieses Blog zu tun - jetzt gucken alle im Zug so komisch, weil ich einen Hustenanfall gekriegt habe ...)

Ich habe die Erläuterungsseite "Wieso zähle ich [x] Länder?" in der Leiste rechts im Blog natürlich auch entsprechend schon aktualisiert, auch die Karte ist angepasst mit zwei - jetzt grauen - Punkten auf der ukrainisch-russischen Grenze, und jetzt gucken wir mal, wie lange ich diese 209 Länder zähle ...

In absehbarer Zeit habe ich - das kommt jetzt vielleicht ein bisschen überraschend - nicht vor, diese neuen Länder zu besuchen, aber irgendwann werde ich vielleicht eine Tour durch Donezk, Lugansk und Südossetien zu machen - meine Abchasienreise 2017 hat meinen Appetit auf russische Satellitenstaaten und deren lokale KGBs ja definitiv gesteigert ...

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Jetzt bin ich erst einmal auf dem Weg nach Berlin. Ich war ja schon lange nicht mehr in der Hauptstadt, und der erste Versuch gestern fiel sturmschädenbedingt ins Wasser, sodass ich erfolglos vom Hannoveraner Hauptbahnhof wieder nach Hause fuhr und früh ins Bett ging.

Heute ist der Plan, eine Currywurst zu verspeisen, wieder vom Hauptbahnhof am Kanzleramt vorbeizuwandern (erstmals unter dem neuen Hausherrn!), danach den Bundestag zu passieren und am Brandenburger Tor den Spaziergang zu beenden. Mal schauen, ob ich irgendwo noch ein Bierchen trinke ...

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Am Freitag habe ich mir jetzt Urlaub genommen, damit ich schon morgens in Richtung Hamburg fahren kann. Ich werde sicherlich wieder ein Fischbrötchen mampfen (oder zwei), ein bisschen Fähre fahren und danach ganz gemütlich zum Flughafen fahren. Die Norddeutsche, mit der ich bald auf die Färöer fliege, lacht immer, wenn ich versuche, ernsten Gesichts zu behaupten, dass ich Hamburg immer noch nicht mag, aber Hamburg ist immer noch ... hm, naja, halt nicht meine Lieblingsstadt. Und wird's auch nicht, ganz sicher! Aber Fischbrötchen und Fährefahren ist halt schon schön ...

Samstag, 19. Februar 2022

Ceterum censeo bracas esse emendas

Glücklicherweise kennen die Uli, der Klaus, der Winfried und der Erwin, also meine Lateinlehrer, meine Adresse in Hannover nicht, sonst kämen sie mit Fackeln und Mistgabeln angelaufen, um mich zu verprügeln für diese unerträgliche Verballhornung von Catos berühmten "Ceterum censeo Carthaginem esse delendam" ... Nun ist es aber so, dass meine Mutter nicht bei jeder Gelegenheit ihrem Sohn mitgibt, dass Karthago zerstört werden möge, sondern, dass dieser noch Jeans kaufen müssen, also bracas esse emendas.

In der Regel sagt die Frau Mutter das (mindestens) dann, wenn der Sohn mal wieder eine Reise buchen will, und also war es heute wieder einmal so weit, denn der Sohn hatte vergleichsweise günstige Flüge fürs nächste Wochenende gefunden.

Nun geht es also am Freitag Abend von Hamburg mit Ryanair nach Manchester. Dort habe ich mir ein Hotel in Flughafennähe gesucht, weil nur die Nacht Aufenthalt in Manchester haben werde. Ich habe mir ein Pub in den Außenbezirken von Manchester ausgeguckt, in das ich mit der Straßenbahn für einen Spottpreis fahren kann - da wird es womöglich zu später Stunde ein English Breakfast geben, das ich mit einem Guinness herunterspüle. Danach geht es mit der Straßenbahn wieder heim und am Samstag Morgen wahrscheinlich zu Fuß (!) zwanzig Minuten zum Flughafen.

Da fliege ich dann von Manchester weiter nach Ronaldsway, dem Örtchen, auf dessen Gemarkung der Flughafen der Isle of Man liegt. Dort habe ich schon ein Auto gemietet, mit dem ich über das Inselchen düsen werde (natürlich auf der linken Straßenseite), um mir die Burg in Peel oder das Naturschutzgebiet am Point of Ayre im äußersten Norden anzuschauen. Vielleicht besteige ich auch den Snaefell, den höchsten Berg der Isle of Man (es ist ein bisschen früh im Jahr, sodass die Straßenbahn dort noch nicht hochfährt, sondern erst ab Ende März, aber man kann wohl an der Straße parken und dann einen Kilometer da hochwandern), von dessen Gipfel man - bei gutem Wetter, also sehe ich eher schwarz ... - einen Blick auf Irland, Schottland, England und Wales haben soll.

Übernachten werde ich in Douglas, der Inselhauptstadt, in einem schnuckeligen Hotelele, und etwas zu essen werde ich (mittags und) abends sicherlich auch kriegen, da habe ich mir schon ein Fischlokal ausgeguckt, aber Queenies, lokale Jakobsmuscheln, bekommt in fast jeder Kneipe auf der Isle of Man, und diesen geräucherten Fisch namens Kipper ebenfalls, da werde ich schon auf meine Kosten kommen ...

Am Sonntag Morgen geht es einigermaßen früh zurück nach Manchester und dann am Nachmittag zurück nach Hamburg (vielleicht reicht die Zeit für einen kleinen Bummel in Manchester), sodass ich am Sonntag Abend frisch durchgepustet in Hannover ankommen sollte.

Natürlich ist das mal wieder eine totale Verrücktheit, zumal es am Wochenende darauf ja schon nach Porto und am Wochenende darauf in die Dominikanische Republik geht, aber hey, jetzt muss man das ausnutzen, dass man so langsam wieder reisen kann ...

Apropos "reisen können": Für die Isle of Man benötigt man, um da halbwegs ungeschoren einreisen zu können, eine "Vaccination exemption", also eine Bestätigung, dass man geimpft ist und damit von den Quarantänebestimmungen ausgenommen ist; diese bekam ich heute 13 Minuten nach Hochladen meines (EU-!)Covid-Zertifikats, das scheint also noch akzeptiert zu werden (offiziell werden bis zu drei Arbeitstage für die Erteilung der Bestätigung veranschlagt ...).

Die Isle of Man gehört zwar zum Common Travel Area, also zu dem Gebiet, innerhalb dessen man großteils ohne Grenzkontrollen durch die Gegend fahren und fliegen kann, ist aber kein Bestandteil des Vereinigten Königreichs. (Zum Common Travel Area gehören neben dem Vereinigten Königreich und der Isle of Man auch die Republik Irland und die Kanalinseln.) Vielmehr hat die Isle of Man - ganz vergleichbar den Vogteien Guernsey und Jersey im Ärmelkanal - einen staatsrechtlich ganz eigentümlichen Status, indem sie innenpolitisch praktisch völlig eigenständig ist, außen- und verteidigungspolitisch aber vom Vereinigten Königreich vertreten wird.

Daher gibt es auf der Isle of Man auch eigene Corona-Einreisebestimmungen, und dementsprechend muss ich - neben der vaccination exemption - auf dieser Reise drei Einreiseanmeldungen ausfüllen, nämlich in England bei der Ankunft aus Hamburg, auf der Isle of Man bei der Ankunft aus England und dann noch einmal in England bei der Ankunft von der Isle of Man (weil ich keine zehn Tage nur im Common Travel Area war) - in Deutschland hingegen muss ich, ab morgen, praktischerweise keine Einreiseanmeldung mehr ausfüllen, weil das Vereinigte Königreich (und die Isle of Man) in Deutschland nicht mehr als Risikogebiete zählen.

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Fünf Reisen in den nächsten zwei Monaten, das ist ordentlich, aber auf Haiti werde ich wahrscheinlich verzichten. Grundsätzlich würde der geneigte Leser ja denken (und zwar völlig zu Recht!), dass eine Haiti-Schnapsidee nach der Man-Schnapsidee nur folgerichtig wäre, ich habe mir aber die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes noch einmal angeschaut, und die schreiben relativ eindringlich von möglichen "brutalen" Entführungen ...

Die Corona-"Reisewarnungen" habe ich ja nicht immer so ernstgenommen (und die Quittung dafür bekommen), und auch den Reisewarnungen für Abchasien und so war ich dadurch begegnet, dass ich besonders gut auf meinen Pass aufgepasst habe, aber so ganz grundsätzlich haben die Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes ja durchaus einen Zweck. Wenn es also um security geht (d.h. um Schutz vor vorsätzlich von Menschen erzeugten Gefahren, und nicht um safety, also um Schutz vor Naturereignissen oder nicht vorsätzlich erzeugten Gefahren), habe ich immer versucht, mich an die Reisewarnungen zu halten und daher blase ich Haiti ab, auch wenn es mich wahnsinnig gereizt hätte ... Aber wie immer gilt, dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist, und ich komme hoffentlich mal nach Haiti.

Donnerstag, 17. Februar 2022

Mit Mühe durchgegangen

 ... ist die Kreditkartenzahlung für unsere Reise in die Dominikanische Republik über den 75. Geburtstag meiner Mutter, aber heute Nacht klappte es - nach zwei Tagen Warten. Juchhe! Land Nr. 144, ich komme (wenn coronamäßig nichts dazwischen kommt, toi, toi, toi)!!

Weder meine Mutter noch ich verreisen oft als Pauschalurlauber, aber in die Dominikanische Republik zur reinen Erholung kommt man wahrscheinlich als Pauschaltourist tatsächlich am besten, und so konnte man einem lokalen Bonndorfer Reisebüro ein bisschen den Rücken stärken, indem wir über dieses buchten.

Das Problem war, dass die Kreditkarte meiner Mutter quasi abgelehnt wurde, weil sie noch nicht so neumodischen Schnickschnack hat wie eine Handy-App, auf der sie (größere) Abbuchungen freigeben kann, und damit die Buchung nicht verfällt, habe ich jetzt mit meiner Kreditkarte gezahlt. Das klappte aber auch nicht alles sofort, weil der Reiseveranstalter anscheinend erst nachts einen Zahlungslauf macht, aber sei es, wie es sei: DomRep ist gebucht ...

So fliegen wir am 12. März ab Frankfurt und machen am Vorabend noch Zwischenstation in Wiesbaden, denn das Sherry macht ja auch im April zu, ehe wir dann morgens zum Flughafen fahren. Um 11 Uhr geht der Flieger, um 16.15 Uhr Ortszeit sind wir nach zehn Stunden Flug in Punta Cana und haben es dann nicht so wahnsinnig weit zu unserem Hotel nordwestlich des Flughafens.

Wir werden den ganz normalen DomRep-Wahnsinn mit All Inclusive am Strand machen, und das ist nach einem durchaus anstrengendem Winter auch völlig in Ordnung so.

Ich wäre nicht ich, wenn ich nicht schon mal geschaut hätte, ob man einen Tagesausflug nach Haiti oder so machen kann, aber das ist alles recht zeitaufwändig und würde natürlich das Ziel des Urlaubs - die Erholung - ziemlich konterkarieren. Ganz ausschließen werde ich eine spontane Schnapsidee natürlich nicht, aber es reicht nicht, um Haiti orange zu machen ...

Am 20. März geht es dann - erst am Sonntag, weil wir den 19. März noch komplett im Urlaub haben wollten - zurück nach Frankfurt, wo wir am Morgen des 21. März ankommen. Das wird - toi, toi, toi - mein erster Aufenthalt außerhalb Europas seit dem 1. Januar 2020 und mein insgesamt elfter in Nordamerika - während der Zeit in der Dominikanischen Republik werde ich den 100. Tag in Nordamerika verbringen: So lange war ich dort also eigentlich auch noch nicht ...

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Am 6. April geht es mit einer weiteren Bonndorfer Wirtin und einer Freundin von ihr nach Dublin. Wir fliegen morgens in Zürich ab und werden uns ein Mietauto nehmen, denn am Abend werden wir in Bushmills in Nordirland übernachten. Am nächsten Morgen geht es zum wenige Kilometer entfernten Giant's Causeway, und es wie es danach weitergeht, muss ich in den nächsten Tagen erst einmal noch planen.

Wir bleiben aber wahrscheinlich eher im nördlichen Teil der irischen Insel und wollen am liebsten einen Abend in Galway und einen in Dublin machen, da bin ich selbst gespannt, wie der Reiseplan am Ende aussieht. Das wird auch schön, und sicherlich reich an Whiskey und Guinness.

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Über Christi Himmelfahrt und Pfingsten habe ich mir Urlaub eingetragen, und so werde ich mal sehen, wo ich in der Woche vom 21. bis 29. Mai bzw. vom 4. bis 12. Juni so in der Gegend herumstolpere. Ich werde noch nicht so bald buchen, weil ich hoffe, dass noch einige Länder wieder öffnen (bzw. ohne PCR-Test öffnen), und dann könnte es vielleicht nach Malawi oder nach Tadschikistan oder in die Mongolei gehen, aber das gucken wir dann mal ...

Die ersten Monate des Jahres 2022 sind - trotz des Wegfalls von Lissabon - recht reiseintensiv, und so langsam komme ich wieder auf den Geschmack ...