Meine Länder

Meine Länder
Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Montag, 9. August 2021

Ein sehr intensives Wochenende

 ... war das, aber es war richtig, richtig schön und hat sehr großen Spaß gemacht. Anstrengend? Naja, wer was erleben will, muss halt früh aufstehen und richtig feste ..., äh, arbeiten! Diesem Arbeiten bis spät in die Nacht und noch in der Hotelbar ist es zu verdanken, dass ich nicht täglich Blog geschrieben habe, wie ich es sonst gerne mache, aber ich war einfach zu fertig vom vielen Arbeiten, bis spät in die Nacht, in der Hotelbar und in der Küche meiner Mutter ...

Ich kam also pünktlich - trotz einiger Wackler in der Verbindung - in Kaiserslautern an und verbrachten den Abend in einer Gaststätte ums Eck, wo es lecker Schnecken und einen sehr leckeren Zwiebelrostbraten für mich gab. Es gab natürlich auch ein Bier oder so, joa ...

Am Samstag Morgen ging es dann einigermaßen gemütlich aus dem Haus und zum Frühstück bei McDonald's, ehe wir ein Stückchen durchs Saarland über die Autobahn an Trier vorbei bis Prüm fuhren. (Das "ü" in Prüm spricht man übrigens kurz aus, wenn man nicht so wie ein Depp dastehen will wie ich ...) Von dort ging es über Landsträßchen, die teilweise direkt an der Grenze zu Belgien entlang führten, schließlich über die Grenze nach Belgien. Dort ging es über noch kleinere Sträßchen bis Leykaul und - diesmal auf der belgischen Seite direkt an der Grenze entlang - in die erste deutsche Exklave an der Vennbahn, nämlich nach Ruitzhof.

Ruitzhof ist allerdings eine Sackgasse, sodass wir bald nach Erreichen deutschen Gebiets wieder drehten und zurück nach Belgien, die Vennbahntrasse querten und also wieder deutsches (Mutterland-)Gebiet erreichten. Jessi und Christian wussten gar nicht genau, wie ihnen geschah und welchem Land sie jetzt eigentlich waren, und selbst ich musste die ganze Situation erstmal kurz durchdenken, bis ich ihnen eine fundierte Antwort geben konnte.

Kaum hatten wir das durchdrungen, fuhren wir erneut unter der Vennbahntrasse hinaus (die hier über das Reichensteiner Viadukt führt). Wie immer, wenn ich da entlangfahre, suche ich am Boden die Trasse, bis mir klar wird, dass wir drunterdurch gefahren sind. Nichtsdestotrotz gehört natürlich (?) der Raum zwischen Trasse und Boden auch zu Belgien, sodass wir also wieder ein kurzes Stück durch Belgien gefahren waren.

Hier in Mützenich fuhren wir jetzt ein längeres Stück durch deutsches Exklavengebiet, bis wir kurz vor Konzen wieder kurz durch Belgien fuhren, nur um wenige hundert Meter später wieder in deutsches Mutterland zu kommen. Wir fuhren auf die Bundesstraße, bogen aber gleich wieder ab, denn jetzt sollte es zur dritten Exklave gehen, nämlich Rückschlag.

Rückschlag ist mit 1,5 Hektar die kleinste deutsche Exklave, und durch die konnten wir nicht durchfahren, denn das ist nur ein einziger Hof. Dementsprechend machten wir einen kleinen Spaziergang, quetschten uns in eine Ecke des Grundstücks, waren also gemeinsam in der dritten Exklave, erkundeten noch einen zweiten Grenzstein und fuhren dann weiter ...

Nun ging es ein kurzes Stück durch Belgien auf der deutschen Bundesstraße, denn dieses Stück der Straße ist nicht mit dem belgischen Straßennetz verbunden und liegt daher, da es nur der Verbindung zwischen zwei deutschen Gebieten dient, der Straßenbaulast der Bundesrepublik.

Als wir wieder in Deutschland ankamen, waren wir in der vierten Exklave, nämlich dem südlichen Teil von Roetgen. Einmal ging es wieder über die Vennbahn-Trasse (Belgien!) nach Deutschland (Mutterland), wenige Minuten später kreuzten wir die Vennbahn-Trasse (Belgien!) abermals und waren in der fünften Exklave, dem westlichen Teil von Roetgen.

Hier ging es dann auf die Schnellstraße, aber noch einmal über die Vennbahn-Strecke (Belgien!), wobei die Strecke hier laut Google gerade einmal mausklickgemessene 14,50 Meter sind (wir waren also 14,50 Meter in Belgien, oder - bei einer Geschwindigkeit von, sagen wir, 100 km/h - genau 0,522 Sekunden ... (Kann das mal bitte einer nachrechnen? Ich bin Mathematiker ...)

So kurz bin ich selbst dann nicht in einem anderen Land, wenn ich zwischen den beiden Seiten eines Grenzsteins hin- und herspringe ... Cool ... fand ich das, Jessi und Christian freuten sich vor allem für mich, dass ich da so begeisterungsfähig bin.

Die beiden hatten es aber noch nicht überstanden, denn jetzt ging es - das war der 21. Grenzübertritt des Tages - nach kurzer Strecke durch Deutschland auf die belgische Autobahn über Lüttich und in Richtung Antwerpen. Bei Geel fuhren wir raus und nach Norden in Richtung Turnhout, denn ich ... äh ... wir ... okay, ich ... hatte noch nicht genug von Enklaven und Exklaven, und wo geht das besser als in Baarle-Hertog/Baarle-Nassau.

Baarle-Hertog (Belgien) und Baarle-Nassau (Niederlande) sind hoffnungslos ineinander verkeilt, sodass die Grenze da sogar durch Häuser hindurchgeht, unter anderem durch das Getränkegeschäft "De Biergrens" ... Ich Idiot merke das natürlich erst jetzt beim Blogschreiben, denn dort war ich einkaufen und mit ziemlicher Sicherheit habe ich da im Laden auch die Grenze überquert, aber ich habe es nicht gesehen ... Oh Mann! (Christian, der sich kurz im Laden umgeschaut hat, war wahrscheinlich nur im belgischen Teil des Geschäfts ...) Die Staatszugehörigkeit bestimmt sich in dem Fall nach der Haustür, und weil die auf belgischer Seite liegt, gelten - in Corona-Zeiten - für den gesamten Laden die belgischen Regeln - so was ist doch wahnsinnig interessant, oder? Oder?

Geparkt hatten wir das Auto übrigens in einer Unterexklave, also einer niederländischen Enklave innerhalb der belgischen Enklave in den Niederlanden ... Ich hüpfte da mit meinem üblichen Ententanz in der Gegend herum, Jessi und Christian grinsten nur noch ...

(Christian hatte aber einem Stück Straße, auf dem die Spur nach Norden zum einen Land, die Spur nach Süden zum anderen Land gehörte - ja, das gibt es da! - sich den Spaß gemacht, bei leerer Straße das Auto ein bisschen nach links zu ziehen: So war er in dem einen Land und Jessi und ich im anderen ... Höhö ...)

Es ging noch einmal durch ein paar Enklaven dort (die Anzahl der Grenzübertritte kriege ich definitiv nicht rekonstruiert), aber dann zügig in Richtung Rotterdam bzw. Hoek van Holland, denn wir wollten ja an die Mündung des Rheins in die Nordsee.

Über diverse Autobahnen führten das Navi und ich Christian auf einen Parkplatz in der Nähe der Mündung des Rheins, der hier aus - wie die Wikipedia es nennt - "flussgeschichtlichen" Gründen den Namen Alte Maas trägt. Wir stiegen aus, aßen erst noch eine Kleinigkeit in einer Snackbar und gingen dann an den Fluss. Wir machten ein paar Fotos, eine Fähre aus Harwich kam gerade rein und verzogen uns dann - es tröpfelte - zurück ans Auto.

Einen kleinen Ausflug zu einem weiteren Parkplatz machten wir, gingen an den Strand in Hoek van Holland, aber dann brach ein Platzregen über uns hernieder, sodass wir Zuflucht unter einem Kioskdach suchten. Nach ein paar Minuten war das Schlimmste vorüber, wir hechteten wieder zum Auto und fuhren jetzt in unser Hotel.

Im sehr engen Parkplatz wollten wir die Batterie des Hybrid-Autos laden, was nur unter Schwierigkeiten ging, weil die gesuchte Wallbox defekt war. Im x-ten Versuch klappte es dann an der anderen Wallbox, nicht optimal, aber sowas kann passieren.

Das Hotel auf dem Wilhelminapier war sehr schick (und für eine niederländische Großstadt sehr bezahlbar), aber wir hielten uns nicht lange auf den Zimmern auf, sondern wollten zumindest ein bisschen von der Stadt sehen und auch zu Abend essen. Das angestrebte Restaurant wird umgebaut (Google hatte also nicht gelogen), aber wir entdeckten auf der anderen Flussseite ein paar interessante Lokale. Wir hatten drei Möglichkeiten: zu Fuß (recht weit, und das Wetter machte nicht mit), mit der U-Bahn (langweilig) oder mit dem Wassertaxi. Die Entscheidung war klar, und als wir den Pier des Wassertaxis endlich gefunden hatten, klappte das auch sehr schnell.

Wir zahlen 4,50 Euro pro Person für die Fahrt rüber in den Veerhaven, und auch wenn das nicht ganz billig ist, waren die 13,50 Euro für uns drei gut investiert, denn Fährefahren (und Wassertaxi zählt für mich als Fähre) ist immer eine gute Entscheidung ...

Jetzt fing das Drama aber erst einmal an: Die erste angestrebte Kneipe war voll, die zweite zu und die dritte war ohrenbetäubend laut (und auch recht voll). Argh. Um die Ecke war noch eine Gaststätte, die recht gut bewertet war, und als wir reinkamen ohne Reservierung, sahen wir schon die Felle davonschwimmen, denn es war recht voll. Die Wirtsleute rechneten und verschoben die aktuellen und reservierten Gäste mit dem offensichtlichen Willen, uns unterzukriegen, und tatsächlich klappte das.

Kurzum: Das war kein ganz billiges Vergnügen, aber es war richtig, richtig gut. Ich weiß gar nicht mehr, was Jessi hatte (Christian hatte ein Ribeye-Steak), weil ich so auf mein Picanha, das Schwanzstück des Rinds, gespannt war (ich glaube, ich habe das noch nicht bewusst gegessen), und das war richtig, richtig toll ... Dazu wurden Biere verzehrt, dass es ein Fest war.

Mit dem Uber ging es heim, intelligenterweise noch auf einen Gin Tonic (für Jessi und mich) bzw. ein Bier für Christian in die Hotelbar, und dann ins Bett, uiuiui ...

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Zum Frühstück um 7.30 Uhr standen wir gestern auf der Matte. Ich trank den Tank mit dem Detox-(Entgiftungs-)Trunk fast leer, verzehrte aber auch Ei und Salami, und gegen 8.30 Uhr oder so fuhren wir los.

Relativ kurzfristig (für eine sehr kurzfristige Reise) hatten wir das Atomium in Brüssel in den Routenplan aufgenommen, also ließen wir das Navi uns auf dem schnellsten Weg zu einem Parkplatz beim Atomium führen. Wir fuhren ein wenig schepps durch die Außenbezirke von Brüssel, bogen auf den Parkplatz ab - und standen vor Barrikaden, weil da schon seit langer Zeit kein Parkplatz mehr (worauf aber die Beschilderung selbstverständlich nicht hinweist ...).

Wir drehten also notgedrungen und fuhren dann einfach zum Atomium. Für mich völlig überraschend waren da völlig ausreichend Parkplätze, sodass wir nach dem obligatorischen Selfie und einer Runde um den Block (weil ich Christian zu spät die Ladesäule angesagt hatte ...) das Auto laden wollten.

Joa, jetzt kommt der Fluch-Sermon, den ich neulich schonmal in Luxemburg losgelassen habe: Es kann - wirklich - nicht sein, dass man an den Ladesäulen nicht einfach mit einer handelsüblichen Kreditkarte tanken kann, sondern irgendwelche Ladekarten oder Apps braucht (bei der man in dem Fall am Atomium sogar noch eine Anmeldegebühr von 10 Euro zahlen müsste). Bei einer (Benzin-)Tankstellenkette kann ich ja auch mit einer Kreditkarte zahlen, ohne eine Kundenkarte von denen haben zu müssen, wieso geht das nicht bei Ladesäulen?

Nun denn, wir fuhren noch ein Stück näher zum Atomium hin, mein Versuch, ein Parkticket zu kaufen, schlug fehl, weil man am Sonntag gar keins braucht und also liefen wir ins Atomium rein.

Es war sehr wenig los gestern, sodass wir mit dem dritten Fahrstuhl mit hoch in die Aussichtskugel fahren konnten (ich habe da keine Bilder gemacht, keine Ahnung, wieso ...). Nach kurzem Rundgang fuhren wir wieder runter und dann mit der Rolltreppe in die Ausstellung hoch.

Joa, da ist eine Ausstellung zur Geschichte des Atomiuims, die wir uns anguckten, es gibt eine Kunstinstallation, die jeden Epileptiker zum Zappeln bringt, Christian und mir aber ganz gut gefiel, aber vor allem waren wir im Atomium drin, und das ist schon immer wieder eine schöne Sache ...

Nun ging es aber auf dem schnellsten Weg in Richtung Elsass, was ja das ursprüngliche Ziel des Sonntagsausfluges sein sollte. Allein, nach einem kurzem Stopp zum Mittagessen in Luxemburg kamen wir so spät am Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller an, dass wir praktisch unverrichteter Dinge wieder abziehen mussten, weil wir einigermaßen früh in Bonndorf sein sollten.

Durch teilweise Starkregen ging es durchs Elsass, vor Offenburg über die Grenze und dann durch das Höllental in den Hochschwarzwald, wo es ein - sagen wir - sehr gemütlicher Abend bei gutem Esse und gutem Trinken wurde ...

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Heute Morgen ging es dann nach dem Frühstück im Kranz in Bonndorf auf die Fahrt in die Schweiz und nach Liechtenstein. Wir fuhren in Bühl über die Grenze, um Zürich herum, am Zürichsee und am Walensee (beide sehr schön!) vorbei und überlegten uns unterwegs, dass es bis zum Zusammenfluss von Vorderrhein und Hinterrhein zum Rhein nicht so wahnsinnig weit sein dürfte. War es auch nicht, sodass wir uns spontan entschieden, das ins Programm zu packen.

In Tamins parkten wir ganz in der Nähe und gingen ein kleines Stückchen durch den Auenwald, bis wir einen guten Blick auf dreierlei Rhein und diverse Brücke über die Rheine (oder Rheins?) hatten. Auf diesem Roadtrip hatten wir also die Rheinmündung und den Zusammenfluss der Quellflüsse zum Rhein besucht, das ist doch mal was ...

Wir kauften noch in einem Co-op in der Nähe dringend benötigtes Wasser ein (ich Held hatte mir heute Morgen den Rest meiner Spezi mit ins Auto genommen, war aber nicht auf die Idee gekommen, dass man heute Wasser brauchen könnte) und fuhren dann auf die Autobahn in Richtung St. Gallen, denn wir wollten ja nach Liechtenstein.

Weit fuhren wir nicht nach Liechtenstein hinein, denn wir wollten ja eigentlich auf die Grenzbrücke. Also parkten wir in der Nähe (mangels passendem Kleingeld recht teuer ...) und liefen auf die Grenzbrücke mit dem heute nicht ganz so schönen Rhein (manchmal ist der türkis, und das finde ich richtig schön, heute war das so ein schlammgraue Farbe ...).

Juchhe, wir hatten heute also mit der Schweiz und Liechtenstein und 23. und 24. Land mit einem gemeinsamen Besuch beglückt (die Niederlande waren am Samstag das 22. Land gewesen).

Wir ließen Österreich Österreich sein (weil wir da ja in weniger als drei Wochen hinkommen) und fuhren in Richtung Säntis, also vielmehr in Richtung Schwägalp. Über einigermaßen enge Sträßlein ging es da teilweise steil den Berg hoch, ich quälte den kleinen, lieben Fiesta ein kleines bisschen, aber das Panorama in den Alpen - wir hatten bis dahin wirklich Traumwetter erwischt - war natürlich wie immer wunderschön.

Die Seilbahnen fuhren heute - wohl wegen Windes - nicht, aber das wäre sowieso alles arg spät geworden, sodass wir nun weiterfuhren in Richtung Schaffhausen. Wieder ging es durch Appenzell-Ausserrhoden bis hinunter nach St. Gallen und von dort über die Autobahn nach Schaffhausen.

Dort bog ich rechts ab, denn wir wollten ja noch die sechste und letzte deutsche Exklave, Büsingen am Hochrhein, besuchen, und das grenzt ja direkt an Schaffhausen an. Beim letzten Grenzstein der Grenzsteinkette kam - wo sonst nie ein Auto kommt - ein Auto, sodass wir an den Grenzstein am anderen Ende Büsingens fuhren, wo vor gut zwanzig Jahren meine Liebe zu den Grenzsteinen begann, zur Nummer 15 Büsingen/Schaffhausen.

Jessi und Christian reizten mich, dass ich doch den Grenzstein Nr. 1 Büsingen/Schaffhausen doch auch mal besuchen müsste (einen Findling im Rhein!) und ersannen allerlei unmögliche Apparaturen, wie ich von dem auch noch ein Foto machen könnte. Na wartet!

Jetzt war es aber endgültig Zeit zum Abendessen, zumal die beiden ja noch heimfahren heute Abend - wir starteten also durch Schaffhausen durch und kamen ziemlich genau Punkt 17 Uhr - wie geplant - in Bonndorf an. Guacamole als Vorspeise und Schäufele als typisch badische Hauptspeise wurden verdrückt, dann fing das Auto von Jessi und Christian an zu spinnen, aber die beiden konnten es beheben, und jetzt erwarte ich demnächst die Rückmeldung, dass die beiden gut in Kaiserslautern angekommen sind.

Ein intensives, ein superspannendes langes Wochenende war das, wir haben sieben Länder besucht (Österreich hätte das achte sein können), wir haben exakt null Kontrollen an Grenzen erlebt, wir waren am Anfang vom Rhein und am Ende, in zwei niederländischen und sieben belgischen Provinzen, in neun Schweizer Kantonen, in allen sechs deutschen Exklaven und noch dazu in einer Unterenklave in Baarle, wir haben Grenzsteine gesehen, herrlich!

Grenzstein in Rückschlag

"Wir sind eine belgische Ecke, deshalb [belgische] Maskenpflicht."

Frachtschiff bei der Rheinmündung

Strand Hoek van Holland mit Rheinmündung

Wassertaxi (mit freundlicher Genehmigung von Jessi)

Auf dem Wassertaxi I

Auf dem Wassertaxi II

Blick auf den Wilhelminapier

Marina in Rotterdam

Atomium von außen

Blick aus dem Fahrstuhl nach oben

Schiffshebewerk

Es führt kein Weg nach nirgendwo (auf der französischen Autobahn)

Am Walensee I

Am Walensee II

Links Vorderrhein, rechts kommt der Hinterrhein, hinten fließt der Rhein weg

Blick auf den Rhein - geradeso in der Schweiz ...

Blick auf den Säntis

Grenzstein Nr. 15 Büsingen/Schaffhausen

Freitag, 6. August 2021

Meer, Alpen, Enklaven

So lässt sich der in den letzten Tagen erbastelte Roadtrip zusammenfassen, auf den Jessi, Christian und ich morgen aufbrechen. Eigentlich wollte ich ja ganz gemütlich zu den beiden nach Kaiserslautern fahren, mir morgen mit gemeinsamen Freunden den Bauch vollschlagen und dann am Sonntag gemütlich mit dem Zug zurückfahren.

Schon vor einigen Tagen kam Christian um die Ecke mit der Idee, dass die beiden mich doch in den Schwarzwald bringen und wir dabei noch einen Abstecher an einige schöne Stellen im Elsass machen könnten. Klar, wieso nicht? Gerne!

Aus der postwendenden Heimfahrt der beiden am Sonntag wurde die Idee, dass die beiden in Bonndorf übernachten könnten - auch gebongt, im "Kranz" war noch Platz.

Wo die beiden doch schonmal unten im Schwarzwald waren, könnten wir uns doch gleich den ganzen Montag frei nehmen (auch ich) und gemeinsam in die Schweiz fahren. Da waren wir nämlich noch nicht gemeinsam. Und Liechtenstein auch mitnehmen? Klaro!

So waren also Frankreich für Sonntag sowie die Schweiz und Liechtenstein für Montag gebongt.

Vorgestern oder so stellte sich heraus, dass einer der beiden Freunde, die dazustoßen sollten, krank geworden ist, sodass das gemeinsame Abendessen ausfällt. Wir wären nicht die verrückte Dreierbande, hätten wir diesen Unglücksfall nicht dazu genutzt, einfach den Roadtrip ein bisschen zu erweitern ...

Und so fahren wir morgen ziemlich früh in Richtung der Vennbahn-Exklaven und danach über das Exklavenparadies Baarle nach Rotterdam, wo wir aller Voraussicht nach noch ein bisschen ans Meer, nämlich zum Hoek van Holland an der Rheinmündung, fahren und es uns ansonsten in Rotterdam, wo noch keiner von uns dreien war, gutgehen lassen. Am Sonntag geht es dann - wieder früh - über Belgien und Luxemburg (das ist wirklich der schnellste Weg!) ins Elsass, wo Lutzelbourg, der Nideck-Wasserfall und die Hohkönigsburg auf dem Programm stehen, ehe es nach Bonndorf geht.

Und am Montag geht es - über Schaffhausen und Büsingen, ebenfalls Exklave - zur Schwägalp im Appenzellerland und weiter nach Vaduz, wo wir uns wohl das Fürstenschloss anschauen, bevor es über Walen- und Zürichsee zurück nach Bonndorf geht. Von dort fahren die beiden zurück nach Hause, während ich noch eine weitere Woche im Schwarzwald bleibe ...

Das wird sooooo toll, und wenn die beiden nicht vorher streiken, werden wir binnen 60 Stunden alle sechs deutschen Exklaven besuchen: Die Trasse der Vennbahn, die belgisches Territorium ist, schneidet fünf nicht zusammenhängende deutsche Gebiete vom Rest des Vaterlandes ab, und Büsingen am Hochrhein, unmittelbar östlich von Schaffhausen gelegen, ist dann die sechste Exklave. Aber damit nicht genug, ist doch Baarle-Hertog/Baarle-Nassau ein mit ganz wilden Grenzziehungen zwischen den Niederlanden und Belgien aufgeteilter Ort, in dem die Grenze regelmäßig durch Häuser hindurchgeht.

Auf Rotterdam, die Rheinmündung und die Nordsee bin ich auch sehr gespannt, und zur Schwägalp im Kanton Appenzell-Ausserrhoden bin ich - jedenfalls bewusst - auch noch nicht hochgefahren.

Und wenn wir am Sonntag wider Erwarten noch ein Stündchen Zeit haben, wenn wir in Bonndorf ankommen, starten wir nach Weizen durch und stolzieren über den Wiizemersteg, denn dann hätten wir sechs Länder an einem Tag besucht ...

Ab Sonntag sind die Niederlande praktischerweise auch kein Hochrisikogebiet mehr, sodass wir selbst dann keine Einreiseanmeldung zurück nach Deutschland ausfüllen müssten, wenn wir länger als 24 Stunden bleiben würden. Da wir das aber sowieso nicht vorhaben, tangiert uns diese veränderte Situation also sowieso nicht.

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Gestern war ich das erste Mal seit zwei Wochen wieder wandern, auch wenn das Wetter den Tag über nicht so richtig gut aussah. Der frühe Abend sollte aber trocken bleiben, also fuhr ich mit dem Bus wieder nach Neustadt, stieg dort um und - wieder - in Eisenberg-Höchst aus. Diesmal lief ich in Richtung Oberbränd, bog aber bald in den Wald ab und latschte dann fast zehn Kilometer durch den wunderbaren Wald, ohne auch nur einem Menschen zu begegnen.

In Rötenbach holte meine Mutter mich an der Auffahrt zur B 31 ab, weil ich mit Zug und Bus nicht mehr heimgekommen wäre - das war eine schöne Wanderung durch den herrlichen Wald, ohne die ganz großen Highlights, aber das ist auch sehr okay gewesen so.

Die 1.500 Kilometer werde ich also hoffentlich noch schaffen in diesem Jahr, sowohl insgesamt als auch - vielleicht - im Schwarzwald ...

Oberbränd

Im Wald

Bach im Wald

Sonntag, 25. Juli 2021

Auf der Jungfernfahrt gesunken

 ... ist nicht nur die Titanic, sondern auch die Vasa, und auch hier waren Konstruktionsfehler im Spiel ... Entschuldigend kann man anführen, dass die Vasa 1628 sank und die Konstrukteure damals noch nicht so viel wussten, erschwerend wird man anführen müssen, dass die Vasa laut Wikipedia gerade ebenfalls 1,3 km Kilometer schaffte, ehe sie sank ...

Sei es, wie es sei, fangen wir am Anfang an, nämlich in der Sauna. Der Aufguss in der Sauna erhöht ja nicht die Temperatur des Saunainneren, sondern nur die Luftfeuchtigkeit; dadurch steigt das Hitzeempfinden. Genau das Gleiche passierte mir heute Morgen, indem ich duschte und die Badezimmertür offenstehen ließ: Dadurch entwich so viel Feuchtigkeit in mein ohnehin schon nicht wirklich kühles Kabuff, dass ich danach splitterfasernackt die Klamotten zusammenpackte und trotzdem so schwitzte, dass ich ein zweites Mal kalt duschte ... Diese Idee mit dem Hotelzimmer in den Katakomben ist ja ganz nett, aber wenn da keine wirklich funktionierende Klimaanlage drin ist, ist das mit dem Zimmer mit Bad ja ganz gut gedacht, aber klappt halt nicht so richtig gut. In das Hotel gehe ich nicht mehr, nicht weil es so furchtbar schlimm war, aber es ist halt einfach unbequem gewesen, aber ich hatte mir bei dem Preis mitten in der Altstadt schon fast gedacht, dass da irgendwo ein Haken ist. (Hätte ich die Badezimmertür schließen können? Ja, aber dann hätte ich den Ausgang nicht mehr gefunden vor lauter Wasserdampf ...)

Ich ließ mein Gepäck, was mir notfalls hätte geklaut werden dürfen, im Hotel und verließ das Hotel nur mit Rucksack. Ich hatte ganz gut ausgeschlafen und war fit, aber sooooo viel laufen wollte ich dann heute auch nicht mehr, also begab ich mich auf die Fähre nach Djurgården, die ziemlich voll war. Ich stieg aus, spielte kurz mit dem Gedanken, in den Freizeitpark dort zu gehen, lief aber weiter und am Abba-Museum vorbei ...

Eine gute Bekannte hatte mir neulich den Tipp gegeben, ins Vasa-Museum zu gehen, und ich war hin- und hergerissen, ob ich bei dem guten Wetter in ein Museum gehen sollte. Andererseits, im Angesicht meiner geröteten Rübe sollte ich vielleicht gerade wegen des guten Wetters in ein Museum gehen? Ich lief jedenfalls während meines Denkprozesses einmal um das Museum herum, ging dann in Richtung Haupteingang und linste mal rein: keine Schlange, kein gar nix, 19 Euro Eintritt, joa, ist halt Schweden, und irgendwie wäre es mir jetzt peinlich gewesen, wieder rauszugehen, wenn so vier Augenpaare in freudiger Erwartung auf Umsatz auf dich gerichtet sind ...

Nun denn, ich betrat die heiligen Hallen und war gleich doppelt beeindruckt: Es war sehr angenehm kühl dort drin (18 Grad, aus Konservierungsgründen), und das Objekt des Museums, die Vasa, begrüßt einen gleich einmal in voller Pracht. Ich kenne viele Museen, die das Highlight erst gegen Ende des Museumsdurchgangs stehen haben, aber hier ist das ganz anders, und das finde ich ziemlich schick so ...

Also, die Vasa ist 1628 bei ihrer Jungfernfahrt gesunken, weil sie von einem leichten Windstoß in Schräglage gebracht wurde (nach dem ersten hatte sie sich wieder aufgerichtet, der zweite war dann entscheidend), dadurch Wasser in die Kanonenöffnungen eindrang und das Schiff so unter Wasser drückte. Klasse gemacht, und wer hat's konstruiert? Natürlich Holländer! (Aber Gustav II. Adolf hat die Konstruktion abgesegnet, also ist trägt er auch eine Teilschuld ...)

So, nachdem man also beim ersten Schritt ins Museum von der Vasa gleich mal erschlagen wird, hat man definitiv Interesse, sich die Ausstellungsstücke, die die Museumsmacher rund um das Leben 1628 und die Wiederanhebung 1961 sowie die Konservierung da vorbereitet haben, anzugucken. Je mehr ich jetzt beim Blogschreiben darüber nachdenke, umso mehr komme ich zum Schluss, dass das didaktisch eines der besten Museen ist, die ich so besucht habe - besonders interessant fand ich die Beschreibung, wie sie aus den Skelettfunden ableiteten, was die Leute so gemacht haben, die Beschreibung, welche Dinge bei der Konservierung des Schiffs zu beachten sind, und das rekonstruierte Kanonendeck, auf dem ich mir nicht nur ständig fast den Schädel angeschlagen hätte, sondern mir auch vorstellte, wie da jeweils sieben (!) Mann auf den zwei, drei Meter zwischen zwei Kanonen schliefen - naja, so ganz richtig vorstellen wollte ich mir das in Wirklichkeit nicht ...

Also, Kinners, die 19 Euro sind gut investiert, nicht nur des Museums, sondern auch der Konservierung dieses fast 400 Jahres alten Schiffs wegen, wenn ihr in Stockholm seid, geht da ruhig mal hin ...

Ich ging nach dem Museum ins Museumsrestaurant und aß dort endlich Köttbullar, also die typisch IKE...äh, schwedischen Hackfleischbällchen ... Dazu isst man wohl Kartoffelpüree, sodass ich das auch verputzte, und am Schluss aß ich zum Nachtisch einen Schokoladenbull, eine Kugel mit einer nach Schokolade schmeckenden schweren Kuchenmasse - auch nichts Unappetitliches ...

So, nun verließ ich nach knapp zwei Stunden das Museum, setzte mich in die Straßenbahn und fuhr zum Kungsträdgården, einem hübschen zentralen Platz mit Springbrunnen und Cafés, lief an diesem vorbei auf das Inselchen, das den Reichstag beherbergt, und dann - schwitzend - durch die Altstadt hoch zur Storkyrkan, der früheren Krönungskirche und heute regelmäßigen königlichen Hochzeitskirche ... Joa, die 6 Euro Eintritt hier kann man natürlich auch mit Kreditkarte bezahlen (ich habe in den Tagen heir nicht einmal schwedisches Bargeld in der Hand gehabt), ich finde das ja immer nicht so schön, wenn man für Gotteshäuser Eintritt zahlen muss, und auch wenn die Storkyrkan ganz schön ist, empfehle ich, die nicht weit entfernte Deutsche Kirche zu besuchen, da bezahlt man keinen Eintritt, und die Architektur, insbesondere die Fenster, sind - für mich - deutlich beeindruckender als die in der Storkyrkan (da stand was von "handyfreie Zone" in der Deutschen Kirche, sodass ich Trottel keine Fotos gemacht habe - sorry ...).

Jetzt hatte ich aber endgültig genug, ich ging ins Hotel, holte mein Zeug (ich hatte dort nie jemanden von der Rezeption gesehen, das ging alles per E-Mail und dem Eintippen von Codes an den Türen) und fuhr - ziemlich früh - zum Flughafen, zumal das ja ein bisschen Zeit in Anspruch nimmt - ich musste dreimal umsteigen ...

Hier am Flughafen war ich ungefähr drei Stunden vor Abflug, weil mir die Lufthansa schrieb, ich sollte 150 Minuten vor Abflug hier sein. Versüßt wurde die Ansage noch dazu durch die Unmöglichkeit, die Bordkarte online zu erhalten, weil sie am Check-in ja meinen Impf- bzw. Teststatus überprüfen müssten. Öhm, ja, das, liebe Lufthansa, kann man doch durchaus auch online machen, ich verstehe nicht, wieso man das auf den Check-in am Flughafen verschiebt und diesen damit überlastet ... So richtig fuchsig wurde ich dann aber fast, als der Typ am Check-in nach einem flüchtigen Blick auf meinen QR-Code meinte, jaja, das passe schon - das, liebe Lufthansa, ist jetzt aber richtiger Mist. Entweder nehmt ihr das mit dem Überprüfen des Impf-/Teststatus ernst oder eben nicht (Zweiteres war auf dem Hinflug der Fall, da hatten sie nur abgefragt, ob ich so etwas habe, ohne es zu überprüfen), aber so'n Zwischending, das Schlangen über Schlagen produziert, ist einfach Mist ...

Naja, so hatte ich zumindest viel Zeit, mich wieder einmal - erstmals seit 17 Monaten - in einer der schönen Lounges zu setzen, hier Spezi zu trinken und aufs Rollfeld zu gucken. Am Flughafen tragen 90 % der Leute Masken, hier in der Lounge die meisten nicht ...

So, mal gucken, wie das mit dem Rückflug und der Rückfahrt in den Schwarzwald klappt - es könnte knapp werden, weil ich um 20 Uhr lande und am liebsten den ICE um 20.53 Uhr erwischen würde ... Ich bin gespannt, wie streng die Deutschen bei der Einreise kontrollieren und wie schnell ich dann zum Fernbahnhof komme - am fehlenden Wissen über Abkürzungen am Frankfurter Flughafen wird es hoffentlich nicht liegen ...

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Puh, jetzt sitze ich im Zug nach Freiburg ... Das klappte mit dem Boarding nicht so ganz richtig gut, aber wir kamen mit einer guten Viertelstunde Verspätung weg, sodass wir um kurz nach 20 Uhr landeten, natürlich auf der Landebahn Nordwest, und zum hinterletzten Gate A40 geschickt wurden. Trotzdem hatte ich - mangels Einreisegesundheitskontrolle - völlig ausreichend Zeit, auch wenn ich schnellen Schrittes in Richtung Ausgang und Bahnhöfe lief und dementsprechend wie ein Wildsau schwitzte (mein armer Sitznachbar hier im vollen Zug ...) ... Der Lohn der Mühe war, dass ich eine Viertelstunde vor Abfahrt des Zuges am Bahnsteig war ...

Der Zug, in den ich in Mannheim umsteigen musste, hatte natürlich eine halbe Stunde Verspätung, was ich für ein Festmahl bei Burger King nutzte, damit ich nicht noch einen Mitternachtssnack einnehmen muss, denn in Freiburg bin ich erst um zwanzig vor zwölf und in Bonndorf dann wahrscheinlich nicht vor halb eins ...

Nun also Fotos vom letzten Reisetag (wenn ich die im Zug hochgeladen kriege ...)

Da kommste rein und dann steht da so'n alter Kutter

Kutter von hinten (uncharmant)

Kutter von oben hinten (leicht charmanter)

So sahen die Figuren auf dem Heck wohl mal aus

Heck von unten (extrem uncharmant)

Ich wusste echt nicht, dass die auch Nicht-Kugeln verschossen in ihren Kanonen ...

Gallionsfigur?

Köttbullar im Vasa-Museums-Restaurant

Kungsträdgården

Über die Brücke zum ...

Schwedischen Reichstag

In der Storkyrkan

Königsloge?

Orgel

Schären auf dem Heimflug

Unbestimmter Ort

Fast gegen den Wolkenturm geflogen

Einflug auf Frankfurt

Ah, schau an, man muss nur den Moment abpassen, dass der Zug in einem Bahnhof steht und dann die Bilder hochladen ...

Samstag, 24. Juli 2021

Anstrengender Urlaub

 ... war das heute irgendwie, mir tun die Gräten weh, obwohl ich heute auf dem Schiff deutlich mehr saß als gestern, aber alles in allem habe ich die letzten Tagen nicht so viel und nicht so gut geschlafen, da ist man nach ein bisschen Aktivurlaub halt auch mal ein bisschen fertig ...

Mein Wetter heute Morgen klingelte nicht zu nachtschlafender Zeit, sondern um 8.30 Uhr, und das auch nur, weil ich das teure, aber alles in allem nicht inakzeptable Hotel in Mariehamn wenigstens noch um das bezahlte Frühstück schädigen wollte. Das Frühstück, das ich um kurz nach 9 Uhr einnahm, war lecker, mit Ei und Schinken und Salami und Käse (ja, wieder Käse ...), sodass ich gut gesättigt das Hotel verließ und in Richtung Lilla Holmen schritt.

Ich hatte mich ja gestern Abend bereits entschieden, dass ich heute nicht mehr schwimmen gehen wollte, schwankte dann doch ein kleines bisschen, als ich da am Strand saß, beließ es aber bei meiner Entscheidung und saß also einfach nur in aller Ruhe dort am Strand und guckte aufs Meer. Scheeee ...

Irgendwann fiel mir ein, dass ich ja noch packen und auschecken musste, also begab ich mich zurück ins Zimmer, packte, checkte aus, hinterließ mein Gepäck und wanderte wieder die acht Minuten zum Lilla Holmen. Ja, ganz bestimmt gibt es in Åland mehr zu sehen als den Strand am Lilla Holmen, aber ein bisschen Urlaub sollte das ja auch sein ...

Ich entschied mich dagegen, nochmal die leckeren Shrimps zu essen, sondern holte dann so gegen 12.30 Uhr mein Gepäck und spazierte möglichst langsam in Richtung Hafen. Ich kam ziemlich genau um 13 Uhr an, konnte schon durch die Bordkartenkontrolle gehen und setzte mich oben in den Abflug..., äh, Abfahrbereich ...

Nach einiger Zeit wurden - mehr oder weniger zeitgleich - die Fähren nach Turku und Stockholm aufgerufen, die ganze Welt strömte nach Turku, aber in der Wartefläche nach Stockholm standen am Ende drei Personen, einschließlich mir ... Ich weiß nicht, ob noch jemand später kam, aber das sah schon knuffig aus, als das halbe Schiff aus Turku in das andere Schiff nach Turku umstieg und wir drei Hanseln dann an Bord gelassen wurden ...

Die "Galaxy" ist ganz ähnlich gestaltet zur "Baltic Princess", hat aber ein Deck mehr, also strebte ich aufs Deck 10, um von dort aufs Oberdeck zu gelangen. Das klappte auch, und als wir pünktlich abfuhren, stand ich schon parat. Auf die Idee mit dieser Umsteigeverbindung in Mariehamn war nicht nur meine Silja Line gekommen, sondern auch die Viking Line, sodass sich da vier Riesenkreuzer in kurzem Abstand begegneten ... Und das in der Weltstadt Mariehamn ...

Es ging relativ kurz durch die åländischen Schären, denn bald kommt da schon die offene Ostsee und die "Baltic Princess" (mein Kutter von gestern) verabschiedete sich in Richtung Turku, während wir also nach Stockholm fuhren (aufgrund der nur drei Personen, die an Bord gingen, war ich mir zeitweise unsicher, ob ich richtig war - war ich ...).

Auf der "Galaxy" gab es auf dem Oberdeck ein paar Bänke, sodass meine geschundenen Füße sich dankbar zusammen mit dem Rest meines Körpers niederließen, während die Ostsee an uns entlangzog. Die Sonne schien (gestern war es gegen Ende der Tour bewölkt gewesen, heute war bestes Wetter, was man meinem trotz Sonnencreme geröteten Gesicht durchaus ansieht), ich genoss den (leichten) Fahrtwind, ein paar Mal fielen mir fast die Augen zu ...

Nach zwei, drei Stunden, wir fuhren gerade in die schwedischen Schären ein, wurde mir zu warm (und ich hatte Hunger), also ging ich in den Bauch des Schiffs, um etwas zu essen. Es wurde nach einiger Überlegung ein Shrimps-Sandwich, das durchaus lecker war ... Auch auf diesem Schiff war das Pub zu, also landete ich wieder in der Bar auf dem Oberdeck und genoss ein Bierchen, diesmal aber im windgeschützten Außenbereich ...

Joa, die Schären sind einfach schön, wenn sie so an einem vorbeiziehen, das war auch heute wieder herrlich, und so gerne würde ich da mal ein, zwei, drei Tage auf so einem kleinen Inselchen verbringen, das wäre bestimmt schön ...

Wie immer verging die Rückfahrt schneller als die Hinfahrt, und gefühlt plötzlich waren wir in Stockholm angekommen.

Ich wollte mir noch eine Tageskarte kaufen, aber die bekam ich an der Bushaltestelle direkt am Terminal nicht, also schwamm ich mit dem - gelegentlich sehr lahmen und den Weg versperrenden - Rest der Mannschaft in Richtung U-Bahn-Station. Ich lief ... und lief ... und lief ... und kam irgendwann an der Station an ...

Genau in dem Moment sagte mein Telefondienstleister mir, dass ich zuviel im Ausland gesurft hätte (danke schön auch!), sodass mein Internet weg war ... Na super ...

Nun wusste ich also nicht genau, wo ich auf dem Weg in die Altstadt (ich wohne heute Nacht in einem Hotelchen direkt in der Altstadt, in einem Zimmer im Keller ohne Fenster, aber die Idee finde ich gut, auch die Umsetzung in meinem kleinen Kabuff nicht ganz optimal sit ...) umsteigen musste, also stieg ich aus der U-Bahn aus, setzte mich in die Gegen-U-Bahn und fuhr bis zur Endhaltestelle. Von dort, das wusste ich, fuhr mein geliebter Bus Nr. 76, und der würde mich sicher in die Altstadt bringen.

Gesagt, getan, alles klappte, die Hotelrezeption war schon zu und das Hotel auch, aber die hatten mir die Zugangscodes geschickt, klappte alles bestens.

Ich war jetzt doch müde, also machte ich nur noch einen ganz kurzen Stadtrundgang, kaufte ein bisschen was zu trinken ein und bin jetzt schon relativ früh im Bett ...

Morgen geht es zurück nach Frankfurt und dann hoffentlich gut in den Schwarzwald, das wird auch wieder schön ...

Kirche von Mariehamn

Marina

Rathaus

Andocken

Viel Verkehr

Idyllisch

Würde ich auch nehmen ...

Galaxy unter schwedischer Flagge

Kurz vor der offenen Ostsee

Freitag, 23. Juli 2021

Die meiste Zeit an Deck

 ... war ich heute, dementsprechend rötlich im Gesicht bin ich, obwohl ich mich eingeschmiert hatte. Am Abend kühlte ich mich aber ganz gut ab - alles bestens hier auf Åland, alles bestens ...

Das Aufstehen war mühsam, aber die Rückfalloption Mutter musste nicht eingreifen, weil ich schon im Bad war, als sie mir - vorsichtig - per WhatsApp schrieb. Ich checkte um kurz nach halb sechs schon aus (es war bereits taghell), holte mir meine Frühstücksbox und fuhr mit dem 5.46-Uhr-Bus zum Terminal.

Freunde der Sonne von Tallink/Silja Line: Wieso in drei Teufels Namen schreibt ihr hin, dass man eine Stunde vorher da sein soll und das Boarding zwanzig Minuten vor Abfahrt schließt, wenn ihr in Wirklichkeit das Boarding erst zwanzig Minuten vor Abfahrt öffnet??? Dementsprechend also war ich eine gute Stunde zu früh da, die ich aber dadurch überbrückte, dass ich aufs Aussichtsdeck ging. Dort sah ich meine Baltic Princess gerade einparken (rückwärts - immer wieder beeindruckend, dass sowas funktioniert ...).

Die LKWs fuhren in einer engen Kurve aus dem Ding raus, und ich machte mich auch so ganz langsam zum Boardingbereich. Da aber wirklich das Boarding erst um 6.50 Uhr anfing, frühstückte ich noch in aller Seelenruhe mit frischem (!) Brötchen und Schinken und Käse (der schwedische Käse schmeckt mir sogar) und Joghurt und zwei Cocktail-Tomaten und einem Orangensaft.

Das Boarding ging problemlos und sehr schnell, kaum ein Mensch (außer der Besatzung) trug auf dem Schiff Maske, obwohl das Schiff in Mariehamn auf Åland und damit in Finnland registriert ist (es fährt allerdings unter finnischer Flagge und nicht unter der Ålands, was ich auch nicht so recht verstehe) und die Finnen da ein kleines bisschen strenger sind ...

Nun denn, ich legte mein Gepäck in eines der Gepäckfächer (unbewacht, aber nur zu bestimmten Zeiten geöffnet, wichtige Dokumente trug ich am Mann und am Ende war alles da) und fuhr hoch zum Sonnendeck.

Ich hatte vorher ein bisschen Sorge gehabt, ob ich überhaupt ins Freie komme, doch diese Sorge war komplett unbegründet, denn nicht nur das Sonnendeck auf Deck 9 war da (mit Bar), sondern es gab obendrüber - also auf Deck 10 - noch das halbe Schiff zum Spazierengehen an der frischen Luft.

Dort oben, also auf Deck, richtete ich mich häuslich ein und verließ das Deck erst vier Stunden später ...

Wir fuhren überpünktlich um 7.09 Uhr ab, und die Fährfahrt war genau so wie erhofft: unglaublich schön ... Der Stockholmer Schärengarten hat laut Wikipedia ca. 24.000 Inseln und Inselchen, und es war so toll, mit diesem Riesenkutter da teilweise eng zwischen den Inselchen durchzufahren ... Zwei, drei Mal musste - geplant - das Ruder hart herumgeworfen werden, und es war auch spannend zu beobachten, wie kleine Bötchen und Autofähren, ein paar große Gegenfähren in Richtung Stockholm links und rechts an uns vorbeifuhren.

Normalerweise sind meine Vorstellung und die Realität bei solchen Dingen, auf die ich mich freue, am Ende völlig unterschiedlich - hier passte das ziemlich gut zusammen, selbst wenn ich die schiere Zahl von Inseln total unterschätzte ... Da ein Ferienhäuschen zu haben, das wäre schon was ...

Es war unglaublich kurzweilig (wenn auch anstrengend für meine Beine, die sind jetzt richtig schön schwer), vier Stunden da oben zu stehen und zu beobachten, wie sich die Landschaft verändert, wie aus fjordähnlichen, engen Buchten zunehmend breite Wasserstraßen wurde, wie die Zahl und Größe der Inselchen mit der Zeit abnahm, wie der Wind sich verändert (meine Mutter hatte mich verdonnert, ein Jäckchen mitzunehmen, und einmal im Jahr hat sie ja recht mit einer ihrer Anordnungen ...). Meine Kappe blieb, nachdem ich sie festgeschnallt hatte (also den Umfang der Mütze scharf an den Umfang meines Kopfes angepasst hatte), trotz des zunehmenden Windes auf meinem Schädel, auch wenn sie ab und zu Anstalten machte, wegfliegen zu wollen, und als wir nach vier Stunden aufs offene Meer kamen, pustete der Wind mich so richtig durch.

Ich war die meiste Zeit auf der Steuerbordseite gewesen, musste aber nach Backbord, um zu den Fahrstühlen zu kommen. Boah, an Backbord wurde ich vom Wind fast umgeblasen, und jeder Leser weiß, dass ich kein Leichtgewicht bin. Ich musste so lachen, es war sooooooo schön, gegen den Wind anzukämpfen - soooooo toll ...

Jetzt hatte ich aber Durst und wollte mir ein Bierchen im Pub genehmigen, doch erst einmal wollte ich mir eine Flasche Wasser kaufen. Allein, ich fand keinen Laden, in dem ich ein Wasser hätte kaufen können. Also lief ich doch hoch zum Pub, fand dieses verlassen vor (Pub ist zur Zeit geschlossen), lief auf der Suche nach einem Getränk durch das insgesamt recht leer wirkende Schiff (ein paar Leute saßen an einarmigen Banditen, aber die meisten Restaurants waren - es war jetzt ca. 12 Uhr finnischer Zeit - irgendwie zu ...

Am Ende landete ich doch in der Bar auf dem Sonnendeck, bestellte ein Bier für vergleichsweise moderate 6,50 Euro, nahm die ersten Schlucke auf dem - jetzt doch recht windigen - Sonnendeck, zog dann nach drinnen um (meine Handys mussten geladen werden, da war es draußen etwas unbequem), beobachtete das junge Paar, das für einen Euro extra zum Bier noch einen Jägermeister bestellt hatte, aber angesichts der relativ frühen Stunde dann doch die beiden Shots an ein mittelaltes Ehepaar am Nebentisch abtrat (die beiden tranken den Jägermeister gerne ...), und war dann unvernünftig, weil ich noch ein zweites Bier bestellte.

Auf einmal fuhren wir nämlich schon in den Schärengarten von Åland ein, und das hätte ich schon gern an Deck geguckt, aber morgen ist ja auch noch ein Tag. So trank ich mein Bier zügig aus, guckte, dass ich meinen Koffer nicht vergesse, und fand mich dann auf Deck 6 zum Aussteigen ein.

Wir waren der dritte große Kutter, der quasi zeitgleich anlegte, und die meisten von denen, die hier ausstiegen, liefen in Richtung der Rückfähre nach Stockholm (!) - die wollten offenbar auf dem Schiff nur einkaufen und vergleichsweise günstigen Alkohol trinken ... Ich gehörte also zu den wenigen Passagieren, die auf die beiden finnischen Polizisten zuliefen, die eine Impfpasskontrolle durchführten (auch hier war mit dem EU-Zertifikat auf dem Handy alles bestens), und schon war ich in Åland eingereist. (Ich schreibe abwechselnd "in" und "auf", weil das autonome Gebiet Åland - "in" - großteils aus der Insel Åland - "auf" - besteht ...)

Åland ist das fünfte abhängige Gebiet, das ich besuche (nach Gibraltar, Jersey und den Souveränen Basen auf Zypern, die allesamt zum Vereinigten Königreich gehören, sowie Spitzbergen, das ja zu Norwegen gehört); von diesen Dingern zähle ich auf einer sekundären Liste insgesamt 50, das reicht vom Britischen Territorium im Indischen Ozean bis hin zu Neukaledonien (gehört - noch - zu Frankreich, da gibt es Ende des Jahres noch einmal ein Unabhängigkeitsreferendum) ... Graf Zahl in Aktion, würde ich sagen ...

Ich lief zu Fuß in Richtung Hauptstraße und dort ein Stück weiter, bis ich nach vielleicht zehn, fünfzehn Minuten an meinem Hotel ankam und gleich einchecken konnte. Ich wohne im Erdgeschoss mit separatem Eingang, das Zimmer ist akzeptabel, es gibt einen abnehmbaren Duschkopf, aber keine Klimaanlage, es ist okay, aber für den gebotenen Standard gerade in Anbetracht der (niedrigeren) Preise in Stockholm überteuert ... Aber Angebot und Nachfrage, so ist das eben ...

Im Zimmer hielt ich mich nicht lange auf, denn ich hatte jetzt doch ein Hüngerchen und wollte mich ein wenig in der Stadt umsehen. Zunächst lief ich in Richtung des kleinen Parks hier am östlichen Stadtrand, denn dort sollte ein kleiner Strand sein, den ich mal erkunden wollte - und ja, der Strand "Lilla Holmen" (oder heißt der Park so?) ist wirklich schick, klein, aber fein, vielleicht würde ich hier mal baden gehen, aber nicht jetzt sofort ...

Ich lief zurück, an der Marina entlang und hatte mir ein Restaurant aufgetan, das ich mir angucken wollte. Ich überlegte hin und her und hatte mir aus der Dinner-Karte schon fast etwas ausgesucht, bekam dann aber doch die Bistro-Karte und entschied mich, es vielleicht zum Mittagessen (um 15 Uhr) doch nicht zu übertreiben. Dennoch wählte ich geräucherte Shrimps und dann eine Fischsuppe aus, beides für um die 15 Euro, das konnte ja nicht viel sein, dann hätte ich noch Platz fürs Abendessen ...

Joa, und dann bekam ich - bestimmt - 30 Shrimps in einem Körbchen, kalt, geräuchert, teilweise noch mit Rogen drauf, und futterte die mit lecker Aioli und gutem Brot auf ... Eigentlich war ich da schon satt, doch ich Held hatte ja noch ein Fischsüppchen bestellt.

Nun, das Fischsüppchen kam (heute leider keine Fotos, weil direkt neben mir Leute saßen, und ich finde es ja eigentlich immer ein bisschen affig, Essen zu fotografieren), und auch wenn ich das nicht "Fischsuppe", sondern "Lachssuppe" genannt hätte, denn der einzige Fisch da drin war Lachs, war die suuuuuuuperlecker. So zarten Lachs, der dir wirklich auf der Zunge vergeht, habe ich selten gegessen, wenn überhaupt schon ...

Ich konsumierte auch hierzu unglaublich intelligenterweise zwei Bier, bezahlte am Ende 53 Euro mit Trinkgeld (ein Schnäppchen im Vergleich zu gestern, und wirklich auch sehr, sehr gut) und lief dann in Richtung Innenstadt.

Mariehamn ist ein Örtchen mit 11.000 Einwohnern, das hat nicht die Riesensehenswürdigkeiten (die Kirche muss ich mir morgen früh nochmal angucken), aber die Architektur hier ist ganz hübsch, und das Rockfestival, was gerade läuft, sorgt dann für eine - recht skandinavische - Hintergrundmusik ...

Ich lief am Landtag von Åland und am Regierungsgebäude vorbei, kaufte ein paar Souvenirs ein (die obligatorische Erinnerungskappe und erstmals seit langer Zeit wieder eine Flagge), fiel dann kurz ins Hotel ein und entschied mich dann, das kleine - kostenlose - Touristenzüglein, das hier durch die Gegend wackelt, mal auszuprobieren.

Ich vermutete, dass das alle Viertelstunde oder so führe, und war pünktlich um 18.40 Uhr am Einstiegspunkt, da fuhr das Ding gerade weg. Ich bat darum, dass man nochmal für mich stoppt, die Leute waren sehr freundlich, eine italienische Familie stieg auch noch zu, und dann ging es zum Fährhafen und dann zurück durch die Innenstadt.

Mit dem Ding fahre ich morgen vielleicht zum Hafen, dann spare ich mir die 15 Minuten Fußweg - mal gucken ...

Ich kaufte ein (Wasser und einen ziemlich teuren Softdrink) und wanderte dann noch einmal zum Lilla Holmen. Ich hatte - klug wie ich bin - meine Unterhose gegen eine Badehose gewechselt und setzte mich erstmal auf die Bank.

Das ist dort ganz schick gemacht, es gibt einen Steg, auf dem Steg gibt es windgeschützte Bänke und ein paar Haken, vom Steg geht eine Treppe ins Wasser, doch erst einmal wollte ich die Wassertemperatur abfühlen (ich sah das Schild mit der Wassertemperatur - 20 Grad - erst später). Ich ließ Steg also Steg sein und ging über den Sand mit den Füßen ins Wasser. Gleichzeitig ging am anderen Ende des Strandes (hundert Meter entfernt) ein kleines Mädchen mit Papa nochmal ins Wasser (es war schon spät und der Strand ansonsten leer). Der Papa fror, das Mädchen war glücklich, und meine Füße waren ... kühl im Wasser ...

Ich überlegte hin und her, ob ich mich ins Wasser traue oder nicht, überwand mich schließlich und stürzte mich in die kühlen Fluten. Sooooooooooooooo schön, aber doch sooooooo kühl ... Ich planschte also ein bisschen in der Ostsee herum, verließ selbige dann aber auch zügig wieder und ließ mich - windgeschützt auf einer Bank sitzend - ein wenig abtrocknen ...

Das funktionierte einigermaßen, dann lief ich in feuchter Badehose am Festivalgelände vorbei in mein Zimmer, duschte und sitze nun auf dem Bett und schreibe diese Zeilen ...

Morgen geht es nach dem Frühstück (schwimmen gehe ich morgen wahrscheinlich nicht mehr ...) dann vielleicht noch ein bisschen in die Stadt, bevor ich so gegen 12.30 Uhr zum Terminal zurückfahre (oder -laufe). Um 13.45 Uhr geht die Fähre, um 18.15 schwedischer Zeit bin ich wieder in Stockholm, dann fahre ich in die Altstadt und schaue mal, wie mein Zimmer dort so ist ...

Die beiden Tage jetzt waren anstrengend, ja, aber morgen wird erstmal ausgeschlafen, und das Schwimmen eben und vor allem das Fährefahren heute Morgen waren soooooooo schön, dieses Durchpustenlassen mag ich ja ganz besonders, das hat richtig Spaß gemacht, und die zweite Packung kommt ja schon morgen ...

Die Reihenfolge der Fotos in den Schären wird womöglich nicht ganz passen ...

Mein Kutter beim Einparken

Unter finnischer Flagge

Fährterminal in Stockholm

Schären


Kreuzende Autofähre




Es wird rauer ...

Insel Yxlan

Funkturm kurz vor der offenen Ostsee - vorbildlich

Anfahrt aufs Terminal in Mariehamn

Links Regierungsgebäude, rechts Landtag von Åland

Vor 100 Jahren wurde Åland autonom

Lilla Holmen

Brrrrr ...