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| Der Herkules mehr oder weniger aus der Nähe |
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| Impression von downtown Kassel im Starkregen |
Ich berichte von meinen Reisen, um alle 206 Staaten und 50 abhängigen Gebiete der Erde (meiner Zählung) zu betreten. Aktueller Stand: 172+1 besuchte Länder und 18 besuchte abhängige Gebiete.
Nächste Reisen: 24.-27.12. Kairo/Gizeh +++ 15.-17.1.2027 Rom
Aktuelle Retro-Blog-Serie: Nordlandreise 2000 (bis Mitte Oktober 2026)
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..., was hab ich denn da wieder gemacht? Die Artikel-Überschrift des letzten Blogeintrages sollte natürlich nicht nur "Alles" lauten, sondern "Alles Wurscht heute", aber da habe ich offenbar aus Versehen einmal zu oft die Rückgängig-Taste gedrückt ...
Nun denn, nach dem sehr ereignisreichen Sonntag machte ich am Montag Abend ... keine Pause, denn ich fuhr spontan (und wieder auf Geheiß des Kollesch in Kaiserslautern, der mir sogar die Zugfahrzeiten herausgesucht hatte, damit ich wieder Zug fahre und er mich weiter bearbeiten kann, dass ich mir eine Bahncard 1. Klasse zulege, weil die 2. Klasse "gar nicht geht") nach Bremen ...
Es wurde ein bisschen knapp, um den ICE zu erwischen, aber es klappte, und in nicht einmal einer Stunde war ich in Bremen angekommen. Ich hüpfte für zwei Stationen in die Straßenbahn und stieg am Schlüsselkorb aus.
Nun war ich vor einigen Jahren (2008 müsste es gewesen sein) im Vorfeld eines Abfluges von Bremen aus mal in der Innenstadt gewesen, und ich wusste, dass Bremen schön ist, aber dass das so schön ist, hatte ich wirklich nicht mehr auf dem Schirm.
Ich lief begeistert - untermalt von den Klängen eines einsamen Geigers - über den Domshof und den Markt, vorbei an den Bremer Stadtmusikanten und machte von gefühlt jedem Gebäude dort ein Foto - wirklich richtig, richtig schön ...
Durch die Böttcherstraße (auch schön) lief ich zur Weser, die ich meiner Erinnerung nach erstmals aus der Nähe sah, danach lief ich wieder zurück zum Markt, denn ich hatte ein Hüngerchen, und an der Weser war keine Fischbude mehr offen (wenn da überhaupt eine ist ...).
Am Markt gab's auch nix, also lief ich zurück zum Bahnhof und verspeiste ein typisches Bremer Gericht: Schawarma ... Ich wartete unter arabischer Musik auf mein arabisches Essen, das leckerer schmeckte als der Herstellungsprozess erwarten ließ (das sah ein bisschen gruselig aus, was der da mit dem Essen gemacht hat, aber ich hatte halt Hunger), dann lief ich weiter zum Bahnhof.
Ich nahm den IC zurück nach Hannover und war sogar noch zu vernünftiger Zeit daheim und im Bett - ein schöner Ausflug war das, das wird öfter gemacht ...
Vorgestern war ich dann zum Fußballgucken mit dem Ex-Kollegen verabredet, dem ich am Samstag nach meiner Wanderung aufgrund von Kann-nicht-mehr abgesagt hatte, und weil ich noch ein bisschen Zeit hatte, stieg ich an der Station Waterloo aus und lief in Richtung Maschpark. Der Blick auf das Rathaus hielt nicht ganz, was er versprach, aber das lag vor allem daran, dass das Rathaus gerade renoviert wird - schön ist es da aber trotzdem ...
Ein kleiner Ausflug zu den Herrenhäuser Gärten war weniger ertragreich, weil da nix beleuchtet ist und außerdem schon zu war. Ich fuhr also zurück in die Stadt und weiter nach Süden zum Fußballgucken ... Heim kam ich dann auch irgendwie ...
Gestern und heute habe ich mich dann entschieden, mal daheim zu bleiben, vielleicht geht es morgen Abend nochmal wohin, wir werden sehen ...
Fotos aus Bremen und Hannover:
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| Bremer Stadtmusikanten |
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| Bremer Frauenkirche |
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| St. Petri-Dom |
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| Rathaus |
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| Roland |
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| Böttcherstraße |
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| Hannover, Rathaus |
Boah, für das Wortspiel hab ich jetzt aber echt lange überlegt ...
Eigentlich wollte ich heute ja nach Lübeck bzw. Travemünde, aber das Wetter machte mir ein kleines bisschen einen Strich durch die Rechnung, denn in Lübeck und Travemünde sollte es heute bedeckt sein und gegen Nachmittag sogar ein bisschen regnen.
Ich hatte das Unheil ja schon gestern Abend kommen sehen (den Weg ins Bett habe ich übrigens gerade so geschafft) und entschied mich also, als Plan B tatsächlich Nürnberg anzupeilen. Ich war früh im Bett gewesen und einigermaßen früh wach, aber ich schaffte trotzdem erst den Zug um halb zehn. (Heute Morgen kam ich erstmals in Hannover in eine Fahrkartenkontrolle, meine Karte wurde - natürlich - anstandslos akzeptiert.)
Ich saß also im ICE "Donauwalzer" nach Wien, war aber nach drei Stunden (ab Göttingen war Sonnenschein) gut in Nürnberg angekommen. Die Strecke war toll gewesen, denn es ging - recht zügig - durch die Ausläufer des Weserberglandes und der Rhön, das war schon schick ...
In Nürnberg verlief ich mich erst ein bisschen, ging dann zurück in den Bahnhof und unterirdisch in Richtung Königstraße - und war schon auf den ersten Metern begeistert. Nürnberg hat mir richtig, richtig gut gefallen ...
Ich lief in Richtung Lorenzkirche (und war ein bisschen zu früh, um reinzukönnen) und runter zur Pegnitz - traumhaft schön, wirklich! Ich war noch nie (ernsthaft) in Nürnberg gewesen und heute bereute ich das so richtig, andererseits hätte mich dann die Stadt heute nicht so umgehauen. Hinfahren, angucken, länger bleiben als ich heute, denn man lese weiter!
Es ging in Richtung Hauptmarkt, an der Frauenkirche vorbei und um St. Sebald herum. Ich entschied mich, eine Station mit dem Bus hoch in Richtung Burg zu fahren, kam aber vorher an einem geöffneten Wirtshaus vorbei, das "Drei im Weggla" anbot, also drei Nürnberger Bratwürste mit Senf in einem Brötchen.
Ich stellte mich also in die kurze Schlange, bestellte das und befand Drei im Weggla für durchaus essbar. Dann fuhr ich aber wirklich hoch zur Burg, lief auf den Burgplatz und gucke auf Nürnberg runter - auch schön der Ausblick ...
Meine Schwägerin brachte mich per WhatsApp, in der sie meine "Deutschlandreise" beschrieb, auf die Idee, heute eine Wurstreise zu machen, denn auf dem Hinweg hatte ich mit dem Kollesch aus Kaiserslautern schon geschrieben, dass ich ja über Erfurt und Berlin zurückfahren und die neuen Schnellfahrstrecken mitnehmen könnte.
Erfurt liegt ja in Thüringen, und die Thüringer können definitiv Bratwurst, und in Berlin könnte ich beim Umsteigen noch eine Currywurst abstauben. So hätte ich drei der vier bekanntesten deutschen Würste (eine Weißwurst hätte ich um die Zeit - es war halb eins - eh nicht mehr gekriegt) an einem Tag abgefuttert ...
Gesagt, getan, ich machte, dass ich zum Zug kam (fuhr in Nürnberg aber nochmal Bus und zwei Stationen U-Bahn, oh, alle U-Bahnen in Deutschland mal zu fahren, klingt nach einer guten Idee ...) und schrieb unterwegs schonmal meiner "Frau in Erfurt", dass ich spontan in Erfurt vorbeischauen würde, und fragte, ob sie Zeit habe.
Ich wurde als "Knaller" bezeichnet, aber zwei Stunden später wurde ich in Erfurt am Bahnhof erwartet ... Auf dem Anger wurde eine Thüringer Rostbratwurst verspeist, dann ging es zum Goldhelm auf der Krämerbrücke, denn es galt, das beste Eis von Thüringen zu probieren. Das wurde in Form von Mango (saulecker), Nougat-Pistazie (super) und Ziegenkäse-Himbeere (gewöhnungsbedürftig, aber auch sehr lecker) getan - und in der Zwischenzeit verpasste ich meinen Zug. Nur eine Stunde mit den Leutchen anzusetzen war aber auch ein bisschen fahrlässig gewesen ...
Wir tigerten trotzdem zum Bahnhof, verabschiedeten uns, aber ich hatte noch viel Zeit, also fuhr ich nochmal Straßenbahn zum Domplatz und zurück ... Um 17.30 Uhr saß ich im Zug in Richtung Leipzig/Berlin.
Unterwegs entschied ich mich, dass ich in Berlin auch noch einen Zug fahren lassen würde, denn so könnte ich noch eine kleine Runde gehen.
Erstmal verlief ich mich aber hoffnungslos am Bahnhof und war drauf und dran, in der U5 zum Bundestag zu flüchten, doch auch die fuhr mir vor der Nase weg, sodass ich dann doch aus dem Labyrinth finden musste. Als ich den Kniff raushatte, wusste ich auch, wo ich meine Currywurst bekam, und die wurde - wie letztes Wochenende - verspeist.
Ich aß die Currywurst, während ich meinen üblichen Weg in Richtung Kanzleramt und Reichstag lief, ich lief über die Reichtagswiese und machte Fotos, ging weiter zum Brandenburger Tor und vorbei an der US-Botschaft zum Holocaust-Mahnmal, das so im Dunkeln schon (noch) gruselig(er) als am Tag ist ...
Ich erinnerte mich, dass die britische Botschaft in der Wilhelmstraße ist, und lief durch diese hindurch zu Unter den Linden, am Adlon vorbei in Richtung - wunderbar beleuchtetem - Brandenburger Tor.
Oh Mann, Berlin ist schon toll, und jetzt war ich in zwei Wochenenden so oft da wie in Jahren vorher - und kein Ende in Sicht. Sobald Corona vorbei ist, werde ich sicherlich mal am Freitag Abend nach Berlin fahren und am Samstag Morgen nach dem Partymachen (ja, ich, höhö) mit dem ersten Zug zurück ... Wenn ich es so lange durchhalte, höhö ...
Jetzt fuhr ich aber - nach diversen Fotos vom Brandenburger Tor - wirklich mit der U5 zurück zum Hauptbahnhof, ließ den IC mangels WLAN fahren und setzte mich wenige Minuten später in den ICE. Da hörte ich - wie immer auf meinen Touren - Musik und war dann doch froh, als ich in Hannover ankam und noch die frühere Stadtbahn erwischte.
Das war ein richtig schöner, spannender, interessanter Tag - ich hatte erstmals eine FFP2-Maske auf (weil ich in Nürnberg und damit in Bayern auch Bus fahren können wollte) und fühlte mich damit wohl und sicher ...
Sowas wie heute könnte man öfter mal machen ...
Achso, der Sieger? Ich habe zu viele Freunde in Thüringen, als dass ich irgendetwas anderes sagen könnte als "die Thüringer natürlich"! Aber im Ernst, so eine Thüringer Rostbratwurst ist schon was Leckeres ...
Heute mal viele Fotos:
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| Frauentorturm, Nürnberg |
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| Vor der Lorenzkirche |
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| Lorenzkirche |
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| Pegnitz I |
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| Pegnitz II |
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| Frauenkirche |
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| St. Sebald |
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| Drei im Weggla |
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| Blick von der Burg |
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| Burg in Nürnberg |
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| Thüringer auf dem Erfurter Anger |
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| Erfurter Dom |
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| Currywurst in Berlin |
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| Reichstag |
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| Brandenburger Tor |
Ich Dussel habe gestern im Gespräch mit einer meiner neuen Kolleginnen die Klappe nicht halten können und musste von meinem neuen Projekt erzählen, dass ich nämlich von meiner Wohnung aus bis zum Brocken im Harz laufen möchte. Die Kollegin verschluckte sich fast an ihrem Essen, und so komme ich aus der Nummer nicht mehr so richtig raus, fürchte ich ...
Daher machte ich auch heute (für gestern Abend siehe unten ...) Nägel mit Köpfen und ging nach einer wunderbaren Dusche auf erste Wandertour hier in Niedersachsen: Ich verließ das Haus und lief wieder in Richtung Deich (wo ich letzten Samstag schon eine kleine Rundtour gemacht hatte), unterquerte den Schnellweg und lief wieder über die Brücke über den Großen Ricklinger Teich. Am Ende des Weges bog ich nun aber nach rechts (also Süden) anstatt nach links (wie am letzten Samstag) ab und kam nach kurzer Strecke (es ging durch die Teichlandschaft) auf dem Gebiet der Gemeinde Hemmingen an - ich halte also die Stadt Hannover, jedoch nicht die Region Hannover verlassen.
Am Großen Döhrener Teich (der gehört noch zur Stadt Hannover) ging es weiter, und die meisten Menschen, die mir begegneten, waren mit ihren Hunden unterwegs (einen Dackel hatte ich - noch in Ricklingen - unbeabsichtigt erschreckt, der ist richtig zurückgeprallt, der arme Wauzi ...).
Am Hemminger Dorfteich vorbei (hier kam auch mal blauer Himmel raus, ansonsten war es recht bewölkt) ging es - am Ende auf einem richtigen Feld-Weg, auf dem ich ständig wegrutschte - in Richtung Landesstraße 389.
Durch einen Wald kam ich auf Gebiet von Laatzen und lief um die Laatzener Teichen herum, bis ich - erstmals überquerte ich die Leine - nach Alt-Laatzen kam. Hier fing auf einmal Schneetreiben (Im März! In Hannover! Im Flachland!) an, auch wenn schon vorher ein paar Schneeflocken (die ich zunächst ungläubig für Pollen hielt) gefallen waren ... Unglaublich!
Durch die Teufelskuhle lief ich hindurch und dann ein Stück an der Leine entlang, bis ich schließlich wieder auf die andere Flussseite wechselte. Die Planungsapp hatte mir einen Weg durch das Wasserschutzgebiet vorgeschlagen, aber das Tor war zu, sodass ich über die Matschpiste direkt am Leineufer ein bisschen einen Umweg laufen musste. Ich querte die Leine am Ende der Matschpiste ein drittes Mal und latschte, nachdem ich die B 443 unterquert hatte, nun am Großen Koldinger See entlang.
So langsam taten mir die Gräten weh, aber in die Leineauen da unten werde ich im Sommer noch mal gehen, denn das wird - bei Sonnenschein und Blättern an den Bäumen - ganz bestimmt noch ein bisschen schöner sein.
Nach einem Schlenker betrat ich Gebiet von Sarstedt und damit des Landkreises Hildesheim, und es folgte eine laaaaaange Gerade, bis ich kurz vor Ruthe (hübsche Kirche) die Innerste, einen Zufluss der Leine, überquerte. Ich hätte laut Planer an der Innerste entlang gehen sollen, aber ich entschied mich für den direkten Weg unter der ICE-Schnellfahrstrecke hindurch (als ich untendurch war, kam gerade ein ICE an ...) in Richtung Sarstedt.
In Sarstedt musste ich wegen Bauarbeiten noch einen Umweg laufen (aua!), aber dann trudelte ich am Bahnhof ein, erwischte den Regionalexpress nach Hannover, kaufte noch ein bisschen was ein, fuhr mit der Stadtbahn nach Hause, duschte und erwartete dann die schon unterwegs bestellte Pizza.
Boah, bin ich fertig - das war die erste Wanderung seit zwei Wochen (danach machte mein Zeh mir ja wieder ein bisschen Ärger), und da waren fast 19 Kilometer jetzt doch ein bisschen viel ... (Ich wollte eigentlich heute Abend mit einem Ex-Kollegen Fußball gucken, aber dem habe ich abgesagt, weil ich keinen unnötigen Schritt mehr machen wollte ...)
Die erste Etappe in Richtung Brocken ist also geschafft, ich schätze mal, dass es so sechs bis zehn Etappen werden, je nach gewählter Strecke, da gucken wir mal, wie ich da vorankomme. Das Ziel auf alle Fälle ist es aber, auf den Brocken hochzuwandern, im Hotel auf dem Brocken zu schlafen (sobald die wieder aufmachen dürfen) und dann wieder herunterzuwandern. Das sind jeweils 18 bis 20 Kilometer, und ich weiß noch nicht, ob ich von Bad Harzburg hoch und nach Wernigerode runter oder andersherum laufe, aber das entscheide ich, wenn ich in die Nähe des Harzes komme ...
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Gestern Abend verließ ich das Wochenende fürs Büro und entschied mich spontan, nach Hamburg zu fahren. Wer mich kennt, weiß, dass ich kein riesiger Hamburg-Fan bin, aber irgendwie hatte ich gestern Bock auf die Landungsbrücken. Ich setzte mich also in den ICE nach Hamburg-Altona und tüftelte - nachdem die Sonne untergegangen war - in mehreren Iterationen meine Strecke aus.
Am Ende blieb ich bis Altona im Zug sitzen, stiefelte dann zum Busbahnhof, verpasste den (nicht angepeilten) Bus knapp, fuhr dann mit dem angepeilten Bus über die Autobahn (!) und durch den Elbtunnel nach Finkenwerder und marschierte dort zum Fähranleger.
Fährefahren ist ja etwas, was ich für mein Leben gerne mache, und glücklicherweise hatte ich im Zug herausgefunden, dass ich mit dem City-Ticket und damit mit meiner Bahncard 100 auch auf den Hamburger Fähren kostenfrei fahren kann.
Der Kapitän hupte, als ich kam, was mich wunderte, denn ich hatte noch eine Viertelstunde Zeit, doch kaum war ich aufs Schiff geschlendert, legte dieses ab - da hatte ich die Fähre eine Viertelstunde vorher erwischt ... Auch gut. Ich ging hoch aufs Freiluftdeck, da saß noch ein Mann am Bug, während ich die gesamte Fahrt stand und Fotos vom Hamburger Hafen im Dunkeln schoss - herrlich! (Und dass ich "herrlich" und "Hamburg" in einem Satz verwende, hätte ich niemals gedacht ...)
Das ist definitiv eine Tour, die ich an einem schönen Wochenendtag nochmal mache, dann fahre ich alle Fähren im Hamburger Hafen einmal ab. Das wird schööööön ...
Nach ein paar Zwischenstopps kam ich an den Landungsbrücken an, wollte mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof, aber die U-Bahn fuhr wegen Bauarbeiten nicht durch, sodass ich auf den Bus umsteigen musste ... Am Ende war's fast egal, denn den Regionalzug um kurz nach 22.30 Uhr würde ich noch erwischen.
Ich holte mir am Bahnhof noch was zu essen (weil keine Fischbude mehr aufhatte und ich kein Fischbrötchen bekam, menno), half einem Spanisch sprechenden Marokkaner bei der Bestellung und lotste ihn dann noch zu seinem Zug nach Flensburg, während ich mich in den Metronom nach Hannover setzte.
Ganz am Schluss kam noch eine Fahrkartenkontrolle, und irgendwie hatte ich das Gefühl, die beiden Herrschaften, die mich in die Zange nahmen, dachten, ich hätte keine Fahrkarte, aber ich konnte sie eines Besseren belehren ...
Die Stadtbahnen fuhren heute Nacht nicht in Hannover, sodass ich vom Hauptbahnhof mit der S-Bahn weiterfuhr (einmal um den Maschsee herum ...), in Linden ausstieg und den verbleibenden guten Kilometer fußläufig überwand. Um halb zwei war ich zuhause, das war auch wieder ein richtig schöner Ausflug gewesen ...
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Eigentlich wollte ich morgen nach Lübeck und Travemünde, aber das Wetter spielt wohl nicht so mit. Stand jetzt steht Nürnberg hoch im Kurs (da wäre ich in drei Stunden), aber vielleicht mache ich morgen einfach faul oder - im Gegenteil - die zweite Etappe Sarstedt-Hildesheim (auch wenn ich im Moment nicht mal von der Etappe Küchentisch-Bett überzeugt bin, dass ich sie schaffe ...).
Ich werde berichten ...
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| Hamburger Hafen bei Nacht |
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| Großer Ricklinger Teich |
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| Leine |
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| In Sarstedt-Ruthe |
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| Norddeich |
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| Blick vom Deich auf den Strand |
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| Am Strand - herrlich! |
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| Großer Ricklinger Teich bei bewölktem Himmel |
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| Reichstagsgebäude |
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| Brandenburger Tor |
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| Holocaust-Mahnmal |
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| Die erste von vielen Botschaften am Samstag |
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| Rotes Rathaus |
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| Fernsehturm |
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| Schloss Bellevue aus dem Bus |
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| Gedächtniskirche |
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| Schwebebahn über Straße |
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| Schwebebahn über Wupper (keine Montage!) |
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| Bielefeld |
Was hat der denn heute schon wieder genommen? Offenbar zu wenig ...
Jesus, Maria und Josef dürften kulturhistorisch den meisten Lesern vage bekannt sein, jedenfalls fluchte ich heute ein bisschen, als ich oberhalb von Bühl einen steilen Berg emporstieg. Da begegnete mir ein Wegeskreuz mit einem goldenen Jesus; das machte den Weg aber nicht besser, weil ich wenige Meter darauf auf einen matschigen Feldweg einbiegen musste, sodass ich mir Sorgen machte, dass der Busfahrer angesichts meiner Schuhe nicht nur Jesus, sondern auch seine Eltern anrufen wollen würde ... Am Ende war's dem Busfahrer wurscht, wie meine Schuhe aussahen, zumal ich ein bisschen Matsch ja auch schon wieder heruntergelaufen hatte ...
Ich verpennte heute erst einmal den "bequemen" Bus, mit dem ich binnen einer guten Stunde von Bonndorf in Berwangen, einem Ortsteil der Gemeinde Dettighofen angekommen wäre, sodass ich den Bus eine knapp Stunde später (knapp) erreichte. Der Busfahrer in Bonndorf konnte meine Tageskarte gar nicht rauslassen, der Busfahrer in Stühlingen ließ mir erst die falsche raus (wobei ich da mindestens eine Teilschuld trug, weil ich nicht wusste, dass ich auch eine Tageskarte hätte kriegen können, die nicht alle Zonen des Landkreises Waldshut umfasste), dann aber hatte ich beim WTSOLO24 oder wie das Ding heißt in Händen und gab es bis zum Abend nicht wieder her.
Insgesamt stellte ich mich nicht so clever an, weil der Busfahrer aus Bonndorf mich in Stühlingen fast nicht rausgelassen hätte, weil ich zwar den Stop-Knopf gedrückt hatte, aber das Teufelsding nicht den Alarm beim Fahrer ausgelöst hat - Mistdings ... Dafür war ich bis Schwaningen der einzige Gast im ganzen Bus gewesen, was auch nicht sooo verkehrt war.
In Stühlingen stieg ich um in den Bus nach Lauchringen, in Lauchringen in den Bus nach Erzingen und unterwegs in Grießen in einen Kleinbus nach Berwangen in Hinterpfuideibel, aber durch Berwangen war ich einst im Mai (tatsächlich war es Mai, nämlich der 17.) gekommen, und hier wollte ich an mein bisheriges Streckennetz anknüpfen.
Es ging erstmal an der Straße, auf der der Bus aus Dettighofen gekommen war, zurück nach Dettighofen, dann über die Bundesstraße und in Richtung Feld. Mein Zeh und meine Wade taten mir schon früh wieder weh, das ist nicht gut so, aber ich wollte halt zumindest diese offene Flanke zwischen Berwangen und Günzgen schließen und damit ein weiteres Gebiet umrundet haben, also biss ich auf die Zähne.
Ich sah von Ferne, auf der anderen Seite des Tals, den Grenzübergang Bühl/Hüntwangen, über den wir immer zum Flughafen Zürich fahren, ehe mich auf einem Feldweg in Richtung Bühl begeben wollte. Ich wäre besser auf der Straße gelaufen, denn der Feldweg endete und es folgte Gebüsch ... Nun, ich wollte nicht zurücklaufen, also kämpfte ich gegen Sträucher und Bäume und Äste, fluchte wie ein Rohrspatz, ging über einen verwunschenen Privatgarten und kam an Ende mit Striemen an den Armen (ooooooooooooh!) an der Straße raus.
Ich überquerte die Bundesstraße und kraxelte den Berg hinauf, vorbei am Jesus, über Matsch und Schlamm, bis ich das erste Etappenziel erreicht hatte (schweratmend): den Grenzstein Nr. 26 zwischen Baden und Zürich ...
Ich kraxelte noch ein bisschen weiter, vorbei an 25c, 25b und 25a (Zürich und Baden haben nicht fortlaufend nummeriert wie Schaffhausen und Baden, sondern arbeiteten mit Haupt- und Nebengrenzsteinen, wobei die Nebengrenzsteine eben mit Buchstaben in eine Reihenfolge gebracht werden ...), bis zur 25 kam (und folgerichtig die grobe Richtung wechselte). Es ging wieder über einen wunderbaren Pfad exakt auf der Staatsgrenze (ich hielt mich natürlich ordungsgemäß rechts, auf deutscher Seite ...) entlang bis zur 24 (die übrigens ein richtig schöner Grenzstein ist).
Dann begann der Kobayashi-Maru-Test - was'n das schon wieder? Bei Star Trek (Raumschiff Enterprise, Spock und Captain Kirk und so) wird die Charakterstärke der angehenden Führungsoffiziere dadurch beobachtet, dass man sie in einer Simulation in eine ausweglose Situation mit einer unlösbaren Aufgabe, nämlich das Schiff "Kobayashi Maru" zu retten, bringt. Bis Captain Kirk hatte sich keiner aus der ausweglosen Simulation befreien können, dann kam er ... und schummelte ...
Eine unlösbare Aufgabe wäre es auch gewesen, die Grenzsteine an diesem Grenzverlauf zwischen Grenzstein 24 und 23 so aufzureihen, wie es gedacht ist, denn da haben die Badener und Zürcher echt den Vogel abgeschossen: Den Anfang machen 23d, 23c und 23b, so weit, so gut ... Dann aber kommt der Grenzstein 23a.1, gefolgt vom Grenzstein 23a. Danach kam - latürnich! - der Grenzstein 23.1 und schließlich, oh Wunder, der Grenzstein Nr. 23 ... Was für ein Chaos! Des Rätsels Lösung ist - natürlich -, dass die Grenzsteine 23.1 und 23a.1 nachträglich, nämlich im Jahr 1900, eingefügt wurden (der übrige Grenzverlauf stammt aus dem Jahr 1839, wobei der eine oder andere Stein auch ersetzt wurde), was diesen höchst irregulären Grenzsteinverlauf ergibt ...
So, ist noch jemand wach? Ja? Gut!
Ich hätte noch weiter an den Grenzsteinen den Berg runterlaufen können, aber da gibt es auf keiner konsultierten Karte einen offiziellen Weg, also ließ ich es, zumal der Weg recht steil wirkte ... Ich ging dafür einen etwas weniger steilen (also nicht ganz so direkten) Pfad nach unten, bis ich schließlich in Günzgen ankam, wo ich am 9. Januar schon gewesen war ...
Der Grenzstein 14 wurde erneut besucht und der Grenzstein 12 erstmals, danach verabschiedete ich mich wieder von der Grenze und lief - schleppte mich - über Feldwege und Pferdewege nach Herdern und von dort zur Bushaltestelle am Industriegebiet in Hohentengen.
Dort war ich eine halbe Stunde zu früh, setzte mich auf so eine Eisenstange, die Autos davon abhalten soll, gegen die Hauswand zu fahren, ging fünf Minuten vor Abfahrt zur Haltestelle, der Bus kam - und der Busfahrer, der mir heute Morgen in Stühlingen die Fahrkarte verkauft hatte, grinste mich an ... Der wird sich auch überlegt haben, wie ich von Lauchringen hierher nach Hohentengen kam ...
In Tiengen und Lauchringen stieg ich um, und schließlich fuhr der Bus mit Endstation Bonndorf durchs Steinatal und durch Bettmaringen und ließ mich dann an der Realschule hier raus. Von da wackelte ich nach Hause und bin mal wieder total fertsch ...
Es war heute ein schöner Tag, die Sonne schien schon fast warm, ich habe ein paar Grenzsteine gesehen und die 1200-km-Marke im Schwarzwald geknackt, alles bestens, wenn mein Zeh und die linke Wade nicht wäre ... Ich denke, morgen werde ich dem blöden Bein nochmal einen Tag Pause geben, dann gucken wir, wo es am Sonntag hingehen könnte ...
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| Auf dem Dorf in Berwangen |
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| Schöner Grenzstein |
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| Verwirrender Grenzstein Nr. 23a.1 |
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| Blick auf das Rheintal oberhalb von Günzgen |