Meine Länder

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Länder in dunkelgrün wurden bereits besucht, Länder in hellgrün sind fest geplant, Länder in orange sind in vorläufiger Planung für die nächsten zwölf Monate, Länder in dunkelgrau wurden nur im Transit besucht, Länder in gelb sind für einen Transit fest geplant.

Montag, 20. April 2020

So nah und doch so fern ...

In diesem Blog geht es um meine Reisen, und auch wenn man unter "Reise" natürlich auch eine Tour innerhalb Deutschlands verstehen kann, so war doch implizit immer gemeint, dass ich Deutschland verlasse und fremde Welten erkunden (jaja, Bayern ist auch in Deutschland, stimmt schon, aber so insgesamt ...).

Heute war ich soooo nah dran an der einigermaßen fremden Welt Schweiz, weniger als zehn Meter, aber der Wiizemersteg, das Brückchen über die Wutach zwischen Weizen-Bahnhof und Schleitheim, war unmissverständlich gesperrt - auf Schweizer Seite wehte zwar nur ein bisschen Flatterband, aber auf deutscher Seite war ein Bauzaun mit "Fußgänger-verboten"-Schild dran ... Und selbst wenn man das hätte ignorieren wollen, hätte man eine ziemliche (und ziemlich gefährliche) Kletterei vor sich gehabt ...

So nah war ich also an der Schweiz, und kam trotzdem nicht über die Wutach - aber es kommen bessere Zeiten, da bin ich sicher, und dann wird dieser Steg überquert. Ich bin vorsichtig mit derlei Gelübden, aber das hier ist - soweit ich denn gesund bleibe - ein relativ einfach zu erfüllendes, also dann - so sei es ...

Das Mamataxi hatte mich heute (Wanderregel Nr. 1: "Während der Wanderung muss Bonndorfer Gebiet fußläufig berührt werden.") maximal östlich auf Bonndorfer Gebiet, also in Dillendorf, rausgeschmissen und von dort marschierte ich den mir schon von vor sechs Tagen bekannten Weg in Richtung Schwaningen.

Ich wollte einen anderen Weg wählen als damals, verguckte mich aber auf der Karte, bog einmal zu früh ab und lief dann steilste Weg von Schwarzwald ... Als ich oben angekommen war, lief ich einen ähnlich steilen Weg wieder runter und landete auf der gemütlichen, fast ebenen Strecke, die ich ansonsten gelaufen wäre ...

Ich startete die heutige (mit gut achteinhalb Kilometern nich übermäßig lange) Spazierwanderung auf 650 m, und diese 200 m Unterschied zu Bonndorf (850 m) merkt man: Die Laubbäume sind schon ziemlich grün, da gibt es noch einmal ganz andere Bilder als weiter oben in Bonndorf oder gar Rothaus und Faulenfürst bei knapp oder über 1.000 Metern ...

Schwaningen wurde durchschritten, ich verweigerte mich dem Wanderweg, der mich mitten in den Kalvarienberg geführt hätte und blieb in der Nähe der Straße von Schwaningen nach Weizen, durchlief Weizen (da bin ich schon oft durchgefahren, aber sehr selten zu Fuß unterwegs gewesen ...), beobachtete Vater und Sohn auf dem Dorfsportplatz von Weizen beim Kicken und landete nach weniger als zwei Stunden gemütlicher Wanderung in Weizen-Bahnhof.

Dort überquerte ich die Gleise der Museumsbahn, lief am Mitarbeiterparkplatz des dort ansässigen Putzherstellers vorbei und wurde jäh durch den Bauzahn auf dem Brückchen gestoppt. Nun denn, ich hatte mein Tagesziel erreicht und rief das Mamataxi, das den Sport treibenden Sohn (ja, ich schwitze ein bisschen beim Spazierwandern!) abholte ...

Auch das war eine schöne Tour heute, und hatte genau die richtige Länge, um den Kopf ein bisschen freizukriegen, ohne die Füße zu sehr zu schinden ...

Mal sehen, wo es morgen Abend hingeht ...

Zwischen Dillendorf und Schwaningen

Hellgrüner Wald

Schwarzwald mit Sonne und Linsenspiegelung

Kalvarienberg

Wasserfällele

Blühende Bäume

Ende des Weges (und der Bundesrepublik)

Deutschland, Wutach, Schweiz (von links)

Sonntag, 19. April 2020

Fuulefürscht

Keine Ahnung, wieso auf dem Ortsschild "Faulenfürst" steht, denn jeder hier im Schwarzwald spricht dieses Örtchen, das zur Gemeinde Schluchsee gehört, als "Fuulefürscht" aus, selbst meine Mutter spricht das in unbeobachteten Momenten in alemannischem Idiom, als ob sie seit 47 Jahren hier leben würde ... Das ist so ähnlich wie mit der zu Stühlingen gehörenden Gemeinde Mauchen, die jeder "Muuche" ausspricht, wie da das "a" reingekommen ist, ist eines der großen Mysterien unserer Zeit ...

Naja, jedenfalls bin ich heute in Faulenfürst wieder auf große (mehr oder weniger) Wanderung gestartet, die mich - nach kurzem Schlenker - durch das zu Grafenhausen gehörende Balzhausen ans Ufer der Steina und von dort über den Weiler Sommerau, das Gehöft und Haus Öttiswald, das Haus Walke fast zum Haus Steinasäge brachte. Der Hafer stach mich und ich liefer weiter, am Haus Steinabad vorbei (da stehen mehrere Häuser, aber die Wikipedia spricht von "Haus Steinabad") und ließ mich schließlich am nächsten Brückchen über die Steina abholen, an einem Spielplatz, an dem meine Eltern offenbar öfter mit mir waren, als ich noch Kind war ...

Das war auch heute wieder richtig schön, gut elf Kilometer durch den Wald, allermeistens schön eben oder ein bisschen bergab, das war gut.

Heute habe ich dann auch die 100 km in 15 Tagen vollendet, es ist also ein bisschen was zusammengekommen, seit ich am 9. April die 42-Kilometer-Marke überschritten hatte auf meiner Tour nach Göschweiler.

Am 10. April, an Karfreitag, machte ich nur eine kleine Runde in Richtung Dillendorf, mit einem Abstecher zum Krummen Föhrle und auf den Bonndorfer Hausberg, den Lindenbuck, nur um es am Ostersamstag dann richtig zu übertreiben.

Wieder lief ich am Hundesportverein vorbei, danach aber in Richtung der Gemeinde Wutach und landete nach einem kurzen Stopp am Bildhaus - dort hat man wirklich einen fantastischen 360°-Blick auf die umliegenden Ortschaften in downtown Ewattingen. Ich wollte eigentlich auf dem schnellsten Weg zur Wutachmühle, aber der schnellste Weg war wegen Forstarbeiten - wie ich später feststellte - gesperrt ("Lebensgefahr!"), sodass ich den langen (und nicht minder lebensgefährlichen) Weg an der Straße entlang auf mich nehmen musste.

An der Wutachmühle hätte ich es gut sein lassen sollen, aber mein Ehrgeiz trieb mich an, meinen geschundenen Körper über die Kreisgrenze bis zur Scheffellinde in Achdorf zu treiben, in der ich vor vielen Jahren mit meinen Eltern war - das muss also mindestens 13 Jahre her sein ...

Die letzten Kilometer entlang der Wutach durch Aselfingen und hinein nach Achdorf wurden immer länger, und selten erwartete ich das mütterliche Taxi nach Hause und die warme Dusche so sehnlich ...

Dementsprechend brauchte ich erstmal zwei Tage wanderfrei, um die Blasen an meinen Füßen ein bisschen auszukurieren. Am Dienstag traute ich mir dann aber die gut 10 Kilometer über Brunnadern (dass da einer die Reichskriegsflagge draußen hängen hat, spricht Bände, auch wenn die nicht verboten ist) und Dillendorf in den Stühlinger Ortsteil Schwaningen zu. Und ja, auch das war ein schönes Stückchen, wenn auch ziemlich asphaltlastig, jedenfalls bis ich dann hinter Dillendorf im Wald verschwand.

Am Mittwoch machte ich nur eine ziemlich kleine Runde - ich lief in Richtung Steinasäge, bog dann aber hinter dem Sportplatzgelände ab und marschierte einigermaßen ebenerdig durch den Wald - kaum ein Mensch, sehr schön ... Ich verpasste nur den richtigen Abzweig und lief schließlich ein, zwei Kilometer die nicht wenig befahrene Landstraße hoch, bevor ich durchs Neubaugebiet abkürzte und über Straßen, die ich in meiner Kindheit auf dem Weg zu meinen Neffen hunderte Male gefahren oder gegangen sein muss, nach Hause zurückzukehren.

Und am Donnerstag schließlich nutzte ich das Ma-Taxi gleich doppelt, denn zunächst fuhren wir nach Rothaus. Ich stieg aus und wanderte los, sie fuhr zurück ... Über zunächst einen wunderbaren Schotterweg lief ich die schnurgerade Strecke in Richtung Bonndorf, aber der Schotterweg ging übergangslos in einen - der Schwarzwaldverein nennt das euphemitisch so - "Naturweg" über. Da liegen dann gerne mal Bäume in der Gegend rum, matschig ist es auch mal schnell, und öfter als einmal brauchte ich alle drei Navigationsgeräte, die ich auf meine Handys geladen habe, um den mehr oder weniger rechten Weg zu finden ...

Nach einer weiteren Kletterpartie über diverse Bäume (die ich mir durch einen kleinen Umweg hätte sparen können) hätte es mich nicht mehr gewundert, wenn mir ein verwilderter Holländer begegnet wäre, der hier seit Tagen ohne Karte und Akku herumnavigiert ...

Zwischen Ebnet und der Steinasäge - es ging steil bergab - versperrte mir auf einmal eine ganze Batterie von umgefallenen Bäumen den Weg. Nach vorne ging also nix, zurück - berghoch - wollte ich nicht, also kletterte ich die Böschung hoch (meine Jeans hatte sich danach die Waschmaschine redlich verdient), schaute, dass ich da im Wald nicht abstürze oder über andere umgefallene Bäume fliege, und kam nach ein bisschen Umweg und schnellem Unter-den-umgefallenen-Bäumen-Hindurchlaufen unfallfrei an der Steinasäge an. Das letzte Stück bis ans Wunschziel Steinabad lief ich dann auf der Straße ... Auch schön ...

Jetzt sind es seit dem 5. April also 101,74 Kiometer in nicht ganz 24 Wanderstunden geworden, nächste Woche habe ich ein paar Tage Urlaub, da werde ich mich wahrscheinlich wieder ein bisschen in der Gegend umschauen, denn irgendwie macht das tatsächlich Spaß, da allein durch den Wald zu spazieren und seinen Gedanken nachzuhängen.

Vielleicht wage ich mich mal um den Schluchsee (17 km, aber relativ eben), aber das entscheide ich wahrscheinlich spontan ...

Krumm Föhrle

Die Wutach zwischen Wutachmühle und Aselfingen

Blick von der Dillendorfer Straße auf Wellendingen

Hinter Brunnadern

Vor Dillendorf

Unterwegs auf dem Ganterwegle

Unterwegs auf dem Ganterwegle

Unterwegs auf dem Ganterwegle

Zwischen Rothaus und Ebnet

Balzhausen

Unterhalb von Balzhausen

Steinatal

Steinatal

Donnerstag, 9. April 2020

Glashütte! Lotenbachklamm?! Stallegg!

Wenn mir einer vor sechs Wochen erzählt hätte, dass ich mal an fünf Tagen in Folge durch den Schwarzwald wandere, hätte ich ihn einweisen lassen.

Aber, wie mancher Kunde schreibt, "in diesen verrückten Zeiten" muss man sich ja doch ein bisschen bewegen, und wenn ich schon nicht (ab morgen) auf der Isle of Man herumwirbele, dann wirbele ich eben im Schwarzwald durch die Gegend ... Und, ehrlich gesagt, die Entfernungen sind ja nicht so wahnsinnig weit, wenn man sich das mal anguckt ... Natürlich ist es ein bisschen frustrierend, wenn man zwei Stunden durch den Wald wandert und dann - vom Extraktionspunkt - in fünf bis zehn Minuten mit dem Auto wieder zuhause ist, aber der Weg ist ja das Ziel und überhaupt ...

Vorgestern also machte ich mich in Richtung der angekündigten Glashütte. Ich geriet auf ein jedenfalls teilweise von Mountainbikern genutzten Weg, sodass mir mehr als ein Fahrrad begegnete, und ich bin immer noch (oder wieder) überrascht, dass hier in der Provinz die Leute einen im Wald grüßen ...

Ich lief in Richtung Westen, und da ich am späten Nachmittag unterwegs war und die Sonne im Westen untergeht, habe ich ein paar schöne Fotos gemacht, teilweise direkt in die Sonne, die mein Handy aber in durchaus schicke Bilder umrechnet.

In Richtung Glashütte wurde der Mountainbike-Weg dann so langsam ein Schwere-Waldfahrzeuge-Weg, denn es war matschig, der ein oder andere Baum lag faul in der Gegend rum und kurz vor Glashütte musste ich aufgrund des letzten umgestürzten Baumes ein bisschen über den Abhang balancieren - ging aber alles gut ...

Ich hatte schon wieder vergessen, dass um die Glashütte (achso, Ortsteil Holzschlag, und während der Tour war ich ziemlich sicher eine Weile auf Gündelwanger Gebiet) herum doch ein paar Häuser sind.

Die letzten Meter waren also wieder auf Asphalt, nach insgesamt etwas weniger als acht Kilometern hatte ich die Glashütte erreicht und wartete auf die Abholung ...

Gestern machte ich einen kleinen Spaziergang und hatte die Lotenbachklamm als Weg und die Schattenmühle als Ziel auserkoren. Ich lief über den Philosophenweg mit Panoramablick auf Bonndorf (leider war fotografiertechnisch nicht so ganz gutes Licht ...) und danach in Richtung Galgenbuck, bog rechts ab und war, als ich schließlich durch die Häuser Tiefental lief, völlig überrascht, dass da tatsächlich Leute leben, und zwar eine zweistellige Anzahl ...

In meiner Erinnerung hatte sich - schon in Kindestagen und nie mehr hinterfragt - die Gewissheit eingebrannt, dass Tiefental eine verlassene Siedlung, eine Wüstung oder was auch immer, sei, aber da leben Leute, die den Wanderer sogar als "Wanderer!" grüßen (so ähnlich wie man als Weißer in Afrika manchmal als "mzungu" gegrüßt wird ...) - unglaublich ...

Das Ziel war die Lotenbachklamm, aber da die gesperrt war (was man nicht so richtig gut sehen konnte), kann ich darüber nicht berichten ...

Heute nun hatte ich einen Brückentag (jaja, Brücke mit nur einem Brückenkopf, aber sei's drum) und wollte die 10-Kilometer-Marke nochmal knacken, gleichzeitig aber möglichst nicht (steil) bergauf gehen. Ich hatte von der Burgruine Stallegg noch nie gehört, obwohl sie nur knapp außerhalb von Bonndorfer Territorium ist, und die wollte ich mir angucken ... (Spoiler vorab: Burgruine lohnt nicht, und das mit dem "nicht steil bergauf" ging in die Hose, aber sowas von ...

Ich lief also zunächst die gleiche Strecke durch die Bonndorfer Vorstadt wie vorgestern für die Glashütte, ging dann aber gerade an der alten Bahntrasse entlang in Richtung Gündelwangen, bog also nicht nach links in Richtung Glashütte ab. Der Weg war sehr gut, Mountainbiker begegneten mir auch hier, aber der Weg war breit, sodass das kein Problem war ...

Das Handy führte mich auf die alte Bahntrasse, und das war ein (kleiner) Fehler, denn die war auch sehr matschig, aber nachdem ich das Matschstück überwunden hatte, landete ich am alten Bahnhof in Gündelwangen. Von dort ging es weiter durch Holzschlag, über die Fahrradbrücke, kurz auf Lenzkircher Gebiet (ich verließ also erstmals das Gebiet der Stadt Bonndorf im Schwarzwald) weiter, nur um dann auf das Gebiet der Gemeinde Löffingen zu gehen, denn dort lag die Stallegger Brücke über die Wutach.

Der Weg war wunderbar, leicht bergab, aber meine zarte Hoffnung, dass das eine richtige Straße, so mit Autobefahrbarkeit und so, wäre, wurde jäh zerstört - das war ein Waldweg ... Nun stand ich da unten an der Wutach und musste an einen geeigneten Extraktionspunkt, und den konnte ich über einen vermatschten, steilen Weg erreichen. Nach zehn Kilometern Weg tat der steile Anstieg noch mehr weh (ooooooh, ja, richtig, hab ich mir verdient!), und für den Kilometer brauchte ich über zwanzig Minuten ...

Nach einem kurzen Abstecher zur Burgruine (wenig spektakulär, siehe oben) schleppte ich mich in den Löffinger Ortsteil Göschweiler, rief von dort meine Mutter an und wurde abgeholt. Dusche, Bett, lecker Roulade hatte ich mir redlich verdient ...

Schön war's, das waren in fünf Tagen jetzt über 42 Kilometer, so viel bin ich in den letzten 25 Jahren wahrscheinlich nicht mehr gewandert ..

Jetzt aber Fotos:


Unterwegs nach Glashütte

Schweres Forstgerät formte diesen Weg

Wald

Waldweg mit Baum im Weg

Hochsitz in der Sonne

Blick auf Gündelwangen

Unterwegs nach Stallegg

Stallegger Brücke in Sicht (da ging's mir noch gut ...)

Montag, 6. April 2020

Neun Ortsteile

... hat mein Heimatort, und wenn ich meinem 144. Land schon nicht nahekomme in den nächsten Wochen, so könnte ich mir doch zum Ziel setzen, in den nächsten Tagen mal wieder alle Ortsteile von Bonndorf im Schwarzwald zu besuchen, denn in den meisten war ich seit meinen Kindertagen nicht mehr richtig ...

Nachdem ich gestern also an Wellendingen vorbeimarschiert bin und die auf dem Gebiet des Ortsteils Wittlekofen gelegenen Roggenbacher Schlösser nicht besucht habe (und auf dem Heimweg mit meiner Mutter sowieso durch Wittlekofen gefahren bin), ging es heute in Richtung Boll.

Ich hatte heute Morgen ziemlich früh angefangen, und machte dann um kurz vor 18 Uhr Schluss. Ich hatte ein bisschen Bewegungsdrang, also ging ich - nicht auf dem schnellsten Weg - erstmal in Richtung Westen (Boll liegt im Norden), bog am Abzweig Schluchsee auf den Galgenbuck ab und lief dann in Richtung Tiefental und weiter nach Boll.

Am Einstieg in die Wutachschlucht ließ ich mich - es wurde jetzt dann doch dunkel - nieder und wartete auf meine Mutter, die mich abholte.

Das war ein schönes Spaziergangle, und das Wetter ist gerade so genial, dass man einfach ein bisschen die Natur genießen muss, zumal einem ja sowieso nicht viel mehr übrig bleibt, wenn man nicht 24 Stunden im stillen Kämmerchen sitzen und arbeiten will.

Fotos gibt's auch:


Mit Mond ...

Mal gucken, ob ich morgen Lust habe, irgendwohin zu spazieren ... Glashütte?

Sonntag, 5. April 2020

Fragmente

... der Reisen sind noch nicht storniert worden, aber die allermeisten Flüge, die ich für die nächsten Monate gebucht hatten, sind inzwischen von den Fluggesellschaften storniert worden.

Von den vier Flügen auf die Isle of Man besteht aktuell noch einer (Dublin-Frankfurt am Ostermontag), aber ich bin zuversichtlich, dass die den auch stornieren.

Von den Flügen nach und in Ozeanien ist inzwischen auch fast alles storniert, der Inlandsflug in Neuseeland noch nicht, und die Verbindung Samoa-Amerikanisch-Samoa womöglich auch noch nicht, aber da muss ich mal in den nächsten Tagen anfragen, ob die wirklich noch die Flüge anbieten bzw. ob ich stornieren kann ...

Auch Thailand/Myanmar ist praktisch alles storniert, aber so gibt es wenigstens mehr oder weniger einen sauberen Cut.

Hotels hatte ich ja eh schon alle storniert, Isle of Man hat die Anzahlung schon überwiesen, Samoa - noch mehr oder freundlicher Erinnerung - wohl jetzt auch ... Da geht es immerhin um 500 Euro, die möchte ich schon gerne zurückhaben, bevor das Hotel pleitegeht.

Apropos pleitegehen: Die meisten Fluggesellschaften bieten ja - zumindest auf den ersten Blick - nur Gutscheine an, bei denen kein Mensch weiß, ob die Fluggesellschaften in einem halben Jahr noch existieren und - gerade wenn man dieses Insolvenz-Problem vielleicht gerade mit den Gutscheinen umgehen kann - ob die Flüge dann noch zu vergleichbaren Preisen zu bekommen sind.

Ich werde mal gucken, was da zu holen, und bei den Fluggesellschaften, die zu spät (weniger als vierzehn Tage vorher, Aer Lingus könnte da ein Kandidat sein) storniert haben, kann man ja immer noch schauen, ob man noch eine Entschädigung einklagen kann.

Apropos Entschädigung einklagen (boah, was habe ich heute für Überleitungen ...): Ich habe heute noch den Prozess angestoßen, um von SAS für die verstreikten Flüge aus Spitzbergen nach Hause (das war Anfang Mai 2019) noch die übliche Entschädigung rauszukriegen. Inzwischen ist die Rechtslage wohl so klar, dass ein Streik des Kabinenpersonals der Fluggesellschaft zuzuschreiben ist, wäre ja schön, wenn wir da zumindest ein bisschen was zurückbekämen ...

Alles in allem keine wunderschöne Situation, aber 2021 werden dann halt vielleicht die Reisen von 2020 nachgeholt - das wird dann auch schön.

Für meinen Geldbeutel ist die Situation gerade insgesamt ziemlich schonend, vielleicht bleibt mir dann doch der Schulturm erspart ...

Und während der Zeit, in der ich hier im Schwarzwald festhänge, entdecke ich das Wandern und Spaziergehen.

Nachdem mein Anfall von Joggingwahn vor zweieinhalb Wochen zu massiven Beschwerden in der Rumpfmuskulatur führte, konnte ich die letzten Tage wieder einigermaßen schmerzfrei gehen. Heute brach ich zu den Roggenbacher Schlössern auf, an denen ich zuletzt vor 25 bis 30 Jahren war.

Das war eine richtig schöne Tour durch den Schwarzwald, in Richtung Steina ging es dann einen steilen und nicht so richtig gepflegten Weg runter, aber davor und danach waren die Wege wunderbar ... An den Roggenbacher Schlössern fand ich den (Neben-)Eingang nicht - der Eingang, den ich fand, war gesperrt, aber es waren Menschen oben auf der Aussichtsplattform, und nachdem mein Umgehungsversuch an mehreren Baumstämmen über dem Weg gescheitert war, ließ ich es nach genau zehn Kilometern Weg dann auch sein: Man muss ja für den Anfang nicht übertreiben ...





Fotos am 20. April noch einmal hochgeladen, da schien etwas schiefgegangen zu sein ...

Montag, 16. März 2020

Buchen ist schöner

... als so langsam, aber sicher die Reisen stornieren müssen ... Aber es hilft ja nix, fürchte ich.

Australien, Neuseeland, Fidschi und Samoa verlangen inzwischen Quarantäne oder verweigern Deutschen gleich komplett die Einreise, sodass - wenn nicht ein Wunder der Kategorie "Moses teilt Rotes Meer" passiert - wir jedenfalls praktisch nicht werden einreisen können. Ich warte im Moment noch darauf, dass Etihad die Flüge storniert, damit wir mehr oder weniger problemlos die Rückerstattung bekommen müssten. (Etihad scheint im Übrigen relativ kulante Stornierungsregelungen zu haben, sodass ich mir da keine großen Gedanken mache ...)

Die Risikoabwägung, ob man einen (unter normalen Umständen) stornierbaren Flug bucht oder nicht, könnte hier halt in die Hose gegangen sein, aber das war Abwägung von Wahrscheinlichkeiten (ob es sich lohnt, die teurere Risikoabsicherung zu wählen oder nicht), das ist dann auch in Ordnung so ...

Insgesamt wird, so denke ich, gegen Ende März nochmal ein größerer Schwung an Flügen abgesagt, und dann ist eh der Ofen aus.

Bis vor wenigen Tagen war ich - so schnell kann es gehen - hoffnungsvoll, dass die Isle of  Man doch noch funktionieren könnte; inzwischen bin ich einigermaßen sicher, dass auch da die Flüge nicht mehr fliegen werden bzw. die Iren/Manxmen uns nicht mal mehr reinlassen.

Ein kleines bisschen Hoffnung habe ich noch für Thailand/Myanmar, aber auch die schwindet täglich ...

Als kleinen Trost haben meine Mutter und ich (ja, ich bin heim zu Mama geflüchtet, auch wenn sie formal betrachtet nun auch schon Risikokandidatin ist, aber Frau Mutter hat mich zurückbeordert, solchen Anweisungen folgt man besser - und ich wollte ja in Wiesbaden nun auch nicht vollends vereinsamen, wenn die Ausgangssperre kommt ...) gestern noch die Länderplakate in meinem Arbeitszimmer auf den aktuellen Stand gebracht. Da hängen nun also 143 Plakate mit offiziellem Staatsnamen, Karte, Flagge, Hauptstadt und ein paar statistischen Daten, und ich fürchte, so bald wird dann doch kein 144. Plakat hinzukommen.

Seufz ...

Aber solange es uns gutgeht und wir vielleicht Ende dieses Jahres oder 2021 wieder was von der Welt sehen können, werde ich das ertragen ...

Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht jeden Schritt des Stornierungsprozesses so ausgiebig berichten will, wie ich es vielleicht bei einer Buchung machen würde, aber dazu ist das alles zu belämmernd ...

Gesund bleiben!

Dienstag, 25. Februar 2020

"She likes you"

... sagte das Frauchen, deren (kleine) Hündin mich am Curracloe Beach ansprang, zu mir ... Überhaupt sind an den Stränden, jedenfalls jetzt im Winter, viele Menschen mit ihren Hunden unterwegs - und gestern habe ich auch zwei Pferde am Strand vorbeigaloppieren sehen ...

Auch gestern Morgen stand ich gegen 8 Uhr auf, frühstückte um 9 Uhr, fuhr nochmal nach Our Lady's Island, entschied mich dann aber, nach Curracloe durchzustarten.

Es ist unglaublich, wie riesig der Parkplatz dort ist und wie leer er im Februar ist - mich würde ja schon interessieren, wie das hier im Sommer ist.

Ich machte nochmal einen eineinviertelstündigen Strandspaziergang (diesmal ging ich zuerst in Richtung Süden), ehe ich auf die M11 in Richtung Dublin, um Dublin herum und schließlich zum Flughafen fuhr. Ich musste noch tanken, brachte das unfallfrei über mich und gab dann - das ist fabrikmäßig da, zackzack - mein Auto ab.

Ich war - natürlich - viel zu früh, ging in die Lounge, verabschiedete mich mit Guinness von Irland und guckte im Flieger dann wieder Serien.

Die Kommunikation der Bahn war katastrophal - da war wohl die Strecke gesperrt, aber das wurde erst extrem spät kommuniziert, sodass wir dann alle vom Regional- zum Fernbahnhof stiefelten ... Wenigstens saß ich vorne, holte noch mein Abendessen und war dann recht bald zuhause.

Es war so, so schön - und ich freue mich schon auf den 9. und vor allem den 12./13. April, denn dann komme ich ja wieder nach Irland, wenn auch nach Dublin.

Sonntag, 23. Februar 2020

"a) Whiskey oder b) ..." "b)!"

Der Whiskey (oder auch der Whisky) und ich werden einfach keine Freunde. Das Gesöff gestern, Kilbeggan hieß es, war zwar nicht schlecht, im Gegenteil, sogar relativ mild, aber der kluge Barkeeper hatte mir gleich noch ein Guinness aufgeschwatzt, und da wurde der Vergleich natürlich ganz offensichtlich ... Kinners, stellt mir ein Guinness hin und ich bin glücklich ...

Gestern saß ich nicht - wie am ersten Abend - in der Lounge, sondern in der Bar, und da war es zwar ein bisschen ruppiger vom Ton her, aber ich kam mir nicht ganz so verloren vor, zumal mich der eine oder andere - auch heute Abend wieder - anquatschte und fragte, wie es mir geht, und ob wir vielleicht einen zusammentrinken ... Beim letzteren Angebot war ich aber schon auf dem Heimweg - es war ein schöner, langer Tag ...

Der schöne, lange Tag begann mit einem leckeren Full Irish Breakfast, und morgen früh wird es das zum dritten Mal geben. Danach startete ich so gegen halb zehn in den Tag und fuhr mit meinem Autochen über teilweise seeeeehr kleine Sträßchen in Richtung Kilkenny.

Dort landete ich um kurz vor 11 Uhr, stellte mein Auto in ein Parkhaus und lief erstmal zum Kilkenny Castle. Dieses aus drei Flügeln bestehende Anwesen war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein der Wohnsitz der Earl von Ormande und wurde in den 1990er-Jahren bestmöglich originalgetreu restauriert, um den Eindruck vor der Auktion der Einrichtungsgegenstände in den 1930er-Jahren wiederherzustellen.

Da gab es ganz schöne Räume mit Seidentapeten, aber auch ein Treppenhaus im maurischen (!) Stil, und das Dach der Gemäldegalerie fühlt sich chinesisch an, auch wenn das anscheinend nicht unbedingt so beabsichtigt war.

Doch, ein buntes Sammelsurium und Privat- und  Repräsentationsräumen, kein Wunder, dass hier auch ein königlicher Besuch im Jahr 1904 stattfand.

Alles in allem ansehnlich, auch mit dem großen Park draufherum, und für ein, anderthalb Stunden kann man da schon Zeit verbringen.

Ich lief über die Hauptstraße in Richtung der Canice-Kathedrale, nur um diese für Kilkenny namengebende Kathedrale aufgrund des sonntäglichen Gottesdienstes für touristische Zwecke geschlossen vorzufinden.

Also machte ich kehrt und lief - es war inzwischen fast 13 Uhr - zum Stadion. Ich hatte ein General-Admission-Ticket und da herrscht wirklich freie Platzwahl. Nun spielten allerdings die Damen schon ihr Spiel, als ich kam, und da waren auch schon etliche Zuschauer, sodass ich ein wenig versetzt von der Mittellinie saß, aber immer noch gut sehen konnte, auch wenn die - O-Ton der Zuschauerin hinter mir - "fucking columns" ("verfluchte Säulen") der Stadiondachabstützung manchmal ins Bild ragten.

Um 14 Uhr wurde die Nationalhymne gespielt, und dann ging es auch schon los mit dem Einwurf des Schiedsrichters. Hurling ist ein sehr schnelles Spiel, obwohl - oder gerade weil - es auf einem riesigen Platz gespielt wird, der etwa eineindrittel Mal so lang und so breit wie ein Fußballplatz ist (wenn's langt), aber diese Strecke wird durch die Schläge mit dem Hurley schnell überwunden..

Den Sliotar, den Ball, sieht man überraschend gut, und die Fang- und Ball-auf-dem-Hurley-Balancierkünste der Spieler sind schon beachtlich. Ganz besonders Spaß gemacht hat mir aber, dass die Fans von Kilkenny und Clare bunt gemischt saßen, ihre Mannschaft jeweils lautstark unterstützten, aber die Polizei außer zur Verkehrsregelung (das waren dann doch über 5.000 Zuschauer) nicht gebraucht wurde ...

Das Spiel wogte hin und her, es gab etliche Führungswechsel und - wenn ich das richtig verstanden habe - fürs Hurling relativ viele ("echte") Tore (nämlich vier), am Ende stand es aber 1-19 zu 3-13 und damit unentschieden, weil die Tore (die erste Zahl) dreifach zählen und beide alle 22 Zähler zu ihren Gunsten hatten.

Es war bis in die Schlusssekunden spannend, weil man beim Hurling auch aus großer Entfernung (sagen wir, 80 bis 100 Meter) einen Punkt erzielen kann, wenn man den Ball übers Tor jagt und bei einem Gleichstand reicht nach Adam Riese und Eva Zwerg also schon ein so'n Glückstreffer, um das Spiel zu entscheiden.

Die Spieler tragen obligatorisch einen Helm, und das ist gut so, denn da werden Bälle auch schon mal mit dem Schläger und/oder Gesicht geblockt, und die Bälle haben ganz schön Karacho drauf, wenn man sieht, wie weit die fliegen.

Alles in allem also eine sehr interessante und schöne Erfahrung, das hat Spaß gemacht und wird beim nächsten Irland-Besuch wiederholt.

Nach dem Spiel leerte sich das Stadion aber sehr schnell, denn Irland spielten in England Rugby, und fast jeder wollte noch die zweite Halbzeit sehen.

Ich kam in einem wunderschönen, großen Pub zum Sitzen, trank Cola (Ich! In einem Pub! Furchtbar!), schaute mir das Elend an (Irland verlor deutlich), versuchte dann noch erfolglos, einen Kilkenny-Hurling-Fanschal zu kaufen und lief danach zum Auto zurück.

Nach eineinhalb Stunden Fahrt über inzwischen dunkle, enge, verregnete Sträßlein ging es noch mal zu Mary Barry's, und diesmal aß ich Jakobsmuscheln (mitsamt ihrem Rogen), Apfelkompott und Black Pudding als Vorspeise und Fish & Chips vom Seeteufel zur Hauptspeise. Sehr, sehr lecker ... Auch der Toblerone-Käsekuchen konnte was, sodass ich glücklich und gesättigt aus dem Restaurant herausfiel, noch eine Viertelstunde durch die Nacht fuhr, meinem Hotel auf dem Parkplatz des Guesthouses abstellte und ohne weiteren Verzug ins Pub ging.

Das Guinness hatte ich mir heute verdient. Es wurden aber nur zwei, weil ich den Pool-Spielern grandios im Weg stand, die Plätze an der Theke belegt waren und ich auch ein bisschen müde war.

Nach zwei Guinness ging es ins Guesthouse und jetzt ins Bett. Ein richtig schöner Tag war das auch heute wieder, aber morgen geht es heim ...

Kilkenny Castle
... mit seiner Gemäldegalerie

Canice-Kathedrale


Hurling (das Spiel muss man sehen, Beschreibung langt nicht ...)

Samstag, 22. Februar 2020

"A Mor-NAY, please!" "Ah, a MOR-nay, no problem ..."

So etwa lief die Bestellung heute in meinem Mittagessenlokal ab, wobei die Großbuchstaben die Betonung darstellen sollen. Während ich bei meinem Seafood Mornay Letzteres auf der zweiten Silbe betonte, wird das hier in Irland anscheinend auf der ersten betont ... Verwirrung allenthalben, zumal der Namensgeber der Sauce Mornay, Wikipedia sei Dank wissen wir das, wohl Franzose war, sodass Mor-NAY eigentlich richtig wäre, aber wer will schon streiten? (Ruhe dahinten!)

So, jetzt wissen wir, dass Monsieur Mornay Namensgeber der Mornay-Soße ist, aber was hat das jetzt mit Seafood, also Fisch und Meeresfrüchten, zu tun? Nun, das klang lecker und also bestellte ich das, in der Erwartung, dass ich eine Art Fischteller bekomme. Pustekuchen! Das Ganze war eine Art Fischeintopf, aber in einer Béchamelsauce, auf die - kein Scherz, die Wikipedia sagt das so - Butter "aufmontiert" und die mit Parmesan oder Emmentaler vermengt wird ... Dieses Konglomerat aus Béchamel, Butter und Käse heißt dann Sauce Mornay, und in Kombination mit Fisch schmeckt das total lecker ...

Wer jetzt gähnt und das alles schon wusste, dem gratuliere ich zu seiner Weisheit, ich hatte bisher keine Ahnung ...

Fangen wir aber mal am Ende an, nämlich am Ende des gestrigen Tages ...

Ohje, ohje.

Ich stiefelte also in dieses Pub, und es war gähnend leer. Na, Prost Mahlzeit. Ich setzte mich auf einen Hochstuhl am Tresen, man sah mich, ich bestellte ein Guinness und spielte auf meinem Handy rum ... Es dauerte ein paar Minuten, bis ein zweiter, älterer Mann (da war ein Komma!) das Pub betrat und sich - in meinem Rücken - auf eine Bank setzte.

Ein zweites Guinness wurde bestellt, und so langsam tröpfelte ein älteres Paar nach dem anderen, der eine oder andere Solo-Mann und mancher Musiker in das Pub hinein, und eine Stunde, nachdem ich gemeint hatte, es sei leer, war voll. Allerdings senkte ich allein den Altersdurchschnitt um gefühlt ein Jahrzehnt, weil da keiner unter 50 war - doch, eine Familie mit halbwüchsigem Sohn kam herein.

Ich bin mir relativ sicher, dass ich auf jemandes Stammstuhl saß, aber die Leute waren freundlich, ich bestellte ein weiteres Guinness, da fingen die auf einmal an, die Instrumente mit "Amazing Grace" zu stimmen ...

Ich merkte, dass ich mich schon längst als Ausländer geoutet hatte, denn ich hatte - anders als alle anderen - nicht sofort meine Getränke bezahlt, sondern anschreiben lassen. Da ich nicht wusste, was ein Guinness kostet, die anscheinend nur Bargeld nahmen und ich nur noch 35 Euro im Sack hatte, machte ich - nachdem ich das bemerkt hatte - mal Zwischenrechnung, kam - bescheiden - mit einer Dame neben mir ins Gespräch und hörte zu, wie die Iren den Abend verbrachten. Da wurde musiziert, da wurden Witze erzählt (der Typ sprach sogar an sich verstehbares Englisch, nur sprach der so schnell, dass ich am Ende doch nix mehr verstand), man freute sich, dass man zusammen lachen konnte - so stelle ich mir ein irisches Pub vor, auch wenn es ein paar mehr junge Menschen hätten sein können. Ja, vielleicht sind die Jungen so wie jungen Menschen in Deutschland nicht mehr so sehr an den Sachen interessiert, die ihre Eltern und Großeltern hier so abends machen. Wer will es ihnen verdenken? (Der Junge, der mit seiner Familie reingekommen war, spielte zwischendrin auch ein Akkordeon-Solo, was mit viel Beifall bedacht wurde ...)

Als mir das Geld ausging, war es höchste Zeit zum Aufbruch, ich hatte jetzt doch wieder ein Hüngerchen, ging gegenüber noch zum Chinese Takeaway (was der in so einem Kaff wie Tagoat zu suchen hat und vor allem überlebt, ist mir ein Rätsel ...) und verspeiste das Hühnchen dann auf meinem Zimmer. (Damit verstieß ich gegen die Hausregeln, aber das hatte ich wirklich und ernsthaft übersehen. Wahrscheinlich wollen die nicht, dass die Zimmer mit Essen vollstinken, was ich irgendwo nachvollziehen kann. Aus schlechtem Gewissen ließ ich heute das Fenster gekippt ...)

Nach einem totenähnlichen Schlaf wachte ich heute morgen auf, duschte nochmal (ich hatte in der Nacht mich noch vom Sand auf meinem Kopf und in meinen Ohren und, wo sonst noch an meinem Körper Sand war, reingewaschen) und ging dann zum Frühstück. Ein leckeres Full Irish Breakfast wurde verzehrt, und dann brach ich auf.

Ich verzichtete auf den Einkauf eines Adapters in Wexford (der Akku hält vielleicht sogar ...), fuhr aber trotzdem durch Wexford durch, dann über eine Brücke und noch ein paar Kilometer, bis ich am ziemlich leeren Strandparkplatz des Curracloe Beach ankam. Ich sah Dünen, aber kein Meer, also ließ ich das Auto stehen, ging den Strandweg und meine Augen sahen Schönes: einen wunderbaren, breiten Sandstrand ... Der Wind blies nicht gaaaanz so schlimm, und ich machte einen einstündigen Spaziergang auf dem angenehm harten Sand - so, so schön ...

Als ich zum Auto wollte, traute ich meinen Augen nicht, denn da ging ein Mann in Badehose in Richtung Wasser. Und tatsächlich, der Typ ging schwimmen! Nun mache ich ja viel Mist, aber bei - im Februar durchschnittlich - 8 oder 9 Grad Wassertemperatur würde ich nicht ins Wasser gehen, und vor allem nicht eine Viertelstunde darin herumplanschen ... Unfassbar!

Auf den Schock fuhr ich zurück durch Wexford und weiter nach Süden nach Kilmore Quay. Dort parkte ich auf dem kleinen, aber nicht vollen Strandparkplatz und lief hinunter zum Strand. Hier war der Sand deutlich weicher, der Wind deutlich stärker und die Hundedichte deutlich höher. Schön war's da auch, aber Curracloe ist schöner ...

Ich ging in einen Supermarkt, holte dort Wasser und Geld und setzte mich dann noch ein paar Minuten ins Auto. Neben mich kam ein Auto gefahren, mit einem älteren Herrn drin, und nach ein paar Minuten guckten er und sein (alter) Hund zusammen aufs Meer ... Wahrscheinlich kann mindestens einer von beiden nicht mehr die Treppenstufen an den Strand laufen, aber so kommen sie wenigstens zusammen noch ans Meer ... Seufz ...

Ich war unentschieden hinsichtlich meines Mittagesslokals, weil ich entweder in Kilmore Quay oder, ein paar Kilometer weiter, in Kilmore selbst zwei gut bewertete Kneipen gefunden hatte. Ich fuhr nach Kilmore und machte definitiv keinen Fehler ...

Mary Barry's Bar war voll, und anders als der Spanier, der kurz vor mir bezahlte, war ich hochzufrieden gewesen, denn dieses Seafood Mornay war mit Jakobsmuscheln, Lachs, Shrimps und allerlei anderem Fisch übervoll, und wenn ich am Anfang dachte, dass das aber ein Portiönchen ist, kämpfte ich am Ende darauf, dieses "Portiönchen" aufzuessen - sehr lecker, vielleicht esse ich da morgen Abend nochmal ...

Ich trank noch einen Espresso (das reißt langsam ein ...) und fuhr dann in Richtung des südlichsten Punktes des County Wexford, dem Hook-Leuchtturm.

Unterwegs hielt ich an der nicht hässlichen Tintern Abbey an, spazierte da ein kleines bisschen durch den - sehr romantischen - Wald, ging aber in die Abbey nicht rein (gegen den Rock of Cashel kommt so schnell nix an), sondern fuhr weiter an mein Ziel.

Ich wäre wohl auf den Leuchtturm hochgekommen, aber es zog schon unten so dermaßen, dass ich das nicht wirklich brauchte. Vielmehr genoss ich das Naturschauspiel, wie die Wellen mit einer solchen Kraft an Land schlugen und sich wieder zurückzogen, dass sie - gut hörbar - die großen Kieselsteine dabei in Bewegung setzten ... Auch sehr, sehr schön ...

Zielgenau zum Eintritt der Dunkelheit schaffte ich es wieder in mein Guesthouse, und gleich geht es nochmal ins Pub. Heute werden es hoffentlich weniger Guinness als gestern und - das ging gestern unterwegs verloren - wenigstens ein Whiskey werden, aber man weiß ja nie, was passiert, wenn einer unter die Räuber fällt ...

Mir geht es gut, mir ist definitiv nicht langweilig, und auch wenn es nicht die so ganz weltweit bekannten Attraktionen hier gibt: Schön ist es sehr ...

Curracloe Beach

Kilmore Quay Beach

Flüsschen im Wald unterhalb der ...

Tintern Abbey

Beim Hook-Leuchtturm

Freitag, 21. Februar 2020

Das Revival der Sporttasche als Handgepäck

... kann man als mehr oder weniger regelmäßiger Ryanair-Flieger in letzter Zeit beobachten, denn die Sporttasche ist meist nicht so ganz offensichtlich größer als die laut Ryanair zulässige "kleine Tasche", sodass die Boardingleutchen anscheinend Anweisung haben, das durchgehen zu lassen, anders als die Rollköfferchen, für die man extra zahlen muss ... Und ja, auch ich habe für meine vier Tage Irland die tolle Sporttasche mit, die meine Mutter mir neulich geschenkt hatte - Sport treibe ich damit eher weniger, aber wenn ich mal in die Sauna gehe, darf die Tasche auch mit.

Das Einschlafen gestern Abend war schwierig, auch wenn ich schon relativ früh im Bett war, das Aufstehen um 3.30 Uhr ging dann trotzdem einigermaßen gut. Ich hatte ausreichend Zeit, musste nicht hetzen, konnte aber auch nicht trödeln, und um 4.28 Uhr ging mein - wie immer verhältnismäßig voll besetzter - Bus zum Hauptbahnhof.

Um 5.13 Uhr war ich am Frankfurter Flughafen, die Skyline fuhr wenige Sekunden nach meinem Einsteigen ab, die Ausreise war leer, und die Sicherheitskontrolle - diesmal flogen wir vom Bereich E ab, Ryanair wird immer vogelwilder ... - war auch überstehbar, auch wenn mich der Sicherheitsmensch - diesmal zu recht und sehr freundlich - bat, mein Zeug doch bitte nicht dort einzupacken, wo er die ausgesonderten Gepäckstücke durchsucht ...

Im Flieger war ein Junggesellenabschied, und ich vermute, die haben die Nacht durchgemacht, denn die kamen schon angedüdelt in den Flieger, zogen sich da ein paar Ryanair-Biere (bäh) rein und waren in Dublin dann entsprechend schon betrunken und laut ... Wunderbare Botschafter Deutschlands, wunderbare ...

Die Einreise in Dublin - das war wieder ein längerer Fußmarsch bis zur Einreise - machte ich beim Grenzer, weil die Schlange für die elektronische Kontrolle länger war als beim Grenzer, bei dem ich sofort drankam, und schon war ich - erstmals seit Ende 2016 - wieder nach Irland eingereist.

Die Autoabholung wäre einigermaßen schnell gegangen, wenn ich dem Typen richtig zugehört und gleich zum Shuttlebus gelaufen wäre. Stattdessen lief ich ins Parkhaus rein (da gab es auch Autovermietungswegweiser, nur sitzt da keiner mehr ...), suchte und fand nichts, lief wieder zurück zur - wie mir dann klar wurde - vom Typen genannten Businsel, sah den Shuttlebus mir vor der Nase wegfahren, aber der nächste Bus stand eine Minute später da.

Drei Parteien, alle aus Deutschland, wurden zum Autovermietungssatelliten kutschiert, ich stellte mich an, nur um zu sehen, dass ich nur zum Key Pick-up muss, das klappte, und schließlich hatte ich den Schlüssel zu meinem kleinen hübschen Nissan in Händen.

Ich fuhr über die Dubliner Ring-Autobahn (das Linksfahren wird mit jedem Mal ungewohnter ...) und dann in den Südwesten, denn ich wollte zum Rock of Cashel, der - von Dublin aus betrachtet - kurz vor Cork liegt. Ich war etwa zwei Stunden unterwegs, alles kein Problem, zumal das meiste Autobahn war.

Das klappte auch alles wunderbar, ich zahlte zweimal Maut, fuhr von der Autobahn ab und war relativ schnell auf dem Parkplatz. Der Parkpreis von 4,50 Euro pro Tag ist gesalzen, zumal die meisten ja nur ein, zwei Stunden da sein werden, war heute aber ziemlich leer, sodass ich fast fürchtete, es wäre zu.

War es nicht, ich erhielt Einlass, nachdem ich die Bedienung der Tür erlernt hatte (ich Rinderbraten ...), zahlte elf Euro Eintritt, und in dem war eine in fünf Minuten beginnende Führung von Cormacs Kapelle, die von König Cormac Mac Carthaig in Auftrag gegebene und 1134 geweihte Kirche.

Da drin sind die besterhaltenen/einzigen/wie auch immer Fresken Irlands, aber weil die Engländer die im 17. Jahrhundert übertüncht haben, sind davon nur noch Fragmente erhalten, und um die zu schützen, muss man da extra Eintritt zahlen, damit die Tür nicht so oft auf- und zugemacht wird.

Die Kapelle ist sehr beeindruckend, nicht nur aufgrund der Fresken, sondern auch aufgrund der Steinmetzarbeiten, und wenn man bedenkt, dass das Ding fast 900 Jahre alt ist, ist es fast unglaublich, dass man bei manchen der dort abgebildeten Köpfen noch die Konturen sehr gut erkennen kann.

Ein Nachfolger von Cormac ließ dann - direkt an die Kapelle anschließend - eine sehr viel größere Kathedrale errichten, und die ist ebenfalls sehr beeindruckend, auch wenn sie sicherlich noch beeindruckender wäre, hätte nicht  so eine anglikanische Intelligenzbestie von Bischof im 18. Jahrhundert das Dach abtragen und die Kathedrale anschließend verfallen lassen ...

So hat das Ganze einen morbiden Charme, wenn man den Elementen (und es war verflixt windig heute) ausgesetzt ist, aber das kann man sich durchaus mal anschauen, auch weil der außenherum befindliche Friedhof auch ganz hübsch ist - und der Blick ins grüne Tal ist ebenfalls nicht zu verachten.

Nach einer guten Stunde verließ ich die Anlage wieder, wollte noch zu Mittag essen, ließ das dann mangels Hunger aber sein und startete in den Südosten Irlands durch, weil ich zum Rosslare Strand (die Ortschaft heißt so) wollte.

Auch hier fuhr ich wieder ungefähr zwei Stunden, diesmal eher hälftig Schnellstraße und Landstraße, zwischendurch war eine Straße so neu, dass nicht einmal Google sie kannte, und landete schließlich an der Strandpromenade in Rosslare Strand. Dort war ein Parkplatz, ich musste nicht einmal etwas zahlen und ich stieg aus.

Hier pustete der Wind noch mehr, der Strand überzeugte mich im ersten Moment nicht ganz, weil er ziemlich steinig ist, aber es wurde besser. Erst einmal guckte ich mir die Kneipe an, in der ich zu Mittag essen wollte, die sah aber ziemlich verlassen aus, sodass ich ein paar Schritte hoch in eine Fish&Chips-Fastfood-Kette ging.

Die Fish & Chips dort waren nicht verkehrt (und eine Riesenportion), aber ich hatte schon bessere, morgen gucke ich, dass ich nicht um 15 Uhr, wenn keine Essenszeit ist, irgendwo aufschlage, sondern früher oder eben später ...

Ich ging noch einmal an den Strand und fing an zu laufen und zu laufen, bis ich auf Höhe des Golfplatzes (ich war jetzt keine zehn Kilometer gelaufen, eher so zwei, öhm, maximal ...) umdrehte, weil der Strand überspült war und der Weg durch die Vegetation des Golfplatzes nicht so richtig offiziell aussah ...

Jetzt wurde mir so richtig Sand entgegengeblasen, im Ohr habe ich noch Sand und am Rest des Körpers sowieso, aber es war herrlich. Ich bin ja nun nicht wirklich leicht, aber der Wind wollte selbst mich umblasen, das konnte ich zwar verhindern, aber ich musste was tun dafür ...

Ich guckte noch einer Frau zu, wie sie ihrem Hund die Tennisbälle zum Apportieren durch die Gegend schleuderte, dann fuhr ich weiter nach Rosslare Harbour in der Hoffnung, dort einen Adapter für die Steckdose zu finden - denn das Teil, das ich vergessen habe, war diesmal der Stromadapter ...

Ich war erfolglos und entschied mich - ich sollte um 18 Uhr einchecken, und es war erst 17.15 Uhr - noch ein bisschen durch die Gegend zu fahren. Ich landete in Our Lady's Island und hielt dort auf einem Parkplatz an, denn dort windete es noch mehr als an dem anderen Strand - ganz, ganz großartig ... Da will ich in den nächsten Tagen nochmal hin, um das bei vollem Tageslicht zu sehen, denn jetzt war es schon ein wenig dämmerig.

Gerade so vor Einbruch der Dunkelheit und pünktlich um 18 Uhr kam ich an meinem Guesthouse an, konnte sofort einchecken und mich ein bisschen frisch machen, jetzt geht es ins Pub auf ein Stout und einen Whiskey (man beachte das "e" - in Irland schreibt man "Whiskey", in Schottland "Whisky"), aber ich vermute mal ganz stark, dass mir auch die Whiskeys nicht wirklich so gut schmecken wie ein schönes Stout.

(Ich fürchte, ich muss gleich noch duschen gehen, denn mein Haar ist ganz sandig ...)

Die Fotos sind ganz vogelwild sortiert, sorry ...

Kathedrale auf dem Rock of Cashel

Rock of Cashel, Friedhof

Cormacs Kapelle, Rock of Cashel

Dramatische Wolken vom Rock of Cashel

Kathedrale mit Rundturm

Kapelle von außen

Kathedrale von innen

Nochmal Kapelle

Rosslare Strand


Die beiden Türme der Kapelle wurden von Regensburger Steinmetzen erbaut ...

Eingangstür zur Kapelle

Montag, 17. Februar 2020

Wenn der Hurley mit dem Sliotar

..., dann fällt ab und zu mal ein Tor. Hä?

Hurling ist - neben dem Gaelic Football, dem gälischen Fußball - eine der beiden typisch irischen Sportarten, und ein Hurling-Spiel werde ich am kommenden Sonntag besuchen. Beim Hurling geht es darum, mit Hilfe eines Schlägers, Hurley genannt, den Ball - Sliotar - in ein Tor (drei Punkte) oder übers Tor (ein Punkt) zu befördern, und am Ende des 60- oder 70-minütigen Spiels (das hängt wohl von der Spielklasse ab) gewinnt, wer die beiden Punkte erzielt hat.

Die Karte für das Spiel in der angeblich sehr schönen Stadt Kilkenny kostet mich 15 Euro plus Versand, und weil ich der irischen und der deutschen Post nicht so recht traue, lasse ich die Karte in mein Guesthouse schicken, in dem ich ab kommendem Freitag residiere, und nicht nach Deutschland, obwohl das nur einen Euro teurer gewesen wäre.

Ich habe ja in Australien schon ein Aussie-Rules-Football-Spiel verfolgt, und ich bin sehr gespannt auf die Stimmung in Kilkenny, zumal das in der dortigen Liga wohl ein Spitzenspiel sein wird ...

Kilkenny ist von meinem Guesthouse etwa eineinhalb Stunden Fahrt entfernt, sodass ich am Sonntag nach einem gemütlichen Frühstück aufbrechen, mir die Stadt Kilkenny anschauen, um 14 Uhr im Stadion sein und danach gemütlich zurückfahren werde und mir wahrscheinlich in dem Pub in meinem Dorf noch ein Bier, womöglich gar ein Kilkenny, reintun werde ...

Am Freitag fliege ich um 6.40 Uhr (also Aufstehen um 3.30 Uhr oder so, bäh ...) in Frankfurt ab und lande um 7.40 Uhr irischer Zeit - nach zwei Stunden Flug - in Dublin. Mein Mietauto ist ab 8 Uhr verfügbar, und dann geht es in Richtung Südosten.

In mein Bed & Breakfast kann ich erst ab 18 Uhr einziehen (ich könnte wohl auch früher, aber die Inhaber sind anscheinend berufstätig, da muss ich das ja nicht erzwingen), also werde ich wahrscheinlich schon mal ein bisschen was von den Stränden im Südosten Irlands erkunden, vielleicht einen Abstecher nach Waxford machen - mir wird schon was einfallen ...

Ich habe noch keine Ahnung, was ich am Samstag mache, aber das soll ja das Schöne an diesem Urlaub sein, dass ich nicht viel plane, sondern mich treiben lasse - das wird gut ... Und nötig. Und gut ...

Sei es, wie es sei, am Rosenmontag geht es dann um 16.45 Uhr von Dublin zurück nach Frankfurt, wo ich um 19.45 Uhr Ortszeit lande. Ich denke, ich werde mal wieder bis zur Einreise im Terminal 1 fahren oder latschen und dann gemütlich in Wiesbaden den Abend ausklingen lassen ...

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Ich habe heute jedem im Büro, der es hören wollte, und auch jedem anderen von der Sagrada Família vorgeschwärmt - das ist so, so toll dort. Ich hoffe nur, dass ich das nächste Mal, wenn ich in Barcelona bin, ein bisschen mehr Zeit habe, um mir die Sagrada und auch den Parc Güell noch ein bisschen genauer anzuschauen. Und auch so gibt es in Barcelona noch so viel zu sehen, da muss ich bald nochmal hin ...